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Kran - Dokument DE20314561U1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE20314561U1 03.03.2005
Titel Kran
Anmelder Liebherr-Werk Ehingen GmbH, 89584 Ehingen, DE
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Aktenzeichen 20314561
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.03.2005
Registration date 27.01.2005
Application date from patent application 19.09.2003
IPC-Hauptklasse B66C 23/72
IPC-Nebenklasse B66C 23/62   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kran mit einer um eine aufrechte Achse drehbaren Drehbühne, einem an der Drehbühne um eine Wippachse wippbar angelenkten Ausleger, einer Abspannung, die einerseits mit dem Ausleger und andererseits mit einem Abspannbock verbunden ist, der um eine zur Wippachse parallele Achse schwenkbar an der Drehbühne und/oder am Auslegerfuß angelenkt ist, sowie einer Verstellvorrichtung, insbesondere -verseilung, zum Auf- und Abwippen des Auslegers, die mit dem Abspannbock verbunden ist.

Das Aufrichten von sehr langen Auslegern von Kränen wie z. B. Raupenkränen wird mit zunehmender Auslegerlänge immer schwieriger, da einerseits das Aufrichtemoment des am Boden liegenden Auslegers sehr groß wird, andererseits der Hebelarm der üblicherweise am Oberwagen und am Abspannbock angelenkten Verstellseile bezüglich der Drehachse des Abspannbocks bzw. des Auslegers sehr klein wird. Um die Abspann- bzw. Seilkräfte beim Aufrichten zu begrenzen, könnte grundsätzlich der Hebelarm der Verstellseile verbessert werden, indem der Abspannbock weiter nach hinten geneigt werden würde. Allerdings würde dann der Abspannbock bei steiler Auslegerstellung, d.h. bei einer Drehung des Auslegers um nahezu 90°, mitten auf der Drehbühne aufliegen.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Kran der eingangs genannten Art zu schaffen, der die Nachteile des Standes der Technik vermeidet und letzteren in vorteilhafter Weise weiterbildet. Vorzugsweise soll einerseits das Aufrichten des Auslegers erleichtert, andererseits das Aufrichten des Auslegers in sehr steile Stellungen nicht behindert werden.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Kran gemäß Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Erfindungsgemäß zeichnet sich der Kran also durch eine Winkeleinstellvorrichtung aus, mittels derer die Winkelstellung des Abspannbocks relativ zum Ausleger bei aufgerichtetem Ausleger einstellbar ist. Hierdurch kann zum Aufrichten des Auslegers der Abspannbock zunächst vom Ausleger weg nach hinten in eine Aufrichtestellung mit relativ großem Winkel zwischen Abspannbock und Ausleger geschwenkt werden. In dieser Aufrichtestellung des Abspannbocks erhält die Verstellvorrichtung bzw. -verseilung einen verbesserten Hebelarm bezüglich des Schwenkpunktes des Abspannbocks bzw. des Auslegers, wodurch das Aufrichten des Auslegers aus der am Boden liegenden Stellung erleichtert wird. Sobald der Ausleger ein Stück weit, vorzugsweise zumindest 45° oder mehr, aufgewippt ist, kann der Abspannbock zum Ausleger hin in eine Betriebsstellung mit vergleichsweise kleinerem Winkel zwischen Abspannbock und Ausleger geschwenkt werden. In dieser Betriebsstellung des Abspannbocks kann sodann der Ausleger noch weiter in sehr steile Stellungen aufgewippt werden, ohne dass der Abspannbock auf der Oberseite der Drehbühne des Krans aufstehen würde.

Die Winkeleinstellvorrichtung zur Verstellung der Winkelstellung des Abspannbocks relativ zum Ausleger besteht in Weiterbildung der Erfindung aus einer Längeneinstellvorrichtung, mittels derer die Länge der Abspannung zwischen Abspannbock und Ausleger eingestellt werden kann. Die Längeneinstellvorrichtung kann grundsätzlich verschieden ausgebildet sein. Denkbar wäre es, den Anlenkpunkt der Abspannung am Ausleger verschieblich auszubilden oder die Abspannung als Seil auszubilden und um den Abspannbock umzulenken und dort mit einer Winde oder einem Kraftheber und einem Seilschloss verstellbar anzuschlagen. In Weiterbildung der Erfindung jedoch besteht die Längeneinstellvorrichtung aus einem in die Abspannung eingebauten fremdenergiebetätigbaren Zugmittel, mittels dessen die tatsächliche Länge der Abspannung verändert werden kann, d.h. die Abspannung kann verlängert oder verkürzt werden. Insbesondere kann ein hydraulischer Kraftheber und/oder eine Verstellflasche in die Abspannung eingebaut sein.

Vorzugsweise ist die genannte Längeneinstellvorrichtung zwischen der Spitze des Abspannbocks und dem Ausleger in die Abspannung eingebaut. Die Abspannung kann hierdurch fest einerseits am Abspannbock und andererseits am Ausleger angeschlagen sein.

Die Verstellvorrichtung, mittels derer der Ausleger auf- und abwippbar ist, umfasst vorzugsweise ein Verstellseil, das zwischen dem Oberwagen einerseits und dem Abspannbock andererseits mehrfach eingeschert ist. Zum Aufwippen des Auslegers wird die Verstellvorrichtung verkürzt, wodurch der Ausleger nach oben geschwenkt wird, wobei der Abspannbock synchron nach hinten geschwenkt wird. Wird das Verstellseil nachgelassen und dadurch die Verstellvorrichtung ausgefahren, wird der Ausleger abgewippt, wobei der Abspannbock synchron mitschwenkt.

Um günstige Hebelverhältnisse zu erreichen, ist der Abspannbock also zwischen einer Aufrichtestellung und einer Betriebsstellung verstellbar, und zwar bei aufgerichtetem Ausleger, wobei in der Aufrichtestellung der Abspannbock einen größeren Winkel zum Ausleger einnimmt als in der Betriebsstellung. Dieser Winkel zwischen Abspannbock und Ausleger kann sowohl in der Aufrichtestellung als auch in der Betriebsstellung unterschiedlich bemessen werden, um einerseits bei verschiedenen Geometrien optimale Hebelverhältnisse zu erreichen und andererseits den Wippbereich des Auslegers ausreichend groß zu bemessen. Nach einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung kann der Abspannbock in der Aufrichtestellung einen Winkel von 90° oder mehr zum Ausleger einnehmen, während er in der Betriebsstellung einen Winkel von weniger als 90° zum Ausleger einnimmt. Nach einer günstigen Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Abspannbock in der Aufrichtestellung etwa einen Winkel von 100° zum Ausleger einnimmt.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

1: eine schematische Seitenansicht eines Krans mit noch am Boden liegendem Ausleger, wobei ein Abspannbock, über den die Abspannung des Auslegers geführt ist, noch in einer Grundstellung ist, die der Betriebsstellung entspricht,

2: eine schematische Seitenansicht des Krans aus 1, wobei der Abspannbock in eine Aufrichtestellung nach hinten geschwenkt wurde, um für das Aufrichten des Auslegers günstige Hebelverhältnisse zu erreichen,

3: eine schematische Seitenansicht des Krans aus den vorhergehenden Figuren, wobei der Ausleger bereits ein Stück weit aufgerichtet wurde, der Abspannbock jedoch noch nicht in seine Betriebsstellung geschwenkt wurde, und

4: eine schematische Seitenansicht des Krans aus den vorhergehenden Figuren, wobei der Ausleger gänzlich steil aufgerichtet ist und der Abspannbock zum Ausleger hin in seine Betriebsstellung geschwenkt wurde.

Der in den Figuren gezeigte Kran umfasst einen Unterwagen 1, der ein Fahrwerk 2 in Form eines Raupenfahrwerkes mit zwei parallelen, rechts und links voneinander beabstandet angeordneten Ketten umfasst. Auf dem Unterwagen 1 ist um eine aufrechte Drehachse 3 drehbar ein Oberwagen bzw. eine Drehbühne 4 gelagert, die an ihrem vorderen Ende einen Ausleger 5 trägt, über dessen Spitze in an sich bekannter Weise ein Hubseil abläuft. Der Ausleger 5 ist um eine im wesentlichen horizontale Wippachse 6 wippbar an der Drehbühne 4 angelenkt, und zwar an deren vorderem Ende. An dem dem Ausleger 5 gegenüberliegenden rückwärtigen Ende der Drehbühne 4 ist ein Ballast 7 auf der Drehbühne 4 angeordnet, der dem vom Ausleger 5 induzierten Moment entgegenwirkt.

An dem Ausleger 5 ist eine Abspannung 8 befestigt, die an der Auslegerspitze und/oder zwischen der Auslegerspitze und dem an der Drehbühne 4 angelenkten Auslegerfuß am Ausleger 5 angeschlagen ist. Andererseits ist die Abspannung 8 an der Spitze eines Abspannbocks 9 angelenkt, der im Bereich des Anlenkpunktes des Auslegers 5 ebenfalls schwenkbar an der Drehbühne 4 angelenkt ist, und zwar um eine zur Wippachse 6 parallele Drehachse 10. An der Spitze des Abspannbocks 9 ist andererseits eine Verstellverseilung 11 angelenkt, die ein mehrfach eingeschertes Verstellseil aufweist und auf eine Wippwerkwinde 12 läuft, die an der Drehbühne 4 vorgesehen ist. Die Verstellverseilung 11 läuft zwischen der Abspannbockspitze und dem rückwärtigen Ende der Drehbühne 4 bzw. einem damit verbundenen Ballast und dient dem Auf- und Abwippen des Auslegers 5. Es versteht sich, dass zusätzlich zu dem Drehbühnenballast 7 ein Zusatzballast mit der Drehbühne 4 verbunden bzw. daran angehängt sein kann. Die Verstellverseilung könnte ggf. auch mit diesem Zusatzballast verbunden sein.

In der Abspannung 8 ist eine Längeneinstellvorrichtung 12 in Form eines Zugmittels eingebaut. In der gezeichneten Ausführungsform, in der die Abspannung 8 einerseits am Ausleger 5 und andererseits an der Spitze des Abspannbocks 9 angeschlagen ist, ist die Längeneinstellvorrichtung 12 zwischen Abspannbockspitze und Ausleger in der Abspannung 8 eingebaut. Die Längeneinstellvorrichtung 12 kann dabei aus einem Hydraulikzylinder und/oder einer Verstellflasche bestehen. Sie bildet ein Verstellglied, dessen effektive Länge verändert werden kann, wodurch wiederum die Länge der Abspannung 8 zwischen Abspannbockspitze und Ausleger verändert werden kann.

Zum Aufrichten des Auslegers 5 kann mit Hilfe der Längeneinstellvorrichtung 12 folgendermaßen vorgegangen werden: Bei dem noch auf dem Boden liegenden Ausleger 5 ist der Abspannbock 9 zunächst in seiner nach vorne zum Ausleger 5 hin geschwenkten Betriebsstellung. Die Längeneinstellvorrichtung 12 ist dabei in ihrer kurzen Stellung, so dass der Abspannbock 9 zum Ausleger 5 einen Winkel von weniger als 90° einnimmt, der in der gezeichneten Ausführungsform etwa zwischen 70° und 80° beträgt. In dieser Stellung hat die Verstellverseilung 11 einen relativ ungünstigen Hebelarm 13, wie 1 zeigt. Um den Hebelarm 13 bezüglich der Wippachse 6 bzw. der Schwenkachse 10 zu verbessern, wird sodann die Längeneinstellvorrichtung 12 in ihre lange Stellung gebracht, wodurch der Abspannbock 9 nach hinten vom Ausleger 5 weggeschwenkt wird, wie dies 2 zeigt. In dieser Aufrichtestellung besitzt der Abspannbock 9 einen größeren Winkle zum Ausleger 5, der in der gezeichneten Ausführungsform mehr als 90°, insbesondere etwa 100° beträgt. In der Aufrichtestellung des Abspannbocks 9 besitzt die Verstellverseilung 11 einen besseren, d.h. längeren Hebelarm 13 bezüglich der Schwenkachsen des Auslegers 5 bzw. des Abspannbocks 9, so dass die durch die Verstellverseilung 11 eingeleiteten Kräfte auf den Ausleger 5 ein größeres Drehmoment ausüben. Der Ausleger 5 kann dadurch mit geringerer Kraft in der Verstellverseilung 11 aufgerichtet werden.

Dabei wird der Ausleger 5 zunächst soweit aufgerichtet, bis der Abspannbock 9 kurz vor dem Anstehen an der Oberseite der Drehbühne 4 bzw. dem Ballast 7 ist, wie dies 3 zeigt. Um den Ausleger 5 noch weiter aufwippen zu können, wird sodann die Längeneinstellvorrichtung 12 in ihre kurze Stellung gefahren. Die Abspannung 8 wird also verkürzt, wodurch der Abspannbock 9 relativ zu dem Ausleger 5 hin geschwenkt wird. In dieser Betriebsstellung, die 4 zeigt, ist der Winkel zwischen Abspannbock 9 und Ausleger 5 entsprechend kleiner, vorzugsweise kleiner als 90°. Hierdurch kann der Ausleger 5 noch weiter aufgewippt werden, ohne dass der Abspannbock 9 an der Drehbühnenoberseite bzw. dem Ballast 7 ansteht.


Anspruch[de]
  1. Kran mit einer um eine aufrechte Achse (3) drehbaren Drehbühne (4), einem an der Drehbühne (4) um eine Wippachse (6) wippbar angelenkten Ausleger (5), einer Abspannung (8), die einerseits mit dem Ausleger (5) und andererseits mit einem Abspannbock (9) verbunden ist, der um eine zur Wippachse (6) des Auslegers (5) parallele Achse (10) schwenkbar an der Drehbühne (4) und/oder am Auslegerfuß angelenkt ist, sowie einer Verstellvorrichtung (11), insbesondere -verseilung, zum Auf- und Abwippen des Auslegers (5), die mit dem Abspannbock (9) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Winkeleinstellvorrichtung (12) vorgesehen ist, mittels derer die Winkelstellung des Abspannbocks (9) relativ zum Ausleger (5) bei aufgerichtetem Ausleger einstellbar ist.
  2. Kran nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Winkeleinstellvorrichtung aus einer Längeneinstellvorrichtung (12) besteht, mittels derer die Länge der Abspannung (8) zwischen Abspannbock (9) und Ausleger (5) einstellbar ist.
  3. Kran nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Längeneinstellvorrichtung (12) aus einem in die Abspannung (8) eingebauten fremdenergiebetätigbaren Zugmittel, insbesondere einem hydraulischen Kraftheber und/oder einer Verstellflasche, besteht.
  4. Kran nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abspannung (8) am Abspannbock (9) angeschlagen ist und die Längeneinstellvorrichtung (12) zwischen Abspannbockspitze und Ausleger (5) in die Abspannung (8) eingebaut ist.
  5. Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verstellvorrichtung (11) ein mehrfach eingeschertes Verstellseil aufweist, das einerseits an der Drehbühne (4) und andererseits am Abspannbock (9) angelenkt ist.
  6. Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Abspannbock (9) zwischen einer Aufrichtestellung und einer Betriebsstellung verstellbar ist, wobei in der Aufrichtestellung der Abspannbock (9) einen größeren Winkel zum Ausleger (5) einnimmt als in der Betriebsstellung.
  7. Kran nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Abspannbock (9) in der Aufrichtestellung einen Winkel von 90° oder mehr zum Ausleger (5) einnimmt und in der Betriebsstellung einen Winkel von weniger als 90° zum Ausleger (5) einnimmt.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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