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Dokumentenidentifikation DE202004016090U1 27.01.2005
Titel Mehrfachsteckdose mit Trittschalter
Anmelder Zweibrüder Optoelectronics GmbH, 42699 Solingen, DE
Vertreter Vomberg, F., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 42653 Solingen
DE-Aktenzeichen 202004016090
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.01.2005
Registration date 23.12.2004
Application date from patent application 15.10.2004
IPC-Hauptklasse H01R 13/60
IPC-Nebenklasse H01R 25/00   H01H 13/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Mehrfachsteckdose mit einem Trittschalter. Derartige Mehrfachsteckdosen sind aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekannt und in fast jedem Haushalt vorhanden. Bei nur einem vorhandenen Netzanschluss ermöglicht die Mehrfachsteckdose mit zwei, drei oder mehr Anschlussstellen, dass mehrere elektrische Geräte gleichzeitig mit Strom versorgt werden können. Zudem übernehmen Mehrfachsteckdosen häufig die Funktion eines Verlängerungskabels, da nicht alle Geräte in direkter Nähe zum Netzanschluss stehen und über das zusätzliche Netzkabel Weglängen überbrückt werden können.

Zum Ein- und Ausschalten der an die Mehrfachsteckdose angeschlossenen Geräte werden üblicherweise die einzelnen Geräteschalter betätigt. Das Ausschalten über den Geräteschalter versetzt die Geräte jedoch lediglich in einen Stand-by Modus, in dem weiterhin Strom verbraucht wird. Erst die Betätigung des geräteeigenen Netzschalters trennt die Verbindung zum Stromnetz vollständig. Die Betätigung all dieser Schalter ist jedoch sehr umständlich. Sollen alle Geräte gleichzeitig vom Netz genommen werden, beispielsweise um Strom zu sparen oder aus Sicherheitsgründen während urlaubsbedingter Abwesenheit, wird daher der Einfachheit halber häufig nur der Netzstecker der Mehrfachsteckdose gezogen.

Die Zugänglichkeit des Netzanschlusses ist jedoch nicht immer gewährleistet. Oftmals stehen Möbel davor, so dass das Ziehen des Netzsteckers erst ein Verrücken der Möbel erfordert. Daher sind schaltbare Mehrfachsteckdosen bekannt, deren Schalter auf dem Steckdosengehäuse angeordnet ist. Die Betätigung des Schalters unterbricht die Stromzufuhr zu allen Anschlussstellen, so dass mit einem einzigen Schaltvorgang alle angeschlossenen Geräte abgeschaltet werden können.

Bei handelsüblichen schaltbaren Mehrfachsteckdosen ist der Schalter auf der Seite der Dose angeordnet, auf der auch das Stromkabel in die Dose geführt wird. Diese Anordnung ermöglicht eine einfache Verkabelung.

Aus der DE 202 10 872 U1 ist eine Mehrfachsteckdose mit Trittschalter bekannt, bei der der Schalter auf der dem Kabelanschluss abgewandten Seite der Dose angebracht ist. Dies soll den Vorteil haben, dass die Mehrfachsteckdose mit dem kabelseitigen Ende unter einen Schrank geschoben werden kann, das Kabel somit nicht sichtbar, aber der Schalter dennoch erreichbar ist. Die beschriebene Mehrfachsteckdose besitzt jedoch den Nachteil, dass das Dosengehäuse nach wie vor zumindest teilweise sichtbar ist und dass das teilweise Verdecken des Dosengehäuses die Nähe eines Möbels oder sonstiger Einrichtungsgegenstände wie Vorhänge etc. erfordert. Die Platzierung der Dose ist somit von der Einrichtung und nicht vom Standort der anzuschließenden Geräte oder dem Standort des Nutzers abhängig. Mehrfachsteckdosen, die auf dem Boden liegen, werden zudem häufig beim Putzen versehentlich verschoben. Geraten sie dabei gänzlich unter ein Möbelstück, muss man sich zur Betätigung des Schalters zuerst bücken.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine schaltbare Mehrfachsteckdose mit einer vereinfachten Handhabung zu schaffen.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird die Mehrfachsteckdose nach Anspruch 1 vorgeschlagen. Konkrete Ausführungsformen werden in den Unteransprüchen beschrieben.

Erfindungsgemäß besitzt die Mehrfachsteckdose nach Anspruch 1 einen Trittschalter, der über eine Zuleitung mit dem Gehäuse mit mehreren separaten Steckdosen verbunden ist. Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, den Schalter von den Anschlussstellen des Gehäuses zu trennen. Der Schalter kann somit unabhängig von der Lage der Mehrfachsteckdose sowie unabhängig von der Lage des Netzanschlusses angeordnet werden. Dies ermöglicht eine größere Flexibilität und eine vereinfachte Handhabung der schaltbaren Mehrfachsteckdose. Denn der Schalter kann in direkter Nähe zum Nutzer der Geräte platziert werden, so dass der Nutzer, beispielsweise ohne von seinem Arbeitsplatz aufstehen zu müssen, die angeschlossenen Geräte zentral an – und ausschalten kann. Vorzugsweise ist die Zuleitung des Trittschalters daher mindestens 0,5 m lang, um einen größeren Abstand zur Mehrfachsteckdose bzw. zum Netzkabel zu ermöglichen.

Weiterhin bevorzugt ist die Ausführung des Trittschalters der Mehrfachsteckdose als Druckschalter mit einem vertikal zur Auflagerfläche angeordneten Schaltweg. Im Vergleich zum Kippschalter ist die Betätigung eines Druckschalters mit dem Fuß einfacher, da der Schalter nicht genau getroffen werden muss und eine einfache vertikale Bewegung durch Absenken des Fußes zur Betätigung ausreicht.

Eine Ausführungsform sieht die Anordnung des Druckschalters in dem Stromkabel vor, an dessen Ende sich ein Stecker befindet, der in eine bereits vorhandene Steckdose einsteckbar ist und darüber die Mehrfachsteckdose mit Strom versorgt. Bevorzugt ist weiterhin die Ausführungsform bei der der Druckschalter über ein separates Kabel als Zuleitung entweder mit dem Dosengehäuse oder dem Stromkabel verbunden ist. Die separate Zuleitung ermöglicht eine Platzierung des Druckschalters gänzlich unabhängig von der Lage des Dosengehäuses und des Netzkabels. Somit können Dosengehäuse und Netzkabel hinter einer Schrankwand versteckt werden, während der Druckschalter über die separate Zuleitung an einer anderen Stelle zugänglich ist. Die unansehnlichen Bestandteile einer Mehrfachsteckdose, insbesondere das sperrige Dosengehäuse bei einer Vielzahl an Anschlussplätzen, beispielsweise bei zehn Steckbuchsen hintereinander, sowie alle Kabelleitungen bis auf die Zuleitung des Druckschalters und des Druckschalters selber sind somit nicht sichtbar. Die Länge der Zuleitung ist daher ausreichend zu dimensionieren.

Weiterhin bevorzugt ist die Ausführung bei der die Auflagefläche des Druckschalters mit einer doppelseitigen Klebefolie versehen ist, so dass nach Abziehen einer Schutzfolie der Druckschalter über die Klebefläche in seiner Lage fixierbar ist. Somit lässt sich der Druckschalter auch an nicht waagerechten Wand- oder Möbelflächen, oder an die Unterseite von Tischen anbringen. Bei dieser Anordnung wird der Schalter mit der Hand betätigt.

In einer anderen Ausführungsform ist die Auflagefläche des Druckschalters zur Lagesicherung auf einem glatten Boden, wie beispielsweise Parkett oder Fliesen, mit rutschfesten Auflagern versehen, vorzugsweise aus Gummi. Leichte seitliche Stöße durch Putzgeräte oder versehentliche Tritte werden dann von den elastischen Auflagern aufgefangen und der Druckschalter bleibt an seinem Ort liegen.

Eine weitere Ausführungsform der Mehrfachsteckdose sieht schlitzförmige Durchbrechungen im unteren Bereich der Seitenwände des Steckdosengehäuses vor, durch die das Netzkabel und die Zuleitung geführt werden. Dabei weist jede Seite mindestens eine Durchbrechung auf, so dass je nach Bedarf das Netzkabel und/oder die separate Zuleitung zum Druckschalter wahlweise an einer der Kurzseiten oder einer der Langseiten eingeführt werden kann. Das Umlegen der Anschlüsse nutzt einer besonders platzsparenden Unterbringung der Mehrfachsteckdose, beispielsweise unter oder hinter Möbelstücken.

Aufgrund der flexiblen Anordnungsmöglichkeiten des Druckschalters und der damit einhergehenden einfachen Handhabung wird es dem Nutzer elektrischer Geräte leicht gemacht, diese nach Gebrauch zentral über einen Schalter auszuschalten. Der Verzicht auf den Stand-by Betrieb bei einer Vielzahl an Haushalts- und Bürogeräten könnte dazu beitragen, den Stromverbrauch erheblich zu reduzieren. Statistische Erhebungen belegen dies. Daher empfiehlt auch das Bundesumweltamt, elektrische Geräte nicht stand-by zu betreiben.

Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt.

Diese zeigt eine Steckdosenleiste mit drei hintereinander in einem Gehäuse 3 angeordneten Steckdosen 4. Diese Steckdosen 4 werden über ein Stromkabel 5 mit Strom versorgt. Das Stromkabel 5 besitzt hierzu einen Stecker, nicht dargestellt, der in eine übliche Netzsteckdose mit 220 V einsteckbar ist. Das andere Ende des Stromkabels 5 führt in das Gehäuse 3 der Steckdosenleiste.

Auf der dem Stromkabelanschluss gegenüberliegenden Seite des Gehäuses 3 ist eine Zuleitung 2 angeschlossen, an deren Ende ein Trittschalter 1 angeordnet ist. Der Trittschalter 1 besitzt in der dargestellten Ausführungsform ein Schaltergehäuse 7 mit einer runden Auflagefläche 7 und einem zentral angeordneten Druckknopf 6 als Schalter, der einen vertikal zur Auflagefläche angeordneten Schaltweg besitzt. Diese Form des Schalters ist mit dem Fuß besonders einfach zu betätigen. Da bei der Fußbetätigung der Trittschalter 1 auf glatten Böden leicht verrutschen kann, besitzt die runde Auflagefläche des Schaltergehäuses 7 elastische Gummilager, nicht dargestellt, die ein Verrutschen verhindern.

Die dargestellte Mehrfachsteckdose weist den Anschluss des Netzkabels 5 und den Anschluss der Zuleitung 2 an den zwei gegenüberliegenden Kurzseiten des Gehäuses 3 auf. Je nach Verwendungszweck bzw. je nach Bedarf können Netzkabel 5 und Zuleitung 2 aber auch auf derselben Kurzseite oder auf einer der Längsseiten eingeführt werden. Hierzu weist das Gehäuse 3 auf den Seitenflächen im unteren Bereich schlitzförmige Durchbrechungen auf, nicht dargestellt, die bis auf den Boden führen und in welche die Kabel eingelegt werden können. Auf diese Weise lassen sich die Kabelanschlüsse umlegen, so dass die jeweils für den Standort günstigste Anordnung gewählt werden kann.


Anspruch[de]
  1. Mehrfachsteckdose mit einem Trittschalter (1 ), der über eine Zuleitung (2) mit dem Gehäuse (3) mit mehreren separaten Steckdosen (4) verbunden ist.
  2. Mehrfachsteckdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitung (2) mit dem Trittschalter (1) mindestens 0,5 m lang ist.
  3. Mehrfachsteckdose nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trittschalter (1) aus einem Druckschalter mit einem vertikal zur Auflagefläche angeordneten Schaltweg besteht.
  4. Mehrfachsteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckschalter in dem Stromkabel (5), an dessen Ende sich ein Stecker befindet, oder an einem separaten Kabel (2) angeordnet ist.
  5. Mehrfachstecker nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche des Druckschalters (1) ein mit einer abziehbaren Folie geschütztes, doppelseitiges Klebeband zum Aufkleben des Druckschalters (1) auf eine Fläche, insbesondere eine Wand- oder Möbelfläche, besitzt.
  6. Mehrfachstecker nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagerfläche des Druckschalters (1) zur Lagesicherung auf einem glatten Boden mindestens ein rutschfestes Auflager besitzt, vorzugsweise aus einem elastischen Material.
  7. Mehrfachstecker nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenflächen des Gehäuses (3) schlitzförmige Durchbrechungen aufweisen durch welche die Zuleitung (2) und das Stromkabel (5) führbar sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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