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Dokumentenidentifikation DE202004018128U1 24.02.2005
Titel Drehpotentiometer
Anmelder Metallux AG, 71404 Korb, DE
Vertreter Patentanwalts-Partnerschaft Rotermund + Pfusch + Bernhard, 70372 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202004018128
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.02.2005
Registration date 20.01.2005
Application date from patent application 22.11.2004
IPC-Hauptklasse H01C 10/14
IPC-Nebenklasse H01C 10/34   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Drehpotentiometer.

Drehpotentiometer sind dadurch charakterisiert, dass ihr Widerstand durch eine Drehbewegung an einer Antriebswelle einstellbar ist. Um den Widerstand des Drehpotentiometers möglichst fein einstellen zu können, sind Drehpotentiometer mit Übersetzung bekannt, bei denen die Antriebswelle zwei oder mehr vollständige Umdrehungen durchführen muss, um das Drehpotentiometer zwischen seinem minimalen Widerstand und seinem maximalen Widerstand zu verstellen.

Bekannt sind beispielsweise sogenannte Wendelpotentiometer, bei denen ein Potentiometerwiderstand durch einen schraubenförmig gewendelten Widerstandsdraht gebildet ist. Mit Hilfe der Antriebswelle kann ein Schleifer entlang des Widerstandsdrahts verstellt werden, wobei dann eine Umdrehung der Antriebswelle einer Schraubenwindung entspricht. Beispielsweise lassen sich somit 10-Gang-Potentiometer realisieren, bei denen die Antriebswelle zehn volle Umdrehungen ausführt, um das Potentiometer in seinem ganzen Einstellbereich zu verstellen. Nachteilig bei diesen Wendelpotentiometern ist beispielsweise, dass sie zwangsläufig über Endanschläge verfügen. Desweiteren können mit den Widerstandsdrähten nicht beliebige Widerstandswerte realisiert werden. Insbesondere sind hochohmige Wendelpotentiometer nicht realisierbar. Darüber hinaus sind Wendelpotentiometer verschleißbehaftet, wodurch ihre Lebensdauer begrenzt ist. Beispielsweise besitzt ein typisches Wendelpotentiometer eine Lebenszeit von 50.000 bis 500.000 Zyklen, also Betätigungen.

Problematisch ist außerdem die Verwendung derartiger Wendelpotentiometer in Einrichtungen, bei denen die Antriebswelle des Drehpotentiometers mit Hilfe eines Antriebs betätigt wird. Die Anbindung der Antriebswelle an diesen Antrieb ist toleranzbehaftet. Dementsprechend muss das Drehpotentiometer entsprechende Stellwegreserven aufweisen.

Desweiteren besteht hier die Gefahr, dass der Antrieb das Wendelpotentiometer über dessen Endanschlag hinaus antreibt, wodurch das Wendelpotentiometer beschädigt wird.

Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für ein Drehpotentiometer der eingangs genannten Art eine verbesserte oder zumindest eine andere Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere durch eine erhöhte Lebensdauer auszeichnet.

Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, ein Planetengetriebe in das Drehpotentiometer zu integrieren. Mit Hilfe eines Planetengetriebes kann ein Schleifer des Drehpotentiometers besonders einfach in einer Ebene entlang einer Kreisbahn verstellt werden. Eine derartige Bewegung lässt sich ohne weiteres besonders reibungsarm realisieren. Dementsprechend besitzt das erfindungsgemäße Drehpotentiometer eine erhöhte Lebenszeit.

Ein Potentiometerwiderstand, entlang dem der Schleifer zum Einstellen des Drehpotentiometers positioniert werden kann, erstreckt sich bei einer vorteilhaften Ausführungsform zweckmäßig in einer Ebene, die sich senkrecht zur Drehachse der Antriebswelle erstreckt. Auf diese Weise arbeitet das Drehpotentiometer mit einer axialen Kontaktierung zwischen Schleifer und Potentiometerwiderstand.

Bei einer anderen speziellen Ausführungsform kann der Potentiometerwiderstand aus Leitplastik gebildet sein, die auf ein Widerstandselement des Drehpotentiometers aufgetragen ist. Derartige Leitplastik zeichnet sich durch einen extrem niedrigen Reibungsbeiwert aus. Desweiteren lassen sich mit Leitplastik quasi beliebige Widerstände realisieren. Insbesondere können somit auch hochohmige Drehpotentiometer realisiert werden.

Insbesondere in Verbindung mit der Leitplastik kann für das Drehpotentiometer eine Lebensdauer von beispielsweise 3.000.000 Zyklen erreicht werden.

Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, bei welcher das Drehpotentiometer ein Gehäuse aufweist, in dem das Widerstandselement, ein Schleiferelement und das Planetengetriebe gemeinsam angeordnet sind, wobei dann die Antriebswelle aus diesem gemeinsamen Gehäuse herausgeführt ist. Das Drehpotentiometer baut bei dieser Ausführungsform besonders kompakt.

Weitere Integrationsgrade lassen sich beispielsweise dadurch erreichen, dass eine Innenwand des Gehäuses als Hohlrad des Planetengetriebes ausgebildet ist. Zusätzlich oder Alternativ kann am Schleiferelement an einer vom Schleifer abgewandten Seite zumindest ein Planetenrad gelagert sein. Beispielsweise können hierzu am Schleiferelement für jedes Planetenrad ein Lagerzapfen ausgeformt sein.

Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform können ein Sonnenrad und ein Hohlrad des Planetengetriebes jeweils eine ungerade Zähnezahl aufweisen. Durch diese spezielle Bauweise kann das Planetengetriebe spielfrei ausgestaltet werden. Ein spielfrei arbeitendes Planentengetriebe ermöglicht eine besonders hohe Präzision beim Einstellen des Drehpotentiometers.

Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann das Drehpotentiometer durchdrehbar, also anschlagsfrei ausgestaltet sein. Dies ist insbesondere für eine Anwendung des Drehpotentiometers in Verbindung mit einem Antrieb von Vorteil, da so eine Beschädigung des Drehpotentiometers durch Überfahren eines Anschlags nicht zu befürchten ist.

Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder funktional gleiche oder ähnliche Bauteile beziehen.

Es zeigen, jeweils schematisch,

1 eine perspektivische Explosionsdarstellung eines Drehpotentiometers nach der Erfindung,

2 einen Längsschnitt durch das Drehpotentiometer,

3 einen Querschnitt durch das Drehpotentiometer entsprechend Schnittlinien III in 2,

4 eine Draufsicht auf ein Widerstandselement des Drehpotentiometers.

Entsprechend 1 umfasst ein erfindungsgemäßes Drehpotentiometer 1 ein Widerstandselement 2, ein Schleiferelement 3 und ein Planetengetriebe 4. Das Widerstandselement 2 weist einen Potentiometerwiderstand 5 auf (vgl. 4) und besitzt 3 Potentiometeranschlüsse 6, 7, 8.

Das Schleiferelement 3 weist einen Schleifer 9 auf, der hier als kammartiges Federelement ausgestaltet ist. Das Schleiferelement 3 ist um eine Drehachse 10 relativ zum Widerstandselement 2 drehend verstellbar. Hierdurch kann der Schleifer 9, der fest mit dem Schleiferelement 3 verbunden ist, entlang des Potentiometerwiderstands 5 positioniert werden.

Das Planetengetriebe 4 umfasst ein Hohlrad 11, ein Sonnenrad 12 und zumindest ein Planetenrad 13. Im vorliegenden Fall sind genau zwei Planetenräder 13 vorgesehen. Grundsätzlich sind jedoch auch Ausführungsformen möglich, die nur ein einziges Planetenrad 13 oder die mehr als zwei Planetenräder 13 aufweisen.

Das Planetengetriebe 4 ist ausgangsseitig drehfest mit dem Schleiferelement 3 verbunden, d.h., das Planetengetriebe 4 treibt das Schleiferelement 3 an. Beim hier realisierten Integrationsgrad bildet das Schleiferelement 3 die Ausgangsseite des Planetengetriebes 4. Eingangsseitig ist das Planetengetriebe 4 mit einer Antriebswelle 14 versehen. Die an der Antriebswelle 14 eingebrachte Drehbewegung wird vom Planetengetriebe 4 in eine entsprechend übersetzte bzw. untersetzte Drehbewegung ausgangsseitig auf das Schleiferelement 3 übertragen.

Bei der hier gezeigten bevorzugten Ausführungsform ist die Antriebswelle 14 koaxial zur Drehachse 10 angeordnet. Hierdurch ergibt sich eine besonders kompakte Bauweise.

Das Drehpotentiometer 1 ist außerdem mit einem Gehäuse 15 ausgestattet. In diesem Gehäuse 15 sind das Widerstandselement 2, das Schleiferelement 3 und das Planetengetriebe 4 untergebracht. Die Antriebswelle 14 ist dabei aus dem Gehäuse 15 herausgeführt. Auf diese Weise ergibt sich ein vergleichsweise hoher Integrationsgrad für das mit dem Planetengetriebe 4 ausgestattete Drehpotentiometer 1. Dieser Integrationsgrad wird bei der hier gezeigten Ausführungsform zusätzlich verbessert, da hier eine Innenwand des Gehäuses 15 das Hohlrad 11 des Planetengetriebes 4 bildet.

Entsprechend 2 ist die Antriebswelle 14 in einem Inneren 16 des Gehäuses 15 axial am Gehäuse 15 abgestützt. Hierzu ist an der Antriebswelle 14 eine radial abstehende Schulter 17 ausgebildet, die sich an einer ringförmigen Lagerfläche 18 des Gehäuses 15 axial abstützt. Diese Lagerfläche 18 ist dabei an einer Lagerbuchse 19 des Gehäuses 15 ausgebildet. Die Lagerbuchse 19 ist hier in einen Boden des topfförmigen Gehäuses 15 eingesetzt. Die Antriebswelle 14 ist in die Lagerbuchse 19 eingesetzt und darin drehbar gelagert. Gleichzeitig ist hier eine Dichtung 20, z.B. in Form eines O-Rings, vorgesehen, um die Antriebswelle 14 staubdicht in der Lagerbuchse 19 zu lagern. Die Antriebswelle 14 stützt sich somit über ihre Schulter 17 im Inneren 16 des Gehäuses 15 direkt an der Lagerbuchse 19 und somit indirekt am Gehäuse 15 ab.

Das Sonnenrad 12 ist am Schleiferelement 3 an einer vom Schleifer 9 abgewandten Seite gelagert. Zu diesem Zweck ist das Sonnenrad 12 an einer Sonnenradwelle 21 angeordnet. Beispielsweise ist hierzu das Sonnenrad 12 einstückig mit der Sonnenradwelle 21 hergestellt. Die Sonnenradwelle 21 ist einenends im Schleiferelement 3 gelagert. Hierzu enthält das Schleiferelement 3 eine entsprechende Lageröffnung 22, in welche die Sonnenradwelle 21 eingesteckt ist. Desweiteren ist die Sonnenradwelle 21 anderenends drehfest mit der Antriebswelle 14 verbunden. Bei der hier gezeigten Ausführungsform ist die Sonnenradwelle 21 in eine entsprechende Aufnahmeöffnung 23 der Antriebswelle 14 drehfest eingesetzt. Beispielsweise durch eine Presspassung. Ebenso ist eine drehfeste Formschlussverbindung denkbar. Desweiteren ist es ebenfalls möglich, die Antriebswelle 14 zusammen mit der Sonnenradwelle 21 und insbesondere zusammen mit dem Sonnenrad 12 einstückig herzustellen.

Die Antriebswelle 14 ist in axialer Richtung am Schleiferelement 3 abgestützt. Bei der hier gezeigten Ausführungsform erfolgt die axiale Abstützung der Antriebswelle 14 am Schleiferelement 3 über Lagerzapfen 24, mit welchen das Schleiferelement 3 zur Lagerung der Planetenräder 13 versehen ist. D.h., die Antriebswelle 14 stützt sich axial direkt an den Lagerzapfen 24 und somit über diese indirekt am Schleiferelement 3 ab.

Wie erläutert, sind die Planetenräder 13 am Schleiferelement 3 an einer vom Schleifer 9 abgewandten Seite gelagert. Hierzu ist das Schleiferelement 3 mit den Lagerzapfen 24 ausgestattet. Diese können bei einer bevorzugte Ausführungsform einstückig am Schleiferelement 3 ausgeformt sein.

Desweiteren stützt sich hier das Schleiferelement 3 axial am Widerstandselement 2 ab. Auf diese Weise ist das Planetengetriebe 4 axial zwischen dem Widerstandselement 2 und dem Gehäuse 15 eingespannt uns insoweit spielfrei gelagert.

Entsprechend 3 sind die beiden Planetenräder 13 diametral gegenüberliegend angeordnet. Somit liegt das Sonnenrad 12 exakt mittig zwischen den beiden Planetenrädern 13. Das hierzu gezeigte Ausführungsbeispiel zeigt eine weitere Besonderheit. Denn hier sind das Sonnenrad 12 und das Hohlrad 11 jeweils mit einer ungeraden Zähnezahl versehen. Auf diese Weise kann das Planetengetriebe 4 spielfrei arbeiten. D.h., die an der Antriebswelle 14 eingeleitete Drehbewegung wird spielfrei auf das Schleiferelement 3 übersetzt. Auf diese Weise kann eine präzise Einstellung des Drehpotentiometers 1 realisiert werden.

Desweiteren ist bei der hier gezeigten Ausführungsform das Drehpotentiometer 1 durchdrehbar ausgestaltet. D.h., für die Drehverstellbarkeit des Schleiferelements 3 sind keinerlei Anschläge vorgesehen. Das Schleiferelement 3 kann somit um 360° sowie um beliebige Vielfache davon ohne Unterbrechung gedreht werden.

Die Übersetzung des Planetengetriebes 4 kann beispielweise so gewählt werden, dass das Drehpotentiometer 1 als 3-Gang-Drehpotentiometer oder 5-Gang-Drehpotentiometer oder 10-Gang-Drehpotentiometer ausgebildet ist. Grundsätzlich sind auch beliebige andere Übersetzungsverhältnisse durch eine entsprechende Dimensionierung und Auslegung des Planetengetriebes 4 realisierbar.

Entsprechend 4 ist der Potentiometerwiderstand 5 in einer nicht näher bezeichneten Ebene kreisförmig angeordnet. Diese Ebene liegt in 4 in der Zeichnungsebene. Die Ebene erstreckt sich dabei senkrecht zur Drehachse 10. Der Potentiometerwiderstand 5 ist auf bekannte Weise an seinen Enden 25 mit den Anschlüssen 6 und 7 verbunden. Der dritte Anschluss 8 bildet den Kollektoranschluss, der mit einem hier ringförmig ausgestalteten Kollektor 26 verbunden ist. Innerhalb des Kollektors 26 ist eine kreisförmige Lagerfläche 27 angeordnet. Auf dieser Lagerfläche 27 stützt sich das Schleiferelement 3 axial ab (vgl. 2).

Vorzugsweise ist der Potentiometerwiderstand 5 durch eine Leitplastik gebildet, die auf das Widerstandselement 3 auf entsprechende Weise aufgebracht ist. Der Schleifer 9 verbindet auf bekannte Weise den Kollektor 26 mit dem Potentiometerwiderstand 5. In Abhängigkeit seiner Relativlage zwischen den Enden des Potentiometerwiderstands 5 kann an den Anschlüssen 6, 7, 8 ein unterschiedliches Potential abgegriffen werden.

Die Lagerfläche 27 ist zweckmäßig mit einer Gleitlagerbeschichtung 28 versehen, die sich durch einen besonders niedrigen Reibungskoeffizienten auszeichnet. Entsprechend einer besonders vorteilhaften Ausführungsform wird als Gleitlagerbeschichtung 28 die Leitplastik verwendet, die gleichzeitig zur Herstellung des Potentiometerwiderstands 5 verwendet wird. Denn im Hinblick auf den Schleifkontakt zwischen Schleifer 9 und Potentiometerwiderstand 5 ist die Leitplastik ohnehin zur Erzielung möglichst niedriger Reibungsbeiwerte ausgestaltet. Somit ergibt sich eine besonders vorteilhafte Verwendung für die Leitplastik als Gleitlagerbeschichtung 28 für ein Axiallager. Desweiteren vereinfacht sich dadurch die Herstellung, da in einem einzigen Arbeitsgang durch Auftragen der Leitplastik sowohl die Gleitlagerbeschichtung 28 als auch der Potentiometerwiderstand 5 hergestellt werden können.

Die Anschlüsse 6 und 7 sind über metallische Leitungsabschnitte 29 an die Enden 25 des Potentiometerwiderstands 5 angeschlossen. Ebenso ist der Kollektoranschluss 8 über einen metallischen Leitungsanschluss 30 an den Kollektor 26 angeschlossen, der zweckmäßig ebenfalls durch eine metallische Leitung hergestellt ist. Bevorzugt sind die Leitungsabschnitte 29, 30 und der Kollektor 26 durch Kupferleitungen gebildet. Die Leitungen bzw. Leitungsabschnitt 29, 30 sowie der Kollektor 26 sind auf herkömmliche Weise auf das Widerstandselement 3 aufgebracht, z.B. nach Art einer bedruckten Schaltung.

Zwischen den Enden 25 des Potentiometerwiderstands 5 ist der Leitungsabschnitt 30 angeordnet, der den Kollektor 26 mit dem Kollektoranschluss 8 verbindet. Dieser Leitungsabschnitt 30 durchdringt dabei ein Ringsegment 31, das gegenüber den Enden 25 des Potentiometerwiderstands 5 isoliert ist. Dieses Ringsegment 31 besteht zweckmäßig aus demselben Material wie der Potentiometerwiderstand 5, also aus Leitplastik. Auch hier wird die reibungsarme und verschleißfeste Eigenschaft der Leitplastik genutzt, um eine Kontaktierung des Schleifers 9 mit dem vergleichsweise weichen Werkstoff des Widerstandselements 3 weitgehend zu vermeiden.

Aus 4 wird außerdem deutlich, dass das erfindungsgemäße Drehpotentiometer 1 ohne weiteres durchdrehbar ausgestaltet werden kann, da auch für den Schleifer 9 kein Anschlag vorgesehen ist.

Zusammenfassung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Drehpotentiometer (1), umfassend ein Widerstandselement (2), das einen Potentiometerwiderstand aufweist, ein Schleiferelement (3), das einen Schleifer (9) aufweist und das zum Positionieren des Schleifers (9) entlang des Potentiometerwiderstands um eine Drehachse (10) relativ zum Widerstandselement (2) drehend verstellbar ist, sowie ein Planetengetriebe (4), das ausgangsseitig drehfest mit dem Schleiferelement (3) verbunden ist und eingangsseitig eine Antriebswelle (14) aufweist.

(1)


Anspruch[de]
  1. Drehpotentiometer

    – mit einem Widerstandselement (2), das einen Potentiometerwiderstand (5) aufweist,

    – mit einem Schleiferelement (3), das einen Schleifer (9) aufweist und das zum Positionieren des Schleifers (9) entlang des Potentiometerwiderstands (5) um eine Drehachse (10) relativ zum Widerstandselement (2) drehend verstellbar ist,

    – mit einem Planetengetriebe (4), das ausgangsseitig drehfest mit dem Schleiferelement (3) verbunden ist und eingangsseitig eine Antriebswelle (14) aufweist.
  2. Drehpotentiometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (14) koaxial zur Drehachse (10) angeordnet ist.
  3. Drehpotentiometer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Potentiometerwiderstand (5) in einer Ebene kreisförmig angeordnet ist, die sich senkrecht zur Drehachse (10) erstreckt.
  4. Drehpotentiometer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Potentiometerwiderstand (5) aus Leitplastik gebildet, die auf das Widerstandselement (3) aufgetragen ist.
  5. Drehpotentiometer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gehäuse (15) vorgesehen ist, in dem das Widerstandselement (2), das Schleiferelement (3) und das Planetengetriebe (4) untergebracht sind, wobei die Antriebswelle (14) aus dem Gehäuse (15) herausgeführt ist.
  6. Drehpotentiometer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Innenwand des Gehäuses (15) als Hohlrad (11) des Planetengetriebes (4) ausgebildet ist.
  7. Drehpotentiometer nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (14) im Inneren (16) des Gehäuses (15) axial am Gehäuse (15) abgestützt ist.
  8. Drehpotentiometer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (15) eine Lagerbuchse (19) aufweist, in der die Antriebswelle (14) drehbar gelagert ist und an der die Antriebswelle (14) im Inneren (16) des Gehäuses (15) axial abgestützt ist.
  9. Drehpotentiometer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass am Schleiferelement (3) an einer vom Schleifer (9) abgewandten Seite ein Sonnenrad (12) gelagert ist.
  10. Drehpotentiometer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sonnenrad (12) auf einer Sonnenradwelle (21) sitzt, die einenends am oder im Schleiferelement (3) gelagert ist.
  11. Drehpotentiometer nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Sonnenrad (12) drehfest mit der Antriebswelle (14) verbunden ist.
  12. Drehpotentiometer nach den Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sonnenradwelle (21) anderenends drehfest in die Antriebswelle (14) eingesetzt ist.
  13. Drehpotentiometer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (14) axial am Schleiferelement (3) abgestützt ist.
  14. Drehpotentiometer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (14) über wenigstens einen Lagerzapfen (24), an dem ein Planetenrad (13) gelagert ist, am Schleiferelement (3) abgestützt ist.
  15. Drehpotentiometer nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Planetengetriebe (4) genau zwei Planetenräder (13) aufweist, die einander diametral gegenüberliegend angeordnet sind.
  16. Drehpotentiometer nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sonnenrad (12) und ein Hohlrad (11) des Planetengetriebes (4) jeweils eine ungerade Zähnezahl aufweisen.
  17. Drehpotentiometer nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleiferelement (3) am Widerstandselement (2) axial abgestützt ist.
  18. Drehpotentiometer nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass am Schleiferelement (3) an einer vom Schleifer (9) abgewandten Seite wenigstens ein Planetenrad (13) gelagert ist.
  19. Drehpotentiometer nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass am Schleiferelement (3) für jedes Planetenrad (13) ein Lagerzapfen (24) angeordnet oder ausgeformt ist.
  20. Drehpotentiometer nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehpotentiometer (1) durchdrehbar ausgestaltet ist.
  21. Drehpotentiometer nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehpotentiometer (1) als 3-Gang-Drehpotentiometer oder als 5-Gang-Drehpotentiometer oder als 10-Gang-Drehpotentiemeter ausgebildet ist.
  22. Drehpotentiometer nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Widerstandselement (2) eine mit einer Gleitlagerbeschichtung (28) versehene Lagerfläche (27) aufweist.
  23. Drehpotentiometer nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitlagerbeschichtung (28) aus Leitplastik gebildet ist, die auf das Widerstandselement (2) aufgetragen ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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