PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69822246T2 24.02.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000875693
Titel Kontinuierlich regelbares Dämpfungssystem
Anmelder Automobiles Peugeot, Paris, FR;
Automobiles Citroën, Neuilly sur Seine, FR
Erfinder Abadie, Vincent, 92700 Colombes, FR
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69822246
Vertragsstaaten CH, DE, ES, GB, IT, LI, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 22.04.1998
EP-Aktenzeichen 984009852
EP-Offenlegungsdatum 04.11.1998
EP date of grant 10.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.02.2005
IPC-Hauptklasse F16F 9/46

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Dämpfung der Bewegungen einer Masse relativ zu einem Träger, mit dem sie über eine Aufhängungsvorrichtung verbunden ist, die mit mindestens einer Feder und mit hydraulischen Dämpfungsmitteln versehen ist, vom Typ wie im Oberbegriff von Anspruch 1 beschrieben ist.

In der DE 44 01 689 A ist eine Dämpfungsanordnung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 beschrieben.

Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, die Anordnung aus dem in dieser Druckschrift beschriebenen Stand der Technik zu verbessern.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist die erfindungsgemäße Anordnung dadurch gekennzeichnet, dass sie die Merkmale aus dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 enthält.

Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 12 beschrieben.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung vorzuschlagen, die nicht mit den oben erwähnten Nachteilen behaftet ist und miniaturisiert werden kann.

Um diese Aufgabe zu lösen, ist die erfindungsgemäße Anordnung unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass die Drosselvorrichtung einerseits eine Vorstufe enthält, die Mittel zur stufenlosen Änderung der Dämpfungseigenschaften aufweist, und durch die hindurch ein Teil des Mediumförderstroms gedrosselt wird, und andererseits eine Leistungsstufe, durch die der andere Teil des Mediumförderstroms gedrosselt wird Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung enthält die Vorstufe einen Hohlkörper, einen innerhalb des Körpers verlagerbaren und axial vom ersten Teil des Fördermediums durchflossenen Hohlschieber, eine Ventilvorrichtung zum Schließen und Öffnen einer Öffnung eines Strömungskanals für den ersten Teil des Fördermediums sowie einen Elektromagneten zum Steuern des Öffnens der Ventilvorrichtung.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung bilden der Hohlkörper und der Schieber auch die Leistungsstufe und enthalten Kanten, welche zwischen einander die Drosselung des anderen Teils des Fördermediums in Abhängigkeit von der Verlagerung des Schiebers im Hohlkörper gestatten.

Die Erfindung wird aus der nachfolgenden Beschreibung besser verständlich, aus der sich weitere Ziele, Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung deutlicher ergeben und die sich auf die beigefügten schematischen Zeichnungen bezieht, die sich nur beispielhaft verstehen und eine Ausführungsform der Erfindung darstellen, worin zeigt:

1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Dämpfungsanordnung, die mit zwei Drosselmodulen A und B versehen ist,

2 eine Schnittansicht entlang der Linie II-II aus 1,

3 eine Schnittansicht entlang der Linie III-III aus 1,

4 eine Ansicht in vergrößertem Maßstab der bei IV in 3 eingekreisten Einzelheit,

5 und 6 schematische Ansichten der in 2 bei V bzw. VI angegebenen Ventilelemente,

7A bis 7C schematische Seitenansichten bzw. eine Draufsicht des in 2 bei VII angegebenen Elements,

8 ein Diagramm, das die Funktionsweise der Dämpfungsanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt,

9 schematisch die Anwendung der erfindungsgemäßen Dämpfungsanordnung bei einer Radaufhängung eines Kraftfahrzeugs,

10 schematisch in Schnittansicht den Einbau einer erfindungsgemäßen Dämpfungsanordnung im Rohr eines Schwingungsdämpfers, und

11 eine Ansicht in vergrößertem Maßstab der bei XI in 10 angegebenen Einzelheit.

1 ist eine perspektivische Ansicht einer Dämpfungsanordnung AB zur Dämpfung der Bewegungen einer Masse relativ zu einem Träger durch Drosselung eines Fluids, mit welchem Träger diese Masse über eine Aufhängungsvorrichtung verbunden ist. Diese Anordnung enthält zwei Dämpfungsmodule A und B, die gegengleich montiert sind. Die beiden Module haben den gleichen Aufbau.

2 und 3 sind Schnittansichten, welche den Aufbau von Modul A zeigen.

Bei diesen Figuren enthält das Drosseldämpfungsmodul A einen Hohlkörper 1, in dem ein Schieber 2 gleitet und der an einem Ende mit einem Deckel 3 mit einer Öffnung 4 versehen ist, durch die ein Teil des zu drosselnden Mediumförderstroms fließt, der mit dem Pfeil F1 angegeben ist, sowie mit einer Platte 6, die am anderen Ende des Körpers vorgesehen ist. Diese Platte enthält eine Mittelöffnung 7 und eine Basis 8, im Bereich derer die Öffnung 7 von einer Ventileinheit 10 verschlossen werden kann. Das Modul A enthält ferner eine Elektromagnetvorrichtung, die aus einem Gehäuse 11 und einer Wicklung 12 gebildet ist. Der Elektromagnet von Modul A ist gegenüber dem von Modul B durch eine Isolierplatte 13 getrennt. Die letztgenannte und der Elektromagnet enthalten einen axial verlaufenden Kanal 14, der mit der Öffnung 7 der Platte 6 in Verbindung steht. Die Isolierplatte 13 enthält ferner auf der Seite des Gehäuses 11 radial verlaufende Rillen 15, die nach außen und zum Kanal 14 hin offen sind.

Ferner ist insbesondere anhand von 1 festzustellen, dass der Körper 1 vier Paare von seitlichen Öffnungen 16, 17 enthält. Die vier Paare sind im Winkel abstandsgleich um den Umfang des Körpers 1 herum angeordnet. Die Außenseite des letztgenannten enthält vier axial verlaufende Abflachungen 19, von denen jede ein Paar von Öffnungen 16 und 17 enthält, die durch eine Rippe 20 voneinander getrennt sind, welche radial vorspringt und vom Umfang des eigentlichen Kreisprofils des Körpers 1 gebildet ist.

Die seitlichen Öffnungen 16 und 17 sind mit jeweiligen ringförmigen Kammern 22, 23 verbunden, die in der Innenseite des Körpers 1 ausgeführt sind. Diese beiden Ringkammern sind durch einen ringförmigen Wandbereich 24 voneinander getrennt.

Wie deutlich aus 2 und 3 hervorgeht, ist der Schieber 2 in Form eines Hohlteils ausgeführt, das innerhalb des Körpers 1 axial verlagerbar ist, und enthält in seiner Außenumfangsseite eine umlaufende Rille 26 und eine tiefere Ringnut 27. Es ist ersichtlich, dass in der axialen Ruhestellung des Schiebers 8, welche die in 2 und 3 dargestellte Stellung ist, die Rille 26 und die Nut 27 des Schiebers mit den jeweiligen Ringkammern 22 bzw. 23 des Körpers 1 in Verbindung sind. In dieser Stellung ist der rippenförmige Abschnitt 24, der die beiden Ringkammern 22 und 23 des Körpers 1 voneinander trennt, mit seiner Umfangsinnenseite an den Umfangsabschnitt 28 des Schiebers angelegt, der die Rille 26 und die Nut 27 des letztgenannten voneinander trennt. Wie jedoch in 4 gezeigt ist, befindet sich dann, wenn der Schieber 2 sich in Richtung der Platte 6 verlagert, die Trennrippe 24 des Körpers 1 gegenüber der ringförmigen Rille 26 des Schiebers 2, so dass die Ringkammern 22 und 23 des Körpers 1 und damit die seitlichen Öffnungen 16 und 17 des letztgenannten durch die Rille 26 des Schiebers in Verbindung stehen.

Andererseits ist festzustellen, dass der Schieber 2 eine Anzahl von axial verlaufenden Kanälen 30 enthält, die mit einem Ende in die tiefere Ringnut 27 und mit ihrem anderen Ende in eine ringförmige Rille 31 münden, die in der freien oberen Stirnseite des Schiebers ausgeführt ist.

Die Stirnfläche trägt ein zylinderförmiges Ansatzstück 33, das in einen Hohlraum 34 mit komplementärer Form eingreift, welcher im Deckel 3 ausgebildet ist. Das Ansatzstück 33 ist verschlossen, jedoch mit einer axialen Mittelbohrung 36 versehen, so dass der mit 37 angegebene Innenraum des Schiebers 2 mit der Zulauföffnung 4 des Deckels in Verbindung steht.

Der Deckel enthält ferner axial verlaufende Kanäle 38, die mit der Rille 31 des Schiebers 2 in Verbindung stehen und nach außen auf der Seite der freien Stirnfläche des Deckels offen sind. Diese Fläche ist von einer Platte 40 überdeckt, die ein Rückschlagventil bildet, welches eine mittlere Fluidzulauföffnung 41 aufweist.

7 zeigt zwei Arten der Befestigung dieser Platte am Deckel. In 7A ist die Platte beispielsweise über Nieten am Deckel im Bereich der Öffnung 41 befestigt, während die Platte in 7B beispielsweise durch Verspannen im Bereich des Außenrandes des Deckels fest mit diesem verbunden ist. Wie aus den Figuren hervorgeht, kann die Platte aufgrund dessen, dass sie sehr dünn ist und beispielsweise eine Materialstärke im Bereich von 0,1 mm aufweist, sich entweder im Bereich ihres Außenrandes oder in der Mitte unter der Wirkung des durch diese Kanäle 30 des Schiebers und durch die Kanäle 38 des Deckels fließenden Mediums leicht abheben. 7C zeigt eine Gestalt der Platte 40, die radial verlaufende Schlitze 42 zwischen zwei benachbarten Kanalöffnungen 38 enthält. Die Schlitze gehen von der Öffnung 41 aus. Die Abschnitte der Platte, die von den Schlitzen begrenzt werden, bilden flexible Zungen, welche die Öffnungen der Kanäle 38 überdecken.

Anzumerken ist, dass das Dämpfungsmodul eine Rückstellfeder 43 enthält, die dazu bestimmt ist, den Schieber 2 in seine Ruhestellung zurückzuschieben. Die Feder ist zwischen der inneren Stirnwand 49 des Ansatzstücks 33 des Schiebers und der Platte 6 eingefügt. Selbstverständlich könnte auch eine Feder oder ein elastisches Teil Anwendung finden, die bzw. das zwischen der Platte 6 und der Unterseite 46 des Schiebers 2 eingefügt ist.

Hinsichtlich der Ventilvorrichtung 10 ist anzumerken, dass sie sich aus einem Paket von Platten 45 zusammensetzt, die so ausgeführt sind, wie in 5 dargestellt ist, sowie aus einer oberen Platte 46, die schematisch in 6 dargestellt ist. Jede Platte 45 enthält eine mittlere Ausnehmung 47 und eine Anzahl von radial verlaufenden Schlitzen 48, die von der Ausnehmung 47 ausgehen und in Richtung der Ränder der Platte verlaufen, um dieser die gewünschte Nachgiebigkeit zu verleihen. Die Platte 46 ist im wesentlichen ringförmig, enthält jedoch einen verbleibenden Mittelabschnitt 50, der mit dem Rand der Platte über einen Verbindungssteg 51 verbunden ist. Der Mittelabschnitt ist so bemessen, dass er ein Ventilelement bildet, dass sich an die Basis 8 der Platte 6 anlegen kann.

Das soeben beschriebene Modul A funktioniert auf folgende Art und Weise. Ein Teil des zu drosselnden Mediums, der mit dem Pfeil F1 angegeben ist, fließt durch die Zulauföffnung 4 des Moduls, den Innenraum 37 des Schiebers 2, den Mitteldurchgang 7 der Platte 6 und durch den Kanal 14, indem er unter der Wirkung der Drosselventileinheit 10 am Auslauf aus der Platte 6 gedrosselt wird. Mit dem Elektromagneten 12 ist es möglich, bei gleicher Fördermenge den Druck vor der Zulauföffnung 4 zu variieren. Der Schieber 2 unterliegt nämlich einer Druckdifferenz zwischen seiner vorgelagerten Stirnseite 45 und seinen nachgelagerten Stirnseiten 46 und 49, und somit einer Kraft, die seine Verlagerung in Richtung der Platte 6 bewirkt. Die Verlagerung des Schiebers kann durch eine mehr oder weniger starke Anziehungskraft auf das Plattenpaket 45 und 46 der Ventilvorrichtung 10 über den Elektromagneten 12 moduliert werden. Somit wird diese Verlagerung durch die Spannung bzw. durch den an den Elektromagneten angelegten Steuerstrom gesteuert. Im Falle eines Überdrucks gibt das Ansatzstück 33 durch Freikommen aus dem Hohlraum 45 einen Durchgang zwischen Zulauföffnung 4 und Ablauföffnungen 17 frei.

Neben diesem ersten Mediumförderstrom F1, der durch die Zulauföffnung 4 des Drosselmoduls und den Schieber 2 fließt, indem er die axiale Stellung des letztgenannten bestimmt, strömt ein zweiter Teil F2 des zu drosselnden Fluids über die seitlichen Öffnungen 16 des Moduls in den durch die Kammern 22 und 26 des Körpers 1 und des Schiebers 2 gebildeten Raum und wird zwischen den entsprechenden Kanten des Schiebers und des Körpers gedrosselt, um in die Kammer 23 zu strömen und über die seitlichen Öffnungen 17 abzufließen, wie in 2, 3 und 4 dargestellt ist.

Bei der in 1 dargestellten Anordnung, welche die beiden im Aufbau identischen, jedoch gegengleich angeordneten Module A und B enthält, verlässt der durch den Schieber 2 und die Ventilvorrichtung 10 strömende Teil F1 des Fördermediums dieses Modul, indem er durch die radial verlaufenden Rillen 15 fließt. Dieses Fördermedium wird dann zum Ablaufen entlang des unteren Moduls B gebracht und dringt durch die Öffnungen 17 in dieses ein. Dann strömt es durch die axial verlaufenden Kanäle 30 des Schiebers und durch die Kanäle 38 des Deckels 3 nach außen, indem es die Platte 40 anhebt, um entweder in der Mitte oder am Umfang dieser Platte gemäß der beiden in 7 dargestellten Möglichkeiten abzufließen. Der Fördermediumsteil F2, der durch die seitlichen Öffnungen 16 in das Modul eingeströmt und über die Öffnungen 17 aus diesem ausgeströmt ist, fließt entlang der Umfangsseite der Module A und B und strömt in das letztgenannte über die seitlichen Öffnungen 17 ein, um im Bereich der Platte 40 abzufließen, die sich wie oben angegeben abhebt. Anzumerken ist, dass im Falle, dass das Fördermedium gleich null ist, der Schieber 2 über die Feder 43 in Anschlag am Deckel 3 gehalten wird.

Mit dieser Anordnung ist es möglich, die beiden Drosselmodule in nur einer Richtung zu betreiben. Die Steuerung der elektrischen Ströme in den Wicklungen 12 ermöglicht es, in jedem Fall den Druckverlust in Abhängigkeit vom Förderstrom zu steuern.

8 zeigt Kennlinien und Merkmale der Funktionsweise, wobei das Verhältnis zwischen Druck P und Drosselmenge D bei einem Strom I = 0 und einem Maximalstrom Imax dargestellt wird. Das Modul kann bis zu einer hohen Frequenz beispielsweise in der Größenordnung von 100 Hz ansprechen. Ein elektronischer Rechner kann dann kontinuierlich die Erregerströme des Elektromagneten 12 steuern und damit eine stufenlos veränderliche Dämpfung gewährleisten.

9 zeigt beispielhaft die Verwendung einer erfindungsgemäßen Anordnung zur Dämpfung einer Radaufhängung eines Kraftfahrzeugs. Mit den Bezugzeichen 54 und 55 sind jeweils die gefederten Massen dargestellt, d. h. die Masse des Fahrzeugaufbaus und die ungefederten Massen, d. h. die Masse der Räder und eines Teils der Radachse. Mit dem Teil 56 sind die zwischen Masse 55 und Boden 57 eingefügten Reifen angedeutet. Das Federungssystem, das aus einer Feder 58 und einer Flüssigkeitsfördereinrichtung 59 besteht, dessen Kolben mit 60 angegeben ist, ist zwischen der gefederten Masse 54 und der ungefederten Masse 55 eingefügt. Die erfindungsgemäße Dämpfungsanordnung AB ist in 9 außerhalb der Flüssigkeitsfördereinrichtung 59 dargestellt. Sie könnte jedoch auch in der in 10 gezeigten Art und Weise im Kolben 60 integriert sein.

10 und 11 zeigen beispielhaft den Einbau der Dämpfungsanordnung AB aus 1 in den innerhalb des Rohrs 66 beweglichen Kolben 60. Damit die Platte 40 die axial verlaufenden Kanäle 38 freigeben kann, ist sie zwischen dem Deckel 3 und einem Anschlag 68 des Kolbens entgegen eines Rückstellrings 69 verschiebbar, der zwischen Anschlag 68 und Platte vorgesehen ist, wie in 11 dargestellt ist. Selbstverständlich könnte die Platte auf andere Art und Weise montiert sein, beispielsweise wie in 7A und 7B gezeigt ist.

Ein bei 62 angedeuteter Stellungssensor (9) misst die relative Verlagerung zwischen Rad und Aufbau und sendet die gemessene Information einem bei 63 angedeuteten Rechner zu, der daraus den Wert der optimalen Dämpfkraft ableitet, die über die Dämpfungsanordnung AB auf die Massen 54 und 55 aufzubringen ist. Dieser Wert wird so berechnet, dass die auf den Aufbau übertragenen Kräfte bestmöglich gefiltert werden können und dabei eine Bodenaufstandskraft des Reifens gewährleistet wird, die maximal ist, um für eine gute Straßenlage des Fahrzeugs zu sorgen.

Die Berechung der aufgebrachten Dämpfkraft kann gemäß einer Gesetzmäßigkeit CRONE (feste Steuerung nicht ganzzahliger Ordnung) erfolgen, wonach der die Kraft entweder null oder proportional zu einer nicht ganzzahligen Ableitung der relativen Verlagerung zwischen Aufbau und Rad ist. Eine derartige Gesetzmäßigkeit ist in der französischen Patentschrift 2 660 386 beschrieben.

Anzumerken ist, dass die erfindungsgemäße Dämpfungsanordnung bei jeglichem weiteren System zur Federung einer Masse Anwendung finden kann, bei dem eine Flüssigkeit in Bewegung versetzt und gedrosselt wird, um eine Dämpfkraft zu erzeugen.


Anspruch[de]
  1. Anordnung zur Dämpfung der Bewegungen einer Masse relativ zu einem Träger, mit dem sie über eine Aufhängungsvorrichtung verbunden ist, die mit mindestens einer Feder und mit hydraulischen Dämpfungsmitteln versehen ist, wobei die genannte Anordnung hydraulische Dämpfungsmittel von der Art aufweist, die Hydraulikmedium in Bewegung versetzen und mindestens eine Drosselvorrichtung (AB) zum Drosseln dieses Fördermediums durch zumindest eine Öffnung enthalten, durch die hindurch das Fördermedium zum Abfließen gebracht wird, wobei die Drosselvorrichtung (AB) einerseits eine Vorstufe enthält, die Mittel (10, 12) zur stufenlosen Änderung der Dämpfungseigenschaften aufweist, und durch die hindurch ein Teil (F1) des Mediumförderstroms gedrosselt wird, und andererseits eine Leistungsstufe, durch die der andere Teil (F2) des Mediumförderstroms gedrosselt wird, wobei die Vorstufe einen Hohlkörper (1), einen innerhalb des Körpers (1) verlagerbaren und axial vom ersten Teil (F1) des Fördermediums durchflossenen Hohlschieber (2), eine Ventilvorrichtung (10) zum Schließen und Öffnen einer Öffnung (8) eines Strömungskanals (7) für den ersten Teil (F1) des Fördermediums sowie einen Elektromagneten (12) zum Steuern des Öffnens der Ventilvorrichtung (10) enthält, wobei der Hohlkörper (1) und der Schieber (2) auch die Leistungsstufe bilden und Kanten enthalten, welche zwischen einander die Drosselung des anderen Teils (F2) des Fördermediums in Abhängigkeit von der Verlagerung des Schiebers (2) im Hohlkörper (1) gestatten, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilvorrichtung (10) ein Paket aus einer Platte (46) mit Mitteln (50) zum elastischen Absperren der Öffnung (8) des Strömungskanals (7) und aus einer Mehrzahl von nachgiebigen Platten (45) besteht, deren Anzahl je nach gewünschter Nachgiebigkeit variiert, und die einen Durchgangskanal (47, 48) enthalten, wobei die Platten (45, 46) an ihrem Umfang fest montiert sind, wobei die durch den Elektromagneten (12) auf das Plattenpaket (45, 46) der Ventilvorrichtung (10) ausgeübte, mehr oder weniger große Anziehungskraft die Verlagerung des Schiebers (2) moduliert.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (1) seitliche Öffnungen (16, 17) aufweist, welche die Wand des Körpers und aufgrund ihrer Ausbildung in der Innenwand desselben Ringkammern (22, 23) durchsetzen, die voneinander getrennt sind und über eine in der äußeren Umfangswand des Schiebers (2) ausgebildete Kammer (26) je nach axialer Stellung des Schiebers in Verbindung gebracht werden können.
  3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel (43) zum Rückstellen des Schiebers (2) in seine Ruhestellung enthält, in welcher der Durchtritt des Fördermediums durch die Leitungsstufe unterbunden ist.
  4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel (33) enthält, um bei Überdruck einen Durchgang für den ersten Teil (F1) des Fördermediums zwischen der Zulauföffnung (4) und den seitlichen Ablauföffnungen (17) freizugeben.
  5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (2) einen Abschnitt (33) zum Absperren des Durchgangs zu den Ablauföffnungen (17) durch Eingreifen in einen mit der Zulauföffnung (4) in Verbindung stehenden Hohlraum enthält, wobei das Eingreifen beendet wird, wenn der Schieber (2) sich axial über einen vorbestimmten Abstand hinaus verlagert hat.
  6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (2) und der Deckel (3) des Körpers (1) von axial verlaufenden Kanälen (30, 38) durchsetzt sind, die mit einem Ende an der Zulaufstirnseite und mit dem anderen Ende in die seitlichen Ablauföffnungen (17) münden, wobei die Ausgänge der Kanäle (30, 38) an der Zulaufseite von einem Rückschlagventilglied (40) abgedeckt werden.
  7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drosselmodul der Ventilvorrichtung (10) nachgelagert radial verlaufende Kanäle (15) enthält, die sich an einem Ende nach außen zur Umfangsfläche des Moduls und an ihrem anderen Ende zum Innenraum (14) des Moduls hin öffnen.
  8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei Drosselmodule (A, B) enthält, die gegengleich in einem Rohr gelagert sind, und dass der erste Teil (F1) des Fördermediums, der durch die Zulauföffnung (4) eines Moduls (A, B) aufgenommen ist, dieses Modul durch die radial verlaufenden Kanäle (15) verlässt, entlang des Umfangs des anderen Moduls (B, A) strömt, in dieses durch die seitlichen Ablauföffnungen (17) eintritt, um über die axial verlaufenden Kanäle (30, 38) aus diesem Modul auszuströmen und dabei das Rückschlagventilglied (40) zurückzuschieben, und dass der durch die seitlichen Zulauföffnungen (16) in das Modul (A, B) eingeströmte und durch die seitlichen Ablauföffnungen (17) ausgeströmte zweite Teil (F2) des Fördermediums auch über die seitlichen Ablauföffnungen (17) des anderen Moduls (B, A) einströmt, um durch die Kanäle (30, 38) auf der Zulaufseite des anderen Moduls (B, A) auszuströmen.
  9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Modul (B, A) als Mediumzulaufmodul dienen kann, wobei das Modul (A, B) somit das Mediumablaufmodul bildet.
  10. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungskraft gemäß einer Gesetzmäßigkeit von der Art fester Steuerung nicht ganzzahliger Ordnung ("CRONE") bestimmt ist.
  11. Federungssystem insbesondere für Kraftfahrzeuge, vom Typ mit Federn (58) und mit einer Flüssigkeitsfördereinrichtung (59), vorteilhaft mit einem Kolben (60), die zwischen dem Fahrzeugaufbau (54) und dem Träger (55) angebracht ist, der aus dem Fahrzeugrad und einem Teil der Achse gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass einer Dämpfungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 die Flüssigkeitsfördereinrichtung (59) zugeordnet ist.
  12. Federungssystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsanordnung (AB) an der Fördereinrichtung (59) montiert und gegebenenfalls im Kolben (60) derselben integriert ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com