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Dokumentenidentifikation DE10040602B4 10.02.2005
Titel Zerkleinerer
Anmelder Thomas Spyra Industrie- und Umwelttechnik, 71332 Waiblingen, DE
Erfinder Spyra, Thomas, 71332 Waiblingen, DE
Vertreter Voth, G., Dipl.-Ing.(FH), Pat.-Anw., 71636 Ludwigsburg
DE-Anmeldedatum 16.08.2000
DE-Aktenzeichen 10040602
Offenlegungstag 07.03.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.02.2005
IPC-Hauptklasse B02C 18/08
IPC-Nebenklasse B02C 18/40   B02C 18/22   B02C 25/00   B02C 19/12   B02C 18/16   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zerkleinerer nach dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1.

Ein solcher Zerkleinerer ist bekannt und besteht aus einem Grobbrechwerk und einem Feinbrechwerk. Oberhalb des Grobbrechwerks ist eine Brechertrichter angeordnet, in welchen Späne eingefüllt werden können. Die Späne werden zunächst über das Grobbrechwerk aufgerissen und im Feinbrechwerk zu Kurzspänen gebrochen. Die Kurzspäne werden anschließend über eine Rutsche ausgetragen. Gelegentlich kann es vorkommen, daß Grobteile wie zum Beispiel Eisenteile oder auch Werkzeugteile in den Brechertrichter gelangen. Diese werden von dem Grobbrechwerk erfaßt und können zu einer Blockade der gesamten Einrichtung führen. Zum Entfernen dieser Teile muß ein Fenster geöffnet werden und das Teil per Hand aus dem System entfernt werden. Dies erfordert einen nicht unerheblichen Maschinenstillstand. Außerdem kann es vorkommen, daß bereits das Feinbrechwerk durch das Grobteil geschädigt ist und ersetzt werden muß.

Aus der US 4 988 045 ist ein Zerkleinerer zu entnehmen, insbesondere für Späne mit einem Trichter und einem Segment, das beweglich angeordnet ist und über einen Hydraulikzylinder betätigt wird. Bei dem Eintritt eines Grobteils, kann dieses Segment nach Hinten geschoben werden, die weiteren am Umfang vorhandenen Brecherzähne bleiben unverändert.

Aus der DE 43 30 882 A1 ist eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Stahl oder Metallspänen bekannt, wobei hier ein Fenster geöffnet wird, aus dem Grobteile entfernt werden. Das Fenster ist an einer bestimmten Stelle am Umfang der Einrichtung positioniert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spänebrecher der beschriebenen Art dahingehend zu verbessern, dass Grobteile unabhängig von Ihrer Position im Bereich des Feinbrechwerks zuverlässig entfernt werden.

Diese Aufgabe wird ausgehend von dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1 durch dessen kennzeichnenden Merkmale gelöst.

Der wesentliche Vorteil der Erfindung liegt darin, dass das Feinbrechwerk, welches aus einem Mahlwerk besteht das in Wirkverbindung mit feststehenden Zähnen tritt, die feststehenden Zähne an wenigstens zwei Segmenten angeordnet sind, wobei diese Segmente derart beweglich sind, dass sie bei dem Eintritt eines Grobteils von dem Messerkopf entfernt werden können und ein Grobteileauswurf erfolgt. Damit sind an dem Brechertrichter keine zusätzlichen Öffnungen erforderlich. Das Grobteil kann nach unten durchfallen und gelangt in einen Grobteilebehälter. Durch das Auseinanderfahren der Segmente wird eine Beschädigung des Messerkopfs oder Mahlwerks wirksam verhindert.

Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist unterhalb oder seitlich des Messerkopfes eine Klappe angeordnet an welche das Grobteil auswirft.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, zwei oder mehrere Segmente anzuordnen, welche sternförmig nach außen bewegbar sind. Damit ist eine vollständige Öffnung des Mahlwerks zum Entfernen von Grobteilen möglich. Die Segmente können auf Schlitten angeordnet sein. Diese Schlitten werden elektrisch oder pneumatisch angetrieben.

Es besteht auch die Möglichkeit, die Schlitten hydraulisch anzutreiben oder über ein mechanisches Gestänge mit dem Antriebsmotor zu verbinden, wobei dann bei einer Reversion des Antriebsmotors das Gestänge für ein Öffnen des Mahlwerks sorgt.

Weiterbildungsgemäß ist ein Sensor vorgesehen, der Grobteile innerhalb des Trichters erkennt und ein Steuersignal für das Öffnen der Segmente abgibt. Es besteht auch die Möglichkeit, ein Grobteil nicht mittels eines Sensors sondern über eine Drehmomentänderung des Mahlwerks festzustellen und die entsprechenden Steuersignale zu erzeugen.

Auch ein Überlast des Motors oder des Hydraulikantriebes kann zu einem entsprechenden Steuersignal führen, welches den Grobteileauswurf aktiviert.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.

1 zeigt einen Zerkleinerer in einer Schnittdarstellung,

2 zeigt ein zweigeteiltes Feinbrechwerk und

3 zeigt ein dreigeteiltes Feinbrechwerk.

Der Zerkleinerer gemäß 1 besteht aus einem Gestell 10, auf welchem sich ein Einfülltrichter 11 befindet. In dem Einfülltrichter 11 ist ein Grobbrechwerk 12, bestehend aus einem Reißarm 13 und an den Wänden des Trichters 11 angeordneten Zähnen 14, 15. Der Reißarm wird über den Motor 17 angetrieben. Unterhalb des Trichters 11 befindet sich das Feinbrechwerk 20. Es besteht aus einem umlaufenden Messerkopf 16 und feststehenden Zähnen 18. Das Feinbrechwerk 20 wird ebenfalls von dem Motor 17 angetrieben. In den Trichter 11 gelangen die Späne aus der spanabhebenden Fertigung, beispielsweise Wollspäne 22. Diese werden von dem Reißarm 13 erfaßt und zunächst soweit zerkleinert, dass sie dem Feinbrechwerk 20 zugeführt werden können. Unterhalb des Reißarms 13 gelangen die Späne in dieses Feinbrechwerk, werden dort zu Kurzspänen verarbeitet und gelangen über den schwenkbaren Feinspäne- und Grobspäneaustrag 23 zu einem hier nicht dargestellten Transportbehälter.

Sofern ein Grobteil 24, welches beispielsweise eine Eisenstange, ein Stahlstück oder ein Werkzeugteil ist, in den Trichter 11 gelangt, wird dies ebenfalls von dem Reißarm 13 und den Zähnen 14, 15 oder dem Feinbrechwerk erfaßt. Wie bereits erwähnt kann anstelle eines Sensors auch die Überlast des Motors, daß heißt ein höhere Stromaufnahme des Motors zu einem Steuersignal führen. Über einen Sensor 25 wird jedoch dieses Grobteil erkannt, aufgrund des Sensorsignals öffnen sich die Segmente der festehenden Zähne des Feinbrechwerks und das Grobteil kann durch diese Segmente hindurch zu dem Feinspäne- und Grobspäneaustrag 23 gelangen.

2 zeigt eine Variante, hier sind die feststehenden Teile des Feinbrechwerks zweigeteilt. Die Segmente 29, 30 können voneinanderweg bewegt werden und öffnen damit einen sehr großen Durchlaßquerschnitt, so dass auch größere Grobteile ungehindert zu dem Feinspäne- und Grobteileauswurf gelangen können.

3 zeigt eine weitere Variante, dort ist das feststehende Teil des Feinbrechwerks aus drei Segmenten 31, 32, 33 aufgebaut. Auch diese können nach außen bewegt werden und geben einen Durchtritt für eintretende Grobteile frei.


Anspruch[de]
  1. Zerkleinerer, insbesondere für Späne mit einem Trichter zum Einfüllen der Späne, einem Reißarm als Grobbrecher und einem Feinbrechwerk, wobei das Feinbrechwerk aus einem Mahlwerk mit wenigstens einem umlaufenden Messerkopf besteht und dieser zentrisch angeordnet ist, wobei dieser Messerkopf in Wirkverbindung mit feststehenden Zähnen tritt, welche am Umfang des Mahlwerks angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die feststehenden Zähne (18) an wenigstens zwei Segmenten (29, 30) angeordnet sind, wobei die wenigstens zwei Segmente (29, 30) derart beweglich angeordnet sind, dass diese bei dem Eintritt eines Grobteils (24) voneinander wegbewegt werden und sich von dem Messerkopf (16) entfernen und ein Grobteileauswurf erfolgt.
  2. Zerkleinerer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens zwei oder mehrere Segmente (29, 30, 31, 32, 33) sternförmig nach außen bewegbar sind und eine vollständige Öffnung des Mahlwerks zum Entfernen von Grobteilen (24) ermöglicht.
  3. Zerkleinerer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswurf für Grobteile (24) elektrisch, hydraulisch oder pneumatisch angetrieben ist und ein Sensor (25) vorgesehen ist zur Ermittlung eines Grobteils (24) und zur Erzeugung eines Steuersignals für das Öffnen der Segmente (29, 30, 31, 32, 33).
  4. Zerkleinerer nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlast des Motors zu einem Steuersignal führt und damit ein Grobteil erkennbar ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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