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Dokumentenidentifikation DE202004017283U1 10.02.2005
Titel Vorrichtung zum Temperieren von Luft in einem Raum
Anmelder Schako Klima Luft Ferdinand Schad KG Zweigniederlassung Kolbingen, 78600 Kolbingen, DE
Vertreter Dr. Weiss, Weiss & Brecht, 78234 Engen
DE-Aktenzeichen 202004017283
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.02.2005
Registration date 05.01.2005
Application date from patent application 05.11.2004
IPC-Hauptklasse F24F 13/24
IPC-Nebenklasse F24F 7/007   F24F 13/20   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Temperieren von Luft in einem Raum mit einem Gehäuse, in welchem sich ein Ventilator zum Ansaugen und Ausbringen der Luft befindet, dem zumindest ein Wärmetauscher zugeordnet ist.

Stand der Technik

Derartige Vorrichtungen sind in vielfältiger Form und Ausführung bekannt und auf dem Markt. Nur beispielsweise wird auf die DE 40 16 563.9 A1 verwiesen, bei der mittels Ventilatoren durch die Seitenwände Raumluft eingesaugt, durch einen Wärmetauscher durchgepresst und aus Luftauslässen in den Raum ausgelassen wird.

Nachteilig bei derartigen Vorrichtungen ist die durch die Luftführung erzeugte Wärmeemission. Ferner sind derartige Vorrichtungen schwer zu handhaben und ästhetisch nicht besonders ansprechend.

Aufgabe

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der oben genannten Art zu schaffen, bei der die Geräuschemission minimiert und die Handhabung erleichtert ist. Ferner soll das gesamte Aussehen ansprechender ausgestaltet sein.

Lösung der Aufgabe

Zur Lösung dieser Aufgabe führt, dass Ventilator und Wärmetauscher eine Einheit bilden, die schallgedämpft ist.

Dadurch, dass Ventilator und Wärmetauscher eine Einheit bilden, ist die Handhabbarkeit wesentlich erleichtert. Hierzu und zur Verbesserung der ästhetischen Formgestaltung dient auch, dass die Ecken des Gehäuses abgerundet sind. Die Schalldämpfung bewirkt wiederum eine Reduzierung der Geräuschemission.

Bevorzugt sollen Ventilator und Wärmetauscher in einem Innengehäuse angeordnet sein. Dieses Innengehäuse ist bevorzugt allseits im Inneren mit einer Dämpfmatte und/oder einem Schalldämpfer versehen. Das bedeutet, dass Geräusche des Ventilators fast vollständig aufgefangen werden und Geräusche, die durch das Ansaugen und Ausstossen der Luft durch die Wärmetauscher entstehen, auf ein Minimum reduziert werden.

Wird die Vorrichtung nur zum Heizen oder nur zum Kühlen eingesetzt, so wird nur ein Wärmetauscher benötigt. Bevorzugt sind zwei Wärmetauscher, nämlich einer vor dem Ventilator und einer nach dem Ventilator vorgesehen. Hierdurch wird das Temperieren der Luft nochmals verbessert. Unter Temperieren ist sowohl ein Kühlen als auch ein Heizen zu verstehen.

Die Ansaugöffnungen befinden sich bevorzugt in den Seitenwänden des Gehäuses, nahe den oberen Eckbereichen. Hierdurch wird vermieden, dass beispielsweise Staub aus einem Bodenbereich mit angesaugt wird. Ferner wird beim Erwärmen der Luft bereits Luft aus den höheren Luftschichten in einem Raum angesaugt, die ertahrungsgemäss bereits wärmer ist. Dadurch werden Energiekosten für den Wärmetausch verringert.

Bevorzugt befindet sich der Luftauslass zwischen den beiden Ansaugöffnungen. Der Luftauslass kann unterschiedlich ausgestaltet sein, so dass die Luft in gewünschten Richtungen ausgeblasen wird.

Im Inneren des Gehäuses befindet sich das Innengehäuse zwischen den beiden seitlichen Ansaugöffnungen, wobei noch zwischen die Ansaugöffnungen und einer Lufteinlassöffnung des Innengehäuse entsprechende Filter, z. B. Taschenfilter eingeschaltet sind. Diese Taschenfilter gewährleisten einen extrem geringen Druckverlust.

Unter dem Innengehäuse befindet sich bevorzugt eine Kondensatwanne, sodass beim Wärmetausch gebildetes Kondensat aufgefangen werden kann.

Die gesamte Einheit wird beispielweise an einer Wand aufgehängt, wobei auch dort eine körperschallentkoppelte Wandaufhängung stattfindet. Hervorzuheben ist dabei auch der besonders schmale Aufbau der Einheit, ihre Dicke beträgt nur 150 mm.

Figurenbeschreibung

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindungen ergeben sich aus den nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in

1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Temperieren von Luft;

2 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäss 1;

3 einen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäss 2.

Eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Temperieren von Luft in einem Raum weist ein Gehäuse 1 auf, welches im Wesentlichen aus einer Rückwand 2 und einer darauf aufgesetzten Schale 3 besteht. Die Ecken des Gehäuses 1 bzw. der Schale 3 sind abgerundet, so dass das Gehäuse 1 ein sehr formschönes Aussehen erhält.

Seitlich an den beiden oberen Ecken befinden sich Ansaugöffnungen 4.1 und 4.2, welche gegebenenfalls mit einem Gitter überdeckt sein können.

Im oberen Bereich ist ein Luftauslass 5 vorgesehen, wobei ein Teilbereich 5.1 mit etwa waagrechten Lammellen 6 besetzt ist, der von zwei seitlichen Teilbereichen 5.2 und 5.3 eingegrenzt ist, bei dem die Lamellen 7 so eingestellt sind, dass auch ein schräges Ausblasen von Luft ermöglicht wird. Die Pfeile deuten die entsprechende Ansaugrichtung und Ausblasrichtung der Luft an.

Zwischen den Teilbereichen 5.2, 5.3 und den seitlichen Ansaugöffnungen 4.1 und 4.2 befindet sich eine aerodynamisch/elastische Trennung 8 zwischen Ansaugen und Ausblasen.

Auf jede Ansaugöffnung 4.1 und 4.2 folgt im Innern des Gehäuse 1 ein Taschenfilter 9.1 bzw. 9.2. Ferner ist ein Platz 10 für eine Regelung/Steuerung und ein Platz 11 für einen Rohranschluss bzw. ein Regelventil vorgesehen.

Zwischen den beiden Taschenfiltern 9.1 und 9.2 ist ein Innengehäuse 12 (siehe 3) angeordnet. Dieses ist nur nach oben und nach unten offen, wobei in die nach unten gerichtete Öffnung 13 ein Wärmetauscher 14 und in die nach oben gerichtete Öffnung 15 ebenfalls ein Wärmetauscher 16 eingesetzt ist. Zwischen den beiden Wärmetauschern 14 und 16 befindet sich ein Ventilator 17.

Sowohl eine Rückwand 18 als auch eine Frontwand 19 des Innengehäuses 12 ist mit einer Dämpfmatte 20 und einem darauf aufgelegten Schalldämpfer 21 versehen.

Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:

Die gesamte Vorrichtung bildet eine handhabbare Einheit und kann durch entsprechende Befestigungselemente 22 an einer Wand 23 festgelegt werden.

Wird der Ventilator 17 eingeschaltet, so wird Luft durch die Ansaugöffnungen 4.2 und 4.2 und durch die Taschenfilter 9.1 und 9.2 angesaugt. Die Taschenfilter gewährleisten einen extrem kleinen Druckverlust.

Die angesaugte Luft tritt durch die nach unten gerichtete Öffnung 13 in den Wärmetauscher 14 ein und wird dort temperiert. Sollte Kondenswasser anfallen, so fällt dieses in eine Kondensatwanne 24.

Der Ventilator 17 ist so ausgestaltet, dass er im Anschluss daran die Luft durch den Wärmetauscher 16 drückt, wobei dort die Luft ebenfalls temperiert wird. Die Luft tritt dann durch den Luftauslass 5 bzw. dessen Teilbereiche 5.1 bis 5.3 aus. Das schallgedämpfte Innengehäuse 12 (wobei nicht gezeigt ist, dass auch entsprechende Seitenwände zwischen Frontwand und Rückwand schallgedämpft sein können) gewährleitstet eine geringstmögliche Geräuschemission.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtungen zum Temperieren von Luft in einem Raum mit einem Gehäuse (1), in welchem sich ein Ventilator (17) zum Ansaugen und Ausbringen der Luft befindet, dem zumindest ein Wärmetauscher (14, 16) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass Ventilator (17) und Wärmetauscher (14, 16) eine Einheit bilden, die schallgedämpft ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Ventilator (17) und Wärmetauscher (14,16) in einem Innengehäuse (12) angeordnet sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände (18, 19) des Innengehäuses (12) allseits mit einer Dämpfmatte (20) und/oder einem Schalldämpfer (21) belegt sind.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Ventilator (17) zwischen zwei Wärmetauschern (14, 16) befindet.
  5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) zwei sich gegenüberliegende, seitliche Ausgangsöffnungen (4.1, 4.2) aufweist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen den beiden Ausgangsöffnungen (4.1, 4.2) ein Luftauslass (5) befindet.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Innengehäuse (12) zwischen den beiden seitlichen Ansaugsöffnungen (4.1, 4.2) jeweils ein Taschenfilter (9.1, 9.2) folgt.
  8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass unter dem Innengehäuse (12) eine Kondensatwanne (24) angeordnet ist.
  9. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ecken des Gehäuses (1) abgerundet sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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