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Dokumentenidentifikation DE69915159T2 17.02.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000953339
Titel Kosmetische Zusammensetzung
Anmelder Kyowa Hakko Kogyo Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Takekoshi, Yoichiro, Tokyo, JP;
Matsuura, Ichiro, Tokyo, JP
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69915159
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.03.1999
EP-Aktenzeichen 991050691
EP-Offenlegungsdatum 03.11.1999
EP date of grant 03.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.02.2005
IPC-Hauptklasse A61K 7/48
IPC-Nebenklasse C07F 9/10   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Lysophospholipide zur Verwendung in Kosmetika mit hoher Lagerstabilität und ausgezeichneter Anfühlwirkung bei Gebrauch sowie eine kosmetische Zusammensetzung, die dieselben enthält.

Phospholipid ist als oberflächenaktives Mittel oder Emulgationsmittel, das hautmild ist, bekannt.

Lysophospholipid, das durch Überführen des Phospholipids in seine Lysoform durch enzymatische Behandlung oder gleichartige Mittel erhalten wird, ist ebenfalls als oberflächenaktives oder Emulgationsmittel bekannt, das hautverträglich ist (JP-A-61-112007, JP-A-63-41411; der Begriff "JP-A", wie hier verwendet, bedeutet "japanische veröffentlichte ungeprüfte Patentanmeldung"). Beispiele für bekanntes Lysophospholipid umfassen diejenigen, die aus Phospholipid tierischen Ursprungs, wie Eigelb, Rinderhirn oder Schweinehirn, oder aus Phospholipid pflanzlichen Ursprungs, wie Sojabohne, Mais, Raps oder ähnliche Pflanzensamen, erzeugt werden. Sie werden in Kosmetika, Quasi-Arzneimitteln, Toilettenartikeln und dergleichen als oberflächenaktive Mittel, Solubilisierungsmittel, Emulgationsmittel, Gelatinierungsmittel, Feuchtigkeitsretentionsmittel oder Liposomen-Erzeugungsmittel verwendet.

Da Lysophospholipid beim Kompoundieren in Kosmetika den Produkten eine geschmeidige Anfühlwirkung verleihen kann, ist es ein wirksames Material zur Verbesserung der Anfühlwirkung von Produkten während und nach ihrem Gebrauch.

Da allerdings im Hinblick auf die Stabilität (wie Geruch oder Verfärbung) Probleme bestehen, besteht bezüglich des Formulierungsaufbaus, wie Mischmengen und Maskieren eines oxidierten sojaartigen Geruchs, eine Einschränkung. Obwohl ein hydriertes Lysolecithin (worin die ungesättigten Fettsäuren des Lysophospholipids hydriert sind) zur Verbesserung der Stabilität verfügbar ist, liefert das Material aufgrund der mangelnden Anpassungsfähigkeit und des geringen Feuchtigkeitsgefühls auf der Haut eine schlechte Anfühlwirkung.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung von Lysophospholipiden zur Verwendung in Kosmetika sowohl mit hoher Lagerstabilität als auch mit einer ausgezeichneten Anfühlwirkung bei Gebrauch, eine kosmetischen Zusammensetzung, die dieselben enthält, und Verfahren zur Verwendung des Lysophospholipids.

Diese Aufgabe wurde durch die überraschende Feststellung gelöst, dass Kosmetika mit ausgezeichneter Stabilität und Anfühlwirkung bei Gebrauch durch Herstellung von kosmetischen Zusammensetzungen mit Lysophospholipid erhalten werden können, das durch Überführen des Phospholipids mit hohen Ölsäureanteil in seine Lysoform erhalten wird.

Die vorliegende Erfindung betrifft das Folgende (1) bis (13).

  • (1) Eine kosmetische Zusammensetzung, umfassend Lysophospholipide, ausgewählt aus Lysophospholipid der Öldistel mit hohem Ölsäureanteil, Lysophospholipid von Mais mit hohen Ölsäureanteil, Laurinsäure-reichem Lysophospholipid vom Raps und Lysophospholipid vom Eidotter, und einen kosmetischen verträglichen Träger.
  • (2) Verwendung von Lysophospholipiden, wobei mindestens 30 mol% der an die Lysophospholipide gebundenen Fettsäuren einfach ungesättigte Fettsäuren sind, zur Verbesserung der Lagerstabilität in einer kosmetischen Zusammensetzung.
  • (3) Verwendung der Lysophospholipide gemäß (2), wobei höchstens 20 mol% der an die Lysophospholipide gebundenen Fettsäuren mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind.
  • (4) Verwendung der Lysophospholipide gemäß (2) oder (3), wobei die einfach ungesättigte Fettsäuren 4–34 Kohlenstoffatome aufweisen.
  • (5) Verwendung der Lysophospholipide gemäß einem von (2) bis (4), wobei die an die Lysophospholipide gebundenen gesättigten Fettsäuren 1–34 Kohlenstoffatome aufweisen.
  • (6) Verwendung von Lysophospholipiden, wobei mindestens 30 mol% der an die Lysophospholipide gebundenen Fettsäuren einfach ungesättigte Fettsäuren sind, zur Verbesserung der Anfühlwirkung einer kosmetischen Zusammensetzung.
  • (7) Verwendung der Lysophospholipide gemäß (6), wobei höchstens 20 mol% der an die Lysophospholipide gebundenen Fettsäuren mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind.
  • (8) Verwendung der Lysophospholipide gemäß (6) oder (7), wobei die einfach ungesättigten Fettsäuren 4–34 Kohlenstoffatome aufweisen.
  • (9) Verwendung der Lysophospholipide gemäß einem von (6) bis (8), wobei die an die Lysophospholipide gebundenen, gesättigten Fettsäuren 1–34 Kohlenstoffatome aufweisen.
  • (10) Verwendung von Lysophospholipiden, wobei mindestens 30 mol% der an die Lysophospholipide gebundenen Fettsäuren einfach ungesättigte Fettsäuren sind, zur Schaffung einer geeigneten Anfühlwirkung einer kosmetischen Zusammensetzung.
  • (11) Verwendung der Lysophospholipide gemäß (10), wobei höchstens 20 mol% der an die Lysophospholipide gebundenen Fettsäuren mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind.
  • (12) Verwendung der Lysophospholipide gemäß (10) oder (11), wobei die einfach ungesättigten Fettsäuren 4–34 Kohlenstoffatome aufweisen.
  • (13) Verwendung der Lysophospholipide gemäß einem von (10) bis (12), wobei die an die Lysophospholipide gebundenen gesättigten Fettsäuren 1–34 Kohlenstoffatome aufweisen.

Das erfindungsgemäße Lysophospholipid beruht auf Glycerin-Basis. In diesem Fall kann das Lysophospholipid entweder 1-Acyl-2-Lysophospholipid oder 2-Acyl-1-Lysophospholipid oder ein Gemisch davon sein.

Die Arten des Phospholipid sind nicht besonders eingeschränkt, und Beispiele davon umfassen Phosphatidylcholin, Phosphatidylethanolamin, Phosphatidylinosit, Phosphatidsäure, Phosphatidylglycerin, N-Acylphosphatidylethanolamin, Phosphatidylserin und dergleichen, die allein oder als Gemisch davon verwendet werden können.

Bevorzugte Beispiele des bei der vorliegenden Erfindung zu verwendenden Phospholipids umfassen Phosphatidylcholin, Phosphatidylethanolamin, Phosphatidylinosit und Phosphatidsäure.

Im Hinblick auf die an das Lysophospholipidgemisch gebundenen Fettsäuren sind diejenigen, wobei 30 mol% oder mehr der gesamten Fettsäuren einfach ungesättigte Fettsäuren sind, erwünscht, 50 mol% oder mehr einfach ungesättigte Fettsäuren sind mehr erwünscht, und 70 mol% oder mehr einfach ungesättigte Fettsäuren sind besonders erwünscht.

Die restlichen Fettsäuren sind gesättigte Fettsäuren und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Im Hinblick auf die Fettsäuren, die an das bei der vorliegenden Erfindung zu verwendende Lysophospholipidgemisch gebunden sind, sind diejenigen erwünscht, wobei 30 mol% oder mehr der gesamten Fettsäure einfach ungesättigte Fettsäuren sind und der mehrfach ungesättigte Fettsäuregehalt 20 mol% oder weniger beträgt, mehr erwünscht sind diejenigen, wobei 30 mol% oder mehr der gesamten Fettsäuren einfach ungesättigte Fettsäuren sind und der mehrfach ungesättigte Fettsäuregehalt 15 mol% oder weniger beträgt, und besonders erwünscht sind diejenigen, wobei 30 mol% oder mehr der gesamten Fettsäuren einfach ungesättigte Fettsäuren sind und der mehrfach ungesättigte Fettsäuregehalt 10 mol% oder weniger beträgt.

Die einfach ungesättigte Fettsäure ist eine Fettsäure, die eine Doppelbindung in der Alkylketteneinheit einer gesättigten Fettsäure aufweist. Obwohl die Anzahl ihrer Kohlenstoffatome nicht besonders eingeschränkt ist, können geradkettige oder verzweigte einfach ungesättigte Fettsäuren mit 4 bis 34 Kohlenstoffatomen als Beispiel angeführt werden, und einfach ungesättigte Fettsäuren mit 14 bis 24 Kohlenstoffatomen sind wünschenswert. Erläuternde Beispiele für die einfach ungesättigte Fettsäure umfassen Butensäure, Pentensäure, Hexensäure, Heptensäure, Octensäure, Nonensäure, Decensäure, Undecensäure, Dodecensäure, Tridecensäure, Tetradecensäure, Pentadecensäure, Hexadecensäure, Heptadecensäure, Octadecensäure, Nonadecensäure, Icosensäure, Henicosensäure, Docosensäure, Tricosensäure, Tetracosensäure, Pentacosensäure, Hexacosensäure, Heptacosensäure, Octacosensäure, Nonacosensäure, Triacontensäure, Hentriacontensäure, Dotriacontensäure, Tritriacontensäure, Tetratriacontensäure und dergleichen.

Die Dexensäure umfasst Obtusilsäure und dergleichen, die Dodecensäure umfasst Linderinsäure und dergleichen, die Tetradecensäure umfasst Tsuzunsäure und dergleichen, die Hexadecensäure umfasst Palmitoleinsäure und dergleichen, und die Octadecensäure umfasst Petroselinsäure, Ölsäure, Elaidinsäure, Vacceninsäure und dergleichen.

Als einfach ungesättigte Fettsäure kann jede beliebige Fettsäure verwendet werden, mit der Maßgabe, dass sie eine Doppelbindung aufweist, und sie kann als einzelne einfach ungesättigte Fettsäure oder als Gemisch von einfach ungesättigten Fettsäuren mit verschiedenen Kohlenstoffanzahlen oder auch im Falle der gleichen Anzahl von Kohlenstoffatomen, wobei die einfach ungesättigten Fettsäuren eine verschiedene Position der Doppelbindung aufweisen, verwendet werden. Ölsäure ist als einfach ungesättigte Fettsäure erwünscht.

Im Hinblick auf die Fettsäure, die an das bei der vorliegenden Erfindung zu verwendende Lysophospholipidgemisch gebunden ist, kann jede beliebige Fettsäure gebunden sein, mit der Maßgabe, dass sie die zuvor genannten Bedingungen erfüllt.

Bezüglich der gesättigten Fettsäure ist die Anzahl der Kohlenstoffatome nicht besonders eingeschränkt, und geradkettige oder verzweigte gesättigte Fettsäuren mit 1 bis 34 Kohlenstoffatomen können als Beispiel angeführt werden, wovon gesättigte Fettsäuren mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen wünschenswert sind. Erläuternde Beispiele für die gesättigte Fettsäure umfassen Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Butansäure (Buttersäure), Pentansäure, Hexensäure (Capronsäure), Heptansäure, Octansäure (Caprylsäure), Nonansäure, Decansäure (Caprinsäure), Undecansäure, Dodecansäure (Laurinsäure), Tridecansäure, Tetradecansäure (Myristinsäure), Pentadecansäure, Hexadecansäure (Palmitinsäure), Heptadecansäure (Margarinsäure), Octadecansäure (Stearinsäure), Monadecansäure, Icosansäure (Arachidinsäure), Henicosansäure, Docosansäure (Behensäure), Tricosansäure, Tetracosansäure (Lignocerinsäure), Pentacosansäure, Hexacosansäure (Cerotinsäure), Heptacosansäure, Octacosansäure (Montansäure), Nonacosansäure, Tricontansäure (Melissinsäure), Hentriacontansäure, Dotriacontansäure, Tritriacontansäure, Tetratriacontansäure und dergleichen.

Die mehrfach ungesättigte Fettsäure ist eine Fettsäure, die zwei oder mehrere Doppelbindungen in der Alkylketteneinheit einer gesättigten Fettsäure aufweist, und ihre Beispiele umfassen eine zweifach ungesättigt Fettsäure, die zwei Doppelbindungen in der Alkylketteneinheit einer gesättigten Fettsäure aufweist, und eine dreifach ungesättigte Fettsäure, die drei Doppelbindungen in der Alkylketteneinheit einer gesättigten Fettsäure aufweist. Die Position der Doppelbindungen in der Alkyleinheit der mehrfach ungesättigten Fettsäure ist nicht besonders eingeschränkt.

Erläuternde Beispiele für die zweifach ungesättigte Fettsäure umfassen geradkettige oder verzweigte Fettsäure mit 6 bis 34 Kohlenstoffatomen, wie Hexadiensäure, Heptandiensäure, Octadiensäure, Nonadiensäure, Decadiensäure, Undecadiensäure, Dodecadiensäure, Tridecadiensäure, Tetradecadiensäure, Pentadecadiensäure, Hexadecadiensäure, Heptadecadiensäure, Octadecadiensäure, Nonadecadiensäure, Icosadiensäure, Henicosadiensäure, Docosadiensäure, Tricosadiensäure, Tetracosadiensäure, Pentacosadiensäure, Hexacosadiensäure, Heptacosadiensäure, Octacosadiensäure, Nonacosadiensäure, Triacontadiensäure, Hentriacontadiensäure, Dotriacontadiensäure, Tritriacontadiensäure, Tetratriacontadiensäure und dergleichen. Die Octadecadiensäure umfasst Linolsäure.

Erläuternde Beispiele für die dreifach ungesättigte Fettsäure umfassen geradkettige oder verzweigte Fettsäuren mit 8 bis 34 Kohlenstoffatomen, wie Octatriensäure, Nonatriensäure, Decatriensäure, Undecatriensäure, Dodecatriensäure, Tridecatriensäure, Tetradecatriensäure, Pentadecatriensäure, Hexadecatriensäure, Heptadecatriensäure, Octadecatriensäure, Nonadecatriensäure, Icosatriensäure, Henicosatriensäure, Docosatriensäure, Tricosatriensäure, Tetracosatriensäure, Pentacosatriensäure, Hexacosatriensäure, Heptacosatriensäure, Octacosatriensäure, Nonacosatriensäure, Triacontatriensäure, Hentriacontatriensäure, Dotriacontatriensäure, Tritriacontatriensäure, Tetratriacontatriensäure und dergleichen. Die Octadecatriensäure umfasst beispielsweise &ggr;-Linolensäure und &agr;-Linolensäure.

Fettsäuren mit vier oder mehr Doppelbindungen, wie Arachidonsäure, Eicosapentaensäure, Docosahexaensäure und dergleichen, können ebenfalls als Beispiel für mehrfach ungesättigte Säure angeführt werden.

Die an das Lysophospholipid zu bindende Fettsäure kann mit einer oder vier Hydroxy- oder einer oder zwei Oxygruppen substituiert sein.

Das bei der vorliegenden Erfindung zu verwendende Lysophospholipid kann synthetisch hergestellt werden, allerdings ist es erwünscht, es durch enzymatische Hydrolyse einer Acylgruppe an einer bestimmten Stelle des natürlichen Phospholipids oder des synthetisierten Phospholipids mit Phospholiphase A1 oder Phospholiphase A2 herzustellen. Als Phospholipid ist natürliches Phospholipid erwünscht, da es mit niedrigen Kosten erhalten werden kann. Das Phospholipid kann verwendet werden, indem es modifiziert wird, bevor es mit Phospholiphase D oder dem gleichartigen Enzym behandelt wird, oder indem seine speziellen Komponenten unter Verwendung eines Lösungsmittels oder dergleichen fraktioniert werden.

Es ist wünschenswert, dass das bei der vorliegenden Erfindung zu verwendende Lysophospholipid nach der Enzymbehandlung durch seine weitere Behandlung mit Aceton, Methanol, Ethanol, Propanol, Isopropanol und gleichartigen, organischen Lösungsmitteln gereinigt wird.

Als Beispiel für natürliches Phospholipid kann tierisches oder pflanzliches Phospholipid angeführt werden. Beispiele für das pflanzliche Phospholipid umfassen diejenigen, die aus Öldistel mit hohen Ölsäureanteil, Mais mit hohen Ölsäureanteil, Laurinsäure-reichem Raps und dergleichen erhalten werden. Als weitere Quellen für Phospholipid ist die Verwendung eines pflanzlichen Phospholipids möglich, dessen Fettsäurezusammensetzung zu der zuvor genannten Zusammensetzung beispielsweise durch genetische Rekombinationstechniken modifiziert ist. Als Beispiel für tierisches Phospholipid kann Eigelb-Phospholipid angeführt werden. Das bei der vorliegenden Erfindung zu verwendende Lysophospholipid wird vorzugsweise durch enzymatische Behandlung eines natürlichen Phospholipidgemisches, enthaltend 30 mol% oder mehr einfach ungesättigte Fettsäure, mit der zuvor genannten Phospholipase, mehr bevorzugt durch enzymatisches Behandeln eines natürlichen Phospholipidgemisches, enthaltend 30 mol% oder mehr einfach ungesättigte Fettsäuren und 20 mol% oder weniger mehrfach ungesättigte Fettsäure, mit der zuvor genannten Phospholipase erhalten.

Die Isolierung von Phospholipid aus einem tierischen oder pflanzlichen Material kann durch jedes beliebige Verfahren erfolgen. Beispielsweise kann der durch Zugabe von Wasser zu Rohöl bei der Degummierungsstufe gebildete Gummi während des Verfahrens der Pflanzenölherstellung verwendet werden.

Beispiele für die erfindungsgemäßen Kosmetika umfassen Toilettenseifen, Reinigungsartikel, Shampoos, Haarspülungen, Haarfärbemittel, Haarkosmetika, Cremes, milchige Lotionen, Gesichtslotion, Gesichtsöle, Sonnenbrand/Sonnenbräunungsöle, Gesichtspuder/Puder, Packungen, Nagelcremes, Wangenrouge, Augenbrauenstifte, Augencremes, Lidschatten, Maskara-Artikel, Lippenstifte, Lippencreme, Zahncreme, Badekosmetika und dergleichen.

Obwohl nicht besonders eingeschränkt, umfassen Beispiele für den Körperteil, auf den die erfindungsgemäßen Kosmetika aufgebracht werden, Kopfhaar, Körperhaar, Haut, Gesicht, Lippen, Mund und dergleichen.

Wenn die erfindungsgemäßen Kosmetika auf den Körper aufgebracht werden, wird während des Gebrauchs eine ausgezeichnete Anfühlwirkung, wie Geschmeidigkeit, Verstreichbarkeitsgefühl oder Gleichmäßigkeit, erhalten, und nach ihrem Gebrauch wird eine ausgezeichnete Anfühlwirkung, wie Feuchtigkeit und Frische, erhalten.

Das erfindungsgemäße Kosmetikum umfasst Lysophospholipid und einen für Kosmetika verträglichen Träger. Der Lysophospholipidgehalt beträgt vorzugsweise 0,001 bis 99,99 Gew.-%, mehr bevorzugt 0,01 bis 50 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,1 bis 5 Gew.-%.

Beispiele für den Träger umfassen diejenigen Materialien, die in der Regel in Kosmetika und pharmazeutischen Präparaten verwendet werden, wie Öle und Fette, Kohlenwasserstoffe, Wachse, Fettsäuren, synthetische Ester, Alkohole, grenzflächenaktive Mittel, Verdicker, Feuchtigkeitsretentionsmittel, Anitseptika, Antioxidantien, pH-einstellende Mittel, Parfüme, Pigmente, Arzneimittel, gereinigtes Wasser und dergleichen, und diese Träger können allein oder als Gemisch von zwei oder mehreren verwendet werden.

Diese Träger können allein oder als Gemisch von zwei oder mehreren in einer Menge von vorzugsweise 0,001 bis 99,99 Gew.-%, mehr bevorzugt von 50 bis 99,99 Gew.-%, besonders bevorzugt von 95 bis 99,5 Gew.-%, verwendet werden.

Beispiele für die Öle und Fette umfassen Jojobaöl, Castoröl, Olivenöl, Sojaöl, Palmöl, Kakaobutter, Leindotteröl, Kokosöl, Japanwachs, Traubenkernöl, Avocadoöl, Eigelböl, Nerzöl, Meeresschildkrötenöl und dergleichen.

Beispiele für die Kohlenwasserstoffe umfassen Flüssigparaffin, Vaseline, mikrokristallines Wachs, Ceresinwachs, Paraffinwachs, Squalen, &agr;-Olefin-Oligomer und dergleichen.

Beispiele für die Wachse umfassen Bienewachs, Lanolin, Carnaubawachs, Candelillawachs, Waltran und dergleichen.

Beispiele für die Fettsäuren umfassen Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure, Isostearinsäure, Behensäure und dergleichen.

Beispiele für die synthetischen Ester umfassen Cetylpalmitat, Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Butyloleat, Octyldodecyloleat, Cholesterinoleat, Myristylmyristat, Octyldecylmyristat, Propylenglycolmonostearat, Myristyllactat, Isostearylmalat, Glycerinmonostearat, Distearyldimethylammoniumchlorid und dergleichen.

Es ist wünschenswert, dass jedes der Öle und Fette, Kohlenwasserstoffe, Wachse, Fettsäuren und synthetische Ester in einem Verhältnis von 0 bis 70 Gew.-% zugemischt werden.

Beispiele für die Alkohole umfassen Ethanol, 1,3-Butylenglycol, Propylenglycol, Laurylalkohol, Cetanol, Hexyldecanol, Octyldodecanol, Stearylalkohol, Oleylalkohol und dergleichen. Diese Alkohole werden in einem Verhältnis von 0 bis 60 Gew.-% zugemischt.

Beispiele für die grenzflächenaktiven Mittel umfassen Decaglycerinmonomyristat oder gleichartige lipophile Glycerinfettsäweester, Glycerinfettsäweester vom Selbstemulgationstyp, Polyglycerinfettsäweester, Polyoxyethylenglycerinfettsäweester, Polyoxyethylen-hydriertes Castoröl, Polyoxyethylensorbitfettsäweester, Polyoxyethylen(20)-cetylether oder der entsprechende Polyoxyethylenalkylether, Natriumpolyoxyethylenfettsäweesteralkylsulfat, Natriumpolyoxyethylenalkylsulfat, Natriumalkylbenzolsulfonat, Polyoxyethylenglycerinpyroglutamatisostearat, Dialkylsulfosuccinat, Cetylpyridiniumbromid, n-Octadecyltrimethylammoniumchlorid, Monoalkylphosporsäure, N-Acylglutaminsäure, Polyoxyethylen-reduziertes Lanolin und dergleichen. Es ist wünschenswert, diese grenzflächenaktive Mittel in einem Verhältnis von 0 bis 40 Gew.-% zuzumischen.

Beispiele für die Verdicker umfassen Natriumalginat, Xanthangummi, Aluminiumsilicat, Carbonxyvinylpolymer, Polyvinylalkohol, Methylpolysiloxan, Dextran, Carboxymethylcellulose, Carrageenan, Hydroxypropylmethylcellulose, lösliche Stärke, kationisierte Cellulose, Tragacanthgummi, Quittensamenextrakt und dergleichen. Es ist wünschenswert, diese Verdicker in einem Verhältnis von 0 bis 0,5 Gew.-% zuzumischen.

Beispiele für Feuchtigkeitsretentionsmittel umfassen Glycerin, Propylenglycol, 1,3-Butylenglycol, Pyrrolidoncarbonsäure, Milchsäure, Hyalwonsäure und dergleichen. Es ist wünschenswert, diese Feuchtigkeitsretentionsmittel in einem Verhältnis von 0 bis 60 Gew.-% zuzumischen.

Beispiele für die Antiseptika umfassen Benzoesäure, Salicylsäure oder Dehydroessigsäure oder Salze davon, Paraoxybenzoesäureester, wie Methylparaben oder Propylparaben, Triclosanhalocarban, Benzalkoniumchlorid, Hinokitiol, Resorcin und dergleichen. Es ist wünschenswert, diese Antiseptika in einem Verhältnis von 0 bis 1 Gew.-% zuzumischen.

Beispiele für die Antioxidantien umfassen Dibutylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol, Propylgallat, Ascorbinsäure und dergleichen. Es ist wünschenswert, diese Antioxidantien in einem Verhältnis von 0 bis 5 Gew.-% zuzumischen.

Beispiele für die pH-einstellenden Mittel umfassen Natriumhydroxid, Triethanolamin, Citronensäure, Natriumcitrat, Borsäure, Borax, Kaliumhydrogenphosphat und dergleichen. Es ist wünschenswert, diese pH-einstellenden Mittel in einem Verhältnis von 0 bis 5 Gew.-% zuzumischen.

Im Hinblick auf die Parfüme kann jedes beliebige Parfüm verwendet werden, mit der Maßgabe, dass es allgemeinen in Kosmetika verwendet wird.

Beispiele für die Pigmente umfassen Eisenoxid, Titandioxid, Zinkoxid, Kaolin, Talk und dergleichen. Es ist wünschenswert, diese Pigmente in einem Verhältnis von 0 bis 90 Gew.-% zuzumischen.

Beispiele für die Arzneimittel umfassen Weizenkeimöl, Vitamin E, Vitamin A, Vitamin B2, Ascorbinsäure-2-phosphat-magnesiumsalz, D-Pantothenylalkohol, Dikaliumglycyrrhetinat, Glutathion und dergleichen. Es ist wünschenswert, diese Arzneimittel in einem Verhältnis von 0 bis 5 Gew.-% zuzumischen.

TESTBEISPIEL 1

Ein organoleptischer Test wurde unter Verwendung der Gesichtslotionen, die in Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel 1 hergestellt wurden, durchgeführt.

Geschmeidigkeit und Streichfähigkeit/Gleichmäßigkeit während ihres Gebrauchs und Feuchtigkeit nach Gebrauch wurden als organoleptische Merkmale von einem Kosmetikpanel von 10 bewertet. Die Bewertung wurde nach der Fünfpunktemethode durchgeführt, und die Ergebnisse wurden als Mittelwerte ausgedrückt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.

TABELLE 1

Das hydrierte Soja-Lysophospholipid zeigte eine schlechtere Geschmeidigkeit und Streichfähigkeit/Gleichmäßigkeit während des Gebrauchs und eine schlechtere Feuchtigkeit nach dem Gebrauch, bei Vergleich mit dem Soja-Lysophospholipid, das darum bei Gebrauch in der Anfühlwirkung ausgezeichnet war.

TESTBEISPIEL 2

Die organoleptischen Merkmale und die Emulgierstabilität wurden unter Verwendung der in Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel 2 hergestellten Gesichtslotionen bewertet.

Geschmeidigkeit und Verstreichbarkeit während ihres Gebrauchs und das Frischegefühl nach Gebrauch wurden durch ein Kosmetikpanel von 10 als organoleptische Merkmale bewertet. Die Bewertung wurde nach einem Fünfpunkteverfahren durchgeführt, und die Ergebnisse wurden als Mittelwerte ausgedrückt. Der Geruch wurde als "gut" bewertet, wenn er sich nicht änderte, als "fast gut", wenn er sich leicht änderte, oder als "schlecht", wenn er sich deutlich änderte.

Der Lagerstabilitätstest wurde durch eine organoleptische Überprüfung und instrumentelle Analyse nach 1- bis 2-wöchiger Lagerung jeder Probe bei 5 °C oder 40 °C oder unter UV-Bestrahlung (Lichtquelle: BBL; FL20S-BL-B, hergestellt von Matsushita Electric Works, Bestrahlungsabstand 20 cm, Raumtemperatur) oder unter Sonnenlichtbestrahlung durchgeführt.

Die Merkmale des Aussehens wurden beobachtet, und die Ergebnisse als "gut" bewertet, wenn keine Änderungen festgestellt wurden, als "fast gut", wenn leichte Änderungen festgestellt wurden oder als "schlecht", wenn deutliche Änderungen festgestellt wurden.

Änderungen im Farbton wurden unter Anwendung der unter UV-Bestrahlung oder bei 40 °C gelagerten Proben durch Messen der Farbunterschiede zu den bei Raumtemperatur gelagerten Proben bewertet. Als Colorimeter wurde SE 2000 (Japan Denshoku Kogyo) verwendet.

Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.

TABELLE 2

Da das Soja-Lysophospholipid gegenüber hoher Temperatur und Licht empfindlich war, fühlte es sich beim Verstreichen klebrig an, und sein Aussehen war durch die UV-Bestrahlung beträchtlich verfärbt. Hinsichtlich des Lysophospholipids der Öldistel mit hohem Ölsäureanteil war es gegen Temperatur und Licht stabil, so dass seine organoleptische Überprüfung eine ausgezeichnete Geschmeidigkeit, ausgezeichnete Verstreichbarkeit und ein ausgezeichnetes Frischegefühl ergab. Änderungen im Farbton wurden nicht festgestellt.

TESTBEISPIEL 3

Die organoleptischen Merkmale und die Emulgierstabilität wurden unter Verwendung der in Beispiel 2 und Vergleichsbeispiel 3 hergestellten Cremes bewertet.

Der Lagerstabilitätstest wurde durch eine organoleptische Prüfung und eine instrumentelle Analyse nach ein bis zweiwöchiger Lagerung von jeder Probe bei 5 °C oder 40 °C oder unter UV-Bestrahlung (Lichtquelle: BBL; FL20S-BL-B, hergestellt von Matsushita Electric Works, Bestrahlungsabstand 20 cm, Raumtemperatur) oder unter Sonnenlichtbestrahlung durchgeführt.

Die optischen Merkmale wurden festgestellt und die Ergebnisse als "gut", wenn keine Änderungen festgestellt wurden, als "fast gut", wenn leichte Änderungen festgestellt wurden oder als "schlecht", wenn nennenswerte Änderungen festgestellt wurden, bewertet.

Die Änderungen im Farbton wurden unter Verwendung der unter UV-Bestrahlung oder bei 40 °C gelagerten Proben durch Messen der Farbunterschiede gegenüber Proben, die bei Raumtemperatur gelagert wurden, bewertet. Als Colorimeter wurde SE 2000 (Japan Denshoku Kogyo) verwendet.

Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt.

TABELLE 3

Bezüglich der Menge an Lipidperoxid wurde der Peroxidwert durch das Chloroformverfahren [Oil Chemistry, 36, 276 – 278 (1987)] erhalten, und die Menge an Thiobarbitursäure(TBA)-Reaktionsprodukt wurde durch das TBA-Verfahren [Journal of the Japanese Society of Scientific Fisheries, 45, 499 (1979)] erhalten.

Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 gezeigt.

TABELLE 4

Da das Soja-Lysophospholipid gegenüber hoher Temperatur und Licht empfindlich war, hinterließ es beim Anfassen ein klebriges Gefühl, und sein Aussehen war durch Sonnenlicht und UV-Bestrahlung beträchtlich verfärbt.

Im Hinblick auf das Lysophospholipid der Öldistel mit hohem Ölsäureanteil, war es gegen Temperatur und Licht stabil, so dass seine organoleptische Überprüfung eine ausgezeichnete Verstreichbarkeit und Gleichmäßigkeit ergab. Obwohl der Farbton durch die Sonnenlichtbestrahlung verändert war, war es keine Färbung, sondern ein Farbunterschied, der sich von gelb nach weiß änderte. Änderungen im Farbton wurden durch UV-Bestrahlung nicht festgestellt.

Aufgrund der Empfindlichkeit gegenüber Licht zeigte das Soja-Lysophospholipid eine beschleunigte Oxidation, sowohl hinsichtlich des Peroxidwerts als auch hinsichtlich der Menge an TBA-Reaktionsprodukt, was mit den Ergebnissen des organoleptischen Tests von Geruch und Farbunterschied in der Färbung zusammenfiel. Das unter Verwendung von Lysophospholipid mit hohem Ölsäureanteil formulierte Kosmetikum war gegen Temperatur und Licht stabil und war darum im Vergleich zum herkömmlichen Soja-Lysophospholipid besser.

Die Beispiele für die vorliegende Erfindung sind nachstehend erläutert und sind nicht als Einschränkung angegeben.

BEISPIEL 1

Der Inhalt der folgendenden Komponente (A) wurden gemischt und gelöst und auf 60 °C erwärmt, und der Inhalt der folgenden Komponente (B), gemischt und im Voraus bei 55 °C gelöst, wurde der Komponente (A) zugesetzt und darin zur Herstellung einer Gesichtslotion mit der folgenden Zusammensetzung gleichmäßig gelöst. In diesem Fall wurde das in Beispiel 3 hergestellte Lysophospholipid der Öldistel mit hohem Ölsäureanteil verwendet.

Die Menge jeder Verbindung wurde in Gew.-% angegeben.

VERGLEICHSBEISPIEL 1

Eine Gesichtslotion wurde auf die gleiche Weise, wie in Beispiel 1 beschrieben, hergestellt, mit der Ausnahme, dass hydriertes Soja-Lysophospholipid (hydriertes Soja-Lysophospholipid, hergestellt von The Nisshin Oil Mills), anstelle des Lysophospholipids aus der Öldistel mit hohem Ölsäureanteil verwendet wurde.

VERGLEICHSBEISPIEL 2

Eine Creme wurde auf die gleiche Weise, wie in Beispiel 2 beschrieben, hergestellt, mit der Ausnahme, dass Soja-Phospholipid (hergestellt von Kyowa Hakko Kogyo) anstelle des Lysophospholipids aus der Öldistel mit hohem Ölsäureanteil verwendet wurde.

BEISPIEL 2

Der Inhalt der folgenden Komponente (A) wurde gemischt und bei 85 °C gelöst, der Inhalt der folgenden Komponente (B) wurde gemischt und im Voraus bei 85 °C gelöst und der Komponente (A) zugesetzt und gleichmäßig verrührt, und anschließend wurde dem resultierenden Gemisch die folgende Komponente (C) zugesetzt und gleichmäßig vermischt und zur Herstellung einer Creme mit der folgenden Zusammensetzung gekühlt. In diesem Fall wurde das Lysophospholipid der Öldistel mit hohem Ölsäureanteil, das in Beispiel 3 hergestellt wurde, verwendet. Die Menge jeder Verbindung wurde in Gew.-% angegeben.

VERGLEICHSBEISPIEL 3

Eine Creme wurde auf die gleiche Weise, wie in Beispiel 2 beschrieben, hergestellt, mit der Ausnahme, dass Soja-Phospholipid (hergestellt durch Kyowa Hakko Kogyo) anstelle des Lysophospholipids aus der Öldistel mit hohem Ölsäureanteil verwendet wurde.

BEISPIEL 3

Eine 4-ml-Portion einer wässrigen 5 N Natriumhydroxidlösung wurde 400 g hydratisiertem Phospholipid mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 55 % (hergestellt von True Lecithin Industry) zugesetzt, das aus der Degummierungsstufe des Öls aus der Öldistel mit hohem Ölsäureanteil erhalten wurde, und das Gemisch wurde auf 50 °C erwärmt, und anschließend wurde die Lyso-Umwandlungsreaktion bei 50 °C durch Zugabe von 0,12 ml Lecithase (hergestellt von NOVO) als Hydrolase zu dem rührenden Gemisch 24 h durchgeführt.

Die Reaktionslösung wurde unter Verwendung eines Rotationsverdampfers konzentriert und unter Erhitzen unter vermindertem Druck dehydratisiert. Anschließend wurde dem resultierenden Rückstand Diatomeenerde zugesetzt, und der Niederschlag wurde unter Verwendung eines Druckfiltrationsgeräts entfernt, wodurch eine enzymbehandelte Phospholipidpräparation erhalten wurde.

Die behandelte Präparation wurde mit 10 Volumina Aceton gewaschen und unter vermindertem Druck unter Erhalt einer enzymbehandelten, gereinigten Phospholipidpräparation (80 mol% im Lyso-Umwandlungsverhältnis) in Form von Pulver getrocknet.

REFERENZBEISPIEL 1

Die Ergebnisse der Fettsäureanalyse des in Beispiel 3 hergestellten Lysophospholipids der Öldistel mit hohem Ölsäureanteil, des in Vergleichsbeispiel 1 verwendeten hydrierten Soja-Lysophospholipids und des in den Vergleichsbeispielen 2 und 3 verwendeten Soja-Lysophospholipids sind in Tabelle 5 gezeigt. In diesem Zusammenhang wurde die Fettsäurezusammensetzung analysiert, indem zunächst durch das Bortrifluorid-Methanolverfahren von Standard Test Methods for Fat Analysis die Methylveresterung von jeder Probe durchgeführt wurde und anschließend die resultierende Probe auf der Basis einer temperaturkonstanten Gaschromatographie vom Flammenionisationstyp getestet wurde. Die Daten in der Tabelle sind in mol% Fettsäuren gezeigt.

TABELLE 5

Wie vorstehend gezeigt, können durch die vorliegende Erfindung stabile Kosmetika mit ausgezeichneter Anfühlwirkung bei Gebrauch bereitgestellt werden.

Obwohl die Erfindung ausführlich und unter Bezugnahme auf spezielle Ausformen davon beschrieben wurde, ist es einem Fachmann klar, dass verschiedene Änderungen und Modifikationen darin vorgenommen werden können, ohne vom Geist und Umfang davon abzuweichen.

Diese Anmeldung beruht auf der japanischen Patentanmeldung Nr. Hei. 10-75624, die am 24. März 1998 eingereicht wurde und die hiermit als Referenz mitumfasst ist.


Anspruch[de]
  1. Kosmetische Zusammensetzung, umfassend Lysophospholipide, ausgewählt aus Lysophospholipid der Öldistel mit hohem Ölsäureanteil, Lysophospholipid vom Mais mit hohem Ölsäureanteil, Laurinsäure-reiches Lysophospholipid vom Raps und Lysophospholipid vom Eidotter, und einen kosmetisch verträglichen Träger.
  2. Verwendung von Lysophospholipiden, wobei mindestens 30 mol% der an die Lysophospholipide gebundenen Fettsäuren einfach ungesättigte Fettsäuren sind, zur Verbesserung der Lagerstabilität in einer kosmetischen Zusammensetzung.
  3. Verwendung der Lysophospholipide gemäß Anspruch 2, wobei höchstens 20 mol% der an die Lysophospholipide gebundenen Fettsäuren mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind.
  4. Verwendung der Lysophospholipide gemäß Anspruch 2 oder 3, wobei die einfach ungesättigten Fettsäuren 4 bis 34 Kohlenstoffatome aufweisen.
  5. Verwendung der Lysophospholipide gemäß einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei die an die Lysophospholipide gebundenen gesättigten Fettsäuren 1 bis 34 Kohlenstoffatome aufweisen.
  6. Verwendung von Lysophospholipiden, wobei mindestens 30 mol% der an die Lysophospholipide gebundenen Fettsäuren einfach ungesättigte Fettsäuren sind, zum Verbessern der Anfühlwirkung einer kosmetischen Zusammensetzung.
  7. Verwendung der Lysophospholipide gemäß Anspruch 6, wobei mindestens 20 mol% der an die Lysophospholipide gebundenen Fettsäuren mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind.
  8. Verwendung der Lysophospholipide gemäß Anspruch 6 oder 7, wobei die einfach ungesättigten Fettsäuren 4 bis 34 Kohlenstoffatome aufweisen.
  9. Verwendung der Lysophispholipide gemäß einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei die an die Lysophospholipide gebundenen gesättigten Fettsäuren 1 bis 34 Kohlenstoffatome aufweisen.
  10. Verwendung von Lysophospholipiden, wobei mindestens 30 mol% der an die Lysophospholipide gebundenen Fettsäuren einfach ungesättigte Fettsäuren sind, zur Schaffung einer geeigneten Anfühlwirkung einer kosmetischen Zusammensetzung.
  11. Verwendung der Lysophospholipide gemäß Anspruch 10, wobei höchstens 20 mol% der an die Lysophospholipide gebundenen Fettsäuren mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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