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Dokumentenidentifikation DE60102097T2 05.01.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001153871
Titel Auslegerstation einer Formpresse und Werkzeugsatz für eine solche Station
Anmelder Bobst S.A., Lausanne, CH
Erfinder Baumann, Robert, 1006 Lausanne, CH;
Calame, Fabrice, 1029 Villars-Ste-Croix, CH
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60102097
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 03.05.2001
EP-Aktenzeichen 011107281
EP-Offenlegungsdatum 14.11.2001
EP date of grant 25.02.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.2005
IPC-Hauptklasse B65H 31/32

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Werkzeugsatz für eine Auslagestation einer Stanzpresse von Papier- oder Kartonbogen (siehe z.B. US 5,244,342), mit einem mobilen Wagen und einer Mehrzahl von Stangen, die einen Rechen für die Nonstop-Auslage von Nutzen bilden können, wobei der Werkzeugsatz ein unteres Nutzentrennwerkzeug umfasst.

Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf eine Auslagestation einer Stanzpresse von Papier- oder Kartonbogen, mit einem mobilen Wagen, der eine Mehrzahl von Stangen aufnehmen kann, um einen Rechen für die Nonstop-Auslage von Nutzen zu bilden.

Die Stanzpressen von Papier, Vollpappe oder Wellpappe benutzen für jede Auflage einen spezifischen Stanzwerkzeugsatz für eine gegebene Arbeit. Solch ein Werkzeugsatz umfasst typischerweise

  • – einen Zurichtebogen,
  • – eine Stanzform,
  • – ein oberes Abfallausbrechwerkzeug,
  • – ein unteres Ausbrechbrett,
  • – ein oberes Nutzentrennwerkzeug,
  • – ein unteres Nutzentrennwerkzeug.

Das untere Nutzentrennwerkzeug kann aus einem Allzweck-Rahmen bestehen, der regulierbare Querträger oder einen nach Mass angefertigten internen Rechen aufnehmen kann, um Maschen abzugrenzen, deren Form im Wesentlichen der Form der Nutzen entspricht. Das untere Nutzentrennwerkzeug kann ebenfalls aus einer Platte bestehen, in welcher durch Laser oder Wasserstrahlschneiden eine Mehrzahl von Öffnungen eingerichtet sind, deren Umfang demjenigen der zu trennenden Nutzen entspricht. Die Öffnungen im unteren Nutzentrennwerkzeug bilden im allgemeinen eine Mehrzahl von Querreihen, die entweder genau hintereinander oder quer versetzt angeordnet sind.

Die Bezeichnungen „quer" und „längs" werden hier in Bezug auf die Durchlaufrichtung der Bogen in der Stanzpresse angewendet.

Um stabile Stapel von getrennten Nutzen unter diesem Werkzeug auf der Palette der Auslagestation zu bilden, muss ein Trennbogen zum Stabilisieren periodisch eingelegt werden. Damit die Produktionseinheit während der Trennbogeneinlegung nicht gestoppt werden muss, wird eine Vorrichtung verwendet, die allgemein Nonstop-Rechen genannt wird. Diese Vorrichtung umfasst einen in der Längsrichtung der Presse mobilen Wagen. Der Wagen enthält zwei Querträger, auf welchen Stangen zur Bildung eines Rechens für die Nonstop-Auslage von Nutzen angeordnet werden können. Die Form der Stangen ist im allgemeinen derjenigen eines Stockes ähnlich. Der Kopfteil kann in eine Kerbe im am weitesten von der Auslagestation entfernten Träger eingreifen und dort festgeschraubt werden. Der Stabteil, ziemlich nahe des Kopfteils, liegt auf dem zweiten Querträger des Wagens, und, nahe von seinem anderen Ende, auf einer Querrolle, die sich in unmittelbarer Nähe des Auslagebereichs der Nutzen befindet. Zum Zwecke der Trennbogeneinlegung bewegt sich der Wagen unter dem unteren Nutzentrennwerkzeug und ein Stangenpaar fängt jeden fallenden Nutzen auf. Für grossflächige Nutzen kann die Anzahl Stangen pro Nutzen grösser sein. Der Nonstop-Rechen erhält vorübergehend die Nutzen, die sich während der Trennbogeneinlegung stapeln. Ein Vorwähler bestimmt die Anzahl von Nutzen pro Paket und/oder die Höhe der Stapel. Die gesamte Vorrichtung funktioniert automatisch und kontinuierlich gemäss einem vorprogrammierten Zyklus.

Zu Beginn jeder Arbeit müssen alle obenerwähnten Werkzeuge in den verschiedenen Stationen der Presse sehr genau positioniert werden. Insbesondere bei kurzen und sich wiederholenden Auflagen hängt die Produktivität der Einheit in hohem Masse von der Schnelligkeit der Positionierung und Einstellung der Werkzeuge ab.

Um einen schnellen Arbeitswechsel zu gewährleisten, werden die Abfallausbrechwerkzeuge und das obere Nutzentrennwerkzeug oft ausserhalb der Maschine auf einem speziell zu diesem Zweck angefertigten Einrichtetisch eingerichtet und Register-gekennzeichnet. Somit können sie vorbereitet werden während die Maschine die vorherige Arbeit ausführt, so dass ihre Einstellungen nicht die gesamte Produktion verlangsamen. Andererseits müssen die Stangen, welche den Rechen für die Nonstop-Auslage bilden, während dem Maschinenstillstand, zwischen zwei Arbeiten, auf dem mobilen Wagen eingerichtet werden. In bekannten Stanzpressen muss der Bediener jede Stange auf dem mobilen Wagen plazieren, das untere, in der Station angeordnete Nutzentrennwerkzeug von Auge ausrichten und die Stangen quer verschieben, um zwei oder drei Stangen lotrecht zu jeder Öffnung im unteren Nutzentrennwerkzeug zu plazieren. Das Ausrichten erfolgt in einer für den Bediener unbequemen geneigten Stellung. Das Positionieren von all diesen Stangen ist der zwischen zwei Arbeiten erforderliche aufwendigste Vorgang. Wird es schlecht gemacht, sind die in der Auslage gebildeten Stapel nicht gerade.

Ein erstes Ziel der Erfindung besteht darin, die Stangen, welche den Rechen für die Nonstop-Auslage bilden, viel schneller zu positionieren. Ein zweites Ziel der Erfindung ist, dieses Positionieren viel zuverlässiger und unabhängig von der Ausrichtungsfähigkeit des Bedieners zu gestalten. Ein drittes Ziel der Erfindung ist, die Stangen auf dem mobilen Wagen schnell klemmen und lösen zu können.

Diese Ziele werden mit einem Werkzeugsatz erreicht, welcher ein mit dem unteren Nutzentrennwerkzeug gepaartes Schablonenwerkzeug umfasst, das aus zwei Platten besteht, die auf zwei Querträgern des mobilen Wagens angeordnet werden können und obere Kanten mit identischem Profil aufweisen, wobei das obere Kantenprofil eine Mehrzahl von gezackten Aussparungen aufweist, deren Form dem Querschnitt der Stangen und die Anordung den Querpositionen der Öffnungen des unteren Nutzentrennwerkzeugs entspricht.

Dieses Ziel wird ebenfalls mit einer Auslagestation des in der Einleitung beschriebenen Typs erreicht, dadurch, dass der mobile Wagen Trag-, Halte- und Zentriermittel für das Schablonenwerkzeug umfasst.

Gemäss der Erfindung sind die zwei Platten, welche das Schablonenwerkzeug bilden, auf und/oder gegen die zwei Querträger des Wagens angeordnet. Durch ein Zentriermittel befinden sie sich in der richtigen Position quer zum unteren Nutzentrennwerkzeug, ohne dass der Bediener noch weitere Positionseinstellungen machen muss. Eine Stange wird ganz einfach durch Plazieren ihres Stabteils in zwei einander gegenüberliegenden Aussparungen der Platten positioniert, was eine perfekte Führung des Stabteils gewährleistet und ihn gegenüber der entsprechenden Öffnung im unteren Nutzentrennwerkzeug plaziert, wenn sich der Wagen für die Trennbogeneinlegung vorwärtsbewegt.

Der Kopfteil jeder Stange ist gegen den am weitesten vom Auslagebereich entfernten Träger des mobilen Wagens gestützt und kann dort einzeln verschraubt werden. Vorzugsweise umfasst der Wagen Klemmmittel, um alle Stangen gleichzeitig zu befestigen und festzuklemmen, sobald diese auf dem mobilen Wagen mittels dem Schablonenwerkzeug eingerichtet sind. Diese Klemmmittel können aus einem mobilen horizontalen Querträger bestehen, der zwischen einer ersten Position, wo er das Einrichten der Stangen auf dem Wagen nicht behindert, und einer zweiten Position, wo er gegen den Kopfteil der auf dem Wagen eingerichteten Stangen gestützt wird, verschiebbar ist, sowie einer Sperrvorrichtung, die den mobilen Träger in der zweiten Position feststellt.

Andere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden für den Fachmann anhand der Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung offensichtlich, bezugnehmend auf die Zeichnungen, in welchen

1 eine Perspektivansicht eines Schablonenwerkzeugs und einer Stange in Positionen, die im Abstand zueinander sind,

2 eine schematische Ansicht im Längsschnitt des mobilen Wagens mit einer positionierten Stange,

3 eine schematische perspektivische Draufsicht des mobilen Wagens mit einzeln befestigten Stangen darstellen.

Oben links in 1 ist eine Stange 1 für die Nonstop-Auslage von Nutzen dargestellt, bestehend aus einem quadratischen Stabteil 2 und einem Kopfteil 3. Zwei Platten 4 und 5 von allgemeiner rechteckiger länglicher Form befinden sieh unter der Stange 1 und bilden das Schablonenwerkzeug. Um sie in der Maschine genau positionieren zu können, weisen beide Platten 4, 5 auf ihrer unteren Kante eine Zentrierkerbe 6 auf, welche auf einen passenden Zentrierblock positioniert wird. Auf ihrer oberen Kante weisen die Platten 4, 5 eine Mehrzahl von gezahnten Aussparungen auf, wobei das Profil jeder Aussparung 7, 8 genau dem Querschnitt des Stabteils 2 der Stange 1 entspricht. Wenn das untere Nutzentrennwerkzeug in der Maschine eingerichtet ist und die Platten auf einem Wagen 21 plaziert (siehe 2) und zentriert sind, sind die Aussparungen 7, 8 so auf den Platten 4, 5 angeordnet, dass sich jede Öffnung einer Querreihe in der Längsrichtung gegenüber von mindestens zwei, und falls die Breite der Öffnung des unteren Nutzentrennwerkzeugs dies rechtfertigt, drei angrenzenden Aussparungen von jeder Platte befindet. Das Zuschneiden der oberen Kanten der Platten 4, 5 kann leicht und sehr präzise durch den Formproduzenten ausgeführt werden, da er alle Daten des unteren Nutzentrennwerkzeugs in seinen CAD Daten besitzt. Mit diesen Daten kann die jeweilige Position und der Abstand zwischen den verschiedenen Stangen genau bestimmt werden. Das Zuschneiden der gezahnten Aussparungen mittels Laser kann mit einer Genauigkeit von 2 Zehntel Millimeter erfolgen. 2 ist eine Schnittansicht der auf den Querträgern 9, 10 des mobilen Wagens eingerichteten Platten 4, 5. Die Querträger 9, 10 weisen zwei Ansätze 16, 17 und zwei Federblätter 18, 19 zum Tragen und Halten der Platten 4, 5 auf. Die Zentrierkerben 6 der Platten greifen auf vorstehende Zentrierblöcke (nicht dargestellt) auf den Querträgern 9, 10 ein. Wie in 2 dargestellt, ist die Höhe der Platten 4, 5 so angepasst, dass sich der Boden der Aussparungen 7, 8 auf gleicher Höhe mit oder leicht unterhalb der Oberfläche der Querträger 9, 10 befindet. Wenn sie auf den Querträgern 9, 10 positioniert sind, beträgt der Abstand zwischen den Platten 4, 5 etwa 150 mm.

Ein Nocken des Kopfteils 3 der Stange 1 greift in eine passende Kerbe im Querträger 10 ein. Das gegenüberliegende Ende 11 des Stabteils 2 ruht auf einer Querrolle 12, die sich in unmittelbarer Nähe des Auslagebereichs der Nutzen befindet. In Anbetracht der Genauigkeit der Anfertigung der zwei Platten 4, 5, ist das Ende 11 des Stabteils 2 präzise genug unter einer Öffnung des unteren Nutzentrennwerkzeugs positioniert.

Wenn alle Stangen 1 auf dem mobilen Wagen 21 plaziert sind, drückt ein mobiler Querträger 13, der entweder lösbar ist oder in eine Position gebracht werden kann, wo er das Einrichten der Stangen nicht behindert, gegen alle Kopfteile 3 der Stangen 1. Der mobile Träger 13 hat eine Gummiverkleidung 15, so dass der Auflagedruck auf allen Stangen 1 ausgeglichen ist. Der mobile Träger 13 kann in der Auflageposition durch ein oder mehrere Hebelblockiersysteme, welche bekannt und in 2 durch Referenz 20 schematisch dargestellt sind, festgestellt werden.

Somit erfolgt das Klemmen und Lösen der Stangen 1, welche den Rechen für die Nonstop-Auslage bilden, in einem einzigen sehr schnellen Arbeitsgang, während welchem die Stangen durch das Schablonenwerkzeug in der richtigen Position gehalten werden.

3 ist eine schematische perspektivische Draufsicht des mobilen Wagens 21 mit einzeln befestigten Stangen 1. In dieser Ausführung, ist die Position jeder Stange 1 mittels Gewindeschrauben 22, welche die Kopfteile 3 gegen den Träger 10 klemmen, festgestellt.


Anspruch[de]
  1. Werkzeugsatz für eine Auslagestation einer Stanzpresse von Papier- oder Kartonbogen, mit einem mobilen Wagen (21) und einer Mehrzahl von Stangen (1), welche einen Rechen für die Nonstop-Auslage von Nutzen bilden, wobei besagter Werkzeugsatz ein unteres Nutzentrennwerkzeug umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der besagte Werkzeugsatz ausserdem ein mit dem unteren Nutzentrennwerkzeug gepaartes Schablonenwerkzeug umfasst, bestehend aus zwei Platten (4, 5), welche auf zwei Querträgern (9, 10) des mobilen Wagens angeordnet werden können und obere Kanten mit gleichem Profil aufweisen, wobei dieses Profil der oberen Kante eine Mehrzahl von gezackten Aussparungen (7, 8) aufweist, deren Form dem Querschnitt der besagten Stangen (1) entspricht, wobei die Anordnung der besagten gezackten Aussparungen (7, 8) den Querpositionen der Öffnungen des unteren Nutzentrennwerkzeugs entspricht.
  2. Werkzeugsatz gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Platte (4, 5) eine Zentrierkerbe (6) aufweist, die mit einem Zentrierblock eines Trägers (9, 10) des mobilen Wagens (21) zusammenwirkt.
  3. Werkzeugsatz gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Platte (4, 5) einen Zentrierblock aufweist, der mit einer Zentrierkerbe eines Trägers (9, 10) des mobilen Wagens (21) zusammenwirkt.
  4. Auslagestation einer Stanzpresse von Papier- oder Kartonbogen, mit einem mobilen Wagen (21), der eine Mehrzahl von Stangen (1) zur Bildung eines Rechens für die Nonstop-Auslage von Nutzen aufnehmen kann, dadurch gekennzeichnet, dass der mobile Wagen (21) Mittel (16, 17, 18, 19) zum Tragen, Halten und Zentrieren eines Schablonenwerkzeugs gemäss einem der Patenansprüche 1 bis 3 umfasst.
  5. Auslagestation gemäss Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der mobile Wagen (21) Klemmmittel zum Befestigen und gleichzeitigen Halten von allen auf den Querträgern (9, 10) eingerichteten Stangen (1) umfasst.
  6. Auslagestation gemäss Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmmittel einen mobilen horizontalen Querträger (13), der zwischen einer ersten Position, wo er das Einrichten der Stangen auf den Querträgern (9, 10) nicht behindert und einer zweiten Position, wo er gegen den Kopfteil (3) der auf den besagten Querträgern (9, 10) eingerichteten Stangen (1) drückt, bewegt werden kann, und einer Blockiervorrichtung (20), die den besagten mobilen Träger (13) in der besagten zweiten Position feststellt, umfassen.
  7. Auslagestation gemäss Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mobile Träger (13) eine Gummiverkleidung (15) auf seiner Fläche in Kontakt mit den Kopfteilen (3) der Stangen (1) hat.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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