PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10333194A1 24.02.2005
Titel Entgratwerkzeug mit Messerschnellwechsler
Anmelder Heule, Ulf, Balgach, CH
Erfinder Heule, Heinrich, Au, CH
Vertreter Riebling, P., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 88131 Lindau
DE-Anmeldedatum 22.07.2003
DE-Aktenzeichen 10333194
Offenlegungstag 24.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.02.2005
IPC-Hauptklasse B23B 51/10
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Entgratwerkzeug mit Messerschnellwechsler, das mindestens zweiteilig ausgebildet ist, nämlich aus einer Führungshülse größeren Durchmessers, die eine Mittenbohrung aufweist, wobei in diese Mittenbohrung ein Grundkörper in axialer Richtung einschiebbar ist, der in der Mittenbohrung festlegbar ist und ferner am Grundkörper eine Messernut angeordnet ist, in der das zu verankernde Messer aufgenommen ist und dort eine Schwenklagerung im Grundkörper bildet. Durch die spezielle Lagerung kann das Messer auch bei kleinen Entgratdurchmessern z. B. unter 4 mm einfach ausgewechselt werden und dennoch hohe Entgratkräfte aufnehmen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Entgratwerkzeug mit Messerschnellwechsler nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus Ausführungsformen der Firma Cogsdill ist es bekannt, an einer etwa zylindrisch ausgebildeten Führungshülse einen sich etwa über die gesamte Länge erstreckenden Querschlitz vorzusehen, der an einer bestimmten Stelle von einer Halterungsschraube durchsetzt ist.

Das in diesen Querschlitz einzusetzende Messer zum Entgraten hat ein vorderes Schneidteil, an den sich ein Hals verjüngten Durchmessers ansetzt, der seinerseits in ein Führungsteil größeren Durchmessers übergeht.

Dieses bekannte Messer wird dadurch in der Führungshülse gehalten, dass in dem Führungsteil größeren Durchmessers eine etwa schlüssellochförmige Bohrung angeordnet ist, durch welche ein drehbarer, schlüsselförmiger Stift einsetzbar ist.

In der offenen Position wird demgemäss das Messer mit dem breiteren Führungsteil in den Längsschlitz in der Führungshülse eingesetzt, wobei der Halterungsbolzen so gedreht ist, dass er den einseitig offenen Schlitz am Führungsteil des Messers durchsetzen kann. Sobald der Halterungsbolzen verdreht wird, kommt sein größerer Querschnitt in Eingriff mit der schlüssellochförmigen Ausnehmung im Messer und dieses ist damit unverschiebbar im Messerhalter gehalten.

Es ist jedoch noch im Messerhalter verkippbar und um eine Verkippung auszuschließen, ist am freien hinteren Ende des bekannten Messers ein Ansatz angeformt, der mit einer zugeordneten Verstellschraube zusammenwirkt, um so das Messer auch gegen Verkippen geschützt in der Führungshülse zu halten.

Ein derartiges Entgratwerkzeug mit Messerschnellwechsler hat sich bewährt, jedoch ist ein relativ großer Aufwand bei der Herstellung des Messers zu vergegenwärtigen. Das Messer muss in seinem Führungsteil vergrößerten Durchmessers eine genau definierte schlüssellochförmige Ausnehmung aufweisen, die – gerade bei kleinen Messern – recht schwierig herzustellen ist.

Bei kleineren Entgratwerkzeugen, wie sie zum Beispiel zum Entgraten von Bohrungsdurchmessern kleiner als 4 mm verwendet werden, hat sich diese Messerhalterung nicht als herstellbar herausgestellt. Es musste für diesen Einsatzzweck das bekannte Messer direkt fest in der Führungshülse verankert werden. Die Verankerung erfolgte zum Beispiel durch Löten oder Kleben. Damit war ein Auswechseln des Messers nicht mehr gegeben.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde ein Entgratwerkzeug mit einem Messerschnellwechsler so weiterzubilden, dass das Messer auch bei kleinen Entgratdurchmessern noch einfach und betriebssicher ausgewechselt werden kann.

Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehre des Anspruches 1 gekennzeichnet.

Wesentliches Merkmal der Erfindung ist, dass das Entgratwerkzeug mindestens aus zwei lösbar miteinander verbindbaren Teilen besteht und das Entgratwerkzeug eine Führungshülse aufweist mit mindestens einer Aufnahmeöffnung, in welche ein Grundkörper mit Messernut und darin befindlichem Messer einschiebbar ist und die Führungshülse, der Grundkörper und das Messer unmittelbar oder mittelbar wiederholt lösbar derart miteinander verbindbar sind, dass im Benutzungszustand mindestens ein Schneidteil des Messers aus der Führungshülse heraus ragt.

Insbesondere ist das erfindungsgemäße Entgratwerkzeug nun mindestens zweiteilig ausgebildet, besteht aus einer Führungshülse größeren Durchmessers, die eine Mittenbohrung aufweist, wobei in diese Mittenbohrung ein Grundkörper in axialer Richtung einschiebbar ist, der in der Mittenbohrung festlegbar ist und ferner ist am Grundkörper eine Messernut angeordnet, in der das zu verankernde Messer aufgenommen ist und dort eine Schwenklagerung im Grundkörper bildet.

Bei der gegebenen technischen Lehre ergibt sich der wesentliche Vorteil, dass nun zur Halterung des Messers eine Schwenklagerung zwischen dem Messer und dem Grundkörper vorgeschlagen wird, so dass ein besonders einfaches Auswechseln gegeben ist. Ein solches Auswechseln ist nur dann möglich, wenn der Grundkörper aus der Mittenbohrung der Führungshülse herausgezogen ist. Sobald jedoch der Grundkörper in die Mittenbohrung der Führungshülse eingeschoben wird, zentriert sich das in den Grundkörper eingesetzte Messer an den zugeordneten Anschlagflächen der Mittenbohrung, so dass es gegen Verschiebung und Verdrehung absolut gesichert ist.

Mit dieser technischen Lehre ergibt sich der Vorteil, dass nun auch sehr kleine Entgratwerkzeuge mit Messern für die Entgratung von Bohrungen kleiner als 4 mm leicht auswechselbar sind, weil diese Entgratwerkzeuge sehr einfach auch in miniaturisierter Form hergestellt werden können und deren Messer durch die besagte Schwenkhalterung in Grundkörper und Führungshülse sehr einfach gehalten werden können. Es ergibt sich also damit eine besonders feste und hochlastübertragende Halterung des Messers, denn die vorher zur Montage des Messers vorgesehene Schwenklagerung des Messers am Grundkörper wird dann aufgehoben, wenn der Grundkörper in die Führungshülse eingeschoben und dort festgesetzt wird. Das Messer ist dann sozusagen „bombenfest" in der Mittenbohrung der Führungshülse und kann nicht mehr ohne weiteres herausgezogen werden.

Die Führungshülse kann hierbei aus einem beliebigen Material gebildet sein. Es wird bevorzugt, wenn die Führungshülse aus einem hochfesten Stahl ist. Sie kann jedoch aus einem Kunststoff, Aluminium oder aus einem Verbundmaterial gebildet werden. Wichtig ist nur, dass eine genau dimensionierte Mittenbohrung in der Führungshülse vorhanden ist, in welche möglichst spielfrei der später zu beschreibende Grundkörper eingeschoben wird.

Es wird hierbei bevorzugt, wenn die Mittenbohrung in der Führungshülse durchgehend ausgebildet ist, dass heißt sie durchsetzt die gesamte Führungshülse.

In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung kann es jedoch auch vorgesehen sein, dass die Mittenbohrung als Sackbohrung ausgeführt ist und nicht die hintere Stirnseite der Führungshülse durchsetzt.

Trotzdem wurde ausgeführt, dass in der Führungshülse eine zentrische Mittenbohrung angeordnet ist und der in die Mittenbohrung einschiebbare Grundkörper ebenfalls als Zylinderteil ausgebildet ist, so dass die beiden rundprofilierten Teile radial formschlüssig ineinander greifen und möglichst spielfrei ineinandergeführt sind.

Hierauf ist die Erfindung jedoch nicht beschränkt. Es kann auch vorgesehen sein, dass statt der Mittenbohrung eine elliptische oder eine andersprofilierte Bohrung vorhanden ist und dass der in diese Bohrung einschiebbare Teil des Führungsteils diesem Bohrungsprofil in der Führungshülse angepasst ist, um die beiden Teile wiederum lagenrichtig und möglichst spielfrei und radial formschlüssig ineinanderschieben zu können.

Eine bestimmte Profilierung zwischen den beiden Teilen hat den Vorteil, dass die beiden Teile nur in einer bestimmten Drehlage ineinandergeschoben werden können.

Ebenso ist es nicht lösungsnotwendig, dass die zentrale Mittenbohrung zentrisch in der Führungshülse angeordnet ist, sie kann auch exzentrisch zur Längsachse der Führungshülse ausgerichtet sein. Die exzentrische Anordnung der Aufnahmebohrung hat den Vorteil, das in dieser Aufnahmebohrung nun unterschiedliche Grundkörper auswechselbar eingesetzt werden können, so dass unterschiedliche Grundkörper mit unterschiedlichen Messern auswechselbar in der Führungshülse eingeführt sind.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert, die mehrere Ausführungswege darstellen. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere Merkmale, Anwendungen und Vorteile der Erfindung hervor.

Es zeigen:

1: Schnitt durch eine erste Ausführungsform eines Entgratwerkzeugs im montierten Zustand;

2: Schnitt durch die Ausführung nach 1 mit herausgezogenem Messerhalter und Messer;

3: das Entgratwerkzeug nach 1 in perspektivischer Ansicht;

4: das Entgratwerkzeug nach 2 in perspektivischer Ansicht;

5: eine gegenüber der ersten Ausführungsform nach den 1-4 abgewandelte zweite Ausführungsform.

In dem ersten Ausführungsbeispiel nach den 1 bis 4 ist eine zylindrische Führungshülse 1 vorgesehen, die eine durchgehende zentrische Mittenbohrung 5 aufweist. Die Mittenbohrung 5 wird im hinteren Ende durch eine Querbohrung 2 durchsetzt, welche von einem Stift 6 ausgefüllt ist und ferner ist im vorderen Bereich eine querverlaufende Gewindebohrung 3 vorhanden, in die eine Senkkopfschraube 4 eingeschraubt ist.

Das vordere Ende der Führungshülse 1 wird durch einen schrägen und einen abgestuften Ansatz 8 gebildet, der werkstoffeinstückig mit dem Material der Führungshülse 1 ausgebildet ist. Dieser abgestufte Ansatz 8 weist einen Querschnitt verringerten Durchmessers auf.

In die Mittenbohrung 5 greift nun axial verschiebbar und feststellbar ein Grundkörper 7 ein, der im wesentlichen aus einem Führungsteil 9 besteht, welches einen größeren Durchmesser aufweist und welches von einer axialen Messernut 12 durchsetzt ist. Werkstoffeinstückig an dieses Führungsteil 9 schließt sich der Messerhalter 10 an, der ebenfalls von der Messernut 12 durchsetzt ist. Die Messernut 12 erstreckt sich also durch das Führungsteil 9 hindurch, ebenso durch den Messerhalter 10 und endet vor einem Halterkopf 21, der eine stabilisierende Spitze für den gesamten Messerhalter 10 bildet, um zu vermeiden, dass entsprechende Kräfte die Messernut 12 auseinander spreizen.

Wichtig ist nun, dass in der Messernut 12 schwenkbar ein Messer 14 gehalten ist, welches ein Schwenklager mit einem zugeordneten Querstift 19 bildet.

Der Querstift 19 greift durch eine zugeordnete Bohrung 20 in dem Führungsteil 9 hindurch und ist dort verankert. Gleichzeitig greift der Querstift 19 durch eine etwa v-förmig nach außen sich erweiternde Nut 16 im Messer 14 hindurch.

Das Messer 14 besteht im wesentlichen aus einem Führungsteil 15 größerer Breite, welches sich werkstoffeinstückig in einen Messerhals 17 verringerter Breite fortsetzt, an dessen vorderem freie Ende das Schneidteil 18 mit den Schneiden angeordnet ist.

Der Messerhals 17 ist federnd, so dass das Schneidteil 18 sich unter der Federwirkung des Messerhalses 17 an einer nicht näher dargestellten Bohrung anlegt und den Bohrungsrand drehend entgratet.

Zur Auswechslung des Messers 14 wird nun der Grundkörper 7 gemäß 2 und 4 mindestens teilweise aus der Führungshülse 1 herausgezogen, wobei zuvor die Senkkopfschraube 4 gelöst wird, die demzufolge dann nicht mehr in die ringsumlaufende Ringnut 11 im Führungsteil 9 des Grundkörpers 7 eingreift. Der gesamte Grundkörper 7 kann dann mindestens teilweise nach vorne herausgezogen werden, wie dies in 2 und 4 dargestellt ist.

Zur Halterung des Führungsteils 9 in der Mittenbohrung 5 der Führungshülse 1 wird nun der Grundkörper 7 gemäß 1 teilweise in die Mittenbohrung 5 , eingeschoben, so dass der vordere Teil des Messerhalters 10 geringeren Durchmessers noch axial aus der Mittenbohrung 5 ragt und sich damit sich die Montagelage nach 1 und 3 ergibt.

Wichtig hierbei ist, dass nun die Breite des Führungsteils 15 des Messers 14 genau der inneren Weite der Mittenbohrung 5 entspricht, so dass die am Führungsteil 15 des Messers 14 ausgebildeten Anschlagflächen 22 sich formschlüssig an der Innenwandung der Mittenbohrung 5 in der Führungshülse 1 anlegen. Damit ist das Messer 14 absolut gegen Verkippen und Verschieben durch diese einfache Halterung gesichert.

Dies ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem Stand der Technik, denn beim Stand der Technik musste das Messer noch zusätzlich durch einen entsprechenden Anschlag und einer daran anliegenden Schraube gegen Verkippen gesichert werden.

Mit der erfindungsgemäßen Lösung reicht es jedoch aus, das Messer 14 in die Mittenbohrung 5 der Führungshülse 1 einzuziehen, wobei das Messer 14 in dem Messerhalter 10 schwenkbar gehalten ist. Die Schwenklagerung wird damit in der Montagelage nach den 1 und 3 aufgehoben. Sie wirkt nur dann wenn das Messer nach den 2 und 4 ausgewechselt werden muss.

Aus der Darstellung in 2 und 4 ergibt sich die besonders leichte Auswechselbarkeit, denn es ist ohne weiteres möglich, dass beim Herausziehen des Grundkörpers 7 aus der Führungshülse 1 das Messer 14 nach unten herausfällt, wozu auch die konisch sich erweiternde Nut 16 hilft.

Die lichte Weite am Boden der Nut 16 ist so bemessen, dass der hierzu querverlaufende Querstift 19 formschlüssig und spielfrei aufgenommen wird. Damit ist sichergestellt, dass das Messer 14 sich nicht im Bereich der Nut 16 in axialer Richtung verschieben kann.

In der Montagelage des Grundkörpers 7 in der Führungshülse 1 greift somit die Senkkopfschraube 4 mit ihrem bolzenseitigen Ansatz formschlüssig in die ringsumlaufende Ringnut 11 ein, so dass der Grundkörper 7 damit einwandfrei in der Führungshülse 1 festgesetzt ist.

Nachdem die Ringnut 11 ringsumlaufend ausgebildet ist, kommt es nicht darauf an, dass eine genaue Drehlage zwischen dem Grundkörper 7 und der Führungshülse 1 eingehalten wird.

In manchen Anwendungsfällen ist es jedoch erwünscht eine genaue Orientierung der Drehlage zwischen dem Grundkörper 7 und der Führungshülse 1 zu erreichen. Zu diesem Zweck ist in 2 angedeutet, dass das rückwärtige Ende des Führungsteils 9 im Grundkörper 7 eine Quernut 23 aufweisen kann und diese Quernut übergreift dann den Stift 6 zumindest teilweise, sodas damit eine einwandfreie Drehpositionierung (Dreharretierung) gegeben ist.

Außerdem kann mit diesem Eingreifen der Quernut 23 an dem Stift 6 auch die Einschubtiefe genau festgelegt werden. Ragt der Grundkörper 7 noch aus der Führungshülse 1 hervor, dann ist für den Benutzer erkennbar, dass die Quernut 23 nicht den Stift 6 umgreift und damit eine falsche Lagenarretierung vorliegt. Damit kann er auch die Senkkopfschraube 4 nicht in die Ringnut 11 einschrauben.

Die 5 zeigt als andere Ausführungsform eine Dreharretierung zwischen dem Grundkörper 7 der Führungshülse 1, dass an der Führungshülse 1 eine Längsnut 13 vorgesehen kann, in welche eine Maden- oder Zylinderschraube 4a eingreifen kann. Greift die Maden- oder Zylinderschraube 4a in diese Längsnut 13 ein, dann ist damit der Grundkörper 7 einwandfrei in der Führungshülse 1 dreharretiert und in axialer Richtung gesichert. Sobald jedoch die Madenschraube 4a gelöst wird, kommt deren bolzenseitiges Ende außer Eingriff mit der Längsnut 13 und der Grundkörper 7 kann nun wiederum in Pfeilrichtung 24 aus der Führungshülse 1 herausgezogen werden.

In der Arbeitsstellung ist das Schneidteil 18 in den Pfeilrichtungen 25 federnd verschwenkbar und zwar gegen die Federkraft des Messerhalses 17. Die Schneiden an dem Schneidteil 18 legen sich damit an den Bohrungsrand der zu entgratenden Bohrung drehend an und führt die Entgrataktion durch.

Das Schneidteil 18 ist also in den Pfeilrichtungen 25 federnd verschwenkbar.

Die besagte Drehlagerung des Messers 14 mit einer einfachen Nut 16 und einem quer dazu verlaufenden Querstift 19 führt dazu, dass das Messer 14 besonders einfach ausgebildet werden kann. Es bedarf keiner weiteren Vorsprünge oder Halterungen oder dergleichen mehr, um das Messer 14 noch zusätzlich gegen Verkippen zu sichern. Die Verkippungssicherung wird durch Einziehen des Grundkörpers 7 in die Mittenbohrung 5 der Führungshülse 1 gewährleistet.

Nachdem die Messernut 12 durchgehend ausgebildet ist, ergibt sich damit der Vorteil, dass das zu halternde Messer 14 sowohl von der Unterseite her in die Messernut 12 eingesetzt werden kann, aber auch – in der um 180° gedrehten Lage von oben her in die Messernut 12 eingeführt und dort gehalten werden kann.

1Führungshülse 2Querbohrung 3Gewindebohrung 4Senkkopfschraube 4a 5Mittenbohrung 6Stift 7Grundkörper 8Ansatz 9Führungsteil 10Messerhalter 11Ringnut 12Messernut 13Längsnut 14Messer 15Führungsteil 16Nut 17Messerhals 18Scheidteil 19Querstift 20Bohrung 21Halterkopf 22Anschlagfläche 23Quernut 24Pfeilrichtung 25Pfeilrichtungen

Anspruch[de]
  1. Entgratwerkzeug mit Messerschnellwechsler, aus mindestens zwei lösbar miteinander verbindbaren Teilen (1, 7, 14), dadurch gekennzeichnet, dass das Entgratwerkzeug eine Führungshülse (1) aufweist mit mindestens einer Aufnahmeöffnung (5), in welche ein Grundkörper (7) mit Messernut (12) und darin befindlichem Messer (14) einschiebbar ist und die Führungshülse (1), der Grundkörper (7) und das Messer (14) unmittelbar oder mittelbar wiederholt lösbar derart miteinander verbindbar sind, dass im Benutzungszustand mindestens ein Schneidteil (18) des Messers (14) aus der Führungshülse (1) heraus ragt.
  2. Entgratwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Festlegung des Grundkörpers (7) und des Messers (14) in der Aufnahmeöffnung (5) der Führungshülse (1) durch eine in radialer Richtung wirkende formschlüssige spielfreie Anlage der Anschlagflächen (22) und durch eine in axialer Richtung wirkende spielfreie Anlage von Anlageflächen zwischen Führungshülse (1) und Grundkörper (7) und Messer (14) bewerkstelligt wird.
  3. Entgratwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (7) an der Führungshülse (1) festlegbar ist und das Messer (14) mit seinem Führungsteil (15) an einem Führungsteil (9) des Grundkörpers (7) festlegbar ist.
  4. Entgratwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsteil (15) des Messers (14) am Führungsteil (9) des Grundkörpers (7) über einen Stift (19) festlegbar ist, der die axiale Sicherung des Messers (14) bewirkt.
  5. Entgratwerkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (19) quer zur Längsachse des Messers (14) verläuft.
  6. Entgratwerkzeug nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (19) spielfrei durch eine Bohrung (20) im Führungsteil (9) des Grundkörpers (7) in eine geschlossene Öffnung oder eine einseitig offene Nut (16) im Führungsteil (15) des Messers (14) eingreift und dort spielfrei anliegt.
  7. Entgratwerkzeug nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Aufnahmeöffnung (5) axial zur Längsachse der Führungshülse (1) verläuft.
  8. Entgratwerkzeug nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmebohrung (5) der Führungshülse (1) vollkommen die Führungshülse (1) durchdringt.
  9. Entgratwerkzeug nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine einzige Aufnahmeöffnung (5) vorgesehen ist, die zentral zur Längsachse der Führungshülse (1) verläuft.
  10. Entgratwerkzeug nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Messernut (12) axial zur Längsachse des Grundkörpers (7) verläuft und das Messer (14) in der Messernut (12) mit seitlichem/radialem Spiel quer zur Längsachse des Grundkörpers (7) aufgenommen ist.
  11. Entgratwerkzeug nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Messernut (12) den Grundkörper (7) radial vollständig durchsetzt, axial aber an den jeweiligen Enden des Grundkörpers (7) zum einen das geschlossene Führungsteil (9) vorgesehen ist und zum anderen am vorderen freien Ende des Grundkörpers (7) ein geschlossener Haltekopf (21) vorgesehen ist, der einen Abstand zur Spitze des Messers (14) einnimmt.
  12. Entgratwerkzeug nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorderer freier Messerhals (17) des Messers (14) mit dem daran befindlichen Schneidteil (18) im Wesentlichen in Querrichtung (25) zur Längsachse der Aufnahmeöffnung (5) um den Einspannbereich des Führungsteils (15) in der Aufnahmeöffnung (5) und/oder am Grundkörper (7) elastisch federn kann.
  13. Entgratwerkzeug nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (7) mit seinem Führungsteil (9) über eine Stift-Nut-Verbindung (4, 11; 4a, 13) in der Führungshülse (1) festgelegt ist.
  14. Entgratwerkzeug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Stift-Nut-Verbindung (4, 11; 4a, 13) über einen radial von außen in die Führungshülse (1) eingebrachten Stift (4; 4a) erfolgt, der in eine ringsumlaufende Nut (11) oder eine axiale Nut (13) eingreift.
  15. Entgratwerkzeug nach Anspruch 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmebohrung (5) durch eine Querbohrung (2) durchdrungen ist, in der ein Positionierstift (6) eingebracht ist, und die hintere Stirnseite des Führungsteils (9) des Grundkörpers (7) eine Quernut (23) besitzt, die zusammen mit dem Positionierstift (6) als Einschub- und Dreh-Positionserkennung für den Grundkörper (7) dient.
  16. Entgratwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein einziger Stift (nicht dargestellt) die axialen Sicherungen zwischen Führungshülse (1) und Grundkörper (7) und zwischen Grundkörper (7) und Messer (14) herstellt, indem er nach Einführen des Grundkörper (7) in die Führungshülse (1) von außen her durch die Bohrung (3) in der Führungshülse (1) in die Messernut (12) des Messerhalters (10) des Grundkörpers (7) und die Nut (16) des Messers (14) einführbar ist oder aber indem er von außen her durch die Bohrung (3) in der Führungshülse (1) in die Bohrung (20) des Führungsteils (9) des Grundkörpers (7). einführbar ist.
  17. Entgratwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Entgratwerkzeug aus mindestens drei lösbar miteinander verbindbaren Teilen (1, 7, 14) besteht, nämlich einer Führungshülse (1) mit mindestens einer Ausnehmung (5), mindestens einem Grundkörper (7), und mindestens einem Messer (14), wobei das Messer (14) in einer axialen Messernut (12) im Grundkörper (7) über mindestens ein erstes Befestigungselement (19) spielfrei formschlüssig gegen axiales Verschieben festlegbar ist, und wobei der Grundkörper (7) in der Ausnehmung (5) der Führungshülse (1) über mindestens ein zweites Befestigungselement (4, 4a) spielfrei formschlüssig und/oder kraftschlüssig gegen axiales und radiales/queraxiales Verschieben und gegen Verdrehen festlegbar ist, so dass in Betriebsstellung des Entgratwerkzeugs der Grundkörper (7) mit dem Messer (14) so weit in die Ausnehmung (5) der Führungshülse (1) eingeschoben ist, dass das Messer (14) über Anschlagflächen (22) eines ersten Messerteils (15) spielfrei formschlüssig gegen radiales/queraxiales Verschieben und gegen Verkippen in der Ausnehmung (5) der Führungshülse (1) festgelegt ist und ein zweites elastisch federndes Messerteil (17) mit Schneidteil (18), das sich innerhalb der axialen Messernut (12) befindet, von der Führungshülse (1) weg ragt.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com