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Dokumentenidentifikation DE202004017835U1 24.02.2005
Titel Papiersack
Anmelder dy-pack Verpackungen Gustav Dyckerhoff GmbH, 57482 Wenden, DE
Vertreter Uexküll & Stolberg, 22607 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202004017835
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.02.2005
Registration date 20.01.2005
Application date from patent application 17.11.2004
IPC-Hauptklasse B65D 30/14
IPC-Nebenklasse B65D 30/12   B65D 30/26   B65D 30/24   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Papiersack für Schüttgut wie Zement, Gips, Granulat, Tierfutter o.ä., mit einem Boden, vorzugsweise einem Kreuzboden, und mit einem dem Boden gegenüberliegenden Oberteil, in dem ein Ventilschlauch zum Befüllen des Papiersacks angeordnet ist, wobei der Papiersack aus einer inneren Lage aus Papier und einer äußeren Lage aus Papier gebildet ist, zwischen denen zweckmäßigerweise eine Kunststofffolie liegt.

Derartige Papiersäcke sind allgemein bekannt und werden im Handel verbreitet eingesetzt. Die üblichen Größen sind dabei 2 kg, 5 kg, 10 kg oder 25 kg.

Zum Befüllen ist ein Ventilschlauch vorgesehen, der in das Oberteil eingearbeitet ist und der zum Befüllen auf einen Füllstutzen gesteckt wird. Die bekannten Ventilsäcke bestehen aus einer inneren und einer äußeren Lage aus Papier, zwischen die eine Kunststofffolie als Wasserdampfsperre eingelegt ist. Die Kunststofffolie ist an den Rändern nicht verschweißt, sondern nur lose überlappend eingelegt, um Luft beim Befüllen des Schlauchs entweichen zu lassen.

Es sind aber auch Papiersäcke bekannt, die ohne Zwischenlage aus Kunststofffolie auskommen. Wieder andere Papiersäcke haben kein Ventil, sondern werden bei offenem Oberteil befüllt; nach dem Ende des Füllvorganges wird das Oberteil dann geschlossen und in der Regel verklebt.

Häufig werden solche Papiersäcke auf ihrer Vorderseite und auch auf der Rückseite mit Informationen bedruckt, die auf den Hersteller und/oder den Inhalt hinweisen.

Als nachteilig hat sich dabei herausgestellt, dass gelegentlich mehr Informationen aufgedruckt werden sollen, als es die Fläche der Außenlage zuläßt. Denkbar ist es dann, auch die Innenseite der Außenlage zu bedrucken und später den Sack aufzureißen, um die Information lesen zu können. Es hat sich aber herausgestellt, daß vor allem bei zu dünnen Papierlagen die Farbe des inneren Druckes nach außen durchschimmert und damit auch den Aufdruck an der Außenseite schlecht lesbar macht.

Ein weiteres Problem der beidseitigen Bedruckung der Außenlage besteht darin, dass man die Außenlage komplett aufreißen muß, um den Innendruck sichtbar zu machen. Dies bringt Probleme für die weitere Handhabung des Sackes mit sich, denn durch das Aufreißen liegt nun die zweite Lage, die meistens eine Folie ist, frei. Da die Folie glatt und nicht so griffig ist wie Papier, treten Probleme bei der weiteren Handhabung oder Verarbeitung auf.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Papiersack zu schaffen, bei dem mehr Informationen als bisher in direkter Verbindung mit dem Sack unterbringbar sind.

Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 in Verbindung mit dessen Oberbegriff.

Die Lösung besteht also in einem Papiersack für Schüttgut wie Zement, Gips, Granulat, Tierfutter o.ä., mit einem Boden, vorzugsweise einem Kreuzboden, und mit einem dem Boden gegenüberliegenden Oberteil, in dem gegebenenfalls ein Ventilschlauch zum Befüllen des Papiersacks angeordnet ist, wobei der Papiersack aus einer Innenlage aus Papier und einer Außenlage aus Papier gebildet ist, zwischen denen gegebenenfalls eine ein- oder mehrteilige Kunststofffolie als Zwischenschicht liegt, und wobei die Außenlage eine Längsleimung aufweist, die die Ränder der Außenlage miteinander verbindet. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass unter die Außenlage und damit zwischen die Außenlage und die Innenlage oder die gegebenenfalls vorhandene Zwischenschicht mindestens ein Informationsträger eingelegt ist.

Kern der Erfindung ist es also, zwischen die Außenlage und die Innenlage oder gegebenenfalls zwischen die Außenlage und eine Zwischenlage einen Informationsträger, beispielsweise einen Papierstreifen oder ein Heft einzulegen, der durch Öffenen eines Teils der Längsleimung oder durch Aufreißen der Außenlage, beispielsweise mit Hilfe eines Aufreißstreifens, entnommen werden kann. Es braucht also nicht die gesamte Außenlage aufgerissen zu werden, sondern es reicht aus, diese nur so weit aufzureißen, dass der Informationsträger entnommen werden kann. Die Außenlage wird also kaum beschädigt und die weitere Handhabung und/oder Verarbeitung des Papiersackes wird kaum beeinträchtigt.

Vorzugsweise ist der Informationsträger ein Streifen oder ein Heftchen, der oder das mit Informationen bedruckt ist.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher erläutert:

Es ist ein Ventilsack 1 mit Boden 2 und Oberteil 3 schematisch in der Draufsicht auf einer nicht dargestellten Unterlage liegend dargestellt, wobei der Boden 2 und das Oberteil 3 auf die Vorderseite oder Außenlage 4 des Ventilsacks 1 gefaltet sind. Nicht erkennbar ist dabei die Rückseite, die unter der Vorderseite liegt und mit dieser deckungsgleich ist. Hergestellt wird ein solcher Papiersack aus einer Innenlage aus Papier mit rechteckiger Form und aus einer deckungsgleichen Außenlage 4, die ebenfalls aus Papier besteht und ebenfalls rechteckig ist. An den unteren und oberen Rändern der beiden Papierlagen werden jeweils vier kurze Einschnitte gemacht, während der Rest gefaltet wird. Dabei ergeben zwei parallel zueinander und über die Höhe der Zuschnitte verlaufende Faltlinien die Seitenränder 5 und 6. Im gefüllten Zustand verschwinden die Seitenränder 5 und 6 und es bildet sich ein quaderförmiger Sack mit einer Breite B, einer Tiefe T und einer Höhe H, bei dem die Seitenränder 5 und 6 dann die Mitten der Seitenwände darstellen.

Die Innenlage aus Papier ist normalerweise nicht besonders behandelt, da sie im Gebrauch nicht sichtbar ist und auch nicht bedruckt zu werden braucht. Die deckungsgleiche Außenlage 4 kann hingegen eine solche Behandlung erfahren haben, dass sie leicht bedruckt werden kann und außerdem ein ansprechendes Erscheinungsbild bietet.

Entlang einer Seitenkante des quaderförmigen Sackes verläuft eine Längsleimung 9, die die Ränder der Außenlage 4 miteinander verbindet. Die Längsleimung verläuft über die gesamte Höhe H des Außenlagen-Zuschnitts und damit vom Boden 2 zum Oberteil 3. Im Bereich der Längsleimung 9 überlappen sich die Ränder der Außenlage 4 in einem Ausmaß, das vom Fachmann ohne weiteres bestimmbar ist.

Gemäß Erfindung ist nun zwischen die Innenlage und die Außenlage 4 oder zwischen die Außenlage 4 und eine gegebenenfalls vohandenene Zwischenlage ein strichpunktiert angedeuteter Informationsträger 10 eingelegt, der mit zusätzlicher Information über das Produkt versehen sein kann. Durch Öffnen der Längsleimung 9 im Bereich A kann dieser Informationsträger 10 ohne weiteres entnommen werden, ohne dass es zu einer wesentlichen Beschädigung der Vorderseite des Sackes kommt.

In der Zeichnung ist ferner dargestellt, wie der Boden 2 und das Oberteil 3 gefaltet sind, wobei ein Zettel 8 über den Boden 2 bzw. das Oberteil 3 geklebt ist, um Boden 2 und Oberteil 3 zu verschließen.

In der Zeichnung ist auch angedeutet, dass an einer Seite des Oberteils 3 ein Ventil gebildet ist, das von einem an sich bekannten schlauchförmigen Stutzen 12 gebildet wird, der unter den Zettel 8 und damit in den Kreuzboden hineingeschoben werden kann.

In einer anderen Ausführung der Erfindung ist ein Aufreißstreifen 20 in die Außenlage 4 eingearbeitet, mit dem die Außenlage 4 zum Entnehmen des Informationsträgers 10 aufgerissen werden kann. Der Aufreißstreifen 20 verläuft in der dargestellten Ausführungsform parallel zu den Seitenrändern 5 und 6; es wird jedoch darauf hingewiesen, daß er auch jede andere Ausrichtung und Form haben kann, die geeignet ist, einen Zugriff zu dem Informationsträger 10 herzustellen. Es ist dem Fachmann klar, wie diese Formen oder Verläufe aussehen könnten; es könnte eine gerade Linie, ein Winkel, ein Kurve, ein U-förmiger Verlauf oder sogar eine geschlossene Kurve in Form eines Rechteckes, eines Kreises oder eines Vielecks sein.


Anspruch[de]
  1. Papiersack für Schüttgut wie Zement, Gips, Granulat, Tierfutter o.ä., mit einem Boden (2), vorzugsweise einem Kreuzboden, und mit einem dem Boden (2) gegenüberliegenden Oberteil (3), in dem gegebenenfalls ein Ventilschlauch (12) zum Befüllen des Papiersacks (1) angeordnet ist, wobei der Papiersack (1) aus einer Innenlage aus Papier und einer Außenlage (4) aus Papier gebildet ist, zwischen denen gegebenenfalls eine ein- oder mehrteilige Kunststofffolie als Zwischenschicht liegt, und wobei die Außenlage (4) eine Längsleimung (9) aufweist, die die Ränder der Außenlage (4) miteinander verbindet; dadurch gekennzeichnet, dass unter die Außenlage (4) und damit zwischen die Außenlage (4) und die Innenlage oder die gegebenenfalls vorhandene Zwischenschicht mindestens ein Informationsträger (10) eingelegt ist.
  2. Papiersack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (10) bedruckt ist.
  3. Papiersack nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in die Außenlage (4) ein Aufreißstreifen (20) zum Aufreißen der Außenlage (4) und zum Entnehmen des Informationsträgers (10) eingearbeitet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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