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Dokumentenidentifikation DE69724983T9 17.02.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000937210
Titel SCHEIBENBREMSE MIT ZAHNRADGETRIEBENEM NACHSTELLKOLBEN
Anmelder Meritor Heavy Vehicle Systems, LLC, Troy, Mich., US
Erfinder FORNI, Roberto, I-28062 Cameri, IT;
SANTINATO, Fabio, I-28010 Caltignaga, IT;
SACCHI, Giovanni, I-28019 Suno, IT
Vertreter Prinz und Partner GbR, 81241 München
DE-Aktenzeichen 69724983
Vertragsstaaten DE, GB, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 11.11.1997
EP-Aktenzeichen 979541083
WO-Anmeldetag 11.11.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/US97/22951
WO-Veröffentlichungsnummer 0098021497
WO-Veröffentlichungsdatum 22.05.1998
EP-Offenlegungsdatum 25.08.1999
EP date of grant 17.09.2003
Date of publication of correction 17.02.2005
Information on correction Berichtigung in Absatz 1-8 der Beschreibung und in Anspruch 1-16 und in Zeichnungsseiten 1/3-3/3
IPC-Hauptklasse F16D 65/00

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Scheibenbremsanlage gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 1, 9 und 12.

Scheibenbremsen enthalten üblicherweise eine Lastplatte, die ein Reibmaterial gezielt aus einer Nicht-Bremsposition in Kontakt mit einer sich drehenden Radtrommel bringt. Mit fortschreitendem Verschleiß wird das Reibmaterial dünner. Die Lastplatte muß also axial weiter bewegt werden, um das Reibmaterial in Kontakt mit der Radtrommel zu bringen. Bei Anlagen im Stand der Technik wird versucht, den Verschleiß des Reibmaterials durch Verschieben der verschiedenen Verbindungselemente auszugleichen, mit der Folge, daß das Reibmaterial vor der Betätigung näher an die Radtrommel herangebracht wird. Mit fortschreitendem Gebrauch bzw. Verschleiß des Reibmaterials wird dieses in der Nicht-Bremsposition also näher an die Radtrommel gebracht, um das dünnere Material auszugleichen.

Bei einer bekannten Nachstellanordnung wird ein Hebel verwendet, der gezielt in ein Zahnradelement einfällt und einen Nachstellkolben in Richtung zu der Radtrommel verschiebt. Der Nachstellkolben dient als Anlage für die Lastplatte, und somit werden durch das Vorschieben die Lastplatte und das Reibmaterial zur Radtrommel hin bewegt.

Bei der Anordnung im Stand der Technik könnten bestimmte Merkmale vorzugsweise verbessert werden. Bei einem Merkmal ist die bekannte Verbindung zwischen dem Nachstellhebel und der Struktur, die das Zahnrad dreht, lediglich eine Widerlageranordnung. Eine größere Kontrolle über diese Verbindung wäre zu bevorzugen.

Darüber hinaus konnte bislang der Betrag des Drehmoments, das durch die Nachstellanordnung übertragen werden soll, nicht gesteuert werden. Bei einigen Anwendungen wäre es wünschenswert, für den Fall, daß das durch die Nachstellanordnung übertragene Drehmoment zu groß ist, über die Möglichkeit verfügen zu können, die Position des Nachstellkolbens nicht nachzustellen. Wenn beispielsweise das Reibmaterial bereits in Kontakt mit der Radtrommel ist und dennoch eine weitere Kraft besteht, die die Lastplatte zum Rad hin zu verschieben sucht, so kann es wünschenswert sein, das Reibmaterial nicht weiter nachzustellen.

In der EP-A-0 703 380 ist eine Scheibenbremse mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 gezeigt. Damit die Drehbewegung des Exzenters in eine Drehbewegung des Nachstellkolbens umgesetzt wird, sind zwei Hebel vorgesehen. Ein erster Hebel ist an dem Exzenter angebracht und greift in den zweiten Hebel ein. Der zweite Hebel treibt ein Nachstellzahnrad an, welches am Nachstellkolben angreift.

In der DE-A-40 34 165 ist eine Scheibenbremsanlage gezeigt, bei der ein Mechanismus zur Kompensierung des Verschleißes der Reibklötze Anwendung findet. Zur Begrenzung des von diesem Mechanismus ausgeübten Drehmoments wird eine Überlastkupplung verwendet. Die Kupplung weist zwei einander gegenüberliegende Kupplungsflächen auf, die jeweils mit Nuten versehen sind. Zwischen den Kupplungsflächen sind Kugeln angeordnet, mit denen ein Drehmoment von einer Kupplungsfläche zur gegenüberliegenden Kupplungsfläche übertragen wird.

KURZFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung schafft eine Scheibenbremsanlage mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 9 und 12.

Bei einer offenbarten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein Nachstellzahnradabschnitt so gelagert, daß er sich mit einem Exzenter dreht. Der Exzenter treibt den Nachstellzahnradabschnitt so an, daß dieser seinerseits die Lastplatte zu der Radtrommel hin verschiebt. Der Nachstellzahnradabschnitt weist über einen begrenzten Umfangsbereich Zähne auf. Diese Zähne greifen in entsprechende Zähne an der Außenumfangsfläche eines äußeren Nachstellgehäuses ein. Das äußere Nachstellgehäuse ist über ein Getriebe mit einem Nachstellzahnrad verbunden, das andere Zahnräder antreibt, um eine Nachstellhülse zu verdrehen. Wenn die Nachstellhülse verdreht wird, schiebt sie zur Kompensierung von Verschleiß einen Nachstellkolben in Richtung auf die Radtrommel vor. Durch die Verwendung des direkten Zahneingriffs zwischen dem Nachstellzahnradabschnitt und dem äußeren Nachstellgehäuse entsteht eine Kontrolle über den Nachstellbetrag und wird darüber hinaus die Nachstellung sichergestellt.

Der Nachstellzahnradabschnitt hat bei seiner Passung an dem Exzenter vorzugsweise Spiel. Der Exzenter kann sich in einem begrenzten Maße drehen, bevor sich der Nachstellzahnradabschnitt zu drehen beginnt. Dieses Spiel ist so gewählt, daß in der Nicht-Bremsposition ein gewünschtes Spiel zwischen dem Reibmaterial und der Radtrommel erhalten wird.

Bei anderen Merkmalen der vorliegenden Erfindung ist im Getriebe eine Rutschkupplung zwischen dem Nachstellzahnradabschnitt und der Nachstellhülse angeordnet. Bei einer Ausführungsform überträgt die Rutschkupplung eine Drehung von dem äußeren Nachstellgehäuse zu einem Innengehäuse. Vorzugsweise weist die durch die Rutschkupplung hergestellte Verbindung mehrere Kugeln auf, die vom Innengehäuse in Schlitze im Außengehäuse federbelastet sind. Wenn ein zu großes Drehmoment durch diese Verbindung übertragen wird, schieben sich die Kugeln aus den Schlitzen heraus, wodurch sich das äußere Nachstellgehäuse relativ zum inneren Nachstellgehäuse drehen kann. Dadurch wird die Übertragung von übermäßig hohen Drehmomentbeträgen verhindert.

Bei einer anderen Weiterbildung dieser Erfindung ist eine Freilaufkupplung zwischen dem inneren Nachstellgehäuse und den Nachstellzahnrädern angebracht. Bei einer Umkehr des Exzenters, wie beispielsweise bei einer Verschiebung von der Bremsposition in die Nicht-Bremsposition, findet auf diese Weise keine Umkehrung der Nachstellung statt.

Diese und weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung sind am besten aus der folgenden Beschreibung und den folgenden Zeichnungen verständlich, die im folgenden kurz beschrieben werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine Ansicht im Querschnitt durch eine Bremse, in die die vorliegende Erfindung eingebaut ist.

2 ist eine Querschnittsansicht längs der in 1 gezeigten Linie 2-2.

3 ist eine Querschnittsansicht längs der in 2 gezeigten Linie 3-3.

4 ist eine Ansicht eines einstellbaren Zahnradelements.

5 zeigt die Nachstellung der Bremsanlage.

6 ist eine Querschnittsansicht längs der in 2 gezeigten Linie 6-6.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

In 1 ist eine Scheibenbremsanlage 20 dargestellt. Die Bremsanlage 20 beinhaltet einen Exzenter 22, der zur Betätigung einer Bremse nach Bedarf gedreht wird. Ein Betätigungsblock 24 wird von dem sich drehenden Exzenter 22 hin- und herbewegt. Wenn der Betätigungsblock 24 verschoben wird (in 1 auf dem Blatt nach oben), treibt er die Nachstellhülse 26, wodurch wiederum der Nachstellkolben 28 vorwärtsgetrieben wird. Die Lastplatte 30 ist bei 31 mit dem Nachstellkolben 28 verschraubt. Ein Bremsklotz mit einer Trägerplatte 32 und dem Reibmaterial 34 ist an der Lastplatte 30 befestigt. Das Reibmaterial 34 ist bei betätigter Bremse und in Kontakt mit dem Rotor 36 gezeigt. In einer Nicht-Bremsposition wird das Reibmaterial 34 geringfügig außer Kontakt mit dem Rotor 36 gehalten.

Durch die Schrauben 31, mit denen die Lastplatte 30 an dem Nachstellkolben 28 befestigt ist, wird eine starre Verbindung hergestellt. Auf diese Weise ist die durch den Block 24 übertragene Kraft direkt senkrecht zur Trägerplatte 32 und zum Reibmaterial 34. Der Verschleiß des Reibmaterials 34 ist somit gleichmäßig. Im Stand der Technik war der Verschleiß manchmal tangential, da die Betätigungskraft nicht unmittelbar aufgebracht wurde. Dieser Aspekt der Erfindung ist in der gleichzeitig schwebenden Anmeldung mit dem Aktenzeichen 08/747,139 und dem Titel "Disc Brake with Rigid Connection Between Load Plate and Adjusting Piston" besser offenbart.

Wie gezeigt ist, weist die Lastplatte 30 Schraublöcher 33 auf, die sich von einer Seite der Lastplatte aus erstrecken, die das Reibmaterial 34 aufnehmen soll. Die Trägerplatte 32 und das Reibmaterial 34 verschließen die Schraublöcher 33. Die Schrauben 31 ragen durch die Schraublöcher 33 und in die Nachstellkolben 28. Somit ist eine zuverlässige und sichere Verbindung geschaffen.

Der Block 24 weist einen Außenteil 38 auf, der die Hülsen 26 umgibt. Eine Feder 40 spannt die Hülsen 26 nach unten gegen den Block 24 vor. Eine Klammer 42 stellt eine Gegendruckfläche für die Feder 40 dar und ist an der Hülse 26 befestigt. Eine Nachstellschraubverbindung 44 zwischen Nachstellkolben 28 und Nachstellhülse 26 ermöglicht die Nachstellung des Kolbens und der Hülse in axialer Richtung relativ zueinander, um den Verschleiß des Reibmaterials 34 auszugleichen.

Mit jeder Hülse 26 ist ein Zahnrad 46 drehfest verbunden. Die Nachstellkolben 28 sind durch die Schrauben 31 an einer Drehung gehindert, und die Drehung der Hülsen 26 schiebt die Kolben 28 aufgrund der Schraubverbindung 44 vorwärts. Dadurch wird das Reibmaterial 34 näher an den Rotor 36 heran gebracht. Das Zahnrad 46 wird über Zwischenzahnräder 48 von einem Nachstellzahnrad 50 gedreht. Eine Freilaufkupplung 52 stellt sicher, daß das Nachstellzahnrad 50 nur in einer Richtung gedreht wird, die bewirkt, daß sich die Zahnräder 46 drehen und das Reibmaterial 34 näher an den Rotor 36 heran bewegt wird. Die Freilaufkupplung 52 gestattet keine Rückwärtsdrehung. Die Freilaufkupplung 52 kann eine Nadellager-Freilaufkupplung sein, wie sie auf diesem Gebiet bekannt ist. Ferner ist eine Rutschkupplung 54 vorgesehen, die nachstehend näher erläutert wird. Im Block 24 ist ein Stift 55 angebracht, der eine Befestigungsspindel für die Kupplung 54 darstellt.

In 2 ist die Bremse 20 mit einem an einen nicht gezeigten Antrieb angeschlossenen Betätigungshebel 56 gezeigt. Wird das Betätigungselement 56 verschoben, so dreht es den Exzenter 22, der seinerseits das Reibmaterial in die Bremsposition bewegt, wie oben erläutert.

Ein Nachstellzahnradabschnitt 58 dreht sich mit dem Exzenter 22. Der Zahnradabschnitt 58 weist einen Sektor mit Zähnen 60 auf. Die Zähne 60 greifen in entsprechende Zähne 62 an einem äußeren Nachstellgehäuse 63 ein, das in die Rutschkupplung 54 eingebaut ist. Das äußere Nachstellgehäuse 63 dreht ein inneres Nachstellgehäuse 68 durch die Rutschkupplung 54. Das innere Nachstellgehäuse 68 dreht das Nachstellzahnrad 50 durch die Freilaufkupplung 52.

In 3 ist die Rutschkupplung 54 gezeigt. Das Innengehäuse 68 ist in dem Außengehäuse 63 aufgenommen. Die Kugeln 70 sind bei 72 aus den Schlitzen 74 im Innengehäuse 68 heraus und in Nuten 76 im Außengehäuse 63 hinein federbelastet.

Sollte sich der Exzenter weiterhin drehen, nachdem das Reibmaterial mit der Trommel in Kontakt ist, so wird aufgrund der Rutschkupplung 54 durch die Rutschverbindung ein Schlupf ermöglicht, und es kommt somit zu keiner weiteren Nachstellung der Nachstellkolben 28. Statt dessen ermöglicht die Kupplung, daß sich das Außengehäuse 63 relativ zum Innengehäuse 68 dreht.

Wie in 4 gezeigt ist, weist der Nachstellzahnradabschnitt 58 Zähne 60 auf. Während der Drehung des Exzenters 22 drehen sich die Zähne 60 über einen Teil eines Kreises in eine Position, wie sie bei 80 in Durchsicht gezeigt ist. Während dieser Verdrehung treiben die Zähne die Zähne 62 und das Gehäuse 63.

Die grundlegende Wirkungsweise des Nachstellsystems ist nun mit Bezug auf die Zeichnungen verständlich. Bei Empfang eines Signals zum Bremsen dreht der Radhebel 56 den Exzenter 22. Der Exzenter 22 verschiebt den Betätigungsblock 24, damit die Hülsen 26, die Kolben 28, die Lastplatte 30, die Trägerplatte 32 und das Reibmaterial 34 in Richtung auf den Rotor 36 hin verschoben werden.

Gleichzeitig kann die Drehung des Exzenters 22 bewirken, daß der Nachstellzahnradabschnitt 58 verdreht wird. Wie nachstehend erläutert wird, bewegt sich der Exzenter 22 in einem begrenzten Maße, bevor es zu einer entsprechenden Bewegung des Zahnradabschnitts 58 kommt. Die Zähne 60 drehen die Zähne 62 und das Gehäuse 63. Falls ein ausreichender Verschleiß des Reibmaterials 34 vorliegt, treibt die Rutschkupplung 54 das innere Nachstellgehäuse 68 an. Dieses dreht seinerseits das Nachstellzahnrad 50 durch die Freilaufkupplung 52. Die Drehung des Zahnrads 50 bewirkt eine Drehung der Zwischenzahnräder 48 und der Nachstellzahnräder 46. Dies bewirkt, daß sich die Nachstellhülsen 26 drehen. Somit werden die Nachstellkolben 28 vorgeschoben, die das Reibmaterial in Richtung zu dem Rotor 36 hin führen. Wenn der Exzenter 22 in seine Nicht-Bremsposition zurückkehrt, ermöglicht die Freilaufkupplung 52, daß die Gehäuse 63 und 68 in eine Ausgangsposition zurückkehren, ohne daß eine eventuelle Nachstellung rückgängig gemacht wird.

In 5 ist die durch die erfindungsgemäße Anordnung erzielte Nachstellung gezeigt. Wie dargestellt ist, ist der Kolben 28 aus der in 1 gezeigten Stellung um eine Strecke T vorgeschoben worden. Der Kopf des Kolbens 28 liegt nicht mehr am Kopfende der Nachstellhülse 26 an. Die Nachstellhülse treibt aber den Kolben 28 immer noch vorwärts, wenn der Block 24 aufgrund des Gewindeanschlusses verschoben wird.

In der 6 ist gezeigt, daß der Exzenter 22 in einer Mittelbohrung am Nachstellzahnradabschnitt 58 aufgenommen ist. An dem Zahnradabschnitt 58 sind an zwei Stellen Nuten 82 ausgebildet. In den Nuten 82 sind Laschen 84 von dem Exzenter 22 aufgenommen. Die Laschen 84 sind kleiner als die Nut 82, womit ein Spiel vorgesehen ist. Bei einem Beispiel betrug die Größe der Laschen 84 etwa 6 Millimeter, während die der Nuten 82 8 Millimeter betrug. Der Exzenter dreht sich also in einem begrenzten Umfang, bevor sich der Zahnradabschnitt 58 zu drehen beginnt. Dadurch kann bei dem System ein Spiel zwischen dem Reibmaterial 34 und dem Rotor 36 beibehalten werden. Das heißt, der Exzenter bewegt sich anfänglich etwas, bevor eine Nachstellung durch den Zahnradabschnitt 58 erfolgt. Wenn das Reibmaterial 34 ersetzt worden ist oder neu ist, erfolgt aufgrund dieses Spiels womöglich keine Nachstellung. Mit zunehmendem Verschleiß findet mehr und mehr Nachstellung statt.

Zur Entfernung des Reibklotzes 34 bei vollständigem Verschleiß müssen die Kolben 28 abgenommen werden. Zu diesem Zweck werden die Zahnräder 46 in einer Rückwärtsrichtung gedreht, und der Kolben 28 schiebt sich zurück in die Hülse 26.

Es wurde die bevorzugte Ausführungsform dieser Erfindung offenbart, jedoch würde ein Fachmann auf diesem Gebiet erkennen, daß bestimmte Modifikationen in den Umfang dieser Erfindung fallen. Aus diesem Grunde sollten die folgenden Ansprüche studiert werden, um den wahren Umfang und Inhalt dieser Erfindung festzustellen.


Anspruch[de]
  1. Scheibenbremsanlage mit:

    einem an eine Betätigungsquelle anzuschließenden Exzenter (22);

    einem Betätigungselement (24), das dann, wenn der Exzenter (22) gedreht wird, von dem Exzenter hin- und herzubewegen ist;

    einer Lastplatte (30), die an einem Reibmaterial (34) zu befestigen ist, wobei die Lastplatte bei einer Hin- und Herbewegung des Betätigungselements (24) hin- und herbewegt wird;

    wenigstens einem Nachstellkolben (28) zum Nachstellen der Position des Betätigungselements (24) und der der Lastplatte (30) relativ zueinander, um die Lastplatte in Richtung zu einer Radkomponente (36) zu verschieben;

    einem Getriebe zur gezielten Übertragung der Drehung des Exzenters (22), um den Nachstellkolben (28) zu verschieben,

    dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe ein mit Zähnen versehenes Element (58) aufweist, das gezielt in Zähne (62) an einem Außengehäuse (63) eingreift, wobei eine Verdrehung des Außengehäuses (63) eine Verschiebung des Nachstellkolbens (28) bewirkt; und

    wobei das mit Zähnen versehene Element (58) ein Umfangsabschnitt eines Zahnrads mit mehreren Zähnen (60) ist, wobei mehrere Zähne (62) an dem Außengehäuse (63) vorhanden sind, in die die Zähne (60) an dem mit Zähnen versehenen Element (58) eingreifen, und wobei sich das mit Zähnen versehene Element (58) gezielt mit dem Exzenter (22) dreht, um seinerseits das Außengehäuse (63) gezielt durch die mehreren Eingriffszähne zu drehen.
  2. Scheibenbremsanlage gemäß Anspruch 1, bei der der Zahnradabschnitt (58) auf einer Welle des Exzenters (22) aufgenommen ist und zwischen dem Exzenter (22) und dem Zahnradabschnitt (58) Spiel ist.
  3. Scheibenbremsanlage gemäß Anspruch 2, bei der der Zahnradabschnitt (58) oder die Exzenterwelle einen Schlitz (82) einer ersten Abmessung aufweist, wobei das jeweils andere Teil eine Lasche (84) hat, die in dem Schlitz (82) aufgenommen ist und eine zweite Abmessung hat, wobei die zweite Abmessung kleiner als die erste Abmessung ist, um das Spiel herzustellen.
  4. Scheibenbremsanlage gemäß Anspruch 1, bei der das Getriebe ferner eine Rutschkupplung (54) umfaßt, damit keine Drehung von dem Zahnradabschnitt (58) auf den Nachstellkolben (28) übertragen wird, wenn eine vorbestimmte Drehmomentlast überschritten wird.
  5. Scheibenbremsanlage gemäß Anspruch 4, bei der der Zahnradabschnitt (58) in Zähne (62) an dem Außengehäuse (63) eingreift, wobei die Rutschkupplung (54) zwischen dem Außengehäuse (63) und einem Innengehäuse (68) angebracht ist, wobei das Innengehäuse (68) so betätigbar ist, daß es eine Drehung auf ein Nachstellzahnrad (50) überträgt, das seinerseits bewirkt, daß der Nachstellkolben (28) vorgeschoben wird.
  6. Scheibenbremsanlage gemäß Anspruch 5, bei der die Rutschkupplung (54) mehrere Kugeln (70) aufweist, die in Schlitze (74) im Außengehäuse (63) federbelastet sind, wobei die Kugeln (70) aus den Schlitzen (74) im Innengehäuse (68) heraus federbelastet sind und sich das Innen- und das Außengehäuse gemeinsam drehen, wenn der vorbestimmte Drehmomentgrenzwert nicht überschritten wird.
  7. Scheibenbremsanlage gemäß Anspruch 5, bei der das Innengehäuse (68) das Nachstellzahnrad (50) so durch eine Freilaufkupplung (52) antreibt, daß eine Verdrehung des Innengehäuses (68) in einer ersten Richtung bewirkt, daß der Nachstellkolben (28) nachgestellt wird, wobei sich das Innengehäuse (68) jedoch drehen kann, das in einer entgegengesetzten Richtung keine Nachstellung des Nachstellkolbens (28) bewirkt.
  8. Scheibenbremsanlage gemäß Anspruch 4, bei der ferner eine Freilaufkupplung (52) so in dem Getriebe angebracht ist, daß eine Verdrehung des Exzenters (22) in einer ersten Richtung eine Nachstellung des Nachstellkolbens (28) bewirkt, eine Verdrehung in einer entgegengesetzten Richtung jedoch keine Nachstellung bewirkt.
  9. Scheibenbremsanlage mit:

    einem an eine Betätigungsquelle anzuschließenden Exzenter (22);

    einem Betätigungselement (24), das dann, wenn der Exzenter (22) gedreht wird, von dem Exzenter hin- und herzubewegen ist;

    einer Lastplatte (30), die an einem Reibmaterial (34) zu befestigen ist, wobei die Lastplatte (30) bei einer Hin- und Herbewegung des Betätigungselements (24) hin- und herbewegt wird;

    wenigstens einem Nachstellkolben (28) zum Nachstellen der Position des Betätigungselements (24) und der der Lastplatte (30) relativ zueinander, um die Lastplatte in Richtung zu einer Radkomponente (36) zu verschieben;

    einem Getriebe zur Übertragung der Drehung des Exzenters (22), um eine Nachstellung der Nachstellkolben (28) zu bewirken,

    dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe ein mit Zähnen versehenes Element (58) aufweist, das gezielt in Zähne (62) an einem Außengehäuse (63) eingreift, wobei eine Verdrehung des Außengehäuses (63) eine Verschiebung des Nachstellkolbens (28) bewirkt, und wobei das Getriebe eine Rutschkupplung (54) aufweist, derart, daß bei Überschreiten eines vorbestimmten Drehmomentgrenzwerts ein weiteres Vorschieben des Nachstellkolbens (28) gestoppt wird;

    wobei die Rutschkupplung (54) mehrere Kugeln (70) aufweist, die in ein Innengehäuse (68) oder ein Außengehäuse (63) federbelastet sind, wobei die Kugeln (70) aus den Schlitzen (74) im jeweils anderen Gehäuse, dem Innen- bzw. dem Außengehäuse (68, 63) heraus federbelastet sind und sich das Innen- und das Außengehäuse (68, 63) gemeinsam drehen, wenn der vorbestimmte Drehmomentgrenzwert nicht überschritten wird.
  10. Scheibenbremsanlage gemäß Anspruch 9, bei der ein Nachstellelement bei einer Drehung des Exzenters (22) von dem Exzenter gezielt bewegt wird, wobei das Nachstellelement das äußere Nachstellgehäuse (63) dreht, wobei die Rutschkupplung (54) zwischen dem äußeren Nachstellgehäuse (63) und dem inneren Nachstellgehäuse (68) angebracht ist, wobei das innere Nachstellgehäuse (68) so betätigbar ist, daß es eine Drehung auf ein Nachstellzahnrad (50) überträgt, das seinerseits bewirkt, daß der Nachstellkolben (28) vorgeschoben wird.
  11. Scheibenbremsanlage gemäß Anspruch 10, bei der das Innengehäuse (68) das Nachstellzahnrad (50) so durch eine Freilaufkupplung (52) antreibt, daß eine Verdrehung des Innengehäuses (68) in einer ersten Richtung bewirkt, daß der Nachstellkolben (28) nachgestellt wird, eine Verdrehung des Innengehäuses (68) in einer entgegengesetzten Richtung jedoch keine Nachstellung des Nachstellkolbens (28) bewirkt.
  12. Scheibenbremsanlage mit:

    einem an eine Betätigungsquelle anzuschließenden Exzenter (22);

    einem Betätigungselement (24), das dann, wenn der Exzenter (22) gedreht wird, von dem Exzenter hin- und herzubewegen ist;

    einer Lastplatte (30), die an einem Reibmaterial (34) zu befestigen ist, wobei die Lastplatte (30) bei einer Hin- und Herbewegung des Betätigungselements (24) hin- und herbewegt wird;

    wenigstens einem Nachstellkolben (28) zum Nachstellen der Position des Betätigungselements (24) und der der Lastplatte (30) relativ zueinander, um die Lastplatte in Richtung zu einer Radkomponente (36) zu verschieben;

    einem Getriebe zur gezielten Übertragung der Drehung des Exzenters (22) zum Nachstellen des Nachstellkolbens,

    dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe ein mit Zähnen versehenes Element (58), das gezielt in Zähne (62) an einem Außengehäuse (63) eingreift, wobei das Außengehäuse (63) so betätigbar ist, daß es den Nachstellkolben (28) durch das Getriebe bewegt, sowie eine Rutschkupplung (54) aufweist, die funktionsmäßig so zwischen dem mit Zähnen versehenen Element (58) und dem Nachstellkolben (28) angeordnet ist, daß bei Überschreiten eines vorbestimmten Drehmomentgrenzwerts ein weiteres Vorschieben des Nachstellkolbens (28) gestoppt wird; und

    wobei das mit Zähnen versehene Element (58) ein Umfangsabschnitt eines Zahnrads mit mehreren Zähnen (60) ist, wobei mehrere Zähne (62) an dem Außengehäuse (63) vorhanden sind, in die die Zähne (60) an dem mit Zähnen versehenen Element (58) eingreifen, und wobei sich das mit Zähnen versehene Element (58) gezielt mit dem Exzenter (22) dreht, um seinerseits das Außengehäuse (63) gezielt durch die mehreren Eingriffszähne zu drehen.
  13. Scheibenbremsanlage gemäß Anspruch 12, bei der das mit Zähnen versehene Element (58) oder die Exzenterwelle (22) einen Schlitz (82) einer ersten Abmessung aufweist, wobei das jeweils andere Teil eine Lasche (84) hat, die in dem Schlitz (82) aufgenommen ist und eine zweite Abmessung hat, wobei die zweite Abmessung kleiner als die erste Abmessung ist, um das Spiel herzustellen.
  14. Scheibenbremsanlage gemäß Anspruch 13, bei der die Rutschkupplung (54) zwischen dem Außengehäuse (63) und einem Innengehäuse (68) angebracht ist, wobei das Innengehäuse (68) so betätigbar ist, daß es eine Drehung auf ein Nachstellzahnrad (50) überträgt, das seinerseits bewirkt, daß der Nachstellkolben (28) vorgeschoben wird.
  15. Scheibenbremsanlage gemäß Anspruch 14, bei der das Innengehäuse (68) das Nachstellzahnrad (50) so durch eine Freilaufkupplung (52) antreibt, daß eine Verdrehung des Innengehäuses (68) in einer ersten Richtung bewirkt, daß der Nachstellkolben (28) nachgestellt wird, eine Verdrehung des Innengehäuses (68) in einer entgegengesetzten Richtung jedoch keine Nachstellung des Nachstellkolbens (28) bewirkt.
  16. Scheibenbremsanlage gemäß Anspruch 9, bei der die Schlitze (76) in dem Innengehäuse (68) sind und die Kugeln (70) in das Außengehäuse (63) vorbelastet sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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