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Dokumentenidentifikation DE69822470T2 20.01.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001000958
Titel Bioabbaubares, absorbierbares Formgedächtnismaterial
Anmelder Takiron Co. Ltd., Osaka, JP
Erfinder Shikinami, Yasuo, Osaka-shi, JP
Vertreter HOFFMANN & EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69822470
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.11.1998
EP-Aktenzeichen 981211667
EP-Offenlegungsdatum 17.05.2000
EP date of grant 17.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.01.2005
IPC-Hauptklasse C08G 63/08
IPC-Nebenklasse A61L 31/00   A61L 17/00   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung betrifft ein bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis, das durch Wiedererwärmung in der ursprünglichen Form wiedergewonnen werden kann und in vivo abgebaut und absorbiert werden kann.

Hintergrund der Erfindung

Materialien, die in lebenden Körpern eingebettet werden sollen (d. h. Implantatmaterialien), beinhalten Metalle, biokeramische Materialien, Polymere, solche von biologischem Ursprung und Hybridmaterialien.

Diese Materialien können in sogenannte absorbierbare, die graduell absorbiert und vom Körper ausgegeben werden, nachdem sie ihre Funktionen in vivo ausgeübt haben und nichtabsorbierbare klassifiziert werden, die nicht abgebaut werden können, sondern im wesentlichen als solche in vivo verbleiben.

Wenn diese nicht-absorbierbaren Materialien (synthetische Materialien) in vivo über eine lange Zeitspanne gehalten werden, muss man befürchten, dass diese Fremdmaterialien unerwünschte Reaktionen aufgrund ihrer Unterschiede in physikalischen oder chemischen (physiologischen) Eigenschaften gegenüber biologischen Bestandteilen durchlaufen oder dass sich eine durch Korrosion ausgelöste Toxizität bildet. Daher werden diese Materialien manchmal, falls möglich, durch erneute chirurgische Eingriffe, aus dem Körper entnommen. In einem solchen Fall wird der Patient mit wiederholten Schmerzen und zusätzlichen Gebühren belastet. Um diese Situation zu erleichtern, war es nötig, biologische Materialien zu entwickeln, die als Ersatz für die Existierenden verwendet werden können, ohne dass auf einen wiederholten chirurgischen Eingriff zurückgegriffen werden muss.

Obwohl man annimmt, dass bioabbaubare und absorbierbare Materialien geeignet sind, um der obigen Anforderung zu entsprechen, gibt es nicht eine derartige Vielzahl absorbierbarer Materialien, die als Ersatz für alle nichtabsorbierbaren Implantatmaterialien verwendbar wären, die aus Metallen, Keramik, Polymeren usw. hergestellt werden. So wurden Forschung und Entwicklung durchgeführt, um einen Ersatz für jedes dieser existierenden Materialien zu erhalten.

Operative Nähgarne und metallische Materialien (rostfreier Stahl, Titan, Silber, Platin), die für die Ligatur fehlender oder amputierter Teile verwendet werden, sind Biomaterialien, die im Körper nach Abschluss der Operation verbleiben. Nahtgarne sollten unter Einbeziehung der Gewebsstörung, der Gewebsspannung, des Auftretens von Nahtkomplikationen, der Wirkungen der Körperflüssigkeiten auf die Fäden, eine Infektion usw. ausgewählt werden.

Im allgemeinen werden für die Ligatur von Faszien und Peritoneum Seidengarne verwendet, Nylongarne werden für die Ligatur von Haut und Nerven verwendet, Polyestergarne werden für die Befestigung von Herz und Sehnen verwendet, während Polypropylengarne beim Anastomisieren von Nerven und Blutgefäßen verwendet werden. Synthetische absorbierbare Nahtgarne (auf Polyglykolsäure basierende) werden nicht nur in den obigen Stellen verwendet, sondern auch im Verdauungstrakt usw.

An Stellen, bei denen eine hohe Festigkeit vonnöten ist, verwendet man andererseits Metalldrähte, hergestellt aus rostfreiem Stahl, Titan usw. Die Verwendung dieser metallischen Materialien führt jedoch zu Schwierigkeiten bei einer Bilddiagnose. Das heißt, Licht, das dadurch reflektiert wird, führt zu einer Halobildung bei magnetischen Resonanzbildern (MRI) oder der Computertomographie (CT), die sich in den letzten Jahren als Mittel für die Überwachung des Zustands von Patienten unter einer Operation oder im postoperativen Heilungsstadium schnell verbreitet haben. Daher ist es nötig, neue Materialien für Nähte für eine Anastomose oder Ligatur, die als Ersatz für Metalldrähte verwendbar sind, zu entwickeln.

Wie oben beschrieben, werden verschiedene Nahtgarne bei Operationen je nach Bedarf gewählt. In vielen Fällen werden diese Garne beim Blutstillen, Nähen oder Anastomisieren verschiedener Stellen außer des Haupteinschnitteils, verwendet. Manchmal wird jedoch mehr Zeit für die Durchführung dieser Behandlungen verwendet. Unter diesen Umständen war es nötig, Materialien für das Nähen, Anastomisieren und die Ligatur zu entwickeln, mit denen diese Behandlungen einfacher durchgeführt werden können.

Zum Beispiel wird eine angeschnittene Sehne durch Nähen mit einem Garn fixiert. Das Verfahren hierfür ist jedoch immer komplizierter geworden und es war daher nötig, Fixierungsmaterialien und geeignete Verfahren hierfür zu entwickeln. Bei Operationen in der Thorax oder Abdomenhöhle wird häufig beobachtet, dass mehr als 50 Blutgefäße eingeschnitten werden. In einem solchen Fall ist es notwendig, eine Naht und Ligatur mindestens hundertmal für die blutstillenden und postoperativen Fixierungen durchzuführen. Daher war es nötig, Verfahren und Materialien zu entwickeln, durch die diese Verfahren einfacher durchgeführt werden können. Außerdem ist es eine Praxis, konventionelle nicht-absorbierbare Materialien als solche im Körper zu belassen, da Bypassgefäße spontan nach der Ligatur von Blutgefäßen gebildet werden können. Es ist außerdem schwierig und riskant, den Körper wiederum zu öffnen, um Metallclips, Klammern oder verschiedene Nahtgarne daraus zu entnehmen und daher ergibt sich das Dilemma, dass der einmal geöffnete Körper wiederum vernäht werden muss. Dementsprechend ist es ideal, wenn die für die obigen Zwecke zu verwendenden Materialien Biomaterialien sind, die in vivo abgebaut und absorbiert und dann aus dem Körper ausgegeben werden können, da die oben erwähnten Probleme unter Verwendung dieser Materialien verhindert werden können.

Um die obige Aufgabe zu lösen, wurden Versuche unternommen, Klammern und Klemmen aus bioabbaubaren und absorbierbaren Polymeren (Polyglykolsäure, Polymilchsäure, Glykolsäure/Milchsäure-Copolymer, Polydioxanon usw.) zu erzeugen, die in bestimmte Formen geformt wurden, die so ausgestaltet waren, dass die physikalische Festigkeit der Polymere in die Betrachtung mit einbezogen wurde und unter Verwendung bestimmter Instrumente physikalisch abgedichtet werden konnten. Diese Produkte werden in der Praxis bei Operationen verwendet. Jedoch leiden auch diese Produkte immer noch an Nachteilen. Sie führen nämlich zu Schwierigkeiten im Umgang damit. Zusätzlich sollten sie deutlich größer sein als die Metallischen, nämlich aufgrund ihrer schlechten physikalischen Festigkeit. Da sie außerdem in ihrer Dehnbarkeit gegenüber Metallen unterlegen sind, können sie nicht fest befestigt werden.

Die EP 0 326 426 offenbart Kunststoffformkörper mit charakteristischen Eigenschaften von sowohl einem Formgedächtnis als auch einer Bioabbaubarkeit und ein Verfahren, um diese herzustellen. Die Formkörper bestehen aus Homopolymeren von Lactid oder Glycolid oder Copolymeren aus Lactid und Glycolid. Die Formartikel dieser Erfindung sind für eine Vielzahl medizinischer Vorrichtungen besonders geeignet.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung, die um den obigen Anforderungen zu entsprechen, vervollständigt wurde, zielt auf eine Entwicklung von bioabbaubaren und absorbierbaren Implantatmaterialien mit einem Formgedächtnis ab, hergestellt aus neuen bioabbaubaren und absorbierbaren Materialien, die in vivo hydrolysiert und absorbiert werden, wenn sie dort verbleiben können. Diese bioabbaubaren und absorbierbaren Materialien sind als medizinische Protheseanwendungen, Füllstoffe oder Gewebsgerüste geeignet. Außerdem ermöglichen sie eine einfache und sichere Durchführung einer Anastomose, Ligatur, Naht, Fixierung usw., z. B. eine Ligatur oder Anastomose von eingeschnittenen Blutgefäßen (Blutstillung), das Nähen eingeschnittener Stellen, das Fixieren eingeschnittener Sehnen und das Fixieren gebrochener Knochen. Wenn eine MRI oder ein CT verwendet wird, führen diese Stoffe nicht zu einer Halobildung. Sie sind weiterhin als Basismaterialien bei kontrollierter Arzneimittelfreisetzung oder dem Gewebsaufbau nützlich.

Als Materialien mit Formgedächtnis wurden synthetische Polymere (auf Norbornan basierende, Transpolyisopren, Styrol/Butadien-Copolymer, Polyolefin, Polyester, Polyurethan, Polyacryl usw.) und natürliche Polymere (Cellulosefaser, Proteinfaser usw.) entwickelt. Keines dieser Materialien ist jedoch in vivo bioabbaubar und absorbierbar. Das heißt, es wurde bis jetzt noch nie berichtet, dass ein als biokompatibel anerkanntes bioabbaubares und absorbierbares Material in ein Material mit Formgedächtnis verarbeitet und in der Praxis in vivo eingebettet wird, wie in der vorliegenden Erfindung durchgeführt.

Das zugrundeliegende bioabbaubare und absorbierbare Material mit Formgedächtnis gemäß der vorliegenden Erfindung, durch die die oben erwähnten Aufgaben erreicht werden, wird aus einem geformten Artikel eines auf Milchsäure basierenden Polymers hergestellt, wobei das Material in der Originalform ohne Anwendung von externer Kraft, aber durch Erwärmung auf eine bestimmte Temperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann. Ein geformter Artikel, hergestellt aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in einer bestimmten Form wird nämlich zu einem anderen geformten Artikel bei einer Temperatur (Tf) deformiert, die höher liegt als seine Glasübergangstemperatur (Tg), jedoch niedriger als seine Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisierungstemperatur hat) und dann durch Fixieren des geformten Artikels in der so deformierten Form durch Abkühlen auf eine Temperatur, die niedriger liegt als die Glasübergangstemperatur (Tg), wobei der geformte Artikel als der frühere geformte Artikel in der Originalform durch Wiedererwärmen auf die Deformationstemperatur (Tf) oder darüber wiedergewonnen werden kann.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für eine vaskuläre Anastomose gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung illustriert.

2 ist ein Diagramm, das die Verwendung des obigen Materials mit Formgedächtnis illustriert.

3 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für eine vaskuläre Anastomose gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert.

4 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert.

5 ist ein Diagramm, das illustriert, wie das obige Material mit Formgedächtnis zu verwenden ist.

6 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für eine vaskuläre Ligatur gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert.

7 ist ein Diagramm, das illustriert, wie das obige Material mit Formgedächtnis zu verwenden ist.

8 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für eine vaskuläre Ligatur gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert.

9 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für eine Sehnenfixierung gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert.

10 ist ein Diagramm, das illustriert, wie das obige Material mit Formgedächtnis zu verwenden ist.

11 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für eine Sehnenfixierung gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert.

12 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für eine Naht gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert.

13 ist ein Diagramm, das illustriert, wie das obige Material mit Formgedächtnis zu verwenden ist.

14 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für eine Naht gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert.

15 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für eine Knochenfixierung gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert.

16 ist ein Diagramm, das die Kompressionsdeformation des obigen Materials mit Formgedächtnis illustriert.

17 ist ein Diagramm, das illustriert, wie das obige Material mit Formgedächtnis zu verwenden ist.

18 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für die Fixierung einer Knochenplatte für eine Frakturfixierung gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert.

19 ist ein Diagramm, das illustriert, wie das obige Material mit Formgedächtnis zu verwenden ist.

20 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für eine Knochenfixierung gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert.

21 ist ein Diagramm, das illustriert, wie das obige Material mit Formgedächtnis zu verwenden ist.

22 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für eine Verhinderung eines Auslaufens von Knochenzement in einer Knochenmarkshöhlung gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert.

23 ist ein Diagramm, das illustriert, wie das obige Material mit Formgedächtnis zu verwenden ist.

24 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für eine Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert.

25 ist ein Diagramm, das illustriert, wie das obige Material mit Formgedächtnis zu verwenden ist.

Die 26 und 27 sind Diagramme, die jeweils ein Halbkugelschalenförmiges Material mit Formgedächtnis in Bezug auf eine Auskleidung zwischen einem künstlichen Hüftgelenks-Außenkopf und den acetabulären Knochen gemäß anderen erfindungsgemäßen Ausführungsformen illustrieren.

28 ist ein Diagramm, das illustriert, wie das obige Material mit Formgedächtnis zu verwenden ist.

29 ist ein Graph, der eine Beziehung zwischen der Menge an Tranilast, freigesetzt aus einem tranilasthaltigen Material mit Formgedächtnis zur Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion und der Zeit illustriert.

In diesen Zeichnungen hat jedes Symbol die unten definierte Bedeutung:

1, 2, 3: Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose; 21a: gekräuselte Innenfläche; 4,5: Material mit Formgedächtnis für die vaskulären 6:Material mit Formgedächtnis für die Sehnenfixierung; 61: abgeschnittener und angehobener Teil; 7, 70: Material mit Formgedächtnis für die Naht; 71: Haken; 8, 10: Material mit Formgedächtnis für die Knochenfixierung; 9: Material mit Formgedächtnis für eine Knochenfixierungsplatte für eine Frakturfixierung; 10a: Zylinder; 10b: Arm; 11: Material mit Formgedächtnis für eine Verhinderung eines Auslaufens von Knochenzement; 11a: zylindrischer Stopfen; 11b: blütenähnlicher Vorsprung; 12: Material mit Formgedächtnis für die Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion; 12b: Pore; 13: Material mit Formgedächtnis für ein künstliches Hüftgelenk und 1a, 2a, 3a, 4a, 5a, 6a, 7a, 8a, 10c, 11c, 12a, 13a, 70a: ursprüngliche Form. Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Die Bezeichnung "Deformation" wie hier verwendet, involviert alle Behandlungen und Verfahren für die Veränderung der Form der geformten Artikel, z. B. eine Vergrößerung, ein Zug, eine Kompression, ein Biegen, ein Verdrehen und Kombinationen daraus.

Im allgemeinen weist ein Polymermolekülaggregat mit einer Formgedächtnisfunktion eine Struktur auf, bestehend aus einer fixierten Phase mit der Funktion der Kontrolle der Fluidität der Polymermoleküle, um das Material in der Form eines geformten Artikels zu fixieren und eine reversible Phase, worin die Polymermoleküle wiederholt über Verflüssigung/Verfestigung durch Temperaturveränderung auf oberhalb oder unterhalb eines definierten Punkts erweicht und wieder gehärtet werden können.

Die Bildung der Fixierungsphase hängt von einigen chemischen Faktoren ab, wie z. B. den Interaktionssystemen zwischen individuellen linearen Polymermolekülketten, der Dichte und Form der Interaktionen, des Ineinandereingreifens der Molekülketten usw.

Die Wechselwirkungen zwischen den Polymermolekülketten können in diejenigen aufgrund starker primärer Bindungen (kovalente Bindung, Koordinatenbindung, Ionenbindung usw.) und diejenigen aufgrund relativ schwacher sekundärer Bindungskräfte (Coulombkräfte, Wasserstoffbrückenbindung, van der Waals-Kraft usw.) eingeteilt werden. Die eingezwängte Phase (fixierte Phase) und die verflüssigte Phase (reversible Phase) werden abhängig von den intermolekularen Aktionen gebildet, deren Art durch die Eigenschaften (z. B. chemische Struktur, Anordnung und sterische Spezifität) der Monomere, die das Polymer bilden, bestimmt werden. Aufgrund der Unterschiede in der Wechselwirkung (Bindungskraft) zwischen den Polymermolekülketten, bildet das Polymer eine Gummiphase, eine Glasphase oder eine kristalline Phase. Einige Polymere bestehen nur aus einer dieser Phasen allein, während andere zwei oder mehr umfassen.

Ein Polymer mit Formgedächtnis zeigt eine große Veränderung im Elastizitätsmodul bei der Glasübergangstemperatur (Tg). Die Funktion des Formgedächtnisses kann erreicht werden, indem man sich dieser Eigenschaft in vorteilhafter Weise bedient. Ein geformter Artikel (der primäre geformte Artikel), dem eine definierte Form (die ursprüngliche Form) durch allgemeine Verfahren für das Formen von Kunststoffen zugeordnet wurde, wird durch Erwärmung auf eine Temperatur (Tf), die höher liegt als die Tg des Polymers, jedoch niedriger als die Schmelztemperatur (Tm) zur Deformation in eine andere Form erweicht. Als nächstes wird der geformte Artikel auf eine Temperatur abgekühlt, die niedriger ist als die Tq, während die so deformierte Form (der sekundäre geformte Artikel) erhalten bleibt. Wenn er wieder auf eine Temperatur von mehr als der sekundären Formtemperatur (Tf) aber weniger als Tm erwärmt wird, verschwindet die Form des sekundären geformten Artikels und so wird der Artikel in der ursprünglichen Form des primären geformten Artikels wiedergewonnen. Die Bezeichnung "Formgedächtnispolymer" bezeichnet ein solches Polymer, das zunächst in eine sekundäre Form deformiert werden kann und dann in der ursprünglichen Form durch das oben erwähnte Verfahren wiedergewonnen werden kann.

Die besonders effektiven Polymere, die in der ursprünglichen Form wiedergewonnen werden können, beinhalten glasartige Polymere mit einer großen Veränderung des Elastizitätsmoduls bei der Glasübergangstemperatur (Tg). Bei diesen Polymeren können nämlich das Verschwinden der sekundären Form und die Wiedergewinnung der ursprünglichen Form effizient und fast vollständig durchgeführt werden. Viele der auf Milchsäure basierenden Polymere, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, zeigen Veränderungen des Elastizitätsmoduls (E') um das 150fache oder darüber bei Tg und sind daher als Materialien mit Formgedächtnis geeignet.

Die oben erwähnten Eigenschaften können nicht durch Polymere erreicht werden, die ausschließlich aus verflüssigten Phasen bestehen, z. B. denjenigen, bei denen die reversible Phase eine Gummiphase mit einer Fluidität ist, die höher liegt als die der Glasphase. Demgegenüber zeigen Polymere mit einer Gummiphase allein mit intermolekular vernetzten Bestandteilen oder bestehend aus zwei oder mehr Phasen, worin eine Glasphase, eine kristalline Phase usw. mit einer Gummiphase vermischt wird, die Formgedächtnis- und Wiedergewinnungsfunktion. Es kann jedoch immer noch zweifelhaft sein, ob die sekundäre Form exakt fixiert werden kann oder nicht, der geformte Artikel vollständig zur ursprünglichen Form wiedergewonnen und die Formgedächtnisfunktion und die Wiedergewinnungstemperatur im Hinblick auf die klinische Verwendung geeignet sind.

Demgegenüber dient eine kristalline Phase als fixierte Phase und kein Polymer, das ausschließlich aus dieser Phase besteht, kann irgendeine Formgedächtnisfunktion ausüben. Es gibt einige Polymere, umfassend polymere Molekülaggragate, bestehend aus einer kristallinen Phase und einer Gummiphase (insbesondere einer teilweise vernetzten Gummiphase) bei gewöhnlicher Temperatur oder Polymermoleküleaggregate, bestehend aus einer kristallinen Phase und einer Glasphase, miteinander vermischt, die die Formgedächtnisfunktion erreichen.

Unter den bioabbaubaren und bioabsorbierbaren Polymeren können einige Poly(&agr;-oxysäure)(n) als typische Beispiele für Polymere genannt werden, die im Hinblick auf Biokompatibilität und Sicherheit ausgezeichnet sind und als Implantatmaterialien, die in der Praxis in vivo verwendet werden, akzeptiert werden. Polyglykolsäure ist ein Polymer mit einer Tm (Schmelztemperatur) von 230°C (225 bis 235°C) und einer Tg von 36°C (45 bis 50°C), während Poly-Lmilchsäure ein kristallines Polymer (d. h. eines mit einer Kristallisationstemperatur) mit einer Tm von 189°C (195°C) und einer Tg von 56°C (55 bis 65°C) ist, vorausgesetzt, dass die in Klammern angegebenen Daten diejenigen sind, die in unterschiedlichen Dokumenten angegeben werden.

Diese Polymere bestehen im wesentlichen aus einer kristallinen Phase und einer amorphen Phase (einer Glasphase). Obwohl sie durch thermische Behandlung in besonderer Weise vollständig amorph gemacht werden können ist es unvermeidbar, dass ein solches Polymer einmal in ein kristallines Polymer umgewandelt wird, teilweise enthaltend eine amorphe Glasphase bei dem Herstellen des Formens (Deformierens), wobei es durch Erwärmen verflüssigt wird, um das Formen zu ermöglichen. Dies wird durch die chemische Struktur der Monomere ausgelöst, umfassend ein einzelnes Isomer, die die konstituierenden Einheiten des Polymers sind. Da dieses Phänomen unvermeidbar ist, fallen diese Polymere im wesentlichen in die Kategorie der kristallinen Polymere.

Obwohl Polyglykolsäure und Polymilchsäure, die beide Homopolymere sind, im wesentlichen kristalline Polymere sind, bestehen sie jeweils im wesentlichen aus einer kristallinen Phase und einer Glasphase. Daher können sie die Formgedächtnisfunktion erreichen, wenn sie in die oben erwähnte sekundäre Form bei einer Temperatur von höher als der Tg aber weniger als der Kristallisationstemperatur (Tc, Tc < Tm) deformiert und dann durch Kühlen verfestigt werden, obwohl sie jeweils eine etwas zu hohe Tg aufweisen. Bei dieser Behandlung sollte die Deformation jedoch bei einer hohen Temperatur von z. B. 100°C oder darüber durchgeführt werden, da diese Polymere eine kristalline Phase enthalten. Außerdem ergeben sich zusätzliche Probleme, darin, dass der Kristallisationsgrad während der Behandlung erhöht ist und so die Formwiedergewinnung bei einer hohen Temperatur von 100°C oder darüber durchgeführt werden sollte oder die Form nicht vollständig zu der ursprünglichen zurückgeführt werden kann. Wenn diese Probleme in die Betrachtung mit einbezogen werden, scheint es unmöglich, daraus zu schließen, dass diese Polymere als Polymere mit Formgedächtnis für die praktische Verwendung insbesondere für medizinische Implantate verwendbar sind.

Milchsäure tritt als optische Isomere auf, d. h. S(L)-Milchsäure und R(D)-Milchsäure. Im allgemeinen wird die Polymilchsäure durch Herstellung von Oligomeren dieser Isomere, Zyklisieren dieser Oligomere zum Erhalt von Dimeren (Lactid) und dann weiter eine Ringöffnungs-Polymerisation dieser Dimere erhalten. Die oben erwähnte Poly-L-milchsäure oder Poly-D-milchsäure, hergestellt aus dem L-Isomer bzw. dem D-Isomer allein, ist ein im wesentliches kristallines Polymer aufgrund der sterischen Spezifität und die darin enthaltenen Molekularketten befinden sich im Zustand einer &agr;-Helix.

Zyklisierte Milchsäuredimere werden in drei Typen klassifiziert, nämlich einer, bestehend aus zwei G-Isomermolekülen, einer, bestehend aus zwei D-Isomermolekülen und einer, bestehend aus einem L-Isomermolekül und einem D-Isomermolekül (d. h. vom Mesotyp), obwohl diese unterschiedlichen Isomere in dem dritten Typ kaum extrahiert und voneinander in der Praxis getrennt werden können. Diese Dimere werden jeweils L-Lactid, D-Lactid und DL(Meso)lactid genannt. Poly-D,L-lactid (Poly-D,L-milchsäure) kann durch Vermischen von L-Lactid mit D-Lactid in einem definierten Verhältnis, gefolgt von einer Ringöffnungspolymerisation, synthetisiert werden. Wenn das Mischverhältnis 50/50 (pro Mol) beträgt, wird das erhaltene Polymer, hergestellt aus D- und L-Isomeren, in der Regel Poly-D,L-milchsäure genannt. Diejenigen, die unter Verwendung von unterschiedlichen Verhältnissen hergestellt werden, werden jedoch auch als Poly-D,L-milchsäure im weiteren Sinne bezeichnet.

Wenn der Gehalt an D-Lactid von dem des L-Lactids differiert, dient der größere als Schlüsselfaktor bei der Bildung von Blocksegmenten, die miteinander verbunden sind. Die kürzeste Monomer-Verbindungseinheit von Poly-D,L-lactid, worin L-Lactid und D-Lactid in äquimolarem Verhältnis gebunden sind ist -(L-L-D-D)-. Diese kürzeste Bindungseinheit der optischen Isomere führt zu einer geeignet ungeordneten Wechselwirkung zwischen den Polymermolekülketten. Im Ergebnis können diese Einheiten kein kristallines Polymer bilden, wie im Fall von Polymeren, bestehend aus L- oder D-Isomer allein, jedoch ein im wesentlichen amorphes, glasartiges Polymer bei gewöhnlicher Temperatur. Diese Einheiten bilden kein gummiartiges Polymer aufgrund der geeigneten Balance zwischen Polarität und Nicht-Polarität der chemischen Struktur des Milchsäuremonomers. Po1y-D,L-milchsäure mit einem molaren Mischverhältnis des D-Isomers und L-Isomers von 50:50 weist eine Tg von 57°C (55 bis 60°C) auf.

Die gegenwärtigen Erfinder haben ihre Aufmerksamkeit auf die chemische Struktur, Anordnung, Phasenstruktur, Tg, verschiedene physikalische Eigenschaften, Bioabbaubarkeit und Bioabsorbierbarkeit der oben erwähnten Po1y-D,L-milchsäure gerichtet und ihre Effizienz als bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis bewiesen. Im Ergebnis haben sie die vorliegende Erfindung vervollständigt, die auf die Bereitstellung von praktisch verwendbaren Implantatmaterialien, die in vivo eingebettet werden können, abzielt.

Die vorliegende Erfindung wurde basierend auf dieser Erkenntnis und dem Verständnis der folgenden Tatsachen vervollständigt. Das heißt, ein geformter Artikel, hergestellt aus Poly-D,L-milchsäure als Hauptbestandteil, besteht aus einem strukturellen Teil, der in der Lage ist, die Fluidität des Polymers zu kontrollieren und so den geformten Artikel auf eine definierte Form zu fixieren (d. h. einer fixierten Phase) und einem anderen strukturellen Teil, der wiederholt bei Temperaturveränderungen auf oberhalb oder unterhalb der Glasübergangstemperatur (Tg) des Polymers eine Härtung und Aufweichung durchläuft (d. h. eine reversible Phase). Wenn das ursprüngliche Material in eine definierte Form schmelzgeformt und dann auf Tg oder darunter abgekühlt wird, werden sowohl die fixierte als auch die reversible Phase fixiert, um die Form des primären geformten Artikels zu erhalten (d. h. die Ursprungsform). Wenn dieser primäre geformte Artikel durch neuerliches Erwärmen auf eine Temperatur (Tf) von mehr als der Tg aber weniger als der Tc deformiert wird, wird nur die reversible Phase verflüssigt, um dadurch einen anderen geformten Artikel mit einer unterschiedlichen Form zu bilden. Dann wird der geformte Artikel auf Tg oder darunter abgekühlt. Im Ergebnis wird die reversible Phase fixiert und ein anderer geformter Artikel (d. h. der sekundäre geformte Artikel), der sich in seiner Form von dem primären unterscheidet, kann erhalten werden. Wenn dieser sekundäre geformte Artikel wieder auf eine Temperatur von mehr als Tf aber weniger als Tc erwärmt wird, wird die reversible Phase wieder verflüssigt. Auf diese Weise kann der geformte Artikel in der Ursprungsform des primären geformten Artikels, im Formgedächtnis der fixierten Phase aufgenommen, wiedergewonnen werden.

Als in diesem Fall zu verwendendes, auf Milchsäure basierendes Polymer wird es bevorzugt eins zu verwenden, das eine Formwiedergewinnungstemperatur von 45 bis 100°C aufweist. Auf Milchsäure basierende Polymere mit einer Tg von 45 bis 100°C sind nämlich als bioabbaubare und absorbierende Implantatmaterialien, die in vivo eingebettet werden sollen, nützlich. Der wie oben angegebene Temperaturbereich wird aus dem folgenden Grund so festgelegt.

Im allgemeinen werden Kunststoffmaterialien für die medizinische Verwendung, die sterilisiert werden sollten, in den meisten Fällen mit Ethylenoxidgas (EOG) sterilisiert, außer bei einigen wärmefesten Polymermaterialien, obwohl die Sterilisation mit &ggr;-Strahlen in einigen Fällen verwendet wird. Da die Untergrenze der EOG-Sterilisationstemperatur 40 bis 45°C beträgt ist es notwendig, dass diese Materialien bei der Sterilisationstemperatur nicht die ursprüngliche Form wiedergewinnen sollten. Es sollte auch vermieden werden, dass die Produkte die ursprüngliche Form während der Lagerung wiedergewinnen. Es ist daher notwendig, Polymere zu wählen, die eine Tg von 45°C oder darüber aufweisen, die zu der Untergrenze für die Haltbarkeit bei hoher Temperatur im Sommer korrespondiert.

Andererseits sollte die Obergrenze der Temperatur spezifiziert werden, da eine thermische Behandlung für die Formwiedergewinnung in vivo durchgeführt werden sollte. Um den geformten Artikel in der Ursprungsform wiederherzustellen, kann er direkt unter Verwendung einer Erwärmungsvorrichtung wie eines Lasers, eines Ultraschalls, einer Hochfrequenzwelle oder Infrarotbestrahlung oder eines Erwärmungsmediums, wie einem Heißluftstrom oder heißem Wasser erwärmt werden. Es ist jedoch notwendig, dass vitale Gewebe dadurch nicht geschädigt werden. Daher sollte die Erwärmung bei einer so niedrig wie möglichen Temperatur durchgeführt werden. Der Kontakt mit einem Erwärmungsmedium bei 100°C ist mit einem geringen Risiko an Verbrennungen assoziiert, solange der Kontakt in einer kurzen Zeitspanne vervollständigt werden, d. h. einigen Sekunden. Daher kann diese Temperatur als Obergrenze angesehen werden. Um eine verbesserte Sicherheit sicherzustellen, wird jedoch empfohlen, die Formwiedergewinnungs-Behandlung bei einer Temperatur von 45 bis 70°C, vorzugsweise 50 bis 65°C durchzuführen. Wenn diese Faktoren in die Betrachtung mit einbezogen werden, wird der Temperaturbereich für die Formgedächtnis-Wiedergewinnung als bei 45 bis 100°C liegend festgelegt.

Unter den auf Milchsäure basierenden Polymeren sind besonders geeignete, die oben beschriebene Poly-D,L-milchsäure. Diese Poly-D,L-milchsäure kann ein Copolymer sein, erhalten durch Vermischen von D-Lactid mit L-Lactid bei verschiedenen Verhältnissen, gefolgt von einer Ringöffnungspolymerisation; ein Copolymer, erhalten durch Ringöffnungspolymerisation von DL-Lactid; ein Copolymer, erhalten durch Polymerisation einer Mischung von L-Milchsäure mit D-Milchsäure oder eine Mischung aus diesen Copolymeren.

Aufgrund der Tatsache, dass es sich um ein fundamental amorphes glasartiges Polymer handelt, zeigt die Poly-D,Lmilchsäure elastische Eigenschaften, die bei der Glasübergangstemperatur oder darüber eine hohe Verformbarkeit verleihen. Daher kann sie durch Vergrößerung, Zug, Kompression, Verdrehen usw. bei hohem Verhältnis deformiert und dennoch zur Ursprungsform in einem Verhältnis (Formwiedergewinnungsverhältnis) von fast 100 % wiedergewonnen werden. Die Festigkeit dieses Polymers kann im wesentlichen durch Einstellung des Molekulargewichts und Einführung einer etwas kristallinen Phase reguliert werden. Dieses Polymer weist einen zusätzlichen Vorteil auf, dass es im Vergleich mit kristalliner Poly-L-milchsäure usw., aufgrund der amorphen Eigenschaften schnell in vivo hydrolysiert werden kann.

Weiterhin kann die glasartige und amorphe Poly-D,L-milchsäure mit einem Anteil an bioabbaubaren und absorbierbaren Polymeren, wie z. B. kristalliner Poly-L-milchsäure, Poly-Dmilchsäure, Polyglykolsäure, amorphem Polydioxanon, Polycaprolacton oder Polytrimethylencarbonat vermischt werden. Es wird auch bevorzugt entweder allein oder als Mischung im wesentlichen amorphe Formgedächtnispolymere zu verwenden, erhalten durch Copolymerisation von Lactiden, wie z. B. Milchsäure/Glycolsäure-Copolymer, Milchsäure/Dioxanon-Copolymer, Milchsäure/Caprolacton-Copolymer, Milchsäure/Ethylenglycol-Copolymer, Milchsäure/Propylen-Copolymer oder Lactid/Ethylenoxid/Propylenoxid-Copolymer (worin Milchsäure und Lactid entweder L-, D-, DL- oder D,L-Isomere sein können) mit bioabbaubaren und absorbierbaren Monomeren.

Die durch die Verwendung dieser kristallinen Homopolymermischungen erreichten Vorteile sind z. B. die Folgenden. Die verschiedenen physikalischen Festigkeiten als Materialien können nämlich verstärkt werden und die Deformation und Formgedächtnistemperaturen können erhöht werden. Weiterhin kann dadurch die Abbaurate und die Gesamtabsorptionszeit in vivo reguliert werden. Die durch die intramolekulare Copolymerisation der Poly-D,L-milchsäure mit absorbierbaren Monomeren erreichten Vorteile sind die Folgenden. Da das kristalline Polymer nämlich in ein amorphes umgewandelt werden kann, können verschiedene charakteristische Formgedächtnis/Wiedergewinnungsfunktionen diesem verliehen werden. Weiterhin können so die Abbaurate und die Absorptionsrate kontrolliert werden.

Eine zusätzliche technische Basis für die vorliegende Erfindung liegt in der Tatsache, dass diese bioabbaubaren und absorbierbaren Polymere einem sekundären Formen bei einer Temperatur, die das Polymer nicht zerstört, unterzogen werden können. Diese Polymere neigen zu einer Zerstörung, wenn sie durch konventionelle Verfahren bei Tm oder darüber geformt werden (Spritzgussformen, Extrusionsformen, Druckumformen usw.). Es wird z. B. allgemein beobachtet, dass ein Polymer mit einem Molekulargewicht von 400.000 zu einem abgebaut wird, das ein Molekulargewicht aufweist, das 1/10mal niedriger liegt als das anfängliche Molekulargewicht. Demgegenüber werden die Polymere bei der in der vorliegenden Erfindung verwendeten Tf kaum abgebaut. Auf diese Weise kann ein extrem hohes Formwiedergewinnungsverhältnis etabliert werden und Materialien mit ausgezeichneten Formgedächtniseigenschaften können erhalten werden.

Die oben erwähnten Materialien können geeigneterweise als verschiedene Materialien zur Behandlung vitaler Gewebe verwendet werden, wie hiernach beschrieben werden wird (z. B. für die vaskuläre Anastomose, vaskuläre Ligatur, Sehnenfixierung, Knochenfixierung, Naht, Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion und Verhinderung, dass Knochenzement in der Knochenmarkshöhlung ausläuft und künstliche Hüftgelenke), indem sie zunächst in die ursprünglichen, im Gedächtnis zu behaltenden Formen geformt werden (Röhren, Ringe, Garne, Platten, halbkugelige Schalenformen und andere) und dann Deformation in andere Formen für eine einfache Verarbeitung. Wenn man sie in vivo stehen läßt, werden diese Materialien mit dem Zeitverlauf hydrolysiert und absorbiert, gefolgt von einer Entsorgung, da sie aus auf Milchsäure basierenden Polymeren bestehen. Das heißt, sie würden nie als Fremdstoffe in vivo verbleiben. Da sie nicht metallisch sind, würden die auf Milchsäure basierenden Polymere niemals eine Halobildung in MRI oder CT auslösen.

Obwohl ein bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis, bestehend aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer, einmal in dem oben erwähnten Fall deformiert wird, kann die Deformation wiederholt durchgeführt werden. Ein bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis kann nämlich durch Deformation eines geformten Artikels, hergestellt aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer und mit einer definierten Form zu einem anderen geformten Artikel mit einer anderen Form bei einer höheren Temperatur als seiner Glasübergangstemperatur, die jedoch niedriger ist als die Kristallisationstemperatur (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist), dann durch Fixieren des geformten Artikels in der so deformierten Form durch Abkühlen auf eine Temperatur, die niedriger ist als die Glasübergangstemperatur, weitere Deformation des geformten Artikels zu einem anderen geformten Artikel mit einer anderen Form bei einer höheren Temperatur als der Glasübergangstemperatur, die jedoch niedriger ist als die Deformationstemperatur und Fixieren des geformten Artikels in die so deformierte Form durch Abkühlen auf eine Temperatur, die niedriger ist als die Glasübergangstemperatur, erzeugt werden.

Ein solches bioabbaubares und absorbierbares Material ist vorteilhaft darin, dass wenn die Temperatur des bioabbaubaren und absorbierbaren Materials mit Formgedächtnis die zweite Deformationstemperatur im Verlauf der Wiedererwärmung übersteigt, es in der Form des zuerst deformierten geformten Artikels wiedergewonnen werden kann und wenn die Temperatur die erste Deformationstemperatur übersteigt, es schließlich in der Form des ursprünglichen geformten Artikels wiedergewonnen werden kann. Das heißt, die Formwiedergewinnung in einem Zwischenschritt kann in wirksamer Weise bei den bioabbaubaren und absorbierbaren Materialien dieser Art mit Formgedächtnis verwendet werden.

Bei den bioabbaubaren und absorbierbaren Materialien mit Formgedächtnis gemäß der vorliegenden Erfindung bestehen die geformten Artikel in der Regel aus festen, auf Milchsäure basierenden Polymeren, erhalten durch verschiedene Formverfahren wie z. B. Schmelzformen, als ursprünglich geformter Artikel. Es ist auch geeignet, geschäumte, geformte Artikel hierfür zu verwenden. Wenn ein bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis, das durch Deformation (z. B. Druckumformung) eines porösen geformten Artikels zu einem im wesentlichen nicht-porösen geformten Artikel mit einer anderen Form, bei einer Temperatur, die höher liegt als die Glasübergangstemperatur (Tg), jedoch niedriger als die Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und Fixieren dieses im wesentlichen nicht porösen geformten Artikels zu der so deformierten Form durch Abkühlen auf eine Temperatur, die niedriger liegt als die Glasübergangstemperatur, hergestellt wird, wieder auf die obige Deformationstemperatur (Tf) oder darüber erwärmt wird, kann es in der porösen, geformten Artikelform der ursprünglichen Form wiedergewonnen werden. Wenn ein solches bioabbaubares und absorbierbares Material als der ursprüngliche poröse, geformte Artikel wiedergewonnen und in vivo eingebettet wird, können Körperflüssigkeiten schnell in das Material durch die offenen Zellen penetrieren und so wird das Material hydrolysiert. Gleichzeitig können Gewebszellen um die betroffene Stelle in das Material durch die Poren eintreten und darin proliferieren. Im Ergebnis wird das Material durch die Gewebszellen ersetzt und verschwindet so innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne. Dementsprechend sind solche Materialien hoch geeignet als Gewebsgerüststoffe usw. für die Regeneration von Geweben.

Als ursprünglicher poröser, geformter Artikel ist es geeignet, einen zu verwenden, der ein Ausdehnungsverhältnis von 2 bis 3 und eine Porosität von ungefähr 50 bis 70 % aufweist. Wenn ein aus einem porösen, geformten Artikel mit einem Ausdehnungsverhältnis von weniger als 2 hergestelltes Material mit Formgedächtnis in vivo eingebettet wird, können Körperflüssigkeiten und Gewebszellen nicht gut in das Material eindringen. Wenn ein aus einem porösen geformten Artikel mit einem Ausdehnungsverhältnis von mehr als 3 hergestelltes Material mit Formgedächtnis in vivo eingebettet wird, befürchtet man demgegenüber, dass das Material nur eine unzureichende Festigkeit ausüben kann, wenn es in einen amputierten Teil in einem harten Gewebe (Knochen usw.) in vivo eingebettet wird. Dies sollte jedoch nicht im Fall von weichen Geweben zutreffen.

Die bioabbaubaren und absorbierbaren Materialien der vorliegenden Erfindung mit Formgedächtnis können biologisch aktive Biokeramikpulver oder verschiedene Arzneimittel enthalten.

Beispiele für die biokeramischen Pulver beinhalten Pulver von Oberflächen-bioaktiv gesintertem Hydroxyapatit, Bioglas für die Verwendung im lebenden Körper, kristallisiertes Glas für die Verwendung im lebenden Körper, bioabsorbierbares Hydroxyapatit, das weder calciniert noch gesintert ist, Dicalciumphosphat, Tricalciumphosphat, Tetracalciumphosphat, Octacalciumphosphat, Calcit und Diopsit. Entweder eines dieser biokeramischen Pulver oder eine Mischung daraus kann verwendet werden. Wenn ein bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis, das ein solches biokeramisches Pulver enthält, in vivo in Knochengewebe eingebettet wird, wird die Bildung des Knochengewebes auf der Oberfläche des Materials durch das biokeramische Pulver induziert. Auf diese Weise kann das Material innerhalb einer kurzen Zeitspanne folgend auf die Fixierung oder den Ersatz, an dem Knochengewebe fixiert werden. Das bioabbaubare und absorbierbare Material mit Formgedächtnis dieser Art ist daher hoch geeignet als Material für die Knochenfixierung. Insbesondere sind biokeramische, pulverhaltige Materialien mit Formgedächtnis, die durch Druckumformen der oben erwähnten porösen geformten Artikel hergestellt wurden, extrem wirksam bei der Rekonstruktion von Knochengewebe.

Andererseits beinhalten Beispiele für die erfindungsgemäß zu verwendenden Arzneimittel verschiedene Arzneistoffe, antibakterielle Mittel, Knochenwachstumsfaktoren, verschiedene Hormone, physiologisch aktive Substanzen und verschiedene Cytokine. Wenn diese arzneimittelhaltigen bioabbaubaren und absorbierbaren Materialien mit Formgedächtnis in vivo eingebettet werden, können die Arzneimittel mit einer fast konstanten Rate freigesetzt werden. Auf diese Weise können diese Materialien in geeigneter Weise als Arzneimittel-Zufuhrsystembasis (DDS) verwendet werden. Unter all diesen sind diejenigen, die Wachstumsfaktoren, wie die Knochenwachstumsfaktoren oder Cytokine, wie oben erwähnt, enthalten, sehr geeignet als Materialien für die Knochenfixierung oder die Knochengewebsrekonstruktion.

Als nächstes werden bestimmte Ausführungsformen der bioabbaubaren und absorbierbaren Materialien mit Formgedächtnis der vorliegenden Erfindung im Detail im Hinblick auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.

1 ist ein Diagramm, das ein bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose darstellt (hiernach einfach bezeichnet als "Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose").

Dieses Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1) ist ein zylindrisch geformter Artikel, hergestellt aus auf Milchsäure basierendem Polymer, wie oben beschrieben. Wenn dieser auf eine definierte Temperatur (d. h. die Deformationstemperatur (Tf), wie hiernach beschrieben) erwärmt wird, kann er in der erinnerten Form von Röhren mit geringem Durchmesser ohne Anwendung einer äußeren Kraft darauf wiedergewonnen werden.

Dieses Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1) wird nämlich durch Vergrößerung und Deformation eines geformten Artikels (1a), hergestellt aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer, in Form von Röhren mit geringem Durchmesser zu einem anderen geformten Artikel in der Form von Röhren mit großem Durchmesser bei einer Temperatur (Tf) von mehr als der Glasübergangstemperatur (Tg) davon, jedoch weniger als seiner Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und dann durch Fixieren des geformten Artikels in der Form von Röhren mit großem Durchmesser durch dessen Abkühlung auf eine solche Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur (Tg), damit er ein Formgedächtnis (Röhren mit geringem Durchmesser) des ursprünglichen geformten Artikels (1a) erhält, hergestellt.

Bei dem ursprünglichen geformten Artikel (1a) in Form von Röhren mit geringem Durchmesser wird die Form der Röhre mit geringem Durchmesser durch Formen eines auf Milchsäure basierenden Polymers bei einer Temperatur, bei der das Material formbar wird (d. h. höher als die Schmelztemperatur (Tm), falls es eine solche gibt, oder die Erweichungstemperatur (Ts)) fixiert und dann durch Abkühlen auf gewöhnliche Temperatur verfestigt. So werden sowohl die fixierte als auch die reversible Phase verfestigt. Der Innendurchmesser der Röhren mit geringem Durchmesser dieses geformten Artikels (1a) sollte geringer sein als der Außendurchmesser von Blutgefäßen. Im allgemeinen wird der Innendurchmesser abhängig von der Größe des Blutgefäßes, das anastomisiert werden soll, eingestellt. Im Hinblick auf die Festigkeit ist es ausreichend, dass dieser geformte Artikel eine Dicke von 0,5 bis 3 mm aufweist.

Dieser geformte Artikel (1a) kann durch verschiedene Verfahren vergrößert und deformiert werden. Das besonders gebräuchliche Verfahren ist eins, umfassend die Vergrößerung des geformten Artikels (1a) durch Insertion einer Vergrößerungsstange (101) mit einer scharfen Spitze, hergestellt aus einem Metall oder einem synthetischen Harz unter Erwärmen des geformten Artikels auf die oben erwähnte Deformationstemperatur (Tf). Obwohl der geformte Artikel (1a) maximal um das ungefähr Fünfzehnfache vergrößert werden kann (Vergrößerungsrate des Innendurchmessers) könnte eine exzessive Vergrößerung das auf Milchsäure basierende Polymer zu Fibrillen konvertieren oder es weniger einheitlich werden lassen, während eine unzureichende Vergrößerung zu einer nur unzufriedenstellenden Wirkung der Formwiedergewinnung führen könnte. Es ist daher vorzuziehen, den geformten Artikel (1a) um das ungefähr 1,3- bis 10fache, noch bevorzugter ungefähr 1,5- bis 6fache zu vergrößern.

Um die Form der Röhren mit kleinem Durchmesser des ursprünglichen geformten Artikels (1a) zu memorieren, sollte die Vergrößerung und Deformation bei einer Temperatur (Tf) durchgeführt werden, die höher ist als die Glasübergangstemperatur (Tg), aber niedriger als die Kristallisationstemperatur (Tc). Die meisten in der vorliegenden Erfindung zu verwendenden, auf Milchsäure basierenden Polymere weisen Glasübergangstemperaturen (Tg) auf, die in einem Bereich von 45 bis 70°C liegen. Aus den oben beschriebenen Gründen ist die Obergrenze der Temperatur (Tf) für die Vergrößerung und Deformation 100°C. In der Regel wird der geformte Artikel (1a) bei relativ niedriger Temperatur (ungefähr 50 bis 70°C) vergrößert und deformiert.

Wie oben beschrieben, wird die Vergrößerungsstange (101) durch den geformten Artikel (1a) in Form der Röhren mit geringem Durchmesser unter Erwärmen auf eine Temperatur (Tf) von mehr als der Glasübergangstemperatur (Tg) aber niedriger als der Kristallisationstemperatur (Tc) inseriert. Auf diese Weise wird nur die reversible Phase des geformten Artikels (1a) im wesentlichen geschmolzen und das Polymer per se wird in einem solchen Maß erweicht, dass es formbar erscheint. Im Ergebnis kann es zu Röhren mit großem Durchmesser vergrößert werden. Als nächstes wird der geformte Artikel bei gewöhnlicher Temperatur, die niedriger liegt als die Glasübergangstemperatur (Tg) als solcher (d. h. in dem vergrößerten Zustand) abgekühlt, um dadurch ein Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1) zu ergeben, worin die reversible Phase wieder verfestigt ist und so die Form der Röhren mit großem Durchmesser durch Kraft aufrechterhalten wird. Wenn das Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1) in Form der so erhaltenen Röhren mit großem Durchmesser wiederum auf die obige Deformationstemperatur (Tf) oder darüber erwärmt wird, wird nur die reversible Phase geschmolzen. Im Ergebnis wird der geformte Artikel als der ursprüngliche geformte Artikel (1a) in Form von Röhren mit kleinem Durchmesser aufgrund der fixierten Phase wiedergewonnen. Die Materialien mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose gemäß der vorliegenden Erfindung involvieren jedoch nicht nur diejenigen, worin die fixierte Phase und die reversible Phase unabhängig Blockphasen bilden, sondern auch diejenigen ohne Phasenstruktur aufgrund einer Wechselwirkung zwischen Molekülen, die dieselbe Funktion ausüben.

Dieses Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1) wird schließlich mit Gas sterilisiert und gelagert. Da es aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer mit einer Glasübergangstemperatur von 45 bis 70°C wie oben beschrieben besteht, muss man nicht fürchten, dass das Material mit Formgedächtnis in der ursprünglichen Form bei der Gassterilisierungstemperatur (40 bis 45°C) oder-während der Lagerung wiedergewonnen wird.

2 ist ein Diagramm, das illustriert, wie das obige Material mit Formgedächtnis zu verwenden ist.

Zunächst werden beide Enden der inzisierten Blutgefäßsektoren (102, 102) in beide Öffnungen des Materials mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1) in Form von Röhren mit großem Durchmesser inseriert. Als nächstes wird das Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1) wieder auf die obige Deformationstemperatur (Tf) oder darüber erwärmt. Die Wiedererwärmung kann in geeigneter Weise z. B. durch Aufsprühen eines Heißluftstroms oder von heißem Wasser (sterilisierte Kochsalzlösung usw.), erwärmt auf die obige Deformationstemperatur (Tf) oder darüber durchgeführt werden, obwohl andere Verfahren, wie z. B. eine Lasererwärmung, Hochfrequenzerwärmung, Ultraschallerwärmung oder IR-Erwärmung verwendet werden können.

Wenn es auf diese Weise wiederum erwärmt wurde, wird das Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1) in Form von Röhren mit großen Durchmessern schnell (innerhalb einiger Sekunden) als der ursprünglich geformte Artikel (1a) in Form von Röhren mit kleinem Durchmesser wiedergewonnen und fixiert, während die Enden der Blutgefäßsektionen (102, 102) gehalten werden. Auf diese Weise können die Blutgefäßsektionen (102, 102) auf einfache Weise miteinander anastomisiert werden. Im Vergleich mit dem konventionellen Fall, in dem die Blutgefäße durch Nahtgarn miteinander vernäht werden kann die Anastomosebehandlung sehr einfach und leicht durchgeführt werden, was die Operationseffizienz deutlich erhöhen läßt. Weiterhin kann die Wiedererwärmung bei relativ niedriger Temperatur in einer kurzen Zeitspanne durchgeführt werden. Auf diese Weise ist diese Behandlung sehr sicher und frei von der Gefahr von Verbrennungen in den Gefäßen oder in deren Umgebung.

In einigen Fällen ist es möglich, dass das Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1) nach dessen Wiedergewinnung in ursprünglicher Form durch Wiedererwärmung etwas durch Verwendung von Befestigungsmitteln usw.

abgeflacht ist und dann durch Kühlen sich verfestigt. Auf diese Weise kann das Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1) eine verbesserte Haltekraft und Fixierung der Blutgefäße bereitstellen. Es ist auch möglich, dass ein Haftstoff (Fibrinpaste usw.) auf die Innenfläche des Materials mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1) vor der Wiedergewinnung aufgebracht wird und dass das Material mit Formgedächtnis (1) dann in der ursprünglichen Form wiedergewonnen wird, um dadurch das Material (1) an den Blutgefäßsektionen (102) anzuhaften oder die Blutgefäßsektionen (102, 102) miteinander zu verhaften.

Wenn die Blutgefäßsektionen (102, 102) miteinander durch Verwendung des Materials mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1), wie oben beschrieben, anastomisiert werden, werden die Blutgefäße miteinander durch spontane Heilung verbunden. Darauffolgend kontaktiert das Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1) die Körperflüssigkeiten und wird dann mit Zeitverlauf hydrolysiert. Schließlich wird es in vivo absorbiert und verschwindet daher komplett. Obwohl diese Phänomene mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, abhängig von der Art des Polymers, fortschreiten, wird Poly-D,L-milchsäure in geeigneter Weise hierfür verwendet, da sie im Vergleich mit Poly-L-milchsäure sehr schnell abgebaut werden kann.

Bei dem Formgedächtnismaterial für die vaskuläre Anastomose (1) gemäß dieser Ausführungsform wird der ursprüngliche Formartikel (1a) in Form von Röhren mit geringem Durchmesser durch Schmelzextrusionsformen erzeugt. Jedoch können andere Schmelzformverfahren (Spritzgussformen usw.) hierfür verwendet werden. Es ist auch möglich, den geformten Artikel (1a) durch Anbringung oder Beschichtung einer Lösung eines auf Milchsäure basierenden Polymers in einem flüchtigen Lösungsmittel auf das Kernmaterial zur Bildung eines dicken zylindrischen Films um den Kern und nach Verfestigung durch Trocknen, und Entfernung des Kernmaterials, zu bilden. Wenn der geformte Artikel (1a) durch Aufbringen oder Versprühen, wie im obigen Fall erzeugt wird, können Arzneimittel usw. der Polymerlösung ohne dass eine Denaturierung befürchtet werden muss, zugefügt werden. Dementsprechend ist dieses Verfahren insbesondere für die Erzeugung eines Materials mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1), das ein Arzneimittel usw. enthält, geeignet.

Als oben erwähntes Lösungsmittel werden diejenigen, in denen auf Milchsäure basierende Polymere löslich sind, verwendet. Wenn eine Lösung eines auf Milchsäure basierenden Polymers in einer Mischung eines solchen Lösungsmittels mit einem Nicht-Lösungsmittel mit einem höheren Siedepunkt als dem des Lösungsmittels per se auf das obige Kernmaterial aufgebracht oder gesprüht und dann getrocknet wird, kann ein geschäumter und poröser geformter Artikel (1a) in Form von Röhren mit geringem Durchmesser mit einer offenen Zellstruktur erhalten werden. Wenn ein Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1), erhalten durch Vergrößerung und Deformation des geschäumten, geformten Artikels (1a) wie so erhalten, als der ursprüngliche geschäumte, geformte Artikel (1a) durch Wiedererwärmen wiedergewonnen und dann in vivo unter Halten der Blutgefäße eingebettet wird, treten Körperflüssigkeiten in das Material mit Formgedächtnis (1) durch die offenen Zellen ein. In diesem Fall ist daher der Kontaktbereich des Materials mit Formgedächtnis mit den Körperflüssigkeiten deutlich vergrößert im Vergleich mit einem Material mit Formgedächtnis ohne offene Zellen und auf diese Weise schreitet die Hydrolyse schnell voran. Im Ergebnis wird in erfolgreicher Weise der Vorteil erreicht, dass das Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (1) in vivo innerhalb von ungefähr 1 bis 3 Monaten absorbiert werden kann.

Bei dieser Ausführungsform sind der ursprüngliche geformte Artikel (1a) und das vergrößerte und deformierte Material mit Formgedächtnis (1) beide zylindrisch. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht hierauf begrenzt und diese geformten Artikel können zu Röhren mit unterschiedlichen Querschnittsformen geformt werden, z. B. elliptisch, polygonal einschließlich dreieckig usw.

3 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung illustriert.

Bei diesem Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (22) weist der geformte Artikel (2a), hergestellt aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer und mit der Form von Röhren mit geringem Durchmesser, eine gekräuselte Innenfläche (21a) auf. Dieser geformte Artikel (2a) ist vergrößert und deformiert zu Röhren mit großem Durchmesser durch Erwärmung auf eine Temperatur (Tf) von mehr als der Glasübergangstemperatur (Tg) aber weniger als dessen Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist). Er wird dann in dieser Form durch Abkühlen auf eine solche Temperatur fixiert, die niedriger liegt als die Glasübergangstemperatur (Tg).

Wenn Blutgefäße unter Verwendung dieses Materials mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (2) durch neuerliches Erwärmen in der selben Weise wie oben beschrieben, anastomisiert werden, können die Blutgefäße fest gehalten und vollständig um sie herum aufgrund der gekräuselten Innenfläche (21a) des ursprünglichen geformten Artikels (2a) in Form von Röhren mit geringem Durchmesser fixiert werden. Im Ergebnis wird sichergestellt, dass die Blutgefäße nie von dem Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose (2) abfallen würden.

Die Innenfläche des geformten Artikels (2a) kann nicht nur längs gekräuselt sein. Er kann nämlich auch vertikal angeordnet werden, so dass die Enden der eingeschnittenen Blutgefäße nah aneinandergebracht und miteinander einfach verhaftet werden können.

4 ist ein Diagramm, das ein Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Anastomose gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt, während 5 ein Diagramm ist, das die Verwendung des obigen Formgedächtnismaterials illustriert.

Dieses Formgedächtnismaterial für die vaskuläre Anastomose (3) wird durch Ziehen und Deformation eines geformten Artikels (3a), hergestellt aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer und in Form von Röhren mit geringem Durchmesser zu einem anderen geformten Artikel (3b) mit einer anderen Form, nämlich längeren Röhren mit geringem Durchmesser, bei einer Temperatur (Tf1), die höher liegt als dessen Glasübergangstemperatur (Tg), jedoch niedriger als dessen Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist), dann durch Fixieren des geformten Artikels in der so deformierten Form durch Abkühlen auf eine derartige Temperatur, die niedriger liegt als die Glasübergangstemperatur, weiterhin Verlängern dieses geformten Artikels (3b) zu einem anderen geformten Artikel mit einer anderen Form von Röhren mit grobem Durchmesser bei einer Temperatur (Tf2), die höher liegt als die Glasübergangstemperatur (Tg), jedoch niedriger als die obige Deformationstemperatur (Tf1) und durch Fixieren des geformten Artikels in der so verlängerten Form durch Abkühlen auf eine derartige Temperatur, die niedriger liegt als die Glasübergangstemperatur, hergestellt.

Wenn die Temperatur des Formgedächtnismaterials für die vaskuläre Anastomose (3) die zweite Deformationstemperatur (Tf2) im Verlauf der neuerlichen Erwärmung auf die erste Deformationstemperatur (Tf1) oder darüber übersteigt, kann es in Form des ersten deformierten geformten Artikels (3b) längerer Röhren mit geringem Durchmesser wiedergewonnen werden. Wenn die Erwärmung weiter fortgesetzt wird und die Temperatur die erste Deformationstemperatur (Tf1) übersteigt, kann es schließlich in der Form des ursprünglichen geformten Artikels (3a), d. h. Röhren mit geringem Durchmesser, wiedergewonnen werden.

Wie in 5 dargestellt, werden beide Enden von eingeschnittenen Blutgefäßsektionen (102, 102) von beiden Öffnungen des Formgedächtnismaterials für die vaskuläre Anastomose (3) her inseriert. Als nächstes wird das Formgedächtnismaterial für die vaskuläre Anastomose (3) wiederum erwärmt und als geformter Artikel (3b) in Form von längeren Röhren mit geringem Durchmesser wiedergewonnen. So werden die Blutgefäßsektionen (102, 102) durch den Formartikel (3b) fest gehalten und fixiert. Darauffolgend wird der geformte Artikel (3b) weiter in Längsrichtung zu der ursprünglichen Form des geformten Artikels (3a) verengt, während die Blutgefäßsektionen (102, 102) gehalten und fixiert werden. So können die Blutgefäßsektionen (102, 102) nah aneinander gebracht und anastomisiert werden.

Es ist wünschenswert, dass die zweite Deformationstemperatur (Tf2) um mindestens 10°C niedriger liegt als die erste Deformationstemperatur (Tf1). Wenn der Unterschied zwischen diesen Temperaturen weniger als 10°C beträgt, wird das Formgedächtnismaterial für die vaskuläre Anastomose (3) fast simultan zu dem geformten Artikel (3b) und dem geformten Artikel (3a) im Verlauf des neuerlichen Erwärmens. Im Ergebnis können die Blutgefäßsektionen (102, 102) kaum nah aneinander gebracht und anastomisiert werden. Wenn der Unterschied zwischen diesen Temperaturen mehr als 10°C beträgt, kann demgegenüber die Wiedergewinnung der Form des Formgedächtnismaterials für die vaskuläre Anastomose (3) zu dem geformten Artikel (3b) komplettiert werden, während die neuerliche Erwärmung von der zweiten Deformationstemperatur (Tf2) zu der ersten Deformationstemperatur (Tf1) fortschreitet. Auf diese Weise kann die Wiedergewinnung der geformten Artikel (3b) und (3a) schrittweise fortschreiten und die Blutgefäßsektionen (102, 102) können nah aneinander gebracht und anastomisiert werden. Es ist vorzuziehen, dass der Unterschied zwischen der ersten Deformationstemperatur (Tf1) und der zweiten Deformationstemperatur (Tf2) 20 bis 30°C beträgt. Beispiele für Materialien, die dieser Anforderung in geeigneter Weise genügen, beinhalten auf Milchsäure basierende Polymere mit einer teilweise kristallisierten Phase oder die einen Teil eines kristallinen, auf Milchsäure basierenden Polymers enthalten.

Für dieses Formgedächtnismaterial für die vaskuläre Anastomose (3) ist es auch vorzuziehen, einen geformten Artikel mit einer gekräuselten Innenfläche als ursprünglichen geformten Artikel (3a) in Form von Röhren mit geringem Durchmesser zu verwenden, so dass die Blutgefäße nach der Formwiedergewinnung durch neuerliches Erwärmen durch die gekräuselte Innenfläche festgehalten und fixiert werden können.

6 ist ein Diagramm, das ein bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Ligatur (hiernach einfach bezeichnet als "Formgedächtnismaterial für die vaskuläre Ligatur") gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung illustriert, während 7 ein Diagramm ist, das illustriert, wie das obige Formgedächtnismaterial zu verwenden ist.

Dieses Formgedächtnismaterial für die vaskuläre Ligatur (4) wird aus einem geformten Artikel eines auf Milchsäure basierenden Polymers in Form von Ringen hergestellt. Wenn es auf eine Deformationstemperatur (d. h. die Deformationstemperatur (Tf) wie hiernach beschrieben) erwärmt wird, kann es in der erinnerten Form von Röhren mit geringem Durchmesser ohne Anwendung irgendeiner äußeren Kraft darauf wiedergewonnen werden.

Das heißt, dieses Formgedächtnismaterial für die vaskuläre Ligatur (4) wird durch Vergrößerung und Deformation eines geformten Artikels (4a), hergestellt aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer, in Form von Ringen mit geringem Durchmesser zu einem anderen geformten Artikel in Form von Ringen mit einem großen Durchmesser bei einer Temperatur (Tf), die höher liegt als dessen Glasübergangstemperatur (Tg) aber niedriger als dessen Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und dann durch Fixieren des geformten Artikels in der Form von Ringen mit großem Durchmesser durch Abkühlen auf eine Temperatur, die niedriger liegt als die Glasübergangstemperatur (Tg), hergestellt.

Wenn dieses Formgedächtnismaterial für die vaskuläre Ligatur (4) in Form von Ringen mit großem Durchmesser auf eine Deformationstemperatur (Tf) oder darüber erwärmt wird, kann es schnell zu dem ursprünglich geformten Artikel (4a) in Form von Ringen mit kleinem Durchmesser wiedergewonnen werden. Wie in 7 dargestellt, wird dieses Formgedächtnismaterial für die vaskuläre Ligatur (4) in das Ende eines Blutgefäßes 102, das ligiert werden soll, eingeführt. Dann wird es durch Kontaktieren mit einem Heißluftstrom oder heißem Wasser (sterilisierte physiologische Kochsalzlösung) bei der Deformationstemperatur (Tf) oder darüber neuerlich erwärmt. Im Ergebnis wird es sofort als ursprünglich geformter Artikel (4a) in Form von Ringen mit kleinem Durchmesser wiedergewonnen und so werden die Enden des Blutgefäßes (102) fest rundherum ligiert und dadurch eine Blutstillung erreicht. In diesem Fall ist es möglich, dass das Formgedächtnismaterial unter Verwendung eines Befestigungsmittels usw. etwas abgeflacht wird und dann durch Kühlen verfestigt wird. So kann die Sicherheit verbessert werden, da das Ende des Blutgefäßes (102) fester ligiert wird. Falls nötig, können hämostatische Arzneimittel usw. auf den ligierten Teil des Blutgefäßes (102) aufgebracht werden.

Der Innendurchmesser des ursprünglichen geformten Artikels (4a) in Form von kleinen Ringen sollte so eingestellt werden, dass er eine ausreichende Ligatur des Blutgefäßes (102) sicherstellt. Genauer ausgedrückt ist es vorzuziehen, dass der geformte Artikel (4a), wenn die Größe des zu ligierenden Blutgefäßes in die Betrachtung mit einbezogen wird, in Form von Ringen vorliegt, die einen Innendurchmesser von ungefähr 0,1 bis 1,5 mm aufweisen. In diesem Fall kann das Blutgefäß (102) fester durch Kräuselung der Innenfläche des geformten Artikels (4a) ligiert werden. Es ist ausreichend, dass die Breite dieses geformten Artikels (4a) bei ungefähr 0,3 bis 5 mm liegt.

Es ist vorzuziehen, dass der ursprünglich geformte Artikel (4a) vergrößert und deformiert zu einem Formgedächtnismaterial für die vaskuläre Ligatur (4) in Form eines Ringes mit großem Durchmesser vorliegt, d. h. mit einem Innendurchmesser, der um das 3- bis 10fache vergrößert ist, durch ein geeignetes Verfahren, z. B. Insertion einer Vergrößerungsstange (101) durch den geformten Artikel (4a), wie oben beschrieben. Wenn das Formgedächtnismaterial um weniger als das 3fache vergrößert wird, kann es nicht gut in das Blutgefäß eingeführt werden. Wenn das Formgedächtnismaterial (4) zu stark vergrößert ist (d. h. um das mehr als 10fache) wird befürchtet, dass das Formgedächtnismaterial an einer Verschlechterung der Festigkeit aufgrund einer Vergrößerung der Heterogenität leiden könnte. So sind diese beiden Fälle nicht wünschenswert.

Bei dieser Ausführungsform befinden sich der ursprünglich geformte Artikel (4a) und das vergrößerte und deformierte Formgedächtnismaterial (4) beide in Form runder Ringe. Man muss jedoch nicht sagen, dass diese Ringe auch nicht vollständig rund sein können (z. B. elliptisch, polygonal, einschließlich dreieckig usw.).

8 ist ein Diagramm, das ein Formgedächtnismaterial für die vaskuläre Ligatur gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung illustriert.

Dieses Formgedächtnismaterial für die vaskuläre Ligatur (5) wird durch Vergrößerung und Deformation eines geformten Artikels (5a), hergestellt aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer, in Form von Röhren mit kleinem Durchmesser zu einem anderen geformten Artikel (5b) in Form von Röhren mit einem großen Durchmesser bei einer Temperatur (Tf) von mehr als dessen Glasübergangstemperatur (Tg), aber weniger als dessen Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und dann durch Fixieren des geformten Artikels (5b) in der Form von Röhren mit großem Durchmesser durch Abkühlen auf eine Temperatur, die niedriger ist als die Glasübergangstemperatur, gefolgt vom Schneiden in runde Scheiben, um Ringe mit großem Durchmesser zu ergeben, hergestellt.

Wenn das Material mit Formgedächtnis für die vaskuläre Ligatur (5) in Form von Ringen mit großem Durchmesser auf die Deformationstemperatur (Tf) oder darüber erwärmt wird, kann es in Form von Ringen mit kleinem Durchmesser wiedergewonnen werden, erhalten durch Schneiden des ursprünglich geformten Artikels (5a) in Form von Röhren mit geringem Durchmesser zu runden Scheiben. Dieses Formgedächtnismaterial für die vaskuläre Ligatur (5) in Form eines Rings mit großem Durchmesser wird in das Ende eines Blutgefäßes eingeführt und durch Kontaktieren mit einem Heißluftstrom oder heißem Wasser (sterilisierter physiologischer Kochsalzlösung) bei der Deformationstemperatur (Tf) oder darüber neuerlich erwärmt. Im Ergebnis wird es sofort in der ursprünglichen Form eines Rings mit kleinem Durchmesser wiedergewonnen und so kann das Ende des Blutgefäßes fest ligiert werden und dadurch ein Blutstillen erreicht werden.

Der Innendurchmesser des ursprünglichen geformten Artikels (5a) in Form von Röhren mit geringem Durchmesser sollte auf ungefähr 0,1 bis 1,5 mm unter Einbeziehung der Größe des Blutgefäßes, das ligiert werden soll, eingestellt werden. Es ist wünschenswert, dass der geformte Artikel (5a) eine gekräuselte Innenfläche aufweist, um die Ligaturleistung zu verbessern. Ähnlich wie im oben erwähnten Fall ist es vorzuziehen, dass der ursprüngliche geformte Artikel (5a) zu einem geformten Artikel (5b) in Form von Röhren mit großem Durchmesser vergrößert und deformiert wird, so dass der Innendurchmesser um das 3- bis 10fache vergrößert ist. Es reicht aus, dass die Breite des Formgedächtnismaterials (5) in der Form von Ringen mit großem Durchmesser bei ungefähr 0,3 bis 5 mm liegt.

9 ist ein Diagramm, das ein bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis für die Sehnenfixierung (hiernach bezeichnet als Formgedächtnismaterial für die Sehnenfixierung) gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung illustriert, während 10 ein Diagramm ist, das illustriert, wie dieses zu verwenden ist.

Dieses Formgedächtnismaterial für die Sehnenfixierung (6) wird durch Ziehen und Deformation eines geformten Artikels (6a), hergestellt aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von fast quadratischen kleinen Röhren mit einem flachen Öffnungsbereich zu einem anderen geformten Artikel (6b) in Form von längeren Röhren mit einem kleinen Öffnungsbereich bei einer höheren Temperatur als dessen Glasübergangstemperatur (Tg), jedoch niedriger als dessen Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur hat), dann durch Fixieren des geformten Artikels (6b) in der Form durch Abkühlen auf eine Temperatur, die niedriger ist als die Glasübergangstemperatur (Tg), als nächstes durch Ausdehnung und Deformation des geformten Artikels (6b) zu einem anderen geformten Artikel in der Form von fast quadratischen Rohren mit einer größeren Öffnung bei einer Temperatur (Tf2), die höher ist als die Glasübergangstemperatur (Tg), aber niedriger als die frühere Deformationstemperatur (Tf1) und dann durch Fixieren des geformten Artikels in der Form durch Abkühlen auf eine Temperatur, die niedriger liegt als die Glasübergangstemperatur (Tg), hergestellt.

Wenn die Temperatur des Formgedächtnismaterials für die Sehnenfixierung (6) die zweite Deformationstemperatur (Tf2) im Verlauf des neuerlichen Erwärmens auf die erste Deformationstemperatur (Tf1) oder darüber übersteigt, kann es in Form eines intermediären geformten Artikels (6b), nämlich den längeren Röhren mit kleinem Durchmesser, wiedergewonnen werden. Wenn die Erwärmung weiter fortgesetzt wird und die Temperatur die erste Deformationstemperatur (Tf1) übersteigt, kann es schließlich in Form des ursprünglichen geformten Artikels (6a) wiedergewonnen werden.

Wie in 10 dargestellt, werden beide Enden von eingeschnittenen gürtelähnlichen Sehnensektionen (103, 103) in beide Öffnungen des Formgedächtnismaterials für die Sehnenfixierung (6) inseriert. Als nächstes wird das Formgedächtnismaterial für die Sehnenfixierung (6) wiederum erwärmt. Auf diese Weise wird das Formgedächtnismaterial (6) sowohl in der Länge als auch der Breite verengt und so als der geformte Artikel (6b) in Form von langen, flachen und fast quadratischen Rohren mit kleinen Öffnungsbereichen wiedergewonnen und daher werden die Sehnensektionen (103, 103) dadurch festgehalten und fixiert. Darauffolgend wird es in Längsrichtung verengt, während die Sehnensektionen (103, 103) festgehalten werden und als ursprünglicher geformter Artikel (6a) in Form eines kurzen, flachen und fast quadratischen Rohrs mit einem kleinen Öffnungsbereich wiedergewonnen. Auf diese Weise können die Sehnenbereiche (103, 103) nah aneinander gebracht und fixiert werden.

Um den festen Halt und die Fixierung der gürtelähnlichen Sehnenbereiche (103) sicherzustellen ist es notwendig, dass der ursprünglich geformte Artikel (6a) die Form eines flachen und fast quadratischen Rohrs mit einer geringeren Größe (Länge und Breite) als der der Sehne (103) aufweist. Genauer gesagt ist es vorzuziehen, dass der geformte Artikel (6a) die Form eines flachen und fast quadratischen Rohrs mit einer inneren Länge von 2 bis 10 mm, einer inneren Breite von 7 bis 30 mm und einer Dicke von 0,1 bis 3 mm aufweist. Es ist auch vorzuziehen, dass dieser geformte Artikel (6a) eine gekräuselte Innenfläche aufweist, um die Leistung des Haltens und Fixierens der Sehnen zu verbessern.

Es ist vorzuziehen, dass die erste Zugdeformation so durchgeführt wird, dass der geformte Artikel (6a) um das 1,5-bis 10fache, vorzugsweise ungefähr 2- bis 6fache verlängert wird. Ähnlich ist es vorzuziehen, dass die zweite Verlängerungsdeformation so durchgeführt wird, dass der geformte Artikel (6b) um das ungefähr 3- bis 10fache in Länge und Breite verlängert wird. Ähnlich wie im oben erwähnten Fall des Formgedächtnismaterials für die vaskuläre Anastomose (3) sollte der Unterschied zwischen der ersten Deformationstemperatur (Tfl) und der zweiten Deformationstemperatur (Tf2) mindestens 10°C, vorzugsweise 20 bis 30°C betragen.

Das Formgedächtnismaterial für die Sehnenfixierung (6) gemäß dieser Ausführungsform wird zweimal wie oben beschrieben, einer Deformation unterzogen. Es ist auch möglich, dass der ursprüngliche geformte Artikel (6a) in Form von flachen und fast quadratischen Rohren mit einem geringen Öffnungsbereich in Länge und Breite vergrößert und deformiert wird, einmal durch Erwärmen auf eine Temperatur (Tf), die höher liegt als dessen Glasübergangstemperatur (Tg), aber niedriger als dessen Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweise) und dann abgekühlt wird, um ein Formgedächtnismaterial in Form von fast quadratischen Rohren mit einem größeren Öffnungsbereich zu ergeben, als dem des ursprünglichen geformten Artikels (6a). Wenn dieses Formgedächtnismaterial für die Sehnenfixierung, das nur vergrößert und deformiert wurde, neuerlich auf die Glasübergangstemperatur oder darüber erwärmt wird, kann es in Länge und Breite verengt und so als ursprüngliches, bioabbaubares und absorbierbares Formgedächtnismaterial (6a) in Form von flachen und fast quadratischen Rohren wiedergewonnen werden. In diesem Fall können ebenfalls die eingeschnittenen Sehnen festgehalten und fixiert werden.

11 ist ein Diagramm, das ein Formgedächtnismaterial für die Sehnenfixierung gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert.

Bei diesem Formgedächtnismaterial für die Sehnenfixierung werden eine Anzahl von V-förmigen, geschnittenen und angehobenen Bereichen (61) zur Innenseite auf der oberen und unteren Fläche des oben erwähnten Formgedächtnismaterials für die Sehnenfixierung (6) in Form von einem fast quadratischen Rohr mit einem großen Öffnungsbereich gebildet. Diese geschnittenen und angehobenen Bereiche (61) werden auf die Glasübergangstemperatur (Tg) oder darüber erwärmt und dann werden die geschnittenen und angehobenen Bereiche verengt und wiedergewonnen, gefolgt von einer Verfestigung durch Abkühlen.

Wenn dieses Formgedächtnismaterial für die Sehnenfixierung (6) in der ursprünglichen Form durch neuerliches Erwärmen zum Fixieren der Sehnen wiedergewonnen wird, stoßen die angehobenen und geschnittenen Bereiche (61), die vorher verengt und verfestigt wurden, durch die oberen und unteren Flächen und erreichen dadurch den Vorteil der sicheren Verhinderung, dass die Sehnen nach Abschluß der Fixierung ' abfallen.

Wie in 11 dargestellt, ist es vorzuziehen, dass die Spitze von jedem V-förmigen, geschnittenen, angehobenen Bereich (61) zum Zentrum des Formgedächtnismaterials (6) hin lokalisiert ist, da die geschnittenen und angehobenen Bereiche gut durch die Sehnen stoßen können und so die verbesserte Wirkung erreichen, dass die Sehnen an einem Abfallen gehindert werden.

Eine weitere Illustration des Aufbaus dieses Formgedächtnismaterials für die Sehnenfixierung wird hier weggelassen, da es derselbe ist wie der des Formgedächtnismaterials für die Sehnenfixierung (6), wie oben beschrieben.

12 ist ein Diagramm, das ein bioabbaubares und absorbierbares Material für eine Naht (hiernach einfach bezeichnet als Formgedächtnismaterial für die Naht) gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert, während 13 ein Diagramm ist, das illustriert, wie dieses zu verwenden ist.

Dieses Formgedächtnismaterial (7) für die Naht wird aus einem geformten Artikel eines auf Milchsäure basierenden Polymers in Form von geöffneten Ringen hergestellt. Wenn es auf eine Deformationstemperatur (d. h. die Deformationstemperatur (Tf), wie hiernach beschrieben) erwärmt wird, kann es in der erinnerten Form von geöffneten Ringen mit geringem Durchmesser ohne Anwendung irgendeiner äußeren Kraft darauf wiedergewonnen werden.

Dieses Formgedächtnismaterial für die Naht (7) wird nämlich durch Vergrößerung und Deformation eines geformten Artikels (7a), hergestellt aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von Ringen mit geringem Durchmesser, zu einem anderen geformten Artikel (7b) in Form von Ringen mit großem Durchmesser bei einer Temperatur, die höher liegt als dessen Glasübergangstemperatur (Tg), aber niedriger als dessen Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist), Öffnung des geformten Artikels (7b) in Form von Ringen mit großem Durchmesser, Biegen eines Teils des so geöffneten geformten Artikels (7c), um einer Nahtnadel zu entsprechen, um einen Haken (71) zu ergeben und dann Fixieren dieser Form durch Abkühlung auf eine Temperatur, die niedriger liegt als die Glasübergangstemperatur (Tg).

Wenn das Formgedächtnismaterial für die Naht (7) wieder auf die definierte Temperatur (Tf) oder darüber erwärmt wird, kann es als früherer geformter Artikel (7a) in Form von Ringen mit geringem Durchmesser, die geöffnet wurden, wiedergewonnen werden. Wie in 13 dargestellt, ist der Haken (71) dieses Formgedächtnismaterials für die Naht (7) mit einer Nahtnadel versehen, mit der eine eingeschnittene Stelle (104) eines lebenden Körpers mit den gewünschten Stichen genäht werden kann. So wird die eingeschnittene Stelle (104) zunächst durch Durchführen des Formgedächtnismaterials (7) durch beide Enden genäht. Darauffolgend wird das Formgedächtnismaterial (7) wieder auf die Deformationstemperatur (Tf) oder darüber mit einer Wärmequelle (heißes Wasser, Heißluftstrom usw.) erwärmt. Dann wird das Formgedächtnismaterial schnell als ursprünglicher geformter Artikel (7a) in Form von geöffneten Ringen mit geringem Durchmesser wiedergewonnen. So kann die geschnittene Stelle (104) in geeigneter Weise ohne Fehler genäht werden.

Um die eingeschnittene Stelle (104) fest zu vernähen, wird es bevorzugt, dass der ursprünglich geformte Artikel (7a) in Form von Ringen mit geringem Durchmesser einen Innendurchmesser von ungefähr 0,1 bis 5 mm, einen Außendurchmesser von ungefähr 0,3 bis 7 mm und eine Länge von ungefähr 0,3 bis 5 mm aufweist. Es wird auch bevorzugt, dass der geformte Artikel (7a) so vergrößert und deformiert ist, dass der geformte Artikel (7b) in Form von Ringen mit großem Durchmesser einen Innendurchmesser aufweist, der 3- bis 7mal größer ist als der des geformten Artikels (7a). Bei dieser Ausführungsform befinden sich der ursprüngliche geformte Artikel (7a) und der vergrößerte und deformierte Artikel (7b) beide in Form von runden Ringen. Man muss jedoch nicht sagen, dass diese Ringe auch nicht rund sein können (z. B. elliptisch, polygonal einschließlich dreieckig und ähnliche). Es ist wünschenswert, dass der ursprüngliche geformte Artikel (7a) in Form von geöffneten Ringen mit geringem Durchmesser vorliegt, bei denen beide Enden des geöffneten Teils überlappen. Dies liegt daran, dass die eingeschnittene Stelle (104) fester vernäht werden kann, nachdem der geformte Artikel in die ursprüngliche Form durch neuerliches Erwärmen zurückgekehrt ist.

Bei dieser Ausführungsform ist ein Ende des geformten Artikels (7c) in Form der geöffneten Ringe mit großem Durchmesser zur Bildung eines Hakens (7a) gebogen. Alternativ kann der geformte Artikel (7a) in Form von Ringen mit geringem Durchmesser zu dem geformten Artikel (7b) in Form von Ringen mit großem Durchmesser vergrößert und deformiert werden und zwar bei der oben erwähnten Deformationstemperatur (Tf), gefolgt von einem Abkühlen auf eine Temperatur, die niedriger liegt als die Glasübergangstemperatur (Tg), um dadurch die Form zu fixieren. Er wird dann, wie im Fall des geformten Artikels (7c) geöffnet, um das Formgedächtnismaterial für die Naht zu ergeben.

14 ist ein Diagramm, das ein Formgedächtnismaterial für die Naht gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert. Dieses Formgedächtnismaterial für die Naht (70) wird aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von Garnen hergestellt. Wenn es auf eine Deformationstemperatur (d. h. die Deformationstemperatur (Tf), wie hiernach beschrieben) erwärmt wird, kann es auf die erinnerte Form von dicken Garnen ohne Anwendung irgendeiner äußeren Kraft darauf verkürzt werden.

Dieses Formgedächtnismaterial für die Naht (70) wird durch Verarbeitung eines auf Milchsäure basierenden Polymers zu einem geformten Artikel (70a) in Form von dicken Garnen durch z. B. Schmelzextrusionsformen, Ziehen und Deformation des geformten Artikels (70a) zu einem anderen geformten Artikel in Form von längeren und dünneren Garnen als den obigen bei einer Temperatur, die höher liegt als dessen Glasübergangstemperatur (Tg), aber niedriger als dessen Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und dann durch Fixieren des geformten Artikels in einer Form dünner Garne durch Abkühlen auf eine niedrigere Temperatur als die Glasübergangstemperatur (Tg) hergestellt.

Dieses Formgedächtnismaterial für die Naht (70) in Form von Garnen wird für das Vernähen eingeschnittener Stellen in vivo, ähnlich wie konventionelle Nahtgarne, verwendet. Diese Garne müssen jedoch nicht eng verknotet werden, wie in den bis jetzt existierenden Fällen. Das heißt, eine eingeschnittene Stelle wird zunächst lose mit einem Garn des Formgedächtnismaterials vernäht. Als nächstes wird das Formgedächtnismaterial (70) durch Kontaktieren mit einem Heißluftstrom oder heißem Wasser (sterilisierter physiologischer Kochsalzlösung) bei der Glasübergangstemperatur (Tg) oder darüber neuerlich erwärmt. Auf diese Weise wird das Formgedächtnismaterial (70) sofort in der ursprünglichen Form eines dicken Garns wiedergewonnen und so kann die eingeschnittene Stelle befestigt werden, was die Nahtarbeit deutlich erleichtert.

Es ist geeignet, dass der ursprüngliche geformte Artikel (70a) in Form von Garnen einen Durchmesser von ungefähr 0,2 bis 1 mm aufweist, da Garne mit einer solchen Größe eine ausreichende Zugfestigkeit aufweisen und keine Schwierigkeiten eines Einschneidens darstellen. Es ist auch vorzuziehen, dass der geformte Artikel (70a) um das 1,5- bis 10fache, noch bevorzugter 2- bis 6fache, gezogen und deformiert wird.

Bei dieser Ausführungsform befinden sich der ursprünglich geformte Artikel (70a) und das Formgedächtnismaterial (70) für die Naht beide in Form von Garnen mit rundem Querschnitt.

Diese Garne können jedoch auch ovale oder rechteckige Querschnitte aufweisen. Um ein Formgedächtnismaterial für die Naht in Form von Garnen mit rechteckigem Querschnitt zu erhalten, ist es geeignet, dass der ursprüngliche geformte Artikel mit rechteckigem Querschnitt eine Dicke von 0,2 bis 0,4 mm und eine Breite von ungefähr 0,5 bis 1,5 mm aufweist.

15 ist ein Diagramm, das ein bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis für die Knochenfixierung und Vereinigung (hiernach einfach bezeichnet als Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung) gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert, während 16 ein Diagramm ist, das die Druckumformung des obigen Formgedächtnismaterials illustriert und 17 ein Diagramm ist, das illustriert, wie das obige Formgedächtnismaterial zu verwenden ist.

Dieses Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (8) ist ein geformter Artikel, hergestellt aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von Stangen. Wenn er auf eine Deformationstemperatur (d. h. die Deformationstemperatur (Tf) wie hiernach beschrieben) erwärmt wird, kann er in der erinnerten Form von dicken und kurzen Stangen wiedergewonnen werden, verglichen mit denjenigen vor der neuerlichen Erwärmung, ohne Anwendung irgendeiner externen Kraft darauf.

Dieses Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (8) wird durch Kompression und Deformation eines geformten Artikels (8a), hergestellt aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form dicker und runder Stangen, zu einem anderen geformten Artikel in Form von runden Stangen, die länger und dünner sind als die obigen, bei einer Deformationstemperatur, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur (Tg) aber niedriger als dessen Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und dann durch Fixieren des geformten Artikels in Form von dünnen und runden Stangen durch Abkühlen auf eine Temperatur von weniger als der Glasübergangstemperatur (Tg) hergestellt.

Wenn dieses Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (8) auf die Deformationstemperatur (Tf) oder darüber erwärmt wird, wird es sofort als der ursprüngliche geformte Artikel (8a) in Form dicker und runder Stangen wiedergewonnen. wie in 17 dargestellt, wird daher dieses Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (8) als Ersatz für konventionelle intermedulläre Nägel verwendet. Das Formgedächtnismaterial (8) wird nämlich ähnlich in die Knochenmarkshöhlungen (106a, 106a) beider Sektionen (106, 106) eines gebrochenen oder geschnittenen Knochens eingeführt. Dann wird das Formgedächtnismaterial z. B. durch Kontaktieren mit heißem Wasser (sterilisierter Kochsalzlösung) bei der Deformationstemperatur (Tf) oder darüber neuerlich erwärmt. Im Ergebnis wird das Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (8) als ursprünglicher geformter Artikel (8a) in Form einer dicken und runden Stange wiedergewonnen und kommt in engen Kontakt mit den Innenflächen der Knochenmarkshöhlungen (106a, 106a). So wird das Formgedächtnismaterial (8) fest fixiert und kann nicht abfallen. Auf diese Weise können die Knochensektionen (106, 106) einfach und sicher miteinander fixiert werden.

Es ist auch möglich, dieses Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (8) als Ersatz für konventionelle Knochenfixierungsstifte zu verwenden. In diesem Fall werden Löcher mit einem etwas größeren Durchmesser als dem des Formgedächtnismaterials für die Knochenfixierung (8) in dem zu fixierenden Knochenbereich gebildet. Dann wird das Formgedächtnismaterial (8) in die Löcher eingeführt und auf dieselbe Weise, wie oben beschrieben, neuerlich erwärmt. Auf diese Weise wird das Formgedächtnismaterial zu der ursprünglichen Form zurückgeführt, um den Knochenbereich zu fixieren.

Der ursprüngliche geformte Artikel (8a) in Form dicker und runder Stangen kann durch verschiedene Formverfahren gebildet werden, z. B. Schmelzformen, Spritzgussformen oder Druckformen. Er kann so groß sein wie konventionelle intermedulläre Nägel oder Knochenfixierungsstifte.

Für die Druckumformung des ursprünglichen geformten Artikels (8a) kann z. B. in geeigneter Weise das in 16 dargestellte Verfahren verwendet werden. Bei diesem Druckumformungsverfahren wird eine Form (105) verwendet, die koaxial mit einer zylindrischen Haltehöhlung (105a) mit großem Durchmesser mit einem Öffnungsbereich mit großem Querschnitt und einer zylindrischen, mit einem Boden versehenen Formhöhlung mit einem geringen Durchmesser (105c) mit einem Öffnungsbereich mit einem geringen Querschnitt und einem Kontraktionsteil (105b) mit einer Innenfläche, die zum Boden hin sich verjüngt, die zwischen den beiden zylindrischen Höhlungen angeordnet ist (105a, 105c), versehen ist. Der geformte Artikel (8a) wird in die Haltehöhlung (105a) eingeführt. Als nächstes wird der geformte Artikel (8a) kontinuierlich oder intermittierend in der Formhöhlung (105c) durch eine Druckpositivform (105d) bei der Deformationstemperatur (Tf) wie oben beschrieben gepresst und dann in der Form durch Abkühlen fixiert, um dadurch ein Formgedächtnismaterial (8) in Form dünner und runder Stangen zu ergeben.

Bei diesem Verfahren ist es vorzuziehen, dass das Öffnungsbereichverhältnis der Haltehöhlung (105a) zu der Formhöhlung (105c) in einen Bereich von 1,5 bis 6,0 eingestellt ist, um das Deformationsverhältnis (d. h. Querschnittsbereich des geformten Artikels (8a)/Querschnittsbereich des Formgedächtnismaterials (8)) auf im wesentlichen 1,5 bis 6,0 einzustellen. Wenn das Deformationsverhältnis weniger als 1,5 beträgt, weist das resultierende Formgedächtnismaterial nur eine unzureichende Wirkung einer Formwiedergewinnung auf. Wenn das Deformationsverhältnis 6,0 übersteigt, ergibt sich andererseits das Problem, dass das Material porös oder faserig wird, d. h. die Struktur heterogener wird.

Es ist sehr nützlich, diesem Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (8) 10 bis 60 Gew.%, vorzugsweise 20 bis 50 Gew.% eines biologisch aktiven biokeramischen Pulvers zuzufügen. Wenn das Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung, das ein biokeramisches Pulver enthält, und so erhalten wurde, in eine Knochenmarkshöhlung oder ein Loch, gebildet durch Bohren, wie oben beschrieben, eingeführt wird, ist es aufgrund der Formwiedergewinnung gut mit dem umgebenden Gewebe verbunden. Im Ergebnis trägt das auf der Oberfläche des Formgedächtnismaterials (8) angeordnete Biokeramikpulver oder das aufgrund einer Hydrolyse darauf exponierte Pulver zu der Bildung des Knochengewebes auf der Oberfläche des Formgedächtnismaterials (8) mit hoher Reproduzierbarkeit bei. Auf diese Weise kann das Formgedächtnismaterial (8) an den Knochen in einer kurzen Zeitspanne angehaftet und fixiert werden.

Als biokeramische Pulver können die oben erwähnten verwendet werden. Unter diesen sind weder calciniertes noch gesintertes Hydroxyapatit und Tricalciumphosphat sehr geeignet hierfür, da diese biokeramischen Pulver eine ausgezeichnete Fähigkeit einer Induktion und Bildung von Knochengewebe zeigen und häufig in der Praxis verwendet wurden.

Bei dieser Ausführungsform befinden sich der ursprüngliche geformte Artikel (8a) und das Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (8) beide in Form von runden Stangen. Wenn sie z. B. als Ersatz für intramedulläre Nägel verwendet werden, können diese Materialien in Form von quadratischen Stangen oder in geeigneter Weise gekrümmten Stangen vorliegen. Das heißt, sie können jede Querschnittsform oder gekrümmte Form aufweisen, solange es sich um hohle und lange Stangen handelt.

18 ist ein Diagramm, das ein bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis für die Fixierung einer Knochenplatte für die Fixierung einer Fraktur (hiernach einfach bezeichnet als Formgedächtnismaterial für die Fixierung einer Knochenplatte) gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform illustriert, während 19 ein Diagramm ist, das illustriert, wie das obige Formgedächtnismaterial zu verwenden ist.

Dieses Formgedächtnismaterial für die Fixierung einer Knochenplatte (9) wird durch Schneiden des oben erwähnten Formgedächtnismaterials für die Knochenfixierung (8) in Form von runden Stangen zum Erhalt von sich verjüngenden Stiften, wobei ein Durchmesser an einem Ende geringer ist als der an dem anderen Ende, erhalten. Wenn dieses Formgedächtnismaterial (9) auf die oben erwähnte Deformationstemperatur (Tf) oder darüber neuerlich erwärmt wird, wird es in Längsrichtung zusammengezogen und in Breiterichtung vergrößert, wie durch die langen und kurzen Strichpunktlinien dargestellt. Auf diese Weise wird es in Form von kurzen, sich verjüngenden Stiften mit großem Durchmesser wiedergewonnen.

Dieses Formgedächtnismaterial (9) in Form von sich verjüngenden Stiften ist als Knochenfixierungsstift als solcher zu verwenden. Es ist noch mehr zu bevorzugen, es für die Fixierung einer Knochenplatte (107), wie in 19 dargestellt, zu verwenden.

Mehrere Löcher (106b) mit einem etwas größeren Durchmesser als demjenigen des Formgedächtnismaterials (9) werden in einem Knochen (106) gebildet. Dann wird das Formgedächtnismaterial (9) in Form eines sich verjüngenden Stiftes in jedes Loch (106b) inseriert, während das Ende mit einem größeren Durchmesser nach unten zeigt. Als nächstes wird eine Knochenplatte (107), versehen mit Löchern (107a), und zwar so vielen, wie den oben erwähnten Löchern (106b) darauf platziert, und die Spitze jedes sich verjüngenden Stifts des Formgedächtnismaterials (9), die sich aus der Oberfläche des Knochens (106) erhebt, wird in jedes Loch (107a) in der Knochenplatte (107) eingeführt. Nachdem die Knochenplatte (107) so angeordnet wurde, wird das Formgedächtnismaterial (9) in Kontakt mit einer Wärmequelle, wie z. B. heißem Wasser (physiologischer Kochsalzlösung), bei der Deformationstemperatur (Tf) oder darüber für die Formwiedergewinnung gebracht. Auf diese Weise befindet sich das Formgedächtnismaterial (9) nah sowohl an den Löchern (106a) in dem Knochen (106) als auch den Löchern (107a) in der Knochenplatte (107) und daher wird die Knochenplatte (107) an der Oberfläche des Knochens (106) befestigt. Als nächstes wird ein vorerwärmtes Eisen (108) auf die Spitze von jedem sich verjüngenden Stift des Formgedächtnismaterials (9), der sich aus der Oberfläche der Knochenplatte (107) erhebt, gepresst, so dass die obere Oberfläche des Formgedächtnismaterials (9) und die Oberfläche der Knochenplatte die selben Höhen aufweisen. Alternativ ist es auch effektiv, dass die Stiftspitze zunächst verarbeitet wird, um eine Form wieder annehmen zu können, die die Fixierung der Platte (107) sicherstellt.

Es ist ebenso wirksam, die oben erwähnten biokeramischen Pulver zu dem Formgedächtnismaterial für die Fixierung einer Knochenplatte (9) zuzufügen, um dadurch die Fixierung der Platte und des Knochens (106) zu beschleunigen.

20 ist ein Diagramm, das ein Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt, während 21 ein Diagramm ist, das illustriert, wie das obige Formgedächtnismaterial zu verwenden ist.

Dieses Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (10), hergestellt durch Schneiden eines zylindrischen geformten Blocks (10d), hergestellt aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer, zu einem geformten Artikel (10c) in Form eines Zylinders (10a), versehen mit zwei oder mehr (acht in dieser Ausführungsform) geneigten Armen (10b), die von dem Umfang beider Enden vorstehen, Deformation dieses geformten Artikels (10c) bei einer Temperatur (Tf), die höher liegt als dessen Glasübergangstemperatur (Tg) aber niedriger als dessen Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist), so dass jeder Arm (10b) nach Innen an der Basis parallel zu der Achse des Zylinders (10a) gebogen ist und dann durch Fixieren des geformten Artikels zu der Form durch Abkühlen auf eine Temperatur, die niedriger liegt als die Glasübergangstemperatur.

Wenn dieses Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (10) auf die oben erwähnte Deformationstemperatur (Tf) oder darüber neuerlich erwärmt wird, wird es als der ursprünglich geformte Artikel (10c), bei dem jeder geneigte Arm (10b) nach außen vorsteht, wiedergewonnen.

Dieses Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (10) wird z. B. als Ersatz für konventionelle Herbert-Schrauben oder ähnliches verwendet. Wie in 21 dargestellt, wird dieses Formgedächtnismaterial (10) in Löcher (106c, 106c) eingeführt, die durch Bohren in die Oberflächen von Knochenfragmenten (106, 106), die fixiert werden sollen, gebildet wurden. Als nächstes wird es durch heißes Wasser (physiologische Kochsalzlösung usw.) auf die oben erwähnte Deformationstemperatur (Tf) oder darüber erwärmt. So wird das Formgedächtnismaterial (10) als ursprünglicher geformter Artikel (10c) wiedergewonnen, bei dem jeder geneigte Arm (10b) nach außen vorsteht. Da die Spitzen von jedem Arm (10b) in Kontakt mit den Innenflächen von beiden Löchern (106c, 106c) fixiert sind, können die Knochenbereiche (106, 106) einfach miteinander verbunden werden.

Wie in 20 dargestellt, ist es vorzuziehen, dass bei diesem Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (10) jeder Arm (10b) mit einer nach außen vorstehenden Klemme versehen ist. Aufgrund der Bereitstellung einer solchen Klemme kann sich die Innenfläche des Lochs (106c) gut aufhängen und so können die Knochenbereiche (106, 106) fester miteinander verbunden werden.

Es ist auch wünschenswert, diesem Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (10) die oben erwähnten biokeramischen Pulver zuzufügen, um die Fixierung des Knochens (106) zu beschleunigen.

22 ist ein Diagramm, das ein bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis illustriert, das verhindern kann, dass Knochenzement oder kleine Stücke von Knochen in die Knochenmarkshöhlung auslaufen (hiernach einfach bezeichnet als "Formgedächtnismaterial, das Knochenzement an einem Auslaufen in die Knochenmarkshöhlung hindert") gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, während 23 ein Diagramm ist, das darstellt, wie das obige Formgedächtnismaterial zu verwenden ist.

Dieses Formgedächtnismaterial, das Knochenzement an einem Auslaufen in die Knochenmarkshöhlung hindert (11), hergestellt durch Schneiden eines zylindrisch geformten Blocks (11d), hergestellt aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer zum Erhalt eines geformten Artikels (11c) in der Form eines zylindrischen Stopfens (11a) mit einem halbkugeligen Boden und versehen mit zwei oder mehr (in dieser Ausführungsform vier) blütenähnlichen geneigten Vorsprüngen (11b), die sich von der Peripherie der oberen Fläche davon erstrecken, dann durch Biegen und Deformation dieses geformten Artikels (11c) bei einer höheren Temperatur als dessen Glasübergangstemperatur (Tg) aber niedriger als dessen Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist), so dass jeder blütenblattähnliche Vorsprung (11b) nach innen an der Basis parallel zu der Achse des Zylinders (11a) gebogen ist und dann durch Fixieren des geformten Artikels in dieser Form durch Abkühlen auf eine Temperatur, die niedriger ist als die Glasübergangstemperatur.

Wenn dieses Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (11) auf die oben erwähnte Deformationstemperatur (Tf) oder darüber wiederum erwärmt wird, wird es schnell als ursprünglich geformter Artikel (11c) wiedergewonnen, bei dem jeder blütenblattähnliche Vorsprung (11b) nach außen geneigt ist. Wie in 23 dargestellt, wird dieses Formgedächtnismaterial zur Verhinderung eines Auslaufens von Knochenzement in die Knochenmarkshöhlung (11) in die Knochenmarkshöhlung (106a) eines Knochens (106) eingeführt und dann durch heißes Wasser (physiologische Kochsalzlösung usw.) auf die oben erwähnte Deformationstemperatur (Tf) oder darüber neuerlich erwärmt. So wird das Formgedächtnismaterial (11) als ursprünglich geformter Artikel (11c) wiedergewonnen, wobei jeder blütenblattähnliche Vorsprung (11b) nach außen geneigt ist. So ist die Spitze von jedem blütenblattähnlichen Vorsprung (11b) in Kontakt mit der Innenfläche der Knochenmarkshöhlung (106a) befestigt.

Nachdem das Formgedächtnismaterial (11) in seiner ursprünglichen Form wiedergewonnen und in der Knochenmarkshöhlung (106a) fixiert ist, wird Knochenzement (108) von der Spitze der Knochenmarkshöhlung (106a) her eingegossen. Auf diese Weise wird der Knochenzement (108) an einem Nachuntenfließen durch jeden blütenblattähnlichen Vorsprung (11b) gehindert. Wenn ein künstlicher Gelenkstamm (nicht dargestellt) in die Knochenmarkshöhlung (106a), gefüllt mit dem Knochenzement (108) eingeführt wird, kann der Stamm sicher durch den Knochenzement (108) fixiert werden.

Es ist auch wünschenswert, diesem Formgedächtnismaterial zur Verhinderung, dass Knochenzement in die Knochenmarkshöhlung ausfließt (11), die oben erwähnten biokeramischen Pulver zuzufügen, um die Fixierung des Knochens (106) zu beschleunigen. Es ist auch wünschenswert, eine Klemme zu bilden, die nach außen von der Spitze von jedem blütenblattähnlichen Vorsprung (11b) vorsteht, so dass die Innenfläche der Knochenmarkshöhlung (106a) gut aufgehangen werden kann.

Die Größe von jedem Teil des ursprünglichen geformten Artikels (11c) kann in geeigneter Weise abhängig von der Größe der Knochenmarkshöhlung bestimmt werden, in der es eingeführt werden soll.

24 ist ein Diagramm, das ein bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis illustriert, das eine vaskuläre Rekonstriktion verhindern soll (hiernach bezeichnet als "Formgedächtnismaterial zur Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion") gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform, während 25 ein Diagramm ist, das illustriert, wie das obige Formgedächtnismaterial zu verwenden ist.

Dieses Formgedächtnismaterial zur Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion (12) wird durch Deformation eines geformten Artikels (12a), hergestellt aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form eines perforierten Zylinders mit einer Anzahl von Poren (12b) zu einem anderen geformten Artikel in Form eines gefalteten Zylinders bei einer höheren Temperatur als dessen Glasübergangstemperatur, aber niedriger als dessen Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und dann durch Fixieren des geformten Artikels in dieser Form durch Abkühlen auf eine Temperatur, die niedriger ist als die Glasübergangstemperatur, hergestellt.

Wenn dieses Formgedächtnismaterial für die Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion (12) neuerlich auf die obige Deformationstemperatur (Tf) oder darüber erwärmt wird, wird es als ursprünglicher geformter Artikel (12a) in Form eines perforierten Zylinders wiedergewonnen. Auf diese Weise ist dieses Formgedächtnismaterial zur Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion (12) als Ersatz für einen konventionellen Stent für die Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion verwendbar. Wie in 25 dargestellt, wird das Formgedächtnismaterial (12) in ein Blutgefäß (110), wie z. B. die Koronararterie, eingeführt und dann neuerlich durch heißes Wasser (physiologische Kochsalzlösung usw.) auf die oben erwähnte Deformationstemperatur (Tf) oder darüber erwärmt. Auf diese Weise wird das Formgedächtnismaterial (12) als ursprünglicher, zylindrischer, geformter Artikel (12a) wiedergewonnen und vergrößert den Innenraum des Blutgefäßes (110) und verhindert dadurch eine vaskuläre Rekonstriktion.

Es ist auch möglich, dass das Formgedächtnismaterial (12) für die Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion einen vaskulären Rekonstriktionsinhibitor enthält, der mit einer konstanten Rate aus dem Formgedächtnismaterial freigesetzt wird, wenn dieses in dem Blutgefäß (110) wie oben beschrieben, fixiert ist. Wenn dieses Formgedächtnismaterial (12) ein Arzneimittel enthält, ist es vorzuziehen, den ursprünglichen perforierten geformten Artikel (12a) in Form eines Zylinders durch das folgende Verfahren herzustellen. Dies liegt daran, dass wenn der geformte Artikel (12a) durch Schmelzextrusionsformen usw. hergestellt wird, sich Bedenken ergeben, dass das Arzneimittel bei der hohen Schmelztemperatur zerfallen könnte.

Das heißt, ein auf Milchsäure basierendes Polymer und ein Arzneimittel werden in einem Lösungsmittel zum Erhalt einer Polymerlösung gelöst. Dann wird die erhaltene Lösung auf einen Kern (109) gesprüht und das Lösungsmittel wird verdampft, um dadurch einen dicken zylindrischen Film um den Kern (109) zu bilden. Als nächstes wird eine Anzahl von Löchern (12b) auf diesem zylindrischen Film gebildet und dann wird der Kern entnommen, um dadurch einen geformten Artikel (12a) in Form eines perforierten Zylinders zu ergeben.

In diesem Fall kann ein geschäumter, geformter Artikel in Form eines perforierten Zylinders mit einer offenen Zellstruktur durch Auflösen des auf Milchsäure basierenden Polymers und des Arzneimittels in einer Mischung eines Lösungsmittels erhalten werden, worin das auf Milchsäure basierende Polymer löslich ist und eines Nichtlösungsmittels mit einem Siedepunkt, der höher ist als der des Lösungsmittels. Wenn ein Formgedächtnismaterial für die Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion, erhalten durch Biegung eines geschäumten, geformten Artikels in Form eines perforierten Zylinders in einem Blutgefäß über Formwiedergewinnung fixiert wird, werden Vorteile dadurch erhalten, dass die Hydrolyse schnell fortschreitet und dass das Arzneimittel in erhöhter Menge freigesetzt werden kann. Dies liegt daran, dass der geschäumte, geformte Artikel einen sehr viel größeren Oberflächenbereich als ein nicht geschäumter aufweist.

Bei dieser Ausführungsform wird das Formgedächtnismaterial für die Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion (12) durch Biegedeformation des ursprünglichen geformten Artikels (12a) in die Form eines perforierten Zylinders erhalten. Alternativ ist es auch möglich, einen Netz- oder Maschenzylinder auf dieselbe Weise einer Biegedeformation zu unterziehen. Es ist weiterhin auch möglich, Formgedächtnismaterialien für die Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion zu erzeugen, indem ein ursprünglicher geformter Artikel in der Form einer Spirale mit großem Durchmesser (Helix) hergestellt wird und durch Deformation durch Konstriktion (Zug) zu einer Spirale mit geringem Durchmesser (Helix). Es ist auch möglich, ein Formgedächtnismaterial für die Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion herzustellen, indem ein ursprünglicher geformter Artikel in der Form einer Spirale (Helix) hergestellt wird und dann durch Deformation desselben in die Form von Garnen durch Verlängerung. Diese Materialien in Form von Spiralen mit geringem Durchmesser oder Garnen haben den Vorteil, dass sie einfach in Blutgefäße eingeführt werden können.

Die 26 und 27 sind Diagramme, die jeweils ein bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis in Halbkugelschalenform darstellen, in Bezug auf eine Auskleidung, lokalisiert zwischen einem künstlichen Hüftgelenksaußenkopf und einem acetabulären Knochen (hiernach bezeichnet als "Halbkugelschalen-Formgedächtnismaterial für ein künstliches Hüftgelenk") gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform, während 28 ein Diagramm ist, das darstellt, wie das obige Formgedächtnismaterial zu verwenden ist.

Dieses Halbkugelschalen-Formgedächtnismaterial für ein künstliches Hüftgelenk (13) ist ein geformter Artikel, hergestellt aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer, vorzugsweise mit einem biokeramischen Pulver. Wie in 26 dargestellt, wird das Halbkugelschalen-Formgedächtnismaterial (13a), das dieselbe Form, jedoch kleiner, aufweist als die des äußeren Kopfes (111a) eines künstlichen Hüftgelenks (111), in eine Halbkugelform gegeben, die größer ist als der Außenkopf (111a) und dann auf eine Temperatur (Tf) erhitzt, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur (Tg), jedoch niedriger als dessen Kristallisationstemperatur (Tc) (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist), um sie dadurch zu vergrößern und zu deformieren, gefolgt von einem Fixieren des geformten Artikels auf diese Form durch Abkühlen auf eine Temperatur, die niedriger liegt als die Glasübergangstemperatur.

Wenn dieses Halbkugelschalen-Formgedächtnismaterial (13) auf die Deformationstemperatur (Tf) oder darüber neuerlich erhitzt wird, wird es als ursprünglicher Halbkugelschalen-Formartikel (13a) mit einer geringeren Größe wiedergewonnen. Wie in 27 dargestellt, versucht dieses Formgedächtnismaterial (13), wenn dieses Halbkugelschalen-Formgedächtnismaterial auf dem äußeren Kopf (111a) angeordnet wird und durch Kontaktieren mit heißem Wasser (physiologischer Kochsalzlösung) bei Deformationstemperatur (Tf) oder darüber wiederum erwärmt wird, seine Form als ursprüngliches Halbkugelformmaterial (13a) mit geringerer Größe als der des Außenkopfes (111a) wiederzugewinnen. Im Ergebnis fixiert es sich fest am Außenkopf (111a) und schließt sich um ihn herum.

Wie in 28 dargestellt, wird dieses Halbkugelschalen-Formgedächtnismaterial (13) als Abstandshalter für das Auffüllen des Raums zwischen dem äußeren Kopf (111a) und einem acetabulären Knochen (111b) verwendet. Deshalb handelt es sich vorzugsweise um ein poröses Halbkugelschalen-Formgedächtnismaterial (13). Dieses poröse Halbkugelschalen-Formgedächtnismaterial (13) kann erhalten werden, indem ein auf Milchsäure basierendes Polymer in einer Mischung eines Lösungsmittels, in dem das auf Milchsäure basierende Polymer löslich ist und eines Nicht-Lösungsmittels mit einem Siedepunkt, der höher liegt als der des Lösungsmittels, gelöst wird, dann durch Aufbringen oder Versprühen der erhaltenen Lösung auf das halbkugelförmige Material und Verflüchtigen des Lösungsmittels, um einen porösen Halbkugelschalen-Formartikel (13a) zu erhalten. Als nächstes wird dieser poröse Halbkugelschalen-Formartikel (13a) vergrößert, indem er auf eine halbkugelige Form aufgebracht wird, die größer ist als der äußere Kopf (111a) unter Temperaturbedingungen wie oben angegeben, um ein poröses Halbkugelschalen-Formgedächtnismaterial (13) zu ergeben.

Wenn dieses poröse Halbkugelschalen-Formgedächtnismaterial (13) neuerlich erwärmt wird, gewinnt es seine ursprüngliche poröse Halbkugelschalen-Formartikelgestalt (13a) wieder und kann so fest an dem äußeren Kopf (111a) fixiert und um diesen geschlossen werden, ähnlich wie im obigen Fall.

In 28 bedeutet die Zahl 14 ein poröses und zylindrisches, bioabbaubares, absorbierbares Material mit Formgedächtnis, hergestellt durch Beschichtung eines künstlichen Hüftgelenkstamms (14a) mit dem Formgedächtnismaterial. Das poröse und zylindrische Formgedächtnismaterial (14) wird durch dasselbe Verfahren wie dasjenige geformt, das für die Herstellung des Formgedächtnismaterials für die vaskuläre Anastomose, wie dargestellt in 1, verwendet wurde. Es wird dann in den Stamm (14a) eingeführt und neuerlich erwärmt, um das ursprüngliche zylindrische Formgedächtnismaterial mit geringem Durchmesser zu ergeben. So kann es sich nah an den künstlichen Hüftgelenkstamm (14a) anschließen.

Es gibt eine große Vielzahl künstlicher Hüftgelenke mit verschiedenen Kopfgrößen, Oberflächenbedingungen und Formen wie auch Stämmen. Durch Verwendung des Beschichtungsverfahrens wie demjenigen, das in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, können die Formgedächtnismaterialien im allgemeinen auf verschiedene Teile (Köpfe, Stämme usw.) angeordnet werden, die zu den Wiedergewinnungsverhältnissen korrespondieren, die durch Erwärmung während der chirurgischen Operation erhalten werden. Die vorliegende Erfindung ist auch wirksam auf Kniegelenke usw. anwendbar.

Durch Zugabe eines biologisch aktiven biokeramischen Pulvers zu dem äußeren Kopf kann eine Knochenleitungsfunktion verliehen werden. Es ist auch möglich, ein Zytokin zuzufügen, das eine Knochenbildung induzieren kann. So wird angenommen, dass nicht nur der acetabuläre Knochen an die metallische Außenschale, die mit Hydroxyapatit oberflächenbehandelt wurde, über das poröse Halbkugelschalen-Formgedächtnismaterial angebunden werden würde, sondern dass auch eine postoperative Migration (Sinken) der acetabullären Knochenseite verhindert werden könnte. Diese Phänomene würden zu der Entwicklung neuer künstlicher Gelenke in der Zukunft beitragen.

So wurden die praktischen Verwendungen der vorliegenden Erfindung oben im Detail beschrieben. Man muss jedoch nicht sagen, dass die vorliegende Erfindung verschiedene andere Verwendungsmöglichkeiten hat als die oben genannten, die ebenfalls im Umfang der vorliegenden Erfindung enthalten sind, ohne dabei vom Geist der Erfindung abzuweichen.

Um die vorliegende Erfindung weiter im Detail zu illustrieren, werden die folgenden Beispiele angegeben.

Beispiel 1

DL-Lactid wurde einer Ringöffnungspolymerisation zum Erhalt von Poly-D,L-milchsäuren (PDLLA) mit Viskositäts-Bemittelten Molekulargewichten von 400.000, 250.000, 150.000, 100.000 und 70.000 unterzogen. Diese PDLLA wurden bei 160°C und 100 kg/cm² druckgeformt und so wurden 5 geformte PDLLA-Artikel in der Form runder Stangen (Durchmesser = 10,0 mm, Länge = 20 mm) erhalten. Die Glasübergangstemperaturen dieser geformten Artikel fielen alle in den Bereich von 50 bis 56°C.

Als nächstes wurden diese geformten Artikel jeweils auf 60°C erwärmt und zu geformten Artikeln in Form dünner und runder Stangen (Durchmesser = 5,8 mm, Länge = 60 mm) durch Druckumformen deformiert. Dann wurden die resultierenden geformten Artikel in dieser Form durch Abkühlen auf gewöhnliche Temperatur zum Erhalt von 5 bioabbaubaren und absorbierbaren Formgedächtnismaterialien mit einer Erinnerung an die ursprüngliche Form der runden Stangen fixiert. Der Querschnittsbereich und die Länge des Formgedächtnismaterials wurden jeweils S1 und L1 zugeordnet, während der Querschnittsbereich und die Länge der ursprünglich geformten Artikel vor der plastischen Deformation jeweils S0 und L0 zugeordnet wurden. Dann zeigte jedes Formgedächtnismaterial ein Deformationsverhältnis im Querschnittsbereich RS = S0/S1 = 3,0 und ein Deformationsverhältnis der Länge RL = L0/L1 = 3,0.

Darauffolgend wurden diese Formgedächtnismaterialien jeweils in physiologischer Kochsalzlösung bei 65°C eingetaucht und so in der ursprünglichen Form wiedergewonnen. Nach der Wiedergewinnung wurde der Querschnittsbereich S2 und die Länge L2 bestimmt. So wurden das Wiedergewinnungsverhältnis des Querschnittsbereichs [(S2/S0) × 100] (%) und das Wiedergewinnungsverhältnis der Länge [(L2/L0) × 100] (%) bestimmt. Tabelle 1 fasst die Ergebnisse zusammen.

Tabelle 1

Jedes der Formgedächtnismaterialien mit unterschiedlichen Molekulargewichten wurde sofort in der ursprünglichen Form durch Eintauchen in physiologischer Salzlösung bei 65°C wiedergewonnen und zeigte ein hohes Wiedergewinnungsverhältnis des Querschnittsbereichs und ein hohes Wiedergewinnungsverhältnis der Länge von 96,7 % oder mehr. So wurde bestätigt, dass jedes Formgedächtnismaterial fast vollständig in der ursprünglichen (nicht deformierten) Form runder Stangen wiedergewonnen werden konnte.

Die Formwiedergewinnungsverhältnisse hingen etwas vom Molekulargewicht ab. Dies liegt vermutlich an der Fluidität von PDLLA, die mit Anstieg des Molekulargewichts erniedrigt war und so wurde die innere Belastung bei der plastischen Deformation der ursprünglichen geformten Artikel ins Gedächtnis aufgenommen. Es wurde jedoch angenommen, dass diese Formgedächtnismaterialien im wesentlichen vollständig in ihrer ursprünglichen Form von runden Stangen wiedergewonnen werden konnten.

Es ist wohlbekannt, dass PDLLA, erhalten durch Ringöffnungspolymerisation, wobei es sich um amorphe Polymere handelt, schneller in vivo hydrolysiert werden als Poly-Lmilchsäuren (PLLA), bei denen es sich um kristalline Polymere handelt. Geformte Artikel aus PDLLA sind in ihrer Festigkeit gegenüber PLLA mit höherer Festigkeit mit orientierten Molekülketten (kristalline Achsen) unterlegen. Wenn sie durch Orientierung usw. verarbeitet werden, durchläuft PDLLA manchmal eine Orientierung der amorphen Phase und der teilweise kristallinen Phase, was zu einem leichten Anstieg der Festigkeit führt. Dieses Phänomen hängt größtenteils von dem Verhältnis des D-Isomers zum L-Isomer (eines von diesen wird in höherem Gehalt verwendet), der Art des Copolymers, dem Verhältnis der Monomere und dem Molekulargewicht ab.

Die notwendige Festigkeit, die Zeitspanne, um dieselbe zu erhalten, die Absorptionsrate usw. des Formgedächtnismaterials können durch Variation dieser Faktoren verändert werden. Außerdem kann die Abbaurate durch Einstellung des Gehalts der Lactidmonomere in dem Polymer eingestellt werden.

Beispiel 2

D-Lactid und L-Lactid wurden in einem Gewichtsverhältnis von 25:75, 40:60 und 50:50 zum Erhalt von 3 PDLLA mit einem viskositätsgemittelten Molekulargewicht von 150.000 polymerisiert. Diese PDLLA wurden bei 160°C und 100 kg/cm² druckgeformt und so wurden 3 geformte PDLLA-Artikel in Form runder Stangen (Durchmesser = 10,0 mm, Länge = 10 mm) erhalten. Die Glasübergangstemperaturen dieser geformten Artikel lagen alle im Bereich von 50 bis 60°C.

Als nächstes wurden diese geformten Artikel jeweils auf 65°C erwärmt und zu geformten Artikeln in Form dünner und runder Stangen (Durchmesser = 5 mm, Länge = 40 mm) durch plastische Kompression deformiert. Dann wurden die resultierenden geformten Artikel in dieser Form durch Abkühlen auf gewöhnliche Temperatur zum Erhalt von 3 Formgedächtnismaterialien (Deformationsverhältnis: RS = RL = 4,0) mit der ursprünglichen Form runder Stangen im Gedächtnis fixiert.

Darauffolgend wurden diese Formgedächtnismaterialien jeweils in physiologischer Salzlösung bei 70°C eingetaucht, d. h. einer höheren Temperatur als der in Beispiel 1 verwendeten. Nach der Formwiedergewinnung wurden die Wiedergewinnungsverhältnisse (das Wiedergewinnungsverhältnis des Querschnittsbereichs und das der Länge) bestimmt. Tabelle 2 fasst die Ergebnisse zusammen.

Tabelle 2

Jedes der Formgedächtnismaterialien wurde sofort in der ursprünglichen Form durch Eintauchen in physiologischer Salzlösung bei 70°C wiedergewonnen. Die Formwiedergewinnungsverhältnisse hingen von dem Verhältnis von D-Lactid zu L-Lactid bei der Polymerisation ab. Es wurde klargestellt, dass die Probe mit dem äquivalenten Verhältnis ein hohes Wiedergewinnungsverhältnis zeigte, d. h. sie konnte einfach in der ursprünglichen (nicht deformierten) Form wiedergewonnen werden. Der Grund hierfür scheint der Folgende zu sein. Bei einem PDDL, das entweder D-Lactid oder L-Lactid in einem größeren Anteil enthält, wies die polymerbildende Molekülkette Teile mit konsekutiven L-Milchsäure- oder D-Milchsäuremolekülen auf und so war das Polymer aufgrund der Bildung von Wasserstoff-Brückenbindungen in der Molekülkette leicht kristallisiert, was zu einem leichten Abfall der Wiedergewinnungsverhältnisse bei 70°C führte.

Beispiel 3

D,L-Milchsäure/Glycolsäure-Copolymer (D,L-Milchsäure:Glycolsäure = 97,5:2,5) mit einem viskositätsgemittelten Molekulargewicht von 200.000 wurde bei 180°C und 100 kg/cm² druckgeformt, um einen geformten Artikel in Form einer runden Stange (Durchmesser = 13,0 mm, Länge = 30 mm) zu erhalten. Die Glasübergangstemperatur dieses geformten Artikels lag bei 51°C.

Als nächstes wurde dieser geformte Artikel auf 65°C erwärmt und zu einem anderen geformten Artikel in Form einer dünnen und runden Stange (Durchmesser = 7,5 mm, Länge = 90 mm) durch plastische Kompression deformiert. Dann wurde der resultierende geformte Artikel in dieser Form durch Abkühlen zum Erhalt eines Formgedächtnismaterials (Deformationsverhältnis RS = RL = 3,0) mit der ursprünglichen Form der runden Stange im Gedächtnis fixiert.

Darauffolgend wurde dieses Formgedächtnismaterial in physiologischer Salzlösung bei 67°C eingetaucht. Nach der Formwiedergewinnung wurden die Wiedergewinnungsverhältnisse (Querschnittsbereich und Länge) bestimmt. Tabelle 3 zeigt die Ergebnisse.

Tabelle 3

Dieses Formgedächtnismaterial wurde sofort in der ursprünglichen Form durch Eintauchen in physiologischer Salzlösung bei 67°C wiedergewonnen und zeigte ein hohes Wiedergewinnungsverhältnis von Querschnittsbereich und Länge von 98 % oder darüber. So wurde es fast vollständig in der ursprünglichen (nicht deformierten) Form runder Stangen wiedergewonnen.

Beispiel 4

PLLA mit einem viskositätsgemittelten Molekulargewicht von 100.000 wurde mit PDLLA, erhalten durch Ringöffnungspolymerisation von D,L-Lactid und einem viskositätsgemittelten Molekulargewicht von 100.000 bei einem Gewichtsverhältnis von 70:30 vermischt. Die so erhaltenen Körner wurden bei 185°C und 100 kg/cm² zum Erhalt eines geformten Artikels in Form einer runden Stange (Durchmesser = 10 mm, Länge = 20 mm) druckgeformt. Die anscheinende Glasübergangstemperatur dieses geformten Artikels lag bei ungefähr 60°C.

Als nächstes wurde dieser geformte Artikel auf 85°C erwärmt und zu einem anderen geformten Artikel in Form einer dünnen und runden Stange (Durchmesser = 6,3 mm, Länge = 50 mm) durch plastische Kompression deformiert. Dann wurde der resultierende geformte Artikel in dieser Form durch Abkühlen zum Erhalt eines Formgedächtnismaterials (Deformationsverhältnis RS = RL = 2,5) mit der ursprünglichen Form der runden Stange im Gedächtnis fixiert.

Darauffolgend wurde dieses Formgedächtnismaterial in physiologischer Salzlösung bei 85°C eingetaucht. Nach der Formwiedergewinnung wurden die Wiedergewinnungsverhältnisse (Querschnittsbereich und Länge) bestimmt.

Tabelle 4 zeigt die Ergebnisse.

Tabelle 4

Dieses Formgedächtnismaterial wurde sofort in der ursprünglichen Form durch Eintauchen in physiologischer Salzlösung bei 85°C wiedergewonnen. Obwohl die Wiedergewinnungsverhältnisse etwas niedriger lagen als diejenigen des PDLLA mit einem viskositätsgemittelten Molekulargewicht von 100.000 in Beispiel 1 wurde es fast vollständig in ursprünglicher (nicht deformierter) Form runder Stangen wiedergewonnen. Es wurde angenommen, dass der PLLA-Bestandteil in dem Formgedächtnismaterial aufgrund der Orientierung bei der plastischen Deformation bei dem Schritt der sekundären Deformation etwas kristallisierte und dass so die Wiedergewinnungsverhältnisse etwas niedriger lagen als die bei dem Ersteren.

Beispiel 5

PDLLA, erhalten durch Polymerisation von D-Lactid und L-Lactid in einem Gewichtsverhältnis von 50:50 und mit einem viskositätsgemittelten Molekulargewicht von 150.000 (das in Beispiel 2 verwendete) wurde in Dichlormethan gelöst. Dann wurde weder calciniertes noch gesinertes Hydroxyapatit (u-HA) der Lösung zugefügt. Darauffolgend wurde Ethylalkohol unter Rühren zum Copräzipitieren von PDLLA und u-HA zugefügt. Als nächstes wurde das Präzipitat durch Filtration aufgenommen und vollständig getrocknet, um zwei Arten PDLLA-Körner zu ergeben, worin u-HA einheitlich in einem Verhältnis von 40 Gew.% oder 50 Gew.% dispergiert vorlag.

Diese Körner wurden unter denselben Bedingungen wie den in Beispiel 2 druckgeformt, um zwei geformte Artikel in Form runder Stangen (Durchmesser = 10 mm, Länge = 10 mm) zu ergeben. Als nächstes wurden diese geformten Artikel auf 70°C erwärmt und zu geformten Artikeln (Deformationsverhältnis: RS = RL = 2,8)in Form dünner und runder Stangen (Durchmesser = 6,0 mm, Länge = 28 mm) durch plastische Kompression deformiert. Dann wurden die resultierenden geformten Artikel in dieser Form durch Abkühlen als solche fixiert. Als nächstes wurden diese geformten Artikel in sich verjüngende Formgedächtnisstifte (Formgedächtnismaterialien) von zwei Arten geschnitten (Durchmesser an einem Ende = 1,2 mm, Durchmesser am anderen Ende = 1,5 mm, Länge = 25 mm). Diese sich verjüngenden Stifte wurden in physiologischer Salzlösung bei 70°C eingetaucht und die Formwiedergewinnungsverhältnisse (Querschnittsbereich an einem Ende, Querschnittsbereich am anderen Ende, Länge) wurden bestimmt. Tabelle 5 fasst die Ergebnisse zusammen.

Tabelle 5

Jeder sich verjüngende Formgedächtnisstift wurde in der ursprünglichen Form eines dicken und kurzen sich verjüngenden Stiftes direkt nach Eintauchen in physiologischer Salzlösung bei 70°C wiedergewonnen. Sie zeigten hohe Formgedächtnisverhältnisse (ungefähr 93 % oder darüber in dem Querschnittsbereich an einem Ende, Querschnittsbereich am anderen Ende und der Länge). So wurde bewiesen, dass ein Formgedächtnismaterial aus einer Zusammensetzung eines biokeramischen Pulvers mit PDLLA erhalten werden kann.

Als nächstes wurde versucht, die sich verjüngenden Formgedächtnisstifte, hergestellt aus dem Composit, mit einem u-HA/PDDLA-Gewichtsverhältnis von 50/50 als Stifte für die Fixierung einer Knochenplatte zu verwenden.

Wie in 19 dargestellt, wurden 4 Löcher (106b) mit einem Durchmesser von 2,0 mm in dem Oberschenkelknochen (106) eines weißen Kaninchens durch Bohren in Intervallen von 5 mm in einer Linie gebildet. Dann wurden die sich verjüngenden Formgedächtnisstifte (9), bestehend aus der Zusammensetzung u-HA/PDLLA (50/50 pro Gewicht) jeweils in die Löcher (9b) inseriert, während das Ende mit dem größeren Durchmesser nach unten zeigte. Als nächstes wurde eine Knochenfixierungsplatte (107), bestehend aus dem Composit u-HA/PDLLA (50/50 pro Gewicht) hergestellt und mit 4 Löchern mit einem Durchmesser von 2,2 mm in Intervallen von 5 mm in einer Linie versehen und darauf platziert und die Spitze jedem sich verjüngenden Formgedächtnistift (9), die sich aus der Oberfläche des Knochens (106) erhob, wurde in jedes Loch (107a) der Knochenplatte (107) eingeführt. Nachdem die Knochenplatte (107) so aufgesetzt wurde, wurde die physiologische Salzlösung bei 70°C auf den sich verjüngenden Formgedächtnisstift (9) gegossen, um dadurch die Stifte in der ursprünglichen Form wiederzugewinnen. So wurde die Platte (107) auf der Oberfläche des Oberschenkelknochens (106) fixiert. Als nächstes wurde ein Eisen (108), vorerwärmt auf 150°C, auf die Spitze jedes sich verjüngenden Stiftes (9), die sich aus der Oberfläche der Knochenplatte (107) erhob, gepresst, um dadurch die Spitze des Stiftes und die Oberfläche der Knochenplatte abzuflachen. Auf diese Weise wurde die Platte (107) fest fixiert.

Darauffolgend wurde der Versuch unternommen, die an dem Oberschenkelknochen fixierte Platte wieder abzulösen, d. h. ein Ablösetest. Zunächst wurde der Oberschenkelknochen, auf dem die Platte fixiert worden war, auf eine Vielzweck-Testvorrichtung platziert. Dann wurde die fixierte Platte mit einem spezifischen Haltemittel befestigt und eine Belastung wurde in Richtung eines Zugs der Platte angebracht. Im Ergebnis konnte die Platte von den Stiften nicht gelöst werden, sondern die Platte brach.

Dadurch wurde bewiesen, dass diese sich verjüngenden Formgedächtnisstifte es ermöglichten, Knochenplatten an Knochen in vivo einfach und sicher zu befestigen. Dieses Knochenfixierungsverfahren ist sehr nützlich im Vergleich mit dem konventionellen Knochenfixierungsverfahren, bei dem eine Platte an einer Knochenfrakturstelle mit Schrauben befestigt wird.

Beispiel 6

PDLLA mit einem viskositätsgemittelten Molekulargewicht von 250.000, verwendet in Beispiel 1, wurde bei 160°C und 100 kg/cm² zum Erhalt eines geformten Artikels in Form einer runden Stange (Durchmesser = 15 mm, Länge = 50 mm) druckgeformt. Als nächstes wurde dieser geformte Artikel, wie dargestellt in 22, in einen geformten Artikel (11c) in Form eines zylindrischen Stopfens (11a) geschnitten, versehen mit vier blütenblattähnlichen geneigten Vorsprüngen (11b), die sich von der Peripherie der oberen Fläche aus erstreckten.

Als nächstes wurde dieser geformte Artikel (11c) in physiologischer Salzlösung bei 60°C eingetaucht, so dass die blütenblattähnlichen Vorsprünge (11b) nach innen an der Basis parallel zu der Achse des Zylinders (11a) gebogen wurden, gefolgt von einem Fixieren des geformten Artikels auf diese Form durch Abkühlen, um ein Formgedächtnismaterial (11) zu bilden, das Knochenzement an einem Auslaufen in die Knochenmarkshöhlung hindern kann, mit einem Gedächtnis der ursprünglichen (nicht deformierten) Form des geformten Artikels (11c).

Dieses Formgedächtnismaterial (11) wurde in die Knochenmarkshöhlung eines Oberschenkelknochens eines weißen Kaninchens inseriert und physiologische Kochsalzlösung bei 60°C wurden auf das Formgedächtnismaterial (11) gegossen. So konnte jeder blütenblattähnliche Vorsprung (11b) des Formgedächtnismaterials (11) in der ursprünglichen (geöffneten) Form wiedergewonnen werden und so wurde das Formgedächtnismaterial (11) in der Knochenmarkshöhlung fixiert.

Darauffolgend wurde ein Knochenzement (108) in die Knochenmarkshöhlung gegossen, die vertikal angeordnet war, so dass der Stopfen an dem Boden lokalisiert war, während der Zement in der Spitze lokälisiert war. Nach Aushärten des Zements wurde der Oberschenkelknochen vertikal geöffnet, um ein Auslaufen des Zements aus der Knochenmarkshöhlung zu bestätigen. Im Ergebnis wurde bewiesen, dass der Knochenzement in der Knochenmarkshöhlung oberhalb des Formgedächtnismaterials (11) ausgehärtet war und kein Auslaufen aufgetreten war. Das Formgedächtnismaterial (11), zur Verhinderung, dass Knochenzement in eine Knochenmarkshöhlung ausläuft, war in der Knochenmarkshöhlung fest fixiert.

Beispiel 7

Ein Copolymer, erhalten durch Polymerisation von L-Lactid und D,L-Lactid in einem Gewichtsverhältnis von 95:5 und mit einem viskositätsgemittelten Molekulargewicht von 150.000 wurde einer Copräzipitation mit weder calciniertem, noch gesintertem Hydroxyapatit (u-HA) in der selben Weise wie der in Beispiel 6 beschriebenen unterzogen. Nach dem Trocknen wurden Copolymerkörner, in denen u-HA in einem Verhältnis von 40 Gew.% einheitlich dispergiert vorlag, erhalten.

Diese Körner wurden bei 185°C und 100 kg/cm² in geformte Artikel in Form einer runden Stange (Durchmesser = 10 mm, Länge = 40 mm) druckgeformt. Dieser geformte Artikel hatte eine anscheinende Glasübergangstemperatur von 62°C.

Als nächstes wurde dieser geformte Artikel in einen geformten Artikel (10c) (L: 35 mm, d: 3 mm, D: 5 mm) wie dargestellt in 20 geschnitten. Dann wurde dieser geformte Artikel (10c) auf 85°C erwärmt, so dass jeder Arm (10b) nach innen an der Basis parallel zu der Achse des Zylinders (10a) gebogen war, gefolgt von einem Fixieren des geformten Artikels auf diese Form zum Erhalt eines Formgedächtnismaterials für die Knochenfixierung (10) mit einem Gedächtnis der ursprünglichen Form des geformten Artikels (10c).

Als nächstes wurde die Tibia eines weißen Kaninchens halbiert, um zwei Knochenfragmente zu ergeben. Dann wurden Löcher (Durchmesser: 4 mm, Tiefe: 18 mm) auf den eingeschnittenen Flächen von beiden Knochenfragmenten gebildet und das Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (10) wurde in diese Löcher eingeführt, um dadurch die Knochenfragmente miteinander zu verbinden. Dann wurde physiologische Salzlösung bei 85°C darauf gegossen und so wurde das Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (10) in seiner ursprünglichen Form wiedergewonnen. Auf diese Weise wurden die Knochenfragmente fest miteinander verbunden. Obwohl auf die fixierten Knochenbereiche in der Richtung eines Auseinanderziehens eine Belastung angebracht wurde, waren die Knochenfragmente fest miteinander verbunden und das Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (10) fiel nicht heraus.

So konnte bewiesen werden, dass das Formgedächtnismaterial für die Knochenfixierung (10) in ausreichender Weise Knochenbereiche miteinander befestigen konnte.

Beispiel 8

Poly-D,L-milchsäure (Glasübergangstemperatur: 51°C), erhalten durch Ringöffnungspolymerisation von D,L-Lactid und mit einem viskositätsgemittelten Molekulargewicht von 100.000 wurde bei 180°C in Röhren mit geringem Durchmesser (Innendurchmesser = 1 mm, Außendurchmesser = 5 mm) extrusionsgeformt. Nach dem Abkühlen wurden diese Röhren in Scheiben geschnitten, um einen geformten Artikel in Form von Ringen mit geringem Durchmesser zu ergeben (Innendurchmesser = 1 mm, Außendurchmesser = 5 mm, Länge (Breite) = 2 mm). Als nächstes wurden diese Ringe in einer Atmosphäre von 60°C zu Ringen mit größerem Durchmesser (Innendurchmesser = 10 mm, Außendurchmesser = 11,5 mm, Länge (Breite) = 1,5 mm) vergrößert und deformiert und dann in dieser Form durch Abkühlen fixiert, um ein Formgedächtnismaterial zu erhalten, das in seinem Gedächtnis die ursprüngliche Form der Ringe des kleinen Durchmessers hatte.

Wenn dieses Formgedächtnismaterial in heißes Wasser bei 70°C eingetaucht wurde, wurde es sofort in der ursprünglichen Form von Ringen mit geringem Durchmesser im Innendurchmesser, Außendurchmesser und Länge (Breite) wiedergewonnen.

Beispiel 9

Poly-D,L-milchsäure (Glasübergangstemperatur: 50°C), erhalten durch Ringöffnungspolymerisation von D,L-Lactid und mit einem viskositätsgemittelten Molekulargewicht von 70.000 wurde bei 180°C zu Röhren mit geringem Durchmesser (Innendurchmesser = 0,5 mm, Außendurchmesser = 3,2 mm) extrusionsgeformt. Nach dem Abkühlen wurden diese Röhren in Scheiben geschnitten, um geformte Artikel in Form von Ringen mit geringem Durchmesser zu ergeben (Innendurchmesser = 0,5 mm, Außendurchmesser = 3,2 mm, Länge (Breite) = 1,0 mm). Als nächstes wurden diese Ringe in einer Atmosphäre von 55°C zu Ringen mit großem Durchmesser (Innendurchmesser = 5,0 mm, Außendurchmesser = 6,1 mm, Länge (Breite) = 0,8 mm) vergrößert und deformiert und dann in dieser Form durch Abkühlen fixiert, um ein Formgedächtnismaterial für die vaskuläre Ligatur zu ergeben, das die ursprüngliche Form der Ringe mit kleinem Durchmesser in seinem Gedächtnis hatte.

Dieser Ring für die vaskuläre Ligatur wurde in ein Ende eines eingeschnittenen abdominalen Blutgefäßes (Durchmesser: ungefähr 1 mm) eines weißen Kaninchens eingesetzt und dann wurde physiologische Kochsalzlösung bei 60°C darauf gesprüht. Auf diese Weise wurde der Ring für die vaskuläre Ligatur direkt in der ursprünglichen Form eines Rings mit geringem Durchmesser wiedergewonnen und ligierte das Blutgefäß, was zu einer vollständigen Blutstillung führte. Nur um sicherzugehen, wurde der in seiner Form wiedergewonnene Ring mit einem Paar Zangen, erwärmt auf 80°C, abgeflacht, um das Blutgefäß vollständig zu versiegeln. Nach 12 Wochen wurde das Kaninchen geopfert und das Blutgefäß wurde überprüft. Als Ergebnis war der Ring fast verschwunden, das Blutgefäß war jedoch versiegelt und der blutstillende Effekt war aufrechterhalten.

Beispiel 10

Poly-D,L-milchsäure (Glasübergangstemperatur: 52°C), erhalten durch Ringöffnungspolymerisation von D-Lactid und L-Lactid (50:50 pro Gewicht) und mit einem viskositätsgemittelten Molekulargewicht von 150.000 wurde bei 180°C zu Röhren mit geringem Durchmesser (Innendurchmesser = 3 mm, Außendurchmesser = 5 mm) extrusionsgeformt. Nach dem Abkühlen wurden diese Röhren zum Erhalt eines geformten Artikels in Form von Ringen mit geringem Durchmesser in Scheiben geschnitten (Innendurchmesser = 3 mm, Außendurchmesser = 5 mm, Länge (Breite) = 1 mm). Als nächstes wurden diese Ringe in einer Atmosphäre von 60°C zu Ringen mit großem Durchmesser (Innendurchmesser = 15 mm, Außendurchmesser = 15,7 mm, Länge (Breite) = 0,7 mm) vergrößert und deformiert. Dann wurden diese Ringe geöffnet, um zu einer Nahtnadel zu passen, um einen Haken zu ergeben. Dann wurden diese geöffneten Ringe in dieser Form durch Abkühlen fixiert, um dadurch ein Formgedächtnismaterial für die Naht mit einem Haken (71), wie dargestellt in 12, zu ergeben.

Dann wurde der Haken dieses Formgedächtnismaterials für die Naht (7) mit einer Nahtnadel versehen, mit der eine eingeschnittene Stelle (104) eines weißen Kaninchens in mehreren Stichen genäht wurde. So wurde die eingeschnittene Stelle (104) an mehreren Punkten mit dem Formgedächtnismaterial für die Naht (7), wie in 13 dargestellt, genäht. Als nächstes wurde physiologische Salzlösung bei 65°C auf das Formgedächtnismaterial für die Naht (7) gesprüht. So wurde das Formgedächtnismaterial für die Naht (7) an jedem Punkt sofort in der ursprünglichen Form des geöffneten Rings mit geringem Durchmesser wiedergewonnen und so konnte die eingeschnittene Stelle (104) fest genäht werden.

Beispiel 11

Poly-D;L-milchsäure (Glasübergangstemperatur: 54°C), erhalten durch Ringöffnungspolymerisation von D,L-Lactid und mit einem viskositätsgemittelten Molekulargewicht von 250.000 wurde in Dichlormethan gelöst. Die so erhaltene Lösung wurde um eine quadratische Stange (Länge = 0,5 mm, Breite = 2 mm, Höhe = 50 mm), hergestellt aus Polyethylen, aufgebracht und dann wurde Dichlormethan verdampft, um einen geformten Artikel in Form einer flachen und quadratischen Stange (Höhe = 20 mm, Dicke = 0,75 mm, innere Länge = 0,5 mm, Breite = 2 mm) zu erhalten.

Dieser geformte Artikel wurde in einer Atmosphäre von 80°C zu einer flachen und quadratischen Form mit einer Höhe von 40 mm gestreckt und dann in dieser Form durch Abkühlen fixiert.

Weiterhin wurde er in einer Atmosphäre von 60°C zu einer flachen und quadratischen Röhre mit einem großen Querschnittsbereich (Höhe = 40 mm, Dicke = 0,1 mm, Innenlänge = 5 mm, Breite = 10 mm) vergrößert und deformiert und dann in dieser Form durch Abkühlen fixiert, um ein Formgedächtnismaterial für die Sehnenfixierung zu ergeben mit einem Gedächtnis für die ursprüngliche Form der quadratischen Röhre.

In beide Öffnungen dieses Formgedächtnismaterials wurden eingeschnittene Sehnenbereiche eines weißen Kaninchenfußes inseriert. Dann wurde physiologische Salzlösung bei 60°C darauf gesprüht. Auf diese Weise wurde das Formgedächtnismaterial direkt in der Form einer flachen und quadratischen Röhre mit einem kleinen Querschnittsbereich (Innenlänge = 0,5 mm, Breite = 2 mm) wiedergewonnen. Auf diese Weise wurden die eingeschnittenen Sehnenenden fest rundherum gehalten. Weiterhin wurde physiologische Salzlösung mit 80°C daraufgesprüht. Dadurch wurde das Formgedächtnismaterial in der ursprünglichen Form einer kurzen und quadratischen Röhre mit einer Höhe von 20 mm wiedergewonnen und so konnten die eingeschnittenen Sehnenenden eng miteinander in Kontakt kommen und fixiert werden.

Beispiel 12

100 Gew.-Teile Poly-D,L-milchsäure (Glasübergangstemperatur: 50°C), erhalten durch Ringöffnungspolymerisation von D,L-Lactid und mit einem viskositätsgemittelten Molekulargewicht von 70.000 und 150 Gew.-Teile eines vaskulären Rekonstriktionsinhibitors Tranilast wurden in Chloroform gelöst, um eine Lösung mit einem Feststoffgehalt von 3 Gew. zu ergeben. Dann wurde diese Lösung auf eine runde Stange gesprüht, hergestellt aus Polyethylen (Durchmesser = 5,0 mm) mit einem Ausgabedruck von 8,0 kgf/cm². Nach einer Verdampfung von Chloroform wurde ein zylindrischer Film mit einer Dicke von 0,3 mm gebildet. Dann wurde dieser zylindrische Film in ein Stück mit einer Länge von 15 mm geschnitten und eine Anzahl von Poren (Durchmesser = 1,5 mm) wurden auf der Oberfläche des Films gebildet.

Nachdem die runde Stange herausgenommen worden war, wurde ein perforierter geformter Artikel (12a), wie dargestellt in 24, erhalten. Dieses Produkt wog 36 mg und enthielt 21,6 mg des Arzneimittels darin eingeschlossen.

Wie in 24 dargestellt, wurde dieser perforierte zylindrische geformte Artikel entlang der Ebene gefaltet und zum Erhalt einer Röhre aufgewunden (Außendurchmesser ungefähr 1,0 mm) und deformiert. Dann wurde er in dieser Form durch Löschen zum Erhalt eines aufgewundenen Stents (Formgedächtnismaterial) zur Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion (12) fixiert, mit einem Gedächtnis für die ursprüngliche Form des perforierten Zylinders.

Als nächstes wurde der folgende Test in vitro durchgeführt, um die Formgedächtnisfunktion dieses Stents zu bestätigen und die Arzneimittel-Freisetzungsrate zu messen.

Der Stent wurde in ein Silikonröhrchen mit einem 4,0 mm Innendurchmesser inseriert und heißes Wasser wurde bei 60°C durchgeführt. Mit dem Anstieg der Temperatur vergrößerte sich der Stent und gewann die ursprüngliche zylindrische Form wieder und wurde dort fixiert, während er die Innenfläche des Rohrs aufgrund des auf die Innenwand ausgeübten Drucks auskleidete. Dann wurde er in einem 0,2 M Phosphatpuffer (pH 7,4) bei 37°C eingetaucht und die Menge des freigesetzten Tranilasts in den Puffer mit Abbau der Poly-D,L-milchsäure wurde in konstanten Intervallen bestimmt. Wie in 29 dargestellt, wurde das Arzneimittel mit einer konstanten Rate über 12 Wochen freigesetzt und es wurde bestätigt, dass 68 des zu Anfang des Tests eingeschlossenen Tranilasts während dieser Zeitspanne freigesetzt wurden. Es wurde auch bestätigt, dass eine geringe Menge der Poly-D,L-milchsäure immer noch verblieben war.

Wie oben beschrieben, wird festgestellt, dass der bioabbaubare und absorbierbare Stent mit Formgedächtnisfunktion ausgezeichnete Funktionen als DDS-Basis ausüben kann.

Wie die obige Beschreibung deutlich anzeigt, können die bioabbaubaren und absorbierbaren erfindungsgemäßen Formgedächtnismaterialien es ermöglichen, wenn sie auf Deformationstemperaturen neuerlich erwärmt werden, vitale Gewebe durch Ligatur, Anastomose, Naht, Fixieren, Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion usw. in einfacher und sicherer Weise zu behandeln, d. h. Behandlungen wie z. B. eine Ligatur und Anastomose von eingeschnittenen Blutgefäßen (Blutstillung), die Naht von eingeschnittenen Stellen, Fixierung von eingeschnittenen Sehnen, Knochenfixierung und Verhinderung einer vaskulären Rekonstriktion durchzuführen. Da diese Formgedächtnismaterialien in der ursprünglichen Form durch neuerliches Erwärmen auf relativ niedrige Temperaturen wiedergewonnen werden können, besteht keine Gefahr von Verbrennungen. Weiterhin werden diese Formgedächtnismaterialien niemals eine Halobindung bei MRI oder CT induzieren und nicht verbleiben, sondern in vivo abgebaut und absorbiert werden und so günstige Effekte erreichen können.

Die bioabbaubaren und absorbierbaren Formgedächtnismaterialien, die biokeramische Pulver enthalten, können fest an Knochen binden und dieselben in vivo fixieren, während diejenigen, die Arzneimittel enthalten, die Arzneimittel mit konstanter Rate freisetzen können und so als DDS-Basen dienen können.


Anspruch[de]
  1. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis, welches einen geformten Artikel aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer umfasst und welches weiterhin ein biokeramisches Pulver umfasst, worin das Material ohne Anwendung irgendeiner äusseren Kraft darauf, sondern durch Erhitzen auf eine bestimmte Temperatur oder darüber, in der Originalform wiedergewonnen werden kann.
  2. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss Anspruch 1, worin das biokeramische Pulver zumindest ein Mitglied ist, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus an der Oberfläche bioaktivem gesintertem Hydroxyapatit, Bioglas zur Verwendung im lebenden Körper, kristallisiertem Glas zur Verwendung im lebenden Körper, bioabsorbierbarer, weder calcinierter noch gesinterter Hydroxyapatit, Dicalciumphosphat, Tricalciumphosphat, Tetracalciumphosphat, Octacalciumphosphat, Calcit und Diopsit.
  3. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss Anspruch 2, worin das biokeramische Pulver bioabsorbierbarer, weder calcinierter noch gesinterter Hydroxyapatit ist.
  4. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, worin das auf Milchsäure basierende Polymer Poly-D,Lmilchsäure ist.
  5. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, welches ein bioabbaubares und absorbierbares Material umfasst, welches erhältlich ist durch Deformieren eines geformten Artikels aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer mit einer bestimmten Form in einen andern geformten Artikel mit einer anderen Form bei einer Temperatur, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur, aber geringer als dessen Kristallisationstemperatur (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist), anschliessendes Fixieren des besagten geformten Artikels auf die so deformierte Form durch dessen Abkühlen auf eine Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur, weiteres Deformieren des besagten geformten Artikels in einen anderen geformten Artikel mit einer anderen Form bei einer Temperatur, die höher ist als die Glasübergangstemperatur, aber geringer als die besagte Deformationstemperatur, und Fixierung des besagten geformten Artikels auf die so deformierte Form durch dessen Abkühlung auf eine solche Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur, worin der erste geformte Artikel der Originalform aus besagtem geformten Artikel mittels erneutem Erhitzen desselben auf die erste Deformationstemperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  6. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, welches ein bioabbaubares und absorbierbares Material umfasst, das erhältlich ist durch Deformieren eines porösen geformten Artikels aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer mit einer bestimmten Form zu einem im wesentlichen nicht-porösen geformten Artikel mit einer anderen Form bei einer Temperatur, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur, aber geringer als dessen Kristallisationstemperatur (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und anschliessendes Fixieren des besagten geformten Artikels auf die so deformierte Form durch dessen Abkühlen auf eine solche Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur, worin der vormalige poröse geformte Artikel der Originalform aus dem besagten geformten Artikel durch dessen erneutes Erhitzen auf die besagte Deformationstemperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  7. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 5 für vaskuläre Anastomose, welches einen geformten Artikel aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von Röhren umfasst, worin aus dem besagten Material die erinnerte Form von Röhren mit geringem Durchmesser ohne Anwendung irgendeiner äusseren Kraft darauf, sondern durch Erhitzen auf eine definierte Temperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  8. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis für vaskuläre Anastomose gemäss Anspruch 7, welches ein bioabbaubares und absorbierbares Material umfasst, das erhältlich ist durch Erweitern und Deformieren eines geformten Artikels aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von Röhren mit geringem Durchmesser zu einem anderen geformten Artikel in Form von Röhren mit grossem Durchmesser bei einer Temperatur, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur, aber geringer als dessen Kristallisationstemperatur (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und anschliessendes Fixieren des besagten geformten Artikels auf die Form von Röhren mit grossem Durchmesser durch dessen Abkühlen auf eine solche Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur, worin der vormalige geformte Artikel in Form von Röhren mit geringem Durchmesser aus besagtem geformten Artikel durch dessen erneutes Erhitzen auf die besagte Deformationstemperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  9. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, für vaskuläre Ligation, welches einen geformten Artikel aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von Ringen umfasst, worin die erinnerte Form von Ringen mit geringem Durchmesser aus besagtem Material ohne Anwendung irgendeiner äusseren Kraft darauf, sondern durch Erhitzen auf eine definierte Temperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  10. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis zur vaskulären Ligation gemäss Anspruch 9, welches ein Bioabbaubares und absorbierbares Material umfasst, das erhältlich ist durch Erweitern und Deformieren eines geformten Artikels aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von Ringen mit geringem Durchmesser zu einem anderen geformten Artikel in Form von Ringen mit grossem Durchmesser bei einer Temperatur, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur, aber geringer als dessen Kristallisationstemperatur (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und anschliessendes Fixieren des besagten geformten Artikels auf die Form von Ringen mit grossem Durchmesser durch dessen Abkühlen auf eine solche Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur, gefolgt von dessen Schneiden in runde Scheiben, worin der vormalige geformte Artikel in Form von Ringen mit geringem Durchmesser in runden Scheiben aus besagtem geformten Artikel durch dessen erneutes Erhitzen auf besagte Deformationstemperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  11. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis zur vaskulären Ligation gemäss Anspruch 9, welches ein bioabbaubares und absorbierbares Material umfasst, das erhältliches ist durch Erweitern und Deformieren eines geformten Artikels aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von Ringen mit geringem Durchmesser zu einem anderen geformten Artikel in Form von Ringen mit grossem Durchmesser bei einer Temperatur, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur, aber geringer als dessen Kristallisationstemperatur (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und anschliessendes Fixieren des besagten geformten Artikels auf die Form von Ringen mit grossem Durchmesser durch dessen Abkühlen auf eine solche Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur, worin der vormalige geformte Artikel in Form von Ringen mit geringem Durchmesser aus besagtem geformten Artikel durch dessen erneutes Erhitzen auf besagte Deformationstemperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  12. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, für Sehnenligation, welches ein bioabbaubares und absorbierbares Material umfasst, das erhältlich ist durch Erweitern und Deformieren eines geformten Artikels aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von nahezu quadratischen kleinen Röhren mit einer flachen Öffnungsfläche zu einem anderen geformten Artikel in Form von nahezu quadratischen grossen Röhren mit einer grossen Öffnungsfläche bei einer Temperatur, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur, aber geringer als dessen Kristallisationstemperatur (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und anschliessendes Fixieren des besagten geformten Artikels auf die Form von nahezu quadratischen grossen Röhren mit einer grossen Öffnungsfläche durch dessen Abkühlen auf eine solche Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur, worin der vormalige geformte Artikel in Form von nahezu quadratischen kleinen Röhren mit einer flachen Öffnungsfläche aus besagtem geformten Artikel durch dessen erneutes Erhitzen auf besagte Deformationstemperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  13. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4 als Nahtmaterial, welches einen geformten Artikel aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von aufgeschnittenen Ringen umfasst, worin die Originalform aus dem besagten Material ohne Anwendung irgendeiner äusseren Kraft darauf, sondern durch Erhitzen auf eine bestimmte Temperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  14. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis als Nahtmaterial gemäss Anspruch 13, welches ein bioabbaubares und absorbierbares Material umfasst, das erhältlich ist durch Erweitern und Deformieren eines geformten Artikels aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von Ringen mit geringem Durchmesser zu einem anderen geformten Artikel in Form von Ringen mit grossem Durchmesser bei einer Temperatur, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur, aber geringer als dessen Kristallisationstemperatur (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und anschliessendes Fixieren des besagten geformten Artikels auf die Form von Ringen mit grossem Durchmesser durch dessen Abkühlung auf eine solche Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur, gefolgt vom Aufschneiden, worin der vormalige geformte Artikel in Form von Ringen mit geringem Durchmesser, die aufgeschnitten wurden, aus besagtem geformten Artikel durch dessen erneutes Erhitzen auf besagte Deformationstemperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  15. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4 als Nahtmaterial, welches ein bioabbaubares und absorbierbares Material umfasst, das erhältlich ist durch Erweitern und Deformieren eines geformten Artikels aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von Ringen mit geringem Durchmesser zu einem anderen geformten Artikel in Form von Ringen mit grossem Durchmesser bei einer Temperatur, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur, aber geringer als dessen Kristallisationstemperatur (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist), das Aufschneiden des besagten geformten Artikel in Form von Ringen mit grossem Durchmesser, das Biegen eines Teils desselben, so dass es zu einer chirurgischen Nadel passt, und das anschliessende Fixieren des besagten geformten Artikels auf die Form durch dessen Abkühlen auf eine solche Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur, worin der vormalige geformte Artikel in Form von aufgeschnittenen Ringen mit geringem Durchmesser aus besagtem geformten Artikel durch dessen erneutes Erhitzen auf besagte Deformationstemperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  16. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4 als Nahtmaterial, welches einen geformten Artikel aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von Garn umfasst, worin die Form eines dicken Garns aus besagtem Material ohne Anwendung irgendeiner äusseren Kraft darauf, sondern durch Erhitzen auf eine bestimmte Temperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  17. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis als Nahtmaterial gemäss Anspruch 16, welches ein bioabbaubares und absorbierbares Material umfasst, das erhältlich ist durch Ziehen und Deformieren eines geformten Artikels aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form eines dicken Garns zu einem anderen geformten Artikel in Form eines längeren und dünneren Garns bei einer Temperatur, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur, aber geringer als dessen Kristallisationstemperatur (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und anschliessendes Fixieren des besagten geformten Artikels auf die Form eines dünnen Garns durch dessen Abkühlen auf eine solche Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur, worin der vormalige geformte Artikel in Form eines dicken Garns aus besagtem geformten Artikel durch dessen Verkürzen durch erneutes Erhitzen auf besagte Deformationstemperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  18. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4 zur Knochenfixierung, welches einen geformten Artikel aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von Stangen umfasst, worin die Originalform in Form von dicken und runden Stangen aus dem besagten Material ohne Anwendung irgendeiner äusseren Kraft darauf, sondern durch Erhitzen auf eine bestimmte Temperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  19. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4 zur Knochenfixierung, welches ein bioabbaubares und absorbierbares Material umfasst, das erhältlich ist durch Deformieren eines geformten Artikels aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form von dicken Stangen in einen anderen geformten Artikel in Form von längeren und dünneren Stangen bei einer Temperatur, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur, aber geringer als dessen Kristallisationstemperatur (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und anschliessendes Fixieren des besagten geformten Artikels auf die Form von dünnen Stangen durch dessen Abkühlen auf eine solche Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur, worin der vormalige geformte Artikel in Form von dicken Stangen aus besagtem geformten Artikel durch dessen erneutes Erhitzen auf besagte Deformationstemperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  20. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss Anspruch 19, worin der besagte deformierte geformte Artikel in Form von langen und dünnen Stangen durch Abkühlen und anschliessendes Schneiden in bestimmte Stifte auf die Form fixiert ist.
  21. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4 zur Knochenfixierung, welches ein bioabbaubares und absorbierbares Material umfasst, das erhältlich ist durch Deformieren eines geformten Artikels aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form eines Zylinders, der ausgestattet ist mit zwei oder mehreren geneigten Armen, die aus der Peripherie von dessen beiden Enden herausragen, bei einer Temperatur, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur, aber geringer als dessen Kristallisationstemperatur (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist), so dass jeder Arm an der Basis parallel zur Achse des Zylinders nach innen gebogen ist, und anschliessendes Fixieren des besagten geformten Artikels auf besagte Form durch dessen Abkühlen auf eine solche Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur, worin die Originalform aus besagtem geformten Artikel durch dessen erneutes Erhitzen auf besagte Deformationstemperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  22. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4 zur Verhinderung des Auslaufens von Knochenzement aus einer Knochenmarkshöhlung, welches ein bioabbaubares und absorbierbares Material umfasst, das erhältlich ist durch Deformieren eines geformten Artikels aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form eines zylindrischen Stopfens mit einem halbkugelförmigen Boden, welcher mit zwei oder mehreren blütenblattförmigen geneigten Vorsprüngen, die sich von der Peripherie der oberen Fläche davon erstrecken, ausgestattet ist, bei einer Temperatur, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur, aber geringer als dessen Kristallisationstemperatur (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist), so dass jeder blütenblattförmige Vorsprung an der Basis parallel zur Achse des Zylinders nach innen gebogen ist, und anschliessendes Fixieren des besagten geformten Artikels auf besagte Form durch dessen Abkühlen auf eine solche Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur, worin die Originalform aus besagtem Artikel durch dessen erneutes Erhitzen auf besagte Deformationstemperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  23. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4 zur Verhinderung vaskulärer Rekonstriktion, welches ein bioabbaubares und absorbierbares Material umfasst, das erhältlich ist durch Deformieren eines geformten Artikels aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form eines perforierten Zylinders mit einer Anzahl von Poren oder eines Netzes oder siebförmigen Zylinders in einen anderen geformten Artikel in Form eines gefalteten Zylinders bei einer Temperatur, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur, aber geringer als dessen Kristallisationstemperatur (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist) und anschliessendes Fixieren des besagten geformten Artikels auf besagte Form durch dessen Abkühlung auf eine solche Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur, worin die Originalform des geformten Artikels durch dessen erneutes Erhitzen auf besagte Deformationstemperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  24. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4 für künstliche Hüftgelenke, umfassend einen geformten Artikel aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Halbkugel-Schalenform, worin die erinnerte Form einer kleinen Halbkugel-Schalenform aus dem besagten Material ohne Anwendung irgendeiner äusseren Kraft darauf, sondern durch Erhitzen auf eine bestimmte Temperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
  25. Bioabbaubares und absorbierbares Material mit Formgedächtnis gemäss irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4 für künstliche Hüftgelenke, welches ein bioabbaubares und absorbierbares Material umfasst, das erhältlich ist durch Erweitern und Deformieren eines geformten Artikels aus einem auf Milchsäure basierenden Polymer in Form einer kleinen Halbkugel-Schalenform in einen anderen geformten Artikel in Form einer grossen Halbkugel-Schalenform bei einer Temperatur, die höher ist als dessen Glasübergangstemperatur, aber geringer als dessen Kristallisationstemperatur (oder 100°C, wenn der geformte Artikel keine Kristallisationstemperatur aufweist), und anschliessendes Fixieren des besagten geformten Artikels auf die Form einer grossen Halbkugel-Schalenform durch dessen Abkühlung auf eine solche Temperatur, die geringer ist als die Glasübergangstemperatur, worin der vormalige geformte Artikel in Form einer kleinen Halbkugel-Schalenform aus besagtem geformten Artikel durch dessen erneutes Erhitzen auf besagte Deformationstemperatur oder darüber wiedergewonnen werden kann.
Es folgen 14 Blatt Zeichnungen






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