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Dokumentenidentifikation DE202004015954U1 20.01.2005
Titel Massivholzdiele
Anmelder Stefan Ehrenreich GmbH, 86465 Welden, DE
Vertreter PATENTANWÄLTE CHARRIER RAPP & LIEBAU, 86152 Augsburg
DE-Aktenzeichen 202004015954
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 20.01.2005
Registration date 16.12.2004
Application date from patent application 15.10.2004
IPC-Hauptklasse E04F 15/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Massivholzdiele nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Im Bereich des Wohnbaus, aber auch im Bereich des Gewerbebaus, gibt es einen zunehmenden Trend zur Verlegung von Holzfußböden anstelle der früher üblichen Teppichböden oder Linoleumböden. Holzfußböden verleihen einem Raum ein wärmeres Aussehen und sorgen für eine behagliche Atmosphäre. Derartige Holzfußböden werden häufig als relativ dünne Parkettböden verlegt, zunehmend jedoch aus massiven Holzdielen.

Diese Massivholzdielen wurden in der Vergangenheit, also bei sehr alten Häusern und Kirchen, auf einen Holzträgerboden aufgenagelt. Bei neueren Häusern, in denen Massivholzböden neu verlegt werden sollen, oder bisherige Teppichböden bzw. Linoleumböden ersetzen sollen, ist das Aufnageln von Massivholzdielen nicht möglich, da hier nur ein Estrich vorliegt, jedoch kein Holzbett, auf dem die Massivholzdielen festgenagelt werden könnten. Eine andere Verbindung der Massivholzdielen mit dem Estrich, z.B. durch Dübeln und Schrauben, wäre so aufwendig, dass ein wirtschaftliches Verlegen nicht möglich wäre. Man behilft sich daher damit, dass die Massivholzdielen mit Hilfe von Metallbügeln und -klammern verlegt werden. Diese Metallbügel weisen eine konstante Länge auf, und greifen in Nuten, welche in den Unterseiten der Massivholzdielen vorgesehen sind und längs der Unterseite verlaufen, ein. Eine Metallklammer bzw. ein Metallbügel verbindet zwei benachbarte Massivholzdielen miteinander. Die Metallbügel weisen konstante Länge auf, zum Beispiel 129 mm.

Auf diese Weise lassen sich gleichartige Massivholzdielen ohne weiteres miteinander verbinden, in dem jeweils in die Unterseite einer Massivholzdiele eine oder mehrere Metallklammern gesteckt werden und die angrenzende Massivholzdiele dann (mit Nut- und Federverbindung) angesetzt und auf die Metallklammer gedrückt wird.

Die hierdurch entstehenden Massivholzböden sind jedoch, bis auf die Holzstruktur, relativ strukturlos, da alle Dielen die gleiche Breite aufweisen müssen. Verschiedene Breiten lassen sich nicht realisieren, da dann eine Verlegung mit einheitlichen Klammern nicht mehr möglich wäre.

Es besteht daher die Aufgabe, eine Massivholzdiele bereitzustellen, mit der universelle Verlegemöglichkeiten gegeben sind.

Gelöst wird diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird in folgendem unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen näher erläutert. Diese zeigen:

1: einen Querschnitt durch eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Massivholzdiele im Riftschnitt;

2: einen Querschnitt durch eine Variante der in 1 dargestellten Ausführungsform im Halbriftschnitt;

3: einen Querschnitt durch eine – abgesehen von der Maserung – an sich bekannte Variante einer Massivholzdiele mit nur einer Nut an ihrer Unterseite;

4: einen Querschnitt durch eine weitere Variante der in den 1 und 2 dargestellten Massivholzdiele im Riftschnitt;

5ae: eine Reihe von Verlegearten der erfindungsgemäßen Massivholzdielen gemäß 1 bis 4 mit diese verbindenden Metallklammern.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde nur die 4 mit Bezugszahlen versehen. Sämtliche Bezugzahlen lassen sich ohne weiteres auf die anderen Figuren übertragen mit der Einschränkung, dass die weitere Nut mit der Bezugszahl 5 in der bekannten Bauart nach 3 nicht vorkommt.

Die 1 bis 4 zeigen Querschnitte durch verschiedenen breite Massivholzdielen. Die Breite B der Dielen übersteigt der Höhe H deutlich und wird wiederum von der (nicht dargestellten und senkrecht zur Schnittebene verlaufenden) Länge L deutlich überschritten. Dargestellt sind vier verschiedene Breiten B der Massivholzdielen, welche in der praktischen Ausführung bei 175 mm (1), 155 mm (2), 135 mm (3) und 115 mm ( 4) liegen.

Dem Ausführungsbeispiel nach den 1 und 4 weisen die Jahresringe die Gestalt sogenannter Rifts auf. Bei Rifts oder Riftbrettern, sind die Jahresringe im wesentlichen aufrecht stehend.

In allen Ausführungsbeispielen gemäß 1, 2 und 4 sowie bei der bekannten Massivholzdiele nach 3 weisen die Dielen an ihren gegenüberliegenden Höhenseiten eine Nut 4 und eine Feder 3 auf, wobei die Feder 3 einer Diele dazu bestimmt ist, in die Nut 4 der benachbarten Diele einzugreifen.

Darüber hinaus weisen die Massivholzdielen in allen Ausführungsbeispielen eine sich in Längsrichtung an ihrer Unterseite erstreckende Nut 2 auf. Diese dient dem Eingriff einer Metallklammer, welche zwei aneinander grenzende Massivholzdielen verbindet, was unter Bezugnahme auf die 5 näher beschrieben wird.

Darüber hinaus weisen die Massivholzdielen in den Ausführungsformen gemäß 1, 2 und 4 eine weitere, zu der an der Unterseite 1 verlaufende Nut 2 parallele Nut 5 größerer Breite auf. Bei den Massivholzdielen gemäß 1 und 2 befindet sich diese weitere Nut 5 rechts von der ersten Nut 2, im Ausführungsbeispiel gemäß 4 links davon. Im Ausführungsbeispiel gemäß 3 fällt die weitere Nut 5 sozusagen mit der ersten Nut 2 zusammen, das heißt es gibt nur die erste Nut 2.

Die weiteren Nuten 5 dienen dazu, mit den gleichen Verlegeklammern, also den Metallklammern, welche aneinandergrenzende Massivholzdielen durch Eingriff in die unten liegenden Nuten miteinander verbinden, zu verbinden. Das Standardmaß ist hierbei die Ausführungsform nach 3 mit einer Breite von 135 mm, wobei es sich hierbei um das sogenannte Federmaß einschließlich der Feder 3 handelt. Diese Diele ist ohne Feder 3 129 mm breit, wodurch sie von den 129 mm breiten Standardklammern mit einer benachbarten, gleichartigen Massivholzdiele verbunden werden kann.

Bei den Varianten nach 1, 2 und 4 ist nun wichtig, dass die Summe des Abstands der ersten Nut 2 vom linken Ende der Diele (ohne Feder 3 gemessen) und des Abstands der weiteren Nut 5 vom rechten Ende der Diele konstant ist und 129 mm beträgt. Variabel ist bei den Varianten nur der Abstand der weiteren Nut 5 von der ersten Nut 2, der bei der Variante nach 1 40 mm, bei der Variante nach 2 20 mm, bei der Variante nach 3 0 mm (Zusammenfallen der Nuten 2 und 3) und bei der Variante nach 4 –20 mm beträgt; bei letzterer Variante liegt ja die weitere Nut 5 links von der ersten Nut 2.

Die sich durch die verschiedenen Varianten ergebenden Verlegemöglichkeiten sind in 5 dargestellt.

In 5a ist eine erste Diele mit einer Breite von 135 mm (links) mit einer zweiten Diele mit einer Breite von 155 mm über eine Metallklammer 6 mit einer Standardlänge von 129 mm verbunden. Die Klammer 6 greift bei der linken Diele in die einzige untere Nut 2 und bei der rechten Diele in die entsprechende Nut 2 ein.

Bei der Verlegung gemäß 5b ind vier Dielen mit breiten (von links nach rechts) von 115 mm, 155 mm, 135 mm und 175 mm miteinander verlegt. Hierbei greifen die Standardmetallklammern 6 bei der ersten Diele in die links von der ersten Nut 2 angeordnete weitere Nut 5 ein und bei der zweiten Diele in die Standardnut 2. Eine weitere Metallklammer erstreckt sich von der weiteren Nut 5 der zweiten Diele zur Standardnut 2 der dritten Diele, von welcher sich wiederum eine weitere Klammer zur Standardnut 2 der vierten Diele erstreckt.

In analoger Weise ist in 5c eine erste Diele von 135 mm Breite mit einer zweiten Diele von 115 mm und einer dritten Diele von 175 mm Breite verbunden und in d eine erste Diele von 115 mm Breite mit einer zweiten Diele von 175 mm und einer dritten Diele von 115 mm Breite sowie in e eine erste Diele von 155 mm Breite mit einer zweiten und einer dritten Diele von jeweils ebenfalls 155 mm Breite. Den Figuren ist deutlich zu entnehmen, wie die verschiedenen Nuten bei der Verlegung verschieden breiter Dielen nebeneinander eingesetzt werden müssen.

Die erfindungsgemäße Massivholzdiele bietet den Vorteil, dass aufgrund der Anordnung der Nuten an der Unterseite der Dielen Verlegemuster erzielt werden können, wobei verschieden breite Bretter nebeneinander gelegt werden und sich damit eine aufgelockerte, interessante Oberfläche des Dielenbodens ergibt.


Anspruch[de]
  1. Massivholzdiele, deren Länge ihre Breite (8) und deren Breite (8) ihre Höhe (H) jeweils deutlich überschreitet, und welche eine in Längsrichtung an ihrer Unterseite (1) verlaufende erste Nut (2) zum Eingriff einer Befestigungsvorrichtung aufweist, welche sie mit einer benachbarten Massivholzdiele verbindet, dadurch gekennzeichnet, dass Sie eine zu der ersten Nut (2) weitere, parallele Nut (5) mit gleichem oder verschiedenem Querschnitt zum Eingriff einer Befestigungsvorrichtung aufweist, welche sie mit einer benachbarten Massivholzdiele verbindet.
  2. Massivholzdiele nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe aus dem Abstand der ersten Nut (2) vom einen Ende der Diele und dem Abstand der weiteren Nut (5) vom anderen Ende der Diele gleich der Breite der benachbarte Massivholzdielen verbindenden Befestigungsvorrichtung ist.
  3. Massivholzdiele nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf ihrer einen Höhenseite eine Nut (4) und auf ihrer gegenüberliegenden Höhenseite eine Feder (3) aufweist, wobei Nut (4) und Feder (3) sich entlang der gesamten Länge der Massivholzdiele erstrecken.
  4. Massivholzdiele nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ihr senkrecht zur Länge gesehener Querschnitt Abschnitte von Jahresringen in Gestalt von Rifts oder Halbrifts aufweist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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