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Dokumentenidentifikation DE102004023077A1 10.02.2005
Titel Strömungsmengenregeleinrichtung
Anmelder Meibes System-Technik GmbH, 04827 Gerichshain, DE
Erfinder Heger, Hans-Jörg, 04451 Borsdorf, DE;
Dudziak, Ronny, 04357 Leipzig, DE
Vertreter Laue, E., Dr.phil., Pat.-Anw., 30900 Wedemark
DE-Anmeldedatum 11.05.2004
DE-Aktenzeichen 102004023077
Offenlegungstag 10.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.02.2005
IPC-Hauptklasse G05D 7/03
Zusammenfassung Eine Strömungsmengenregeleinrichtung weist einen von einem ersten Medium durchsetzten Sekundärkreis (16) und einen von einem zweiten Medium durchsetzten Primärkreis (10) auf. Eine zwischen Primär- (16) und Sekundärkreis (10) angeordnete Dichtung (60) besteht aus einem ersten (62) und einem zweiten Dichtelement (66), die druckstabil in einer Distanzhülse (70), die das primärseitige und das sekundärseitige Gehäuseteil miteinander verbindet, verankert sind.
Um auch bei einem Defekt der Dichtung eine zuverlässige hydraulische Trennung von Primär- (10) und Sekundärkreis (16) sicherzustellen, weist die Distanzhülse (70) eine Sicherungsarmatur (76) auf, die über einen Kanal (78) mit dem Zwischenraum (80) zwischen den beiden Dichtelementen (62, 66) hydraulisch in Wirkverbindung steht.
Vorzugsweise sind die beiden Dichtelemente (62, 66) über einen Doppelabrollkolben (82), der einen Quersitz ("Fangnut" 84) aufweist, axial miteinander verbunden. Innerhalb der Sicherungsarmatur (76) kann sich ein Arretierkolben befinden, an dem ein in den Querschlitz (84) einführbarer Schieber (88) angebracht ist.
Vorzugsweise zur Verwendung für flüssige und/oder gasförmige Medien, insbesondere für die Warmwasseraufbereitung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einem Strömungsmengenregler nach der Gattung des Hauptanspruchs – wie bereits aus dem Gebrauchsmuster DE 202 09 476.6 vorbekannt.

Neben thermostatgesteuerten Warmwasserbereitern, die eine Hilfsenergie benötigen und Standverluste aufweisen, weil sie ständig heiß sind, sind auch druckgesteuerte Warmwasserbereiter im Handel erhältlich.

Derartige druckgesteuerte Warmwasserbereiter verfügen über eine Durchfluss-Regeleinrichtung mit einem Messglied und einem Stellglied, die miteinander in Wirkverbindung stehen.

Wenn man am Warmwasserhahn zapft, wird durch das Zapfen der Sekundärkreis des Warmwasserbereiters freigegeben. Das mit einem Feder/Membransystem ausgestattete Messglied sensiert diese Freigabe des Sekundärkreises und verstellt mittels einer Kolbenstange ein dem Messglied zugeordnetes Reglerventil, wodurch sich der Primärkreis des Warmwasserbereiters synchron zum Sekundärkreis öffnet. So kann Heizwasser aus dem Heizungsvorlauf im Gegenstromprinzip über einen Plattenwärmeaustauscher fließen (und abgekühlt in den Heizungskreislauf zurückströmen). Dabei werden die Fließmengen zueinander proportional abgestimmt.

Primär- und Sekundärkreis müssen zuverlässig voneinander getrennt sein. Gemäß dem Stand der Technik erfolgt dies mit Hilfe einer Kolben/Zylinder-Anordnung. Eine solche Kolben/Zylinder-Anordnung dient dem Zweck, eine mechanische Kopplung von Bewegungen zwischen Brauchwasser- und Heizungskreislauf bei zuverlässiger hydraulischer Trennung zu ermöglichen. Wählt man hierfür eine zu stramme Kolben-Dichtung, so ist zwar die Dichtwirkung sehr gut, aber der Kolbenbewegung wird ein großer Reibungswiderstand entgegengesetzt. Dies ist unerwünscht. Die Reproduzierbarkeit des Regelungsvorgangs ist so stark beeinträchtigt, dass ein Servoaggregat in Erwägung gezogen werden muss. Ist die Dichtung hingegen sehr lose, so ist zwar der Reibungswiderstand entsprechend geringer, so dass auf ein Servoaggregat verzichtet werden kann, aber die Dichtwirkung lässt zu wünschen übrig. Der in der Praxis gewählte Kompromiss macht Kontrollbohrungen zwecks Leckageüberprüfung erforderlich.

Weil zudem der Verschleiß der Dichtung die Gebrauchsdauer des Reglerventils unverhältnismäßig stark reduziert, ist vorgeschlagen worden, anstelle einer fest installierten Dichtung eine austauschbare (Kolben-)Dichtung vorzusehen. Diese Maßnahme verlängert zwar nicht die Lebensdauer der Dichtung aber die Lebensdauer des sonstigen Reglerventils, da lediglich die Dichtung ausgetauscht werden muss.

Bei nicht passgenau gefertigter Dichtung ergibt sich möglicherweise das Problem einer weiteren Undichtigkeit zwischen austauschbarer Dichtung und Ventilgehäuse.

Aufgabe, Lösung und Vorteile der Erfindung

Um auch bei einem Defekt der Dichtung eine zuverlässige hydraulische Trennung von Primär- und Sekundärkreis sicherzustellen, ist gemäß Anspruch 1 zwischen die beiden Hydraulikkreise eine Sicherungsarmatur in die Strömungsmengenregeleinrichtung integriert. Diese Sicherungsarmatur hat die Wirkung, dass der Strömungsmengenregler im Fall einer zwischen den beiden Dichtelementen sensierten Leckage mit Hilfe eines Arretierkolbens stillgelegt werden kann und somit eine Vermengung der beiden Hydraulikströme zuverlässig vermieden wird.

Die Distanzhülse zwischen den beiden Dichtelementen wird vorzugsweise zur Leckageanzeige jeglicher Art genutzt. Damit ist eine Leckageanzeige ohne Wasserschäden zur rechtzeitigen Reparatur bei einem defekten Dichtelement möglich.

Auch ohne eines sichtbaren Bruches kann es sein, dass eine Kolben/Zylinder-Dichtung nicht absolut medientrennend ist. Deshalb wird vorzugsweise an Stelle einer herkömmlichen Kolben/Zylinder-Dichtung erfindungsgemäß eine Rollmembran-Dichtung vorgesehen, wobei eine erste Rollmembran mit einem primärseitigen Steuerkolben und wobei eine zweite Rollmembran mit einem sekundärseitigen Steuerkolben in Wirkverbindung steht.

Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Rollmembranen ergibt sich eine 100%-ige Medientrennung zwischen Brauchwasser- und Heizungswasserseite mit doppelter Sicherheit durch zwei Membranen. Selbst bei Defekt einer der beiden Membranen kann noch keine Medienvermischung eintreten. Für diesen zunächst ungefährlichen Havariefall kann die installierte Sicherungsarmatur ein Blockieren des Reglers in seiner geschlossenen Endstellung bewirken. Da hierdurch keine Wasserzapfung mehr möglich ist, wirkt die Sicherungsarmatur gleichermaßen als Signal für den Störfall und der Regler muss zwingend, ohne dass durch die defekte Rollmembran Folgeschäden entstanden wären, ausgewechselt werden.

Statt zweier Rollmembranen kann auch eine Doppel-Rollmembran die Dichtfunktion erfüllen.

Der Zwischenraum kann (a) mit Luft, einem anderen Gas oder (b) mit Flüssigkeit gefüllt sein. Alternativ ist auch (c) eine Vollgummirolle denkbar.

Die Rollmembranen bzw. die Doppel-Rollmembran bestehen (besteht) aus Gummi oder einem vergleichbaren Elastomermaterial, welches mit einer nicht oder kaum dehnbaren (druckstabilen) Gewebeeinlage verstärkt sein kann.

Bei einer Vollgummirolle wird ausgegangen von einem Vollgummiring aus Weichgummi oder vergleichbarem Elastomermaterial mit in unbelastetem Zustand kreisrundem Querschnitt. Dieser Weichgummiring wird – ähnlich wie ein luft- oder hydraulikgefüllter Membranen-Zwischenraum – zwischen Kolben und Zylinder auf eine längliche Gestalt zusammengedrückt. Auf diese Weise ergibt sich sowohl auf der Kolben- als auch auf der Zylinderwand eine große Andrückfläche, wobei die Vorspannung einen hinreichenden Andruck gewährleistet. Eine Bewegung des Kolbens gegenüber dem Zylinder erfolgt rollend und damit praktisch reibungs- und verschleißfrei.

Gestaltet man die beiden (bzw. einen entsprechenden Doppel-) Steuerkolben und/oder die für beide Rollmembranen wirksamen Zylinderbereiche mit unterschiedlichen Radien aus, so ergeben sich auch für die beiden Rollmembranen unterschiedliche Krümmungsradien, was eine einseitige elastische Kraftwirkung (= axiale Federwirkung) zur Folge hat. Dadurch, dass man in gewissen Grenzen die Radien von Kolben und Zylinder beliebig ausbilden kann, hat man die Möglichkeit einer weitgehend freien Gestaltung dieser Federwirkung. Das bedeutet, dass bei geeigneter Dimensionierung der Radien auf eine Rückholfeder für die Bewegungseinheit des Reglers völlig verzichtet werden kann.

Darüber hinaus hat man die Möglichkeit, durch eine axial konische Ausgestaltung von wirksamer Kolben- und/oder Zylinderfläche eine Progressivität dieser Federwirkung zu realisieren. Z. B. kann bei einer entsprechend stark ansteigenden Progression auf einen „harten" Anschlag völlig verzichtet werden.

Die Rollmembranen gleiten weder auf der Innenwand des Zylinders noch an der Außenwand des Kolbens entlang sondern rollen auf den beiden Flächen ab. Aus diesem Grunde gibt es weder einen Reibungswiderstand noch einen nennenswerten Verschleiß.

Da die Rollmembranen auf den Wänden von Zylinder und Kolben frei abrollen können, erzeugen die Hubbewegungen der Kolben praktisch keine tangentialen Kräfte auf die Membranen. Auf eine besondere Befestigung kann deshalb verzichtet werden. Trotzdem besteht durchaus die Möglichkeit, den präzisen Halt und die Dichtigkeit mittels eines in die Rollmembran-Ringnuten eingebrachten Klebers weiter zu verbessern.

Um beim Langzeitgebrauch der Dichtung eine Beeinträchtigung der Funktionsweise durch Kalk- oder Schmutzablagerungen zu verhindern, sieht eine weitere Ausgestaltung der Erfindung vor, die mit der Dichtung in Eingriff stehenden Oberflächen von Zylinder und Kolben und/oder die Oberflächen der Dichtelemente mit einer Teflonbeschichtung und/oder mit einer Mikronoppenoberfläche nach Prof. Wilhelm Barthlott, Universität Bonn, („Unverschmutzbare" Oberflächen), zu versehen.

Zeichnungen

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:

1a und 1b jeweils eine Heizungsanordnung mit jeweils einem Wärmeaustauscher, der von einem Strömungsmengenregler gesteuert wird;

2a und 2b die in den 1a und 1b dargestellten Strömungsmengenregler, jeweils im Längsschnitt;

3a einen weiteren Strömungsmengenregler, ebenfalls im Längsschnitt;

3b eine Rollmembrane; und

4 ein Ausführungsdetail des erfindungsgemäßen Strömungsmengenreglers im Bereich der Distanzhülse, im Längsschnitt.

Beschreibung der Erfindung

Die in 1a dargestellte Anordnung umfasst einen Heizkessel (nicht gezeigt), Heizkörper 6 und einen aus Vorlauf 2 und Rücklauf 4 bestehenden Heizungskreislauf 2, 4.

Für die Warmwasserbereitung ist diesem Heizungskreislauf 2, 4 der Primärkreis 10 eines Durchlauferhitzers 8 über den primärseitigen Eingang 12 und den primärseitigen Ausgang 14 parallelgeschaltet. Der sekundärseitige Eingang 18 des Durchlauferhitzers 8 ist an die (Kalt-)Wasserleitung 22 angeschlossen. Die Speisung der Warmwasserzapfstelle(n) 24 erfolgt über den sekundärseitigen Ausgang 20 des Durchlauferhitzers 8. Der Durchlauferhitzer 8 besteht aus einem Wärmeaustauscher 26 und einem vorgeschalteten Strömungsmengenregler 28 (Einzelheiten siehe 2a).

Während des Zapfens wird mittels des Wasserdrucks der sekundärseitige Kreis 16 der Warmwasserbereiters (Durchlauferhitzers) 8 geöffnet. Damit der Durchlauferhitzer 8 während des Zapfens hinreichend mit warmem Vorlaufwasser 2 versorgt wird, ist in den Heizungskreislauf 2, 4 eine Drossel 30 eingefügt, die den Heizungskreislauf 2, 4 während des Zapfens weitgehend absperrt. In den Zapfpausen, hingegen, wenn beide Kreise 10, 16 des Durchlauferhitzers 8 geschlossen sind, muss der Widerstand der Drossel 30 von der erhöhten Leistung einer Heizungsumwälzpumpe (nicht gezeigt) überwunden werden.

Die in der 1b dargestellte Anordnung weist einen weitgehend vergleichbaren Aufbau auf: Der primärseitige Kreis 10 des Durchlauferhitzers 8 ist dem Heizungskreislauf 2, 4 ebenfalls parallelgeschaltet. Der sekundärseitige Kreis 16 des Durchlauferhitzers 8 ist, wie in 1a, an die (Kalt-)Wasserleitung 22 angeschlossen.

Im Unterschied zum Primärkreis 10 des in 1a dargestellten Reglers 28 weist der Primärkreis 10 des in 1b gezeigten Reglers 28 einen weiteren Eingang 32 und außer einem Stellglied 34 (siehe 2a) ein weiteres Stellglied 36 (siehe 2b) auf. Der Rücklauf 4 des Heizungskreises 2, 4 ist nun von den Heizkörpern 6 kommend an den weiteren Eingang 32 des Strömungsmengenreglers 28 angeschlossen, wodurch ein weiterer Primärkreis 52 gebildet wird. Mit dieser Ausbildung des Primärkreises 10 ist der Regler 28 als „Dreiwegeregler" mit Vorrangschaltung ausgebildet: Während des Zapfens ist der Wärmeaustauscherkreis (Primärkreis 10) geöffnet und der Heizungskreis 2, 4 (weiterer Primärkreis 52) vorübergehend geschlossen. Auf diese Weise steht dem Durchlauferhitzer 8 die volle Heizleistung über den weiteren Primärkreis 52 zur Verfügung. Andererseits gelangt während der Zapfpausen die gesamte Heizleistung über den weiteren Primärkreis 52 ungehindert in den Heizungskreis 2, 4. Auf die sonst erforderliche Verwendung einer Drossel 30 (1a) kann bei dieser Ausführungsform gänzlich verzichtet werden.

Die Unterschiede zwischen den beiden in den 1a und 1b darstellten Strömungsmengenreglern 28 werden bei einer Gegenüberstellung von 2a und 2b deutlich:

Der in 2a dargestellte Strömungsmengenregler 28 besteht im wesentlichen aus einem primärseitigen Kreis 10 (siehe 1a) mit einem primärseitigen Eingang 12, einem primärseitigen Ausgang 14 und einem Stellglied 34. Auf der rechten Seite der 2a ist ein sekundärseitiger Kreis 16 (siehe 1a) mit einem sekundärseitigen Eingang 18, einem sekundärseitigen Ausgang 20 und einem Messglied 38 in einer Buchse zu sehen. Auf die Buchse wirkt eine Feder 40. Messglied 38 und Stellglied 34 sind durch den Bolzen 42 miteinander verbunden.

Während des Zapfens drückt der am sekundärseitigen Eingang 18 liegende Wasserdruck das Messglied 38 entgegen der Kraft der Feder 40 nach rechts und gibt damit den Weg zwischen Eingang 18 und Ausgang 20 des Sekundärkreises 16 (1a) frei. Gleichzeitig wird mittels des Bolzens 42 das Stellglied 34 nach rechts bewegt und gibt in gleicher Weise den Primärkreis 10 für den Durchlauf des Heizungswassers durch den Wärmeaustauscher 26 (1a) frei.

Das in 2b im Längsschnitt dargestellte Ausführungsbeispiel eines Strömungsmengenreglers 28 ist sekundärseitig (rechts im Bild) mit dem in 2a gezeigten Strömungsmengenregler 28 identisch.

Der wesentliche Unterschied ist primärseitig gegeben. Der Primärkreis 10 weist einen weiteren Eingang 32 und ein weiteres Stellglied 36 auf. Das weitere Stellglied 36 besteht aus einer an einem weiteren Bolzen 44 federnd befestigten Scheibe 46, die gegen die stirnseitige Öffnung 48 einer Steuerhülse 50 (mit drittem Weg) drückt. Der weitere Bolzen 44 steht mit dem ersten Bolzen 42 ebenfalls in Wirkverbindung. Und zwar ist in der Zapfpause der weitere Primärkreis 52, bestehend aus weiterem Eingang 32, Ausgang 14 und weiterem Stellglied 36 (Scheibe 46 und Steuerhülse 50 mit 3. Weg), geöffnet.

Während des Zapfens drückt der zwischen sekundärseitigem Eingang 18 und Ausgang 20 anliegende Wasserdruck auf die als Messglied 38 wirkende Buchse, die entgegen der Kraft der Feder 40 (in 2b nach rechts) verschoben wird. Die Buchse nimmt den Bolzen 42 und den weiteren Bolzen 44 mit. Dabei wird das als Stellglied 34 wirkende Dichtungsstück ebenfalls nach rechts verschoben und öffnet damit den zwischen primärseitigem Eingang 12 und Ausgang 14 liegenden Primärkreis 10. Gleichzeitig wird zusätzlich der weitere Bolzen 44 nach rechts verschoben, wodurch die Scheibe 46 die stirnseitige Öffnung 48 der Steuerhülse 50 verschiebt und somit den zwischen weiterem primärseitigem Eingang 32 und primärseitigem Ausgang 14 liegenden weiteren Primärkreis 52 unterbricht.

Zwischen dem Bolzen 42 und dem weiteren Bolzen 44 befindet sich ein mit den Bolzen 42, 44 mitbewegbarer Dauermagnet 54, der mit einem am Gehäuse des Strömungsmengenreglers 28 ortsfest angebrachten elektromagnetischen Sensor 56 in Wirkverbindung steht.

Wie eingangs erwähnt, müssen Primär- 10 und Sekundärkreis 16 hydraulisch zuverlässig voneinander getrennt sein. Andererseits steht das Messglied 38 des Sekundärkreises 16 mit dem Stellglied 34 des Primärkreises 10 in Wirkverbindung. Gemäß dem Stand der Technik erfolgt eine mechanische Verbindung der beiden Kreise 10, 16 über eine Zylinder/Kolben-Dichtung 58, wobei der Bolzen 42 in der zylindrischen Dichtung 58 wie ein Kolben hin- und herbewegbar ist.

Wie aus 3a hervorgeht, ist die herkömmliche Kolben/Zylinder-Dichtung 58 durch eine Rollmembranen-Dichtung 60 ersetzt, wobei eine erste Rollmembran 62 (siehe auch 3b) mit einem primärseitigen Steuerkolben 64 und wobei eine zweite Rollmembran 66 mit einem sekundärseitigen Steuerkolben 68 in Wirkverbindung steht. Die Rollmembranen 62, 66 sind druckstabil in einer austauschbaren Distanzhülse 70 verankert. Die Distanzhülse 70, die das primärseitige und das sekundärseitige Gehäuseteil miteinander verbindet, kann zur Leckageanzeige verwendet werden.

Wie aus 3a weiter hervorgeht, ist das Messglied 38 im Gehäuse 72 koaxial geführt. Zwecks Druckausgleich weist das Gehäuse 72 eine parallel zum Messglied 38 geführte Längs-Bohrung 74 auf.

In dem in 4 dargestellten Ausschnitt der erfindungsgemäßen Strömungsmengenregeleinrichtung 28 weist die Distanzhülse 70 eine Sicherungsarmatur 76 auf, die über einen Kanal 78 mit dem Zwischenraum 80 zwischen den beiden Rollmembranen 62, 66 hydraulisch in Wirkverbindung steht. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die beiden Rollmembranen 62, 66 über einen Doppelabrollkolben 82 axial miteinander verbunden. Dieser Doppelabrollkolben 82 weist einen Querschlitz („Fangnut") 84 auf.

Innerhalb der Sicherungsarmatur 76 befindet sich ein Arretierkolben 86, an dem ein in die Fangnut 84 einführbarer Schieber 88 angebracht ist.

Im Fall eines Defekts einer der beiden Membranen 62 oder 66 bewirkt das von der Primär- oder Sekundärseite einströmende Medium eine Druckerhöhung zwischen den Membranen 62, 66. Diese Drückerhöhung wirkt über den Kanal 78 auf die „Rückseite" des Arretierkolbens 86. Dadurch bewegt sich der Kolben 86 vor und drückt den Schieber 88 in die „Fangnut" 84, die so angebracht ist, dass die Regeleinrichtung 28 in ihrer geschlossenen Endstellung blockiert wird. Eine Warmwasserzapfung ist nicht mehr möglich.

2Vorlauf 4Rücklauf 2, 4Heizungskreislauf 6Heizkörper 8Durchlauferhitzer 10Primärkreis (des Durchlauferhitzers bzw. des Strömungsmengenreglers) 12primärseitiger Eingang 14primärseitiger Ausgang 16Sekundärkreis (des Durchlauferhitzers bzw. des Strömungsmengenreglers) 18sekundärseitiger Eingang 20sekundärseitiger Ausgang 22Kalt-)Wasserleitung 24(Warmwasser-)Zapfstelle 26Wärmeaustauscher 28Strömungsmengenregeleinrichtung, Strömungsmengenregler, Regeleinrichtung, Regler 30Drossel 32primärseitiger (weiterer) Eingang 34Stellglied 36(weiteres) Stellglied (44, 46, 48 und 50) 38Messglied (Buchse) 40Feder 42Bolzen 44(weiterer) Bolzen 46Scheibe 48(stirnseitige) Öffnung 50Steuerhülse 52(weiterer) Primärkreis 54Dauermagnet 56elektromagnetischer Sensor 58Zylinder/Kolben-Dichtung 60Dichtung, Rollmembranen-Dichtung 62erstes Dichtelement, erste Rollmembran 64primärseitiger Steuerkolben 66zweites Dichtelement, zweite Rollmembran 68sekundärseitiger Steuerkolben 70Distanzhülse 72Gehäuse (des Strömungsmengenreglers 28) 74(Längs-)Bohrung 76Sicherungsarmatur 78Kanal 80Zwischenraum 82Doppelabrollkolben 84Querschlitz, „Fangnut" 86Arretierkolben 88Schieber

Anspruch[de]
  1. Strömungsmengenregeleinrichtung für flüssige und/oder gasförmige Medien, insbesondere für die Warmwasserbereitung,

    mit proportionaler Mengenabstimmung,

    mit einem von einem ersten Medium durchsetzten Sekundärkreis (16), der mit einem Messglied (38) zur Bestimmung der zwischen seinem Eingang (18) und seinem Ausgang (20) gegebenen Durchflussmenge und/oder Druckdifferenz versehen ist,

    und mit einem von einem zweiten Medium durchsetzten Primärkreis (10), der mit einem Stellglied (34) zur Einstellung der zwischen seinem Eingang (12) und seinem Ausgang (14) fließenden Durchflussmenge versehen ist,

    wobei das im Sekundärkreis (16) befindliche Messglied (38) und das im Primärkreis (10) befindliche Stellglied (34) derartig miteinander in Wirkverbindung stehen, dass in einem weiten Bereich eine Abhängigkeit der durch den Primärkreis (10) fließenden Durchflussmenge des zweiten Mediums von der durch den Sekundärkreis (16) fließenden Durchflussmenge und/oder der zwischen Eingang (18) und Ausgang (20) des Sekundärkreises (16) vorliegenden Druckdifferenz gegeben ist, und

    dass zwischen Primär- (16) und Sekundärkreis (10) eine Dichtung (60) angeordnet ist,

    mit einem ersten Dichtelement (62), das mit dem Stellglied (34),

    und mit einem zweiten Dichtelement (66), das mit dem Messglied (38) gekoppelt ist,

    wobei die Dichtelemente (62, 66) druckstabil in einer Distanzhülse (70), die das primärseitige und das sekundärseitige Gehäuseteil miteinander verbindet, verankert sind,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Distanzhülse (70) eine Sicherungsarmatur (76) aufweist, die über einen Kanal (78) mit dem Zwischenraum (80) zwischen den beiden Dichtelementen (62, 66) hydraulisch in Wirkverbindung steht.
  2. Strömungsmengenregeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    – dass die beiden Dichtelemente (62, 66) über einen Doppelabrollkolben (82) axial miteinander verbunden sind, wobei der Doppelabrollkolben (82) einen Querschlitz („Fangnut", 84) aufweist, und

    – dass sich innerhalb der Sicherungsarmatur (76) ein Arretierkolben (86) befindet, an dem ein in den Querschlitz („Fangnut", 84) einführbarer Schieber (88) angebracht ist.
  3. Strömungsmengenregeleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,

    dass die Dichtung (60) eine Rollmembran-Dichtung ist, mit einer ersten Rollmembran (62) als erstes Dichtelement, und mit einer zweiten Rollmembran (66) als zweites Dichtelement,

    wobei die erste Rollmembran (62) über einen primärseitigen Steuerkolben (64) mit dem Stellglied (34), und

    wobei die zweite Rollmembran über einen sekundärseitigen Steuerkolben (68) mit dem Messglied (38) gekoppelt ist.
  4. Strömungsmengenregeleinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollmembranen (62, 66) aus Gummi oder gummiartigem elastomerem Material bestehen und mit einem Festigkeitsträger verstärkt sind.
  5. Strömungsmengenregeleinrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollmembranen (62, 66) druckstabil in einer austauschbaren Distanzhülse (70), die das primärseitige und das sekundärseitige Gehäuseteil miteinander verbindet, verankert sind.
  6. Strömungsmengenregeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzhülse (70) zur Leckageanzeige verwendbar ist.
  7. Strömungsmengenregeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum zwischen den Rollmembranen (62, 66) mit Luft, einem anderen Gas oder einer Flüssigkeit gefüllt ist.
  8. Strömungsmengenregeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste (62) und die zweite Rollmembran (66) eine Doppelrollmembran bilden.
  9. Strömungsmengenregeleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,

    dass die Dichtung zwischen Primär- (10) und Sekundärkreis (16) von einer Vollgummirolle gebildet wird,

    wobei beidseitig jeweils ein Steuerkolben angebracht ist, von denen der eine mit dem Messglied (38) und von denen der andere mit dem Stellglied (34) in Wirkverbindung steht.
  10. Strömungsmengenregeleinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Abrollen der Rollmembranen (62, 66) vorgesehenen Abrollflächen für beide Rollmembranen (62, 66) unterschiedliche Radien aufweisen und/oder konisch ausgebildet sind.
  11. Strömungsmengenregeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Dichtung in Eingriff stehenden Oberflächen von Zylinder und Kolben (64, 68) und/oder die Oberflächen der Dichtelemente (62, 66) mit einer schmutzabweisenden Beschichtung versehen sind.
  12. Strömungsmengenregeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Messglied (38) im Gehäuse (37) koaxial geführt ist, und dass im Gehäuse (72), parallel zum Messglied (38), – zwecks Druckausgleich – eine Bohrung (74) vorgesehen ist.
  13. Strömungsmengenregeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,

    dass der Primärkreis (10) einen weiteren regelbaren Eingang (32) und ein weiteres Stellglied (36) aufweist, und damit einen Dreiwegeregler mit einem weiteren Primärkreis (52) bildet,

    wobei der zwischen weiterem Eingang (32) und Ausgang (14) mit dem weiteren Stellglied (36) gebildete weitere Primärkreis (52) in dem Maße geöffnet ist, wie der mit dem Eingang (12) und Ausgang (14) mit dem Stellglied (34) gebildete Primärkreis (10) geschlossen ist – und umgekehrt (Vorrangschaltung).
  14. Strömungsmengenregeleinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,

    dass der funktionelle Zusammenhang zwischen den in Primär (10) und Sekundärkreis (16) fließenden Volumenströmen, und

    dass der Einsatzpunkt für die Schließung des aus weiterem Eingang (32) und Ausgang (14) gebildeten weiteren Primärkreises (52) und/oder zur Steuerung extern angeordneter Aggregate manuell oder durch ein Schaltelement einstellbar ist.
  15. Strömungsmengenregeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,

    dass der funktionelle Zusammenhang zwischen den im Primär- (10) und Sekundärkreis (16) fließenden Volumenströmen mittels eines weiteren Stellgliedes einstellbar ist,

    wobei das weitere Stellglied eine automatisch-thermische Verstelleinrichtung (zweites Stellglied) ist,

    mit deren Hilfe die sekundärseitige Durchflussmenge in Abhängigkeit von der Vorlauftemperatur regelbar ist.
  16. Strömungsmengenregeleinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,

    dass die automatisch-thermische Verstelleinrichtung einen in den Vorlaufkreis (2, 12) eingebrachten Temperaturfühler umfasst,

    der über eine Druckleitung mit einem aus Zahnstange und Zahnrad bestehenden Zahnstangentrieb in Wirkverbindung steht, womit die Tore, die in der Steuerhülse (50) vorgegeben sind, (Vorlauf-)temperaturabhängig verkleinern und vergrößern und damit die Auslauftemperatur konstantgehalten wird.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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