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Dokumentenidentifikation DE202004018187U1 24.02.2005
Titel Selbsttragende Leuchtobjekte
Anmelder Meeß-Olsohn, Lars, 42555 Velbert, DE
DE-Aktenzeichen 202004018187
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.02.2005
Registration date 20.01.2005
Application date from patent application 23.11.2004
IPC-Hauptklasse F21S 6/00
IPC-Nebenklasse F21V 21/16   F21V 21/00   F21V 21/008   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Neuerung betrifft dreidimensionale Leuchtobjekte enthaltend

  • – ein System von Leuchtkörpern, bestehend aus wenigstens drei Leuchtstäben, wobei sich die Leuchtstäbe zwar perspektivisch überschneiden, aber nicht gegenseitig berühren, sowie
  • – ein System von stromführenden Seilen, die mit den Enden der Leuchtstäbe verbunden sind.

Stand der Technik

Dreidimensionale Leuchtobjekte werden vielfältig für die Akzentuierung von Räumen, Objekten oder Architektur verwendet.

Dabei dient meist eine tragende Struktur dazu, die Leuchtmittel zu befestigen und in das Verhältnis zum umgebenden Raum zu bringen, so dass die gewünschte Wirkung entsteht.

Diese tragende Struktur ist ein notwendiges Mittel, um den eigentlichen Leuchtkörper zuverlässig in die gewünschte Position zu bringen und dort zu fixieren.

Zudem wurden Leuchtobjekte in Form von räumlichen Strukturen entwickelt, deren statisch wirksame Gerüste auch frei verspannte Druckstäbe beinhalten.

Die Integration der Leuchtmittel und deren Versorgung mit Strom innerhalb der tragenden Struktur wurde durch zusätzliche Bauteile erreicht, Elemente, die das optische Erscheinungsbild eines auf die strukturell unverzichtbaren Bestandteile reduzierten Leuchtobjektes beeinträchtigten.

Der Nachteil dieser Konstruktionen liegt in der Trennung der Elemente in Bauteile für eine stabile Tragkonstruktion und in Bauteile für den eigentlichen Leuchtkörper und dessen Stromversorgung begründet, wodurch zusätzliche Kosten für die Herstellung, Lagerung und Montage entstehen.

Nachteilig ist bei vielen räumlichen Leuchtobjekten, dass sie begrenzte Einsatzmöglichkeiten bezüglich der Anbringung, Aufstellung oder Abhängung aufweisen. So können oftmals hängende Leuchtobjekte nicht liegend genutzt, oder mit einer Standvorrichtung versehene Leuchtobjekte nicht an Wänden oder Decken befestigt oder abgehängt werden.

Bei den neuen, selbsttragenden Leuchtobjekten übernehmen Seile die Versorgung der stabförmigen Leuchtkörper mit Strom und dienen gleichzeitig als Zugelemente um, im Zusammenhang mit den auf Druck belasteten Leuchtstäben, ein in sich geschlossenes Kräftegleichgewicht zu erzeugen.

Auf diese Weise können kostengünstige und ansprechende räumliche Leuchtobjekte in vielfältiger Ausgestaltung und Größe erzeugt werden. Sie sind durch die geometrische Struktur und die Wahl der geeigneten Materialien in sich stabil und können nach Belieben auf dem Boden gestellt, von einer Decke abgehängt oder an einer Wand befestigt werden.

Die neuerungsgemäßen, selbsttragenden Leuchtobjekte werden dem gewünschten Erscheinungsbild eines auf die strukturell unverzichtbaren Konstruktionselemente reduzierten Gleichgewichtes der Zug- und Druckkräfte gerecht.

Offenbarung der Neuerung

Aufgabe der Neuerung ist es daher, die Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden und reizvolle Leuchtobjekte in vielfältiger Form zu schaffen, die kostengünstig und leicht herzustellen sind.

Neuerungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass bei dreidimensionalen Leuchtobjekten der eingangs genannten Art die räumliche Geometrie und die Stabilität durch das Kräftegleichgewicht der strukturell verwendeten Leuchtstäbe einerseits und der strukturell verwendeten, stromführenden Zugseile andererseits erreicht wird.

Wegen des kleinen Packmaßes und der geringen Anzahl der Bauteile und -gruppen lassen sich die Leuchtobjekte leicht transportieren und lagern. Sie lassen sich einfach auf- und wieder abbauen und durch die vielfache Wiederholung gleicher Bauteile leicht und günstig vorfabrizieren.

In einer weiteren Ausbildung der Neuerung sind die Druck- oder Zugelemente in ihrer Länge veränderlich, über die Knotenpunkte hinaus verlängert, oder flexibel und biegeweich. Durch diese Maßnahmen lassen sich zusätzliche Formen und Geometrien erzeugen, die zur Gestaltung oder zum Gebrauch der Leuchtobjekte wünschenswert sind.

In einer weiteren geeigneten Ausgestaltung der Neuerung sind nicht alle Druckstäbe als Leuchtstäbe, oder nicht alle seilartigen Elemente stromführend ausgebildet. Hierdurch kann die Wirkung solcher Leuchtobjekte verändert, oder die Stabilität verbessert werden.

In einer weiteren, vorteilhaften Ausbildung der Neuerung sind die Leuchtstäbe zwischen den Stabenden stromführend ausgebildet. Durch diese Maßnahme kann sich die Anzahl der stromführenden Zugseile verringern.

In einer weiteren Ausgestaltung sind weitere Lichtquellen an den linearen Elementen angebracht, oder die Zugelemente als Lichtleiter oder Leuchtkörper ausgebildet. Diese Maßnahme führt zu einer Variation der Leuchtwirkung oder der Akzentuierung.

In einer weiteren Ausbildung der Neuerung sind zwischen den linearen Elementen Membranen aufgespannt. Diese sind transparent, transluzent oder opak ausgebildet und dienen dazu, das Licht der Leuchtstäbe diffus auf eine Fläche zu verteilen, dem Licht eine Möglichkeit zur Ausrichtung zu geben oder einer Blendwirkung entgegenzuwirken. Diese flächigen Elemente bewirken eine Variation des Erscheinungsbildes und eröffnen zusätzliche Möglichkeiten einer Lichtakzentuierung durch das Leuchtobjekt.

Versehen mit geeigneten mechanischen Eigenschaften führen Sie strukturell wirksam eingebunden in das statische Gefüge auch zu anderen Geometrien und einer differierenden Konstellation der Leuchtstäbe.

Weitere Vorteile ergeben sich aus dem Gegenstand der Unteransprüche.

Kurze Beschreibung der Zeichhnung

1 zeigt in einer Prinzipskizze ein erstes Ausführungsbeispiel eines neuerungsgemäßen Leuchtobjekts mit sechs Leuchtstäben.

2 zeigt in einer zweiten Prinzipskizze ein frei an einem Kabel abgehängtes Ausführungsbeispiel des neuerungsgemäßen Leuchtobjektes mit sechs Leuchtstäben. Diese verjüngenden sich zu den Sterbenden hin.

3A zeigt in einer ergänzenden Prinzipskizze ein weiteres Ausführungsbeispiel eines neuerungsgemäßen Leuchtobjekts mit drei Leuchtstäben.

3B zeigt in einer Prinzipskizze erneut das dritte Ausführungsbeispiel eines neuerungsgemäßen Leuchtobjektes. Diese Darstellung unterstützt das Erfassen des geometrischen Aufbaus der Darstellung von 3A.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele

In 1 wird mit (10) ein neuerungsgemäßes, räumliches Leuchtobjekt bezeichnet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Perspektive auf das Leuchtobjekt anhand einer Prinzipskizze dargestellt. Das räumliche Leuchtobjekt (10) stellt ein geometrisch strukturiertes und stabiles Gebilde dar.

Das System von Leuchtkörpern (12) besteht in diesem Beispiel aus sechs Leuchtstäben (14). Das System der stromführenden Seile (16) besteht aus seilartigen Zugelementen (18), die an den Enden der auf Druck belasteten Leuchtstäben (14) befestigt sind.

Die Stabilität der vorgespannten Baukonstruktion ist durch das Kräftegleichgewicht der Druck- und Zugkräfte gewährleistet. Die Versorgung ist in diesem Beispiel über die Verbindung eines Stabendes eines Leuchtstabes (14) mit einem zweiadrigen Kabel (20) an eine externe Stromquelle gewährleistet.

In 2 ist die Seitenansicht einer Variation des neuerungsgemäßen, räumlichen Leuchtobjektes (10) von 1 als Prinzipskizze dargestellt.

Analog zu den vorherigen Beispielen sind entsprechende Bestandteile mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Die Leuchtstäbe (14) dieses Leuchtobjektes (10) verjüngen sich zu den Stabenden hin, wo die Anschlüsse erfolgen.

Das in sich stabile Leuchtobjekt (10) ist über ein zweiadriges Kabel (20) frei abgehängt und an eine externe Stromquelle angeschlossen.

In 3A wird mit (10) ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein neuerungsgemäßes, räumliches Leuchtobjekt bezeichnet und anhand einer perspektivischen Prinzipskizze dargestellt. Das System von Leuchtkörpern (12) besteht in diesem Beispiel aus drei Leuchtstäben (14).

Das System der stromführenden Seile (16) besteht aus seilartigen Zugelementen (18), die an den Enden der auf Druck belasteten Leuchtstäben (14) befestigt sind.

Die Verbindung des Leuchtobjektes (10 mit einer externen Stromquelle ist durch ein zweiadriges Kabel (20) an einem Stabende eines Leuchtstabes (14) gewährleistet.

3B zeigt als Ergänzung in einer anderen Perspektive das neuerungsgemäße, räumliche Leuchtobjekt (10) von 3A. Es verdeutlicht, dass sich die Leuchtstäbe (14) zwar perspektivisch überschneiden, aber nicht berühren.


Anspruch[de]
  1. Dreidimensionale Leuchtobjekte (10) enthaltend

    – ein System von Leuchtkörpern (12), bestehend aus wenigstens drei Leuchtstäben (14), wobei sich die Leuchtstäbe (14) zwar perspektivisch überschneiden, aber nicht gegenseitig berühren,

    – ein System von stromführenden Seilen (16), deren Seile (18) die mit den Enden der Leuchtstäbe verbunden sind,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    die selbsttragende Struktur des Leuchtobjektes (10) durch die geometrische Wechselwirkung der auf Druck belasteten Leuchtstäbe (14) und der auf Zug belasteten, stromführenden Seile (18) gewährleistet ist.
  2. Dreidimensionale Leuchtobjekte (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine seilartige Zugkonstruktion, welche ebenfalls mit den Enden der Leuchtstäbe (14) des Systems von Leuchtkörpern (12) verbunden ist, zur Stabilisierung beiträgt.
  3. Dreidimensionale Leuchtobjekte (10) nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstände zwischen den Knotenpunkten durch Längenänderung der Zug- oder Druckelemente (18) (14) veränderbar sind, um weitere Geometrien zu erhalten oder ein Spannen der räumlichen Leuchtobjekte (10) zu ermöglichen.
  4. Dreidimensionale Leuchtobjekte (10) nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die auf Zug oder Druck belasteten Elemente (18} (14) über die Knotenpunkte hinaus verlängert sind.
  5. Dreidimensionale Leuchtobjekte (10) nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die auf Zug oder Druck belasteten Elemente (18) (14) flexibel oder biegeweich ausgebildet sind.
  6. Dreidimensionale Leuchtobjekte (10) nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzliche Lichtquellen an den linearen Elementen (l8) (14) für die Erweiterung der Leuchtwirkung oder der Akzentuierung der Umgebung angebracht sind.
  7. Dreidimensionale Leuchtobjekte (10) nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Zugelemente (18) als Lichtleiter oder Leuchtkörper (12) verwendet werden.
  8. Dreidimensionale Leuchtobjekte (10) nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtstäbe (14) zwischen den Stabenden stromführend ausgebildet sind.
  9. Dreidimensionale Leuchtobjekte (10) nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den linearen Elementen (18) (14) Membranen aufgespannt sind, die transparent, transluzent oder opak ausgebildet sind. Diese Membranen können in Form von elastischen Materalien, d.h. ohne signifikante Auswirkungen auf die Konstellation der übrigen Elemente (18) (14) zueinander, oder als Materialien mit einer gewissen Steifigkeit und dem damit einhergehenden Einfluss auf die Formfindung und die Stabilität, zum Einsatz kommen.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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