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Vorrichtung zum Führen von Tasten von klavierartigen Tasteninstrumenten - Dokument DE10343616A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10343616A1 05.01.2005
Titel Vorrichtung zum Führen von Tasten von klavierartigen Tasteninstrumenten
Anmelder Hermann, Ulrich, 99084 Erfurt, DE
Erfinder Hermann, Ulrich, 99084 Erfurt, DE
Vertreter Patentanwälte Liedtke & Partner, 99096 Erfurt
DE-Anmeldedatum 20.09.2003
DE-Aktenzeichen 10343616
Offenlegungstag 05.01.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.2005
IPC-Hauptklasse G10C 3/12
Zusammenfassung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Führen von Tasten in klavierartigen Tasteninstrumenten zur Positionierung des Tastenhebels anzugeben, welche die Nachteile der im Stand der Technik bekannten Führungsvorrichtungen überwindet, welche insbesondere unabhängig von klimatischen Schwankungen ein konstantes Führungsspiel bei hoher Festigkeit aufweist, welche ein genaues Einstellen des Zwischenraumes zwischen benachbarten Tasten ermöglicht und welche eine exakt vertikale Betätigung einzelner Tasten ermöglicht.
Erfindungsgemäß gelingt die Lösung der Aufgabe dadurch, dass an jeder Taste ein Führungsstift mit hoher Festigkeit und zumindest im Führungsbereich glatter Oberfläche befestigt ist, welcher in einer Aussparung eines am Tasteninstrument angeordneten Aussparungsträgers geführt ist.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Führen von Tasten in klavierartigen Tasteninstrumenten zwischen einem gedrückten und einem gelösten Zustand und zur Positionierung von Tastenhebeln.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Führen von Tasten in klavierartigen Tasteninstrumenten zwischen einem gedrückten und einem gelösten Zustand und zur Positionierung von Tastenhebeln.

Die Erfindung wird vorzugsweise in Holztastaturen klavierartiger Tasteninstrumente verwendet.

Im Stand der Technik sind verschiedene Vorrichtungen zum Führen und Positionieren von Holztasten in klavierartigen Tasteninstrumenten zwischen einem gedrückten und einem gelösten Zustand und zur Positionierung von Tastenhebeln bekannt.

Zur Führung von Tasten in Holztastaturen von Klavieren oder Orgeln ist bekannt, dass unterhalb jeder Taste ein vertikaler Führungsstift auf einem Klaviaturrahmen angeordnet ist. In jeder Taste ist an der mit diesem Führungsstift korrespondierenden Stelle jeweils eine Aussparung angeordnet, in welcher der korrespondierende Führungsstift beim Betätigen der Taste eintaucht. Dadurch wird eine vertikale Führung der Taste beim Niederdrücken bzw. beim Loslassen gewährleistet.

Nachteilig ist dabei, dass insbesondere bei klimatischen Schwankungen das Führungsspiel zwischen dem Führungsstift und der korrespondierenden Aussparung in der Taste Veränderungen unterliegt, so dass bei einer Vergrößerung des Führungsspiels ein Klappern und bei einer Verkleinerung des Führungsspiels ein Verklemmen einzelner Tasten beim Betätigen zu verzeichnen ist.

Bei Verschleiß des Dämpfungsmaterials im Führungsbereich und Veränderung der Maße des Tastenkörpers durch klimatische Einwirkungen wird immer Korrektur erforderlich.

Die Korrektur der Zwischenräume erfolgt üblicherweise durch so genannte Klaviaturstiftrichter, wobei jeder einzelne Führungsstift durch mechanische Einwirkung soweit verbogen wird, dass sich bei jeweils gelösten Tasten ein einheitlicher Abstand zwischen den einzelnen Tasten einstellt. Eine Korrektur des Führungsspieles zwischen den etwa vertikal angeordneten Führungsstiften und den Aussparungen in den Tastaturen wird dadurch ermöglicht, dass Führungsstifte durch Verdrehung um Ihre Längsachse eine Korrektur des Spieles innerhalb ihrer Aussparung zur Führung ermöglichen. Ein derartiges Verdrehen erfolgt ebenfalls durch Klaviaturstiftrichter; der jeweils untere Bereich eines Führungsstiftes ist in der Regel zylinderförmig und drehbar im Klaviaturrahmen unterhalb der Tastatur angeordnet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Führen von Tasten in klavierartigen Tasteninstrumenten zur Positionierung des Tastenhebels anzugeben, welche die Nachteile der im Stand der Technik bekannten Führungsvorrichtungen überwindet, welche insbesondere unabhängig von klimatischen Schwankungen ein konstantes Führungsspiel bei hoher Festigkeit aufweist, welche ein genaues Einstellen des Zwischenraumes zwischen benachbarten Tasten ermöglicht und welche eine exakt vertikale Betätigung einzelner Tasten ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.

Die Erfindung weist eine Reihe von Vorteilen auf.

Durch die Befestigung eines Führungsstiftes an jeder Taste und durch die Anordnung einer mit dem Führungsstift korrespondierenden Aussparung in einem Aussparungsträger gelingt es, durch die Verwendung von wenigen Verbindungselementen eine geräuscharme und verschleißfeste Führung der Tasten zu gewährleisten. Insbesondere bei der Verwendung von Tasten aus Holz gelingt es auf einfache Weise, klimatisch bedingte Veränderungen des Führungsspieles zwischen Führungsstift und korrespondierender Aussparung zu verhindern. Ein Klemmen oder Klappern von Tasten wird damit verhindert.

Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, im Aussparungsträger mehrere langlochförmige Aussparungen parallel zueinander und parallel zur Längsrichtung der Tasten anzuordnen. Vorteilhaft ist dabei, dass bereits durch die Herstellung des Aussparungsträgers mit mehreren präzise platzierten Aussparungen auf einfache Weise die spätere genaue Fixierung der Lage der einzelnen Tasten vereinfacht wird.

Eine weitere Ausführungsform sieht vor, als Aussparungsträger ein Blech zu verwenden, auf dem langlochförmige Aussparungen gleich beabstandet angeordnet sind. Vorteilhaft ist dabei, dass durch eine geringe Anzahl von Blechen, insbesondere durch Verwendung eines einziges Bleches, sämtliche Aussparungen auf einfache Weise im Aussparungsträger angeordnet werden können. Dabei ist es möglich, in einem einzigen Arbeitsgang sämtliche Aussparungen einzufräsen oder auszustanzen und so die spätere genaue Lage jeder einzelnen Taste vorzubestimmen.

Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, an den Seitenflächen der Aussparungen dämpfende Auskleidungen anzuordnen; dadurch wird ein spielfreies Gleiten des Führungsstiftes an den mit der Auskleidung versehenen Seitenwänden der Aussparung ermöglicht. Insbesondere ist es dabei möglich, durch eine Pressung zwischen Führungsstift und Auskleidung eine vorbestimmte Reibung zwischen Führungsstift und Auskleidung zu gewährleisten, welche beim Spielen der Tastatur den gleichen Eindruck wie bei einer hochwertigen herkömmlichen Tastatur hervorgerufen wird, jedoch die nachteiligen klimatisch bedingten Änderungen im Führungsspiel nicht unterliegt.

In einer weiteren Ausgestaltung weist ein Führungsstift jeweils ein innerhalb einer Taste angeordnetes, versenktes Stiftende und parallel dazu ein beabstandetes, exzentrisches, geführtes Stiftende auf. Vorteilhaft ist dabei, dass bei einer erstmaligen Justierung der einzelnen Tasten durch Verdrehen des versenkten Stiftendes das exzentrische, geführte Stiftende quer zur Tastenlängsrichtung eingestellt werden kann, so dass dadurch ein Einstellen der Zwischenräume zwischen jeweils benachbarten Tasten ermöglicht wird. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass beim Betätigen und Lösen jeder einzelnen Taste später sichergestellt ist, dass jede Taste genau senkrecht betätigt und gelöst werden kann und nicht wie im Stand der Technik über nachgerichtete, schräg stehende Führungsstifte schräg geführt wird. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die Abstände zwischen benachbarten Tasten beliebig gering auszubilden, ohne beim gleichzeitigen Betätigen zweier benachbarter Tasten ein gegenseitiges Verklemmen der Tasten im gedrückten Zustand hervorzurufen.

Eine Weiterbildung dieser Ausführungsform sieht vor, dass zwischen dem versenkten Stiftende und dem exzentrischen, geführten Stiftende ein Stellelement angeordnet ist, mit dem auf einfache Weise ein erstmaliges und/oder späteres Justieren einer Taste durch horizontale Verschiebung ermöglicht wird.

Das Stellelement ist vorzugsweise als Sechskant ausgebildet. Es ist auch möglich, Formen eines Schlitzes, eines Querloches, einer Kantform oder eines Rändels auszubilden.

Eine weitere Fortbildung dieser Ausführungsform sieht vor, das versenkte Stiftende als Gewinde auszubilden und in die Taste einzuschrauben und das geführte, exzentrische Stiftende zylindrisch auszubilden. Vorteilhaft ist dabei, dass selbst bei starken klimatischen Schwankungen eine dauerhaft feste Verbindung zwischen dem versenkten Stabende und der Taste ermöglicht wird, wobei gleichzeitig ein Verdrehen des Gewindes zum Verstellen des exzentrischen, freien Stiftendes möglich bleibt.

Durch die Verwendung eines korrosionsbeständigen Materials zur Ausbildung des Führungsstiftes kann sichergestellt werden, dass das Gleitverhalten dieses Führungsstiftes in der Aussparung dauerhaft konstant bleibt.

Es ist vorteilhaft, zur Auskleidung der zur Stiftführung vorgesehenen langlochförmigen Aussparungen Filz zu verwenden.

Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.

Dazu zeigen

1 einen im vorderen Bereich einer Taste geführten Längsschnitt einer ersten Ausführungsform der Vorrichtung,

2 eine zugehörige Untersicht der Taste,

3 einen Längsschnitt einer zweiten Ausführungsform der Vorrichtung,

4 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform eines Aussparungsträgers,

5 eine zugehörige Ansicht von vorn,

6 eine Untersicht einer Ausführungsform eines Führungsstiftes

7 einen Längsschnitt durch den vorderen Bereich einer Taste mit einer Führungsvorrichtung nach dem Stand der Technik

8 eine zugehörige Untersicht; und

9 und 10 weitere Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Aussparungsträgers

Bei dem in 1 gezeigten Schnitt ist eine aus Holz gefertigte Taste 1 eines Tasteninstrumentes im Ruhezustand gezeigt, an deren Unterseite im vorderen Tastenbereich ein Führungsstift 2 aus Messing vertikal mittig befestigt ist. Zur Befestigung ist das obere Ende des Führungsstiftes 2 in der Taste 1 versenkt. Der Führungsstift 2 weist einen zylinderförmigen Querschnitt und eine glatte Oberfläche auf. Unterhalb der Taste 1 ist ein Klaviaturrahmen 7 für die Tastatur dargestellt, an deren Oberseite ein als Aussparungsträger 4 dienendes Aluminiumblech befestigt ist, welches sich über die gesamte Länge der Tastatur erstreckt. In dem Aussparungsträger 4 sind langlochförmige Aussparungen 3 angeordnet, welche parallel zu den Tasten verlaufen, wobei jede Aussparung 3 mittig unter einer Taste 1 zur Führung des korrespondierenden Führungsstiftes 1 angeordnet ist. Der Durchmesser der Führungsstifte 2 ist geringer als die Breite der als Langloch ausgebildeten Aussparung 3.

Der Stiftdurchmesser und die Breite des Langloches, und die Filzstärke sind so bemessen, dass ein leichtgängiges Führen der Taste ermöglicht wird.

Unterhalb des Aussparungsträgers 4 ist ein Stiftkanal angeordnet. In diesen Stiftkanal tauchen die Führungsstifte 2 beim Betätigen der Tasten 1 ein. Durch eine übliche Ausbildung eines hier zur besseren Übersicht nicht dargestellten Drehgelenkes am hinteren Ende der Taste 1 ist die Taste lediglich um eine Normale zur Schnittebene, aber nicht um ihre Längsachse drehbar. Beim Betätigen der Taste 1 wird diese nur vertikal durch den Führungsstift 2 geführt, in dem der Führungsstift 2 in der Aussparung 3 geführt wird.

Das Führungsspiel zwischen der Aussparung 3 und dem Führungsstift 2 unterliegt auch bei starken klimatischen Schwankungen keinen Veränderungen, da der Aussparungsträger 4 und der Führungsstift aus formbeständigem Material bestehen. Dadurch sind insbesondere feuchtigkeitsabhänige Veränderungen ausgeschlossen. Es ist auch möglich den Führungsstift 1 außermittig anzuordnen.

Bei der in 2 gezeigten Untersicht der Taste 1 ist in deren hinterem Ende die Drehachse des Gelenkes 6 gezeigt, um die die Taste 1 bei Betätigung gedreht wird. Im vorderen Bereich der Taste 1 ist eine mittige Anordnung des Führungsstiftes 2 mit rundem Querschnitt dargestellt.

Bei der in 3 dargestellten Ausführungsvorrichtung der Führungsvorrichtung ist der Aussparungsträger 4 versenkt in den Klaviaturrahmen 7 angeordnet, so dass deren Oberfläche bündig zueinander verlaufen. Am vorderen Rand der Unterkonstruktion ist ein Anschlagfilz 8 angeordnet, welcher als über die gesamte Breite des Manuals duchgehender Streifen ausgebildet ist. Der Anschlagfilz 8 begrenzt bei Betätigung der Tasten 1 sanft und geräuscharm deren Weg und verhindert das Aufschlagen der Tasten. Es ist auch möglich, den Anschlagfilz 8 hinter dem vorderen Rand des Klaviaturrahmens 7 anzuordnen und/oder ihn aus mehreren Teilen zu bilden.

4 zeigt einen Ausschnitt einer Draufsicht auf eine Ausführungsform eines Aussparungsträgers 4 mit mehreren parallelen, gleich beabstandeten, langlochförmigen Aussparungen 3 mit parallelen Seitenflächen 4.1. Der Durchmesser der Führungsstifte 2 in deren innerhalb der Aussparungen 3 geführten, zylinderförmigen Bereichen ist kleiner als der Abstand zwischen zwei Seitenflächen 4.1 einer Aussparung 3. Oberhalb von Stegen 4.2 zwischen Aussparungen 3 sind als Auskleidung 5 Streifen aus Filz angeordnet, wobei jeweils ein Streifen aus Filz auf der oberen Fläche eines Steges 4.3 verklebt ist und wobei gegenüberliegende Enden dieses Streifens an den Seitenflächen 4.1 benachbarter Aussparungen 3 vorbeigeführt und an der unteren Oberfläche dieses Steges 4.2 verklebt sind.

Diese Anordnung der als Auskleidung 5 mit den Stegen 4.2 verklebten Streifen aus Filz ist in 5 im Schnitt gezeigt. Die Dicke der Streifen aus Filz ist gerade so groß , dass die Führungsstifte 2, welche aus Messing bestehen und eine in ihrem Kontaktbereich glatte Oberfläche aufweisen, ohne Spiel mit definierter Pressung in den ausgekleideten Aussparungen 3 eingepasst sind. Dadurch können die Führungsstifte 2 in dem schablonenartigen Aussparungsträgern 4 definiert und geräuscharm geführt werden. Bei Ausbildung des Aussparungsträgers 4 aus Aluminium ist eine spätere Veränderung der Lage der einzelnen Führungen oder eine Veränderung einzelner Führungsspiele praktisch ausgeschlossen.

Bei dem in dieser Figur dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die Führungsstifte 2 jeweils ein innerhalb von Tasten 1 angeordnete versenktes Stiftende 2.1 und außerhalb der Tasten 1 ein dazu paralleles, beabstandetes, exzentrisches, geführtes Stiftende 2.2 auf. Das versenkte Stiftende 2.1 ist in der Taste 1 drehbar.

Zwischen dem versenkten Stiftende 1 und dem dazu parallelen exzentrischen, geführten Stiftende ist ein Stellelement 2.3 angeordnet. Das Stellelement, welches als Sechskant ausgebildet ist, dient dazu, das versenkte Stiftende 2.1 innerhalb der Taste 1 zu verdrehen und so die Lage des vorderen Endes der Taste quer zur Tastenlängsrichtung horizontal zu verstellen. Damit sind durch Verdrehen der Exzenter die Abstände zwischen benachbarten Tasten 1 einstellbar; gleichzeitig wird dabei, anders als im Stand der Technik gewährleistet, dass die Führungsrichtung jeder Taste exakt vertikal verläuft.

6 zeigt eine Untersicht dieser Ausführungsform des Führungsstiftes 2, wobei das Stellelement 2.3 als Sechskant ausgebildet ist. Die Achse des Stellelementes 2.3 ist identisch mit der Achse des versenkten Stiftendes 2.1, welches als Gewinde ausgebildet ist und auf einfache Weise in Bohrungen in Tasten 1 einschraubbar sind. Die Achse des zu führenden Stiftendes 2.2 ist zur Achse des versenkten Stiftendes exzentrisch angeordnet.

7 und 8 zeigen eine Führungsvorrichtung für aus Holz gefertigte Tasten 1 nach dem Stand der Technik mit einem gebräuchlichen Führungsstift 9, welcher im Klaviaturrahmen 7 mit einem zylinderförmigen Stiftende drehbar befestigt ist und der ein freies Stiftende mit ovalem Querschnitt aufweist. An der Unterseite der Taste 1 ist in deren vorderem Bereich eine Tastenaussparung 1.1 mit seitlich an den Rändern dieser Tastenaussparung 1.1 befestigter Filzgarnierung 1.2 angeordnet. Auf dem Klaviarturrahmen 7 ist ein herkömmlicher Anschlagfilz 10 angeordnet. Zwischen zwei Elementen der Filzgarnierung 1.2 einer Tastenaussparung 1.1 wird das freie Ende des ovalen Führungsstiftes 9 beim Betätigen der Taste geführt. Die bekannten, klimatisch bedingten Veränderungen des Führungsspieles, die durch geometrische Veränderungen der Tastenaussparung 1.1 bedingt sind, können durch Klaviarturstiftrichter korrigiert werden, in dem das elliptische, freie Ende des ovalen Führungsstiftes 9 bis zum Erreichen der angestrebten Pressung verdreht wird. Eine Korrektur der Abstände zwischen benachbarten Tasten erfolgt durch Verbiegen des freien Endes der ovalen Führungsstifte.

Durch die vorbeschriebene Erfindung entfallen nachträgliche Korrekturen des Führungsspieles, und Korrekturen der Abstände zwischen einzelnen Tasten werden ermöglicht.

9 zeigt eine Ausführungsform eines Aussparungsträgers 4 mit kammförmig ausgebildeten Aussparungen 3, welcher mit einem Aluminium-Profil, welches Bestandteil des Klaviaturrahmens ist, verschraubt ist. Der Aussparungsträger 4 bildet zusammen mit dem Aluminium-Profil einen C-förmigen Querschnitt. Auf die Stege zwischen den Aussparungen 3 sind hülsenförmige oder rechteckrohrförmige Führungspolster aufschiebbar.

10 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Aussparungsträgers 4. Der hier gezeigte Aussparungsträger 4 bildet den horizontalen Schenkel eines unten offenen, C-förmigen Aluminium-Strangprofils, welches ebenfalls Bestandteil des Klaviaturrahmens ist. Durch diesen C-förmigen Querschnitt wird ein Kanal gebildet, in den die Führungsstifte eintauchen können.

1Taste 1.1Tastenaussparung 1.2Filzgarnierung 2Führungsstift 2.1versenktes Stiftende 2.2geführtes Stiftende 2.3Stellelement 3Aussparung 4Aussparungsträger 4.1Seitenfläche 4.2Stege 5Führungspolster 6Gelenk 7Klaviaturrahmen 8Anschlagfilz 9herkömmlicher Führungsstift 10herkömmlicher Anschlagfilz

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Führen von Tasten (1) in klavierartigen Tasteninstrumenten zwischen einem Ruhezustand und einem gedrückten Zustand, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Taste (1) ein Führungsstift (2) mit hoher Festigkeit und zumindest im Führungsbereich glatter Oberfläche befestigt ist, welcher in einer Aussparung (3) eines am Tasteninstrument angeordneten Aussparungsträgers (4) geführt ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Aussparungsträger (4) mehrere langlochförmige Aussparungen (3) parallel zueinander und parallel zur Längsrichtung der Tasten (1) angeordnet sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Aussparungsträger (4) wenigstens ein Blech mit definiert beabstandeten, langlochförmigen Aussparungen (3) angeordnet ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussparungsträger (4) ein Schenkel eines Profiles ist, welches Bestandteil des Klaviaturrahmens ist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an Seitenflächen der Aussparungen (3) Führungspolster (5) angeordnet sind.
  6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstifte (2) jeweils ein innerhalb einer Taste (1) angeordnetes versenktes Stiftende (2.1) und parallel dazu ein beabstandetes, exzentrisches, geführtes Stiftende (2.2) aufweisen.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem versenkten Stiftende (2.1) und dem exzentrischen, geführten Stiftende (2.2) ein Stellelement (2.3) angeordnet ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das versenkte Stiftende (2.1) als Gewinde ausgebildet und in die Taste (1) eingeschraubt ist und dass das geführte Stiftende (2.2) zylinderförmig ausgebildet ist.
  9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsstift (2) aus einem korrosionsbeständigen Metall besteht.
  10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Führungspolster (5) Filz angeordnet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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