PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202004015300U1 05.01.2005
Titel Transferschale für dentale Werkstoffe
Anmelder Ernst Mühlbauer GmbH & Co. KG, 25870 Norderfriedrichskoog, DE
Vertreter Glawe, Delfs, Moll, Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202004015300
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.01.2005
Registration date 02.12.2004
Application date from patent application 01.10.2004
IPC-Hauptklasse A61C 9/00
IPC-Nebenklasse A61C 13/38   A61C 19/02   B65D 1/34   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Transferschale für dentale Werkstoffe mit einer Unterseite, einer Oberseite und einer zum Benutzer gewandten vorderen Seite, wobei an der Oberseite Mulden zur Aufnahme von vordosiertem Dentalmaterial zur Applikation ausgebildet sind.

Zahnärzte benötigen bei der Zahnbehandlung vielfach flüssige bis knetbare dentale Werkstoffe. Diese dentalen Werkstoffe werden in der Regel durch eine Hilfskraft vorbereitet, auf einer Transferschale platziert und dem Zahnarzt zur Applikation übergeben. Bei den dentalen Werkstoffen kann es sich beispielsweise um Materialien zum Anfertigen von Füllungen handeln. Letztere sind in ihrem anfänglichen Zustand modellierbar zum Einbringen oder Anbringen am oder in den Zahn, wo sie dann durch chemische Reaktion aushärten. Da die Verarbeitungszeit dieser modellierbaren Dentalmaterialien begrenzt ist, werden sie üblicherweise erst kurz vor der Applikation von der Hilfskraft vordosiert auf die Transferschale gegeben. Zur Applikation entnimmt der Zahnarzt das Dentalmaterial mit einem geeigneten Instrument, beispielsweise einem Heidemann-Spatel zur Modellierung von Füllungen. Um die Gefahr von Materialverlust durch vorzeitiges Aushärten zu verringern, wird das Dentalmaterial jeweils in kleinen Portionen vordosiert oder vorgemischt. Bei lichthärtenden Materialien ist zum Schutz gegenüber vorzeitiger Aushärtung ein lichtundurchlässiger Deckel an der Transferschale vorgesehen. Dieser ist zumindest für die Wellenlängen des Lichts undurchlässig, die zur Aushärtung des Dentalmaterials führen. Damit der Deckel erst unmittelbar vor Verwendung des Dentalmaterials durch den Zahnarzt geöffnet zu werden braucht, muss dieser auch während der Behandlung möglichst einfach zu öffnen sein. Bei aus offenkundiger Vorbenutzung bekannten Transferschalen ergeben sich hierbei Schwierigkeiten, so dass häufig noch eine zweite helfende Hand erforderlich ist.

Aus offenkundiger Vorbenutzung bekannte Transferschalen weisen unter den vorgenannten Aspekten Handhabungsschwierigkeiten auf. Die Entnahme des vordosierten Dentalmaterials aus den Mulden mittels eines geeigneten Werkzeugs, wie insbesondere des Heidemann-Spatels, erweist sich häufig als schwierig. Außerdem ist der Zugang zu den Dentalmaterialen durch einen schwierig zu öffnenden Deckel häufig nur mit Unterstützung zu bewerkstelligen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Transferschale der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass die oben genannten Nachteile vermieden oder zumindest vermindert sind.

Die erfindungsgemäße Lösung liegt in den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Erfindungsgemäß ist bei einer Transferschale für dentale Werkstoffe mit einer Unter-/ Oberseite und einer Vorderseite, wobei an der Oberseite Mulden zur Aufnahme von vordosiertem Dentalmaterial zur Applikation ausgebildet sind, vorgesehen, dass die Mulden im vorderen Bereich eine plane nach hinten geneigte Rampe und im hinteren Bereich eine sich mit einem Übergangsbereich anschließende konkave Wandung aufweisen.

Mit der erfindungsgemäßen Gestaltung wird eine Transferschale geschaffen, die eine für die Handhabung günstige Form der Mulden aufweist. Der Kern der Erfindung liegt in dem Gedanken, die Mulde auszuführen als Kombination aus einer vom Benutzer in wegweisender Richtung (nach hinten) abfallenden planen Fläche (Rampe) und einer sich daran anschließenden konkaven, vorzugsweise halbrundförmig gestalteten Wandung. Damit ergibt sich eine glatte, von keinerlei Stufen oder Kanten unterbrochene Mulde, die sich gleichermaßen zur sicheren Aufbewahrung bzw. Transport des Dentalmaterials eignet, die andererseits aber auch eine leichte Entnahme des Dentalmaterials über die Rampe ermöglicht. Die erfindungsgemäße Rampe mit ihrer planen Oberfläche stellt eine geeignete Unterlage dar, auf der das Dentalmaterial mit dem zur Applikation dienenden Werkzeug, wie dem Heidemann-Spatel, vormodelliert und entnommen werden kann. Anders als bei einer gewölbten Aufnahmefläche ermöglicht die Planizität der Rampe einen optimalen Kontakt mit dem Werkzeug, so dass das Dentalmaterial gut kontrollierbar entnommen werden kann. Handhabungsschwierigkeiten, die sich durch einen nicht plan aufliegenden Spatel ergeben, werden dadurch wirkungsvoll vermieden. Die Rampe mit ihrer planen Fläche ermöglicht es weiter, das in der Mulde vorportionierte Dentalmaterial in Unterportionen zu verteilen und es damit in kleineren Mengen weiterzuverarbeiten, beispielsweise mit einer weiteren Komponente zu vermischen. Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass mit der planen Fläche der Rampe noch eine zusätzliche Arbeitsfläche innerhalb der Mulde zur Verfügung gestellt wird. Die Handhabung des Dentalmaterials erleichtert sich damit beträchtlich.

Vorzugsweise ist der Übergangsbereich zwischen der Rampe und der konkaven Wandung verrundet ausgeführt. Damit ist ein besonders günstiger Übergang zwischen dem hinteren und dem vorderen Bereich ermöglicht. Das Werkzeug kann zwischen dem vorderen und dem hinteren Bereich geführt werden, ohne dass es dabei eine Kante überwinden muss. Die Handhabbarkeit und Entnehmbarkeit wird damit weiter verbessert. Besonders bevorzugt ist es in diesem Zusammenhang, wenn der Übergangsbereich zur planen Ebene der Rampe als eine Schmiegekurve der konkaven Wandung ausgeführt ist. Die konkave Wandung schließt sich tangential an die plane Fläche der Rampe an. Damit ergibt sich ein besonders glatter Übergang, der eine optimale Entnehmbarkeit des Dentalmaterials gewährleistet. Es versteht sich, dass der Krümmungsradius der konkaven Wandung in diesem Bereich möglichst groß gewählt ist, so dass sich nur geringe Krümmungswinkel ergeben. Der Krümmungsradius der Wandung in den vom Übergangsbereich weiter entfernt liegenden Abschnitten kann selbstverständlich kleiner gewählt sein.

Zweckmäßigerweise ist die Mulde so geformt, dass sie in der Aufsicht die Kontur eines nach vorne offenen U aufweist. Durch diese U-förmige Gestaltung erhält die Rampe die Gestalt eines Kanals, so dass sich eine gewisse Führung für das Werkzeug ergeben kann. Die Gefahr einer unkontrollierten Verteilung des Dentalmaterials über den Bereich der Mulde hinaus ist damit vermindert. Vorzugsweise ist die U-Form derart ausgeführt, dass sich die lichte Weite der Rampe nach vorne hin verjüngt. Das bedeutet, dass sich der durch die Rampe geschaffene Kanal nach vorne hin verengt. Damit kann eine Trichterwirkung erreicht werden, die es ermöglicht, auch geringe in der Mulde verbleibende Restmengen an Dentalmaterial durch ein Nachvorneziehen zusammenzuführen, so dass es dann gemeinsam entnommen werden kann. Die Handhabbarkeit auch bei kleinen Mengen an Dentalmaterial verbessert sich dadurch erheblich.

Es kann zweckmäßig sein, die Rampe in ihrer vorderen Hälfte mit einer Stufe zu versehen. Damit wird eine Abstreifkante zur Verfügung gestellt, mit der das Werkzeug von überschüssigem Dentalmaterial befreit werden kann.

Vorzugsweise ist die Oberseite so ausgestaltet, dass sie nach hinten (vom Benutzer wegweisend) ansteigt. Damit ergibt sich eine Art Pultform, die auch bei mehreren versetzt oder in Reihe angeordneten Mulden auf der Oberseite eine günstige Entnehmbarkeit in Bezug auf alle Mulden sicherstellt.

Zweckmäßigerweise besteht die Transferschale zumindest im Bereich der Mulden aus einem Material, das eine möglichst hohe Kratzfestigkeit besitzt. Damit ist sichergestellt, dass auch nach längerem Gebrauch die Transferschale trotz der Beanspruchung durch das Werkzeug zur Entnahme des Dentalmaterials noch eine hohe Oberflächengüte aufweist.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung, der gegebenenfalls unabhängigen Schutz verdient, ist die Transferschale mehrteilig mit einem Gehäuse und einem palettenartigen Muldeneinsatz ausgeführt. Damit ist es ermöglicht, Gehäuse und Palette aus unterschiedlichen Werkstoffen herzustellen und damit auf die jeweilige Funktion abzustimmen. Weiter ist damit ermöglicht, unterschiedliche Muldeneinsätze vorzusehen, die je nach Bedarf in das Gehäuse einsetzbar sind.

Vorzugsweise ist das Gehäuse aus Metall hergestellt. Metall oder ein anderes Material mit einer hohen spezifischen Dichte hat den Vorzug, dass das Gehäuse aufgrund seiner Masse stabil steht, so dass es sich nicht allein unter der Kraft des Werkzeugs bei der Entnahme von Dentalmaterial in unbeabsichtigter Weise verschiebt. Die Transferschale braucht dann nicht von einer zweiten Hand festgehalten zu werden, sondern es ist damit insoweit eine Einhandbedienung ermöglicht. Der Begriff Metall ist hierbei weit zu verstehen, er umfasst auch andere geeignete Materialien mit einer hoben spezifischen Dichte.

Vorzugsweise ist der Muldeneinsatz auswechselbar ausgeführt und besteht aus einem solchen Material, das autoklavierbar ist. Damit kann eine hygienische Reinigung des in Kontakt mit dem Dentalmaterial kommenden Muldeneinsatzes auf leichte Weise erreicht werden.

Gemäß einer weiteren vorzugsweisen Ausgestaltung, die gegebenenfalls unabhängigen Schutz verdient, ist ein die Mulden im geschlossenen Zustand bedeckender Deckel vorgesehen, der Mittels einer Übertotpunktmechanik an der Transferschale angeordnet ist. Der Deckel besteht vorzugsweise aus lichtundurchlässigem Material und verhindert ein vorzeitiges Aushärten des in die Mulden eingebrachten Dentalmaterials. Aufgrund der Übertotpunktmechanik ist der Deckel bistabil, das heißt er hält sowohl in der geschlossenen Stellung als auch in der geöffneten Stellung selbsttätig. Die geöffnete Stellung ist hierbei vorzugsweise so gewählt, dass der Deckel nicht flach auf der Unterlage liegt, sondern quer zu ihr nach oben hin steht. Damit kann er leicht ergriffen und bei Bedarf wieder verschlossen werden. Gesonderter Verriegelungseinrichtungen für die geschlossene bzw. offene Stellung bedarf es damit nicht mehr. Damit ermöglicht die erfindungsgemäße Anordnung des Deckels auch eine Einhandbetätigung beim Auf- und Zuklappen des Deckels.

Zweckmäßigerweise weist die Übertotpunktmechanik ein Schwenkgelenk auf, das unterhalb der Oberseite angeordnet ist. Damit ist eine konstruktiv einfache und wenig aufwendige Möglichkeit gegeben, den Deckel mit einer Übertotpunktmechanik an der Transferschale anzuordnen. Zweckmäßigerweise ist dazu der Deckel im Querschnitt L-förmig gestaltet und am fernen Ende seines kurzen Schenkels angelenkt.

Vorzugsweise sind an der Unterseite Füße mit einer rutschfesten Beschichtung versehen. Dies erhöht die Standsicherheit der Transferschale auf der Unterlage. Insbesondere wird dadurch ein Wegrutschen der Transferschale beim Öffnen oder Schließen des Deckels bzw. bei der Handhabung des Dentalmaterials verhindert. Damit erhöht sich weiter die Eignung der Transferschale für den Einhandbetrieb.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine perspektivische Gesamtansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Transferschale;

2 eine Seitenansicht im Schnitt der in 1 dargestellten Transferschale;

3 eine vergrößerte Teilansicht der in 1 dargestellten Transferschale; und

4 eine Detailansicht des in 2 dargestellten Schnitts.

Ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Transferschale ist in den 1 bis 4 der Zeichnung dargestellt. Sie ist in ihrer Gesamtheit mit der Bezugsziffer 1 versehen. Die erfindungsgemäße Transferschale 1 besteht aus drei Hauptkomponenten, einem Gehäuse 2, einem Paletteneinsatz 3 und einem Deckel 4.

Das Gehäuse 2 ist aus einem Metallmaterial hoher Dichte hergestellt, beispielsweise besteht es aus Zinkdruckguss. Es weist eine im Aufriss gesehene trapezförmige Gestalt auf, wobei es an seiner vorderen, dem Benutzer zuzuwendenden Seite eine geringere Höhe aufweist als an seiner hinteren benutzerfernen Seite. An seiner Unterseite 11 ist das Gehäuse 2 mit einer Mehrzahl von Füßen 19 versehen. Jeder Fuß 19 befindet sich an einer Ecke des trapezförmigen Grundrisses des Gehäuses 2. Jeder Fuß 19 ist an seiner Unterseite mit einer Gummierung versehen, die für einen hohen Reibkoeffizienten in Bezug auf eine Unterlage (nicht dargestellt) sorgt, auf der die erfindungsgemäße Transferschale 1 abgestellt wird. Bei der Unterlage handelt es sich vorzugsweise um einen Schwebetisch, wie er an einem Behandlungsstuhl von Zahnärzten Verwendung findet. Die Gummierung der Füße 19 ist vorzugsweise darauf abgestimmt, auf der Oberfläche des Schwebetischs einen guten Halt zu finden und somit eine hohe Sicherheit gegenüber unbeabsichtigter Verschiebung zu bewirken.

An der Oberseite 10 des Gehäuses 2 ist eine sich über den größten Teil der Breite des Gehäuses 2 erstreckende Vertiefung vorgesehen, in die der Paletteneinsatz 3 eingesetzt ist. Der Paletteneinsatz 3 ist im wesentlichen eben ausgebildet und parallel zu der Neigung der Oberseite 10 des Gehäuses 2 ausgerichtet. Der Paletteneinsatz 3 weist eine Mehrzahl von in (im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei) Reihen angeordneten Mulden 6 auf. Die Mulden 6 können eine auf dem Paletteneinsatz 3 angebrachte Nummerierung oder Beschriftungsmöglichkeit aufweisen. Sie sind einstückig aus dem Material des Paletteneinsatzes 3 ausgeformt. Als Material für den Paletteneinsatz 3 wird vorzugsweise ein Polyamid, z. B. Grilamid® der EMS-Chemie AG verwendet. Dieses hat den Vorzug, dass es sich im Autoklaven reinigen lässt und hat weiter den Vorzug, dass es eine hohe Kratzfestigkeit bietet.

Die Mulden 6 sind in Bereiche unterteilt. Im vorderen Bereich ist eine ebene Fläche 60 ausgebildet, die sich rampenartig von dem vorderen Rand der Mulde nach hinten hin absinkend erstreckt. Die Rampe 60 geht nahezu über die volle Breite der Mulde 6, an ihren beiden Seiten befinden sich Seitenwände 61. Der Übergang der Seitenwände 61 zu der ebenen Rampe 60 ist vorzugsweise ausgerundet, der Übergang der Seitenwand 61 zur Oberseite des Paletteneinsatzes 3 kann auch eckig ausgeführt sein. Im hinteren Bereich der Mulde 6 ist eine konkave Wandung 63 angeordnet. Sie erstreckt sich, wie insbesondere in 3 erkennbar, halbkreisartig um das hintere Ende der Rampe 60 herum und verbindet deren beiden Seitenwände 61 miteinander. Ein Übergangsbereich 62 zwischen der Rampe 60 und der konkaven Wandung 63 ist so ausgeführt, dass sich ein stufenund kantenfreier Übergang ergibt. Zweckmäßigerweise ist dieser so, wie in 4 erkennbar, gestaltet, dass die Ebene der Rampe 60 im Bereich des Übergangs 62 eine Tangente an die konkave Wandung 63 bildet. Mit einer Schmiegekurve ergibt sich ein besonders günstiger Übergang.

Wie man aus 3 weiter erkennen kann, weist die Mulde 6 in der Aufsicht die Form eines nach vorne offenen U auf. Zweckmäßigerweise ist dies so gestaltet, dass die Schenkel des U an ihrem freien Ende dichter zusammenstehen, so dass sich eine nach vorne gerichtete Verjüngung ergibt. Das erleichtert das Zusammensammeln und Entnehmen von in der Mulde 6 angeordnetem Dentalmaterial, insbesondere mittels eines Werkzeugs wie eines Heidemann-Spatels.

Der Deckel 4 ist aus einem Kunststoffmaterial hergestellt, beispielsweise ein Polyamid, z. B. Grilamid® der EMS-Chemie AG. Es ist so beschaffen, dass der Deckel 4 lichtundurchlässig für den Wellenlängenbereich ist, in dem das in die Mulden 6 aufzunehmende Dentalmaterial aushärtet. Der Deckel 4 ist im Querschnitt von L-förmiger Gestalt mit einem längeren Schenkel 41 und einem kürzeren Schenkel 42. Die Abmessungen des längeren Schenkels 41 sind in Länge und Breite so gewählt, dass der Paletteneinsatz 3 im geschlossenen Zustand des Deckels 4 bedeckt ist. Der kürzere Schenkel 42 ist an seinem äußeren Ende mit einem Schwenkgelenk 5 scharnierartig mit dem Gehäuse 2 verbunden. Die Länge des kürzeren Schenkels 42 ist so gewählt, dass sie mit der Höhe des Gehäuses 2 im hinteren Bereich in der Weise übereinstimmt, dass der Deckel 4 im geschlossenen Zustand bündig mit der Oberseite 10 des Gehäuses 2 abschließt, und im geöffneten Zustand der kürzere Schenkel 42 in etwa horizontaler Lage (Abweichung ± 10 Grad) auf der Unterlage zu liegen kommt. Anstelle des Aufliegens auf der Unterlage kann auch ein Anschlag vorgesehen sein, der den Deckel 4 in der geöffneten Stellung mit nach oben ragendem langen Schenkel 41 hält. Durch die L-förmige Gestaltung des Deckels 4 und die Anordnung des Schwenklagers 5 ergibt sich eine Übertotpunktmechanik, die den Deckel bistabil sowohl in seinem geschlossenen Zustand aufliegend auf den Paletteneinsatz 3 wie auch in seinem geöffneten Zustand nach oben ragend hinter dem Gehäuse 2 hält. Gesonderte Fixierungseinrichtungen für die jeweiligen Positionen sind damit nicht erforderlich.


Anspruch[de]
  1. Transferschale für dentale Werkstoffe mit einer Unter-, Oberseite (11, 10) und einer Vorderseite (12), wobei an der Oberseite (10) Mulden (6) zur Aufnahme von vordosiertem Dentalmaterial zur Applikation ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Mulden (6) im vorderen Bereich eine plane nach hinten geneigte Rampe (60) und im hinteren Bereich eine sich mit einem Übergangsbereich (62) anschließende konkave Wandung (61) aufweisen.
  2. Transferschale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergangsbereich (62) als eine Schmiegekurve der konkaven Wandung (61) an die plane Rampe (60) ausgeführt ist.
  3. Transferschale nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mulde (6) in der Aufsicht die Kontur eines nach vorne offenen U aufweist.
  4. Transferschale nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rampe (60) sich in ihrer Weite nach vorne hin verjüngt.
  5. Transferschale nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rampe (60) in ihrer vorderen Hälfte eine Stufe aufweist.
  6. Transferschale nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse mit einer nach hinten ansteigenden Oberseite (10) ausgebildet ist.
  7. Transferschale nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Transferschale zumindest im Bereich der Mulden kratzfest ausgeführt ist.
  8. Transferschale nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schale mehrteilig mit einem Gehäuse (2) und einem Paletteneinsatz (3) ausgeführt ist.
  9. Transferschale nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) aus Metall hergestellt ist.
  10. Transferschale nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Paletteneinsatz (3) auswechselbar und autoklavierbar ausgebildet ist.
  11. Transferschale nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Mulden (6) im geschlossenen Zustand bedeckender Deckel (4) vorgesehen ist, der mittels einer Übertotpunktmechanik (5) an der Schale (1) angeordnet ist.
  12. Transferschale nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertotpunktmechanik (5) ein Schwenkgelenk aufweist, das unterhalb der Oberseite (10) angeordnet ist.
  13. Transferschale nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (4) im Querschnitt L-förmig ist und am fernen Ende seines kurzen Schenkels (42) angelenkt ist.
  14. Transferschale nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite (11) Füße (19) mit einer rutschfesten Beschichtung zur Auflage auf einer Unterlage angeordnet sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com