PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202004017050U1 24.02.2005
Titel Einzugstab zur Halterung von Bezugstoffen auf Polstermaterialien
Anmelder OKE Automotive GmbH, 48477 Hörstel, DE
Vertreter Busse & Busse Patentanwälte, 49084 Osnabrück
DE-Aktenzeichen 202004017050
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.02.2005
Registration date 20.01.2005
Application date from patent application 02.11.2004
IPC-Hauptklasse B68G 7/12

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Einzugstab zur Halterung von Bezugstoffen auf Polstermaterialien, insbesondere gepolsterten Autositzen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei bekannten Einzugstäben (DE 89 07 459 U1; EP-A-403 815; EP 0 566 871 B1) wird zur Halterung eines Bezugstoffes von gepolsterten Sitzteilen, insbesondere Autositzen, eine an einem Kunststoff-Profilkörper befindliche Annähfahne genutzt. Dieser zweiteilig aufgebaute Einzugstab wird in das Polstermaterial hineingezogen und an jeweiligen in Form von Haltedrähten und/oder Clipsen ausgebildeten Verbindungsteilen fixiert, so daß der Bezugstoff eine sogenannte Blindnaht bildet. Im Bereich von gebogenen Abheftungen erfordernden Blindnähten sind die Verbindungsteile so angeordnet, daß mehrere als jeweilige Abschnitte bereitgestellte Einzugstäbe einzeln in einer Winkellage zueinander festgelegt werden und damit eine entsprechende Kontur-Verlegung des Bezugstoffes möglich ist. Dabei sind für beispielsweise 90°-U-Konturformen zumindest drei abschnittsweise einzubringende Einzugstäbe notwendig, die jeweils einzeln mit der Annähfahne zu verbinden sind und damit bei aufwendiger Montage hohe Herstellungskosten des gepolsterten Sitzteils verursachen.

Die Erfindung befaßt sich mit dem Problem, einen Einzugstab zur Halterung von Bezugstoffen zu schaffen, der für in Bogenkonturen verlegbare Blindnähte mit geringerem technischen Aufwand anwendbar ist, dabei die Bezugstoffanbindung im Bereich der Annähfahne einfacher sowie schneller herstellbar gestaltet wird und durch variabel einsetzbare Einzugstäbe gleicher Länge deren Vorratshaltung verringerbar ist.

Die Erfindung löst diese Aufgabe mit einem Einzugstab gemäß Anspruch 1. Hinsichtlich weiterer Ausgestaltungen wird auf die Ansprüche 2 bis 16 verwiesen.

Der erfindungsgemäß ausgebildete Einzugstab ist im Bereich seines in Längsrichtung die Annähfahne haltenden Profilkörpers mit zumindest einer definierten Biegezone versehen, die von einer oder mehreren den Querschnitt des stranggezogenen Profilkörpers bereichsweise verringernden Formmulde(n) gebildet ist. Damit kann in vorbestimmten Bearbeitungs- und Montagebereichen das Verformungsverhalten des Einzugstabes insbesondere bei quer zu dessen Längsmittelebene erfolgender Biegebelastung definiert verändert werden.

Der im Vergleich mit bekannten dünnen bzw. mit bohnenförmigen Querschnitt aufweisenden Einzugstäben in seiner Querschnittsfläche vergrößerte Profilkörper mit erfindungsgemäßer Profilierung weist anwendungsspezifisch vorgegebene Bereiche auf, in den die Formmulden nach Art von Einschnürungs-Zonen quer zur Strangrichtung eingebracht werden und diese in der Einbaulage des Einzugsstabes wahlweise als bevorzugte Biegebereiche nutzbar sind.

Dabei kann der Einzugstab bereits vor dem Annähen des Bezugsstoffes, während dem Annähen des Bezugsstoffes oder während der Montage der mit dem Bezugsstoff verbundenen Annähfahne in diesen Biegebereichen so verformt werden, daß die vorgesehene Biege- bzw. Konturrichtung im Bereich der Blindnaht konturgenau und mit geringer Rückfederung erfaßt wird. Der Einzugstab ist dabei auch im Bereich von gebogenen oder kantigen Abheftungen als einteiliges Element verwendbar, so daß ohne Unterbrechung des Nähvorganges eine schnelle Verbindungsherstellung erreicht wird und die Montage insgesamt vereinfacht ist.

Für eine Vielzahl von Anwendungsfällen kann der einstückig bereitgestellte Einzugstab mit geringem Herstellungsaufwand an unterschiedlich konturierte Sitzteile angepaßt werden. Insbesondere ist vorgesehen, die durch einen einfachen und schnellen Prägevorgang erzeugten Formmulden in Längsrichtung des Profilkörpers als Reihe anzuordnen, so daß eine Vielzahl von Formmulden in engem Abstand als Biegestruktur genutzt werden kann. In diesen Biegestrukturen ist eine bereichsweise Anpassung des Einzugstabes an die vorgesehenen Sitzkonturen bzw. die Konturen der jeweiligen Blindnaht durch einfache Handarbeit möglich, beim Annähen des Bezugstoffes sind kurze Bearbeitungszeiten erreichbar und der in definierten Bereichen an die vorgesehene Konturform angepaßte Einzugstab behält diese durch Biegen vorgegebene Form langzeitig bei.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachstehenden Beschreibung, in der mehrere Ausführungsbeispiele des Gegenstands der Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert sind. In der Zeichnung zeigen:

1 eine Draufsicht eines bezogenen Sitzteiles mit den Verbindungsbaugruppen im Bereich einer in einem Schaumstoffteil verlaufenden Blindnaht,

2 eine Schnittdarstellung des Sitzteiles gemäß einer Linie II–II in 1,

3 eine vergrößerte Ausschnittsdarstellung gemäß einer Linie III–III in 2,

4 eine vergrößerte Einzeldarstellung eines in Verbindungsstellung befindlichen Einzugstabes im Bereich polsterseitiger Gegenglieder,

5 eine Prinzipdarstellung des erfindungsgemäßen Einzugstabes in konturierter Einbaulage an jeweiligen Verbindungsbaugruppen,

6 eine Einzeldarstellung des Einzugstabes in Längsansicht als für die Weiterverarbeitung vorgesehenes Halbzeug,

7 eine Schnittdarstellung des Einzugstabes in einer ersten Ausführungsform gemäß einer Linie VII–VII in 6,

8 eine teilweise geschnittene Längsansicht des Einzugstabes gemäß 7,

9 eine Draufsicht des Einzugstabes gemäß 7,

10 eine vergrößerte Ausschnittsdarstellung in 9 im Bereich außenseitiger Formmulden des Einzugstabes,

11 eine Draufsicht ähnlich 9 mit einer zweiten Ausführung des Einzugstabes, wobei dieser im Bereich des Kunststoff-Profilkörpers beidseitige Formmulden aufweist,

12 eine Längsansicht des Einzugstabes mit einer in ihrer Kontur veränderte Formmulden aufweisenden Biegestruktur ähnlich 8,

13 eine Draufsicht ähnlich 11 mit beidseitigen Formmulden, die in Längsrichtung versetzte Biegestrukturen bilden,

14 eine Schnittdarstellung gemäß einer Linie XIV–XIV in dem Einzugstab gemäß 12,

15 eine dritte Ausführung des Einzugstabes in einer Schnittdarstellung ähnlich 14 mit im wesentlichen rechteckigem Kunststoff-Profilkörper,

16 eine Draufsicht des Einzugstabes gemäß 15 mit Formmulden im Seitenflächenbereich und im Bereich der oberen Außenkontur,

17 eine vergrößerte Ausschnittsdarstellung von Formmulden des Profilkörpers gemäß 16,

18 eine Seitenansicht des Einzugstabes mit einer weiteren Ausführung der Formmulden ähnlich 15, und

19 eine Unteransicht des Einzugstabes gemäß 15 mit beidseitigen Formmulden im Bereich jeweiliger Biegestrukturen.

In 1 ist ein insgesamt mit 1 bezeichnetes Sitzteil, insbesondere ein gepolsterter Autositz, in einer Draufsicht dargestellt, wobei eine Aufnahmerinne 2 deutlich wird, die zur Aufnahme eines insgesamt mit 3 bezeichneten und mit dem Bezugstoff verbundenen Einzugstabes vorgesehen ist. In Zusammenschau mit 2 wird deutlich, daß die von Polstermaterial 4 umgebene Aufnahmerinne 2 bodenseitige Verbinder 5 aufweist, an denen der Einzugstab 3 festlegbar ist. Die in 3 und 4 ersichtlichen Verbinder 5 sind in bekannter Ausführung als Clipverbinder o. dgl. ausgebildet, wobei in der gemäß 4 ersichtlichen Ausführung die Halterung des Clipverbinders 6 an einem in die Polsterung 4 integrierten Tragteil 7 deutlich wird.

Ausgehend von der in 4 ersichtlichen, an sich bekannten Konstruktion des Einzugstabes 3, der aus einem als Kunststoff-Strang geformten Profilkörper 8 und einer an diesem festgelegten Annähfahne 9 besteht, ist erfindungsgemäß vorgesehen, sowohl die Verbindung der Annähfahne 9 mit dem Bezugstoff 10 als auch mit geringem Aufwand die Verlegung des Einzugstabes 3 in beispielsweise U-förmig verlaufenden Aufnahmerinnen 2 (5) zu vereinfachen.

Dazu ist der Profilkörper 8 an seinem Außenumfang mit zumindest einer Formmulde 11 versehen, deren Längsmittelebene F quer zur von der Strangrichtung vorgegebenen Längsmittelebene M verläuft (10). Dabei bildet die außenseitig in dem Profilkörper 8 eingeformte Formmulde 11 durch ihre Profiltiefe T (10) einen im wesentlichen quer zur Längsmittelebene M verlaufenden Verbindungssteg 12 ( 9), in dessen Bereich die Querschnittskontur K des Profilkörpers 8 nach Art einer Einschnürung mit verfestigtem Kunststoff-Material definiert verändert ist. Mittels dieser nachfolgend näher beschriebenen Formmulde 11 ist in der Haltestellung des Einzugstabes 3 (2, 5) zumindest ein bevorzugter Biegebereich B definiert, der insbesondere in einem Übergangsbereich der Aufnahmerinne 2' (1) vom geraden Teil 2 in eine 90°-Bogenkontur vorgesehen ist.

In einer denkbaren Ausführung kann der Profilkörper 8 in Richtung seiner Längsmittelebene M mehrere der in größeren Abständen einzeln angeordneten Formmulden 11 aufweisen (nicht dargestellt), so daß zwischen den jeweiligen Biegebereichen B (5) unverformte Zwischenbereiche E verbleiben. Mit diesen Formmulden 11 weist der aus elastischem Kunststoff geformte Profilkörper 8 in den Biegebereichen B jeweilige Zonen verminderter Rückfederung auf, in denen eine bei der Montage bzw. beim Nähvorgang erzeugte Einbau-Kontur ohne Beeinflussung des Bezugstoffes 10 langzeitig erhalten bleibt.

In zweckmäßiger Ausführung ist der Profilkörper 8 zur Bildung dieser Biegebereiche B jeweils abschnittsweise mit mehreren eng beabstandeten Formmulden 11 versehen (6), so daß der Einzugstab 3 für eine einfachere Handhabung und Montage vorgegebene Biegestrukturen hat. Die im Biegebereich B geschaffene Biegestruktur kann dabei in ihrer Länge L weitgehend variabel so gestaltet werden, daß entsprechend dem unterschiedliche Bezugstoffe 10 und/oder Polstermaterialien 4 aufweisende Sitzteil 1 optimale Biegezonen bereitgestellt werden. Die jeweiligen Biegebereiche B sind dabei durch die jeweiligen Zwischenbereiche E beabstandet und in der Ausführung gemäß 6 sind jeweilige unverformte Bereiche E' zu den Enden des als einstückiges Halbzeug bereitgestellten Einzugstabes 3 hin vorgesehen. Der zur Montage bereitgestellte Einzugstab 3 weist dabei insgesamt als einzelner Stab eine Länge S entsprechend der Länge der Aufnahmerinne 2, 2' auf.

Die Seitenansichten von Einzugstäben gemäß 8, 12 und 18 zeigen, daß die Formmulden 11, 11', 11", 11''' jeweils mit im wesentlichen gleicher Querschnittskontur ausgeführt sind. Diese Formmuldenherstellung erfolgt dabei in vorteilhafter Ausführung durch einen Prägevorgang, bei dem in Richtung der Mittellängsebene F der jeweiligen Formmulden 11 ein entsprechend geformtes Prägewerkzeug zur plastischen Umformung des Kunststoff-Materials im Bereich des Profilkörpers 8 genutzt wird. Denkbar ist dabei auch, daß die Formmulden durch ein Teilbereiche des Strangmaterials abtragendes Verfahren erzeugt werden (nicht dargestellt).

In zweckmäßiger Ausführung erfolgt die Herstellung des Profilkörpers 8 durch Extrusion eines im Querschnitt zwei Schenkel 13 und 14 (7) aufweisenden Kunststoff-Stranges, der danach mit der als Vlies ausgebildeten Annähfahne 9 verbunden wird. Denkbar ist dabei, daß die Annähfahne 9 mit nur einem der Schenkel 13, 14 verbunden wird.

In der gemäß 7 dargestellten Ausführung werden die beiden Tragschenkel 13 und 14 zur Verbindung mit der Annähfahne 9 zu einem mittleren Aufnahmespalt 17 hin gegensinnig in Richtung der Längsmittelebene M verpreßt. Dabei weist der einen oberen Formradius R o. dgl. Kontur bildende Profilkörper 8 jeweilige Rastnasen 15, 16 auf, die zur Halterung in der Einbaulage (2, 3) an dem Clipverbinder 6 jeweilige Gegenprofile hintergreifen.

Nach dieser an sich bekannten Herstellung des zweiteiligen Einzugstabes 3 kann dieser nunmehr nach dem Strangpressen und Verbinden mit der Annähfahne 9 an den verwendungsoptimalen Stellen mit den insbesondere geprägten Formmulden 11 versehen werden. Danach können einzelne Einzugstäbe 3 von der kontinuierlich hergestellten Endlosware als Halbzeug abgetrennt werden, so daß für jedes Sitzteil 1 auch nur einer der Einzugstäbe 3 mit der Stablänge S (6) zu bevorraten ist.

Die jeweiligen Seitenansichten des Einzugstabes 3 gemäß 8, 12, 16 und 18 zeigen, daß die Formmulden 11, 11', 11", 11''' als bogenförmige, dreieckige oder vieleckige Querschnittskontur aufweisende Rinnen in den bzw. die Tragschenkel 13, 14 eingeformt sind. Denkbar ist dabei auch, daß mehrere der unterschiedliche Querschnittsgestaltung aufweisenden und jeweilige Biegestrukturen B definierenden Formmulden 11 an nur einem der Tragschenkel 13, 14 vorgesehen sind (nicht dargestellt).

In der gemäß 11 dargestellten Ausführung weist der Profilkörper 8 gegenüberliegend an beiden Tragschenkeln 13, 14 die jeweilige Biegestruktur mit mehreren der Formmulden 11 auf, so daß dieser Biegebereich B' in einer Einbausituation eine zu beiden Seiten der Längsmittelebene M verlagerbare Bogenkontur zuläßt. Die dabei vorgesehene Kontur der Formmulden 11 ist in 12 gezeigt, wobei im Ergebnis der kreisförmigen Querschnittsform (14) ein ovaler Rinnenverlauf deutlich wird. In 13 ist ähnlich 11 eine beidseitige Biegestruktur an den Tragschenkeln 13 und 14 vorgesehen, wobei diese beiden Strukturen in Längsrichtung des Profilkörpers 8 verschoben sind und nur eine bereichsweise Überdeckung C bilden.

In 14 und 15 sind ähnlich 7 Querschnittsdarstellungen des Einzugstabes 3 gezeigt, wobei die unterschiedliche Querschnittsform des Profilkörpers 8 deutlich wird. Dieser ist gemäß 14 im wesentlichen kreisringförmig gestaltet und in der Ausführung gemäß 15 weist der Profilkörper 8 eine rechteckige Gestalt auf.

In 16 bis 19 sind weitere denkbare Ausführungsformen der Formmulde dargestellt, wobei diese in einer Ausführung 11' gemäß 16 und 17 so gestaltet ist, daß die Formmulde 11' jeweils zusätzlich zur Außenseite im Bereich des Tragschenkels 14 einen Teilbereich im Basissteg 18 des Profilkörpers 8 erfaßt. Die Seitenansicht gemäß 18 zeigt eine im wesentlichen rechteckige Formmulde 11" und jeweilige Formmulden 11''' gemäß 19 sind ähnlich der Ausführung in 18 geformt. Diese Formmulden 11''' sind dabei so gestaltet, daß diese sich an der Unterseite 19 des Profilkörpers 8 bis an die Annähfahne 9 heran erstrecken.

Bei sämtlichen dargestellten Ausführungsformen der Formmulde 11, 11', 11", 11''' sind diese in Richtung ihrer Mittellängsebene F (10) mit jeweils gleicher Tiefe T geformt, wobei ebenfalls denkbar ist, daß dieses durch das Prägeverfahren beeinflußbare Maß der Tiefe T ebenso wie ein Breitenmaß D der Formmulden 11 ( 10) unterschiedlich gestaltet werden können.

In 5 ist in der dabei prinzipiell gezeigten Einbaulage des Einzugstabes 3 der Bereich der Konturbiegung mit der Biegestruktur B durch ein Radienmaß P ergänzt, wobei verdeutlicht wird, daß die Formmulden 11 in der Einbaulage des Einzugstabes 3 insbesondere den Außenradius der Biegekontur B bilden.

Die bereits in Einzelausbildung (nicht dargestellt) an dem Profilkörper 8 beschriebenen bzw. die Biegestruktur B bildenden Formmulden 11, 11', 11", 11''' können in einer weiteren denkbaren Ausführungsform des Einzugstabes 3 auch eine vollständige Reihung von in geringem Abstand am Profilkörper 8 geprägten Vertiefungen bilden, so daß zumindest einer der Tragschenkel 13, 14 eine durchgängige Form-Mulden-Prägung aufweist, wobei die für eine Konturbildung in der Einbaulage des Einzugstabes 3 vorgesehenen Zonen auch durch eine Farbkennzeichnung o. dgl. markierbar sind.


Anspruch[de]
  1. Einzugstab zur Halterung von Bezugstoffen (10) auf Polstermaterialien, insbesondere Polstermöbeln, gepolsterten Autositzen (1) o. dgl., wobei der Einzugstab (3) aus einem im wesentlichen als Kunststoff-Strang geformten Profilkörper (8) mit im Querschnitt zumindest einen Tragschenkel (13, 14) gebildet ist, an dem eine mit dem Bezugstoff (10) verbindbare Annähfahne (9) festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Profilkörper (8) mit zumindest einer quer zur Strangrichtung (Ebene M) verlaufenden Formmulde (11; 11'; 11"; 11''') versehen ist, die in Haltestellung des Einzugsstabes (3) einen bevorzugten Biegebereich (B, B') definiert.
  2. Einzugstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die außenseitig in den Profilkörper (8) eingeformte Formmulde (11, 11', 11", 11''') einen im wesentlichen quer zur Längsmittelebene (M) des Profilkörpers (8) verlaufenden Verbindungssteg (12) bildet.
  3. Einzugstab nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Profilkörper (8) in Längsrichtung mehrere einzeln in Abständen (E) angeordnete Formmulden (11, 11', 11", 11''') aufweist, so daß zwischen jeweiligen Biegebereichen (B, B') unverformte Zwischenbereiche (E, E') gebildet sind.
  4. Einzugsstab nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der aus elastischem Kunststoff bestehende Profilkörper (8) mit den Formmulden (11, 11', 11", 11''') bzw. Biegebereichen (B, B') in der Einbaulage jeweilige Zonen verminderter Rückfederung aufweist.
  5. Einzugstab nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Profilkörper (8) mit mehreren eng beabstandeten Formmulden (11, 11', 11", 11''') eine als Biegebereich (B) vorgesehene Biegestruktur gebildet ist.
  6. Einzugstab nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die im Abstand (E) einzeln angeordneten Formmulden (11) und/oder die die Biegestruktur (B, B') bildenden Formmulden (11) eine im wesentlichen gleiche Querschnittsgestaltung aufweisen.
  7. Einzugstab nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Formmulden (11, 11', 11", 11''') als bogenförmige, dreieckige oder vieleckige Querschnitt aufweisende Rinnen verlaufen.
  8. Einzugstab nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an dem kontinuierlich als Kunststoff-Strangteil geformten Profilkörper (8) durch eine nachfolgend quer zu dessen Längserstreckung (M) erfolgende Bearbeitung die Formmulde(n) (11, 11', 11", 11''') erzeugbar ist/sind.
  9. Einzugstab nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Strangformung des Profilkörpers (8) zeitnah oder gleichzeitig die Formmulde(n) (11, 11', 11", 11''') erzeugbar ist/sind.
  10. Einzugstab nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Formmulde(n) (11, 11', 11", 11''') durch einen das Kunststoffmaterial bereichsweise umformenden und verdichtenden Prägevorgang gebildet ist/sind.
  11. Einzugstab nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Profilkörper (8) mit zwei durch einen mittleren Basissteg (18) verbundenen und in einem zwischenliegenden Aufnahmespalt (17) mit einem Längsrand der Annähfahne (9) verbindbaren Tragschenkeln (13, 14) geformt ist, von denen zumindest einer (14) mit einer oder mehreren der Formmulden (11, 11', 11", 11''') versehen ist.
  12. Einzugstab nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Formmulde(n) (11, 11', 11", 11''') an den Außenflächen beider Tragschenkeln (13, 14) und/oder an der Außenkontur des einen Bogenformbereich (R, R', R") bildenden Basisstegs (18) vorgesehen ist/sind.
  13. Einzugstab nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere der eine unterschiedliche Querschnittsgestaltung aufweisenden und die jeweilige Biegestruktur (B, B') definierenden Formmulden (11, 11', 11", 11''') an nur einem der Tragschenkel (14) des Profilkörpers (8) vorgesehen sind.
  14. Einzugstab nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweiligen Mittellängsebenen (F) der mit jeweils gleicher Tiefe (T) geformten Formmulden (11, 11', 11", 11''') quer zur Längsmittelebene (M) bzw. Verbindungsebene der Annähfahne (9) verlaufen, derart, daß in Einbaulage des Einzugstabes (3) die Formmulden (11, 11', 11", 11"') bzw. die Biegestruktur (B) bevorzugt einen Außenradius (P) einer Konturbiegung im Polstermaterial (4) bilden.
  15. Einzugstab nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Tragschenkel (13, 14) zur Verbindung mit der Annähfahne (9) zum Aufnahmespalt (17) hin gegensinnig verpreßbar sind und bei dieser Verbindungsherstellung gleichzeitig die Formmulde(n) (11, 11', 11", 11''') erzeugbar ist/sind.
  16. Einzugstab nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der zumindest eine Tragschenkel (13, 14) des Profilkörpers (8) außenseitig eine vollständige Reihung von in geringem Abstand geprägten Formmulden (11, 11', 11", 11''') aufweist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com