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Dokumentenidentifikation DE202004012531U1 27.01.2005
Titel Messgerät zur Erfassung der Form eines Körpers in drei Ebenen
Anmelder Talaj GmbH Gesellschaft für Handel und Service, 89198 Westerstetten, DE
DE-Aktenzeichen 202004012531
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.01.2005
Registration date 23.12.2004
Application date from patent application 05.08.2004
IPC-Hauptklasse A61B 5/107
IPC-Nebenklasse A61B 5/103   

Beschreibung[de]
Allgemeines

Die Erfindung betrifft ein von Hand bewegbares Messgerät zur Erfassung der Form eines Körpers, insbesondere der Form und Beweglichkeit menschlicher und tierischer Körperteile. Die ermittelten Messwerte werden in einem Computer über speziell dafür entwickelte Software und mit Unterstützung hinterlegter Vergleichswerte verarbeitet und auf dem Bildschirm ganzheitlich oder auszugsweise dargestellt.

In der weiteren Beschreibung der Funktion des Messgerätes beschränkt sich der Erfinder auf den humanmedizinischen Einsatz der Erfindung. Bei der veterinärmedizinischen Anwendung werden die Messungen analog dazu durchgeführt. Die Messung anderer Körperteile oder eines Gegenstandes wird durch das Abfahren der Oberfläche des Körperteiles oder des Gegenstandes durchgeführt. Bei der klinischen Messung der Wirbelsäule werden die Dornfortsätze mit dem Messgerät abgefahren. Wie aus DE 4402562 A1 oder WO 00/25674 bekannt, kann die Messung des menschlichen Rückens mit den dort beschriebenen Techniken nur in der sagittalen oder frontalen Ebene erfolgen. Die Befunderhebung, besonders bei skoliotischen Erkrankungen, erfordert eine möglichst genaue Ermittlung vieler klinisch relevanter Faktoren wie die Rotation der Wirbelsäule oder die Messung des Rippenbuckels. Eine solch detaillierte Messung ist mit den oben erwähnten Messgeräten nicht möglich. Die Erfindung ermöglicht die Messung der Rotation der Wirbelsäule, die Länge und Höhe des Rippenbuckels in verschiedenen Haltungen des Körpers, die Stellung des Beckens sowie die Beweglichkeit der Wirbelsäule.

Des Werteren werden in WO 00/25674 zur Vermessung der Form des Rückens in der sagittalen Ebene zwei Beschleunigungssensoren verwendet. Der Einsatz zweier Beschleunigungssensoren kompliziert und verteuert die Konstruktion des Messgerätes. Beschleunigungssensoren sind empfindlich auf magnetische Felder sowie auf Temperaturschwankungen.

Die Ungenauigkeit der Messung steigt bei Temperaturen, die außerhalb der Zimmertemperatur liegen, stark an. Da solche Messgeräte oft zum Einsatzort in Kälte oder Hitze transportiert werden, müssen sie vor der Messung zuerst auf Zimmertemperatur gebracht werden, was Zeit und Kosten verursacht, gegebenenfalls werden unerkannter Weise falsche Messergebnisse geliefert. Das Ziel des Erfinders ist es, die Messfehlerquellen zu beseitigen. Um das zu erreichen kommen in der vorliegenden Erfindung Neigungssensoren statt Beschleunigungssensoren zum Einsatz. Für die Messung der sagittalen Ebene wird nur ein Neigungssensor mit einem 360°-Messbereich verwendet.

Messung des Rippenbuckels in Flexion, Fig. 6b

Die Messung wird gleichzeitig mittels zwei Abstandsmesssensoren (6) auf beiden Seiten der Wirbelsäule durchgeführt. Ein Neigungssensor (7) ermittelt den Kippwinkel „A" (5) des Messgerätes. Der Höhenunterschied (20) auf den Seiten der Wirbelsäule wird um den Kippwinkel „A" des Messgerätes korrigiert, und auf die ermittelte Formlinie des Rückens mit Berücksichtigung der Höhenlokalisation des Rippenbuckels übertragen.

Die Erfindung verfügt über zwei Messsensoren (6), die den Abstand (20) zwischen dem Messgerät (16) und dem Rücken während des Abfahrens der Dornfortsätze permanent messen. Je nach gewünschter Genauigkeit des Messgerätes können Ultraschal-, Licht-, oder Lasersensoren angewandt werden. Für den humanmedizinischen Einsatz des Messgerätes wird die Anwendung von Ultraschallsensoren bevorzugt. Sie sind robust, unempfindlich gegen Stöße und preisgünstig. Da die Abstandsmesssensoren unterschiedliche Bauformen und bauartspezifische Messeigenschaften wie Blindbereich, Schallkeule oder Öffnungswinkel aufweisen, muss auch die Form des Gehäuses (16) diesen Baukomponenten angepasst werden.

Im Gehäuse der Erfindung (16) befindet sich eine unbewegliche Messeinheit (18), bestehend aus zwei Neigungssensoren (7, 8), die auf einer Querachse der Erfindung im Winkel von 90° zueinander eingebaut sind und einem Kompasssensor (9). Beide Neigungssensoren sind in einem Winkel von 90° zu dem auf der Längsachse der Erfindung eingebauten Neigungssensor (5) der beweglichen Messeinheit (19) angebracht. Je nach Ausführung der Erfindung werden Neigungssensoren gemäß dem neuesten Stand der Technik eingebaut. Mit dem einen Sensor (8) wird die Berechnung des Reliefs der Wirbelsäule in Lateralflexion (6a) durchgeführt. Die Funktion wird im Punkt „Messung des Rippenbuckels in Lateralflexion nach rechts und links" beschrieben Die Aufgabe des anderen Sensors (7) ist es, während der Messung in Flexion (6b) den Kippwinkel „A" (5) zwischen der absoluten Vertikalen (Gravitationsachse) (21) und der senkrechten Achse des Messgerätes (22) zu ermitteln. Da das Ausgangssignal eines Neigungssensors am stärksten in der horizontalen 0°-Achse (23) ist, wird die Berechnung des Winkels nicht im gesamten Verlauf der Messung vorgenommen. Neigt sich die Form des Rückens um mehr als ca. 45° von der Horizontalen wird die Messung mit dem Neigungssensor (7) zu unpräzise. Dann wird die Aufgabe, den Kippwinkel „A" des Messgerätes zu messen, automatisch von einem Kompasssensor (9) übernommen. Siehe: „Messung des Rippenbuckels in aufrechter Haltung". Verändert sich während der Messung die Neigung des Messgerätes nach rechts oder links von seiner Längsachse (22), wird über den Neigungssensor (7) oder den Kompasssensor (9) der Kippwinkel „A" ermittelt und für die Berechnung des Rippenbuckels herangezogen.

Zur Vermessung der Länge der abgefahrenen Strecke wird in die Erfindung eine dem Stand der Technik entsprechende Strecken-Messeinrichtung (17) eingebaut.

Die Abstandsmesssensoren (6) ermitteln den Abstand (20) zwischen dem Messgerät und der Oberfläche des Körpers (5). Mit der Software werden die ermittelten Abstandswerte miteinander verglichen, um den ermittelten Kippwinkel „A" korrigiert, und die Form des Rückens errechnet. Beim Abfahren des Rückens wird in einem vorgegebenen Takt wie oben beschrieben vorgegangen. Aus den einzelnen Messungen entsteht ein Rasterbild, welches die Form des Rückens wiedergibt. Daraus werden in der Software auch die absoluten Werte ermittelt: der Höhenunterschied zwischen der rechten und der linken Seite des Rückens und dessen Länge und Kontur. Für die Berechnung des Rippenbuckels in der aufrechten Haftung werden in der Flexion Referenzpunkte festgelegt. Die ermittelten Referenzpunkte dienen als Grundform des Rückens bei der Messung in Extension und in aufrechter Haltung. Mit Hilfe der Software werden die Daten über die Form des Rippenbuckels und dessen Länge und Höhe auf die Relieflinie übertragen und zu einer graphischen Darstellung auf dem Bildschirm verarbeitet.

In der Längsachse der Erfindung ist ein 360°-Neigungssensor (5) angebracht. Zusammen mit zwei (13) Messrädern (oder einer (25) Kufe) und der Aufhängung (10, 11, 12, 19) bildet er eine bewegliche Messeinheit. Dieser Sensor erfasst den Winkel (26) des Rückens relativ zur Senkrechten (Gravitationsachse) (24). Die Aufgabe dieses Sensors ist es, das Relief des Rückens in Flexion, in der Haltung mit größtem Rippenbuckel, in Extension und in der aufrechten Haltung zu definieren. Die Aufnahme der Daten wird durch das Abfahren der Dornfortsätze vorgenommen. Die abgefahrene Strecke wird in gleichmäßigen, vorgegebenen Abständen durch den Neigungssensor nach der relativen Neigung zum Lot vermessen. Die Software erstellt aus den Daten eine Relieflinie auf dem Bildschirm. Die ermittelten Neigungswinkel der einzelnen Messpunkte werden zur weiteren Berechnung in der Software verwendet.

Messung des Rippenbuckels in aufrechter Haltung

Parallel zur Längsachse des Körpers wird eine Elektromagnetspule aufgestellt (auch Festmagnete sind denkbar, sie haben aber den Nachteil, dass sie gegenüber einem Elektromagneten schwerer sind). Der Kompasssensor richtet sich nach dem Magnetfeld der Magnetspule aus und wertet die relative Stellung des Messgerätes zum erzeugten Magnetfeld als „Nullstellung". Der Kippwinkel „A" des Messgerätes nach rechts oder links von der Messachse wird von der „Nullstellung" aus berechnet. Nach dieser Messmethode kann aber nicht die relative Stellung des Messgerätes zur Oberfläche des Rückens festgestellt werden. Es ist somit notwendig, die Referenzpunkte der Form des Rückens als Ausgangpunkt der Messung zu übernehmen. Diese Referenzpunkte werden aus der Messung in der Flexion übernommen. Die Abstandsmesssensoren (6) ermitteln während des Abfahrens der Dornfortsätze auf beiden Seiten des Messgerätes den Abstand zur Haut. Die ermittelten Werte werden um den Kippwinkel "A" korrigiert und gespeichert. Die in Flexion ermittelten Referenzpunkte werden durch die auswertende Elektronik auf die Messung in aufrechter Haltung übertragen. Das Relief des Rückens in aufrechter Haltung wird analog zur Messung in Flexion ermittelt. Die gewonnenen Daten über die Form des Rückens werden auf die Relieflinie übertragen und auf dem Bildschirm dargestellt.

Messung des Rippenbuckels in Extension

Die Messung des Rippenbuckels in Extension wird analog zur Messung des Rippenbuckels in aufrechter Haltung durchgeführt.

Messung des Rippenbuckels in Lateralflexion nach rechts und links Fig. 6a

Mit dem Gehäuse (16) der Erfindung ist eine unbewegliche Messeinheit (18) verbunden bestehend aus zwei Neigungssensoren, (7, 8) die im Winkel von 90° zueinander eingebaut sind. Die Funktion des einen Sensors (7) wurde im Punkt „Messung des Rippenbuckels in Flexion" beschrieben. Bei der Messung in Lateralflexion (6a) wird zum einen die Form der Wirbelsäule zum anderen die Form des Rippenbuckels ermittelt. Die Messung des Reliefs der Wirbelsäule wird durch den zweiten Neigungssensor (8) der unbeweglichen Messeinheit durchgeführt. Die Aufnahme der Daten wird durch das Abfahren der Dornfortsätze vorgenommen. Die abgefahrene Strecke wird in gleichmäßigen, vorgegebenen Abständen durch den Neigungssensor (8) nach der relativen Neigung (27) zum Lot vermessen. Die Messung des Rippenbuckels wird analog zur Messung des Rippenbuckels in aufrechter Haltung vorgenommen. Die so gewonnenen Werte über die gemessene Strecke, die Form des Rippenbuckels und dessen Länge und Höhe werden zusammengefügt, auf die Relieflinie, die durch die unbewegliche Messeinheit ermittelt wurde, übertragen und zu einer graphischen Darstellung auf dem Bildschirm verarbeitet.

Messung transversale Ebene: Rotation in aufrechter Haltung

Um mit der Rotationsmessung zu beginnen muss eine Starttaste (2) auf dem Gehäuse aktiviert werden. Gemessen wird die Rotation des Körpers in Rechts- und Linksrotation. Gemessen werden die für die Diagnostik relevante Messstrecke und die Veränderung des Rotationswinkels auf der Höhe der einzelnen Segmente während des Abfahrens der Dornfortsätze. Die Messung wird durch den Kompasssensor (9) der unbeweglichen Messeinheit durchgeführt. Zu Beginn der Messung wird kurzzeitig der Kippwinkel „A" mit dem Kompasssensor gemessen. Beide Abstandsmesssensoren (6) ermitteln den Abstand (20) zur Haut. Durch die Rotation des Körpers verändert sich das Ausgangsignal des Kompasssensors in Korrelation zum vergrößerten Winkel zwischen dem Magnet und dem Messgerät. Zu Beginn der Messung wird der Rotationswinkel um den durch den Kompasssensor ermittelten Kippwinkel „A" korrigiert. Im weiteren Verlauf der Messung werden die durch die Abstandmesssensoren ermittelten unterschiedlichen Abstände des Messgerätes zur Haut in Winkel umgerechnet, um die der Rotationswinkel ebenfalls korrigiert wird. Die ermittelten Rotationswinkel werden auf das Relief des Rückens in aufrechter Haltung übertragen und im Zusammenhang mit den segmentalen Winkeln dargestellt

Messung der Beckenstellung und automatische Beendigung des Messvorgangs.

Bei der Vorbereitung der Messung werden durch Palpieren z.B. auf dem Becken zwei Punkte gesucht und markiert. Zur Verbindung beider Punkte wird eine Kunststoffvorrichtung auf die Haut geklebt. Während des Abfahrens der Dornfortsätze mit dem Messgerät wird die oben beschriebene Vorrichtung überfahren. Dabei wird durch die Abstandsmesssensoren (6) die Vorrichtung erkannt (Höhenunterschied zur Haut). Wird die Vorrichtung durch einen der Sensoren früher, durch den anderen Sensor später erkannt, wird anhand des dazwischen zurückgelegten Weges der Winkel der Vorrichtung zur Längsachse des Messgeräts ermittelt. Die ermittelten Werte werden um den Neigungswinkel des Messgerätes zur Vertikalen korrigiert. Daraus wird die absolute Stellung des Beckens berechnet.

Das Überfahren der Vorrichtung durch beide Abstandssensoren kann optional von der Software als Beendigung des Messvorgangs gewertet werden. Diese Automatik wird zu Beginn der Messung mittels eines Schalters (3) auf dem Gehäuse der Erfindung aktiviert.

Datenübertragung und Auswertung

Die gewonnenen Daten werden über eine sich in der Erfindung befindlichen Schnittstelle und ein Datenübertragungssystem, z.B. Bluetooth oder eine andere dem Stand der Computertechnik bekannten Datenübertragung an den Computer (Laptop) gesendet.

Die Graphik auf dem Bildschirm kann die ermittelten Daten zusammenhängend darstellen oder nur ausgewählte Messwerte beinhalten. Zusätzlich werden die Daten in tabellarischer Form oder als Text dargestellt. Die Daten enthalten Werte über die Form des Rippenbuckels in verschiedener Körperhaltung, dessen Länge und Höhe, die Rotation des Körpers und die Stellung des Beckens.

Die Führung des Messgerätes

Die Führungsvorrichtung der Erfindung besteht aus

  • – zwei großen Rädern (15), die an der Kontaktstelle zur Haut zueinander ausgerichtet sind. Beide Räder sind jeweils auf einer eigenen beweglichen Achse (14) gelagert und haben die Möglichkeit, sich zueinander oder voneinander weg zu bewegen. Dadurch werden beim Messvorgang die Dornfortsätze von den Rädern umschlossen. Bei wenig ausgeprägten Dornfortsätzen folgen die Räder der durch Muskelketten gebildeten Vertiefung. In der neutralen Stellung wird der Abstand zwischen den Rädern durch eine Feder an der Achsaufhängung gehalten. Die Stärke der Federung, die Form der Lauffläche der Räder und die Größe der Räder hängen vom Einsatzgebiet des Messgerätes ab. Die Aufhängung beider Radachsen ist direkt mit dem Gehäuse des Messgerätes verbunden. Dadurch wird der Anpressdruck der Räder auf die Haut direkt und gefühlvoll durch die Hand gesteuert. Eines dieser Räder misst die bei der Messung zurückgelegte Strecke. Diese Funktion wird in Verbindung mit einer Längenmesseinrichtung (17) entsprechend dem Stand der Technik vorgenommen.
  • – zwei kleinen Rädern (13), die über einen gemeinsamen Anker (12) vertilgen, der auf einem in Längsachse des Messgerätes eingebauten beweglichen Hebel (10) gelagert (11, 19) ist. Dieser wiederum ist auf dem Gehäuse des Messgerätes (16) leicht federnd gelagert. Je nach Ausführung des Messgerätes kann die Funktion der Räder (13) und des Ankers (12) auch eine Kufe (25) übernehmen. Beide Räder (13) (oder die Kufe, gleichzeitig auch Anker) und der Anker (12) bilden zusammen mit den Neigungssensoren eine bewegliche Messeinheit (19). Der Anpressdruck dieser Einheit auf die Haut ist nur von der Einstellung der Feder, nicht aber vom Anpressdruck der durch die Hand auf das Messgerät ausgeübt wird abhängig. Dadurch kommt es während der Messung zu keiner Verformung der oberen Struktur der Haut. Die Messeinheit mit ihren zwei kleinen Rädern (13) passt sich automatisch der Form des Rückens an.


Anspruch[de]
  1. Messgerät zur Erfassung von Form und Beweglichkeit eines Körpers in drei Ebenen, insbesondere für den Einsatz in der Human- und Veterinärmedizin zur

    – Ermittlung des Reliefs des Rückens im gemessenen Streckenabschnitt

    – Vermessung des Rippenbuckels in Flexion und in aufrechter Haltung

    – Vermessung des Rippenbuckels in Lateralflexion nach links oder rechts

    – Vermessung der Rotation in aufrechter Haltung

    – Vermessung des Stellungswinkels des Beckens, ausgestattet mit

    – automatischer Abschaltfunktion für den Messvorgang

    – der Funktion der drahtlosen Datenübertragung und Auswertung durch entsprechende Software

    – einer beweglichen Messeinheit und einer unbeweglichen Messeinheit

    – einer aus zwei kleinen und zwei großen Rädern bestehenden Führungseinheit

    – eigener Energiequelle und einer Schnittstelle zur Datenverarbeitung,

    dadurch gekennzeichnet, dass je nach gewünschter Genauigkeit der Messung wahlweise zwei Ultraschall-Abstandssensoren (6) oder zwei Licht-Abstandssensoren oder zwei Laser-Abstandssensoren den Abstand zwischen der Haut und dem Messgerät (20) während des Abfahrens des Rückens messen und die ermittelten Werte zur Vermessung des Rippenbuckels verwendet werden.
  2. Messgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Gehäuse (16) der Erfindung eine unbewegliche Messeinheit (18) quer zu diesem eingebaut ist, bestehend aus einem Kompasssensor (9) und zwei Neigungssensoren (7, 8), die im Winkel von 90° zueinander eingebaut und in einem Winkel von 90° zu dem auf der Längsachse der Erfindung eingebauten Neigungssensor (5) der beweglichen Messeinheit (19) angebracht sind.
  3. Messgerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Neigungssensoren (7) in der unbeweglichen Messeinheit die Messung des Kippwinkels „A" (5) zwischen der absoluten Vertikalen (21) (Gravitationsachse) und der senkrechten Achse des Messgerätes (22) während des Messvorganges in Flexion durchführt.
  4. Messgerät nach Anspruch 1 – 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite (8) Neigungssensor in der unbeweglichen Messeinheit (18) die Messung des Reliefs der Wirbelsäule in der Lateralflexion vornimmt (27).
  5. Messgerät nach Anspruch 1 – 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kippwinkel „A" (5) des Messgerätes in der aufrechten Haltung von einem Kompasssensor (9), der Teil der unbeweglichen Messeinheit (18) ist, gemessen wird, die Werte im PC ausgewertet werden und für die Messung des Rippenbuckels in aufrechter Haltung herangezogen werden.
  6. Messgerät nach Anspruch 1 – 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein in der unmittelbaren Nähe der untersuchten Person aufgestellter Magnet bzw. Elektromagnet das Magnetfeld erzeugt, nach dem sich der Kompasssensor (9) ausrichtet.
  7. Messgerät nach Anspruch 1 – 6, dadurch gekennzeichnet, dass für die Berechnung des Rippenbuckels in der aufrechten Haltung und in der Extension, Referenzpunkte als Grundform des Rückens in der Messung im Flexion festgelegt werden.
  8. Messgerät nach Anspruch 1 – 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Neigungssensor (5) und zwei Messräder (13) an einem Anker (12), der auf einem Hebel (10) in Längsachse des Messgerätes beweglich gelagert (11, 19) ist, und der Anpressdruck dieser Einheit auf die Haut durch eine einstellbare Feder geregelt ist, eine bewegliche Messeinheit bilden.
  9. Messgerät nach Anspruch 1 – 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei kleinen Räder (13) und der Anker (12) der beweglichen Messeinheit durch eine Kufe (25), die gleichzeitig auch ein Anker ist, ersetzt werden können.
  10. Messgerät nach Anspruch 1 – 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein 360°-Neigungssensor (5) in der beweglichen Messeinheit (19) zur Ermittlung des Reliefs des Rückens in der sagittalen Ebene (6b) verwendet wird.
  11. Messgerät nach Anspruch 1 – 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Messwerte der Neigungssensoren, des Kompasssensors und der Abstandssensoren im PC mit Unterstützung der Software ausgewertet werden und auf die Relieflinien, die durch die Messeinheiten für die frontale und die sagittale Ebene ermittelt wurden, übertragen werden.
  12. Messgerät nach Anspruch 1 – 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung des Messgerätes auf der Rückenoberfläche über eine Führungsvorrichtung erfolgt, die aus zwei großen Rädern (15), die an der Kontaktstelle zu Haut zueinander ausgerichtet und auf einer beweglichen Achse (14) gelagert sind, mit der Möglichkeit sich zueinander oder voneinander zu bewegen und deren Ruhestellung von einer Feder vorgegeben ist, besteht.
  13. Messgerät nach Anspruch 1 – 12, dadurch gekennzeichnet, dass eines der großen Räder der beweglichen Messeinheit die bei der Messung zurückgelegte Strecke in Verbindung mit einer Längenmesseinrichtung entsprechend dem Stand der Technik (17) vornimmt.
  14. Messgerät nach Anspruch 1 – 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kunststoffvorrichtung auf der Haut angebracht wird, und beim Überfahren dieser Vorrichtung durch das Messgerät mittels der Abstandsmesssensoren (6) der Stellungswinkel dieser Vorrichtung und daraus der Stellungswinkel des Beckens berechnet wird.
  15. Messgerät nach Anspruch 1 – 14, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Erfassung der Vorrichtung durch die Abstandsmesssensoren, und vorherigem Einschalten einer Taste (3) auf dem Gehäuse der Erfindung der Messvorgang automatisch beendet wird.
  16. Messgerät nach Anspruch 1 – 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotationswinkel auf der Höhe der einzelnen Segmente während des Abfahrens der Dornfortsätze zu einer durch das Messgerät berechneten und vorgegebenen Messachse durch den Kompasssensor (9) gemessen und auf das Relief des Rückens übertragen und im Zusammenhang mit den segmentalen Winkeln dargestellt wird.
  17. Messgerät nach Anspruch 1 – 16, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Gehäuse des Messgeräts 4 Schalter zur Steuerung der Messvorgänge angebracht sind in der Anordnung von links nach rechts: „Programm" (1), „Rotationsmessung" (2), „Start / automatische Beendigung" (3) und „Start / manueller Stopp" (4).
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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