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Dokumentenidentifikation DE202004017260U1 24.02.2005
Titel Vorrichtung zum Einbau wenigstens einer Brandschutzeinrichtung in eine Leichtbauwand
Anmelder Wildeboer, Werner, 26826 Weener, DE
Vertreter Jabbusch und Kollegen, 26135 Oldenburg
DE-Aktenzeichen 202004017260
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.02.2005
Registration date 20.01.2005
Application date from patent application 09.11.2004
IPC-Hauptklasse E04B 1/94

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einbau wenigstens einer vorzugsweise in den Verlauf eines Luftkanalsystems einzusetzenden Brandschutzeinrichtung in eine Leichtbauwand mit zumindest einem die Brandschutzeinrichtung aufnehmenden Tragrahmen.

Brandschutzeinrichtungen dienen zur Verhinderung der Ausbreitung eines Brandes zum Beispiel in einem Gebäude. Derartige Brandschutzeinrichtungen weisen regelmäßig ihren Querschnitt verschließende Absperrelemente auf, welche im Brandfalle den Querschnitt der Brandschutzeinrichtung verschließen und somit die Ausbreitung von Feuer, Funken, Rauch und heißen Gasen verhindern. Brandschutzeinrichtungen dieser Art werden deshalb regelmäßig in Luftkanalsysteme eingesetzt, um eine Brandausbreitung über ein Luftkanalsystem zu verhindern.

Eine Brandschutzeinrichtung wird dabei vielfach einer Raumwand zugeordnet, um eine Ausbreitung eines Brandes von einem Raum in benachbarte Räume zu verhindern. Dabei dient die Raumwand zumeist zur Aufnahme der Brandschutzeinrichtung zum Beispiel im Verlauf eines Luftkanalsystems.

In modernen Gebäuden werden Raumwände immer häufiger als sogenannte Leichtbauwände ausgebildet. Diese Leichtbauwände zeichnen sich durch einen besonderen Aufbau aus, der aus einem metallenen Traggestell, einem Ständerwerk, besteht, welches zunächst aufgebaut wird und welches anschließend ein- oder beidseitig mit Leichtbauplatten, beispielsweise Gipskartonplatten, beplankt wird. Leichtbauwände zeichnen sich bei beidseitiger Beplankung somit durch einen teilweise hohlen Aufbau aus, der mit Dämmaterialien gefüllt werden kann. Leichtbauwände können allgemein keine großen Lasten aufnehmen.

Bekannte Vorrichtungen zum Einbau einer Brandschutzeinrichtung in einer Leichtbauwand weisen daher zumindest einen Tragrahmen auf, der mit dem Ständerwerk der Leichtbauwand in besonderer Weise zu verbinden ist. Insbesondere die Ecken eines z. B. rechteckigen Tragrahmens werden dem Ständerwerk entweder angenähert oder bis zu diesem verlängert und so an das Ständerwerk angeschlagen. Es erfolgt beispielsweise eine Befestigung mit Schrauben oder anderen Befestigungsmitteln. Auf diese Weise gelingt zwar eine mechanisch sichere Anordnung des Tragrahmens für die Brandschutzreinrichtung in der Leichtbauwand. Nachteilig ist eine solche Anordnung aber dann, wenn im Brandfall aufgrund der hohen Temperaturen Dehnkräfte auftreten. Besonders bei einer vorgesehenen oder einer sich im Brandfall einstellenden einseitigen Beplankung wird das Metallständerwerk thermisch hoch belastet. Die Profile des Ständerwerks und des Tragrahmens dehnen sich aus. Es kommt zu starken Verwerfungen, die aufgrund der starren Einspannungen stark unkontrolliert verlaufen. Folglich kann die an den Profilen befestigte Beplankung sich lösen. Es kommt zur Spaltenbildung in der Wand, so daß ein Branddurchtritt erfolgt. Die Wand versagt in brandschutztechnischer Sicht.

Die starren Verbindungen des Tragrahmens mit dem Ständerwerk vornehmlich über die Ecken des Tragrahmens wirken sich nachteilig aus. Die Anordnung zusätzlicher Mettalständer über die normale Anzahl hinaus kann das Problem nicht unbedingt lösen, führt zudem zu einem erhöhten Materialverbrauch.

Weiter nachteilig ist, daß entweder zur Realisierung beliebiger Einbauarten ein erhöhter Materialaufwand durch das Anschließen bis an vorhandenes Ständerprofil notwendig ist- oder zur Reduzierung des Materialverbrauches der Einbau nicht – wahlfrei erfolgen kann, sondern nur indem sich der Tragrahmen an vorhandenes Ständerprofil anlegt bzw. mit diesem gebildet wird.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung aufzuzeigen, mit der ohne signifikante Erhöhung der Einbaukosten eine wahlfreie Anordnung einer Vorrichtung zum Einbau einer Brandschutzeinrichtung in einer Leichtbauwand möglich ist. Im Brandfall auftretende Dehnungen sollten dabei kompensiert werden, so daß es nicht zum Aufreißen der Beplankung kommt, die Gewichtslasten aber trotzdem bei Bedarf statisch abgeleitet werden.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Tragrahmen nach außen in die Leichtbauwand im Bereich des Einbauortes der Brandschutzeinrichtung vorstehende Verankerungsarme aufweist.

Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird eine Verankerung des Tragrahmens in der Leichtbauwand vorgenommen, ohne daß ein Anschlagen an dem Ständerwerk erforderlich ist. Die Haltekräfte des Tragrahmens werden auf die leichten Trennwände übertragen; ohne deren Tragfähigkeiten zu überanspruchen.

Dazu ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß Verankerungsarme vorhanden sind, welche ausgehend vom Tragrahmen in die Leichtbauwand vorstehen. Die Tragarme sind dabei in der Ebene der Leichtbauwand, beispielsweise zwischen den am Ständerwerk angeordneten Beplankungen, angeordnet. Die Verankerungsarme werden über ihre Erstreckung mit den Leichtbauwänden verbunden, so daß eine ausreichende Gewichtskrafteinleitung über die Verankerungsarme in die Leichtbauplatten erfolgt.

Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung ist ein Einbau der Brandschutzeinrichtung wahlfrei an beliebiger Stelle der Leichtbauwand ermöglicht. Zusätzliches Ständerwerk mit entsprechenden Materialkosten ist grundsätzlich nicht erforderlich, es sind lediglich die zusätzlich am Tragrahmen angeordneten Verankerungsarme notwendig.

Nach Weiterbildungen der Erfindung ist vorgesehen, daß der Tragrahmen aus Profilen ausgebildet ist und daß die Verankerungsarme gleichfalls als Profile ausgebildet sind. Tragrahmen und Verankerungsarme sind somit aus Bauteilen ausgebildet, welche der Leichtbauwand ohnehin zugehörig sind. Mit Profilkonstruktionen sind die nötigen Festigkeiten zu erreichen, um die Gewichtskräfte der Brandschutzeinrichtung auch insbesondere während einer Brandbeanspruchung des Absperrelementes aufzunehmen und flächig über die Leichtbauwand zu verteilen.

Nach einer nächsten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß ein Verankerungsarm durch einen über den Tragrahmen hinausragenden Profilabschnitt des Tragrahmens ausgebildet ist. Die Ausbildung der Verankerungsarme ist nach dieser Weiterbildung vereinfacht, für sie werden einfach die Profile des Tragrahmens über die Umrisse des Tragrahmens hinaus verlängert. Dadurch ergeben sich frei vorstehende Profilabschnitte, die über ihre Länge vorzugsweise in regelmäßigen Abständen mit den Wänden der Leichtbauwand verbunden werden können.

Zur weiteren Ausbildung der Erfindung ist schließlich vorgesehen, daß der Tragrahmen am Ständennrerk der Leichtbauwand befestigt ist. Durch diese Weiterbildung ist ermöglicht, daß auch der Tragrahmen der erfindungsgemäßen Vorrichtung am Ständerwerk befestigt sein kann, sofern mindestens ein Ständer des Ständerwerkes mit dem Tragrahmen in Berührung kommt. Dabei muß es sich nicht um eine Ecke aus zum- Beispiel vertikal und horizontal verlaufenden Ständern handeln, da die Stabilität der Anordnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung insbesondere im Brandfall durch die Verankerungsarme hergestellt wird.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, aus dem sich weitere erfinderische Merkmale ergeben, ist in der Zeichnung dargestellt. Die Figur der Zeichnung zeigt eine Draufsicht auf eine Leichtbauwand mit teilweise abgenommener Beplankung.

Die Leichtbauwand ist zwischen einem Fußboden 1 und einer Raumdecke 2 angeordnet. Die Leichtbauwand weist dabei in regelmäßigem Abstand angeordnete Ständer 3 auf. Die Ständer 3 bilden das Ständerwerk der Leichtbauwand aus, an ihnen können Leichtbauplatten 4 beispielsweise aus Gipskarton befestigt werden.

Zum Einbau einer nicht weiter dargestellten Brandschutzeinrichtung in diese Leichtbauwand wird ein Tragrahmen 5 in die Leichtbauwand eingesetzt. Im Bereich des Tragrahmens 5 sind aus zwei Ständern 3 der Höhe des Tragrahmens 5 entsprechende Abschnitte herausgenommen worden, so daß der Tragrahmen 5 zwischen die verbleibenden Abschnitte dieser Ständer 3 eingesetzt werden konnte. Der Tragrahmen 5 ist dabei mit diesen Ständern 3 über Befestigungsmittel 6 verbunden.

Im übrigen wird der Tragrahmen 5 mit den Leichtbauplatten 4 verbunden. Dazu weist der Tragrahmen 5 vier nach außen vorstehende Verankerungsarme 7 auf. Diese Verankerungsarme 7 sind nach außen verlängerte Abschnitte der Profile des Tragrahmens 5. Im Bereich der Verankerungsarme 7 sind wieder Befestigungsmittel 6 zur Verbindung der Verankerungsarme 7 mit den Leichtbauplatten 4 vorgesehen. Die Befestigungsmittel 6 sind beispielsweise Verschraubungen.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Einbau wenigstens einer vorzugsweise in den Verlauf eines Luftkanalystems einzusetzenden Brandschutzeinrichtung in eine Leichtbauwand mit zumindest einem die Brandschutzeinrichtung aufnehmenden Tragrahmen, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (5) nach außen in die Leichtbauwand im Bereich des Einbauortes der Brandschutzeinrichtung vorstehende Verankerungsarme (7) aufweist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (5) aus Profilen ausgebildet ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungsarme (7) als Profile ausgebildet sind.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Verankerungsarm (7) durch einen über den Tragrahmen (5) hinausragenden Profilabschnitt des Tragrahmens (5) ausgebildet ist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (5) am Ständerwerk der Leichtbauwand befestigt ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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