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Dokumentenidentifikation DE202004016904U1 24.02.2005
Titel Schallbehandlungsvorrichtung
Anmelder Richard Wolf GmbH, 75438 Knittlingen, DE
Vertreter T. Wilcken und Kollegen, 23554 Lübeck
DE-Aktenzeichen 202004016904
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.02.2005
Registration date 20.01.2005
Application date from patent application 03.11.2004
IPC-Hauptklasse A61B 17/225
IPC-Nebenklasse A61B 8/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schallbehandlungsvorrichtung mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.

Schallbehandlungsvorrichtungen, wie sie beispielsweise bei der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie eingesetzt werden, weisen neben einem Therapiewandler als Stoßwellenquelle einen Ortungswandler auf, mit dem das zu behandelnde Zielobjekt geortet wird. Elektronische Ortungswandler, insbesondere piezoelektrische Ortungswandler müssen vor dem Stoßwellenfeld des Therapiewandlers sowie vor einer möglichen Reflexion dieses Stoßwellenfeldes geschützt werden, da am Ortungswandler angeordnete Piezokristalle durch eine mechanische Beanspruchung leicht irreparabel zerstört werden.

Eine Vorrichtung zum Schutz des Ortungswandlers wird in der EP 0 441 997 B1 beschrieben. In dieser schützt eine Schutzvorrichtung für einen Ultraschalltransducer mit Hilfe luftgefüllter Schläuche oder andersartig starrer Hohlräume Schaftbereiche des Ultraschalltransducers. Dabei wird der Kopf des Ultraschalltransducers aber nicht vor reflektierten Stoßwellen abgeschirmt.

In der DE 196 41 935 C1 wird ein Schalltherapiegerät mit einem Scanner beschrieben, wobei an der dem Fokusort abgewandten Rückseite des Scanners ein mechanischer Schutz gegen die Einwirkung der Therapiewellen vorgesehen ist. Als Schutz ist hier eine Kombination aus geschlossenporigem Schaum und einer Metall- oder Kunststoffplatte vorgesehen. Die Frontseite des Scanners ist bei diesem Schalltherapiegerät ungeschützt einem reflektierten Stoßwellenfeld ausgesetzt.

Auch ein aus der DE 101 63 019 A1 bekannter Ultraschall-Scanner weist eine Schutzvorrichtung auf, die einen Ultraschalltransducer vor Stoßwellen abschirmen soll. Die Vorrichtung weist eine aus einem kavitationsverhindernden Material bestehende Abschirmung auf, die in Form eines geschlossenporigen Schaums, eines Schlauches, eines Trägermaterials mit eingebetteten Hohlkörpern oder in einer einen Hohlraum umschließenden starren Kapselung, in der ein gasförmiges Medium eingeschlossen ist, gebildet sein kann. Die Schutzvorrichtung ist derart beweglich ausgebildet, dass die Abschirmung von einer den Ultraschalltransducer nicht abschirmenden Stellung in eine die Stirnfläche des Transducers abschirmende Stellung verschwenkbar ist. Bei dieser Anordnung kann die Abschirmung in ihrer den Ultraschalltransducer nicht abschirmenden Position das Stoßwellenfeld aufgrund der dort verursachten Schattenbildung negativ beeinflussen.

Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Schallbehandlungsvorrichtung zu schaffen, die sowohl zur Ultraschalldiagnostik als auch zur Ultraschalltherapie verwendet werden kann und die die oben genannten Nachteile nicht aufweist.

Diese Aufgabe wird durch eine Schallbehandlungsvorrichtung mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung.

Die erfindungsgemäße Schallbehandlungsvorrichtung, insbesondere Ultraschallbehandlungsvorrichtung weist einen Therapiewandler zur Stoßwellentherapie und einen Ortungswandler zur Diagnostik auf. Zum Schutz des Ortungswandlers vor den von dem Therapiewandler ausgesandten Stoßwellen bzw. vor Reflexionen dieser Stoßwellen ist ein Hohlraum vorgesehen, der den Ortungswandler vor diesen Schallwellen abschirmt. Um eine für Schallwellen nur schwer durchdringbare Abschirmung zu bilden, wird der Hohlraum mit einem schallisolierenden Medium gefüllt oder evakuiert. Der Hohlraum ist vorzugsweise so ausgebildet, dass die an dem Ortungswandler angeordneten Piezokristalle und andere schallempfindliche Bauteile von dem vom Therapiewandler ausgesandten Stoßwellenfeld weitestgehend abgeschirmt werden.

Des Weiteren sind Mittel zum Füllen und Entleeren des Hohlraumes vorgesehen. Diese Mittel ermöglichen es, dass der Hohlraum des Ortungswandlers zum Abschirmen mit einem schallisolierenden Medium befüllt oder evakuiert wird. Ferner kann hiermit zum Aufheben der Abschirmung ein in dem Hohlraum befindliches schallisolierendes Medium abgesaugt werden und ggf. durch ein schallleitendes Medium ersetzt werden. So ist es bei der erfindungsgemäßen Schallbehandlungsvorrichtung möglich, in schneller Folge von einer therapeutischen Anwendung, bei der der Ortungswandler vor dem von dem Therapiewandler ausgesandten Stoßwellenfeld abzuschirmen ist, auf eine diagnostische Anwendung, bei dem die Abschirmung des Ortungswandlers aufzuheben ist, zu wechseln, ohne dass die Abschirmung des Ortungswandlers mechanisch von einer abschirmenden Stellung in eine nicht abschirmenden Stellung bewegt werden müsste.

In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist der Hohlraum starr ausgebildet und zum Zwecke des Ortens mit einer Flüssigkeit befüllbar und zum Zwecke des Abschirmens mit einem Gas befüllbar oder evakuierbar. Der starr ausgebildete Hohlraum bildet ein definiertes Volumen, das zweckmäßigerweise so groß gewählt ist, dass es, befüllt mit einer Flüssigkeit, das Orten durch den Ortungswandler nicht behindert und mit einem Gas befüllt oder evakuiert, den Ortungswandler vor einem von dem Therapiewandler ausgesandten Stoßwellenfeld abschirmt. Die äußere Form des Hohlraums ist so ausgebildet, dass alle zu schützenden Bereiche des Ortungswandlers von dem Hohlraum abgeschirmt werden, der Hohlraum dabei aber keine übermäßige Schattenwirkung auf das während des Therapierens von dem Therapiewandler ausgesandte Stoßwellenfeld ausübt.

Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schallbehandlungsvorrichtung sieht vor, dass der Hohlraum in seinem Volumen veränderbar ist und zum Zwecke des Abschirmens mit einem Gas befällt wird und zum Zwecke des Ortens evakuiert wird. Die Zufuhr eines Gases, vorzugsweise Luft, in den Hohlraum führt bei dieser Ausbildung zu einer Volumenvergrößerung des Hohlraums, so dass sich, vorzugsweise um den gesamten zu schützenden Bereich des Ortungswandlers, eine ausreichend groß dimensionierte Schallisolierung während der Anwendung des Therapiewandlers bildet. Zu Ortungszwecken ist es vorgesehen, dass das Gas, da es die Ausbreitung der von dem Ortungswandler ausgesandten Ultraschallwellen verhindert, wieder aus dem Hohlraum abgesaugt wird: Die Evakuierung des Hohlraums führt gleichzeitig zu einer Volumenreduzierung des Hohlraums soweit, bis der Hohlraum die von dem Ortungswandler ausgesandten Schallwellen nicht mehr behindert. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass ein Befüllen des Hohlraums mit einem schallleitenden Medium zu Ortungszwecken nicht erforderlich ist, also eine besonders schnelle und einfache Handhabung ermöglicht.

Der Therapiewandler der erfindungsgemäßen Schallbehandlungsvorrichtung ist vorteilhaft kalottenförmig ausgebildet. Die Kalottenform bewirkt eine Fokussierung der von dem Therapiewandler ausgesandten Schallwellen. Die Kalotte des Therapiewandlers und eine an der offenen Seite der Kalotte angeordnete Membran bilden mit einem flüssigen Medium gefüllt eine schallleitende Vorlaufstrecke zwischen dem Therapiewandler und dem Körper des Patienten, in welcher der abschirmende Hohlraum gebildet wird.

Zumindest abschnittsweise ist in der Vorlaufstrecke des Therapiewandlers der Ortungswandler angeordnet. Dieser durchsetzt vorzugsweise die Wandlerkalotte, bevorzugt im Zentrum der Kalotte. So sind der Therapiewandler und der Ortungswandler platzsparend in einer Vorrichtung vereint, wobei der Ortungswandler die guten Schallleitungseigenschaften der Vorlaufstrecke des Therapiewandlers nutzt. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform durchsetzt der Ortungswandler die Kalotte des Therapiewandlers zentral und ist so ausgerichtet, dass seine Längsachse mit der Schallausdehnungsrichtung des Therapiewandlers übereinstimmt. Dies ist für die exakte Ortung eines zu therapierendes Körperteils, insbesondere des Konkrements von besonderem Vorteil. Der abschirmende Hohlraum ist am distalen Ende des Ortungswandlers vorgesehen. Da am distalen Ende bzw. Kopf des Ortungswandlers die piezoelektrischen Elemente des Ortungswandlers angeordnet sind, werden diese empfindlichen Bauteile von dem Hohlraum bedeckt und geschützt.

Vorteilhaft weist der Ortungswandler eine den Ortungswandler zumindest abschnittsweise umhüllende elastische Ummantelung auf. Diese liegt in einer Arbeitsstellung, d. h. bei aktiviertem Ortungswandler an diesem an und ist in einer Abschirmstellung, d. h. bei aktiviertem Therapiewandler unter Bildung des Hohlraums von dem Ortungswandler zumindest abschnittsweise beabstandet. Die elastische Ummantelung ist an dem Ortungswandler so angeordnet, dass sie die distale Stirnfläche sowie den sich daran anschließenden Umfangsbereich des Ortungswandlers bedeckt. Durch Einfüllen eines schallisolierenden Mediums zwischen dem Ortungswandler und der Ummantelung, bildet die Ummantelung aufgrund ihrer elastischen Eigenschaften einen mit dem schallisolierenden Medium gefüllten Hohlraum, welcher den Ortungswandler bei aktiviertem Therapiewandler vor dessen reflektierten Schallwellen abschirmt. Vor Aktivierung des Ortungswandlers wird das schallisolierende Medium aus dem Hohlraum zwischen der Ummantelung und dem Ortungswandler abgesaugt. Das Volumen des Hohlraums verringert sich, bis die elastische Ummantelung eng an dem Ortungswandler anliegt und die Ummantelung und der Ortungswandler eine schallleitende Verbindung bilden. Zur Diagnose kann der Ortungswandler dann aktiviert werden, wobei dessen Schallwellen durch die anliegende Ummantelung praktisch nicht beeinträchtigt werden. Zweckmäßigerweise ist die Ummantelung aus einem gasdichten Material ausgebildet.

Der Hohlraum an dem ummantelten Abschnitt des Ortungswandlers ist zum Befüllen und Evakuieren zweckmäßigerweise über eine Versorgungsleitung mit einer Versorgungseinrichtung leitungsverbunden. Auf diese Weise kann zum Abschirmen des Ortungswandlers der Hohlraum mit einem schallisolierenden Medium gefüllt werden, wobei das schallisolierende Medium außerhalb der Schallbehandlungsvorrichtung gelagert bzw. im Falle von Luft einfach aus der Umgebung angesaugt werden kann.

Die Versorgungsleitung ist im Wesentlichen parallel zur Längsausdehnung des Ortungswandlers, vorzugsweise innerhalb des den Ortungswandler aufnehmenden Gehäuses angeordnet. Diese Anordnung gewährleistet, dass die Versorgungsleitung das von dem Therapiewandler ausgesandte Stoßwellenfeld nicht beeinträchtigt.

Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Versorgungseinrichtung zum Befüllen und Evakuieren des Hohlraums eine Pumpe aufweist, welche sowohl eingangs- als auch ausgangsseitig über die Versorgungsleitung mit dem Hohlraum leitungsverbunden ist. Über einen eingangs der Pumpe angeordneten Anschluss der Versorgungsleitung ist das schallisolierende Medium aus dem Hohlraum absaugbar und über einen ausgangs der Pumpe angeordneten Anschluss der Versorgungsleitung einfüllbar. Somit wird nur eine Pumpe sowohl zum Befüllen des Hohlraums als auch zum Absaugen des schallisolierenden Mediums benötigt.

An der Versorgungseinrichtung sind vorteilhaft sowohl eingangs- als ausgangsseitig der Pumpe steuerbare Ventile angeordnet. Diese sind mittels einer Steuerung schaltbar. Vorzugsweise ist eines der Ventile in der Leitungsverbindung zwischen dem Hohlraum und dem ansaugseitigen Eingang der Pumpe, das andere zwischen dem druckseitigen Ausgang der Pumpe und dem Hohlraum in der Leitungsverbindung angeordnet. Bevorzugt ist das vor dem ansaugseitigen Eingang der Pumpe angeordnete Ventil so ausgebildet, dass es in einer ersten Stellung das Absaugen des schallisolierenden Mediums aus dem Hohlraum und in einer zweiten Stellung das Ansaugen eines schallisolierenden Mediums aus einem Speicher bzw. der Umgebung ermöglicht. Das hinter dem druckseitigen Ausgang der Pumpe angeordnete Ventil ist vorzugsweise so ausgebildet, dass es in einer ersten Stellung die Versorgungsleitung zwischen der Pumpe und dem Hohlraum freigibt und in einer zweiten Stellung den Pumpenausgang mit dem Speicher bzw. der Umgebung leitungsverbindet. Die Steuerung ermöglicht ein Schalten der Ventile dergestalt, dass ein schallisolierendes Medium aus einem Speicher oder der Umgebung in den Hohlraum gepumpt werden kann oder das schallisolierende Medium aus dem Hohlraum in den Speicher oder an die Umgebung abgelassen werden kann.

Bevorzugt sind bei der erfindungsgemäßen Schallbehandlungsvorrichtung Mittel zum Einbringen einer Koppelflüssigkeit zwischen dem Ortungswandler und der Ummantelung innerhalb des Hohlraums vorgesehen. Durch das Einleiten der Koppelflüssigkeit kann zwischen dem Ortungswandler und der Ummantelung auch dann eine schallleitende Verbindung aufgebaut werden, wenn sich die flexible Ummantelung nicht vollständig formschlüssig an den Ortungswandler angelegt hat, da die in diesem Fall eventuell vorhandenen Einschlüsse eines schallisolierenden Mediums, beispielsweise Luftblasen, von der schallleitenden Koppelflüssigkeit verdrängt werden. Der Einsatz der erfindungsgemäßen Schallbehandlungsvorrichtung ist nicht auf die Stoßwellenbehandlung beschränkt, sondern umfasst auch andere Schallbehandlungen.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigen:

1 eine Prinzipskizze der erfindungsgemäßen Schallbehandlungsvorrichtung im Längsschnitt mit einer daran angeschlossenen Versorgungseinrichtung,

2 eine Schnittansicht der Schallbehandlungsvorrichtung gemäß 1 bei aktivem Ortungswandler.

3 eine Schnittsansicht der in 1 dargestellten Schallbehandlungsvorrichtung bei aktivem Therapiewandler und Die erfindungsgemäße Schallbehandlungsvorrichtung 2 weist einen kalottenförmigen Therapiewandler 4 auf, wobei an der Innen- und Außenseite der Kalotte 6 des Therapiewandlers 4 eine Vielzahl von piezoelektrischen Elementen zur Erzeugung von fokussierten Schallwellen angeordnet sind. Die piezoelektrischen Elemente sind in den Figuren nicht dargestellt. An der konkaven Seite der Kalotte 6 ist über deren gesamten Umfang eine Membran 8 angebunden. Diese Membran 8 und die Kalotte 6 bilden einen Raum 10, der, gefüllt mit einer Koppelflüssigkeit, einen Teil der Vorlaufstrecke des Therapiewandlers 4 bildet.

Im Zentrum der Kalotte 6 ist ein diese durchsetzender tubusförmige Schaft 12 eines Ortungswandlers 14 derart geführt, dass sein distales Ende in den mit der Koppelflüssigkeit gefüllten Raum 10 des Therapiewandlers 4 hineinreicht. Das distale Ende des Ortungswandlers 14 weist eine gewölbte Stirnfläche 16 auf. An dieser Stirnfläche 16 ist ebenfalls eine Vielzahl von in den Figuren nicht dargestellten piezoelektrischen Elementen angeordnet, mit denen ein zum Orten erforderliches Ultraschallfeld 34 erzeugt wird.

Die 1 und 3 zeigen die Schallbehandlungsvorrichtung 2 während der Therapiewandler 4 ein Stoßwellenfeld 18 aussendet, welches durch die Form der Kalotte 6 und die Form des davor angeordneten Raums 10 so gebündelt wird, dass sich die Stoßwellen in einen Fokusbereich A, der sich bei Anliegen der Membran 8 am Körper des Patienten im Inneren dieses Körpers befindet, sammeln. Der Ortungswandler 14 ist so angeordnet, dass seine Längsachse B direkt durch den Fokusbereich A verläuft. Diese Anordnung ermöglicht es, dass das Therapieergebnis mit Hilfe des Ortungswandlers 14 besonders gut beobachtet werden kann.

Zum Schutz der an der Stirnfläche 16 des Ortungswandlers 14 angeordneten Piezokristalle vor Drücken und Kavitationswirkungen des von dem Therapiewandler 4 ausgesandten Stoßwellenfeldes 18 ist eine Haube 20 vorgesehen. Diese besteht aus einem flexiblen und gasundurchlässigen Material. Die Haube 20 ist so an dem Ortungswandler 14 angeordnet, dass sie die Stirnfläche 16 und einen sich daran anschließenden Umfangsabschnitt des Schaftes 12 umhüllt und gasdicht über den gesamten Umfang an dem Schaft 12 des Ortungswandlers 14 angebunden ist. Dabei bildet die Haube 20 und der Ortungswandler 14 einen Raum 22, der mit einem schallisolierenden Medium, typischerweise mit Luft, befüllt ist.

Der zwischen der Haube 20 und dem Ortungswandler 14 angeordnete Raum 22, der mit dem schallisolierenden Medium gefüllt ist, schirmt die an der Stirnfläche 16 des Ortungswandlers 14 angeordneten piezoelektrischen Bauteile vor dem Stoßwellenfeld 18 bzw. vor Reflexionen dieses Stoßwellenfeldes 18 des Therapiewandlers 4 ab. Da sich der schallisolierende Raum 22 direkt an die Stirnfläche 16 des Ortungswandlers 14 anschließt und sich im Wesentlichen in Richtung dessen Längsachse B erstreckt, übt er keine nennenswerte Abschattung auf das Stoßwellenfeld 18 des Therapiewandlers 4 aus, so dass das Stoßwellenfeld 18 durch die Abschirmung des Ortungswandlers 14 praktisch nicht beeinflusst wird.

Zum Zuführen des schallisolierenden Mediums in den Raum 22 weist die erfindungsgemäße Schallbehandlungsvorrichtung 2 eine Versorgungsleitung 24 auf. Diese mündet im Bereich des sich proximalseitig an die Stirnfläche 16 anschließenden Umfangsabschnitt des Schaftes 12 in den Raum 22 zwischen der Haube 20 und dem Ortungswandler 14 und ist an einer Versorgungseinrichtung 26 angebunden, die in 1 dargestellt ist. Die Versorgungsleitung 24 wird distalseitig der Kalotte 6 des Therapiewandlers 4 parallel zur Längsausdehnung des Schaftes 12 des Ortungswandlers 14 nahe dessen Umfangsfläche geführt.

Die Versorgungseinrichtung 26 weist eine Pumpe 28 auf, die eingangsseitig und ausgangsseitig mit der Versorgungsleitung 24 verbunden ist. Eingangsseitig der Pumpe 28 ist ein elektrisch steuerbares 3/2-Wegeventil 30 in der Versorgungsleitung 24 angeordnet. Auch ausgangsseitig der Pumpe 28 ist in der Versorgungsleitung 24 ein weiteres 3/2-Wegeventil 32 vorgesehen.

Zum Befüllen des Raums 22 zwischen der Haube 20 und dem Ortungswandler 14 mit Luft wird das 3/2-Wegeventil 30 von einer in den Figuren nicht dargestellten Steuerung so geschaltet, dass es die Verbindung zwischen dem Raum 22 und der Pumpe 28 an der Versorgungsleitung 24 eingangsseitig der Pumpe 28 versperrt und einen Lufteinlass zur Umgebung freigibt, über den die Pumpe 28 Luft ansaugt. Das 3/2-Wegeventil 32 wird dann von der Steuerung so geschaltet, dass es die Versorgungsleitung 24 von der Pumpe 28 hin zum Raum 22 freigibt, so dass die angesaugte Luft durch die Versorgungsleitung 24 in den Raum 22 zwischen der Haube 20 und dem Ortungswandler 14 strömen kann. Die Haube 22 dehnt sich aus und es entsteht eine Abschirmung durch den Raum 22, der die gesamte Stirnfläche 16 sowie den daran angrenzenden Umfangsabschnitt des Ortungswandlers 14 überdeckt.

Über die Versorgungsleitung 24 wird die in dem Raum 22 befindliche Luft auch wieder abgesaugt. Hierzu wird das 3/2-Wegeventil 30 so geschaltet, dass es die Versorgungsleitung 24 zu der Pumpe 28 freigibt. Gleichzeitig wird von der Steuerung das 3/2-Wegeventil 32 so geschaltet, dass die Versorgungsleitung 24 ausgangsseitig der Pumpe 28 gesperrt wird und ein Luftauslass zur Umgebung freigegeben wird. Die Pumpe 28 saugt nun die Luft aus dem in dem Raum 22 zwischen der Haube 20 und dem Ortungswandler 14 ab, die dann über den Auslass an den 3/2-Wegeventil 32 abgelassen wird. Hierdurch verkleinert sich der Raum 22 so weit, dass die Haube 20 schließlich eng an der Stirnfläche 16 des Ortungswandlers 14 sowie an dem sich daran anschließenden Umfangsabschnitt des Schaftes 12 anliegt, ohne dass sich ein schallisolierendes Medium bzw. Luft zwischen Haube 20 und Ortungswandler 14 befindet. Dieser Zustand ist in der 2 dargestellt. In diesem Zustand kann der Ortungswandler 14 aktiviert werden und zu Diagnosezwecken ein Ultraschailwellenfeld 34 aussenden.

2Schallbehandlungsvorrichtung 4Therapiewandler 6Kalotte 8Membran 10Raum 12Schaft 14Ortungswandler 16Stirnfläche 18Stoßwellenfeld 20Haube 22Raum 24Versorgungsleitung 26Versorgungseinrichtung 28Pumpe 303/2-Wegeventil 323/2-Wegeventil 34Ultraschallwellenfeld AFokusbereich BLängsachse

Anspruch[de]
  1. Schallbehandlungsvorrichtung (2), insbesondere Ultraschallbehandlungsvorrichtung, mit einem Therapiewandler (4) und einem Ortungswandler (14), wobei der Ortungswandler (14) mittels eines Hohlraums (22) gegenüber den vom Therapiewandler (4) ausgehenden Schallwellen (18) abschirmbar ist und Mittel (24, 26, 28) zum Füllen und Entleeren des Hohlraums (22) vorgesehen sind.
  2. Schallbehandlungsvorrichtung (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (22) starr ist, und zum Zwecke des Ortens mit einer Flüssigkeit befüllbar ist und zum Zwecke des Abschirmens mit einem Gas befüllbar oder evakuierbar ist.
  3. Schallbehandlungsvorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (22) in seinem Volumen veränderbar ist und zum Zwecke des Abschirmens mit einem Gas befüllbar und zum Zwecke des Ortens evakuierbar ist.
  4. Schallbehandlungsvorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Therapiewandler (4) kalottenförmig ausgebildet ist und der Ortungswandler (14) mindestens abschnittsweise in der Vorlaufstrecke des Therapiewandlers (4) angeordnet ist, vorzugsweise die Wandlerkalotte (6) durchsetzt, und dass der Hohlraum (22) am distalen Ende (16) des Ortungswandlers (14) vorgesehen ist.
  5. Schallbehandlungsvorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ortungswandler (14) eine den Ortungswandler (14) zumindest abschnittsweise umhüllende elastische Ummantelung (20) aufweist, welche in einer Arbeitsstellung am Ortungswandler (14) anliegt und in einer Abschirmstellung unter Bildung des Hohlraums (22) von diesem zumindest abschnittsweise beabstandet ist.
  6. Schallbehandlungsvorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (22) an dem ummantelten Abschnitt (16) des Ortungswandlers (14) zum Befüllen und Evakuieren über eine Versorgungsleitung (24) mit einer Versorgungseinrichtung (26) leitungsverbunden ist, wobei die Versorgungsleitung (24) im Wesentlichen parallel zur Längsausdehnung (B) des Ortungswandlers (14), vorzugsweise innerhalb des den Ortungswandler (14) aufnehmenden Gehäuses, angeordnet ist.
  7. Schallbehandlungsvorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungseinrichtung (26) eine Pumpe (28) aufweist, welche sowohl eingangs- als auch ausgangsseitig über die Versorgungsleitung (24) mit dem Hohlraum (22) leitungsverbunden ist.
  8. Schallbehandlungsvorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Versorgungseinrichtung (26) sowohl eingangs- als auch ausgangsseitig der Pumpe (28) steuerbare Ventile (30, 32) angeordnet sind, welche mittels einer Steuerung schaltbar sind.
  9. Schallbehandlungsvorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Einbringen einer Koppelflüssigkeit zwischen Ortungswandler (14) und Ummantelung (20) innerhalb des Hohlraums (22) vorgesehen sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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