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Dokumentenidentifikation DE202004018465U1 24.02.2005
Titel Lernhilfsmittel, insbesondere Vokalbellernhilfsmittel
Anmelder Klingberg, Stefan, 81475 München, DE;
Reiter, Andreas, 80798 München, DE
Vertreter Naefe, Oberdorfer, Schmidt Patentanwälte, 80331 München
DE-Aktenzeichen 202004018465
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.02.2005
Registration date 20.01.2005
Application date from patent application 29.11.2004
IPC-Hauptklasse G09B 3/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Lernhilfsmittel nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Für das Erlernen von fremdsprachigen Vokabeln ist es üblich, diese z. B. in Vokabelheften spaltenartig aufzuschreiben, wobei in einer Zeile einer linken Spalte beispielsweise das deutsche Wort geschrieben steht und die dazugehörige fremdsprachige Übersetzung in der korrespondierenden Zeile einer zweiten Spalte des Vokabelhefts aufgeschrieben steht.

Zum Erlernen von Vokabeln wird üblicherweise mit der Hand oder mit einem Blatt Papier eine der Spalten mit der zu erlernenden Übersetzung abgedeckt. Die andere Spalte wird Zeile für Zeile durchgegangen und es wird versucht, sich die richtige Übersetzung einzuprägen. Zur Kontrolle wird dann das abdeckende Blatt oder die abdeckende Hand zeilenweise nach unten bewegt, um eine Kontrolle der Übersetzung zu ermöglichen. Ein derartiges Vorgehen ist nicht optimal, da zum einen durch ungenaues Abdecken der Lernende kurzzeitig einen Blick auf die Übersetzung bekommen kann. Erfahrungsgemäß reicht bereits ein kurzer Blick, um eine Hilfestellung für die richtige Übersetzung zu bekommen. Insofern ist der Lernerfolg minimiert, da in einem solchen Fall eine Art "Selbstbetrug" stattfindet.

Weiterhin ist von Nachteil, dass die nicht abgedeckte Lernspalte vollständig freigelassen ist und somit beim Lernen die Konzentration nicht auf das zur Übersetzung anstehende oder das zu lernende Wort gebündelt ist. Folgt beispielsweise auf ein schwieriges Wort ein leichteres Wort, welches als nächstes in der freien Spalte erkennbar ist, neigt der Lernende dazu, dass schwierigere Wort zu übergehen und ein Erfolgserlebnis in der Übersetzung des Leichteren zu suchen. Insofern bilden die einem zu lernenden Wort nachfolgenden Zeilen der freigelassenen Spalte eine Irritation bzw. eine Ablenkung des Lernenden, so dass der Lernerfolg nicht optimal ist.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Lernhilfsmittel zu schaffen, mit der der Lernerfolg für z. B. Fremdsprachenvokabeln oder andere tabellenartig aufgelistete Lerninhalte verbessert werden kann.

Diese Aufgabe wird mit einem Lernhilfsmittel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Bei dem erfindungsgemäßen Lernhilfsmittel ist von besonderem Vorteil, dass eine vollständige Abdeckung der Begriffe in der zu lernenden Spalte erfolgt und außerdem eine Abdeckung nachfolgender Begriffe in der Ausgangsspalte erfolgt. Somit gelingt eine verstärkte Konzentration auf das momentan zu lernende Begriffspaar, was einen effektiven Lernerfolg zur Folge hat.

Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung beispielhaft näher erläutert. Es zeigt:

1 Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lernhilfsmittels in einer Draufsicht.

Ein erfindungsgemäßes Lernhilfsmittel 1 zur Auflage auf eine Lernunterlage, welche eine z. B. zwei- oder dreispaltige Vokabelheftseite 2 mit zumindest einer ersten Wortspalte 3 und einer zweiten Wortspalte 4 hat, besitzt ein erstes Abdeckungselement 5 und ein zweites Abdeckungselement 6.

Das erste Abdeckungselement 5 besitzt eine flache, im Wesentlichen rechteckförmige Raumform mit Längsbegrenzungskanten 7 und Querbegrenzungskanten 8. Die Längserstreckung des ersten Abdeckungselements 5 ist derart gewählt, dass mit dem Abdeckungselement 5 zumindest eine, bevorzugt zwei oder drei Wortspalten 3, 4 in einer Querrichtung 9 der Vokabelheftseite 2 abgedeckt werden können. Benachbart zu den Längsbegrenzungskanten 7 weist das erste Abdeckungselement 5 Schlitzausnehmungen 10 auf, welche sich ein Stück beabstandet von einer Querbegrenzungskante 8 bis in etwa zur Längsmitte des ersten Abdeckungselements 5 erstrecken. Zwischen den Schlitzausnehmungen 10 und den Längsbegrenzungskanten 7 sind somit Stege 11 im ersten Abdeckungselement 5 gebildet.

Das zweite Abdeckungselement 6 weist ebenfalls eine flache, im Wesentlichen rechteckförmige Raumform auf und besitzt Längsbegrenzungskanten 20 und Querbegrenzungskanten 21. Der Abstand der Längsbegrenzungskanten 20 des zweiten Abdeckungselements 6 ist derart bemessen, dass das zweite Abdeckungselement 6 durch die Schlitzausnehmungen 10 des ersten Abdeckungselements 5 steckbar ist.

Im Betriebszustand ist das zweite Abdeckungselement 6 derart durch die Schlitzausnehmungen 10 des ersten Abdeckungselements 5 gefädelt, dass eine Verschiebung des zweiten Abdeckungselements 6 relativ zum ersten Abdeckungselement 5 in einer Betätigungsrichtung 23 ermöglicht ist. In der Nähe der Querbegrenzungskanten 21 weisen die Längsbegrenzungskanten 20 Vorsprünge 25 auf, deren Überstand über die Längsbegrenzungskanten 20 derart bemessen ist, das ein Herausrutschen des zweiten Abdeckungselements 6 aus den Schlitzausnehmungen 10 des ersten Abdeckungselements 5 ausgeschlossen ist. Die Vorsprünge 25 dienen somit als Anschläge zur Begrenzung der Verschiebbarkeit des zweiten Abdeckungselements 6 relativ zum ersten Abdeckungselement 5 in der Richtung 23. Die maximale Verschiebbarkeit der Abdeckungselemente zueinander beträgt beispielsweise einen Zeilenabstand h oder ein vielfaches hiervon. In einer Endstellung des zweiten Abdeckungselements 6 relativ zum ersten Abdeckungselement 5 schließt eine der Querbegrenzungskanten 21 bündig mit der korrespondierenden Längsbegrenzungskante 7 ab oder kommt innerhalb dieser zu liegen.

Im Bereich der Überdeckung des zweiten Abdeckungselements 6 und des ersten Abdeckungselements 5 besitzt das erste Abdeckungselement 5 einen fensterförmigen Ausschnitt 30, der beispielsweise elliptisch ausgebildet ist. Dieser Ausschnitt 30 dient als Durchgriffsfenster, damit der Bediener des erfindungsgemäßen Lernhilfsmittels 1 mit einem Finger durch den Ausschnitt 30 das zweite Abdeckungselement 6 in der Richtung 23 verschieben kann.

Der freie Bereich des Lernhilfsmittels 1, in dem das Abdeckungselement 6 nicht vorhanden ist, dient zur Handhabung des Lernhilfsmittels 1, z. B. der Positionierung des Hilfsmittels auf der Vokabelheftseite 2.

Als Werkstoffe für die Abdeckungselemente 5, 6 eignen sich alle eigensteifen flächigen Materialien, beispielsweise PVC-Folien, laminierte Papiere, Kartone und dergleichen.

In einer ersten Stellung, wie sie in 1 gezeigt ist, steht das zweite Abdeckungselement derart über eine der Längskanten 7 des ersten Abdeckungselements 5 über, dass ein zu einem ersten Begriff A korrespondierender zweiter Begriff B in der zweiten Wortspalte 4 abgedeckt ist. Durch verschieben des zweiten Abdeckungselements 6 relativ zum ersten Abdeckungselement 5 in der Richtung 23 kann der zweite Begriff B freigelegt werden.

Bei dem erfindungsgemäßen Lernhilfsmittel ist von besonderem Vorteil, dass der freie Bereich des ersten Abdeckungselements während des Lernens nachfolgende Begriffe abdeckt und somit eine Irritation des Lernenden unterbleibt. Weiterhin ist von Vorteil, dass die fremdsprachliche Übersetzung des zu lernenden Begriffs durch das zweite Abdeckungselement 6 vollständig abgedeckt ist und durch eine definierte Handbewegung des Bedieners freigelegt werden kann, ohne weitere, z. B. nachfolgende Übersetzungen versehentlich auch freizulegen. Insofern ist ein auch nur kurzzeitig stattfindender Blick auf die nachfolgende Übersetzung zuverlässig vermieden. Der Lernerfolg ist somit erhöht.


Anspruch[de]
  1. Lernhilfsmittel, insbesondere Vokabellernhilfsmittel mit einem ersten Abdeckungselement (5) und einem zweiten Abdeckungselement (6), wobei das zweite Abdeckungselement (6) relativ zum ersten Abdeckungselement (5) verschiebbar mit dem ersten Abdeckungselement (5) verbunden ist.
  2. Lernhilfsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Abdeckungselement (6) relativ zum ersten Abdeckungselement (5) um einen definierten Maximalweg in einer Richtung (23) verschiebbar ist.
  3. Lernhilfsmittel nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Abdeckungselement (5) derart bemessen ist, dass zumindest zwei Wortspalten (3, 4) einer Vokabelheftseite (2) abgedeckt werden können.
  4. Lernhilfsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Abdeckungselement (5) eine flache, im Wesentlichen rechteckförmige Raumform besitzt, wobei die Längserstreckung des Abdeckungselements derart gewählt ist, dass mit dem Abdeckungselement (5) zumindest eine, bevorzugt zumindest zwei Wortspalten (3, 4) in einer Querrichtung der Vokabelheftseite (2) abgedeckt werden können.
  5. Lernhilfsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckungselement (5) Schlitzausnehmungen (10) benachbart zu Längsbegrenzungskanten (7) aufweist, durch die das zweite Abdeckungselement (6) verschiebbar steckbar ist.
  6. Lernhilfsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Abdeckungselement (6) eine flache, im Wesentlichen rechteckförmige Raumform mit Längsbegrenzungskanten (20) und Querbegrenzungskanten (21) aufweist.
  7. Lernhilfsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt der Längsbegrenzungskanten (20) derart bemessen ist, dass das zweite Abdeckungselement (6) durch die Schlitzausnehmungen (10) des ersten Abdeckungselements (5) steckbar ist.
  8. Lernhilfsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebbarkeit des Abdeckungselements (6) relativ zum ersten Abdeckungselement (5) mittels Anschlag- und/oder Rastelementen begrenzt ist.
  9. Lernhilfsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der maximale Verschiebeweg der Abdeckungselemente zueinander einen Zeilenabstand h oder ein Vielfaches hiervon beträgt.
  10. Lernhilfsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckungselement (5) einen fensterförmigen Ausschnitt (30) als Durchgriffsfenster zum Bedienen des Lernhilfsmittels (1) besitzt.
  11. Lernhilfsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckungselemente (5, 6) aus eigensteifen, Materialien, z. B. PVC-Folien, laminierte Papiere oder Kartone und dergleichen ausgebildet sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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