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Dokumentenidentifikation DE202004012301U1 05.01.2005
Titel Wiederverschließbarer Schlauchbeutel
Anmelder Huhtamaki Ronsberg, Zweigniederlassung der Huhtamaki Deutschland GmbH & Co. KG, 87671 Ronsberg, DE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner GbR, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202004012301
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.01.2005
Registration date 02.12.2004
Application date from patent application 05.08.2004
IPC-Hauptklasse B65D 5/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zuschnitt zum Herstellen einer Verpackung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie eine Verpackung, die mittels eines solchen Zuschnitts hergestellt ist, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 3.

Derartige Zuschnitte zum Herstellen von Verpackungen werden benötigt, um insbesondere Schlauchbeutel herzustellen. Solche Zuschnitte weisen in aller Regel Längsund Quersiegelränder auf, die mit einem siegelfähigen Medium versehen sind. Mittels des siegelfähigen Mediums werden die Längs- bzw. die Quersiegelränder so miteinander versiegelt, daß ein Schlauchbeutel oder eine ähnlich geartete Verpackung entsteht. Problematisch bei diesen Verpackungen bzw. Behältern ist die Tatsache, daß die Längs- und Quersiegelränder eine sehr innige Verbindung aufweisen und sich ohne Zuhilfenahme einer Lasche oder eines anderen Griffbereichs nicht voneinander trennen, also nicht öffnen, lassen. Ein gewaltsames Öffnen, das aufgrund der hohen Siegelstärke notwendig ist, führt in der Folge oft zu einer völligen Zerstörung der Verpackung mit einem damit einhergehenden Verlust des Verpackungsinhaltes.

Ein weiterer Nachteil dieser bisherigen Verpackungen besteht in der Notwendigkeit einer Grifflasche, ohne die ein Lösen der versiegelten Längs- bzw. Quersiegelränder überhaupt nicht möglich ist. Dies führt jedoch wiederum zu einem erhöhtem Materialbedarf.

Ein Wiederverschließen dieser bisher bekannten Verpackungen ist, insbesondere unter dem Gesichtspunkt eines erneuten leichten Öffnens, überhaupt nicht möglich.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Zuschnitt zum Herstellen einer Verpackung zur Verfügung zu stellen, der die oben genannten Probleme löst und mit dem die Herstellung einer Verpackung möglich ist, die sich zum einen sicher versiegeln, aber auch problemlos öffnen läßt und darüber hinaus wieder verschließbar ist.

Diese Aufgabe wird durch einen Zuschnitt gemäß Patentanspruch 1 sowie durch eine Verpackung gemäß Patentanspruch 3 gelöst.

Insbesondere wird die Aufgabe durch einen Zuschnitt zum Herstellen einer Verpackung mit Längs- und einem Quersiegelrand gelöst, wobei der Zuschnitt rechteckförmig ausgebildet ist und die Siegelränder sich jeweils unmittelbar oder zumindest sehr nahe am äußeren Umfang des Zuschnitts erstrecken, derart, daß beim Falten des Zuschnitts um eine sich parallel zum Quersiegelrand erstreckende Faltlinie dieser mit dem gegenüberliegenden siegelfreien Rand des Zuschnitts unter Ausbildung eines fin-seals verbindbar ist.

Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung besteht darin, daß ein siegelfreier Rand vorgesehen ist, gegen den ein siegelfähiger Rand, der beispielsweise mit einer Klebeschicht versehen ist, gesiegelt wird. Diese Siegelung ist erfindungsgemäß als finseal ausgebildet, wobei sich die Klebebeschichtung, durch die die Siegelung bewirkt wird, bis unmittelbar oder zumindest sehr nahe an den äußeren Umfang des Zuschnitts erstreckt.

Erfindungsgemäß ist lediglich ein sehr kleiner Bereich nahe des äußeren Umfangs des Quersiegelrands kleberfrei ausgebildet, der zum Öffnen der Verpackung umknickbar und greifbar ausgebildet ist.

Somit siegelt die Innenseite eines mit Klebemittel versehenen Quersiegelrands gegen die Innenseite eines Verpackungsfolienzuschnitts. Dies stellt einen weiteren wesentlichen Punkt der Erfindung dar, weil durch die Siegelung eines Kleberbalkens mit der Innenseite der Verpackungszuschnittfolie eine Reduzierung der Siegelnahtfestigkeit erreichbar ist, die ein leichtes Öffnen der Verpackung ermöglicht.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist an wenigstens einem Eckbereich zwischen Quer- und Längssiegelrand eine siegelfreie Griffecke definiert. Ein solcher Griffbereich kann im Rahmen dieser Erfindung jedoch auch an einer beliebigen Stelle entlang des Quersiegelrands vorgesehen sein. Vorteilhafterweise ermöglicht die siegelfreie Griffecke eine weitere Erleichterung bei der Öffnung der erfindungsgemäßen Verpackung, da diese die Angriffsmöglichkeit vorteilhafterweise weiter vergrößert, ohne gleichzeitig einen vergrößerten Zuschnitt zum Herstellen der Verpackung zu erfordern, wie dies gemäß dem Stand der Technik notwendig ist.

Wie vorerwähnt, wird des weiteren die erfindungsgemäße Aufgabe mit einer Verpackung gelöst, die mit einem vorgenanntem Zuschnitt hergestellt ist, wobei der Zuschnitt um eine sich parallel zum Quersiegelrand erstreckende Faltlinie gefaltet ist, derart, daß dieser Rand mit dem gegenüberliegenden siegelfreien Rand unter Ausbildung eines fin-seals verbunden ist, wobei nach einem Öffnen des fin-seals die Verpackung unter Ausbildung eines lap-seals wieder verschließbar ist.

In äußerst einfacher Weise wird bei dem Wiederverschließen der siegelfreie Rand, der zuvor als Teil der fin-seal-Versiegelung ausgebildet war, flach und im wesentlichen parallel mit dem Längssiegelrand gestreckt angeordnet und anschließend mit dem mit Kleber versehenen Quersiegelrand überdeckt, so daß der Kleber, der an der Innenseite des Quersiegelrandes vorgesehen ist, mit der Außenseite der Folie siegelt. Da bei diesem Wiederverschließen wiederum der Kleber gegen die Folie siegelt, ist ein erneutes Öffnen der Verpackung ebenfalls leicht möglich, da die Siegelnahtfestigkeit hier ebenso reduziert ist, wie bei der vorgenannten fin-seal-Versiegelung.

Ein Aufreißen der Längssiegelränder ist nicht zu befürchten, da diese mit Kleber gegen Kleber siegeln und somit eine erhöhte Festigkeit zur Verfügung stellen.

Ein Vorteil der Erfindung besteht ebenfalls darin, daß das verpackte Produkt nur mit einer nicht beschichteten Seite des die Verpackung bildenden Zuschnitts in Berührung kommt und somit eine Verunreinigung des Produkts nicht zu befürchten ist.

Somit besteht ein weiterer Vorteil dieser Lösung darin, daß auf die Positionierung der Folie während des Wiederverschließens keine Rücksicht genommen werden muß, da der Kleber gegen die Außenseite haftet, was wiederum bedeutet, daß die gesamte Fläche der Außenseite als Angriffsfläche für die mit Kleber versehene Innenseite des Quersiegelrandes dienen kann.

Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die anhand der Abbildungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Zuschnitts;

2 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Zuschnitts;

3 eine schematische Darstellung einer verschlossenen erfindungsgemäßen Verpackung; und

4 eine schematische Darstellung einer wiederverschlossenen erfindungsgemäßen Verpackung.

In der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche und gleich wirkende Teile dieselben Bezugsziffern verwendet.

Die 1 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Zuschnitts 10 mit zwei Längssiegelrändern 20 und einem Quersiegelrand 30 sowie einem siegelfreien Rand 50. Der schattierte Bereich deutet ein Siegelmedium, wie beispielsweise einen Kleber, an. Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Verpackung wird der Zuschnitt 10 um die sich parallel zum Quersiegelrand 30 erstreckende Faltlinie 40 gefaltet, so daß die mit Kleber beschichteten und sich zugeordneten Schnitte der Längssiegelränder 20 miteinander in Kontakt kommen und fest verkleben, während der Quersiegelrand 30 mit dem siegelfreien Rand 50 der Folie zur Ausbildung einer geschwächten Siegelnaht verklebt.

2 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Zuschnitts, der in zwei Eckbereichen 60 zwischen dem Quersiegelrand 30 und den beiden benachbarten Längssiegelrändern 20 jeweils eine siegelfreie Griffecke 60 aufweist. Im übrigen entspricht diese Ausführungsform derjenigen aus 1.

3 zeigt eine erfindungsgemäße Verpackung, die mittels eines fin-seals 70 geschlossen ist. Hierbei siegelt eine mit Kleber versehene Innenseite des Quersiegelrandes gegen die Innenseite des siegelfreien Randes 50 der Verpackungsfolie.

In 4 ist dargestellt, daß der siegelfreie Rand 50 gestreckt über einem Verpackungsgut angeordnet ist und sich die mit Kleber versehene Innenseite des Quersiegelrandes außenseitig über die Außenseite des siegelfreien Randes 50 der Verpackungsfolie erstreckt. Zur Verdeutlichung, wo sich der Kleber an der Innenseite des Quersiegelrandes 30 befindet, wurde zwischen der Außenseite des siegelfreien Randes 50 der Verpackungsfolie und dem Kleber eine kleine Lücke gelassen. Diese ist nach einem Verschließen der Verpackung selbstverständlich dicht verschlossen und dient in der schematischen Darstellung lediglich der Übersichtlichkeit.

Gemäß den 1 bis 4 ist zu erkennen, daß sich das Siegelmedium bis unmittelbar bzw. sehr nahe an den äußeren Umfang des Zuschnitts erstreckt, so daß lediglich ein kleiner Griffbereich verbleibt, so daß vorteilhafterweise eine nach dem Stand der Technik notwendige Lasche zum Aufreißen der Verpackung erfindungsgemäß unnötig ist.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß alle oben beschriebenen Teile für sich alleine gesehen und in jeder Kombination, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellten Details als erfindungswesentlich beansprucht werden. Abänderungen hiervon sind dem Fachmann geläufig.

10Zuschnitt 20Längssiegelrand 30Quersiegelrand 40Faltlinie 50siegelfreier Rand 60Griffecke 70fin-seal 80lap-seal

Anspruch[de]
  1. Zuschnitt (10) zum Herstellen einer Verpackung, mit Längs(20)- und einem Quersiegelrand (30), dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschnitt (10) rechteckförmig ausgebildet ist und die Siegelränder (20, 30) sich jeweils unmittelbar oder zumindest sehr nahe am äußeren Umfang des Zuschnitts erstrecken, derart, daß beim Falten des Zuschnitts um eine sich parallel zum Quersiegelrand (30) erstreckende Faltlinie (40) dieser mit dem gegenüberliegenden siegelfreien Rand (50) des Zuschnitts unter Ausbildung eines fin-seals (70) verbindbar ist.
  2. Zuschnitt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einem Eckbereich zwischen Quer- und Längssiegelrand (20, 30) eine siegelfreie Griffecke (60) definiert ist.
  3. Verpackung, hergestellt mittels eines Zuschnitts gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschnitt (10) um eine sich parallel zum Quersiegelrand (30) erstreckende Faltlinie (40) gefaltet ist, derart, daß dieser Rand mit dem gegenüberliegenden siegelfreien Rand (50) unter Ausbildung eines fin-seals verbunden ist, wobei nach Öffnen des fin-seals (70) die Verpackung unter Ausbildung eines lap-seals (80) wieder verschließbar ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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