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Dokumentenidentifikation DE202004016433U1 27.01.2005
Titel Antriebsvorrichtung für eine Mehrfarbenbogenrotationsdruckmaschine
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach, DE
DE-Aktenzeichen 202004016433
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.01.2005
Registration date 23.12.2004
Application date from patent application 23.10.2004
IPC-Hauptklasse B41F 13/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für eine Mehrfarbenbogenrotationsdruckmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

In der EP 0 705 689 B1 wird ein Antrieb für eine Mehrfarbenbogendruckmaschine beschrieben, welche in den Betriebsarten Schöndruck oder Schön- und Widerdruck betrieben werden kann. Die beschriebene Mehrfarbenbogendruckmaschine umfasst mehrere Druckwerke, welche über einen Hauptantrieb und einen Antriebsräderzug miteinander verbunden sind, und eine Vorrichtung zur Trennung des Räderzugs. Hierzu werden gewöhnlich Doppelzahnräder verwendet, in denen ein Teilzahnrad auf der Achse lösbar angekoppelt und damit umfangsmäßig verstellbar ist. Damit wird eine Antriebskonfiguration in zwei Ebenen notwendig.

Es ist Aufgabe der Erfindung eine Antriebsvorrichtung für eine Mehrfarbenbogenrotationsdruckmaschine zur Umstellung der Betriebsarten Schöndruck oder Schön- und Widerdruck zur Verfügung zu stellen.

Die Erfindung löst die Aufgabe durch eine Antriebsvorrichtung für eine Mehrfarbenbogenrotationsdruckmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Erfindungsgemäß umfasst eine Vorrichtung zur Trennung eines Räderzugs, welcher zwischen zwei Druckwerken angeordnet ist, eine Kupplung und mindestens zwei Längswellen, welche ein Antriebsmoment und eine Antriebsrichtung eines ersten Antriebsrads auf ein zweites Antriebsrad übertragen. Dadurch kann in vorteilhafter Weise eine Wendetrommel auf die Papierformatlänge eingestellt werden. Durch die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung sind keine Zwischenzahnräder erforderlich und ein Zahnrad an einer Speichertrommel kann eingespart werden. Die Kupplung kann beispielsweise als Standardkupplung ausgeführt werden, welche als Massenprodukt hergestellt wird, so dass eine kostengünstige Ausführung möglich ist.

In Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung wird das Antriebsmoment des ersten Antriebsrades beispielsweise über ein erstes Kegelumlenkgetriebe auf eine erste Längswelle übertragen, wobei das Antriebsmoment der zweiten Längswelle über ein drittes Kegelumlenkgetriebe auf das zweite Antriebsrad übertragbar ist.

In weiterer Ausgestaltung ist die Speichertrommel über ein zweites Kegelumlenkgetriebe mit der ersten Längswelle gekoppelt. Dadurch ist es möglich eine einstückige erste Längswelle vom ersten Antriebsrad bis zur Kupplung zu benutzen, wobei die zweite Längswelle nach der Kupplung auf der gleichen Linie fortgesetzt wird.

Bei einer alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung ist die erste Längswelle in eine erste Teillängswelle und eine zweite Teillängswelle aufgeteilt, wobei die Speichertrommel beispielsweise über ein Doppelkegelumlenkgetriebe mit der ersten Teillängswelle und der zweiten Teillängswelle gekoppelt ist. Die alternative Ausführungsform ist in vorteilhafter Weise von den Winkelstellungen der Transferter-, Speicher- und Wendetrommel unabhängig und lässt daher beliebige Winkelstellungen der Zylinder zueinander zu.

In weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung ist die Trennvorrichtung zwischen der Speichertrommel und der Wendetrommel angeordnet.

In weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung sind die Druckwerke für die Umstellung vom Schöndruck in den Schön- und Widerdruck relativ zueinander verstellbar.

Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend beschrieben.

Es zeigen:

1 ein Schema eines ersten Ausführungsbeispiels einer Mehrfarbenbogenrotationsdruckmaschine mit einer erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung, und

2 ein Schema eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Mehrfarbenbogenrotationsdruckmaschine mit einer erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung.

Wie aus 1 ersichtlich ist, umfasst ein erstes Ausführungsbeispiel einer Mehrfarbenbogendruckmaschine 1 mehrere Druckwerke, von denen beispielhaft zwei Druckwerke A und B dargestellt sind. Die Druckwerke A, B sind über einen nicht dargestellten Hauptantrieb und einen Räderzug 2 miteinander verbunden, welcher durch eine Koppelvorrichtung 3 getrennt werden kann, welche im Bereich einer Wendeeinrichtung mit einer Speichertrommel S und einer Wendetrommel S angeordnet ist. Die Koppelvorrichtung 3 zur Trennung des Räderzugs 2 umfasst eine Kupplung 7 und mindestens zwei Längswellen 5, 8, welche ein Antriebsmoment und eine Antriebsrichtung eines ersten Antriebsrad 10 auf ein zweites Antriebsrad 11 übertragen. Die erste Längswelle 5 ist bei dem Ausführungsbeispiel aus 1 einstückig ausgeführt und beispielsweise zwischen dem ersten Antriebsrad 10 und der Kupplung 7 angeordnet, wobei das Antriebsmoment des ersten Antriebsrades 10 über ein erstes Kegelumlenkgetriebe 4 auf die erste Längswelle 5 übertragen wird. In einem ersten Zustand koppelt die Kupplung 7 die erste Längswelle 5 starr mit der zweiten Längswelle 8, so dass das Antriebsmoment der ersten Längswelle 5 auf die zweite Längswelle 8 übertragen wird. Das Antriebsmoment der zweiten Längswelle 8 wird dann über ein drittes Kegelumlenkgetriebe 4 auf das zweite Antriebsrad 11 übertragen. Im ersten Ausführungsbeispiel ist die Speichertrommel S über ein zweites Kegelumlenkgetriebe 6 mit der einstückigen ersten Längswelle 5 gekoppelt. Somit zeigt 1 eine einfache Ausführungsform, die beispielsweise umgesetzt werden kann, wenn die Lager der Transferter-, Speicher- und Wendetrommel W fluchten.

Wie aus 2 ersichtlich ist, umfasst ein zweites Ausführungsbeispiel einer Mehrfarbenbogendruckmaschine 1 ebenfalls mehrere Druckwerke A, B, welche über einen nicht dargestellten Hauptantrieb und den Räderzug 2 miteinander verbunden sind, welcher durch die Vorrichtung 3 getrennt werden kann, welche zwischen einer Speichertrommel S und einer Wendetrommel W angeordnet ist. Die Vorrichtung 3 des zweiten Ausführungsbeispiels umfasst zur Trennung des Räderzugs 2 neben der Kupplung 7 und der zweiten Längswelle 8 eine erste Teillängswelle 12 und eine zweite Teillängswelle 14, welche zwischen dem ersten Antriebsrad 10 und der Kupplung 7 angeordnet sind. Die Speichertrommel S ist beim zweiten Ausführungsbeispiel über ein Doppelkegelumlenkgetriebe 13 mit der ersten Teillängswelle 12 und der zweiten Teillängswelle 14 gekoppelt. Das Antriebsmoment und eine Antriebsrichtung des ersten Antriebsrads 10 wird über das erste Kegelumlenkgetriebe 4 auf die erste Teillängswelle 12 und über das Doppelkegelumlenkgetriebe 13 auf die zweite Teillängswelle 14 übertragen. Im ersten Zustand koppelt die Kupplung 7 die zweite Teillängswelle 14 starr mit der zweiten Längswelle 8, so dass das Antriebsmoment der zweiten Teillängswelle 14 auf die zweite Längswelle 8 übertragen wird. Das Antriebsmoment der zweiten Längswelle 8 wird dann analog zum ersten Ausführungsbeispiel über das dritte Kegelumlenkgetriebe 4 auf das zweite Antriebsrad 11 übertragen. Mit dem zweiten Ausführungsbeispiel aus 2 sind beliebige Winkelstellungen der Transferter-, Speicher- und Wendetrommel W zueinander möglich.

Zur Verstellung der Mehrfarbenbogenrotationsdruckmaschine 1 in die Position zur Produktion mit Bogenwendung in einem Schön- und Widerdruck oder in die Position zur Produktion in einem reinen Schöndruck, wird bei beiden Ausführungsbeispielen die Kupplung 7 der Vorrichtung 3 zur Trennung des Räderzugs 2 freigeschaltet. Dann können die Druckwerke A, B der Mehrfarbenbogenrotationsdruckmaschine 1 in Reihenbauweise abhängig vom Parierformat relativ zu einander verdreht werden, wodurch eine Verstellung der relativen Winkellage der Druckzylinder D möglich ist. Hierbei wird die Verstellung an der Übergabeposition zwischen der Wendetrommel W und der Speichertrommel S wirksam. Nach der Verstellung kann der Räderzug 2 durch die Kupplung 7 der Vorrichtung 3 wieder starr gekoppelt werden.

1Mehrfarbenbogenrotationsdruckmaschine 2Räderzug 3Trennvorrichtung 4erstes Kegelumlenkgetriebe 5erste Längswelle 6zweites Kegelumlenkgetriebe 7Kupplung 8zweite Längswelle 9drittes Kegelumlenkgetriebe 10erstes Antriebsrad 11zweites Antriebsrad 12erste Teillängswelle 13Doppelkegelumlenkgetriebe 14zweite Teillängswelle Aerstes Druckwerk Bzweites Druckwerk DDruckzylinder WWendetrommel SSpeichertrommel

Anspruch[de]
  1. Antriebsvorrichtung für eine Mehrfarbenbogenrotationsdruckmaschine zur Umstellung der Betriebsarten Schöndruck oder Schön- und Widerdruck mit mehreren Druckwerken (A, B), welche über einen Hauptantrieb und einen Räderzug (2) miteinander verbunden sind, und einer Koppelvorrichtung (3) zur Trennung des Räderzugs (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Koppelvorrichtung (3) zur Trennung des Räderzugs (2) eine Kupplung (7) und mindestens zwei Längswellen (5, 8) umfasst, welche ein Antriebsmoment und eine Antriebsrichtung eines ersten Antriebsrad (10) auf ein zweites Antriebsrad (11) übertragen.
  2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmoment des ersten Antriebsrades (10) über ein erstes Kegelumlenkgetriebe (4) auf eine erste Längswelle (5, 12) übertragen wird.
  3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmoment der zweiten Längswelle (8) über ein drittes Kegelumlenkgetriebe (4) auf das zweite Antriebsrad (11) übertragen wird.
  4. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Speichertrommel (S) über ein zweites Kegelumlenkgetriebe (6) mit der ersten Längswelle (5) gekoppelt ist.
  5. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Längswelle (5) in eine erste Teillängswelle (12) und eine zweite Teillängswelle (14) aufgeteilt ist.
  6. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Speichertrommel (S) über ein Doppelkegelumlenkgetriebe (13) mit der ersten Teillängswelle (12) und der zweiten Teillängswelle (14) gekoppelt ist.
  7. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennvorrichtung (3) zwischen einer Speichertrommel (S) und einer Wendetrommel (W) angeordnet ist.
  8. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckwerke (A, B) für die Umstellung vom Schöndruck in den Schön- und Widerdruck relativ zueinander verstellbar sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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