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Dokumentenidentifikation DE202004018326U1 24.02.2005
Titel Faltschachtel
Anmelder VG Nicolaus GmbH, 87437 Kempten, DE
Vertreter Patentanwaltskanzlei Hutzelmann, 89296 Osterberg
DE-Aktenzeichen 202004018326
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.02.2005
Registration date 20.01.2005
Application date from patent application 25.11.2004
IPC-Hauptklasse B65D 5/52
IPC-Nebenklasse B65D 5/54   B65D 5/22   B65D 5/42   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Faltschachtel aus Karton oder dergleichen, mit aneinander angelenkten ersten Wänden, sowie klappenartigen, an den ersten Wänden angelenkten Verschlusswänden.

Insbesondere bei grösseren Faltschachteln, die entweder eine grosse Menge oder eine grosse Anzahl eines Füllgutes enthalten, ist es meist schwierig Teilmengen des Inhaltes zufriedenstellend zu handhaben.

Es gab daher in der Vergangenheit schon des öfteren Versuche der Faltschachtel Kleinpackungen beizugeben. Diese beigegebenen Kleinpackung verbrauchen meist eine Teil des Füllraumes oder gehen vor der ersten Benutzung im Füllgut unter.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zu finden mit der eine zusätzliche Kleinpackung beigegeben werden kann, ohne die geschilderten Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass wenigstens aus einer der ersten Wände ein Abschnitt heraustrennbar ist, der zu einer Kleinpackung auffaltbar ist.

Dadurch ist die Kleinpackung unabhängig vom Füllgut leicht zugänglich und verbraucht kein zusätzliches Material, was zu einer erheblichen Kosteneinsparung führt.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass sich der heraustrennbare Abschnitt innerhalb einer ersten Wand erstreckt.

Je nach Ausgestaltung der Kleinpackung ist es im Rahmen der Erfindung aber auch möglich, dass sich der heraustrennbare Abschnitt über zwei benachbarte erste Wände erstreckt.

Als sehr vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn gemäß einer vorteilhaften weiteren Ausgestaltung der Erfindung der heraustrennbare Abschnitt eine Entnahmeöffnung abdeckt.

Insbesondere beim Einsatz der Faltschachtel zum Verpacken einer größeren Anzahl von stückigen Füllgütern, die zum Herausnehmen aus der Faltschachtel ohnehin eine größere Entnahmeöffnung benötigen, ist diese Ausgestaltung sehr günstig. Aus dem aus der Faltschachtel zum Entnehmen einer Teilmenge herausgelösten Teil kann dann eine Kleinpackung aufgefaltet werden, in der eine kleine Anzahl der stückigen Füllgüter aufbewahrt werden kann.

Beim Einsatz der Faltschachtel für rieselfähige Füllgüter hat es sich dagegen als vorteilhaft erwiesen, wenn der herausnehmbare Abschnitt auf der Innenseite durch eine zusätzliche Wand abgedeckt ist.

Damit kann aus dem herausgetrennten Abschnitt wiederum eine Kleinpackung, beispielsweise ein Messbecher aufgefaltet zu werden, ohne dass die dabei gebildete Öffnung als Entnahmeöffnung verwendet werden muss.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der heraustrennbare Abschnitt selbst eine Bodenwand und eine Deckwand, sowie vier an einer dieser beiden Wände angelenkte Seitenwände, zwei an einander gegenüberliegenden Seitenwänden angelenkte Abdichtklappen, sowie eine an der vierten Seitenwand angelenkte Verschlussklappe aufweist.

Damit kann aus dem herausgetrennten Abschnitt eine insich geschlossene Kleinpackung aufgefaltet werden, die keinerlei Verklebung bedarf.

Als sehr vorteilhaft hat es sich dabei erwiesen, wenn erfindungsgemäß die Deckwand oder die Bodenwand mit einem Einschnitt versehen ist und die Verschlussklappe einen ausgestanzten Vorsprung aufweist, welcher in den Einschnitt einzugreifen vermag.

Damit ist ein ausreichend sicher schliessender Verschluss der Kleinpackung geschaffen.

Es ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung aber auch möglich, dass der heraustrennbare Abschnitt eine Vorderwand sowie eine mit dieser über eine Faltlinie verbundene Rückwand sowie zwei an wenigstens einer dieser beiden Wände angelenkten Seitenwände aufweist.

Hiermit lässt sich ein oben offener Messbecher auffalten, der als Zugabe zu rieselfähigem Füllgut sehr sinnvoll ist, ohne dass hierzu zusätzliches Material eingesetzt werden müsste.

Bei Verpackungen für rieselfähiges Füllgut wird grossteils eine zusätzliche Innenhülle eingesetzt, damit die aus hochwertigem Material hergestellte Aussenhülle verhältnismäßig dünn ausgebildet werden kann.

Beim Heraustrennen des Abschnittes für die Kleinpackung bleibt durch diese Innenhülle die Faltschachtel trotzdem verschlossen.

Als sehr vorteilhaft hat es sich ergeben, wenn erfindungsgemäß die beiden Seitenwände jeweils über eine bogenförmig verlaufende Faltlinie mit der Vorderwand oder der Rückwand verbunden sind, und wenn die beiden Seitenwände eine Mittelfaltlinie aufweisen, um welche die Seitenwände insich zusammenfaltbar sind.

Damit wird eine sehr einfache Form eines Messbechers geschaffen, der nach Gebrauch zusammenlegbar ist und bis zur weiteren Verwendung flachgelegt in die Großpackung eingelegt werden kann.

Ebenfalls sehr vorteilhaft ist es, wenn die von den Seitenwänden freie Vorder- bzw. Rückwand mit zwei den Anlenkfaltlinien der Seitenwände entsprechenden bogenförmigen Faltlinien versehen ist.

Damit wird eine symetrisch aufgebaute Kleinpackung erzielt, was für die Handhabung sehr vorteilhaft ist.

Weiterhin sehr vorteilhaft ist es, wenn erfindungsgemäß im Randbereich der Wände zwei doppelseitig klebende Klebebandstreifen angeordnet sind.

Damit ist ein leichtes Verbinden der Wände der Kleinpackung ermöglicht.

Damit diese Klebestreifen vor ihrer Verwendung nicht stören, hat es sich als vorteilhaft gezeigt, wenn die Klebebandstreifen auf der Innenseite der Faltschachtel vorgesehen sind.

In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht. dabei zeigen:

1 eine Darstellung eines flachliegenden Kartonzuschnittes zum Aufrichten einer Faltschachtel, mit einem heraustrennbaren Abschnitt zum Aufrichten einer Kleinpackung,

2 eine schaubildliche Darstellung der aufgerichteten Kleinpackung,

3 eine weitere Darstellung eines flachliegenden Kartonzuschnittes zum Aufrichten einer Faltschachtel, mit einem heraustrennbaren Abschnitt zum Aufrichten einer Kleinpackung in Form eines Messbechers und

4 eine schaubildliche Darstellung der aufgerichteten Kleinpackung.

Mit 1 ist in 1 ein Kartonzuschnitt bezeichnet, der einen Boden 2, sowie eine daran über eine Faltlinie 3 angelenkte Rückwand 4 aufweist. Die Rückwand 4 trägt ihrerseits über eine Faltlinie 5 eine Deckwand 6, an welcher eine Vorderwand 8 über eine Faltlinie 7 angelenkt ist. An den Wänden 2, 4, 6 und 8 sind jeweils zwei Seitenwandklappen 21,22; 41,42; 61,62; 81,82 angelenkt.

In der Deckwand 6 und der Vorderwand 8 sind Schnittlinien 9 und 10 vorgesehen, welche jeweils von der zwischen der Rückwand 4 und der Deckwand 6 erstreckenden Faltlinie 5 ausgehen und sich bis zur Aussenkante 83 der Vorderwand 8 erstrecken. Der durch diese beiden Schnittlinien 9 und 10 begrenzte Abschnitt 11 ist durch weitere Faltlinien 110 bis 118 unterteilt. Diese begrenzen eine Bodenwand 120, eine Deckwand 121 und vier Seitenwände 122,123,124 und 125. An den beiden einander gegenüberliegenden Seitenwänden 123 und 125 sind Abdichtklappen 126 bzw. 127 angelenkt, während die Seitenwand 124 eine Verschlußklappe 128 trägt. Die Bodenwand 120 ist mit einem Einschnitt 129 versehen, in den ein in der Verschlußklappe 128 vorgesehener Vorsprung 130 nach dem Heraustrennen des Abschnittes 11 aus den beiden Wänden 6 und 8 einzugreifen vermag Zum Entnehmen des Füllgutes aus der aus dem Kartonzuschnitt 1 aufgerichteten Verpackung wird der Abschnitt 11 herausgelöst, so dass das Füllgut frei zugänglich ist.

Aus dem herausgetrennten Abschnitt 11 kann dann eine weitere, kleinere Verpackung 20 aufgerichtet werden, die in 2 dargestellt ist. In diese kleine Verpackung 20 kann dann eine Teilmenge des Füllgutes umgepackt werden.

Der Zuschnitt 31 gemäß 3 unterscheidet sich von dem gemäß 1 nur geringfügig. Die Wände 32, 34, 36 und 38 sind im wesentlichen entsprechend 1 ausgebildet, nur bilden sie alle Seitenwände. Dagegen wird aus den Wandklappen 321, 341, 361 und 381 der Boden gebildet, während die Wandklappen 322, 342, 362 und 382 die Deckwand darstellen.

Entlang der Seitenwände 32, 34 und 36 verläuft parallel zur oberen Begrenzungskante und in deren Nähe ein durch zwei Schnittlinien begrenzter Aufreißstreifen 312, welcher am oberen Ende der zwischen den Wänden 36 und 38 liegenden Faltlinie 313 endet.

In der Wand 38 ist ein Abschnitt 311 durch eine umlaufende Perforationslinie 312 abgeteilt und kann aus der Wand 38 entlang dieser Linie herausgetrennt werden. Entlang einer Mittelfaltlinie 313 werden dann der untere Teil 351 nach oben gegen den oberen Teil 350 gefaltet und mittels Klebestreifen 314 und 315 mit diesem verbunden. Über die weiteren Faltlinien 316, 317 und 318 kann dann der Abschnitt 111 zu einem Messbecher 300 mit faltbaren Seitenwänden 352 und 353 aufgefaltet werden, wie dies in 4 dargestellt ist.

Um ein Austreten des Füllgutes aus der aus dem Zuschnitt 31 aufgerichteten Verpackung an der Stelle, an welcher der Abschnitt 311 herausgetrennt wurde, zu verhindern, wird in die Verpackung eine nicht dargestellte Doppelwand eingesetzt. Dies trägt darüber hinaus zur weiteren Stabilisierung der Verpackung bei. Außerdem kann diese Doppelwand nach oben über den Aufreißstreifen 312 hinausragen, so dass der wieder zurückgeklappte Deckel einen zusätzlichen Halt erhält.


Anspruch[de]
  1. Faltschachtel aus Karton oder dergleichen, mit aneinander angelenkten ersten Wänden(2,4,6,8;32,34,36,38), sowie klappenartigen, an den ersten Wänden angelenkten Verschlusswänden(21,41,61,81;22,42,62,82; 321,341,361,381;322,342,362,382), dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens aus einer der ersten Wände(2,4,6,8;32,34,36,38) ein Abschnitt(11,311) heraustrennbar ist, der zu einer Kleinpackung(20,300) auffaltbar ist.
  2. Faltschachtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der heraustrennbare Abschnitt(11,311) innerhalb einer ersten Wand(6,8;38) erstreckt.
  3. Faltschachtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der heraustrennbare Abschnitt(11) über zwei benachbarte erste Wände(6,8) erstreckt.
  4. Faltschachtel nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der heraustrennbare Abschnitt(11) eine Entnahmeöffnung abdeckt.
  5. Faltschachtel nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der herausnehmbare Abschnitt(311) auf der Innenseite durch eine zusätzliche Wand abgedeckt ist.
  6. Faltschachtel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der heraustrennbare Abschnitt(11) selbst eine Bodenwand(120) und eine Deckwand(121), sowie vier an einer dieser beiden Wände angelenkte Seitenwände(122,123,124,125), zwei an einander gegenüberliegenden Seitenwänden(123,125) angelenkte Abdichtklappen (126,127), sowie eine an der vierten Seitenwand(124) angelenkte Verschlussklappe(128) aufweist.
  7. Faltschachtel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckwand oder die Bodenwand mit einem Einschnitt(129) versehen ist und die Verschlussklappe(128) einen ausgestanzten Vorsprung(130) aufweist, welcher in den Einschnitt(129) einzugreifen vermag.
  8. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der heraustrennbare Abschnitt(311) eine Vorderwand(350) und eine mit dieser über eine Faltlinie(313) verbundene Rückwand(351) sowie zwei an wenigstens einer dieser beiden Wände angelenkten Seitenwände(352,353) aufweist.
  9. Faltschachtel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Seitenwände(352,353) jeweils über eine bogenförmig verlaufende Faltlinie (316) mit der Vorderwand oder der Rückwand verbunden sind, und dass die beiden Seitenwände(352,353) eine Mittelfaltlinie(318) aufweisen, um welche die Seitenwände insich zusammenfaltbar sind.
  10. Faltschachtel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Seitenwänden(352,353) freie Vorder- bzw. Rückwand mit zwei den Anlenkfaltlinien der Seitenwände entsprechenden bogenförmigen Faltlinien (317) versehen ist.
  11. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Randbereich der Wände zwei doppelseitig klebende Klebebandstreifen (314,315) angeordnet sind.
  12. Faltschachtel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebebandstreifen(314,315) auf der Innenseite der Faltschachtel vorgesehen sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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