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Dokumentenidentifikation DE69724896T9 17.02.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000830824
Titel Tragkonstruktion für Möbel oder dergleichen mit gelapptem Standbein
Anmelder Coopsette S.c.r.l., Castelnovo di Sotto, Reggio Emilia, IT
Erfinder Albertini, Alberto, Traversetolo (Parma), IT
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Aktenzeichen 69724896
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, NL, PT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 11.07.1997
EP-Aktenzeichen 972021711
EP-Offenlegungsdatum 25.03.1998
EP date of grant 17.09.2003
Date of publication of correction 17.02.2005
Information on correction Berichtigung in Absatz 1-8 der Beschreibung und in Anspruch 1-2 und in Zeichnungsseiten 1-9
IPC-Hauptklasse A47B 13/02

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Stützstruktur für Möbel oder Ähnliches gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Im technischen Bereich der Inneneinrichtung, insbesondere für Büros und Ähnliches, ist der Bedarf von Stützstrukturen bekannt, welche zur Formung von Tischen, Schreibtischen und Ähnlichem geeignet sind und leicht montiert werden können, wobei die notwendige Starrheit der montierten Komponenten sichergestellt wird, und welche zulassen, verschiedene Stützflächen entsprechend der unterschiedlichen Anforderungen vorzusehen und auch miteinander verbunden werden können, so dass Mehrfacharbeitseinheiten gebildet werden, welche zur Benutzung durch verschiedene Personen geeignet sind.

Darüber hinaus ist es auch erforderlich, dass die Strukturen leicht zusammen und auseinander zu montieren sein sollten und kombiniert werden können, so dass Tische unterschiedlicher Abmessungen und geometrischer Konfigurationen gebildet werden, ohne die Elemente variieren zu müssen, welche die Stützstruktur bilden.

Es ist auch bekannt, dass die technischen Probleme, welche mit den funktionellen Anforderungen in Zusammenhang stehen, bereits entsprechend drei Hauptlösungsarten betrachtet und gelöst wurden, welche wie folgt zusammengefasst werden können:

  • – konventionelle Lösung, in der die Stützstrukturen durch verschiedene Zusatzelemente zusammenwirkend verwendet werden können, wie beispielsweise im Falle von benachbarten Tischen, deren Oberflächen durch gemeinsame Ständer gestützt werden; in so einem Fall wird jedoch die Erweiterung der Struktur nur entlang einer Achse durchgeführt, das heißt, die Horizontale der theoretischen Gruppe von drei Referenzachsen, welche das Volumen des zu möblierenden Bereichs bestimmen.
  • – kombinierte Lösung, in der die Strukturen nach wie vor durch verschiedene Arbeitsoberflächen und wenn nötig durch Trennwände, welche die eigentlichen Arbeitsplätze trennen, zusammenwirkend verwendet werden; in diesem Fall kann die Struktur entlang aller drei Achsen der oben genannten Gruppe von drei Achsen erweitert werden, welche das zu möblierende Volumen festlegen, und ermöglicht im Vergleich zu der konventionellen Lösung reichlich Raum zu sparen. Jedoch besteht der Nachteil in der Tatsache, dass, um die Anordnung von Teilen der Arbeitsplätze zu variieren, es nötig ist, die Struktur durch Ausführen von Arbeitsvorgängen zu demontieren, welche, obwohl sie einfach sind, Zeit in Anspruch nehmen und Demontage der gesamten Struktur erfordern, welche dann mit zusätzlichen Teilen wieder zusammengebaut werden muss.
  • – Zusatzlösung, welche aus Strukturen zum Stützen der verschiedenen Komponenten zusammengesetzt ist, welche gänzlich unabhängig sind; die Mehrfachkonfiguration wird in diesem Fall durch einfaches Anordnen der Tische nebeneinander in den zwei horizontalen Richtungen der oben genannten Gruppe von drei Referenzachsen erreicht. Auch in diesem Fall ist es möglich, eine Erweiterung in der vertikalen Richtung zur Verwendung von Trennwänden, Zubehör und Ähnlichem zu erreichen, welche jedoch ohne die Möglichkeit jeweiliger Bewegung miteinander verbunden sind.

All die oben beschriebenen Lösungen sind aber unabhängig von einander und es ist nicht möglich von einem zum anderen zu wechseln, ohne die Elemente gänzlich zu modifizieren, welche die Basisstruktur bilden. Der Stand der Technik gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist in der WO-A-90/07886 offenbart.

Das technische Problem, welches gestellt wird, ist daher das des Bereitstellens einer Stützstruktur für Büromöbel wie z. B. Tische oder Ähnliches, welche erlaubt, unterschiedliche Möbelarten zu montieren und auch nebeneinander anzuordnen, um anhand einer variierender Verwendung der gleichen Basiselemente, welche die Struktur bilden, Mehrfacharbeitsplätze zu bilden.

Im Rahmen dieses Problems besteht ein weiterer Bedarf darin, dass diese Struktur modular sein sollte und den schnellen Aufbau der unterschiedlichen Teile in allen drei Richtungen – Breite, Höhe und Tiefe – der Gruppe von drei Referenzachsen ermöglicht, welche das zu möblierende Volumen festlegen, wobei sie insbesondere Modifikation der Höhe der Arbeitsoberflächen über dem Boden unabhängig von der Position der Trennwände und/oder ähnlichem die Struktur vervollständigenden Zubehör erlaubt.

Diese technischen Probleme werden gemäß der vorliegenden Erfindung durch eine Stützstruktur für Möbel oder Ähnliches gemäß Anspruch 1 gelöst.

Weitere Details können aus der folgenden Beschreibung eines nicht beschränkenden Ausführungsbeispiels der Erfindung erhalten werden, welche mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen bereitgestellt werden, in welchen:

1 eine Explosionsteilansicht der Basiskomponenten der Stützstruktur gemäß der Erfindung zeigt;

2 eine Teilansicht eines Anwendungsbeispiels der Stützstruktur gemäß der Erfindung zeigt;

3 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Ständers und des Winkels der Struktur gemäß 1 ist;

4 ein Schnitt entlang der Ebene ist, welche durch IV-IV in 3 angedeutet wird;

5 eine Ansicht des Ständers und des Winkels in Richtung des Pfeils "A" der 3 ist;

6 eine Frontansicht einer Trennwand ist, welche mit einer Struktur gemäß der Erfindung erreicht wird;

7 eine vergrößerte teilweise Schnittansicht des Ständers der Trennwand gemäß 6 ist;

8 ein Schnitt entlang der Ebene ist, welche durch VIII-VIII in 7 angedeutet wird; und

9 ein Schnitt entlang der Ebene ist, welche durch IX-IX in 8 angedeutet wird.

Wie in 1 und 2 gezeigt, umfasst die Stützstruktur gemäß der Erfindung im Wesentlichen: einen Ständer 10, an welchen Winkel 20 befestigt werden können, welche ausgebildet sind, um beispielsweise die Oberfläche 1a eines Tischs 1 zu stützen.

Die Ständer 10 können auch koaxial mit ihnen eingestellte Erweiterungselemente 110 besitzen, auf welchen beispielsweise Trennelemente 2 oder Klemmen 3 montiert sind, welche Zubehör 4 tragen.

Noch detaillierter (3, 4 und 5) bestehen die Ständer 10 aus einem profilierten Element, welches in der Form von Rippen 11 geformt ist, die sich symmetrisch nach außen erstrecken, wobei jedes Paar benachbarter Rippen eine entsprechende Längssitz oder Rille 12 bestimmt, welche sich über die gesamte Höhe des Ständers selbst erstreckt.

Wie aus der Beschreibung hervorgehen wird, sind die Rippen 11 und die Rillen 12 zur Kopplung mit den Elementen ausgebildet, welche die Teile stützen, die die Struktur bilden.

Insbesondere kann jede Rippe 11 den Winkel 20 an sich befestigt besitzen, welcher zwei im wesentlichen vertikale Arme 21 besitzt, welche an den gegenüberliegenden Enden verbunden sind, wo sie entsprechend bilden: eine höhere horizontale Fläche 22, welche an die Fläche 1a des Tischs mittels Schrauben 22a und Arretiermitteln 23 zum Fixieren des Winkels 20 an den Ständer 10 in der gewünschten Höhe über dem Boden befestigt werden kann.

Die Arretiermittel 23 bestehen im Wesentlichen aus einer Klemme, welche eine mit dem Winkel 20 verbundene feststehende Backe 23a umfasst, welche mit einer querlaufenden Durchgangsbohrung 23b vorgesehen ist, welche in sich eingefügt eine Schraube 23c besitzt, welche ausgebildet ist, mit einem Innengewinde 24a zusammen zu wirken, welches in einer beweglichen Gegenbacke 24 gebildet ist.

Auf diese Weise bewirkt die Betätigung der Schraube 23c symmetrisches Festspannen der Klemme 23 und dadurch Befestigung des Winkels auf dem Ständer 10.

Wie in 4 gezeigt, besitzen die Klemme 23 und die Rippe 11 zwischen ihnen angeordnet eine dünne Schicht 25 aus Plastikmaterial zum Schutz der Teile, welche Kontakt herstellen. Die Schicht aus Plastikmaterial besitzt darüber hinaus Referenzerweiterungen 25a, auf welchen entsprechende Sitze 23d der Klemme 23 zu deren präzisen Positionierung und Stützung positioniert sind.

Desweiteren erlaubt die Struktur gemäß der Erfindung auch Erweiterung des Arbeitsplatzes in vertikaler Richtung (6, 7 und 8); für diesen Zweck sind Erweiterungselemente 110 vorgesehen, wobei die Elemente 110 durch die Zwischenanordnung von Querelementen 113 koaxial zusammen verbunden sind, welche einen Querschnitt mit einem Profil entsprechend dem des Ständers 10 besitzen.

Die Querelemente 113 sind mit einem koaxialen Loch 113a und einem Anschluss 113b vorgesehen, welche in jeder Rippe 11 zur präzisen Positionierung und zur stabilen Kopplung der zugehörigen Erweiterungen 110 in vertikaler Richtung gebildet sind.

Die stabile Verbindung und strukturelle Starrheit der Erweiterungsabschnitte wird durch einen Verbindungsstutzen 114 erreicht, dessen gegenüberliegende Enden mit Gewinden versehen sind und entsprechend ausgebildet sind, um mit einem Innengewinde 115a zusammen zu wirken, welches in einem horizontalen Winkel 115, welcher auf die Innenseite des Ständers 110 geschweißt ist, und mit einer Kontermutter 116 gebildet ist, dessen Festspannen gegen einen zweiten Winkel 115 zur Spannung des Verbindungsstutzens selbst führt.

Die offene Oberseite jedes Ständers 10, 110 wird dann durch ein Deckstück 5 geschlossen.

Wie in 7 gezeigt, ist es innerhalb eines jeden Längssitzes 12 möglich, modulare Platten 2 einzufügen, deren gegenüberliegende Endabschnitte 2a eine Kopplungseinrichtung 6 besitzen, welche in der Art von geformten Stutzen gebildet ist, welche ausgebildet sind, mit dem entsprechenden Sitz 12 zusammen zu wirken, in welchen sie von oben in Längsrichtung eingefügt werden; die Positionierung oder Arretierung der Platten wird entweder durch Anlage der oberen Platte auf die untere Platte, oder, wenn letzteres fehlt, durch die Anbringung von Erweiterungselementen ausgeführt, welche in Querrichtung auf dem Sitz 12 eingepasst sind.

Im letzteren Fall ist es offensichtlich möglich, Leerräume zwischen einer Platte und der nächsten zu lassen, so dass zum Beispiel ermöglicht wird, Dokumente von dem Arbeitsplatz zu dem anderen zu reichen.

Gemäß der Erfindung (7) ist auch vorgesehen, dass ein Basisstück 14 an das untere Ende des Ständers 10 angesetzt wird, wobei das Basisstück an den Sitz 12 durch eine Verbindung 15 anfügbar ist, welche in einer Stellung durch eine Queranschlußeinrichtung 16 arretiert wird, welche übersetzbar in Querrichtung durch eine Einrichtung exzentrischer Schrauben 16a betätigt werden kann, welche eine Erweiterung der Verbindung in dem Sitz 12 verursacht und daher davon in der Stellung arretiert wird.

Es ist daher offensichtlich, wie die Stützstruktur gemäß der Erfindung die Anordnung von einer großen Vielfalt von Möbeln von unterschiedlichem Typ durch ein paar Basismodularelemente ermöglicht, wobei es dadurch auch möglich gemacht wird, die Basiskonfiguration in all den Richtungen der Gruppe von drei Referenzachsen des zu möblierenden Volumens zu erweitern, entweder durch kombinierte Verwendung von Stützelementen oder durch die einfache Anordnung von gegenseitig unabhängigen Teilen nebeneinander.

Des weiteren ist es infolge der Struktur gemäß der Erfindung auch möglich, die Höhe der verschiedenen Teile so wie Oberflächen, Winkel und Trennwände kontinuierlich anzupassen, ohne notwendiger Weise auch auf die anderen Teile der selben Konfiguration einzuwirken.


Anspruch[de]
  1. Stützstruktur für Möbel oder ähnliches, umfassend mindestens einen Ständer (10) und mindestens einen Winkel (20), welcher an dem Ständer (10) befestigt werden kann, wobei der Ständer (10) einen Querschnitt in der Form von Rippen (11) besitzt, welche sich längs am Ständer (10) entlang erstrecken, wobei jedes Paar benachbarter Rippen einen entsprechenden Längssitz (12) definiert, wobei die Rippen (11) und die Längssitze (12) zur Kopplung mit entsprechenden Arretiermitteln (23, 6, 15) ausgelegt sind, um den Winkel (20) und Hilfselemente (2, 3, 14), welche die Struktur ergänzen, entsprechend einzustellen, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (23) zum Arretieren des Winkels (20) aus einer Klemme bestehen, welche eine erste Backe (23a) umfasst, welche mit dem Winkel verbunden ist, und eine zweite Backe (24), welche auf der ersten Backe durch Schraubmittel (23c) befestigt ist.
  2. Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen (11) ein abgerundetes Profil besitzen.
  3. Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längssitze (12) ein abgerundetes Profil besitzen.
  4. Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schicht (25) aus Schutzmaterial zwischen den Backen (23a, 23b) und der entsprechenden Rippe (11) des Ständers angeordnet ist.
  5. Struktur nach Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus Schutzmaterial eine Querkontur (25a) besitzt, welche zum Koppeln mit einem entsprechenden Sitz (23d) der Backe (23a) gestaltet ist.
  6. Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Arretieren der Hilfselemente aus Erweiterungselementen (6) bestehen, welche mit den Hilfselementen (2) verbunden sind und längs in den Längssitz (12) des Ständers (10) eingefügt werden können.
  7. Struktur nach Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfselemente Trennplatten (2) sind.
  8. Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente zum Arretieren der Hilfselemente aus einer Verbindung (15) bestehen, welche durch Queranschlüsse (16) erweitert werden können, welche durch exzentrische Mittel (16a) versetzt betätigt werden können.
  9. Struktur nach Ansprüchen 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfselemente Basisstücke (14) sind.
  10. Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ständer in vertikaler Richtung durch Erweiterungsabschnitte (110) erweitert werden können, welche aneinander und an den Ständer durch Anschlussmittel (111) und Arretiermittel (114, 115, 115a, 116) angeschlossen werden können.
  11. Struktur nach Ansprüchen 1 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussmittel aus Querelementen (113) besteht, welche einen Querschnitt mit einem Profil entsprechend dem des Ständers (10) besitzen und welche mit einem koaxialen Loch (113a) und einem Anschluss (113b) vorgesehen sind, welcher in jeder Rippe (111) zum genauen Positionieren und stabilen Koppeln in vertikaler Richtung der zugehörigen Erweiterungen (110) gebildet ist.
  12. Struktur nach Ansprüche 1 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Arretieren der Erweiterungen (110) in vertikaler Richtung aus einem Stutzen (114) bestehen, deren gegenüberliegenden Enden mit Gewinden versehen und welche entsprechend vorgesehen sind, um in einem Innengewinde (115a) einzurasten, welches in einem horizontalen Winkel (115) innerhalb des Ständers (110) und mit einer Kontermutter (116) gebildet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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