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Einheit zum Sterilisieren von Verpackungsmaterial - Dokument DE69822444T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69822444T2 20.01.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000968923
Titel Einheit zum Sterilisieren von Verpackungsmaterial
Anmelder Tetra Laval Holdings & Finance S.A., Pully, CH
Erfinder Elias, Detlef, 40143 Formigine, IT;
Benedetti, Paolo, 41100 Modena, IT
Vertreter Müller, Schupfner & Gauger, 80539 München
DE-Aktenzeichen 69822444
Vertragsstaaten AT, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LI, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 30.06.1998
EP-Aktenzeichen 988303921
EP-Offenlegungsdatum 05.01.2000
EP date of grant 17.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.01.2005
IPC-Hauptklasse B65B 55/10

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sterilisierungseinheit für eine Verpackungsmaschine für fließfähige Nahrungsmittel.

Es sind Maschinen zum Verpacken von fließfähigen Nahrungsmitteln wie Fruchtsaft, Wein, Tomatensauce, pasteurisierte oder konservierte (H-)Milch usw. bekannt, bei welchen die Packungen aus einem kontinuierlichen Schlauch aus Verpackungsmaterial gebildet werden, der durch einen längsversiegelten Streifen definiert ist.

Das Verpackungsmaterial hat eine Mehrschichtstruktur, die eine Schicht aus Papiermaterial aufweist, die an beiden Seiten mit Schichten aus Heißsiegelmaterial, z.B. Polyethylen beschichtet ist. Zum aseptischen Verpacken von konservierten Produkten wie H-Milch weist das Verpackungsmaterial eine Schicht aus Sperrmaterial, die beispielsweise durch eine Aluminiumfolie gebildet ist, über eine Schicht aus Heißsiegelkunststoffmaterial gelegt und wiederum mit einer weiteren Schicht aus Heißsiegelkunststoffmaterial beschichtet ist, die die Innenseite der Packung bildet, die mit dem Nahrungsmittel in Kontakt gelangt.

Aseptische Packungen werden hergestellt, indem der Streifen aus Verpackungsmaterial in Schritten von einer Rolle und durch eine Sterilisierungseinheit abgewickelt wird, wo er beispielsweise durch Eintauchen in eine Kammer mit einem flüssigen Sterilisierungsmittel wie einer konzentrierten Lösung von Wasserstoffperoxid und Wasser sterilisiert wird.

Der Streifen wird dann einer aseptischen Kammer zugeführt, wo das Sterilisierungsmittel durch Erwärmung verdampft wird; und der Streifen wird dann zu einem Zylinder gefaltet und in Längsrichtung versiegelt, um auf bekannte Weise einen kontinuierlichen, vertikalen, längsversiegelten Schlauch zu bilden. D.h., der Schlauch aus Verpackungsmaterial bildet einen Ansatz der aseptischen Kammer und wird kontinuierlich mit dem fließfähigen Nahrungsmittel gefüllt und einer Form- und (Quer-)Versiegelunaseinheit zum Formen der einzelnen Packungen zugeführt, den Schlauch zwischen Paaren von Backen ergreift, um den Schlauch in Kissenpacks querzuversiegeln.

Die Kissenpacks werden durch Schneiden des Versiegelungsabschnitts zwischen den Packs getrennt und dann zu einer Endfaltstation transportiert, wo sie mechanisch in die Endgestalt gefaltet werden.

Genauer weist die oben angesprochene Sterilisierungseinheit eine Kammer auf, die das Sterilisierungsmittel enthält und durch welche der Streifen kontinuierlich zugeführt wird. Die Sterilisierungskammer weist geeigneterweise zwei parallele vertikale Zweite auf, die am Boden miteinander verbunden sind, um einen U-förmigen Pfad zu bilden, dessen Länge von der Laufgeschwindigkeit des Streifens abhängt, um genug Zeit zur Verarbeitung des Verpackungsmaterials vorzusehen. Zur wirksamen Verarbeitung des Verpackungsmaterials innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums, d.h. etwa sieben Sekunden, und damit zur Reduzierung der Gröle der Sterilisierungskammer muß das Sterilisierungsmittel auf einer hohen Temperatur, z.B. von etwa 70°C gehalten werden. Bei bekannten Sterilisierungseinheiten ist dies normalerweise dadurch erreicht, daß die Wände der Sterilisierungskammer mit einem ersten Spalt gebildet sind, der bei Verwendung mit Wasser gefüllt ist, das durch ein thermostatisch gesteuerte Heizgerät umläuft.

Während das Verpackungsmaterial an den mit Polyethylen beschichteten Seiten des Streifens völlig undurchlässig ist, liegt die Schicht aus Papiermaterial entlang der Kanten des Streifens frei und ist ziemlich absorbierend; und was im Stand der Technik als "Kantendochtwirkung" (Kantenabsorption) bekannt ist, wird innerhalb annehmbarer Grenzen gehalten, sofern der Streifen über einen begrenzten Zeitraum in der Sterilisierungskammer gehalten wird, was der Fall ist, wenn die Maschine normal arbeitet.

Sollte die Maschine allerdings aus irgendeinem Grund angehalten werden, dann muß die Sterilisierungskammer sofort entleert werden. Ansonsten dringt das Sterilisierungsmittel in die Kanten der Papierschicht ein und, falls dies nur bis zu einer Breite von einigen Millimetern passiert, wird unvermeidlich die nachfolgende Längsversiegelung des Streifens zur Bildung des Schlauchs aus Verpackungsmaterial beeinträchtigt.

Nach dem Stoppen und besonders nach dem Neustart der Maschine nach einem kurzen Stopp tritt die Kantendochtwirkung bei bekannten Maschinen tendenziell sowieso auf, obwohl die Sterilisierungskammer geleert wird.

Eine gründliche Untersuchung des Phänomens führte mehrere Gründe zutage:

  • – die Porosität des Papiermaterials: aus Produktionskostengründen kann diese nur in gewissem Maße reduziert werden;
  • – hydrostatischer Druck: dieser ist ebenfalls schwer zu reduzieren, da je nach der nötigen Verarbeitungszeit die Höhe der U-förmigen Sterilisierungskammer nur durch Veränderung der Struktur der Sterilisierungseinheit reduziert werden kann, was offensichtlich zu Komplikationen für das gesamte System führt; und – die Temperatur der Sterilisierungskammer während des Stoppens und des Sterilisierungsmittel beim Zurückführen in die Kammer.

Insbesondere hat man herausgefunden, daß die Kantendochtwirkung stark durch jede Differenz, selbst bei nur einigen Graden, zwischen der Temperatur innerhalb der Kammer während des Stoppens und der Temperatur des in die Kammer zurückgeführten Sterilisierungsmittels betroffen wird. Bei bekannten Maschinen wird eine solche Temperaturdifferenz dadurch bewirkt, daß die Temperatur der Kammer tendenziell ansteigt, wenn die Kammer während des Stoppens geleert wird, und zwar während der unvermeidlichen Verzögerung des Thermostats, der auf die Reduzierung der thermischen Absorption reagiert, wenn die Kammer geleert wird. Als Ergebnis steigt die Temperatur innerhalb der Kammer typischerweise auf wenigstens 80°C an, so daß das an den Wänden der Kammer und in dem Papiermaterial verbleibende Sterilisierungsmittel tendenziell verdampft, womit gesättigter Dampf innerhalb der Kammer erzeugt wird, so daß die Poren des Papiermaterials ein gesättigtes Luft-/Dampfgemisch enthalten.

Wenn das flüssige Sterilisierungsmittel mit einer niedrigeren Temperatur zurückgeführt wird (aufgrund der Ableitung ist die Temperatur der in die Kammer zurückgeführten Flüssigkeit bestenfalls einige Grade niedriger als die Flüssigkeit in der Kammer, als die Maschine angehalten wurde), ist die Temperatur des Streifens und deshalb des Luft-Dampf-Gemisches innerhalb der Poren reduziert: der Effekt dieser Reduzierung ist praktisch zu vernachlässigen, was die Luft angeht, die einer Volumenreduzierung von lediglich ein paar Prozent unterzogen wird, aber deutlich ernster, was den Dampf angeht, der kondensiert, um im flüssigen Zustand ein viel geringeres Volumen einzunehmen. Diese drastische Volumenreduzierung erzeugt einen starken "Saug"-Effekt, der das Sterilisierungsmittel in die Poren des Papiermaterials zieht und die Hauptursache für das Kantendochtwirkungsphänomen ist.

Als Lösung für das Problem, das bei längeren Stopps nicht so ernst ist, und zwar. wegen der Verdampfung der Restflüssigkeit und einer Reduzierung der relativen Feuchtigkeit in der Kammer, wurden Sterilisierungseinheiten ersannt, bei welchen das Sterilisierungsmittel vor dem Zuführen in die Sterilisierungskammer erwärmt wird, indem es innerhalb eines zweiten Spalts umläuft, der außerhalb der Wände der Sterilisierungskammer angeordnet ist und einen Wärmeaustausch mit dem Wasser in dem ersten Spalt ermöglicht.

Es wird auch ein Hilfswärmetauscher verwendet, der kaltes Wasser als Kühlmittel aus dem Netz als Kühlmittel zum Abkühlen des Wassers verwendet, das die Temperatur der Sterilisierungskammer vor dem Start der Maschine steuert, d.h. ehe das Sterilisierungsmittel in die Kammer zugeführt wird. Da allerdings das Wasser nur nach dem Vorwärmen des Sterilisierungsmittels abgekühlt werden kann, das unter Verwendung des gleichen Wassers als Heizfluid vorgewärmt wird, kann der Neustart der Maschine ziemlich lange Zeit benötigen, typischerweise bis zu 7 – 8 Minuten, was in manchen Fällen sogar länger als die tatsächliche Auszeit der Maschine ist.

In Hinblick auf die extrem hohe Ausgangsgeschwindigkeit von Verpackungsmaschinen ergeben solche Stopps beträchtliche Kosten, was die verlorene Produktion angeht.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine Einheit zum Sterilisieren von Streifenverpackungsmaterial für eine Maschine zum Verpacken von fließfähigen Nahrungsmitteln vorzusehen, die so ausgelegt ist, daß die obengenannten Nachteile beseitigt sind, die typischerweise mit bekannten Maschinen in Beziehung stehen.

Nach der vorliegenden Erfindung ist eine Sterilisierungseinheit nach Anspruch 1 vorgesehen.

Zwei bevorzugte, nicht einschränkende Ausführungsformen werden nun beispielhaft unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben; darin zeigen:

1 ein Schaltungsdiagramm einer ersten Ausführungsform der Erfindung; und

2 ein Schaltungsdiagramm einer zweiten Ausführungsform der Erfindung.

In 1 gibt die Ziffer 1 insgesamt eine Sterilisierungseinheit zum Sterilisieren eines Streifens 2 aus Verpackungsmaterial für eine Verpackungsmaschine für ein fließfähiges Nahrungsmittel. Der Streifen 2 wird der Einheit 1 auf bekannte Weise von einer nicht gezeigten Rolle aus zugeführt.

Die Einheit 1 weist im wesentlichen eine U-förmige Sterilisierungskammer 3 oder ein Bad zur Aufnahme eines flüssigen Sterilisierungsmittels, z.B. einer 30%igen Wasserstoffperoxidlösunq (H2O2) und Wasser auf (im folgenden einfach als "das Peroxid" bezeichnet). Die Kammer 3 ist von einer vertikalen Einlaßleitung 4 und einer vertikalen Auslaßleitung 5 gebildet, die obere Öffnungen 6 bzw. 7 haben und am Boden durch einen Bodenabschnitt 5 der Kammer 3 miteinander verbunden sind, der eine Getriebewalze 8 mit horizontaler Achse aufnimmt. Der Streifen 2 bildet deshalb innerhalb der Kammer 3 einen U-förmigen Pfad P, dessen Länge von der Laufgeschwindigkeit des Streifens abhängt, um zu gewährleisten, daß das Verpackungsmaterial lange genug in dem Peroxid gehalten wird.

Die Sterilisierungskammer 3 gehört zu einer Peraxidsteuerschaltung 10, die auch einen Peroxidsammeltank 11 aufweist; eine Leitung 12, durch welche die Kammer gefüllt/geleert werden kann; eine Pumpe 13, welche in den Tank 11 eingetaucht ist und die von einem Elektromotor 14 angetrieben wird; eine Abgabeleitung 15, welche die Abgabeseite der Pumpe 13 über ein Ventil 16 mit der Leitung 12 verbindet, und ein Ablaßrohr 17, das die Leitung 12 aus Sicherheitsgründen über ein Zweiwege-, Zweipositionsventil 18, das normalerweise geöffnet ist, mit dem Tank 11 verbindet (die Kammer 3 wird bei einer Störung eines elektrischen Systems geleert).

Das Ventil 16 ist bevorzugt ein Zweiwege-, Zweipositionsventil von dem Typ, der normalerweise geöffnet ist, aber mit einem (nicht gezeigten) Ein-Aus-Element, welches in der geschlossenen Position eine Restleckage ermöglicht. Dafür kann ein handelsübliches Ventil verwendet werden und ein Loch geeigneter Größe in dem Ein-Aus-Element ausgebildet sein. Die Peroxidschaltung 10 weist auch eine mit dem Tank 11 verbundene Umlaufleitung 20 auf, die mit einem Überlauf 21 in Verbindung steht, der in dem oberen Abschnitt der Einlaßleitung 4 der Kammer 3 ausgebildet ist, um den maximalen Pegel von Peroxid in der Kammer 3 zu bestimmen.

Die Einheit 1 weist auch ein System 25 zum Steuern der Temperatur des Peroxids in der Kammer 3 auf. Bei der Ausführungsform von 1 ist das System 25 hydraulisch und weist einen Wärmetauscher 26 auf, der Heißwasser als Betriebsfluid auf, mit welchem Wärme mit dem Peroxid ausgetauscht wird. Eine Phase des Austauschers 26 ist durch die Kammer 3 selbst gebildet, und die andere Phase weist zwei Spalte 27a, 27b auf, die in den Wänden der Leitungen 4 und 5 der Kammer 3 ausgebildet und einem Hydraulikkreis 28 zum Steuern der Temperatur der Kammer 3 zugeordnet ist. Genauer weist der Kreis 28 eine Pumpe 29 mit einer Abgabeleitung 30 auf, mit der in Reihe miteinander eine Phase 31 eines Abkühlungswärmetauschers 32, was weiter unten erläutert wird, und ein elektrisches Widerstandsheizgerät 33 geschaltet sind, dessen Ausgang wiederum mit dem Bodeneinlaß des Spalts 27a verbunden ist. Die Spalte 27a und 27b sind miteinander ar. den oberen Enden durch eine Leitung 35 verbunden.

Die Pumpe 29 hat auch eine Ansaugleitung 37, die mit dem Bodenauslaß 36 des Spalts 27b verbunden ist.

Der Kreis 28 ist einem Kühlkreis 30 zugeordnet, der Kaltwasser aus dem Netz als Betriebsfluid verwendet. Der Kreis 40 weist eine Einlaßleitung 31 auf, die über ein Zweiwege-, Zweipositionsventil, ein normalerweise geschlossenes Schaltventil 42 mit einer zweiten Phase 43 des Austauschers 32 verbunden ist, die in der der Phase 31 entgegengesetzten Richtung strömt; und der Auslaß der zweiten Phase 43 des Austauschers 32 ist mit einer Wasserablaßleitung 44 verbunden.

Nach der vorliegenden Erfindung weist die Einheit 1 auch ein Peroxidvorwärmsystem 45 auf.

Das System 45 weist im wesentlichen einen Kreuzstrom-Wärmetauscher 46 auf, der Wasser als Betriebsfluid verwendet. Genauer hat der Austauscher 46 einen Peroxideinlaß 47, der mit der Abgabeleitung 15 der Pumpe 13 verbunden ist; einen Peroxidauslaß 48, der mit der Umlaufleitung 20 verbunden ist; und eine Wasserphase, die mit einem Heizkreis 49 in Reihe geschaltet ist und einen Einlaß 50 und einen Auslaß 51 hat.

Der Kreis 49 weist im wesentlichen eine Umlaufpumpe 52 auf, die ihrerseits eine Ansaugleitung 55 aufweist, die mit dem Auslaß 51 des Wärmetauschers 46 verbunden ist, und eine Abgabeleitung 56, die mit einem elektrischen Widerstandsheizgerät 57 verbunden ist, das seinerseits am Ausgang mit dem Einlaß 50 des Austauschers 46 verbunden ist.

Die Ansaugleitungen 37, 55 der Pumpen 29 bzw. 52 sind durch Leitungen 58 bzw. 59 mit einer Fülleitung 60 und einer Ablaßleitung 61 verbunden, die ihrerseits durch Hähne 62 bzw. 63 mit dem Wassernetz verbunden werden können; und zweigverbunden mit der Fülleitung 60 sind ein Wasser-/Druckluftspeicher 64 für die Druckausgleichskreise 28, 49 und ein Maximaldruckventil 65, das am Austritt mit der Ablaßleitung 44 verbunden ist.

Die Pumpen 13, 29, 52, die Ventile 16, 18, 42 und die Widerstände der elektrischen Heizgeräte 33, 57 werden von einer Steuereinheit 66 in Reaktion auf Eingangssignale Si gesteuert, die von Prozeßsensoren empfangen werden, die insbesondere einen Sensor zum Erfassen der Temperatur des Wassers in dem Spalt 27b, einen Sensor zum Erfassen der Temperatur des Wassers des Peroxids 1n der Kammer 3 und einen Sensor zum Erfassen der Temperatur des Peroxids in dem Tank 11 aufweisen.

Die Einheit 1 arbeitet wie folgt.

Beim Kaltstart ist die Kammer 3 leer, das ganze Peroxid ist in dem Tank 11 enthalten, und die Pumpe 13 wird erregt, um eine große Menge von Peroxid, z.B, etwa 50 l/min durch den Wärmetauscher 46 zuzuführen.

Das Füllventil 16 ist geschlossen, ermöglicht aber, wie bereits festgestellt, eine kleine Leckagemenge (einige l/min) zu der Leitung 12, und das Ablaßventil 18 ist geöffnet, so daß die Kammer 3 nicht gefüllt wird, bis die besten Zyklusstartbedingungen erreicht sind; bis dahin lassen die Pumpen 29 und 52 Wasser durch die Heizgeräte 33 bzw. 57 umlaufen. Die Zyklusstartbedingungen sind beispielsweise 72°C für das Wasser in dem Kreis 28 und 75°C für das Peroxid in dem Tank 11 (Fülltemperatur). In diesem Fall wird die Wassertemperatur ziemlich hoch gehalten, da, weil die Kammer 3 und der Streifen trocken sind, im wesentlichen keine Gefahr einer Kantendochtwirkung besteht, während wichtig ist, einen unerwünschten Erstfüllabfall bei der Temperatur des Peroxids aufgrund eines Wärmeverlusts in den noch kalten Rohren zu verhindern.

Beim Start des Zyklus wird das Ventil 16 geöffnet und das Ventil 18 geschlossen, so daß die Kammer 3 rasch mit Peroxid gefüllt wird, und das Ventil 16 wird wieder geschlossen, wenn die Kammer gefüllt ist.

Während eines normalen Betriebs der Maschine wird die Temperatur des Peroxids sowohl in der Kammer 3 als auch in dem Tank 11 mindestens auf 73°C gehalten; und falls eine der obengenannten Temperaturen unter den vorbestimmten Schwellenwert fällt, wird von dem Kreis 28 bzw. dem Kreis 49 ein Heizzyklus aktiviert.

Die Pumpe 13 arbeitet ständig, um eine kontinuierliche Strömung durch den Austauscher 46 (das Heizgerät 57 ist allerdings in diesem Stadium normalerweise ausgeschaltet) und eine kontinuierliche Leckage von Peroxid durch das Ventil 16 aufrechtzuerhalten – geeignet einige Liter pro Minute – um etwaige Peroxidverluste in der Kammer 3 auszugleichen, die durch eine Auszufuhr des nassen Streifens 2 verursacht sind, und auch, um das Rohr 12 und den Boden der Kammer 3 heiß zu halten. Jedes überzählige Peroxid strömt aus der Kammer 3 durch den Überlauf 21 und zurück in den Tank 11 entlang der Umlaufleitung 20. Auch die Pumpen 29 und 52 arbeiten konstant. Die Temperatur des Peroxids in der Kammer 3 wird auf herkömmliche Weise von der Schaltung 28 gesteuert. Wenn die Temperatur in der Kammer 3 unter den Schwellenwert fällt, wird das Heizgerät 33 aktiviert, um das Wasser in den Spalten 27a, 27b zu erwärmen und so die Kammer 3 "aktiv zu ummanteln". In diesem Stadium wird das Ventil 42 des Kühlkreises 4U geschlossen gehalten.

Wenn die Temperatur in dem Tank 11 unter den Schwellenwert fällt, wird das Heizgerät 57 aktiviert.

Falls die Maschine angehalten wird, öffnet die Steuereinheit das Ventil 18, um die Kammer 3 rasch zu leeren.

An diesem Punkt werden gleichzeitig ein Kühlzyklus zum Abkühlen der Kammer 3 auf weniger als die Betriebstemperatur (z.B. 63°C) und ein Heizzyklus zum Erwärmen des Peroxids auf die Fülltemperatur (z.B. 75°C) begonnen. Die Kammer 3 wird abgekühlt, indem das Heizgerät 33 deaktiviert wird und der Kühlkreis 40 aktiviert wird, indem das Ventil 42 geöffnet wird; und das Peroxid wird durch Aktivierung des Heizgeräts 57 erwärmt.

Die obengenannten Bedingungen werden rasch erreicht, normalerweise in weniger als einer Minute, und zwar wegen der gleichzeitigen Wirkung der Kreise 40 und 49, und gewährleisten, daß die Kantendochtwirkung innerhalb akzeptabler Grenzen bleibt, wenn die Maschine wieder gestartet wird.

D.h., die Kühlung der Kammer 3 und die Vorerwärmung des Peroxids auf eine höhere Temperatur verhindern, daß der Dampf innerhalb der Kammer 3 kondensiert, wenn die Kammer 3 wieder gefüllt wird. Selbst nach einem kurzen Stopp, während dessen die Kammer 3 zweifelsohne gesättigt ist, kann die Maschine rasch wieder gestartet werden.

2 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Sterilisierungseinheit nach der vorliegenden Erfindung, die insgesamt mit 1' angegeben ist. In der folgenden Beschreibung ist die Einheit 1' nur insofern beschrieben, als sie sich von der Einheit 1 unterscheidet; dabei wird das gleiche Numerierungssystem für alle Teile verwendet, die identisch mit den bereits beschriebenen sind oder diesen entsprechen.

Die Einheit 1' unterscheidet sich von der Einheit 1 dadurch, daß das System 25 zum Steuern der Temperatur in der Kammer 3 elektrisch und nicht hydraulisch ist. Genauer ist die Kammer 3 anstelle von Spalten 27a, 27b von vier elektrischen Heizgeräten 70 umgeben, die von der Einheit 66 gesteuert werden und extern in Paaren in Wände der Leitungen 4 bzw. 5 eingepaßt sind.

Falls die Maschine angehalten wird, wird die Kammer 3 abgekühlt, indem die Heizgeräte 70 deaktiviert werden und mittels eines Zwangsentlüftungskreises 71 (in 2 schematisch gezeigt) sterile Luft mit einer niedrigeren Temperatur als die Kammer 3 in die Kammer 3 geblasen wird.

Falls die Wärmedispersion durch die Wände der Leitungen 4, 5 ausreicht, kann die Kammer 3 alternativ abgekühlt werden, indem einfach die elektrischen Heizgeräte 70 deaktiviert werden.

Natürlich lassen sich an den hier beschriebenen Einheiten 1, 1' Änderungen vornehmen, ohne allerdings den Umfang der beigefügten Ansprüche zu verlassen.


Anspruch[de]
  1. Einheit (1) zum Sterilisieren von Streifenverpackungsmaterial (2) für eine Verpackungsmaschine für ein fließfähiges Nahrungsmittel, die folgendes aufweist:

    eine Sterilisierungskammer (3) zum Enthalten eines flüssigen Sterilisierungsmittel, entlang welcher das Verpackungsmaterial (2) zugeführt wird;

    eine Steuerschaltung (10) zum Steuern des Sterilisierungsmittels, welche ihrerseits einen Sammeltank (11), Eingangsmittel (12, 13, 14, 15, 16) zum Zuführen des Sterilisierungsmittels von dem Tank (11) zu der Kammer (3) sowie Ablaßmittel (12, 17) zum Ablassen des Sterilisierungsmittels aus der Kammer (3) in den Tank (11) aufweist;

    Steuermittel (25; 70, 71) zum Steuern der Temperatur in der Kammer (3); und

    Vorwärmmittel (45) zum Vorwärmen des Sterilisierungsmittels in dem Tank (11), die vor dem Zuführen des Sterilisierungsmittels aus dem Tank (11) in die Kammer (3) aktiviert werden können;

    dadurch gekennzeichnet, daß die Vorwärmmittel (45) zum vorwärmen des Sterilisierungsmittels unabhängig von den Steuermitteln (25; 70, 71) zum Steuern der Temperatur in der Kammer (3) aktiviert werden können, um das Sterilisierungsmittel auf eine Temperatur zu bringen, die wenigstens gleich derjenigen der Kammer (3) ist, ehe das Sterilisierungsmittel in die Kammer zugeführt wird.
  2. Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorwärmmittel (45) erste Wärmeaustauschmittel (46) mit einem ersten Hilfsbetriebsfluid und eine Steuerschaltung (49) zum Steuern der Temperatur des ersten Hilfsbetriebsfluids aufweisen.
  3. Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung (49) zum Steuern der Temperatur des ersten Hilfsbetriebsfluids elektrische Heizmittel (57) und eine Umlaufpumpe (52) aufweist.
  4. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingangsmittel (12, 13, 14, 15, 16) zum Zuführen des Sterilisierungsmittels von dem Tank (11) in die Kammer (3) eine Pumpe (13) und ein erstes Ventil (16) zum Steuern der Strömung von der Pumpe (13) zu der Kammer (3) aufweisen.
  5. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablaufmittel (12, 17, 18) zum Ablassen des Sterilisierungsmittels aus der Kammer (3) in den Tank (11) eine Ablaufleitung (17) aufweisen, die zwischen der Kammer (3) und dem Tank (11) angeordnet ist, sowie ein zweites Ein-Aus-Ventil (18) entlang der Ablaufleitung (17).
  6. Einheit nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Ventil (16) ein Zweiwege-, Zweipositionsventil ist, das eine kontinuierliche Leckage in der geschlossenen Position ermöglicht.
  7. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuermittel (25) zum Steuern der Temperatur in der Kammer (3) zweite Wärmeaustauschmittel (26) mit einem zweiten Hilfsbetriebsfluid und eine Steuerschaltung (28) zum Steuern der Temperatur des zweiten Hilfsbetriebsfluids aufweisen.
  8. Einheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Wärmeaustauschmittel (26) wenigstens einen Spalt (27a, 27b) aufweisen, der um die Kammer (3) ausgebildet ist.
  9. Einheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung (28) zum Steuern der Temperatur des zweiten Hilfsbetriebsfluids elektrisches Heizmittel (33) aufweist.
  10. Einheit nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuermittel (25) zum Steuern der Temperatur in der Kammer (3) Kühlmittel (40) zum Abkühlen des zweiten Hilfsbetriebsfluids aufweisen.
  11. Einheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlmittel (40) zum Abkühlen des zweiten Hilfsbetriebsfluids Wärmeaustauschmittel (32) aufweisen, um Wärme zwischen dem zweiten Hilfsbetriebsfluid und einem dritten Hilfsbetriebsfluid auszutauschen.
  12. Einheit nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das erste, zweite und dritte Hilfsbetriebsfluid Wasser ist.
  13. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuermittel zum Steuern der Temperatur in der Kammer (3) elektrische Heizmittel (70) aufweisen, welche die Kammer (3) umgeben.
  14. Einheit nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuermittel zum Steuern der Temperatur in der Kammer (3) Zwanasentlüftungsmittel (71) zum Zuführen von steriler Luft mit einer niedrigeren Temperatur als die Kammer (3) in die Kammer (3) aufweisen.
  15. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorwärmmittel (45) und die Steuermittel (25; 70, 71) zum Steuern der Temperatur in der Kammer (3) gleichzeitig aktiviert werden können.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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