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FALTBARE STRUKTUR IN FORM EINES SITZES - Dokument DE60102374T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60102374T2 24.02.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001289393
Titel FALTBARE STRUKTUR IN FORM EINES SITZES
Anmelder Bestenheider, Xavier, Crans-Montana, CH
Erfinder BESTENHEIDER, Philippe, CH-3962 Montana, CH
Vertreter Munk, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 86150 Augsburg
DE-Aktenzeichen 60102374
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 05.06.2001
EP-Aktenzeichen 019335298
WO-Anmeldetag 05.06.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/CH01/00345
WO-Veröffentlichungsnummer 0001093724
WO-Veröffentlichungsdatum 13.12.2001
EP-Offenlegungsdatum 12.03.2003
EP date of grant 17.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.02.2005
IPC-Hauptklasse A47C 4/28
IPC-Nebenklasse A47C 23/06   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft eine faltbare Struktur in Sitzform, die einen Mittelteil umfasst, der dazu bestimmt ist, den Körper eines Benutzer zu tragen, und zwei Seitenteile zum Stützen des Mittelteils in Kontakt mit dem Boden, welche zu beiden Seiten dieses Mittelteils angeordnet sind und das Mittelteil vom Boden entfernt halten sollen, wobei die Seitenteile mit dem Mittelteil durch Gelenke verbunden sind, wobei die Seitenteile und der Mittelteil ein einziges Element bilden, wobei das Element steife benachbarte Lamellen umfasst, die orthogonal zur Längsmittelachse (L) der Struktur angeordnet und längs miteinander durch eine geschmeidige Verbindung verbunden sind, wobei jede Lamelle zwei obere und zwei untere Gelenke derart umfasst, dass der Mittelteil und die Seitenteile definiert werden, wobei die Gelenke jeder Lamelle derart angeordnet sind, dass eine vorausbestimmte Form, vorausbestimmte Abmessungen und ein vorausbestimmtes Profil des Mittelteils zum Boden definiert werden, wenn die Seitenteile im Wesentlichen senkrecht zum Boden angeordnet sind und zwei auf dem Boden ruhende Kanten definieren.

FRÜHERER STAND DER TECHNIK

Es gibt zahlreiche faltbare Strukturen, die es erlauben, Stühle, Liegestühle und alle Arten von Sitzen zu bilden. Diese Strukturen bestehen im Allgemeinen aus Schäften oder Röhren, zwischen welchen Tuch gespannt ist. Sie können auch aus Lamellen gebildet werden, die aus Holz oder Kunststoff hergestellt werden, wobei die verschiedenen Teile dieser Strukturformen steif und unabhängig und untereinander durch Gelenke verbunden sind.

Im ersten Fall ist die Einheit leicht und wenig platzaufwändig, der Sitz ist jedoch kaum bequem, und im zweiten Fall ist der Sitz bequem, die Einheit ist jedoch schwer und platzaufwändig.

Weitere Ausführungsformen sind insbesondere durch die Veröffentlichungen DE 40 37 974 und EP 0 220 998 sowie durch die Patentschrift US 5 445 435 bekannt.

Die Veröffentlichung DE 40 37 974 hat einen Sessel zum Gegenstand, dessen Rückenlehne ausgehend von senkrechten benachbarten Lamellen hergestellt ist, die derart verbunden sind, dass sie eine abgerundete Form darstellen. Dieser Sessel besteht nicht aus einem einzigen Teil und besteht aus mehreren voneinander unabhängigen Elementen, die zusammengebaut sind.

Die Veröffentlichung EP 0 220 998 betrifft ebenfalls einen Sessel, dessen Rückenlehne und die Sitzfläche aus einem einzigen Block durch Falten und Ausschnitte ausgehend von ebenen Blättern oder Bändern eines gleichen geschmeidigen und harten Werkstoffs hergestellt werden, damit sich die Einheit in ihrer Lagerungsposition in Form eines flachen Pakets mit geringer Stärke präsentiert. Die erzielte Einheit wird dann über Schrauben auf Füße montiert.

Die Patentschrift US 5 445 435 beschreibt ein Herstellungsverfahren von Sitzen mit beschränkter Verwendungsdauer, deren verschiedene Teile durch Falten mehrerer Wellpappeblätter hergestellt und anschließend zusammengebaut werden. Diese Sitze müssen auf einem Träger befestigt werden, um ihre Form zu wahren.

Alle diese Ausführungsformen weisen verschiedene Nachteile auf, die entweder mit ihrem Platzbedarf oder mit ihrem Komfort oder mit ihrer Lagerschwierigkeit verbunden sind, wenn sie aus mehreren Elementen hergestellt sind.

Das deutsche Gebrauchsmuster veröffentlicht unter der Nr. G 94 11 182.0 beschreibt eine bequeme und faltbare und, wenn sie gefaltet ist, wenig platzaufwändige Struktur in Sitzform. Dieser Sitz besteht aus Lamellen, die zu beiden Seiten eines Bands aus geschmeidigem Material angeklebt sind. Die obere Schicht der Lamellen ist nach einer ersten Kurve ausgeschnitten, und die untere Schicht ist nach einer zweiten Kurve, die von der ersten unterschiedlich ist, ausgeschnitten. Wenn die Struktur derart gefaltet ist, dass die Seitenteile der Lamellen senkrecht sind, liegen sie auf einem horizontalen Teil der Lamellen so auf, dass sie einen Sitz bilden.

Diese Struktur weist verschiedene Nachteile auf. Die senkrechten Lamellen dienen ausschließlich als Träger für die horizontalen Lamellen. Diese horizontalen Lamellen müssen ausreichend steif sein, um die Masse eines Benutzers zu tragen. Daher ist die Sitzeinheit relativ schwer. Ferner müssen bei der Herstellung Ausschnitte nach zwei unterschiedlichen Kurven angelegt werden. Da die Ausführung dieser Ausschnitte relativ komplex ist, macht die Tatsache, dass man zwei unterschiedliche Kurven hat, die Herstellung der Struktur komplexer und teurer. Aufgrund dieser Ausschnitte müssen die Lamellen zu beiden Seiten des geschmeidigen Materials platziert werden. Sie können nicht in einer Stoffhülle angeordnet werden. Außerdem ist es unerlässlich, dass die oberen Halblamellen von den unteren Halblamellen völlig unabhängig sind. Das verhindert das Verwenden bestimmter Herstellungsarten, bei welchen die Faltzonen in anderer Weise als durch Ausschneiden erzielt werden. Schließlich kann die Struktur nur von einer Seite verwendet werden. Das schränkt ihre Verwendung bei bestimmten Anwendungen ein, insbesondere als Werbeträger. Andererseits kann man zum Beispiel nicht auf jeder Fläche unterschiedliche Farben oder Muster haben.

DARLEGUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bietet an, diesen Nachteilen abzuhelfen, indem sie eine besonders leichte Struktur bereitstellt, die bei ihrem Lagern einen minimalen Platzbedarf aufweist und dem Benutzer gleichzeitig einen optimalen Komfort bietet. Ferner ist diese Struktur derart umkehrbar, dass sie auf jeder Seite unterschiedliches Aussehen haben kann. Sie kann auch in einer Beschichtung, zum Beispiel aus Stoff enthalten sein.

Diese Ziele werden durch eine wie im Oberbegriff definierte Struktur erreicht, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Gelenk jeder Lamelle gegenüber einem unteren Gelenk angeordnet ist.

Die Ränder der Lamellen auf der Seite der geschmeidigen Verbindung und der Gelenke müssen mit Fasen versehen sein, die unter einem Winkel von 45° ausgebildet sind.

Vorteilhafterweise sind die zwei Gelenke jeder Lamelle in der Breite der Lamelle eingerichtet und symmetrisch zur Mittelachse der Struktur angeordnet.

Bei der bevorzugten Ausführungsform sind die Quergelenke jeder Lamelle derart angeordnet, dass ihre Enden mit den Enden der Gelenke der benachbarten Lamellen in Berührung sind und einen geradlinigen Gelenkabschnitt mit variabler Neigung gegenüber dem Längsrand der Lamelle aufweisen.

Die Gelenkabschnitte sind zur Mittelachse der Struktur symmetrisch, und die von allen Lamellen der Struktur gebildeten Folgen von Gelenkabschnitten definieren zwei symmetrische Gelenkkurven zur Achse.

Vorzugsweise liegt der Wert des Winkels, welcher von jedem Abschnitt mit einer Querachse der Struktur gebildet wird, im Wesentlichen zwischen 45 und 135 Grad.

Bei jeder Ausführungsform wird die Form der Gelenkkurven in Abhängigkeit von der Form, den Abmessungen und dem Profil des Mittelteils bestimmt.

Vorteilhafterweise definieren die Gelenke bei einer ersten Ausführungsform eine Lagerungsposition der Struktur, wobei die Seitentragteile und der Mittelteil in ein und derselben Ebene angeordnet sind und ein symmetrisches Viereck mit mindestens zwei nicht aufeinander folgenden parallelen Seiten bilden, und in einer zweiten Position der Gelenke die Verwendungsposition der Struktur, die die Verwendungsposition der Struktur definiert, die Seitentragteile untereinander parallel und zum Boden senkrechrecht sind und der Mittentragteil das gewünschte Profil aufweist, wobei die Fasen der Lamellen des Mittelteils mit den Fasen der Lamellen der Seitenteile zusammenwirken, um zwischen den verschiedenen Teilen einen Winkel von 90° zu bilden, der nach Art von Keilsteinen wirkt.

Bei einer ersten Ausführungsform werden die Lamellen aus einem steifen Material gefertigt, und die Gelenke und geschmeidigen Verbindungen zwischen jeder Lamelle werden von Linien gebildet, welche durch Verformen des Materials erhalten werden und Bereiche geringeren Widerstands definieren.

Bei einer zweiten Ausführungsform sind die Lamellen aus zwei übereinander gelegten Halblamellen gebildet, und die Gelenke und die flexiblen Verbindungen zwischen jeder Lamelle sind aus einem Streifen aus geschmeidigem Material gebildet, der zwischen den Halblamellen angeordnet wird.

Die Lamellen der Struktur können auch in Fächern gelagert sein, die in einem Überzug aus geschmeidigem Material ausgebildet sind, wobei die Gelenke und flexiblen Verbindungen in diesem Fall von den Begrenzungsmitteln der Fächer gebildet werden.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG

Die vorliegende Erfindung und ihre Vorteile werden besser unter Bezugnahme auf die verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung verstanden, die beispielhaft und nicht einschränkend beschrieben sind, und unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen, in welchen:

1 eine Draufsicht der erfindungsgemäßen Struktur in Lagerungsposition ist,

2 eine Draufsicht der Struktur der 1 in Verwendungsposition ist,

3 eine Seitenansicht der Struktur der 1 in Transportposition ist,

4 eine perspektivische Ansicht der Struktur der 2 ist,

5 eine perspektivische Ansicht eines Details einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist,

6 eine perspektivische Ansicht eines Details einer zweiten Ausführungsform der Erfindung ist, und

7 eine Schnittansicht einer dritten Ausführungsform eines Details der Erfindung ist.

Unter Bezugnahme auf die Figuren besteht die erfindungsgemäße faltbare Struktur, die dazu bestimmt ist, in einer ersten Position, Verwendungsposition genannt, einen Sitz zu bilden (2 und 4), und in einer zweiten Position, Lagerungsposition genannt, ein ebenes Element (1) zu bilden, aus einem Mittelteil 11, auf welchem sich ein Benutzer ausstrecken kann, und aus zwei symmetrischen Seitenteilen 12, die dazu bestimmt sind, den Mittelteil 11 zu halten, wenn die Struktur in Verwendungsposition ist. Dazu sind die Seitenteile 12 mit dem Mittelteil 11 durch eine Folge von Gelenken 13 verbunden, die weiter unten detaillierter beschrieben werden.

Die drei Teile der faltbaren Struktur sowie die Gelenke bilden ein einziges Element 10. Dieses Element wird durch eine Abfolge benachbarter Lamellen 15 erzielt, die im Wesentlichen steif und senkrecht zur Längsmittelachse L der Struktur angeordnet und miteinander über ihren Längsrand mittels einer flexiblen Verbindung 16 verbunden sind, die unter Bezugnahme auf 5 bis 7 genauer beschrieben wird. An der in den 1 bis 4 dargestellten Ausführungsformen sind die Lammellen rechteckig und gleicher Länge, so dass sich das Element 10 im Lagerungszustand in Form eines Rechtecks präsentiert.

Jede Lamelle 15 umfasst ferner zwei Gelenke, ein Gelenk 13a und ein Gelenk 13b, die in der Breite der Lamelle eingerichtet und zur Längsmittenachse L der Struktur symmetrisch angeordnet sind. Jedes Ende jedes Gelenks 13a, 13b ist in unmittelbarer Nähe eines Endes der Gelenke der benachbarten Lamellen angeordnet und definiert zwischen dem Mittelteil und den Seitenteilen jeder Lamelle einen geradlinigen Gelenkabschnitt mit variabler Neigung zum Längsrand der Lamelle. Diese Neigung der Gelenkabschnitte ist von einer Lamelle zur anderen veränderlich, und die Folge benachbarter geradliniger Gelenkabschnitte definiert daher zu jeder Seite der Achse L eine Gelenkkurve 20 zwischen dem Mittelteil 11 und jedem Seitenteil 12. Die zwei Gelenkkurven 20 sind zur Achse L der Struktur symmetrisch und definieren die Form und die Maße des Mittelteils 11 sowie das Profil dieses Mittelteils, wenn die Seitenteile 12 in Verwendungsposition, wie in 4 dargestellt, derart zurückgefaltet sind, dass gebogene Kanten 14 gebildet werden, die mit dem Boden in Berührung und im Wesentlichen untereinander parallel angeordnet sind, wobei die Länge der Seitenteile der Lamellen die Höhe bestimmt, in welcher sich der Mittelteil zum Boden befindet. Die Gelenkkurven 20 werden auf den zwei Seiten der Struktur hergestellt. Die Kurven jeder Seite sind derart übereinander gelegt, dass die Struktur umkehrbar ist.

Die Kanten aller Lamellen 15 auf der Seite der flexiblen Verbindung 16 und der Gelenke 13a und 13b sind mit einem Winkel von etwa 45° abgefast. Die Aufgabe der so erzielten Fase wird nachstehend detaillierter erklärt.

Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Form den Mittelteils 11 im Wesentlichen eine amorphe, und die Gelenkkurven 20, welche sie definieren, bestehen aus geradlinigen Abschnitten, die mit einer Querachse T der Struktur einen Winkel bilden, dessen Wert im Wesentlichen zwischen 45 und 135 Grad liegt. Die obere Zone des Mittelteils 11, die dazu bestimmt ist, den Kopf zu tragen, ist daher schmaler als der untere Teil, der dazu bestimmt ist, die Füße zu tragen, und im Vergleich zu Letzterem überhöht, denn, da die Lamellen gleiche Länge haben, sind die Seitenteile umso kürzer als der Mittelteil der Lamelle breit ist. Wenn man diesen Niveauunterschied zwischen der Kopf- und der Fußzone noch betonen will, reicht es, dass das Element 10, das die faltbare Struktur bildet, eine gleichseitige Trapezform aufweist, deren große Basis sich auf der Seite des Teils befindet, der zum Boden höher sein soll. Die Zwischenzone des Mittelteils ist breiter und weist in der Verwendungsposition ein gebogenes Profil auf, um dem Gewicht des Benutzers zu widerstehen und die Stabilität des Sitzes durch dieses Gewicht zu garantieren.

Im gefalteten Zustand, das heißt in der Verwendungsposition, nimmt die Struktur eine geschweifte Form ein, die aus verschachtelten Dreirichtungsgewölben besteht. Die Fasen der Enden der Lamellen des Mittelteils 11 ruhen auf den Fasen der Lamellen der Seitenteile 12, um zwischen den Teilen einen Winkel von 90° zu definieren, und wirken nach der Art von Keilsteinen. Aufgrund der derart erzielten Form, wird ein Teil der Trägheitsmomentkräfte, die das Gewicht des Benutzers ausübt, in Oberflächendrücke und – spannungen umgewandelt, wie die Verteilung der Kräfte in einer Eierschale. Da diese Trägheitsmomente daher verringert werden, kann die Stärke der Lamellen der Struktur ebenfalls verringert werden, was die Einheit leichter macht.

3 stellt die Struktur in ihrer Transportposition dar. Aufgrund der flexiblen Verbindung 16, die zwischen zwei aufeinander folgenden Lamellen 15 besteht, kann das ebene Element 10, das die Struktur bildet, die man senkrecht oder waagerecht durch Stapeln lagern kann, für ihren Transport gerollt oder sogar in Form einer Rolle gelagert werden. Um das Volumen dieser Rolle zu verringern, kann man den Lamellen eine allmählich steigende Breite verleihen.

5 und 7 stellen verschiedene Ausführungsformen der flexiblen Verbindungen 16 und der Gelenke 13 zwischen den Lamellen der erfindungsgemäßen Struktur dar.

5 stellt in Perspektive einen Schnitt dar, der durch eine aus einem steifen Werkstoff gefertigte aber teilweise flexible Struktur, wie zum Beispiel Wellpappe hergestellt wird. In diesem Fall werden die Lamellen 15, die Verbindungen 16 zwischen zwei Lamellen 15 sowie die Gelenke 13 erzielt, indem man eine Rillenbildung an den entsprechenden Stellen eines Blatts Karton oder eines anderen Werkstoffs, der das Element 10 bildet, herstellt. Diese Rillenbildung erlaubt es, Linien mit geringerer Stärke zu erzielen, die einerseits die Lamellen 15 und andererseits die Gelenke, die das Falten erlauben, definieren. In ähnlicher Weise kann man auch einen Kunststoff, wie zum Beispiel Polypropylen verwenden, bei dem die Lamellen und die Gelenke, die durch Zonen mit geringerem Widerstand oder Linien geringerer Stärke definiert werden können, durch Wärmeformen, Spritzguss oder Retikulierung erzielt werden. In diesem Fall fallen die Linien mit geringerem Widerstand der Oberseite mit den Linien der Unterseite derart zusammen, dass man die Struktur in Verwendungsposition stellen kann.

Bei der von 6 dargestellten Ausführungsform sind die Lamellen 15, die zum Beispiel etwa eine Stärke von 5 mm haben, aus Kunststoff, Holz oder Sonstigem gefertigt und bestehen aus zwei übereinander gelegten Halblamellen 15a und 15b. Die übereinander gelegten Halblamellen jedes Lamellenteils werden zu beiden Seiten mit einem geschmeidigen Material 30 geklebt, wie zum Beispiel einem Kunststoffblatt oder einem Stück Tuch mit den Maßen und der Form der aufgefalteten Struktur, so dass ganze Lamellen 15 gebildet und alle Teile untereinander gelenkig verbunden werden. Bei dieser Ausführungsform werden die Gelenke 13 und flexiblen Verbindungen 16 zwischen jeder Lamelle 15 von dem Tuch oder dem Kunststoff, das (der) zwischen den Halblamellen angeordnet wird, gebildet. Um das Falten der Struktur zu erlauben, sind die oberen Ränder jedes Teils der Halblamellen 15a und 15b mit einer Fase 31 versehen, die einen Winkel von etwa 45° hat, so dass die Enden der Lamellen des Mittelteils 11 in gefalteter Position unter Bilden eines Winkels von 90° gegen die Enden der Lamellen der Seitenteile 12 aufliegen, um senkrechte Teile zu bilden. Zu bemerken ist, dass die Kurven 20 der unteren Halblamellen und der oberen Halblamellen zum Verwenden der Struktur von ihren beiden Seiten übereinander gelegt sind.

7 stellt eine Teilschnittansicht einer Ausführungsform dar, bei welcher die Lamellen 15, die aus einem relativ steifen Material, wie zum Beispiel Holz, Pappe oder einem anderen Kunststoff gefertigt und getrennt in drei Teilen hergestellt sind, in Fächern eines Überzugs 40 aus Stoff untergebracht sind, die die Maße und die Form der aufgefalteten Struktur haben. Die Fächer 41 sind durch eine Naht, ein Kleben oder eine Schweißung oder jedes andere geeignete Mittel 42 abgegrenzt. Bei dieser Variante werden die Gelenke 13 und die flexiblen Verbindungen 16 zwischen jeder Lamelle 15 von den Abgrenzungsmitteln 42 der Fächer 41 gebildet. Diese Ausführungsform erlaubt es, zum Herstellen der Lamellen einen Werkstoff zu verwenden, dessen Aussehen nicht ästhetisch ist, denn diese Lamellen sind verpackt. Wie bei der von 6 dargestellten Ausführungsform, können die Lamellen mit einer Fase mit variablem Winkel versehen werden, um das Falten ohne Beschädigen des Überzugs zu erlauben.

Die Lamellen können auch aus Zylindern oder jedem anderen Profil bestehen, können auch durch andere flexible Verbindungsmittel, wie zum Beispiel Schnüre oder Kabel verbunden werden.

Die erfindungsgemäße faltbare Struktur weist zahlreiche Vorteile auf. Aufgrund der besonderen Form des Ausschneidens der Lamellen und durch die Anwesenheit von zusammenwirkenden Fasen, wird die Steifigkeit der Lamellen durch ihre Verschachtelung und durch die Tatsache gewährleistet, dass sie nach der Art eines Keilsteins wirken. Die horizontalen Lamellen nehmen Kraftmomente aufgrund der Masse eines Benutzers auf, wobei die Kräfte auf eine große Fläche der Struktur verteilt werden. Gemäß einer konkreten Ausführungsform, kann man zwei Halblamellen aus Holz verwenden, die jede eine Stärke von 2,5 mm für eine maximale Breite der Struktur in Verwendungsposition von mehr als 1 m 20 haben. Eine solche Struktur kann leicht einen Benutzer von 100 kg tragen. Der Einsatz des Keilsteinprinzips erlaubt es daher, eine besonders leichte Struktur für eine sehr große Festigkeit zu erzielen. Diese Struktur ist dank ihrer originellen Konzeption auch kaum platzaufwändig. Die Form des erzielten Sitzes kann nach Belieben variieren, indem man die Form der Gelenkkurven 20 und die des ebenen Basiselements 10 ändert.

Diese faltbare Struktur kann in ihrer ebenen Position auch als Strandmatte oder Paravent dienen, wenn sie in halb gefaltetem Zustand auf einer ihrer Seitenkanten aufgestellt wird. Ferner kann sie als Werbeträger auf einer oder beiden ihrer Seiten dienen. Wenn sie aus Zellstruktur oder aus Polymerschaumstoff ausgeführt wird, schwimmt sie und kann als Luftmatratze verwendet werden.

Die Struktur der vorliegenden Erfindung kann auch in Kette mittels einer Befestigung wie zum Beispiel eines Reißverschlusses gekoppelt werden, um eine kontinuierliche Bank zu bilden, die zum Beispiel für Warteräume bestimmt ist. Eine solche flexible Befestigung erlaubt es auch, Bänke in abgerundeter Form zu erzielen.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern kann verschiedenen Änderungen oder Varianten unterzogen werden, die für den Fachmann offensichtlich sind.

Insbesondere kann man vorsehen, an verschiedenen Stellen der Struktur Bohrungen einzurichten, die dazu bestimmt sind, einen Sonnenschirmständer oder ein Glas oder Ähnliches aufzunehmen. Bei weiteren möglichen Ausführungsformen, die zum Verbessern des Komforts des erzielten Sitzes bestimmt sind, kann man eine Schaumstoffüberdicke auf der Ebene des Kopfes hinzufügen und/oder auf dieser Ebene zwei Gelenkkurven einrichten, um die Auswahl zwischen zwei Höhen des Kopfniveaus zu haben. Schließlich können die Außenränder der Lamellen,. die die Kanten bilden, mit einer gerundeten Form gefertigt werden, so dass man einen Sitz erzielt, der schaukeln kann, das heißt vom Schaukelstuhltyp.

Zum Verbessern der Standfestigkeit der Struktur, kann man die zwei Seitenteile auch untereinander in Verwendungsposition durch eine Verbindung in Form eines Riemens fest verbinden. Dieser Riemen könnte ferner verwendet werden, um die Struktur während ihres Transports oder ihrer Lagerung aufgerollt zu halten.

Man kann die erfindungsgemäße Struktur auch als Schalung für die Herstellung von Betonsitzen verwenden.


Anspruch[de]
  1. Faltbare Struktur in Sitzform mit einem Mittelteil (11), welches den Körper eines Benutzers stützen soll, sowie zwei in Kontakt mit dem Boden befindlichen Seitenteilen (12) zum Tragen des Mittelteils, welche auf beiden Seiten dieses Mittelteils angeordnet sind und das Mittelteil vom Boden entfernt halten sollen, wobei die Seitenteile über Gelenke (13) mit dem Mittelteil verbunden sind, wobei die Seitenteile (12) und das Mittelteil (11) ein einziges Element (10) bilden, wobei das Element benachbarte steife Lamellen (15) aufweist, die orthogonal zur Längsmittelachse (L) der genannten Struktur angeordnet und durch eine flexible Verbindung (16) der Länge nach miteinander verbunden sind, wobei jede Lamelle zwei obere Gelenke und zwei untere Gelenke (13a, 13b) derart enthält, dass das Mittelteil und die Seitenteile der Struktur definiert werden, wobei die Gelenke (13a, 13b) jeder Lamelle (15) derart angeordnet sind, dass eine vorbestimmte Form, vorbestimmte Abmessungen und ein vorbestimmtes Profil des Mittelteils (11) gegenüber dem Boden definiert werden, wenn die Seitenteile (12) im Wesentlichen senkrecht zum Boden angeordnet sind und zwei auf dem Boden ruhende Kanten (14) definieren, dadurch gekennzeichnet, dass jedes obere Gelenk einer jeden Lamelle gegenüber einem unteren Gelenk angeordnet ist.
  2. Faltbare Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ränder der Lamellen (15), auf der Seite der flexiblen Verbindung (16) und der Gelenke (13a, 13b), mit unter einem Winkel von 45° ausgebildeten Fasen versehen sind.
  3. Faltbare Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gelenke (13a, 13b) jeder Lamelle (15) in der Breite der genannten Lamelle ausgebildet und symmetrisch zur Mittelachse (L) der Struktur angeordnet sind.
  4. Faltbare Struktur nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Quergelenke (13a, 13b) jeder Lamelle angeordnet sind, so dass ihre Enden in unmittelbarer Nähe der Enden der Gelenke der benachbarten Lamellen sind und einen geradlinigen Gelenkabschnitt variabler Neigung gegenüber dem Längsrand der Lamelle (15) aufweisen.
  5. Faltbare Struktur nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkabschnitte jeder Lamelle zur Mittelachse (L) der Struktur symmetrisch sind, und dass die von allen Lamellen der Struktur gebildeten Folgen von Gelenkabschnitten zwei identische und zu der genannten Achse symmetrische Gelenkkurven (20) definieren.
  6. Faltbare Struktur nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Wert des Winkels, welcher von jedem Abschnitt mit einer Querachse (T) der Struktur gebildet wird, im Wesentlichen zwischen 45 und 135 Grad liegt.
  7. Faltbare Struktur nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Form der Gelenkkurven (20) in Abhängigkeit von der Form, den Abmessungen und dem Profil des Mittelteils (11) bestimmt wird.
  8. Faltbare Struktur nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Position der Gelenke (13), welche eine Lagerungsposition der Struktur definiert, die Seitenstützteile (12) und das Mittelteil (11) in ein und derselben Ebene angeordnet sind und ein symmetrisches Viereck mit wenigstens zwei nicht aufeinanderfolgenden parallelen Seiten bilden, und dass in einer zweiten Position der genannten Gelenke, welche die Verwendungsposition der Struktur definiert, die Seitenstützteile parallel zueinander und senkrecht zum Boden verlaufen und das Mitteltragteil das gewünschte Profil aufweist, wobei die Fasen der Lamellen des Mittelteils mit den Fasen der Lamellen der Seitenteile zusammenwirken, um zwischen diesen verschiedenen Teilen einen Winkel von 90° zu bilden, und nach Art von Keilsteinen wirken.
  9. Faltbare Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (15) aus einem steifen Material gefertigt sind und dass die Gelenke (13) und die flexiblen Verbindungen (16) zwischen jeder steifen Lamelle von Linien gebildet sind, welche durch Verformen des Materials erhalten werden und Bereiche geringeren Widerstands definieren.
  10. Faltbare Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (15) von zwei übereinander gelegten Halblamellen (15a, 15b) gebildet sind und dass die Gelenke (13) und die flexiblen Verbindungen (16) zwischen jeder Lamelle von einem Streifen aus einem geschmeidigen Material (30) gebildet sind, der zwischen den Halblamellen (15a, 15b) angeordnet ist.
  11. Faltbare Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (15) in Fächern (41) gelagert sind, die in einem Überzug (40) aus geschmeidigem Material ausgebildet sind, und dass die Gelenke (13) und die flexiblen Verbindungen (16) von den Begrenzungsmitteln (42) der genannten Fächer (41) gebildet sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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