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Dokumentenidentifikation DE202004018072U1 24.02.2005
Titel Bogendruckmaschine
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach, DE
DE-Aktenzeichen 202004018072
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.02.2005
Registration date 20.01.2005
Application date from patent application 20.11.2004
IPC-Hauptklasse B41F 33/08
IPC-Nebenklasse B41F 13/14   B41F 13/12   B41F 21/12   B41F 21/10   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bogendruckmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

In Bogendruckmaschinen werden bogenförmige Bedruckstoffe, sogenannte Druckbogen, nacheinander durch mehrere hintereinander angeordnete Druckwerke bewegt, wobei vorzugsweise in jedem der Druckwerke ein Teildruckbild in einer speziellen Druckfarbe auf die Druckbogen aufgetragen wird. Durch das Übereinanderdrucken mehrerer solcher Teildruckbilder wird letztendlich das gewünschte Druckbild auf den Druckbogen erzeugt. Im Falle des autotypischen Zusammendrucks werden die Druckbogen vorzugsweise durch vier hintereinander angeordnete Druckwerke bewegt, wobei in jedem der Druckwerke ein Teildruckbild in den Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz auf die Druckbogen aufgetragen wird. Beim Drucken mehrfarbiger Druckbilder auf die Druckbogen müssen demnach verschiedene Teildruckbilder auf den Druckbogen miteinander zur Deckung gebracht werden.

Um die in den unterschiedlichen Druckwerken zu druckenden Teildruckbildern auf den Druckbogen exakt auftragen zu können, verfügt nach dem Stand der Technik eine Bogendruckmaschine über sogenannte Registerverstelleinrichtungen. Mit einer Umfangsregisterverstelleinrichtung kann die Verschiebung der Teildruckbilder in Umfangsrichtung ausgeglichen werden. Mit einer Seitenregisterverstelleinrichtung kann die Verschiebung der Teildruckbilder in Achsrichtung der Druckwerkszylinder ausgeglichen werden. Zur Kompensation bzw. zum Ausgleich von Drehfehllagen der entsprechenden Teildruckbilder kommen sogenannte Schrägregisterverstelleinrichtungen zum Einsatz. Die hier vorliegende Erfindung betrifft eine Bogendruckmaschine die zumindest Schrägregisterverstelleinrichtungen umfasst.

Aus der DE 40 13 003 C2 ist eine Bogendruckmaschine mit Schrägregisterverstelleinrichtungen bekannt, welche die Lage eines zu bedruckenden Druckbogens an die Lage des Teildruckbilds auf einem Formzylinder eines Druckwerks dadurch anpassen, dass die Achse von Übertragungstrommeln, die der Überführung eines Druckbogens zwischen zwei benachbarten Druckwerken dienen, verstellt wird. In der DE 40 13 003 C2 wird dabei vorgeschlagen, dass dann, wenn für eines der Druckwerke eine Drehfehllage eines Teildruckbilds zu kompensieren ist, eine dem jeweiligen Druckwerk vorgeschaltete Übertragungstrommel und eine dem Druckwerk nachgeschaltete Übertragungstrommel derart gegensinnig verstellt wird, dass eine an der dem Druckwerk vorgeschalteten Übertragungstrommel vorgenommene Verstellung an der dem Druckwerk nachgeschalteten Übertragungstrommel kompensierbar bzw. ausgleichbar ist. Eine derartige Schrägregisterverstellung ist dann praktikabel, wenn der Druckbogen einseitig, nämlich im sogenannten Schöndruck, bedruckt wird. Die DE 40 13 003 C2 enthält keine Aussage darüber, wie dann zu verfahren ist, wenn ein Druckbogen beidseitig im sogenannten Schön- und Widerdruck zu bedrucken ist. Ferner enthält dieser Stand der Technik keine Aussage darüber, wie dann zu verfahren ist, wenn zwischen einem Schöndruckbetrieb und einem Schön- und Widerdruckbetrieb wechselweise umgeschaltet werden soll.

Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde eine neuartige Bogendruckmaschine zu schaffen.

Dieses Problem wird durch eine Bogendruckmaschine gemäß Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß umfasst die Bogendruckmaschine eine Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung mit Hilfe derer die Schrägregisterverstelleinrichtungen im sogenannten Schön- und Widerdruckbetrieb derart ansteuerbar sind, dass dann, wenn für das der Übertragungs- und Wendetrommel unmittelbar vorgeschaltete Druckwerk eine Drehfehllage des entsprechenden Teildruckbilds zu kompensieren ist, nur die diesem Druckwerk vorgeschaltete Übertragungstrommel verstellt wird, wohingegen die diesem Druckwerk nachgeschaltete Übertragungs- und Wendetrommel nicht verstellt wird; und dass dann, wenn für das der Übertragungs- und Wendetrommel unmittelbar nachgeschaltete Druckwerk eine Drehfehllage des entsprechenden Teildruckbilds zu kompensieren ist, nur die diesem Druckwerk nachgeschaltete Übertragungstrommel verstellt wird, wohingegen die diesem Druckwerk vorgeschaltete Übertragungs- und Wendetrommel nicht verstellt wird.

Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, zur Schrägregisterverstellung die Druckwerke einer Druckmaschine steuerungsseitig in zwei Teildruckmaschinen aufzuteilen, nämlich in Druckwerke einer ersten Teildruckmaschine, die dem Bedrucken einer ersten Seite, der sogenannten Schöndruckseite des Druckbogens dienen, und in Druckwerke einer zweiten Teildruckmaschine, die dem Bedrucken einer zweiten Seite des Druckbogens, nämlich der sogenannten Widerdruckseite, dienen. Zwischen diesen beiden Teildruckmaschinen ist eine Übertragungstrommel positioniert, die als Übertragungs- und Wendetrommel ausgebildet ist, wobei im Schön- und Widerdruckbetrieb diese Übertragungs- und Wendetrommel einerseits der Überführung eines Druckbogens zwischen den beiden Teildruckmaschinen und andererseits der Wendung desselben dient. Ist für das der Übertragungs- und Wendetrommel unmittelbar vorgeschaltete Druckwerk eine Drehfehllage des entsprechenden Teildruckbilds zu kompensieren, so wird im Sinne der hier vorliegenden Erfindung nur diesem Druckwerk vorgeschaltete Übertragungstrommel im Sinne einer Schrägregisterverstellung verstellt, die diesem Druckwerk nachgeschaltete Übertragungs- und Wendetrommel wird hingegen nicht verstellt. Ist für das der Übertragungs- und Wendetrommel unmittelbar nachgeschaltete Druckwerk eine Drehfehllage des entsprechenden Teildruckbilds zu kompensieren, so wird nur die diesem Druckwerk nachgeschaltete Übertragungstrommel verstellt, wohingegen die diesem Druckwerk vorgeschaltete Übertragungs- und Wendetrommel nicht verstellt wird.

Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:

1: eine schematisierte Ansicht einer Bogendruckmaschine.

Nachfolgend wird die hier vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf 1 in größerem Detail beschrieben.

1 zeigt schematisiert eine mögliche Ausführungsform einer Bogendruckmaschine 10, die im gezeigten Ausführungsbeispiel insgesamt acht hintereinander angeordnete Druckwerke 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 und 18 umfasst. Jedes dieser Druckwerke 11 bis 18 verfügt über einen Formzylinder FZ, einen Übertragungszylinder UZ, einen Gegendruckzylinder DZ, ein Farbwerk FBW sowie ein Feuchtwerk FEW. In 1 sind Formzylinder, Übertragungszylinder, Gegendruckzylinder, Farbwerk und Feuchtwerk mit diesen Abkürzungen gekennzeichnet, wobei die Indizes das Druckwerk angeben, welchem diese Baugruppen zugeordnet sind.

Zwischen den Druckzylindern DZ benachbarter Druckwerke ist im gezeigten Ausführungsbeispiel jeweils eine Übertragungstrommel 19, 20, 21, 22, 23, 24 bzw. 25 positioniert, wobei die Übertragungstrommeln 19 bis 25 der Überführung eines zu bedruckenden Druckbogens zwischen zwei hintereinander angeordneten Druckwerken dienen. Im Ausführungsbeispiel der 1 ist die zwischen den beiden Druckwerken 14 und 15 positionierte Übertragungstrommel 22 als Übertragungs- und Wendetrommel ausgebildet. Mit einer solchen als Übertragungs- und Wendetrommel ausgebildeten Übertragungstrommel kann ein Druckbogen zwischen den Druckwerken 14 und 15 überführt sowie gewendet werden, um so in den der Übertragungs- und Wendetrommel 22 nachgeordneten Druckwerken 15 bis 18 eine andere Seite des Druckbogens zu bedrucken als in den der Übertragungs- und Wendetrommel vorgeschalteten Druckwerken 11 bis 14. Es sei darauf hingewiesen, dass die als Übertragungs- und Wendetrommel 22 ausgeführte Übertragungstrommel auch als reine Übertragungstrommel verwendet bzw. eingesetzt werden kann.

Im Ausführungsbeispiel der 1 dienen die Druckwerke 11 bis 14 dem Bedrucken einer ersten Seite, der sogenannten Schöndruckseite, von Druckbogen. Die Druckwerke 15 bis 18 hingegen dienen dem Bedrucken einer zweiten Seite, der sogenannten Widerdruckseite, der Druckbogen. In jedem der Druckwerke 11 bis 18 wird ein Teildruckbild in einer Druckfarbe auf den Druckbogen aufgetragen. Im Falle des autotypischen Zusammendrucks wird in den Druckwerken 11 bis 14 sowie 15 bis 18 vorzugsweise jeweils eine der Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz auf die Druckbogen gedruckt.

Den Übertragungstrommeln 19 bis 25 der Bogendruckmaschine 10 sind nichtdargestellte Schrägregisterverstelleinrichtungen zugeordnet. Vorzugsweise sind auch Seitenregisterverstelleinrichtungen und Umfangsregisterverstelleinrichtungen vorhanden. Mit Hilfe der Schrägregisterverstelleinrichtungen lassen sich Drehfehllagen der in den Druckwerken zu druckenden Teildruckbildern dadurch kompensieren, dass die Achsen der Übertragungszylinder 19 bis 25 verstellbar sind. Durch eine Schrägverstellung der Achsen der Übertragungszylinder 19 bis 25 kann eine Drehfehllage eines Teildruckbilds relativ zu dem durch die Druckwerke zu bewegenden Druckbogen ausgeglichen werden. Die nicht-dargestellten Schrägregisterverstelleinrichtungen sind mit einer ebenfalls nicht-dargestellten Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung gekoppelt, mit Hilfe derer die Schrägregisterverstelleinrichtungen ansteuerbar sind.

Bei der Schrägregisterverstellung gilt prinzipiell das Grundprinzip, dass dann, wenn für ein Druckwerk eine Drehfehllage des entsprechenden Teildruckbilds zu kompensieren ist, eine diesem Druckwerk vorgeschaltete Übertragungstrommel und eine diesem Druckwerk nachgeschaltete Übertragungstrommel derart gegensinnig verstellt werden, dass die Verstellung, die an der dem Druckwerk vorgeschalteten Übertragungstrommel vorgenommen wird, an der dem Druckwerk nachgeschalteten Übertragungstrommel ausgleichbar ist.

Um den unterschiedlichen Anforderungen an die Schrägregisterverstellung, die sich einerseits im Schöndruckbetrieb und andererseits im Schön- und Widerdruckbetrieb einstellen, gerecht zu werden, wird im Sinne der hier vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, dass die Schrägregisterverstelleinrichtungen von der Steuerungs- und Regelungseinrichtung im Schön- und Widerdruckbetrieb derart ansteuerbar sind, dass dann, wenn für das der Übertragungs- und Wendetrommel 22 unmittelbar vorgeschaltete Druckwerk 14 eine Drehfehllage des im Druckwerk 14 zu druckenden Teildruckbilds zu kompensieren ist, nur die diesem Druckwerk 14 vorgeschaltete Übertragungstrommel 21 einer Schrägregisterverstellung unterzogen wird, wohingegen die diesem Druckwerk 14 nachgeschaltete Übertragungs- und Wendetrommel 22 nicht verstellt wird. Ist für das der Übertragungs- und Wendetrommel 22 unmittelbar nachgeschaltete Druckwerk 15 eine Drehfehllage des im Druckwerk 15 zu druckenden Teildruckbilds zu kompensieren, so wird im Sinne der Erfindung nur die diesem Druckwerk 15 nachgeschaltete Übertragungstrommel 23 im Sinne einer Schrägregisterverstellung verstellt, wohingegen die diesem Druckwerk 15 vorgeschaltete Übertragungs- und Wendetrommel 22 nicht verstellt wird. Ist hingegen für die anderen Druckwerke 11, 12 und 13 bzw. 16, 17 und 18 eine Drehfehllage des entsprechenden Teildruckbilds zu kompensieren, so werden die diesem Druckwerk vorgeschaltete sowie die diesem Druckwerk nachgeschaltete Übertragungstrommel gegensinnig verstellt, um so eine Schrägregisterverstellung, die an der dem entsprechenden Druckwerk vorgeschalteten Übertragungstrommel vorgenommen wurde, an der dem Druckwerk nachgeschalteten Übertragungstrommel wieder auszugleichen. Dieses Verstellprinzip der Schrägregisterverstellung gilt selbstverständlich nicht für das erste Druckwerk 11 sowie das letzte Druckwerk 18, da dem ersten Druckwerk 11 keine Übertragungstrommel vorgeschaltet und dem letzten Druckwerk 18 keine Übertragungstrommel nachgeschaltet ist. Vielmehr ist dem ersten Druckwerk 11 eine Anlegetrommel 26 vorgeschaltet, mit Hilfe derer der Druckbogen relativ zum ersten Druckwerk 11 ausgerichtet werden kann. Nach dem letzten Druckwerk 18 erfolgt eine Auslage des vollständig bedruckten Druckbogens aus der Bogendruckmaschine 10, so dass im Anschluss an das letzte Druckwerk 18 eine gegebenenfalls an der demselben vorgeschalteten Übertragungstrommel 25 vorgenommene Verstellung nicht ausgeglichen werden muss.

Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung werden demnach die Druckwerke 11 bis 18 im Schön- und Widerdruckbetrieb steuerungsseitig in zwei Gruppen bzw. Teildruckmaschinen untergliedert. Eine erste Gruppe umfasst die Druckwerke 11 bis 14 zum Bedrucken der Schöndruckseite des Druckbogens, eine zweite Gruppe umfasst die Druckwerke 15 bis 18 zum Bedrucken der Widerdruckseite des Druckbogens. Zwischen den beiden Gruppen der Druckwerke ist die im Schön- und Widerdruckbetrieb als Übertragungs- und Wendetrommel dienende Übertragungstrommel 22 positioniert. Im Schön- und Widerdruckbetrieb wird bei der Steuerung der Schrägregisterverstelleinrichtungen das letzte Druckwerk 14 der ersten Gruppe von Druckwerken wie das letzte Druckwerk 18 der zweiten Gruppe von Druckwerken behandelt. Ist demnach für das letzte Druckwerk 14 der ersten Gruppe von Druckwerken eine Drehfehllage des in diesem Druckwerk 14 zu druckenden Teildruckbilds auszugleichen, so wird lediglich die diesem Druckwerk 14 unmittelbar vorgeschaltete Übertragungstrommel 21 einer Schrägregisterverstellung unterzogen. Die Übertragungs- und Wendetrommel 22 wird hingegen nicht verstellt, da im Bereich des Druckwerks 14 eine Auslage der Schöndruckseite des Druckbogens erfolgt. Ist für das der Übertragungs- und Wendetrommel 22 unmittelbar nachgeschaltete Druckwerk 15 einer Drehfehllage des in diesem Druckwerk 15 zu druckenden Teildruckbilds auszugleichen, so wird erfindungsgemäß lediglich die diesem Druckwerk 15 unmittelbar nachgeschaltete Übertragungstrommel 23 einer Schrägregisterverstellung unterzogen, da dies steuerungsseitig der Anlage der Schöndruckseite entspricht.

Wie bereits erwähnt, ist die im Schön- und Widerdruckbetrieb als Übertragungs- und Wendetrommel 22 dienende Übertragungstrommel auch derart einsetzbar, dass dieselbe in einem Schöndruckbetrieb der Bogendruckmaschine 10 ausschließlich der Überführung eines Druckbogens zwischen zwei Druckwerken dient. So ist es zum Beispiel möglich, dass in der in 1 dargestellten Bogendruckmaschine 10 ein Druckbogen ausschließlich auf einer Seite und demnach im sogenannten Schöndruckbetrieb bedruckt wird, nämlich zum Beispiel in den hintereinander geschalteten Druckwerken 11 bis 15, wobei in den Druckwerken 11 bis 14 die zum autotypischen Zusammendruck erforderlichen Druckfarben Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb und in dem den Druckwerken 11 bis 14 nachgeschalteten Druckwerk 15 eine Sonderfarbe, zum Beispiel Silber, auf den Duckbogen aufgetragen werden.

Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird nun vorgeschlagen, dass dann, wenn von einem Schön- und Widerdruckbetrieb auf einen Schöndruckbetrieb umgeschaltet wird, die auf die nunmehr ausschließlich der Überführung von Druckbogen dienenden Übertragungstrommel 22 einwirkende Schrägregisterverstelleinrichtung derart anzusteuern, dass die Übertragungstrommel 22 im Sinne der Schrägregisterverstellung gegensinnig zur Übertragungstrommel 21 verstellt wird. Hierdurch kann dann gewährleistet werden, dass die an der Übertragungstrommel 21 vorgenommene Schrägregisterverstellung an der Übertragungstrommel 22 ausgeglichen bzw. aufgehoben wird.

Wird hingegen von einem Schöndruckbetrieb auf einen Schön- und Widerdruckbetrieb umgeschaltet, so wird im Sinne der hier vorliegenden Erfindung die Übertragungstrommel 22, die dann als Übertragungs- und Wendetrommel fungiert, derart hinsichtlich der Schrägregisterverstellung eingestellt, dass eine mögliche Schrägregisterverstellung derselben aufgehoben wird. Zusätzlich wird die der Übertragungs- und Wendetrommel 22 nachgeschaltete Übertragungstrommel 23 entsprechend korrigiert, indem auch deren Schrägregisterverstellung aufgehoben wird. Bei der Umschaltung von Schöndruck nach Schön- und Widerdruck werden demnach die Schrägregisterverstellungen der Übertragungs- und Wendetrommel 22 sowie der derselben nachgeschalteten Übertragungstrommel 23 auf den Wert Null verstellt.

10Bogendruckmaschine 11Druckwerk 12Druckwerk 13Druckwerk 14Druckwerk 15Druckwerk 16Druckwerk 17Druckwerk 18Druckwerk 19Übertragungstrommel 20Übertragungstrommel 21Übertragungstrommel 22Übertragungs- und Wendetrommel 23Übertragungstrommel 24Übertragungstrommel 25Übertragungstrommel 26Anlegetrommel FZiFormzylinder des Druckwerks i; i=10...18 UZiÜbertragungszylinder des Druckwerks i; i=10...18 DZiGegendruckzylinder des Druckwerks i; i=10...18 FBWiFarbwerk des Druckwerks i; i=10...18 FEBiFeuchtwerk des Druckwerks i; i=10...18

Anspruch[de]
  1. Bogendruckmaschine, mit mehreren hintereinander angeordneten Druckwerken, wobei jedes Druckwerk einen Formzylinder, einen Übertragungszylinder, einen Gegendruckzylinder und ein Farbwerk aufweist, wobei das Farbwerk eines jeden Druckwerks Druckfarbe auf den Formzylinder des jeweiligen Druckwerks aufträgt, die über den Übertragungszylinder des jeweiligen Druckwerks auf einen zwischen dem Übertragungszylinder und dem Gegendruckzylinder des Druckwerks hindurchzubewegenden Druckbogen in Form eines Teildruckbilds übertragbar ist, mit zwischen den Druckwerken angeordneten Übertragungstrommeln, wobei zwischen den Gegendruckzylindern von zwei benachbarten Druckwerken mindestens jeweils eine Übertragungstrommel positioniert ist, um einen Druckbogen von einem Druckwerk in ein nachgeordnetes Druckwerk zu überführen, und wobei eine der Übertragungstrommeln als Übertragungs- und Wendetrommel ausgebildet ist, um in einem Schön- und Widerdruckbetrieb einen Druckbogen bei der Überführung zwischen zwei Druckwerken zu wenden, und mit auf die Übertragungstrommeln einwirkenden Schrägregisterverstelleinrichtungen, um eine Drehfehllage zwischen in den Druckwerken zu druckenden Teildruckbildern zu kompensieren, gekennzeichnet dadurch eine Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung, mit Hilfe derer die Schrägregisterverstelleinrichtungen im Schön- und Widerdruckbetrieb derart ansteuerbar sind, dass dann, wenn für das der Übertragungs- und Wendetrommel (22) unmittelbar vorgeschaltete Druckwerk (14) eine Drehfehllage des entsprechenden Teildruckbilds zu kompensieren ist, nur die diesem Druckwerk (14) vorgeschaltete Übertragungstrommel (21) verstellt wird, wohingegen die diesem Druckwerk nachgeschaltete Übertragungs- und Wendetrommel (22) nicht verstellt wird, und dass dann, wenn für das der Übertragungs- und Wendetrommel (22) unmittelbar nachgeschaltete Druckwerk (15) eine Drehfehllage des entsprechenden Teildruckbilds zu kompensieren ist, nur die diesem Druckwerk (15) nachgeschaltete Übertragungstrommel (23) verstellt wird.
  2. Bogendruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn für eines der anderen Druckwerke (11, 12, 13, 16, 17, 18) eine Drehfehllage des entsprechenden Teildruckbilds zu kompensieren ist, eine diesem Druckwerk gegebenenfalls vorgeschaltete Übertragungstrommel und eine diesem Druckwerk gegebenenfalls nachgeschaltete Übertragungstrommel verstellt werden.
  3. Bogendruckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass diese beiden Übertragungstrommeln derart gegensinnig verstellbar sind, dass die Verstellung, die an der dem Druckwerk vorgeschalteten Übertragungstrommel vorgenommen wird, an der dem Druckwerk nachgeschalteten Übertragungstrommel ausgleichbar ist.
  4. Bogendruckmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die als Übertragungs- und Wendetrommel (22) ausgebildete Übertragungstrommel derart ausgebildet ist, dass im Falle des ausschließlich einseitigen Bedruckens der Druckbogen im Sinne eines Schöndruckbetriebs dieselbe ausschließlich der Überführung der Druckbogen zwischen zwei Druckwerken dient, wohingegen im Falle des beidseitigen Bedruckens der Druckbogen im Sinne eines Schön- und Widerdruckbetriebs dieselbe der Überführung und Wendung der Druckbogen dient.
  5. Bogendruckmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrägregisterverstelleinrichtungen von der Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung derart ansteuerbar sind, dass dann, wenn von dem Schöndruckbetrieb auf den Schön- und Widerdruckbetrieb umgeschaltet wird, eine Verstellung der Übertragungs- und Wendetrommel (22) aufgehoben wird.
  6. Bogendruckmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich die Verstellung der Übertragungstrommel (23), die der Übertragungs- und Wendetrommel (22) nachgeordnet ist, aufgehoben wird.
  7. Bogendruckmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrägregisterverstelleinrichtungen von der Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung derart ansteuerbar sind, dass dann, wenn von dem Schön- und Widerdruckbetrieb auf den Schöndruckbetrieb umgeschaltet wird, die nunmehr ausschließlich der Überführung von Druckbogen dienende Übertragungs- und Wendetrommel (22) auf einen Wert verstellbar ist, um die Verstellung der Übertragungstrommel (21 ), die der Übertragungs- und Wendetrommel (22) vorgelagert ist, aufzuheben.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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