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Dokumentenidentifikation DE202004001010U1 10.02.2005
Titel Brandschutzglas mit Kantenschutz
Anmelder KMB Klebetechnik GmbH, 44357 Dortmund, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Meinke, Dabringhaus und Partner GbR, 44141 Dortmund
DE-Aktenzeichen 202004001010
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.02.2005
Registration date 05.01.2005
Application date from patent application 23.01.2004
IPC-Hauptklasse C03C 27/12

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf ein Brandschutzglas aus einer Mehrzahl von Glasscheiben und dazwischen angeordneten, feuerhemmenden Zwischenschichten aus wasserhaltigem Alkalisilikat od. dgl., wobei die Kanten des Brandschutzglases mit einem Kantenschutzband verschlossen sind.

Brandschutzgläser sind in mehrschichtem Aufbau und in vielfacher Ausgestaltung bekannt. Hier sei leidiglich als Beispiel auf die DE-199 16 506-C verwiesen. Dabei ist es auch bekannt, die Kanten wenigstens bis zum endgültigen Einbau, beispielsweise mit Polyesterklebebänder zu verschließen. Kantenschutzbänder zeigen auch die DE-39 05 379-A1 oder die EP-0 397 981-A1.

Es hat sich nun gezeigt, daß diese Kantenschutzbänder dem rauhen Einsatz auf Baustellen u. dgl. nicht immer gewachsen sind, so daß es Aufgabe der Erfindung ist, hier eine Lösung zu schaffen, die einen hochbelastbaren, verschleißfesten Kantenschutz gewährleistet.

Bei einem Brandschutzglas der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das Kantenschutzband aus einer nach außen weisenden Polyurethan-Folie, einer Klebebeschichtung, einer Aluminiumfolie und einer weiteren Klebebeschichtung, die vor Aufbringung des Kantenschutzbandes, wie an sich bekannt, von einem Silikonpapier geschützt ist, gebildet ist.

Bei einem solchen Aufbau eines entsprechenden Kantenschutzbandes ist gewährleistet, daß z.B. beim Abstellen der Scheibe vor dem Einbau auf einem nicht ausreichend gut gereinigten Boden z.B. kleine Steine od. dgl. nicht dazu führen, daß der Kantenschutz durchlöchert wird oder in sonstiger Weise verletzt wird, da die erfindungsgemäß eingesetzte Polyurethan-Folie einen entsprechenden Widerstand gegenüber derartigen Verletzungen bildet, sie ist entsprechend flexibel und reißfest.

Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen wiedergegeben, wobei eine Besonderheit der Erfindung darin besteht, daß die weitere, in der Gebrauchslage auf den äußeren Glasscheiben aufliegende Klebebeschichtung eine Dicke aufweist, die etwa der Dicke der Polyurethan-Folie mit Klebebeschichtung und Aluminiumfolie entspricht. Diese Ausgestaltung stellt sicher, daß in den Eckbereichen, in denen in 90° aufeinanderzulaufende Kantenschutzfolienabschnitte übereinanderlappen, diese Kleberbeschichtung mit Sicherheit eine dichte Eckverbindung gewährleistet, die verhindert, daß bei normalem Gebrauch der Brandschutzscheibe z.B. versehentlich Wasser zwischen Klebeschichtung und Scheibe eindringt und bei entsprechendem Kriechverhalten dann etwa zu den Alkalisilikat-Schichten gelangt, was es zu vermeiden gilt.

Zweckmäßig liegt die Dicke der die Außenschicht bildenden Polyurethan-Folie zwischen 25 und 300 &mgr;, die Dicke der ersten Polyurethan-Folie folgende Klebebeschichtung liegt etwa bei 10 &mgr;. Die die Sperrschicht bildende Dicke der Aluminiumfolie liegt erfindungsgemäß zwischen 25 und 150 &mgr;, wobei die Dicke der weiteren inneren Klebebeschichtung zwischen 50 und 350 &mgr; liegt, um den oben angegebenen Anforderungen gerecht zu werden, nämlich in der Gebrauchslage in den Ecken eine vollständige Abdichtung zu gewährleisten.

Erfindungsgemäß wird diese weitere Klebebeschichtung von einem lösungsmittelfreien Rein-Acrylat-Kleber auf Dispersionsbasis gebildet.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aufgrund der nachfolgenden Beschreibung sowie anhand der Zeichnung. Diese zeigt in

1 einen schematischen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Kantenschutzfolie sowie in

2 eine vereinfachte Darstellung eines Eckbereiches eines erfindungsgemäß ausgestatteten Brandschutzglases.

Ein in 2 allgemein mit 1 bezeichnetes mehrschichtiges Brandschutzglas, von dem nur vereinfacht wiedergegeben eine Ecke dargestellt ist, besteht hier beispielsweise aus drei Glasscheiben 2, die von zwei Schichten aus Alkalisilikat, in 2 mit 3 bezeichnet, auf Abstand gehalten sind. Die mit 4 bezeichneten Außenkanten des Brandschutzglases 1 werden durch ein allgemein mit 5 bezeichnetes Kantenschutzband geschützt, dessen Bandbereiche sich in den Ecken 6, wie angedeutet, überlappen.

Das vereinfacht und geschnitten dargestellte Kantenschutzband 5 ist mehrschichtig aufgebaut und weist eine Polyurethan-Folie 7 außen auf, gefolgt von einer Klebebeschichtung 8, einer innen liegenden Aluminiumfolie 9, einer weiteren Klebebeschichtung 10 sowie vor dem Aufbringen einen Silikonpapierstreifen 11, der die weitere Klebebeschichtung schützt bzw. das ungewollte Verkleben mit anderen Objekten verhindert.

Um zu verhindern, daß Wasser in den Scheibenecken 6 unter dem Kantenschutzband hindurch kriecht, was passieren kann, wenn die Überlappungsbereiche nicht sauber verklebt sind, ist nach der Erfindung in einer Ausgestaltung vorgesehen, daß die Dicke der weiteren Klebebeschichtung 10 etwa der Dicke der Polyurthan-Folie plus der entsprechenden Klebebeschichtung 8 sowie der Aluminiumfolie 9 entspricht.

Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel der Erfindung noch in vielfacher Hinsicht abzuändern, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So ist die Erfindung insbesondere nicht auf den dargestellten fünfschichtigen Scheibenaufbau beschränkt, auch nicht auf Dicke und Breite des entsprechenden Kantenschutzbandes u. dgl. mehr.


Anspruch[de]
  1. Brandschutzglas aus einer Mehrzahl von Glasscheiben und dazwischen angeordneten, feuerhemmenden Zwischenschichten aus wasserhaltigem Alkalisilikat od. dgl., wobei die Kanten des Brandschutzglases mit einem Kantenschutzband verschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Kantenschutzband aus einer nach außen weisenden Polyurethan-Folie (7), einer Klebebeschichtung (8), einer Aluminiumfolie (9) und einer weiteren Klebebeschichtung (10), die vor Aufbringung des Kantenschutzbandes, wie an sich bekannt, von einem Silikonpapier (11) geschützt ist, gebildet ist.
  2. Brandschutzglas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Klebebeschichtung (10) eine Dicke aufweist, die etwa der Dicke der Polyurethan-Folie (7) mit Klebebeschichtung (8) und Aluminiumfolie (9) entspricht.
  3. Brandschutzglas nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Polyurethan-Folie (7) zwischen 25 und 300 &mgr; liegt.
  4. Brandschutzglas nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der ersten Klebebeschichtung (8) etwa bei 10 &mgr; liegt.
  5. Brandschutzglas nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Aluminiumfolie (9) zwischen 25 und 150 &mgr; liegt.
  6. Brandschutzglas nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der weiteren Klebebeschichtung (10) zwischen 60 und 350 &mgr; liegt.
  7. Brandschutzglas nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Klebebeschichtung von einem lösungsmittelfreien Rein-Acrylat-Kleber auf Dispersionsbasis gebildet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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