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Dokumentenidentifikation DE10237818B4 27.01.2005
Titel Isolierung für Flaschen o. dgl.
Anmelder Huhtamaki Ronsberg, Zweigniederlassung der Huhtamaki Deutschland GmbH & Co. KG, 87671 Ronsberg, DE
Erfinder Battegazzore, Rinaldo, Viguzzolo, IT
Vertreter Meissner, Bolte & Partner GbR, 80538 München
DE-Anmeldedatum 19.08.2002
DE-Aktenzeichen 10237818
Offenlegungstag 19.02.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.01.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.01.2005
IPC-Hauptklasse B65D 81/38
IPC-Nebenklasse B65D 25/34   B65D 23/08   G09F 3/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Isolierung zur Anbringung an Verpackungen, Behältern, Flaschen und/oder flächigen Körpern gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Isolierungen dienen dazu, Gegenstände, Flüssigkeiten oder Gase sowie deren Behältnisse vor äußeren Einflüssen abzuschirmen. Eine solche Abschirmung bezweckt in aller Regel eine Aufrechterhaltung oder Verbesserung des abgeschirmten Materials. Wesentliche äußere Einflüsse, die geeignet sind, Materialeigenschaften zu verändern, sind u.a. Wärme sowie elektromagnetische Strahlung in Form von Wärme oder Licht.

Während ein abzuschirmendes bzw. zu schützendes Material vor Licht mittels einer umhüllenden dunklen Ummantelung oder Verkleidung relativ leicht abzuschirmen ist, besteht eine größere Problematik bei der Abschirmung eines Materials vor Wärme, da diese außer durch Konvektion auch durch Strahlung und Wärmeleitung übertragen wird.

In aller Regel wird zur Wärmeisolierung ein den abzuschirmenden Gegenstand umhüllender Schaum oder eine Folie mit Luftkammern eingesetzt, die gegebenenfalls mit einer reflektierenden Schicht versehen ist.

Hierzu schlägt die deutsche Gebrauchsmusterschrift DE 201 03 332 U1 einen Behälter zur Aufnahme von Reifendichtmittel vor, dessen Behälterwand mit einer Isolierung und/oder einer Thermofolie umgeben ist. Die dortige Isolierung besteht aus einem Schaum, aus Folien mit Luftkammern oder aus Polystyrol sowie aus einer Thermofolie.

Die Thermofolie ist mit einer reflektierenden Außen- und/oder Innenbeschichtung versehen. Die Isolierung und die Thermofolie sind zweiteilig ausgebildet, wobei die Isolierung innerhalb der Thermofolie vorgesehen sein kann.

Nachteilig bei dieser Ausführungsform ist die außenseitige Anbringung der Thermofolie. Die reflektierende Beschichtung ist entweder an der nach außen gerichteten und/oder an der nach innen gerichteten äußeren Schicht vorgesehen. Die reflektierende Schicht besteht aus einer Aluminiumbeschichtung. Problematisch bei dieser Ausführungsform ist, daß die Aluminiumbeschichtung keinen Schutz aufweist, der sie gegen mechanische Einflüsse, wie beispielsweise gegen Abrieb schützt. Dies hat zur Folge, daß die Aluminiumbeschichtung im Gebrauch Beschädigungen ausgesetzt ist, wodurch eine optimale Wärmeisolierung nicht mehr möglich ist.

Des weiteren ist die Anbringung, beispielsweise einer Produktkennzeichnung auf einer Aluminiumbeschichtung ohne eine Beeinträchtigung von deren Funktionalität nicht möglich, da hierdurch die reflektierende Oberfläche beeinträchtigt wird; das heißt an dunklen bzw. matten Motivstellen ist die reflektierende Eigenschaft zumindest teilweise, in aller Regel jedoch vollständig beseitigt und somit die Funktionalität der Thermofolie beeinträchtigt: Wärmeleitung durch die Folie hindurch findet statt.

In der US 2001/00 38 014 A1 ist ein Aufnahmebecher für den Boden eines Behälterkörpers beschrieben, um ein in dem Behälter befindliches Fluid vor Wärme zu schützen. Die Isolierung des Aufnahmebechers besteht aus einer innenliegenden reflektierenden Schicht und einer äußeren geschäumten Schicht. Die dortige Isolierung weist einige grundlegende Nachteile auf, die beispielsweise darin begründet sind, daß die Reflexionsschicht zuinnerst an dem Behälter angeordnet ist, der vor Wärme geschützt werden soll. Somit ist die reflektierende Schicht jedoch nicht in der Lage, aus der Umgebung auftreffende Wärmestrahlung zu reflektieren, da diese zunächst auf die geschäumte Schicht auftrifft. Diese erwärmt sich im Verlauf der Zeit zunehmend, wodurch aufgrund der eng aneinander liegenden Schichten eine Wärmeleitung durch die reflektierende Schicht in den Behälterkörper ermöglicht wird. Darüber hinaus ist die außenliegende geschäumte Schicht druckempfindlich und läßt sich, beispielsweise bei einem Hochheben des dortigen Gegenstands, zusammendrücken, wodurch jedoch die Isolierleistung der geschäumten Schicht gravierend nachläßt.

Ein weiterer Behälter ist in der US 5 223 513 A beschrieben. Der dortige Behälter ist mit einem Label ausgestattet, das jedoch keine Isoliereigenschaften aufweist.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, unter Vermeidung der genannten Nachteile eine Isolierung zur Anbringung an Verpackungen, Behältern, Flaschen und/oder flächigen Körpern zur Verfügung zu stellen, die zum einen eine gegenüber herkömmlichen Isolierungen verbesserte Wärmeisolierung, als auch die Möglichkeit zur Anbringung einer Produktkennzeichnung bietet, ohne daß hierdurch die Wärmeisolierung beeinträchtigt wird.

Diese Aufgabe wird durch eine Isolierung gemäß Patentanspruch 1 gelöst.

Insbesondere wird die Aufgabe durch eine Isolierung zur Anbringung an Verpackungen, Behältern, Flaschen und/oder flächigen Körpern gelöst, wobei die Isolierung zumindest aus folgendem besteht: einer geschäumten Schicht, einer Klebeschicht, einer Reflexionsschicht, einer Trägerschicht und einer bedruckbaren Schicht und/oder gegebenenfalls einer Druckschicht.

Gemäß eines Grundgedankens der Erfindung sind die Schichten in der Reihenfolge ihrer Aufzählung von innen nach außen auf einem abzuschirmenden Körper angebracht.

Die geschäumte Schicht bildet hierbei eine hervorragende Barriere gegen Wärmeleitung. Auf diese geschäumte Schicht ist mit Hilfe einer Klebe(r)schicht eine Reflexionsschicht aufgebracht. Auf dieser befindet sich eine Trägerschicht. Eine erfindungsgemäße Druckschicht ist auf dieser Trägerschicht angeordnet.

Gemäß einer Ausführungsform sind die einzelnen Schichten homogen ausgebildet und bedecken einander in ebenfalls homogener Weise, so daß die Reflexionsschicht einheitlich auf ihrer Außenseite von einer Trägerschicht oder einer bedruckbaren Schicht bedeckt ist. Somit treten keine Wärmesenken auf, die, wie beim Stand der Technik, bewirken würden, daß Wärme durch die Metallschicht hindurch geleitet wird. Die Trägerschicht und/oder die bedruckbare Schicht ist hierbei vorzugsweise aus einem hellen oder transparenten Material hergestellt, so daß eine Reflexion von elektromagnetischer Strahlung in Richtung der von dem abzuschirmenden Material entgegengesetzten Seite der Isolierung problemlos möglich ist.

Die bedruckbare Schicht ist erfindungsgemäß auf der Trägerschicht angeordnet und steht somit nicht in einem direkten Kontakt mit der Reflexionsschicht, die erfindungsgemäß als Metallschicht, insbesondere als Metallfolie, oder als metallisierte Folie ausgebildet ist. Ein unmittelbarer Wärmeübergang von dunklen wärmeabsorbierenden Bereichen auf die Metallschicht ist somit nicht möglich. Das Problem der Wärmeleitung von solch sich leicht erwärmenden dunklen Stellen durch die Metallschicht hindurch ist somit mit der erfindungsgemäßen Isolierung nicht gegeben.

Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Isolierung besteht darin, daß die bedruckbare Schicht entsprechend der auf sie anwendbaren Drucktechnik ausgebildet ist. Die Oberfläche der Druckschicht ist hierbei der jeweiligen Drucktechnik angepaßt, d.h. die Oberfläche der Druckschicht ist aufgebauht oder glatt, saugfähig, hydrophil oder hydrophob, je nachdem, auf welche Weise ein Label oder eine Bedruckung auf der Druckschicht angebracht werden soll.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Druckschicht bereits fertig mit einem Label versehen ausgebildet oder stellt selbst ein solches dar. Die Druckschicht kann hierbei auf der inneren Seite einer Folie vorliegen, die auf die Trägerschicht aufgebracht wird. Dies weist den Vorteil auf, daß ein Motiv nicht zuäußerst, sondern unterhalb einer äußeren Folienschicht vorliegt und somit vor äußeren, insbesondere mechanischen Beschädigungen geschützt ist. Hierfür geeignete Folien sind vorzugsweise transparent oder pastellfarben durchscheinend. Diese Folien können sowohl einseitig als auch beidseitig bedruckbar sein.

Gemäß einer grundlegenden erfindungsgemäßen Überlegung ist die Reflexionsschicht zwischen zwei benachbarten Schichten angeordnet. Hierdurch sind zweierlei Vorteile sichergestellt. Zum einen ist die Reflexionsschicht gegen äußere Beschädigungen geschützt. Zum zweiten ist durch diese erfindungsgemäße Anordnung gewährleistet, daß keine Wäme- oder Kältesenken unmittelbar an der Reflexionsschicht vorliegen, die einen Wärme- bzw. Kältedurchbruch begünstigen könnten. Eine Reflexion, insbesondere von Strahlungswärme, ist sowohl in Richtung der Innen- als auch der Außenseite der Isolierung ungehindert möglich. Sofern ein Druck auf die Metallschicht erfolgen soll, ist darauf zu achten, dass die verwendeten Druckmaterialien für Wärmestrahlung transparent sind, so dass eine Erwärmung der Druckschicht im wesentlichen ausgeschlossen ist.

Aufgrund der Anordnung der Reflexionsschicht zwischen zwei benachbarten Schichten ist es darüber hinaus möglich, die Dicke der Reflexionsschicht auf ein Minimum im unteren Mikrometerbereich bis maximal 0,2 mm zu reduzieren, da diese keinen mechanischen Belastungen widerstehen muß. Eine Materialersparnis ist die Folge.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die geschäumte Schicht eine geschäumte Polyolefinschicht. Bevorzugte Materialien sind hierbei Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polystyrol (PS). Diese Materialien eignen sich im übrigen in nicht geschäumter Version auch als Trägerschicht. Weiterhin kommen als Materialien, insbesondere für die Trägerschicht, Polyethylenterephtalat (PET) sowie Polycarbonat in Frage.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt die Schichtdicke der geschäumten Schicht 0,2 mm bis 2 mm, bevorzugt 0,5 mm bis 1 mm. Diese Schicht kann jedoch je nach Bedarfsfall auch eine größere Schichtdicke aufweisen. Es kommt hierbei maßgeblich auf die Temperaturdifferenz an, die auf den beiden Seiten der Isolierung, d.h. in aller Regel innerhalb und außerhalb der Isolierung aufrechterhalten werden soll.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Isolierung auf der dem abschirmenden Körper zugewandten Seite mit einer selbstklebenden Vorrichtung bzw. Schicht versehen, so daß die Isolierung, gegebenenfalls nach einem Ablösen eines Schutzstreifens durch einfaches Andrücken an einer Verpackung, einem Behälter und/oder einem flächigen Körper angebracht werden kann.

Zusammenfassend läßt sich festhalten, daß die erfindungsgemäße Isolierung hervorragend geeignet ist, um beispielsweise Flaschen, Dosen, Schachteln oder andere Verpackungskörper zu umhüllen und diese gegen Wärme sowie gegen elektromagnetische Strahlung in Form von Wärme und aufgrund der erfindungsgemäß vorgesehenen Reflexionsschicht auch gegen Licht abzuschirmen. Die erfindungsgemäße Isolierung kann aufgrund ihrer vorzugsweise sehr dünnen Ausführung, deren Gesamtdicke im Bereich von 0,2 mm bis 5 mm, bevorzugt jedoch im Bereich von 0,5 mm bis 2 mm oder darunter liegt, auf Gebrauchsgegenständen, wie beispielsweise auf Flaschen angebracht sein und einen Wärmetransport von innen nach außen oder umgekehrt wirkungsvoll verhindern. Aufgrund der erfindungsgemäß vorgesehenen Druckschicht, die entweder selbst als Label wirken kann und/oder bedruckbar ist, eignet sich die erfindungsgemäße Isolierung darüber hinaus hervorragend zur gleichzeitig isolierenden Produktkennzeichnung. Eine Eignung zur Isolierung von Getränkeflaschen und Getränkedosen oder anderen wärme- bzw. kälteempfindlichen Flüssigkeiten, Gasen oder Festkörpern ist der erfindungsgemäßen Isolierung somit inhärent und besonders vorteilhaft.

Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben, das anhand der Abbildung näher erläutert ist. Hierbei zeigt:

1 einen schematischen Aufbau einer erfindungsgemäßen Isolierung.

In der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche und gleich wirkende Teile dieselben Bezugsziffern verwendet.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Isolierung bestehend aus den mit den Bezugsziffern 10 bis 50 bezeichneten Schichten. Die Isolierung ist auf einem abzuschirmenden Körper, beispielsweise auf einer Verpackung, einem Behälter und/oder einem anderen flächigen Körper 60 angeordnet. Die dem Körper nächstliegende Schicht ist eine geschäumte Schicht 50 aus geschäumtem Polyethylen. Auf der geschäumten Polyethylenschicht 50 ist eine Kleberschicht 40 angeordnet, mit deren Hilfe eine metallische Reflexionsschicht, bestehend aus einer Aluminiumfolie mit einer Schichtdicke von 0,1 mm befestigt ist. Auf der der Kleberschicht abgewandten Seite der Reflexionsschicht 30 befindet sich eine Trägerschicht 20. Diese besteht aus Polyethylenterephtalat und weist eine Schichtdicke von 0,25 mm auf. Auf der Trägerschicht 20 ist eine Druckschicht 10 angeordnet, die ein Motiv (nicht gezeigt) aufweist.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß alle oben beschriebenen Teile für sich alleine gesehen und in jeder Kombination, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellten Details als erfindungswesentlich beansprucht werden. Abänderungen hiervon sind dem Fachmann geläufig.

10Druckschicht 20Trägerschicht 30Reflexionsschicht 40Kleberschicht 50geschäumte Schicht 60Verpackung, Behälter, Flasche und/oder flächiger Körper

Anspruch[de]
  1. Isolierung zur Anbringung an Verpackungen, Behältern, Flaschen und/oder flächigen Körpern, bestehend aus zumindest:

    – einer geschäumten Schicht (50),

    – einer Klebeschicht (40),

    – einer Reflexionsschicht (30),

    – einer Trägerschicht (20), und

    – einer bedruckbaren Schicht und/oder einer Druckschicht (10).
  2. Isolierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reflexionsschicht (30) eine Metallschicht, insbesondere eine Metallfolie, oder eine metallisierte Falie ist.
  3. Isolierung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reflexionsschicht (30) zwischen wenigstens zwei benachbarten Schichten angeordnet ist.
  4. Isolierung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die geschäumte Schicht (50) eine geschäumte Polyolefinschicht, insbesondere Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Polystyrol (PS) ist.
  5. Isolierung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die geschäumte Schicht (50) eine Schichtdicke im Bereich von 0,2 mm bis 2 mm, bevorzugt 0,5 mm bis 1 mm, aufweist.
  6. Isolierung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die bedruckbare Schicht (10) ein Label aufweist.
  7. Isolierung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die bedruckbare Schicht (10) mit einer Abdeckung, insbesondere Schutzschicht, versehen ist.
  8. Isolierung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierung an einem Gegenstand selbstklebend anbringbar ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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