PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10158224B4 10.02.2005
Titel Mobiles optoelektronisches Testgerät für Kfz-Bremslichter, insbesondere an diversen Anhängerarten
Anmelder Godyn, Andreas, 13597 Berlin, DE
Erfinder Godyn, Andreas, 13597 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 16.11.2001
DE-Aktenzeichen 10158224
Offenlegungstag 12.06.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.02.2005
IPC-Hauptklasse B60Q 11/00
IPC-Nebenklasse G01M 11/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein mobiles optoelektronisches Testgerät für Kfz-Bremslichter, das insbesondere auch für solche an diversen Anhängerarten geeignet ist.

Um die Funktionsfähigkeit des Bremslichtes bei Kraftfahrzeugen und deren unterschiedlichen Anhängerarten zu testen, sind verschiedene technische Lösungen bekannt.

Diese Kontrollen vor Beginn einer Fahrt sind nicht nur vorgeschrieben, sondern aus Gründen der Sicherheit auch dringend geboten. Insbesondere bei Fahrzeugen mit Anhängern und den dadurch vorhandenen zusätzlichen elektrischen Verbindungen und Kontaktstellen zwischen Zugmaschine und Anhänger ist die Gefahr des Ausfallens der Kfz-Beleuchtung besonders groß. So können nach der Winterpause elektrische Steckverbindungen durch Korrosion funktionsunfähig und bei Traktoren durch die Arbeit auf dem Feld Steckverbindungen wegen starker Verschmutzung ausgefallen sind. Nicht zuletzt wird bei Nichtfunktionieren der Bremslichter im besten Fall ein Bußgeld riskiert, im schlimmsten Fall jedoch ein Unfall verursacht.

Bei TÜV-Prüfungen wird die Funktionsfähigkeit der Bremslichter beispielsweise mit Hilfe eines Spiegels durchgeführt. Gemäß der DE-OS 23 33 421 wird eine ausziehbare Stangen zwischen Bremspedal und Lenksäule geklemmt. Diese technische Lösung wird bei den verschiedensten Fahrzeug-Modellen, wie Bus, Lastkraftwagen, Landwirtschaftsmaschinen, Traktoren und Straßenbahnen aufgrund deren unterschiedlicher Bauweise kaum noch praktiziert. Das Problem besteht nicht nur in der Herstellung dieser ausziehbaren Stange für bestimmte Fahrzeugarten und -typen. Auch das Anbringen der Stange zwischen Lenksäule und Bremspedal erweist sich oft als schwierig. Das Bremspedal kann je nach Bremssystem (hydraulisch, pneumatisch, Unterdruck) starken Widerstand leisten. Es ist darüber hinaus immer ungewiss, ob sich das Bremspedal in der richtigen Position befindet, um den Schalter für das Bremslicht bei der Bremslicht-Funktionsprobe tatsächlich zu betätigen. Um diesen Test mit dieser technischen Lösung schnell und zuverlässig durchführen zu können, wird außerdem viel Übung und Erfahrung benötigt.

Eine einfache Methode besteht darin, die Hilfe einer zweiten Person, die die Funktion der Bremslichter bestätigen soll, in Anspruch zu nehmen. Oft ist jedoch keine zweite Person zur Stelle (z. B. bei Fernfahrten von Lkw im Ausland oder nach der Beseitigung von elektrischen Störungen, wie z. B. defekten Glühlampen, Sicherungen).

Die DE 23 63 091 A1 offenbart eine elektronische Schaltungen zur Überwachung der Funktionalität der Bremsbeleuchtung, jedoch ist diese Schaltung auf die jeweilige Kfz-Elektrik abzustimmen und in diese zu integrieren. Daher hat sich diese Schaltung auch nicht durchgesetzt und wird nur sehr selten angewandt.

Aus der DE 39 30 775 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung und Überwachung der Bremsleuchten eines Fahrzeuges bekannt. Bei der Betätigung der Bremsanlage wird ein in einem Hauptbremszylinder angeordneter Bremslichtschalter geschlossen. Das am Bremslichtschalter anstehende Signal wird einer Steuer- und Regeleinheit im Fahrzeug zusätzlich zumindest einem von einem Radgeschwindigkeitssensor erzeugten Signal zugeführt. Bei Betätigung des Bremslichtschalters und/oder bei Bestimmung eines Bremsvorganges aus dem Signal des Radgeschwindigkeitssensors wird ein Strom zur Bremslichterzeugung von der Steuer- und Regeleinheit in die Bremsleuchten eingespeist. Die Funktionsfähigkeit der Bremsleuchten wird von der Steuer- und Regeleinheit überwacht. Bei fehlender Funktionsfähigkeit oder bei einer Bremsung mit offenem Bremslichtschalter oder mit nicht leuchtenden Bremsleuchten wird eine Fehlermeldung hervorgerufen.

Die DE 35 36 626 A1 offenbart ein optisches Kontrollanzeigegerät mit Solarzellensteuerung für Automobil-Schweinwerfer, Schluss- und Bremsleuchten. An den Scheinwerferinnenseiten sowie in den Schlusslicht- und Bremslichtkammern, vorzugsweise an den Trennwänden oder anderen geeigneten Flächen, werden dazu entsprechend der erforderlichen Leistung ausgelegte kleine Solarzellen-Module durch Kleben angebracht oder anderweitig befestigt. Diese erzeugen durch die Bestrahlungsstärke der Schweinwerfer, des Schlusslichtes und der Bremslichtlampen den notwendigen Strom, um die in einem Kontrollanzeigegerät installierten Miniaturleuchtdioden, die durch Kabelanschlüsse mit den Solarzellen verbunden sind, zum verschiedenfarbigen Aufleuchten zu bringen. Diese leuchten nicht auf, wenn die Beleuchtungseinheit defekt ist.

Die DE 34 01 283 A1 beschreibt ein für den Service und für Werkstätten geeignetes Gerät zum Überprüfen bzw. Kontrollieren der Schlussbeleuchtung von Motorfahrzeugen und -anhängern, bei dem jeder elektrische Stromkreis der Schlussbeleuchtung, der an die Anhänger- und Fahrzeugstreckdose gelegt ist, über einen gesonderten Betätigungsschalter für die einzelnen Leuchtanzeigen geführt wird. Jedem Betätigungsschalter ist eine optische oder akustische Meldevorrichtung zum unmittelbaren Darstellen des Prüf- und Kontrollergebnisses in Gestalt von Leuchtanzeigen auf einer Bedienungstafel zugeordnet.

Die technischen Lösungen gemäß DE 39 30 775 A1, DE 23 63 091 A1, DE 35 36 626 A1 und DE 34 01 283 A1 sind nicht nur kompliziert in ihrem Aufbau, sondern durch deren stationäre Anordnung für einen mobilen Einsatz nicht geeignet.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Testgerät für Kfz-Bremslichter, insbesondere an diversen Anhängerarten, bereitzustellen, das mobil und universell anwendbar ist und auf einfache Art und Weise das Testen der Funktionsfähigkeit von Kfz-Bremslichtern ohne fremde Hilfe ermöglicht.

Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, den Kfz-Führer in die Lage zu versetzen, die Funktionsfähigkeit seiner Bremsbeleuchtung in jeder Situation ohne fremde Hilfe, schnell und mit einfachsten universellen Mitteln testen zu können.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein mobiles optoelektronisches Testgerät für Kfz-Bremslichter mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen mobilen optoelektronischen Testgerätes ergibt sich aus den Merkmalen des Unteranspruches 2.

Mit dem erfindungsgemäßen optoelektronischen Testgerät verbindet sich der besondere Vorzug, dass ein für den mobilen Einsatz geeignetes, einfach handhabbares und kostengünstig herstellbares Testgerät bereitgestellt wird. Das Testgerät erleichtert wesentlich die Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Bremsbeleuchtung von Kraftfahrzeugen und deren Anhängern unterschiedlichster Art. Es trägt dadurch zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Minderung des Unfallrisikos bei.

Das Testgerät kann mit dem auf seiner Rückseite angebrachten Saugnapf problemlos schnell und ohne Spuren zu hinterlassen am Plexiglas der zu testenden Bremsleuchte befestigt werden. Der infrarottransparente Saugnapf kann mit Farbkonzentraten als Tageslichtfilter eingefärbt werden. Eine Einfärbung würde vor direktem Lichteinfall von außen, wie Sonnenlicht und Umgebungslicht, schützen und damit eine noch höhere Zuverlässigkeit des Fotosensors gewährleisten. Der geringe Durchmesser des Saugnapfes garantiert die Möglichkeit der Befestigung auch an besonderen, ungewöhnlichen Design-Formen des Bremsleuchtenplexiglases.

Im folgenden soll die Erfindung mit einem Ausführungsbeispiel an Hand von Zeichnungen dargestellt werden.

Es zeigen:

1 den Schaltplan mit (IC) 4093,

2 die Seitenansicht des optoelektronischen Testgerätes mit einem an der Rückwand angebrachtem Saugnapf,

3 Vorderansicht des optoelektronischen Testgerätes.

1 zeigt eine CMOS-Schaltung (IC1) mit Vierfach-NAND Gatter (Schmitt-Trigger 4093). Als rücksetzbarer Speicher dienen die Gatter G1 und G2, die zu einem Flipflop zusammengeschaltet sind. In der Schaltung erfolgt die Auslösung durch den Fotosensor bzw. Fototransistor T1, wenn das Eingangssignal (Licht-Testsignal) die Schaltschwelle vom G2 in negativer Richtung überschreitet. Gatter G3 sorgt als Generator für eine Blinkschaltung durch G4 und T2 für die Ereignismeldung an die superhelle Leuchtdiode D1. Mit dem Schalter S1 (Betriebsspannung) und dem Kondensator C1 erfolgt die Rückstellung des Flipflops.

Anstelle der optischen Anzeige kann an den Punkten A und B ein Summer (BZ) angeschlossen werden.

Das gleiche Schaltergebnis lässt sich mit zahlreichen anderen Elektronikkomponenten erreichen, z. B. mit OP-Verstärker LM 741 oder mit 3 Transistoren, die ebenfalls erfolgreich getestet wurden.

Die superhelle Leuchtdiode (D1) ist als optische Anzeige auch bei Tageslicht deutlich zu sehen.

Das optoelektronische Testgerät hat seine Funktionsfähigkeit ohne jegliche Störungen selbst bei hellem Tageslicht bewiesen Mit zwei Testgeräten können gleichzeitig zwei Bremslichter getestet werden.


Anspruch[de]
  1. Mobiles optoelektronisches Testgerät für Kfz-Bremslichter, insbesondere an diversen Anhängerarten, dadurch gekennzeichnet, dass

    – es einen Photosensor und eine elektronische Auswertschaltung aufweist,

    – die Auswertschaltung einen rücksetzbaren Speicher und einen Ereignismelder aufweist,

    – der Photosensor und der Ereignismelder von außen am Plexiglas einer Bremsleuchte derart anbringbar sind, dass bei Betätigung eines Bremspedals das Bremslicht als Testsignal direkt auf den Photosensor geleitet, das Ergebnis der Auswertschaltung im rücksetzbaren Speicher abgespeichert und durch den Ereignismelder als optische oder akustische Anzeige zur Verfügung gestellt wird.
  2. Optoelektronisches Testgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung des Photosensors und Ereignismelders am Plexiglas der Bremsleuchte ein infrarottransparenter Saugnapf vorgesehen ist.
  3. Optoelektronisches Testgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugnapf eingefärbt ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com