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Dokumentenidentifikation DE202004014088U1 23.12.2004
Titel Geteilte Dämpfungsplatte, insbesondere für Federdruckbremsen
Anmelder Chr. Mayr GmbH + Co KG, 87665 Mauerstetten, DE
Vertreter Patentanwalt Hans E. Ruschke & Kollegen, 81679 München
DE-Aktenzeichen 202004014088
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 23.12.2004
Registration date 18.11.2004
Application date from patent application 10.09.2004
IPC-Hauptklasse F16D 59/02

Beschreibung[de]

Es ist bekannt, daß bei Federdruckbremsen beim Lüften (Freimachen) der Bremse oder beim Abbremsen Geräusche entstehen. Diese sind sehr störend, speziell bei Anwendungen in der Bühnentechnik, Aufzugsanlagen oder sonstigen Einrichtungen, welche lärmsensibel sind.

Bei der vorliegenden Neuerung geht es in erster Linie um das Vermeiden des Quietschgeräusches beim Abbremsen der Bremse. Beim Quietschen handelt es sich um Schwingungen, die aus der Relativbewegung des Reibbelages zu einer feststehenden Platte entstehen. Als weiterer Effekt kann zusätzlich das Abschaltgeräusch, auch als Einfallgeräusch der Bremse bezeichnet, gedämpft werden.

Beim Gegenstand der internationalen Anmeldung WO 03/023245 A1 der Fa. Mayr werden speziell das Einfallgeräusch (Abbremsen der Bremse) und das Anzugsgeräusch (Freimachen der Bremse) durch geeignete Maßnahmen gedämpft, die in erster Linie auf die Ankerscheibe gerichtet sind.

Aufbauend auf diesem vorgenannten Stand der Technik soll durch zusätzliche Maßnahmen an der zu bremsenden Platte (Dämpfungsplatte) erfindungsgemäß das Quietschgeräusch (zwischen dem zu bremsenden Reibbelag und einer feststehenden Platte durch entsprechende Maßnahmen) weiter gedämpft werden. Es soll eine weitere einfache und kostengünstige Maßnahme angegeben werden, welche beim Abbremsen weiter dazu beiträgt, Quietschgeräusche zu verhindern. Allerdings soll die Bremse nicht wesentlich breiter bauen und bereits vorhandene Bauteile sollen Verwendung finden können.

Die vorgenannte Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß die feststehende Platte, auf welcher der Reibbelag abgebremst wird, in zwei zueinander koplanare Teile (separate Platten) aufgeteilt und dazwischen eine oder mehrere Elastomer-Einlagen in mindestens einer Senkung oder Ringnut eingelegt werden, welche die beiden Platten zunächst einmal auf Abstand hält, so daß dazwischen ein Luftspalt entsteht. Beim Abbremsen des Reibbelages an der ersten Platte wird die erste Platte gegen die Elastomer-Einlage gedrückt und diese zwischen den beiden Platten zusammengedrückt, so daß die Luft zwischen den beiden koplanaren Platten entweicht. Als Ergebnis liegt die erste Platte dann direkt auf der zweiten Platte auf. Bei diesem Vorgang tritt eine entsprechende Dämpfung oder Art Verzögerung ein, welche dazu beiträgt, die Wahrscheinlichkeit des Quietschens der Bremse weiter zu reduzieren oder zu beseitigen. Dieser Effekt ergibt sich insbesondere mit den Merkmalen des Anspruches 6.

Eine Ausführungsform diese Erfindung wird nachfolgenden unter Bezugnahme auf die 1 und 2 beschrieben. Darin zeigt

1 die Bremse in ungebremstem Zustand (Bremse frei bzw. gelüftet);

2 die Bremse in gebremstem Zustand (Bremse gebremst).

In 1 wird eine ruhestrombetätigte Federdruckbremse gezeigt, welche folgende Funktion aufweist: Der Bremsenkörper, auch Spulenträger 1 genannt, besitzt eine Magnetspule 2 und eine Ankerscheibe 4. Fließt durch die Spule 2 Strom, wird die Ankerscheibe 4 gegen die auf dem Umfang der Bremse verteilten Druckfedern 3 in Richtung auf den Bremsenkörper (Spulenträger) 1 angezogen. Somit kann der Rotor 8, der auf der Zahnnabe 6 sitzt, mit seinen beiden Reibbelägen 9 zusammen mit der Welle 5 frei umdrehen. Dies ist möglich, da zwischen der Ankerscheibe 4 und dem linken Reibbelag 9l ein Luftspalt 15 und zwischen dem rechten Reibbelag 9r und der ersten Dämpfungsplatte 12 ein weiterer Luftspalt 16 vorhanden ist. Zwischen der ersten Dämpfungsplatte 12 und der zweiten Dämpfungsplatte 11 befindet sich ein Luftspalt 14. Dieser wird durch eine Elastomer-Einlage 13 gebildet, welche sich zwischen der ersten und zweiten Dämpfungsplatte befindet. Die zweite Dämpfungsplatte 11 hat einen etwas größeren Durchmesser als die erste Dämpfungsplatte 12 und in ihrer der ersten Dämpfungsplatte zugewandeten Stirnfläche eine eng passende Ausdrehung zur Aufnahme der ersten Dämpfungsplatte 12.

Die auf dem Umfang des Bremsenkörpers 1 veteilt angeordneten Übertragungsbolzen 7, z. B. drei Stück, haben die Aufgabe, das Drehmoment von der Ankerscheibe 4 auf den Bremsenkörper 1 und dann über die Maschinenwand 18 zu leiten. Die Übertragungssstifte 10 übertragen das Drehmoment über die beiden Dämpfungsplatten 12 und 11 ebenfalls auf die Maschinenwand 18. Die Schraube 17 hat lediglich die Aufgabe, die beiden Dämpfungsplatten 12 und 11 in ausgebautem Zustand zusammenzuhalten (Montageschraube).

In 2 wird die Bremse im gebremsten Zustand gezeigt, in dem man den Strom von der Magnetspule 2 wegnimmt und somit die Ankerscheibe 4 über die Druckfedern 3 nach rechts gedrückt wird, damit die Bremse abbremst. Dadurch entsteht zwischen Bremsenkörper (Spulenträger) 1 und Ankerscheibe 4 ein Luftspalt 19, die Luftspalte 15 und 16 an den beiden Reibbelägen 9l und 9r werden weggenommen und die Ankerscheibe 4 liegt am linken Reibbelag 9l und die erste Dämpfungsplatte 12 liegt am rechten Reibbelag 9r an.

Durch den Federdruck wird die Ankerscheibe 4 komplett mit dem Rotor 8 und den beiden Reibbelägen 9l und 9r zusammen mit der ersten Dämpfungsplatte 12 gegen die Elastomer-Einlage 13 gedrückt und der Luftspalt 14 (siehe 1) wird zu Null (siehe 2). Durch die Wirkung des Elastomers 13 wird eine Dämpfung beim Abbremsen des Rotors 8 mit seinen beiden Reibbelägen 9 erzielt, wodurch ein Quietschen vermieden wird.

1Bremsenkörper (Spulenträger) 2Magnetspule 3Druckfeder 4Ankerscheibe 5Welle 6Zahnnabe 7Übertragungsbolzen 8Rotor 9r,lReibbeläge (rechts, links) 10Übertragungsstift 112. Dämpfungsplatte 121. Dämpfungsplatte 13Elastomer 14Luftspalt 15Luftspalt 16Luftspalt 17Schraube 18Maschinenwand 19Luftspalt

Anspruch[de]
  1. Dämpfungsplatte zum Abbremsen eines Reibbelages auf derselben, vorzugsweise eingesetzt bei ruhestrombetätigten Federdruckbremsen, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungsplatte aus zwei zueinander weitgehend koplanaren Teilen (11 und 12) besteht und dazwischen eine Elastomer-Einlage (13) vorgesehen ist, welche zwischen den beiden Dämpfungsplatten einen Luftspalt (14) ausbildet, welcher beim Abbremsen des Reibbelages (9) auf der ersten Dämpfungsplatte (12) verringert und im Extremfall auf Null reduziert wird, so daß die erste Dämpfungsplatte (12) und die zweite Dämpfungsplatte (11) aneinander anliegen.
  2. Dämpfungsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elastomer-Einlage (13) in einer Ringnut in der zweiten Dämpfungsplatte (11) eingelegt ist.
  3. Dämpfungsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elastomer-Einlage (13) in mehrere einzelne Senkungen in der Dämpfungsplatte (11) eingelegt ist.
  4. Dämpfungsplatte nach Anspruch 1, 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, daß die erste Dämpfungsplatte (12) und die zweite Dämpfungsplatte (11) mittels einer Schraube (17) zu Montagezwecken unter Einhaltung eines definierten Mindestabstandes zur Ausbildung des Luftspaltes (14) aneinander fixiert sind.
  5. Dämpfungsplatte nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Dämpfungsplatten (12) und (11) aus unterschiedlichen Materialien hergestellt sind.
  6. Dämpfungsplatte nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Dämpfungsplatte (11) einen etwas größeren Durchmesser als die erste Dämpfungsplatte (12) und in ihrer der ersten Dämpfungsplatte zugewandten Stirnfläche eine eng passende Ausdrehung zur Aufnahme der ersten Dämpfungsplatte (12) hat.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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