PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202004017934U1 24.02.2005
Titel Handschutz für Kreismesserhalter in Längsschneidemaschinen
Anmelder Wilhelm Bilstein KG Spezialfabrik für Maschinenmesser und Kompressorventile, 51491 Overath, DE
DE-Aktenzeichen 202004017934
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.02.2005
Registration date 20.01.2005
Application date from patent application 18.11.2004
IPC-Hauptklasse B26D 7/22

Beschreibung[de]

Die Erfindug betrifft einen manuell betätigbaren Handschutz für einen Kreismesserhalter in Längschneidemaschinen, der im wesentlichen aus einem an einem Messerbalken befestigbaren Grundkörper besteht mit einem Stellantrieb für ein daran gelagertes Kreismesser, das zwischen einer Ruhe- und einer Schneidposition hin- und her bewegbar gelagert ist. In der Ruheposition ist hierbei das Kreismesser als Oberwerkzeug vom Unterwerkzeug abgehoben und zumindest die Kreismesserschneide vollständig abgedeckt, sodass der Werker ohne Verletzungsgefahr Einstellarbeiten am Messerhalter und/oder am Kreismesser vornehmen oder eine Materialbahn in den Spalt zwischen Ober- und Unterwerkzeug einführen kann.

Im Scherenschnittsystem ist hierbei ein sogen. Obermesser als Oberwerkzeug und ein Nutmesser bzw. eine Nutmesserbüchse als Unterwerkzeug und im Quetschschnittsystem ein Quetschmesser als Oberwerkzeug und eine glasharte Welle als Unterwerkzeug definiert.

In der GM 200 11 320 ist eine Handschutzhaube beschrieben, die mit dem Grundkörper eines pneumatischen Scherenschnittmesserhalters fest verbunden ist und den Messerkopf vollkommen umschliesst und die eine Öffnung aufweist, durch die das Kreismesser mit seiner Schneide in die Schneidposition herausführbar ist. Diese Konstruktion ist starr und vermag nicht die im Folgenden definierten Aufgaben zu lösen.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen manuell betätigbaren Handschutz zu schaffen, der einen vollständigen Schutz vor Verletzungen bietet und zwar sowohl in Ruheposition als Schutz vor der Kreismesserschneide für allgemeine Einstellarbeiten insbesondere mit ausreichendem Raum zur Einführüng einer neuen Materialbahn, als auch in Schneidposition zur Sicherung der Einzugsstelle zwischen Ober- und Unterwerkzeug durch Einhalten eines konstanten Sicherheitsabstandes von max. 4 mm auch bei unterschiedlich im Durchmesser nachgeschliffenen Kreismessern.

Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Handschutz als einheitliches Bauteil am Grundkörper manuell in Richtung Unterwerkzeug verschiebbar und an einem oberen Festanschlag für die Ruheposition und einem unteren Festanschlag für die Schneidposition arretierbar befestigt ist. Der Handschutz kann so ausgeführt werden, dass er das Kreismesser allseitig oder nur die Messerschneide umschliesst und zumindest in Richtung auf das Unterwerkzeug eine Öffnung aufweist, durch die das Kreismesser so weit herausgeführt wird, dass die Messerschneide mit dein Unterwerkzeug in Eingriff gelangt.

Der Stellantrieb kann durch ein Ventil bei Betätigen des Handschutzes zwangsgesteuert werden zur Sicherung der Ablauffolge von Kreismesser und Schutzfunktion aus Ruheposition in Schneidposition und umgekehrt.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 einen manuell verschiebbaren seitlich komplett geschlossenem Handschutz an einem pneumatischen Quetschnesserhalter in Schneidposition,

2 eine Ventilausführung für die Zwangssteuerung von Stellantrieb und Handschutz in Ruheposition,

3 einen manuell verschiebbaren seitlich offenem Handschutz an einem pneumatischen Quetschmesserhalter in Ruheposition,

1 zeigt einen Kreismesserhalter 1 als pneumatisclen Quetschmesserhalter mit einem an einem Messerbalken 2 verschieb- und arretierbar befestigten Grundkörper 3 mit nur teilweise dargestelltem Stellantrieb 4 und daran gelagertem Kreismesser 5 in Schneidposition, wobei die Kreismnesserschneide 10 mit dein Unterwerkzeug 7 zusammenwirkt und die Materialbahn 19 durchtrennt. Der Handschutz 6 als einheitliches Bauteil wird durch zwei Platinen 8.1 und 8.2 gebildet, die im unteren Bereich durch Distanzstücke 9.1 sowie 9.2 und im oberen Bereich durch den Handgriff 11 miteinander verbunden sind. Die Platinen 8.1 und 8.2 sind jeweils mit mindestens einem Führungsschlitz 12 versehen, der an einem am Grundkörper angebrachten oberen Führungsstift 13 und unterem Führungsstift 14 geführt wird. Der obere Stift 13 dient dabei als Festanschlag für die Schneidposition, der untere Stift 14 als Festanschlag für die Ruheposition. Wenigstens eine der Platinen 8.1 und 8.2 werden von Rastpunkten 17 und 18 z.B. in Form von Kugelarretierungen gehalten. Der Handschutz 6 umschliesst das Kreismesser 5 einschlieslich Lagerung und Stellantrieb vollständig und zeigt eine Öffnung nach vorne in Richtung Pfeil W zum Werker hin für den Wechsel eines Messers und eine zweite Öffnung in Richtung Unterwerkzeug 7 für den Durchtritt der Kreismesserschneide 10. Mittels Handgriff 11 kann der Handschutz 6 aus Schneid- und Ruheposition über die Stifte 13, 14 und Schlitz 12 hin- und her geschoben werden, wobei über das Ventil 15 die Luftzufuhr in die Kolben-/Zylindereinheit 16 für den Stellantrieb 4 so gesteuert wird, dass einerseits beim manuellen Hochschieben des Hand-schutzes in Ruheposition eine Schnellentlüftung erfolgt, sodass über die hier nicht dargestellte Rückstellfeder des Stellantriebes 4 auch das Kreismesser 5 abgehoben wird und andererseits beim Herunterziehen des Handschutzes in Schneidposition eine gedrosselte Luftzufuhr erfolgt, sodass das Kreismesser 5 erst danach in Schneidposition gelangt.

Ebenso kann über das Ventil 15 eine Verriegelung des Handschutzes sowohl in Ruheposition als auch in Schneidposition erfolgen, wenn die Rastpunktarretierungen in ihrer Haltekraft nicht ausreichen.

Die Platinen können auch selbstfedernd ausgeführt werden, sodass sie am Grundkörper kraftschlüssig gehalten werden.

2 zeigt ein Ventil 1 am Zylinder 3 des Messerhaltergrundkörpers 2, der nur teilweise dargestellt ist. Der Messerhalterkolben 4, die Dichtmanschette 5 und die Kolbenstange 6 bilden den Stellantrieb, der durch die Rückstellfedern 7.1 und 7.2 in die obere Ruheposition geschoben ist. Ebenso ist der Ventilkolben 8 über seine Kolbenstange 9 durch den Griff 10 des Handschutzes 11 nach oben in Ruheposition geschoben. In dieser Ruheposition ist die Druckluft Pfeil L durch den Ventilkolben 8 für den Druckraum 12 des Messerhalterzylinder 3 abgesperrt. Wird nun der Handschutz mittels Handgriff 10 in Schneidposition Pfeil U geschoben, so wird zuerst der Ventilkolben 8 über seine Feder 16 ebenfalls in die untere Ruheposition geschoben, wobei dann die Zuluftboghrung 13 freigegeben und die Entlüftungsbohrung 14 abgesperrt ist. Damit folgt der Stellantrieb dem Handschutz 11 und ist in seiner Absenkgeschwindigkeit über eine Drosselbohrung 15 steuerbar. Beim Wechsel von Schneid- in Ruheposition erfolgt der Ablauf in umgekehrter Reihenfolge, sobald der Handgriff und damit der Handschutz in die Ruheposition gelangt.

3 zeigt einen Kreismesserhalter 1 als pneumatischen Quetschmesserhalter in einer anderen Bauform mit seitlich auswechselbarem Messer mit einem an einem Messerbalken 2 verschieb- und arretierbar befestigten Grundkörper 3 mit nur teilweise sichtbarem Stellantrieb 4.1 und 4.2 und daran gelagertem Kreismesser 5 in Ruheposition. Der Handschutz als einheitliches Bauteil wird im wesentlichen durch ein erstes in einer Schwalbenschwanznut am Grundkörper verschiebbares und über die Rastpunkte 8.1 und 8.2 arretierbares Schutzelement 7.1 und durch ein zweites in einer Bohrung 12 am Grundkörper 3 geführtes Schutzelement 7.2 gebildet, sowie durch ein Verbindungs- und Schutzelement 7.3 mit Schlitz 9 für den Durchtritt der Kreismesserschneide 6. Im oberen Bereich ist der Handschutz am ersten Schutz-element 7.1 zum Werker hin Pfeil W mit einem Handgriff 10 versehen. Der Handschutz umschliesst das Kreismesser 5 im Bereich seiner Schneide zusätzlich durch die Schutzelemente 11.1 und 11.2. Die Schutzhaube kann darüberhinaus seitlich mit an den Elementen 7.1 bis 7.3 befestigten Platinen auch vollständig abgedeckt werden. Für den Messerwechsel ist dann die entsprechende Platine abnehmbar oder abschwenkbar ausgeführt.


Anspruch[de]
  1. Handschutz für Kreismesserhalter in Längsschneidemaschinen, wobei der Kreismesserhalter im wesentlichen aus einem an einem Messerbalken befestigbaren Grundkörper besteht mit einem Stellantrieb für ein daran gelagertes Kreismesser, das zwischen einer Ruhe-und einer Schneidposition hin-und her bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Handschutz am Grundkörper des Kreismesserhaltersmanuell verschieb- und arretierbar befestigt ist mit Festanschlägen für die Ruhe-und Schneidposition.
  2. Handschutz nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass durch die Betätigung der Schutzhaube ein Ventil die Sicherheitsteuerung für die Bewegungsabfolge von Handschutz einerseits und Kreismesser andereseits von Ruhe- in Schneidposition und umgekehrt bewirkt.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com