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Dokumentenidentifikation DE20320501U1 16.12.2004
Titel Vorrichtung zur intraoperativen Messung der Seitenbänderspannung des Kniegelenks
Anmelder Strempel, Archibald von, Prof. Dr.Dr., Feldkirch, AT;
Veith, Wolfgang, Dr., 69124 Heidelberg, DE
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 20320501
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 16.12.2004
Registration date 11.11.2004
Application date from patent application 23.06.2003
IPC-Hauptklasse A61F 2/76
IPC-Nebenklasse A61B 5/103   

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die Implantation der Kniegelenksinnenprothese erfolgt durch Resektion der beiden Gelenkpartnerenden und anschließender Einbringung der Knieprothese unter Berücksichtigung der physiologischen Beinlänge und Beinachse.

Problem

Bei der Implantation der Kniegelenksinnenprothese ist es unabdingbar die Balance zwischen innerem und äußerem Seitenband wieder herzustellen. Häufig gehen schwere Arthrosen des Kniegelenks mit einem Verlust der physiologischen Beinachse im Sinne eines vermehrten O- Beines bzw. vermehrten X – Beines einher.

Infolge dessen kommt es zu einer Verkürzung des Innenbandes und Elongation des Außenbandes (O – Bein) bzw. zu einer Verkürzung des Außenbandes und Elongation des Innenbandes (X – Bein).

Vor der Implantation der Kniegelenksinnenprothese ist es von entscheidender Bedeutung das ursprüngliche Bandgleichgewicht zwischen dem inneren und dem äußeren Seitenband bei physiologischer Beinachse wieder herzustellen.

Würde dies nicht berücksichtigt , bestünde die Gefahr des vorzeitigen Verschleisses der Gleitpartner der Knieprothese.

Erfindung

Nachdem die Knochenschnitte unter Berücksichtigung der Rekonstruktion der physiologischen Beinachse erstellt worden sind, wird das Bandspannungsinstrument in den Gelenkspalt eingeführt und über einen Scherenmechanismus parallel aufgespreizt.

Die Konstruktion des Instruments – mindestens eine Spreizbacke ist frei seitlich schwenkbar und dies zumindest über einen definierten Schwenkbereich- erlaubt es, daß gleiche Spannungen im inneren und äußeren Seitenband appliziert werden.

Die dabei auf die Seitenbänder einwirkende Kraft wird vom Chirurgen über die Meßanzeige kontrolliert und bestimmt.

Kommt es unter der Aufspreizung der Zange zu keiner spontanen physiologischen Ausrichtung der Beinachse , so muß in der üblichen chirurgischen Technik das verkürzte Band gelöst wird. Unter Applikation der gleichgroßen Kraft medial wie lateral erfolgt die spontane Ausrichtung der Beinachse in physiologischer Weise.

Die Größe der Aufspreizung der Zange kann über einen Ratschenmechanismus an beliebiger Stelle definiert arretiert werden

Die Ermittlung der aufgebrachten Spreizkraft erfolgt mittels einer auf eine Spreizbacke aufgebrachte DMS mit externem Anzeigegerät.

Eine mechanische Messung der Spreizkraft erfolgt über einen Federwaagenmechanismus, vorzugsweise an den Griff enden angebracht.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Die Ausgestaltung der Erfindung nach den Ansprüchen 2 bis 5 wird nachfolgend dargestellt.

1 Darstellung der Backen mit der Schere zum parallelen Spreizen

2 Darstellung der schwenkbaren Backen

Zu 1 : Die scherenartig ausgebildete Führung der beiden Backen (A, B) bewirkt bei entsprechender Anlenkung an den Punkten (C, D) ein paralleles Auseinanderweichen der Backen.

Die Anlenkung an den Punkten (C, D) kann beispielsweise über eine nach bekannter Art ausgebildete Zange erfolgen, deren Backen auseinanderweichen , wenn man die Griffe schließt.

Zu 2: Die Backen (A, B) sind in ihrer Führung (E, F) gelenkig gelagert, so daß bei einer durch differierende Bandspannung erzeugten Schrägstellung der Gelenkflächen zueinander, die Backen dieser Stellung folgen können und somit die Krafteinleitung durch die Zange konstant über der Gelenkbreite erfolgen kann.


Anspruch[de]
  1. Instrument zur intraoperativen Messung der Seitenbänderspannung des Kniegelenks bei der Implantation einer Kniegelenksinnenprothese. dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung in den vorbereiteteten Gelenkspalt eingebracht und dieser damit aufgespreizt wird.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1) dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung parallelöffnende Backen zum Aufspreizen besitzt.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1. oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung mindestens eine oder mehrere seitlich frei schwenkbare Backen besitzt.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1. bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung die Möglichkeit zur Aufnahme einer Meßeinrichtung besitzt welche die Spreizkraft auf mechanischem oder elektronischem Wege ermittelt.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1. bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung in gespreiztem Zustand bei jeglicher Öffnungsweite definiert arretiert werden kann.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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