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Dokumentenidentifikation DE20312834U1 27.01.2005
Titel Glasmaltafel
Anmelder Hebel, Ulrich, 57548 Kirchen, DE
DE-Aktenzeichen 20312834
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.01.2005
Registration date 23.12.2004
Application date from patent application 20.08.2003
IPC-Hauptklasse B43L 1/04

Beschreibung[de]

Die vorliegende Neuerung betrifft eine Glasmaltafel, welche aus Mineralglas oder einem transparenten Kunststoff hergestellt ist und die mit Befestigungsmöglichkeiten versehen ist, mit denen die Glas- oder Kunststoffplatte z. B. an Wänden befestigt werden kann. Auch ist diese Glasmaltafel dafür gedacht, dass man auf ihrer Oberfläche mit als Filzstift gestalteten mit Flüssigkreide oder vergleichbaren Flüssigkeiten gefüllten Mal- und Schreibgeräten malen bzw. schreiben kann.

Für die Zielgruppe Kinder im Vorschul- und Grundschulalter werden seit vielen Jahren sogenannte Fensterfarben angeboten, mit denen direkt auf glasierten Oberflächen wie Fensterscheiben oder Kacheln gemalt werden kann. Nicht ungefährlich ist es für Kinder, die z.B. die Fensterscheibe ihres Kinderzimmers bemalen wollen; denn sie müssen meist auf einen Stuhl oder gar auf die Fensterbank klettern.

Es werden auch transparente Kunststoffplatten angeboten als Zubehör zu Glasmalfarben.

Ferner sind Glasmaltafeln bekannt, die z.B. mittels mehrerer Schrauben an Wänden befestigt werden können. Hierzu sind die Glasmaltafeln vorzugsweise in den Ecken durchbohrt.

Auch ist die Verwendung von sogenannten Spiegelklammern denkbar, mit deren Hilfe die Glasmaltafel an einer Wand befestigt werden kann. Nachteilig an beiden Lösungen ist, dass die Wand durch das Bohren von Befestigungslöchern beschädigt wird. Auch ist ein Befestigen einer Glasmaltafel z. B. an einer Fensterscheibe nicht möglich, da das Bohren von Löchern ausscheidet. Ein Kleben einer Glasmaltafel auf eine Fensterscheibe scheidet aus, da ein Entfernen der Glasmaltafel dann nicht mehr möglich ist.

Zum Befestigen von Glasmaltafeln an Wänden sind auch Rahmen bekannt, die diese Glasmaltafeln aufnehmen.

Nachteilig an all den bekannten Lösungen ist, dass diese Glasmaltafeln nicht an Fensterscheiben oder anderen Hochglanzoberflächen lösbar befestigt werden können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Glasmaltafel aus Mineralglas oder einem transparenten Kunststoff zu schaffen, die eine unter die Glasmaltafel gelegte Malvorlage sicher fixiert und die auf einfache Weise an verschiedenen glatten Oberflächen befestigt werden kann.

Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass die Glasmaltafel mit Haftfüßen -vorzugsweise mit Vakuum-Saugfüßen- ausgestattet ist, die in den Eck- oder Randbereichen der Glasmaltafel angeordnet sind.

Weitere Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Die erfinderische Lösung trägt dem in der Einleitung beschriebenen Problem Rechnung; denn die neue Glasmaltafel erlaubt es dem Benutzer, auf einer Glasmaltafel in gewohnter Haltung an einem Tisch sitzend zu malen. Hierbei sind die Saugfüße mit ihrer Doppelfunktion von besonderer Bedeutung, denn aufgrund der Beschaffenheit ihres Materials z.B. Weich-PVC oder PPE fixieren sie auch eine unter die Glasmaltafel gelegte Malvorlage und halten sie malsicher fest. Die Glasmaltafel kann beim Malen immer in die körpergünstigste Lage geschoben oder sogar gedreht werden, ohne dass die Malvorlage verrutscht. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Füße die Vorlage ganz oder nur zum Teil bedecken. Das funktioniert sogar auf einer Tischdecke. Aber auch auf glatter Tischplatte haften die Füße beim Drehen der Glasmaltafel nicht störend an, auch nicht bei Druck von oben. Sie haften lediglich auf der Malvorlage und drehen diese mit.

Das Vakuum der Saugfüße wird erst durch Druck aktiviert, wenn die Glasmaltafel nach der Malarbeit von der Vorlage abgehoben und an eine Fensterscheibe geheftet wird. Gegenüber einer direkt auf das Fenster aufgebrachten Malerei ist die neue bemalte Glasmaltafel mobil und kann leicht woanders platziert werden.

Es kann natürlich auch kreativ ohne Vorlage gemalt werden, auch 'nach der Natur': Ans Fenster geheftet, wird das auf die Glasmaltafel gemalt, was man draußen sieht. Und danach muss das 'Werk' nicht am Fenster bleiben, sondern man kann es mitnehmen, um es anderen zu zeigen. Man kann es auch mit einem dazugehörigen Stellfuß vor einer Lampe oder vor Kerzen aufstellen. Und weil ein Haus oder eine Wohnung mehrere Fenster hat, gibt es gleich mehrere Motive.

Eine weitere Möglichkeit ist, eigene Malvorlagen in seinem Computer zu kreieren. Die Glasmaltafel wird nach Aufruf des Dokuments einfach auf den Bildschirm geheftet und los geht's.

Eine so erstellte Malerei kann natürlich auch elektronisch verarbeitet werden, d.h. sie kann gescannt und dann in beliebiger Menge ausgedruckt werden. Auch ist ein Versand per E-Mail möglich.

Um Verletzungen auszuschließen, ist diese Glasmaltafel vorzugsweise aus unzerbrechlichem Kunststoff hergestellt.

Die Saugfüße ragen mit ihrem Befestigungszapfen über die Oberseite hinaus und haben mit dem Saugteller an den Ecken Überstand. Bei einem eventuellen Runterfallen sind durch 'Weiches Abfangen' nicht nur Vorder- und Rückenseite, sondern auch die Ecken der Glasmaltafel geschützt.

Denkbar sind auch individuell geformte Füße, die die Ecken der Glasmaltafel umgreifen und die außerdem mit einer kindergerechten Handhabe ausgestattet sind zum leichten Lösen der Glasmaltafel von der Fensterscheibe.

Hervorzuheben ist noch, dass die Glasmaltafel sehr kostengünstig hergestellt werden kann. Es wird nichts genietet oder geschraubt, sondern die Füße werden einfach in entsprechende Löcher der Glasmaltafel eingesteckt und aufgrund ihrer Formgebung und der Weichheit des Materials sicher mit dieser verbunden.

Es ist auch eine Ausführung ohne Löcher in der Glasmaltafel denkbar. In diesem Falle werden die Saugfüße angeschweißt oder geklebt.

Anhand der beiliegenden Zeichnungen, die Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes zeigen, soll die Erfindung jetzt näher beschrieben werden. Es zeigt:

1: eine Draufsicht auf eine auf eine Malvorlage oder Fensterscheibe aufgesetzte Glasmaltafel,

2: einen Schnitt durch den Saugfuß aus 1,

3: eine Draufsicht auf eine auf eine Malvorlage oder Fensterscheibe aufgesetzte Glasmaltafel mit einer zweiten Lösung eines Saugfußes,

4: einen Querschnitt durch den Saugfuß aus 3,

5: eine Draufsicht auf eine auf eine Malvorlage oder Fensterscheibe aufgesetzte Glasmaltafel mit einer dritten Lösung eines Saugfußes,

6: einen Querschnitt durch den Saugfuß aus 5.

7: eine Draufsicht auf eine auf eine Malvorlage oder Fensterscheibe aufgesetzte Glasmaltafel mit einer vierten Lösung eines Saugfußes,

8: einen Querschnitt durch den Saugfuß aus 7.

9: eine Draufsicht auf eine auf eine Malvorlage oder Fensterscheibe aufgesetzte Glasmaltafel mit einer fünften Lösung eines Saugfußes,

10: einen Querschnitt durch den Saugfuß aus 9.

In 1 ist eine Glasmaltafel (2) abgebildet, welche mittels Saugfüßen (3) an einer glatten Unterlage, vorzugsweise an einer Fensterscheibe (1) befestigt ist. Auf die jeweiligen Ecken der Glasmaltafel (2) sind die Saugfüße (3) aufgesteckt. Hierbei schnappt der pilzförmige Zapfen (6) in die Bohrung (7) der Glasmaltafel (2) ein. Die geringe Verdickung des Kopfes des pilzförmigen Zapfens (6) legt sich auf die Oberseite der Glasmaltafel (2) und fixiert so den Saugfuß (3) an der Glasmaltafel (2). Vor dem Anbringen der Glasmaltafel (2) an einer Fensterscheibe (1) können -falls erforderlich- die Kontaktflächen der Saugfüße (3) leicht angefeuchtet und dann an die Fensterscheibe (1) gedrückt werden.

Will man die Glasmaltafel (2) wieder von der Fensterscheibe (1) entfernen, muss man den Rand der Saugfüße leicht anheben (z.B. durch Unterschieben eines Fingernagels). So kann Luft in den Raum der Saugglocke (9) eintreten.

2 macht die Lagerung des Saugfußes (3) in der Glasmaltafel (2) deutlich. Durch die Bohrung (7) wird der pilzförmige Zapfen (6) hindurch gedrückt. Um die Montage zu erleichtern, ist die Bohrung (7) von der Unterseite der Glasmaltafel (2) angesenkt. Hierdurch kann die Verdickung des Kopfbereiches des pilzförmigen Zapfens (6) leichter durch die Bohrung (7) gedrückt werden.

In 3 ist eine Glasmaltafel (22) abgebildet, welche mittels Saugfüßen (23) an einer Fensterscheibe (21) befestigt ist. Auf die jeweiligen Ecken der Glasmaltafel (22) sind die Saugfüße (23) aufgesteckt. Hierbei wird die Ecke der Glasmaltafel (22) unter den Schutzwinkel (25) geschoben und in die Bohrung (7) der Glasmaltafel (22) schnappt der pilzförmige Zapfen (26) ein. Hierbei legt sich die geringe Verdickung des Kopfes des pilzförmigen Zapfens (26) auf die Oberseite der Glasmaltafel und fixiert so den Saugfuß (23) an der Glasmaltafel (22). Vor dem Anbringen der Glasmaltafel (22) an einer Fensterscheibe (21) können die Kontaktflächen der Saugfüße (23) -falls erforderlich- leicht angefeuchtet und dann an die Fensterscheibe (21) gedrückt werden.

Will man die Glasmaltafel (22) wieder von der Fensterscheibe (21) entfernen, so geschieht dies am leichtesten durch einen Fingerdruck quer zur Rotationsachse des Saugfußes (23). Hierdurch wird die Anlagefläche des Saugfußes (23) an einer Stelle leicht abgehoben und es kann Luft in den Raum der Saugglocke (29) eintreten. Vorteilhaft dabei ist, dass beide Zeigefinger die Saugfüße rechts und links gleichzeitig lösen können, während die übrigen Finger die Glasmaltafel (22) sicher festhalten.

4 macht die Lagerung des Saugfußes (23) in der Glasmaltafel (22) deutlich. Durch die Bohrung wird der pilzförmige Zapfen (26) hindurch gedrückt. Um die Montage zu erleichtern, ist die Bohrung von der Unterseite der Glasmaltafel (22) angesenkt. Hierdurch kann die Verdickung des Kopfbereiches des pilzförmigen Zapfens (26) leichter durch die Bohrung gedrückt werden.

Die 5 und 6 zeigen an einer Glasmaltafel (32) angebrachte Saugfüße (33). Die Glasmaltafel (32) ist an einer Fensterscheibe (31) befestigt. Auch diese Lösung lässt sich sehr gut handhaben. Die Oberseite (310) des Saugfußes (33) ist mittels Kleber oder durch Ultraschallschweißung mit der Unterseite der Glasmaltafel (32) verbunden. Zum leichteren Abnehmen der Glasmaltafel (32) von der Fensterscheibe (31) ist an dem Saugfuß (33) eine Abhebehilfe (8) vorgesehen. Durch das Abheben kann – wie bei der Lösung gem. 3 und 4 – Luft in die Saugglocke (39) eintreten und die Glasmaltafel (32) lässt sich leicht abnehmen.

Die 7 und 8 zeigen eine weitere Lösung für an einer Glasmaltafel (42) befestigte Saugfüße (43). Die Verbindung der Saugfußoberseite(410) erfolgt durch Kleben oder Schweißen.

Auch bei dieser Lösung ist eine Löseeinrichtung vorgesehen, wie sie bei den 3, 4, 7 oder 8 beschrieben ist.

In den 9 und 10 ist eine weitere Lösung für die Verbindung von Glasmaltafel (52) mit den Saugfüßen (53) dargestellt. Die Saugfüße (53) sind mit als Schutzwinkel (55) gestalteten Einstecktaschen für die Ecken der Glasmaltafel (52) versehen. Um dieser Verbindung einen sichereren Halt zu geben, können die Saugfüße (53) mittels Kleber oder durch Ultraschallverschweißung mit der Glasmaltafel (52) verbunden sein.

Die Löseeinrichtung (54) lässt sich wie bei der Lösung nach Figur 3-am leichtesten durch einen Fingerdruck quer zur Rotationsachse des Saugfußes (53) auslösen. Hierdurch dringt Luft in den Raum der Saugglocke (59) ein und die Glasmaltafel (52) kann von der Fensterscheibe (51) abgenommen werden.

Für alle skizzierten und beschriebenen Lösungen gilt, dass die Saugfüße über die Ecken und Ränder der Glasmaltafel vorstehen, damit – sollte die Glasmaltafel einmal runter fallen- die Ecken und Ränder geschützt werden.

1, 21, 31, 41, 51Fensterscheibe 2, 22, 32, 42, 52Glasmaltafel 3, 23, 33, 43, 53Saugfuß 4, 24, 44, 54Löseeinrichtung 5, 25, 55Schutzwinkel 6, 26pilzförmiger Zapfen 7Bohrung 8Abhebehilfe 9, 29, 39, 49, 59Saugglocke 310, 410Saugfußoberseite

Anspruch[de]
  1. Glasmaltafel, welche aus Mineralglas oder einem transparenten Kunststoff hergestellt ist und die mit Befestigungsmöglichkeiten versehen ist, mit denen die Glas- oder Kunststoffplatte z.B. an Wänden befestigt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass in den Eckbereichen der Glasmaltafel (2, 22, 32, 42, 52) oder am Rand Haftfüße, vorzugsweise Vakuum-Saugfüße (3, 23, 33, 43, 53) angeordnet sind.
  2. Glasmaltafel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugfüße (3, 23, 33, 43, 53) so angeordnet sind, dass sie über die Ecken und Seitenkanten der Glasmaltafel (2, 22, 32, 42, 52) vorstehen.
  3. Glasmaltafel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Saugfuß (3, 23, 33, 43, 53) ein pilzförmiger Zapfen (6, 26) zur Fixierung an der Glasmaltafel (2, 22, 32, 42, 52) angeformt ist.
  4. Glasmaltafel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasmaltafel (32, 42, 52) und die Saugfüße (33, 43, 53) durch eine Klebe- oder Schweißverbindung miteinander verbunden sind.
  5. Glasmaltafel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Saugfüßen (23, 33, 43, 53) eine Löseeinrichtung (24, 44, 54, 8) vorgesehen ist.
  6. Glasmaltafel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Löseeinrichtung (24, 44, 54) als teilweise umlaufender Ringwulst geformt ist.
  7. Glasmaltafel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Saugfüßen (33) eine Abhebehilfe (8) in Form eines Griffes vorgesehen ist.
  8. Glasmaltafel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite der Saugfüße (23, 53) ein als Tasche ausgebildeter Schutzwinkel (25, 55) für die Glasmaltafel-Ecken vorgesehen ist.
  9. Glasmaltafel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugfüße (3, 23, 33, 43, 53) aus einem weich-elastischen Material, z.B. Weich-PVC oder PPE bestehen.
  10. Glasmaltafel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasmaltafel (2, 22, 32, 42, 52) aus Mineralglas besteht.
  11. Glasmaltafel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasmaltafel (2, 22, 32, 42, 52) aus einem hochtransparenten Kunststoff z.B. Acryl, PS oder SAN besteht.
  12. Glasmaltafel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Oberfläche mattiert oder strukturiert ist.
  13. Glasmaltafel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasmaltafel (2, 22, 32, 42, 52) in jeder Dicke, Größe und Form (Rechteck, Quadrat, Vieleck, Rund- oder Individualform) hergestellt werden kann.
  14. Glasmaltafel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einem Rahmen eingefasst oder mit einem Aufdruck versehen sein kann.
Es folgen 10 Blatt Zeichnungen






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