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Dokumentenidentifikation DE69729751T2 20.01.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000998410
Titel VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM STERILISIEREN VON SCHACHTELN DURCH UV-BESTRAHLUNG
Anmelder TETRA LAVAL HOLDINGS & FINANCE S.A., Pully, CH
Erfinder CICHA, John, Shoreview, US;
ERICKSON, Terry, St. Paul, US;
MONTPETIT, Walt, St. Paul, US
Vertreter Müller, Schupfner & Gauger, 80539 München
DE-Aktenzeichen 69729751
Vertragsstaaten DE, FI, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.10.1997
EP-Aktenzeichen 979116589
WO-Anmeldetag 09.10.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/US97/18218
WO-Veröffentlichungsnummer 0098017535
WO-Veröffentlichungsdatum 30.04.1998
EP-Offenlegungsdatum 10.05.2000
EP date of grant 30.06.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.01.2005
IPC-Hauptklasse B65B 55/08

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Sterilisieren von Schachteln. Die vorliegende Erfindung betrifft speziell ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Sterilisieren von Schachteln durch UV-Bestrahlung.

Stand der Technik

In den letzten Jahren nahm die aseptische Verpackung von Nahrungsmitteln enorm zu, was zu erhöhter Nachfrage nach aseptischen Verpackungsverfahren führte, die wirksam und gut anzuwenden sind. Der Hauptgrund dieses Wachstums der aseptischen Verpackung liegt darin, daß ein Nahrungsmittel über einen längeren Zeitraum (höhere Lagerbeständigkeit) bei Zimmertemperatur gelagert werden können. Diese höhere Lagerbeständigkeit aseptisch verpackter Nahrungsmittel ergibt sich aus der Eliminierung von Bakterien, die das Nahrungsmittel unbrauchbar machen würden. Die Bakterien werden dadurch eliminiert, daß der Behälter für das Nahrungsmittel knapp für dem Füllen des Behälters mit einem Nahrungsmittel sterilisiert wird.

Die UV-Strahlung hat sich als ein wirksames Mittel zum Sterilisieren von Verpackungen für Nahrungsmitteln erwiesen. Zahlreiche Erfindungen wurden offenbart, die UV-Strahlen zum Sterilisieren von Nahrungsmittelverpackungen verwenden. Beispielsweise offenbaren Peel et al. (Improvements in Methods of Sterilization) die Wirkungen von Wasserstoffperoxid und UV-Strahlung auf zahlreiche Organismen. Peel et al. legen die Verwendung einer bestrahlten Lösung zum Sterilisieren von Nahrungsmittelverpackungen dar.

Die Integration in eine Form-, Füll- und Versiegelungsmaschine hat eine wichtige Funktion für die Sterilisierung durch UV-Strahlung. Beispielsweise offenbaren Sizer et al. in der US-Patentschrift Nr. 5,326,542 (Method and Apparatus for Sterilizing Cartons) ein Verfahren und eine Vorrichtung, die UV-Strahlung zum Sterilisieren von Nahrungsmittelschachteln verwenden, die entlang eines Fördersystems an einer Füllmaschine vorgeschoben werden. Ein weiteres Beispiel ist die US-Patentschrift Nr. 4,375,145 (Mosse et al.; Packaging, Particularly Aseptic Packaging of Aseptic Products in Cartons), die ein Verfahren zum Sterilisieren von Kartons durch die Verwendung von W-Lampen und Wasserstoffperoxid offenbart, während die Schachteln entlang einer Füllmaschine befördert werden. Eine weitere Vorrichtung zum Sterilisieren von Schachteln ist aus der EP-A-0 591 001 bekannt.

Die obengenannten Patente sind zwar wirksam bei der Sterilisierung von Nahrungsmittelverpackungen, bieten aber nicht die Lösung der Probleme beim Sterilisieren von Schachteln. Es gibt immer noch ungelöste Probleme, die zwingend weitere Erfindungen zur Sterilisierung von Nahrungsmittelverpackungen erfordern.

Offenbarung der Erfindung

Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung zum Sterilisieren von Schachteln, die entlang eines Fördersystems vorgeschoben werden. Die Vorrichtung weist mehrere UV-Lichtquellen, mehrere Reflektoren, ein Kühlsystem und eine Blendenanordnung auf. Jede aus den mehreren UV-Lichtquellen ist länglich und hat eine Längsachse, die im wesentlichen quer zu dem Vorschub der Schachteln entlang des Fördersystems liegt. Jeder aus den mehreren Reflektoren erstreckt sich entlang der Längsachse jeder der entsprechenden UV-Lichtquellen. Jeder aus den mehreren Reflektoren ist in einem vorbestimmten Abstand von jeder der entsprechenden UV-Lichtquellen angeordnet. Jeder aus den mehreren Reflektoren reflektiert im wesentlichen eine einfallende UV-Strahlung ins Innere der Schachteln.

Das Kühlsystem ist allgemein über den mehreren Reflektoren angeordnet und steht in thermischer Verbindung mit jedem aus den mehreren Reflektoren. Die Blendenanordnung sperrt selektiv die UV-Strahlung, die von den mehreren UV-Lichtquellen emittiert wird.

Die Vorrichtung weist ferner mehrere transparente Platten auf. Jede aus den mehreren transparente Platten entspricht jeder aus den mehreren UV-Lichtquellen, und sie bilden eine geschlossene Druckumgebung um jede aus den mehreren UV-Lichtquellen. Die Vorrichtung weist ferner mehrere Druckschalter zum Erfassen und Anzeigen einer Druckverringerung in der geschlossenen Druckumgebung auf. Die Vorrichtung kann ferner mehrere Temperaturschalter zum Anzeigen einer erhöhten Temperatur an einer entsprechenden UV-Lichtquelle aufweisen. Jeder aus den mehreren Temperaturschaltern hat eine Einrichtung zum Deaktivieren jeder entsprechenden UV-Lichtquelle, wenn eine erhöhte Temperatur erfaßt wird.

Das Kühlsystem kann einen Kühlverteiler aufweisen, der die obere Fläche jedes aus den mehreren Reflektoren im wesentlichen umgibt und damit in thermischer Verbindung steht. Der Kühlverteiler hat mehrere Durchgänge für die Strömung eines umlaufenden Fluids. Das umlaufende Fluid wird am wahrscheinlichsten Wasser sein, obwohl bei der vorliegenden Erfindung auch andere Fluids ins Auge gefaßt werden. Das Kühlsystem kann ferner Mittel zum Einbringen eines Gases zwischen jeden aus den mehreren Reflektoren und jede aus den mehreren UV-Lichtquellen aufweisen, was die Wirkung hat, daß die Reflektoren und die mehreren UV-Lichtquellen gekühlt werden.

Jeder aus den mehreren Reflektoren kann um die Längsachse quer gekrümmt sein, und jeder aus den mehreren Reflektoren kann gegenüberliegende parabolische Seiten haben, die entlang eines Scheitels parallel zu der Längsachse miteinander verbunden sind. Jeder aus den mehreren Reflektoren kann auch aus der Vertikalen etwa 13 Grad zueinander gedreht sein, und er kann auch einen gemeinsamen Fokus an jeder der entsprechenden UV-Lichtquellen haben. Jede der transparenten Platten verbessert wesentlich das Durchlassen von Licht mit einer Wellenlänge von 254 Nanometern. Da die Vorrichtung unter Druck steht, können auch transparente Platten erfaßt werden, die möglicherweise Risse aufweisen oder gebrochen sind.

Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Sterilisieren von Schachteln, die entlang eines Fördersystems vorgeschoben werden. Das Verfahren weist allgemein vier Schritte auf. Der erste Schritt besteht darin, jede der Schachteln innerhalb einer Sterilisationsvorrichtung zu positionieren, die an dem Fördersystem angeordnet ist. Der nächste Schritt liegt darin, jede Schachtel einer vorbestimmten Menge an UV-Strahlung über eine vorbestimmte Zeit auszusetzen, die zum Sterilisieren der Schachteln ausreicht. Die UV-Strahlung stammt von der Sterilisationsvorrichtung nach der Erfindung. Der nächste Schritt liegt darin, für die Sterilisationsvorrichtung im wesentlichen eine vorbestimmte Temperatur aufrechtzuerhalten, während gleichzeitig die vorbestimmte Menge an UV-Strahlung optimiert wird, die von der Sterilisationsvorrichtung stammt. Der abschließende Schritt besteht darin, jede Schachtel aus der Sterilisationsvorrichtung zu entfernen.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Sterilisieren von Schachteln an einer Form-, Füll- und Versiegelungsverpackungsmaschine vorzusehen, wobei die Sterilisationsvorrichtung auf einer reduzierten Temperatur gehalten wird.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, einen Überhitzungswarnmechanismus für eine Sterilisationsvorrichtung vorzusehen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Einige Merkmale werden nun weiter in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen beschrieben; darin zeigen:

1 veranschaulichend eine abgeschnittene Seitenperspektive einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

2 veranschaulichend eine obere abgeschnittene Perspektive der in 1 gezeigten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

3 veranschaulichend eine alternative Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

4 veranschaulichend eine Bodenansicht der Sterilisationsvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung;

5 veranschaulichend eine Rückansicht der vorliegenden Erfindung, integriert über einem Fördersystem zum Vorschub von Schachteln zu der Sterilisationsvorrichtung;

6 veranschaulichend eine seitliche abgeschnittene Ansicht der Sterilisationsvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung; und

7 veranschaulichend eine Ausführungsform der Reflektoren der vorliegenden Erfindung.

Arten der Durchführung der Erfindung

Die Beziehung zwischen jedem aus den mehreren Reflektoren und ihren entsprechenden UV-Lampen betrifft einen wichtigen Aspekt der Sterilisationsvorrichtung. Die Gestalt der Reflektoren ist sehr wichtig für die Streuung der UV-Strahlung in das gesamte Innere jeder Schachtel, die einer Sterilisation unterzogen wird. Diese Beziehung zwischen den Reflektoren und den UV-Lampen wurde bei Seizer et al. (US-Patentschrift Nr. 5,326,542) und bei Seizer et al. (US-Patentschrift Nr. 5,433,920) offenbart; diese Schriften sind hier bezugsweise aufgenommen.

In 1 ist gezeigt, daß eine Sterilisationsvorrichtung allgemein mit 20 bezeichnet ist. Die Sterilisationsvorrichtung besteht allgemein aus einem Gehäuse 22, mehreren UV-Lampen 24, mehreren Reflektoren 26, einer Blendenanordnung 28, mehreren transparenten Platten 30 und einem Kühlsystem, das allgemein mit 32 bezeichnet ist. Das Kühlsystem 32 umfaßt einen Kühlverteiler 34, mehrere Fluiddurchgänge 36, einen nicht gezeigten Fluideinlaß 38 und einen nicht gezeigten Fluidauslaß 40. Jeder aus den mehreren Reflektoren 26 und die entsprechende transparente Platte 30 bilden eine geschlossene Druckkammer 42, die jede der mehreren UV-Lampen 24 umfaßt. Die Kammer 42 wird auf einem Druck von etwa 1,1 Atmosphären gehalten. Die Druckkammer 42 verbessert die Wirksamkeit der UV-Lampen 24 beim Sterilisieren der Schachteln.

In 2 ist gezeigt, daß die Sterilisationsvorrichtung 20 mit einem Druckdetektor 54 zum Erfassen eines Druckabfalls in der Kammer 42 ausgestattet ist. Eine kontrollierte Menge einer Luftströmung wird durch die Kammer 42 von einem Regler und einer Ausgangsluftöffnung aufrechterhalten. Diese Luftströmung ergibt einen absoluten Druck von etwa 1,1 Atmosphären, der die Kontakte des Druckdetektors 54 geschlossen hält. Wird in der Kammer 42 ein Druckabfall erfaßt, dann erzeugt der Druckdetektor ein Signal, um einen Bediener vor einem Druckabfall in der Kammer 42 vorzuwarnen. Das Signal kann ein hörbarer oder ein visueller Alarm sein. Die Sterilisationsvorrichtung 20 hat auch Temperaturdetektoren 56 zum Überwachen der Temperatur des Kühlverteilers 34. Wenn die Temperatur über eine vorbestimmte Temperatur steigt, erzeugen die Temperaturdetektoren 56 ein Signal, um einen Bediener vor dem Temperaturanstieg in dem Kühlverteiler 34 vorzuwarnen. Eine Warntemperatur liegt bei dieser Ausführungsform bei etwa 49°C. Wenn die Temperatur über eine zweite, höhere vorbestimmte Temperatur ansteigt, dann erzeugen die Temperaturdetektoren 56 ein Signal zum Deaktivieren der UV-Lampen 24. Für diese Ausführungsform liegt eine Deaktivierungstemperatur bei etwa 77°C. Auf diese Weise läßt sich eine Beschädigung der Sterilisationsvorrichtung selbst dann vermeiden, wenn kein Bediener anwesend ist, der das von dem Temperaturdetektor erzeugte erste Signal empfangen könnte. Die Temperaturdetektoren 56 sind in direktem Kontakt mit dem Kühlverteiler 34 angebracht, so daß eine minimale Reaktionszeit bei einer Überhitzung des Kühlverteilers 34 vorgesehen ist.

Das Kühlsystem 32 der vorliegenden Erfindung ermöglicht, daß die Sterilisationsvorrichtung bei einer viel niedrigeren Temperatur als frühere Sterilisationsvorrichtungen arbeitet, die UV-Strahlung verwenden. Die niedriger Betriebstemperatur ist möglich, weil der Kühlverteiler 34 eine höhere Kühlfähigkeit beim Extrahieren von Wärme von den Reflektoren 26 hat. Die Fluiddurchgänge 36 durchqueren einen großen Abschnitt des Kühlverteilers 34 und ermöglichen damit einen intensiveren Kontakt zwischen dem Kühlverteiler 34 und einem umlaufenden Fluid wie Wasser. Das Kühlsystem 32 wird von etwa 1,5 Litern Wasser pro Minute gekühlt. Die niedrigere Betriebstemperatur vermindert die Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung der Sterilisationsvorrichtung 20 durch Wärme und verlängert auch ihre Lebensdauer. Die niedrigere Betriebstemperatur sorgt auch dafür, daß die Vorrichtung kühl genug ist, daß sie von einem Bediener der Anlage berührt werden kann.

In 3A und 3B ist gezeigt, daß die Sterilisationsvorrichtung 20 der Ausführungsform von 1 sehr ähnlich ist. Allerdings hat das Kühlsystem 32 der Sterilisationsvorrichtung 20 von 3A und 3B ein Gaskühlmerkmal zur Ergänzung der Fluidkühlung durch den Kühlverteiler 34. Gas tritt in die geschlossene Druckkammer 42 durch eine Kammergasöffnung 44 ein, wobei die Gasströmung durch die Kammer 42 derart wirkt, daß die Temperatur der Kammer 42 gesenkt wird. Das Gas strömt aus der Kammer 42 durch eine Auslaßöffnung 46, die nicht gezeigt ist. Das Gas wird zu der Öffnung 44 durch mehrere Gasdurchgänge 48 abgegeben, die im ganzen Gehäuse 22 angeordnet sind. Ähnliche Gasdurchgänge 48 stehen in Strömungsverbindung mit der Auslaßöffnung 46 zum Transport von Gas von der Kammer 42. Das Gas strömt in die Gasdurchgänge 48 durch einen Gaseinlaß 50, der am Oberteil des Gehäuses 22 angeordnet ist. Das Gas strömt aus dem Gehäuse an einem Gasabzugsdurchgang 52, der ebenfalls am Oberteil des Gehäuses 22 angeordnet ist. Für die meisten Anwendungen ist das Gas atmosphärische Meeresluft. Das Kühlsystem 32 dieser Ausführungsform wird von etwa 0,5 Gallonen (1,8927 l) pro Minute und etwa 1 Kubikfuß (0,028317 m2) Luft pro Minute gekühlt.

Diese Ausführungsform hat ein Photodiodensysstem 58 für jede der UV-Lampen 24. Jedes Photodiodensystem 58 reagiert auf den Ausgang jeder UV-Lampe durch Erzeugung einer Spannung, die proportional zu dem Licht ist, das es von den UV-Lampen 24 empfängt. Diese Spannung wird zu einer Komparatorschaltung übertragen, die sich in einem Stromversorgungsschrank befindet. Wenn die Spannung einen vorbestimmten minimalen Pegel erreicht, wird ein Alarmlicht aktiviert, um den Bediener zu verständigen. In dem Gasabzugsdurchgang 52 ist auch ein nicht gezeigter Thermistor 57 angeordnet. Ein Thermistor ist eine Vorrichtung, die ihren Widerstandswert proportional zu einer Umgebungstemperatur ändert. In dem Stromversorgungsschrank befindet sich eine Schaltung, die diesen Widerstand überwacht und bei einer vorbestimmten hohen Temperatur einen Alarm aktiviert und die W-Lampen 24 bei einer zweiten, höheren vorbestimmten Temperatur deaktiviert. Bei dieser Ausführungsform erzeugt der Thermistor 57 ein Warnsignal bei 65°C und deaktiviert die UV-Lampen 24 bei einer Temperatur von 88°C.

In 4 ist gezeigt, daß die transparenten Platten 30 die untere Grenze der geschlossenen Druckkammer 42 bilden, die die UV-Lampen 24 einschließt. Die transparenten Platten 30 verbessern das Durchlassen von UV-Licht mit einer Wellenlänge von 254 Nanometern. Allerdings wird Licht anderer Wellenlängen ebenfalls durch die transparenten Platten 30 übertragen. Die Blendenanordnung 28 kann in einer geschlossenen oder geöffneten Position positioniert sein. Bei geschlossener Position sperrt die Blendenanordnung 28 die Strahlung, die von den UV-Lampen 24 ausgeht. In dieser geschlossenen Position beschleunigt die Blendenanordnung die Temperaturerhöhung für die UV-Lampen 24, in dem sie das Zurückhalten von Wärme innerhalb der geschlossenen Kammer 42 ermöglicht. Auf diese Weise können sich die UV-Lampen und damit die Sterilisationsvorrichtung 20 schneller auf die Betriebstemperatur erwärmen. Bei einer herkömmlichen Anlage arbeiten die W-Lampen 24 normalerweise in einem Temperaturbereich von 593° bis 815°C. Ist die Betriebstemperatur erreicht, dann wird die Blendenanordnung 28 in die geöffnete Position gebracht. In 4 ist gezeigt, daß sich die Blendenanordnung 28 in der geöffneten Position befindet, womit die Schachteln bestrahlt und sterilisiert werden können, die unter der Sterilisationsvorrichtung 20 vorgeschoben werden. Die Reflektoren 26 bilden die obere Grenze der geschlossenen Druckkammer 42 und reflektieren UV-Licht/-Strahlung auf die Schachteln, die unter der Sterilisationsvorrichtung 20 vorgeschoben werden.

Die Blendenanordnung 28 ist auch mit einem Doppelsensorschalter in Verbindung mit einem Sicherheitsrelais ausgestattet. Der Sensor deaktiviert die UV-Lampen, wenn der Sensor nicht fühlt, daß die Blendenanordnung 28 in einer geschlossenen Position ist, wenn die Türen zu der Füllmaschine geöffnet sind. Damit wird eine Gefährdung des Bedieners verhindert. Die Blendenanordnung 28 ist auch mit einem Sensor ausgestattet, der ein Signal zu der Füllmaschine überträgt, das angibt, daß sich die Blendenanordnung 28 in der geöffneten Position befindet; deshalb wird die Maschine zum Füllen der Schachteln bereit gemacht.

In 5 ist gezeigt, daß die Sterilisationsvorrichtung 20 über einem Fördersystem angeordnet ist, das allgemein mit 60 bezeichnet ist. Das Fördersystem 60 trägt Schachteln 62 entlang einer Form-, Füll- und Versiegelungsmaschine von Station zu Station. Die Sterilisationsvorrichtung 20 der vorliegenden Erfindung ist derart ausgelegt, daß sie minimalen Raum an der Form-, Füll- und Versiegelungsmaschine einnimmt. Durch die Anordnung der W-Lampen 24 quer zu dem Vorschub der Schachteln entlang des Fördersystems 60 ist die Raummenge vermindert, die für eine wirksame Sterilisation der Schachteln erforderlich ist. Durch die von der Sterilisationsvorrichtung 20 der vorliegenden Erfindung vorgesehene Raumminimierung kann ein nicht gezeigter Tüllenapplikator an der Form-, Füll- und Versiegelungsmaschine ohne ein wesentliches Verstellen der Maschine integriert sein. Die Blendenanordnung 28 ist in der geöffneten Position, wobei Kartons durch UV-Licht sterilisiert werden können. Die Blendenanordnung 28 bewegt sich quer zu dem Vorschub der Schachteln 62 entlang des Fördersystems, wodurch Raum gespart wird. Die Schachteln 62 haben ein offenes Ende, das die inneren Seitenwände und den Boden freilegt, wo die gewünschten Inhaltsstoffe in Kontakt mit den Schachteln 62 sein werden. In 5 sind auch die Fluidschnellverbindungen zwischen der Sterilisationsvorrichtung 20 und einer äußeren Quelle und der Abfuhr gezeigt. Die Verbindungen ermöglichen auch, daß die Sterilisationsvorrichtungen ohne Verwendung von Werkzeugen zum Reinigen und zur Inspektion entfernt werden können.

Die Sterilisationsvorrichtung 20 ist auch mit einem Doppelsensorschalter in Verbindung mit einem Sicherheitsrelais ausgestattet, der überwacht, ob die Vorrichtung 20 in der richtigen Betriebsposition ist. Wenn sich die Vorrichtung nicht in ihrer richtigen Position befindet, werden die UV-Lampen 24 deaktiviert, wodurch jede Gefährdung von Personen in der Nähe der Vorrichtung 20 verhindert wird.

In 6 ist gezeigt, daß die geschlossene Druckkammer 42 die UV-Lampe einschließt und als Grenze den Reflektor 26 und die transparente Platte 30 hat. Wie oben erwähnt, wird die Kammer 42 für die Ausführungsform von 1 durch die Strömung einer geringen Menge Gas auf einem Druck von etwa 1,1 Atmosphären gehalten.

In 7 ist gezeigt, daß die Reflektoren 26 parabolische Formen haben, die durch die Formel y = X2/4a. Die Reflektoren 26 sind genau zwei parabolische Kurven, die einen gemeinsamen Fokus im Zentrum des Bogens haben. Die parabolische Form jedes der Reflektoren 26 besteht aus Facetten einer ¼-Gallonen-Schachtel (0,94635 l), die über 13 Grad aus der Vertikalen gedreht ist, so daß der Winkel zwischen den Achsen 26 Grad beträgt. Der Kühlverteiler 34, der die obere Fläche jedes der Reflektoren 26 umgibt, hat mehrere Fluiddurchgänge 36 zum Umlauf eines Fluids zum Kühlen der Reflektoren 26.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung (20) zum Sterilisieren von Schachteln (26), die entlang eines Fördersystems (60) vorgeschoben werden, wobei die Vorrichtung mehrere UV-Lichtquellen (24) aufweist, wobei die Längsachse jeder der mehreren UV-Lichtquellen (24) im wesentlichen quer zu dem Vorschub der Schachteln (62) entlang des Fördersystems (60) liegt, wobei jede aus den mehreren UV-Lichtquellen (24) Reflektoren (26) haben, die sich entlang der Längsachse jeder der entsprechenden UV-Lichtquellen erstrecken und in einem vorbestimmten Abstand von jeder der entsprechenden UV-Lichtquellen (24) angeordnet sind, wobei die Reflektoren (26) eine einfallende UV-Strahlung ins Innere der Schachteln (62) reflektieren, wobei die Vorrichtung (20) auch eine Blendenanordnung (28) zum selektiven Sperren der von den mehreren UV-Lichtquellen (24) emittierten UV-Strahlung hat, wobei ein Kühlsystem (32) allgemein über den Reflektoren (26) angeordnet ist und in thermischer Verbindung damit steht, wobei jeder der Reflektoren (26) mit einer transparenten Platte (30) verbunden ist, wodurch eine geschlossene Druckumgebung (42) mit einem Druck von mehr als einer Atmosphäre um jede aus den mehreren UV-Lichtquellen (24) gebildet ist, wobei die Druckumgebung (42) einen Gaseinlaß (50) in Strömungsverbindung mit einer Gasquelle hat, wobei der Gaseinlaß (50) die Strömung eines Gases steuert, um die geschlossene Druckumgebung (42) unter Druck zu setzen und die UV-Lichtquellen (24) zu setzen, dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner mehrere Druckschalter (54) zum Erfassen und Anzeigen einer Druckverringerung in der geschlossenen Druckumgebung (42) aufweist.
  2. Vorrichtung (20) nach Anspruch 1, bei welcher die transparente Platte (30) wesentlich das Durchlassen von Licht mit einer Wellenlänge von 254 Nanometern verstärkt.
  3. Vorrichtung (20) nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher die geschlossene Druckumgebung (42) unter einem Druck von wenigstens 1,1 Atmosphären steht.
  4. Vorrichtung (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem das Kühlsystem (32) mehrere Kühlverteiler (34) zum Kühlen jedes der Reflektoren (26) aufweist, wobei jeder der Kühlverteiler (34) neben einem der Reflektoren (26) angeordnet ist und in thermischer Verbindung mit einem der Reflektoren (26) steht, wobei jeder der Kühlverteiler (34) mehrere innere Durchgänge (36) hat, durch die ein Kühlfluid strömen kann, um Wärme von den Reflektoren zu extrahieren.
  5. Vorrichtung (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die ferner mehrere Temperaturschalter (57) zum Anzeigen einer erhöhten Temperatur an einer entsprechenden Vielzahl von UV-Lichtquellen (24) aufweist, wobei jeder aus den mehreren Temperaturschaltern (57) eine Einrichtung zum Deaktivieren jeder entsprechenden UV-Lichtquelle (24) hat, wenn eine erhöhte Temperatur erfaßt wird.
  6. Vorrichtung (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welcher jeder der Reflektoren (26) um die Längsachse quer gekrümmt ist und jeder der Reflektoren (26) gegenüberliegende parabolische Seiten haben, die entlang eines Scheitels parallel zu der Längsachse miteinander verbunden sind
  7. Vorrichtung (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die ferner ein Photodiodensysstem (58) für jede der mehreren UV-Quellen (24) aufweist, wobei das Photodiodensystem einen Alarm aktiviert, wenn die Spannung jeder der mehreren UV-Quellen (24) einen vorbestimmten minimalen Pegel erreicht.
  8. Verfahren zum Sterilisieren von Schachteln (62), die entlang eines Fördersystems (60) vorgeschoben werden, wobei das Verfahren folgendes umfaßt: jede der Schachteln (62) wird einer vorbestimmten Menge an UV-Strahlung über eine vorbestimmte Zeit ausgesetzt, die zum Sterilisieren jeder der Schachteln (62) ausreicht, wobei die UV-Strahlung von der Sterilisationsvorrichtung (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche stammt.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, bei welcher die Schachteln (62) der Menge an UV-Strahlung durch direkte Strahlung von den mehreren UV-Lichtquellen (24) und einfallende Strahlung von den Reflektoren (26) ausgesetzt werden.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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