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Dokumentenidentifikation DE20314703U1 03.03.2005
Titel Polieraggregat zum Polieren von Werkstücken
Anmelder Otto Martin Maschinenbau GmbH & Co, 87724 Ottobeuren, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Pfister & Pfister, 87700 Memmingen
DE-Aktenzeichen 20314703
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.03.2005
Registration date 27.01.2005
Application date from patent application 19.09.2003
IPC-Hauptklasse B24B 29/02
IPC-Nebenklasse B24B 29/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Polieraggregat zum Polieren von Werkstücken, insbesondere von aus transparenten Materialien bestehenden Werkstücken, wie zum Beispiel Acrylglas, Plexiglas, transparentem Kunststoff oder dergleichen.

Beim Verarbeiten von Acrylglas oder ähnlichen transparenten Werkstoffen tritt häufig die Anforderung auf, daß nach dem Zusägen der rohen Platten die sägerauhen Kanten zu polieren sind. Im Ergebnis des Poliervorganges sollen dadurch optisch glatte Kanten entstehen, das heißt, ihr Erscheinungsbild soll dem der Plattenoberfläche angepasst, zumindest sehr ähnlich sein.

Hierzu sind bestimmte Spezialmaschinen erforderlich, die die Kanten mittels eines Diamanten versehenen und schnelldrehenden Polierwerkzeuges polieren. Bei Anwendern, die nur gelegentlich Acrylglas oder dergleichen verarbeiten, weisen diese Spezialmaschinen in Folge der geringen Auslastung aber sehr hohe Stillstandszeiten auf, was die Anschaffung einer solchen Spezialmaschine sehr unökonomisch erscheinen lässt. Dennoch ist es beispielsweise in holzverarbeitenden Betrieben des öfteren erforderlich, Acrylglas oder ähnliche Materialien mittels einer Säge, Fräse oder dergleichen zu schneiden und die dann entstehenden sägerauhen Kanten zu polieren. In manueller Tätigkeit sind hier keine befriedigende Ergebnisse zu erwarten. Im übrigen ist auch eine manuelle Tätigkeit äußerst zeitintensiv und daher kostenmässig nicht zu verkraften. Es besteht noch die Möglichkeit, Handpoliermaschinen einzusetzen. Durch die Führung dieser Poliermaschinen mit der Hand wird aber ebenfalls ein unbefriedigendes Polierergebnis erreicht, so daß die Kanten der geschnittenen Acrylplatten dann äußerst unansehlich wirken.

Da auf herkömmlichen Werkzeugmaschinen, wie insbesondere Holzbearbeitungsmaschinen, beispielsweise Formatkreissägen, Tischfräsen oder dergleichen, Acrylglas geschnitten werden kann, ist es Aufgabe der Erfindung, ein Polieraggregat für Acrylglas zur Verfügung zu stellen, welches die herkömmlichen Werkzeugmaschinen, insbesondere Holzbearbeitungsmaschinen ergänzt. Dabei sollen die Grundfunktionen der Werkzeugmaschinen erhalten bleiben und dennoch ein qualitativ hochwertiges Polieren von Acrylglas, Kanten von Plexiglas oder dergleichen, erlauben.

Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen kostengünstigen Weg für das gelegentliche Polieren von Acrylglas und dergleichen mit hoher Qualität zu finden.

Die Erfindung geht von dem zuvor beschriebenen Stand der Technik aus und schlägt ein Polieraggregat zum Polieren von Werkstücken, insbesondere von aus transparenten Materialien bestehenden Werkstücken, wie zum Beispiel Acrylglas, Plexiglas, transparentem Kunststoff oder dergleichen, vor, bestehend aus einer Vorrichtung zum Anordnen des Polieraggregats an einer Werkzeugmaschine, wie zum Beispiel an einer Holzbearbeitungsmaschine, Tischfräse, Formatkreissäge oder dergleichen und einem antreibbaren Polierwerkzeug. Durch die Vorrichtung zum Anordnen des Polieraggregates an einer Werkzeugmaschine wird jetzt sichergestellt, daß eine herkömmliche Werkzeugmaschine, insbesondere eine Holzbearbeitungsmaschine, mit einem Polieraggregat nachgerüstet werden kann, das es ermöglicht, daß auch mittels dieser Maschinen Polierarbeiten an Werkstücken aus transparenten Materialien, wie z.B. Acrylglas, Plexiglas oder dergleichen, durchgeführt werden können. Das Polierwerkzeug wird dabei so auf der Werkzeugmaschine positioniert, daß es vorzugsweise die Position der eigentlichen Bearbeitungswerkzeuge einnimmt. Zumindest ist es in einer möglichen Bearbeitungsebene der eigentlichen Bearbeitungswerkzeuge angeordnet. Die eigentlichen Bearbeitungswerkzeuge, beispielsweise Sägeblätter, Fräser oder dergleichen, werden zum Polieren entweder unter die Bearbeitungsebene gefahren bzw. demontiert. Nun kann die Werkzeugmaschine auch die Polierarbeiten in einer sehr guten Qualität gewährleisten, da durch die Vorrichtung zum Anordnen des Polieraggregates an einer Werkzeugmaschine die Funktionen der Werkzeugmaschine bezüglich der Bewegungsrichtung und der Achsen vollständig ausgenutzt werden können. Es wird jetzt den Betrieben, die nur gelegentlich derartige Arbeiten an Acrylglas, Plexiglas oder dergleichen durchführen, die Möglichkeit gegeben, diese Aufgaben in hoher Qualität zu realisieren, ohne die Anschaffung einer Spezialmaschine vornehmen zu müssen und sie dann im wesentlichen mit einer sehr schlechten Auslastungsquote dann betreiben zu müssen.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Vorrichtung einen Antrieb aufweist, der das Polierwerkzeug antreibt. Mittels des Antriebes wird sichergestellt, daß das Polierwerkzeug eine ausreichende Geschwindigkeit besitzt, um die hohe Polierqualität auch gewährleisten zu können. Der Antrieb kann dabei je nach Ausführungsform der Erfindung als separater Antrieb oder als Antrieb ausgenutzt sein, der die Motorleistung bzw. Antriebselemente der Werkzeugmaschine ausnutzt. Beides ist nach der Erfindung möglich und wird nachfolgend noch weiter beschrieben.

Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung ist es demnach vorgesehen, daß als Antrieb ein Motor vorgesehen ist. Durch die Ausstattung mit einem eigenen Motor ist das Polieraggregat universell einsetzbar. Es ist an unterschiedlichsten Werkzeugmaschinen, insbesondere Holzbearbeitungsmaschinen dann einsetzbar. Es ist nicht an die Notwendigkeit einer Verbindung mit dem Antrieb der Werkzeugmaschine gebunden, so daß auch der Einsatz an unterschiedlichen Werkzeugmaschinen in einer Firma ermöglicht ist, so daß die Auslastung eines solchen Aggregates noch besser gewährleistet werden kann.

Erfindungsgemäß wurde gefunden, daß es von Vorteil ist, wenn die Vorrichtung einen Anschlag zur Führung des Werkstückes aufweist. Durch die Ausstattung des Polieraggregates mit einem Anschlag wird eine sehr genaue Führung des Werkstückes während des Poliervorganges erreicht, so daß das Polierergebnis insgesamt als sehr optimal zu bezeichnen ist.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Vorrichtung derart ausgebildet ist, daß sie auf die Tischebene einer Werkzeugmaschine, insbesondere fixierbar aufsetzbar ist. Die Vorrichtung wird dabei beispielsweise so ausgestaltet, daß sie auf Ihrer Unterseite eine ebene Fläche aufweist und mit Fixierungspunkten auf die Tischebene einer Werkzeugmaschine dann aufsetzbar ist. Dies können beispielsweise Schraubverbindungen, Klemmverbindungen oder lediglich formschlüssige Verbindungen als Stift mit dazu korrespondierender Bohrung sein.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist dadurch angegeben, daß die Vorrichtung auf die gegebenenfalls auch schwenkbare Pinole einer Spindel der Werkzeugmaschine, beispielsweise die Frässpindel einer Fräsmaschine aufsetzbar und verbindbar ist. Damit wird erreicht, daß der Antrieb der Frässpindel gleichzeitig für den Antrieb des Polierwerkzeuges genutzt wird. Mit dieser Weiterbildung der Erfindung ist es auch möglich, die gegebenenfalls vorhandenen Schwenkmöglichkeiten der Frässpindel beispielsweise auszunutzen. Die Erfindung ist allerdings nicht nur auf das Aufsetzen auf eine Pinole einer Frässpindel beschränkt. In gleicher Weise kann es selbstverständlich eine Pinole einer anderen Werkzeugbearbeitungsmaschine sein, auf der ebenfalls dann ein entsprechender Anschluß hergestellt wird.

Die Erfindung zeichnet sich auch dadurch aus, daß die Vorrichtung zum Anordnen des Polieraggregats als Gehäuse oder Gestell ausgebildet ist. Dies bietet den Vorteil, daß das gesamte Gehäuse bzw. Gestell als komplette Baueinheit vorhanden ist und damit sehr universell einsetzbar und leicht zu montieren und demontieren ist.

Entsprechend einer Weiterbildung der Erfindung ist es ebenfalls vorgesehen, daß die Vorrichtung als Motorgehäuse ausgebildet ist, welches den Antrieb aufnimmt, in dem die Antriebswelle für das Polierwerkzeug gelagert ist. Auch diese Ausführungsform ist eine sehr einfache Ausführung, wonach alle notwendigen Vorrichtungsteile an bwz. in dem Motorgehäuse angeordnet sind.

Von Vorteil ist es, wenn wenigstens eine Justagevorrichtung vorgesehen ist, mittels der zumindest das Polierwerkzeug an oder auf der Werkzeugmaschine zum Anschlag ausgerichtet bzw. eingestellt wird. Die Justagevorrichtung ermöglicht dabei insbesondere die Erleichterung der Ausrichtung des Polierwerkzeuges im Bezug auf das Werkstück auf der Tischebene der Werkzeugmaschine.

Erfindungsgemäß wurde weiterhin gefunden, daß es von Vorteil ist, mittels der Justagevorrichtung die Winkellage des Polierwerkzeugs in der Tischebene bezüglich des zu bearbeitenden Werkstückes einstellbar zu gestalten.

Dies geschieht vorteilhafterweise beispielsweise dadurch, daß an oder in der Justagevorrichtung eine Drehachse vorgesehen ist, die sich rechtwinklig zur Tischebene erstreckt und um die die Vorrichtung bzw. das Polierwerkzeug drehbar ist. Damit wird in sehr genauer und einfacher weise die Justierung des Polierwerkzeuges bezüglich der zu polierenden Werkstückkante gesichert.

Von Vorteil ist es weiterhin, wenn zumindest das Polierwerkzeug durch eine Schwenkeinrichtung um eine Schwenkachse schwenkbar ist, die sich parallel zur Tischebene erstreckt und mittels derer ein Anstellwinkel &agr; des Polierwerkzeuges zum Werkstück auf der Werkzeugmaschine veränderbar bzw. einstellbar, insbesondere justierbar ist. Damit können auch abgewinkelte Kanten des Werkstückes in eindrucksvoller Weise poliert werden, so daß auch hier allen Qualitätsansprüchen genügende Oberflächen entstehen.

Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Polieraggregats zeichnet sich dadurch aus, daß Antrieb, Polierwerkzeug und Anschlag in einer Werkzeug-/Motoreinheit zusammengefaßt sind, die auf Führungen in bzw. auf der Tischebene der Werkzeugmaschine beweglich geführt ist. Die Werkzeug-/Motoreinheit bietet dabei den Vorteil, daß sie sehr leicht mit einer Andruckvorrichtung ausgestattet werden kann, die einen ständigen Andruck des Anschlages und der mit ihm verbundenen Werkzeug-/Motoreinheit an der bzw. an die Werkstückkante des zu bearbeitenden Werkstückes gewährleistet.

Von Vorteil ist es dabei, wenn die Andruckvorrichtung Druckfedern aufweist, die an den Aufnahmepunkten der Werkzeug-/Motoreinheit zur Tischebene angeordnet sind.

Es ist weiterhin von Vorteil, wenn für die Führung der Werkzeug-/Motoreinheit am Ende der Werkstückkante ein weiterer Anschlag an der Werkzeug-/Motoreinheit in Vorschubrichtung gesehen nach dem Polierwerkzeug angeordnet ist. Dieser Anschlag gewährleistet die immer exakte Positionierung bzw. Führung am Ende der Werkstückkante.

Die Erfindung zeichnet sich auch dadurch aus, daß die Werkzeug-/Motoreinheit in Vorschubrichtung gesehen vor oder hinter dem Tisch befestigt ist. Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn die Wekzeug-/Motoreinheit beweglich befestigt ist.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist dadurch angegeben, daß die Oberseite der Vorrichtung als zusätzlicher Aufnahme- bzw. Abgabetisch ausgestaltet ist. Diese Ausführungsvariante ist auch für die als Werkzeug-/Motoreinheit ausgestaltete Vorrichtung vorgesehen. Sie bietet sich speziell in dieser Ausführungsform ganz besonders an.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung betrifft ein Polieraggregat, bei dem als Antrieb eine Kupplung vorgesehen ist, die mit dem Maschinenmotor der Werkzeugmaschine zusammenwirkt. Dies ist eine recht kostengünstige Ausführungsform der Erfindung, die es ermöglicht, das Polieraggregat auf einer Werkzeugmaschine anzusetzen bzw. dort anzuschließen. Dies wird sich insbesondere bei Werkzeugmaschinen anbieten, die die Möglichkeit zum Ankuppeln bzw. Anschließen eines Polieraggregates bereits besitzen und bei denen ohne größeren Aufwand die Anschluß- bzw. Demontagearbeiten durchführbar sind.

Dabei ist es selbstverständlich von Vorteil, wenn die Kupplung auf die Antriebswelle der Werkzeugmaschine aufsetzbar bzw. an dieser Anschließbar ist.

Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Polieraggregates ist dadurch gekennzeichnet, daß als Antrieb eine Riemenscheibe vorgesehen ist, die über einen Riemen von dem Maschinenmotor, insbesondere einer Formatkreissäge angetrieben ist.

Der Antrieb kann gemäß einer Weiterbildung der Erfindung auch als Getriebe ausgebildet sein, dessen Welle das Polierwerkzeug trägt.

Das Getriebe kann entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung als Winkelgetriebe ausgebildet sein.

Von Vorteil ist es weiterhin, wenn der Antrieb als Winkelkopf ausgebildet ist, der das Polierwerkzeug trägt.

Dabei ist es weiterhin von Vorteil, wenn der Winkelkopf auf die Pinole einer Frässpindel, beispielsweise einer Tischfräsmaschine aufsetzbar insbesondere befestigbar ist.

Dabei ist es weiterhin von Vorteil, wenn der Winkelkopf mittels Passung und/oder einer Schraubverbindung an oder auf der Frässpindel befestigbar ist. Durch diese Ausführungsform ist es ebenfalls möglich, die Funktionen beispielsweise der Fräsmaschine für das Polieraggregat auszunützen. Insbesondere ist es möglich, alle Winkeleinstellungen, welche die Frässpindel gewährleistet, auch für das Polieraggregat zu nutzen. Zusätzliche Justiereinrichtungen, wie beispielsweise bei einer als Zusatzaggregat mit eigenen Antrieb ausgestatteten Poliermaschine, sind nicht notwendig.

Von Vorteil ist es weiterhin, wenn der Winkelkopf ein zur Frässpindel hin weisendes drehmomentübertragendes Element, zum Beispiel einen Steilkegel aufweist. Dies ist lediglich eine bevorzugte Weiterbildung und keineswegs einschränkend zu verstehen. Es sind auch andere drehmomentübertragende Elemente, wie sie beispielsweise im Maschinenbau bekannt sind, durchaus auf die Erfindung anwendbar.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist dadurch angegeben, daß der Winkelkopf eine Verstelleinrichtung besitzt, die derart ausgebildet ist, daß eine Verdrehung von Werkstück und/oder Winkelkopf, insbesondere um eine Drehachse ermöglicht ist.

Es ist weiterhin von Vorteil, wenn am Winkelkopf ein Anschlag vorgesehen ist, der Anschlagbacken trägt.

Erfindungsgemäß wurde auch gefunden, daß es von Vorteil ist, wenn an dem Polieraggregat bzw. an der Vorrichtung eine Schnittstelle zur Steuerung der Werkzeugmaschine und/oder eine eigene Steuerung vorgesehen ist, mittels derer wenigstens eine der Funktionen der Vorrichtung steuerbar ist.

Das Polierwerkzeug ist bevorzugt als diamantbestückte Polierscheibe ausgebildet. Es ist jedoch auch möglich, das Polierwerkzeug als Schleifscheibe oder Schleifband auszubilden.

Die Erfindung stellt auch eine Werkzeugmaschine, insbesondere Holzbearbeitungsmaschine mit einem in der Maschine integrierbaren oder aufsetzbaren Polieraggregat, wie zuvor beschrieben, zur Verfügung.

Dabei wurde gefunden, daß es von Vorteil ist, wenn das Aggregat als Ergänzungsaggregat der Werkzeugmaschine an dieser, vorzugsweise am Tisch derselben angeordnet ist, und zwar derart, daß es in eine Ruhe- und in eine Arbeitsposition verfahrbar ist. Dies bietet dem Werkzeugmaschinenbauer die Möglichkeit, gleich eine Maschine anzubieten, die die Funktion einer beispielsweise Holzbearbeitungsmaschine besitzt und die gleichzeitig aber dem Bearbeiter die Möglichkeit gibt, auch Polierarbeiten an Acrylglas oder ähnlichen Materialien auszuführen. Das Polieraggregat wird zu diesem Zweck beispielsweise in den Tisch der Werkzeugmaschine angeordnet und für die Bearbeitung dann auf den Tisch gehoben, gedreht bzw. geschwenkt, so daß nach dem Absenken der normalen Werkzeuge dann der Poliervorgang in einfacher Weise erfolgen kann. Diese Variante der Erfindung bietet sich beispielsweise dann an, wenn gerade eine Neuanschaffung einer beispielsweise Holzbearbeitungsmaschine geplant ist und in ausreichendem Maße auch entsprechende Polierarbeiten ausgeführt werden müssen, wobei die Auslastung einer stationären und einzeln stehenden Poliermaschine dennoch nicht gewährleistet ist.

Von Vorteil ist es weiterhin, wenn an der Werkzeugmaschine ein Hilfsmittel zum Aufsetzen des Polieraggregates vorgesehen ist, mittels dessen das Aggregat auf die Werkzeugmaschine aufsetzbar, schwenkbar oder verfahrbar bzw. an der Werkzeugmaschine anordenbar ist. Dabei kann es sich beispielsweise um einen an der Werkzeugmaschine angeordneten bzw. befestigten Teleskop- oder Gelenkarm handeln.

Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung ist es vorgesehen, daß eine Klemm- bzw. Spannvorrichtung vorgesehen ist, mittels derer das Werkstück auf dem Tisch, zum Beispiel auf dem Besäumtisch einer Formatkreissäge aufspannbar ist. Dies ist eine sehr vorteilhafte Variante, weil dadurch die Funktionen des Besäumtisches der Formatkreissäge gleichzeitig für das exakte Polieren von aus transparentem Material bestehenden Werkstücken, wie zum Beispiel Acrylglas genutzt werden kann.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und Zeichnungen weiter beschrieben. Es zeigen:

1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform der Erfindung;

2 eine Draufsicht auf die Ausführungsform der 1;

3 eine weitere Ausführungsform der Erfindung in einer Seitenansicht und

4 Draufsicht auf die Ausführungsform der 3.

1 zeigt eine Seitenansicht einer Ausführungsform der Erfindung. Mit dem Bezugszeichen 1 ist dabei das Polierwerkzeug bezeichnet, welches beispielsweise als diamanttragendes Polierwerkzeug ausgeführt ist. Dies ist mit den kleinen Erhebungen am Polierwerkzeug in Richtung des Werkstückes 4, welches auf einem Besäumtisch einer Formatkreissäge beispielsweise befestigt ist, zu erkennen. Das Werkstück 4 ist dabei von einer Spanneinrichtung 5 gespannt bzw. gehalten, so daß es stets in exakter Ausrichtung bezüglich des Polierwerkzeuges angeordnet bleibt. Das Polieraggregat 2 ist in der Ausführungsform nach der 1 im Wesentlichen von einem Motorgehäuse 2 gebildet, welches auf die Tischebene 12 des Besäumtisches aufgesetzt ist. Mit dem Bezugszeichen 14 ist die Schwenkachse bezeichnet, um die das Polieraggregat zur Anstellung eines Winkels an der zu polierenden Kante 8 schwenkbar ist. Eine Schwenkstellung ist beispielsweise mittels der gestrichelten Darstellung angedeutet. In der Variante nach der 1 wird die Schwenkstellung mittels eines Schwenkmechanismus 13 erreicht, der das Motorgehäuse 2 im Bezug auf die Tischebene 2 und im Bezug auf die Werkstückkante 8 des Werkstückes 4 anstellt.

In der 2 ist die gleiche Ausführungsform dargestellt, wie sie in der 1 beschrieben wurde. Es handelt sich hierbei jedoch um eine Draufsicht. Wie aus der Draufsicht ersichtlich, ist das Motorgehäuse 2 in Richtung des Doppelpfeiles 10 in der Tischebene 12 drehbar. Dies geschieht beispielsweise über die Drehachse 9, welche rechtwinklig zur Tischebene 12 angeordnet ist. Mit dem Bezugszeichen 6 ist der Anschlag bezeichnet, gegen welchen das Werkstück 4 in Vorschubrichtung 7 langsam bewegt wird. Das Polierwerkzeug 1 wird in Rotation versetzt, so daß die am Polierwerkzeug angeordneten Diamanten beispielsweise die Polierung vornehmen können. Mit dem Bezugszeichen 11 ist eine Justiervorrichtung bezeichnet, mittels derer das Polierwerkzeug 1 und/oder das Motorgehäuse 2 im Bezug auf die zu polierende Werkstückkante 8 des Werkstückes 4 ausgerichtet werden können. Mit dem Doppelpfeil (ohne Bezugszeichen) rechts, neben der mit dem Bezugszeichen 11 bezeichneten Justiereinrichtung, ist angedeutet, daß damit auch eine Justierung des Anschlages und des Polieraggregates insgesamt zum Werkstück hin erfolgen kann.

Das in 1 und 2 dargestellte Polieraggregat kann beispielsweise auf Formatkreissägen auf die Tischebene 12 aufgesetzt werden. Das Polierwerkzeug 1 sitzt im gezeichneten Beispiel in etwa an der Position des Sägeblattes der Formatkreissäge. Das Sägeblatt selbst (hier nicht dargestellt) wird für den Poliervorgang entfernt oder nach unten gefahren. Zum Aufsetzen kann vorteilhafterweise ein Hilfsmittel wie beispielsweise ein am Ständer der Formatkreissäge befestigter Teleskopober Gelenkarm genützt werden (ebenfalls nicht dargestellt).

Das gesamte Aggregat muß vor dem Bearbeitungsvorgang justiert werden. Beim Aufsetzen wird das Aggregat zunächst über den Anschlag 6 exakt in Laufrichtung des Besäumtisches 3 ausgerichtet. Der Überstand des Polierwerkzeuges 1 zum Anschlag 6 wird den Anforderungen des Polierwerkzeuges 1 gemäß, an der Justagevorrichtung 11 eingestellt. Ebenso wird die Winkellage 10 des Polierwerkzeuges 1 zum Werkstück 4 in der Tischebene 12 justiert. Dies geschieht über einen Justagemechanismus, beispielsweise einer Justiervorrichtung 11, die eine exakte Drehung um die Drehachse 9 erlaubt. Mittels der Justiereinrichtung wird also gewährleistet, daß das Polierwerkzeug 1 genau in Richtung des Anschlages 6 ausgerichtet ist, um eine exakte Polierung der Oberfläche zu gewährleisten. Bei leichtem Versatz des Polierwerkzeuges 1 im Bezug auf die zu polierende Werkstückkante kann es vorkommen, daß die Oberfläche Streifen oder Riefen aufweist. Aus diesem Grund ist es von Vorteil, wenn das Polierwerkzeug 1 exakt mittels einer Justiervorrichtung 11 ausgerichtet wird. Das Polierwerkzeug 1 wird vom Motor, der in dem Motorgehäuse 2 angeordnet ist, in Drehung gebracht. Auf dem Besäumtisch 3 wird das Werkstück 4 durch eine Spannvorrichtung 5 festgespannt. Dabei muß das Werkstück 4 exakt am Anschlag 6 des Polieraggregates ausgerichtet werden. Indem das Werkstück langsam in Vorschubrichtung 7 bewegt wird, kann das Polierwerkzeug 1 die Kante 8 des Werkstückes polieren. Der Poliervorgang kann dabei erleichtert werden, wenn der Besäumtisch 3 mit einer nicht dargestellten Vorschubeinrichtung versehen ist, die den Besäumtisch 3 und das Werkstück 4 gleichmäßig mit einer auf das Polierwerkzeug 1 abgestimmten Geschwindigkeit am Werkzeug vorbeiführt.

Die aufwendige, exakte Einstellung zur Laufrichtung des Besäumtisches 3 kann bei einer Erfindungsvariante entfallen, bei der das Motorgehäuse 2 bzw. der Motor, das Polierwerkzeug 1 und der Anschlag 6 in einer Einheit starr verbunden und auf der Tischebene 12 senkrecht zur Vorschubrichtung 7 beweglich gelagert werden. Dabei stellt ein geeigneter Mechanismus, beispielsweise ein Vorschubmechanismus, permanenten Andruck des Anschlags 6 und der mit ihm fest verbundenen Werkzeug-/Motoreinheit an die Werkstückkante 8 sicher. Die Werkzeug-/Motoreinheit folgt nun der Werkstückkante 8 auf ganzer Länge. Für die Führung am Ende der Werkstückkante 8 kann beispielsweise in einer Weiterbildung der Erfindung ein weiterer, hier nicht dargestellter Anschlag an der Werkzeug-/Motoreinheit in Vorschubrichtung 7 gesehen nach dem Werkzeug angebracht werden. Der bewegliche Andruckmechanismus ist beispielsweise aus zwei Führungen mit entsprechenden Druckfedern an den Aufnahmepunkten des Aggregates zur Tischebene 12 gebildet.

In der 1 ersichtlich und bereits beschrieben ist zur Bearbeitung von im Winkel geschnittener Kanten das Aggregat über einen Schwenkmechanismus 13 im Winkel zur Tischebene 12 um eine Schwenkachse 14 schwenkbar.

Bei einer weiteren – nicht gezeichneten – Variante der Erfindung, wird das Polieraggregat in Vorschubrichtung 7 gesehen, vor oder hinter dem Tisch und senkrecht zur Tischebene 12 beweglich befestigt. In einer Ruhestellung sitzt das Aggregat dann unter der Tischebene 12, die Formatkreissäge beispielsweise kann für übliche Sägeaufgaben genutzt werden. Die Oberseite des Aggregates kann dazu vorteilhafterweise als zusätzlicher Aufnahme- oder Abgabetisch ausgestaltet werden. Um die Kanten zu polieren, wird das Sägeblatt, wie bereits in anderen Ausführungsformen beschrieben, unter die Tischebene 12 gefahren und das Polieraggregat fährt über die Tischebene an eine definierte Arbeitsposition. In dieser Arbeitsposition sind bereits alle oben genannten Justageparameter eingestellt und das weitere Polierverfahren läuft, wie oben beschrieben, ab. Wesentlicher Vorteil dieser Ausführungsform ist die kürzere Rüstzeit, da der Auf- und Abbau des Polieraggregates auf dem Tisch entfallen kann.

In den 3 und 4 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung gezeigt, die sich von der zuvor beschriebenen Ausführungsform dadurch unterscheidet, daß die Vorrichtung einen Antrieb aufweist, der auf die Welle einer Werkzeugmaschine aufsetzbar ist. Die so ausgestaltete Vorrichtung bzw. das so ausgebildete Aggregat nutzt demnach die Antriebsmechanismen und auch die Schwenkmechanismen einer Werkzeugmaschine. Die Werkzeugmaschine ist in den gezeigten Ausführungsbeispielen nach den 3 und 4 beispielsweise eine Tischfräse. Wie hier gezeigt, kann auf Tischfräsmaschinen das Polierwerkzeug 1 auf einen Winkelkopf 20 aufgesetzt werden. Dieser Winkelkopf 20 wird auf der Pinole 15 der Frässpindel 16 befestigt. Dies erfolgt beispielsweise durch Schrauben und eine Passung. An dem Winkelkopf 20 befindet sich zur Frässpindel 16 hin ein drehmomentübertragendes Element, hier beispielhaft als Steilkegel 21 bezeichnet.

Vor dem Bearbeiten ist eine Justierung durch entsprechende Positionierung von Anschlagbacken 6 und 18 am Anschlag 11 erforderlich. Dies ist beispielsweise in der 4 ersichtlich. Die Justage der Winkellage 10 (mit dem Doppelpfeil vor dem Polierwerkzeug 1 angedeutet) des Polierwerkzeuges 1 in der Tischebene 12 erfolgt durch eine Justiervorrichtung 17. Die Justiervorrichtung 17 richtet dabei den Winkelkopf 20 und das Werkstück 10 durch eine Drehung um die Drehachse 9/1 aus. Die Justiervorrichtung 17 beinhaltet weiterhin eine Höhenverstellung, wie dies beispielsweise aus der 3 mit dem angedeuteten Doppelpfeil sehr gut ersichtlich ist. Im Weiteren ist die Justierung des Polierwerkzeuges 1, wie mit dem Doppelpfeil 19 angedeutet, in Bezug auf das Werkstück 4 vorgesehen. Auch in der Ausführungsform gemäß den 3 und 4 wird das Werkstück 4 von einer Klemm- bzw. Spannvorrichtung 5 auf der Tischebene 12 gehalten. Erkennbar ist auch, daß die Justierung des Winkelkopfes 20 bzw. der Polierscheibe 1 auch um die mit dem Pfeil 13 bezeichnete Schwenkachse erfolgen kann.

Im weiteren ist in der 3 mit den gestrichelten Darstellungen angedeutet, wie die erfindungsgemäße Poliervorrichtung bzw. das Polieraggregat die Funktionen der Tischfräsmaschine ausnutzt, indem unterschiedliche Winkel im Bezug auf die zu bearbeitende Kante des Werkstückes 4 einnehmen kann. Auch in der Ausführungsform gemäß der 3 und 4 wird das Werkstück 4 auf die Tischebene 12 aufgelegt und an dem Anschlag 6 mit Hilfe eines ansich bekannten, aber nicht dargestellten Vorschubapparates in Bearbeitungsrichtung 7 am Polierwerkzeug 1 vorbeigeführt und dabei die Kante 8 des Werkstückes 4 poliert. Die hintere Anschlagbacke 18 übernimmt das Werkstück 4 nach der Bearbeitung. So daß auch hier ein Verkanten ausgeschlossen ist und eine gleichmäßige Oberfläche der polierten Kante gewährleistet wird.

Die jetzt mit der Anmeldung und später eingereichten Ansprüche sind Versuche zur Formulierung ohne Präjudiz für die Erzielung weitergehenden Schutzes.

Sollte sich hier bei näherer Prüfung, insbesondere auch des einschlägigen Standes der Technik, ergeben, daß das eine oder andere Merkmal für das Ziel der Erfindung zwar günstig, nicht aber entscheidend wichtig ist, so wird selbstverständlich schon jetzt eine Formulierung angestrebt, die ein solches Merkmal, insbesondere im Hauptanspruch, nicht mehr aufweist.

Die in den abhängigen Ansprüchen angeführten Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Jedoch sind diese nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen.

Merkmale, die bislang nur in der Beschreibung offenbart wurden, können im Laufe des Verfahrens als von erfindungswesentlicher Bedeutung, zum Beispiel zur Abgrenzung vom Stand der Technik beansprucht werden.

Merkmale, die nur in der Beschreibung offenbart wurden, oder auch Einzelmerkmale aus Ansprüchen, die eine Mehrzahl von Merkmalen umfassen, können jederzeit zur Abgrenzung vom Stande der Technik in den ersten Anspruch übernommen werden, und zwar auch dann, wenn solche Merkmale im Zusammenhang mit anderen Merkmalen erwähnt wurden beziehungsweise im Zusammenhang mit anderen Merkmalen besonders günstige Ergebnisse erreichen.


Anspruch[de]
  1. Polieraggregat zum Polieren von Werkstücken, insbesondere von aus transparenten Materialien bestehenden Werkstücken, wie zum Beispiel Acrylglas, Plexiglas, transparenter Kunststoff oder dergleichen, bestehend aus einer Vorrichtung zum Anordnen des Polieraggregats an einer Werkzeugmaschine, wie zum Beispiel an einer Holzbearbeitungsmaschine, Tischfräse, Formatkreissäge oder dergleichen und einem antreibbaren Polierwerkzeug.
  2. Polieraggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Antrieb aufweist, der das Polierwerkzeug (1) antreibt.
  3. Polieraggregat nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Antrieb ein Motor vorgesehen ist.
  4. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Anschlag zur Führung des Werkstückes aufweist.
  5. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung derart ausgebildet ist, dass sie auf die Tischebene einer Werkzeugmaschine, insbesondere fixierbar aufsetzbar ist.
  6. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Anordnen des Polieraggregats als Gehäuse oder Gestell ausgebildet ist.
  7. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung auf die gegebenenfalls auch schwenkbare Pinole einer Frässpindel aufsetzbar und verbindbar ist.
  8. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung als Motorgehäuse (2) ausgebildet ist, welches den Antrieb aufnimmt und in dem die Antriebswelle für das Polierwerkzeug (1) gelagert ist.
  9. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Justagevorrichtung (11) vorgesehen ist, mittels derer zumindest das Polierwerkzeug oder die Vorrichtung an oder auf der Werkzeugmaschine zum Anschlag (6) ausgerichtet bzw. eingestellt wird.
  10. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Justagevorrichtung (11) die Winkellage des Polierwerkzeugs (1) in der Tischebene (12) bezüglich des zu bearbeitenden Werkstückes (4) einstellbar ist.
  11. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an oder in der Justagevorrichtung (11) eine Drehachse (9) vorgesehen ist, die sich rechtwinklig zur Tischebene (12) erstreckt, und um die die Vorrichtung bzw. das Polierwerkzeug drehbar ist.
  12. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Polierwerkzeug (1) durch eine Schwenkeinrichtung (13) um eine Schwenkachse (14) schwenkbar ist, die sich parallel zur Tischebene (12) erstreckt und mittels derer der Anstellwinkel (&agr;) des Polierwerkzeugs (1) zum Werkstück (4) auf der Werkzeugmaschine veränderbar bzw. einstellbar, insbesondere justierbar ist.
  13. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Antrieb, Polierwerkzeug (1) und Anschlag (6) in einer Werkzeug-/Motoreinheit zusammengefasst sind, die auf Führungen in bzw. auf der Tischebene (12) der Werkzeugmaschine beweglich geführt ist.
  14. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeug-/Motoreinheit eine Andruckvorrichtung besitzt, die einen ständigen Andruck des Anschlages (6) und der mit ihm verbundenen Werkzeug-/Motoreinheit an der bzw. an die Werkstückkante (8) des zu bearbeitenden Werkstückes (4) gewährleistet.
  15. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckvorrichtung Druckfedern, die an Aufnahmepunkten der Werkzeug-/Motoreinheit zur Tischebene (12) angeordnet sind, umfasst.
  16. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Führung der Werkzeug-/Motoreinheit am Ende der Werkstückkante (8) ein weiterer Anschlag an der Werkzeug-/Motoreinheit in Vorschubrichtung gesehen nach dem Polierwerkzeug (1) angeordnet ist.
  17. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeug-/Motoreinheit in Vorschubrichtung (7) vor oder hinter dem Tisch befestigt, insbesondere beweglich befestigt ist.
  18. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite der Vorrichtung als zusätzlicher Aufnahme- bzw. Abgabetisch ausgestaltet ist.
  19. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Antrieb eine Kupplung vorgesehen ist, die mit dem Maschinenmotor der Werkzeugmaschine zusammenwirkt.
  20. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung auf die Antriebswelle der Werkzeugmaschine aufsetzbar bzw. an dieser anschließbar ist.
  21. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Antrieb eine Riemenscheibe vorgesehen ist, die über einen Riemen von dem Maschinenmotor, insbesondere einer Formatkreissäge angetrieben ist.
  22. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb als Getriebe ausgebildet ist, dessen Welle das Polierwerkzeug (1) trägt.
  23. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe als Winkelgetriebe ausgebildet ist.
  24. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb als Winkelkopf (20) ausgebildet ist, der das Polierwerkzeug (1) trägt.
  25. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkelkopf (20) auf die Pinole (15) einer Frässpindel (16) einer Tischfräsmaschine aufsetzbar, insbesondere befestigbar ist.
  26. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkelkopf (20) mittels Passung und/oder Schraubverbindung an oder auf der Frässpindel (16) befestigbar ist.
  27. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkelkopf (20) ein zur Frässpindel (16) hin weisendes drehmomentübertragendes Element, zum Beispiel einen Steilkegel (21) aufweist.
  28. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkelkopf (20) eine Verstelleinrichtung besitzt, die derart ausgebildet ist, dass eine Verdrehung von Werkstück (4) und/oder Winkelkopf (20), insbesondere um einen Drehachse (9/1) ermöglicht ist.
  29. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Winkelkopf (20) ein Anschlag (11) vorgesehen ist, der Anschlagbacken (6, 18) trägt.
  30. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Polieraggretat eine Schnittstelle zur Steuerung der Werkzeugmaschine und/oder eine eigene Steuerung vorgesehen ist, mittels derer wenigstens eine der Funktionen der Vorrichtung bzw. des Aggregats steuerbar ist.
  31. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Polierwerkzeug (1) als diamantbestückte Polierscheibe ausgebildet ist.
  32. Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Polierwerkzeug (1) als Schleifscheibe oder Schleifband ausgebildet ist.
  33. Werkzeugmaschine, insbesondere Rolzbearbeitungsmaschine mit einem in der Maschine integrierbaren oder aufsetzbaren Polieraggregat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche.
  34. Werkzeugmaschine nach dem vorhergehenden Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß das Aggregat als Ergänzungsaggregat der Werkzeugmaschine an dieser, vorzugsweise am Tisch derselben, angeordnet ist, derart, daß es in eine Ruhe- und wenigstens eine Arbeitsposition verfahrbar ist.
  35. Werkzeugmaschine nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche 33 und 34, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hilfsmittel zum Aufsetzen des Polieraggregates vorgesehen ist, mittels dessen das Aggregat auf die Werkzeugmaschine aufsetzbar, schwenkbar oder verfahrbar bzw. an der Werkzeugmaschine anordenbar ist.
  36. Werkzeugmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 33 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsmittel ein am Ständer der Werkzeugmaschine, zum Beispiel einer Formatkreissäge, angeordneter bzw. befestigter Teleskop- oder Gelenkarm ist.
  37. Werkzeugmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 33 bis 36, dadurch gekennzeichnet, dass Klemm- bzw. Spannvorrichtungen (5) vorgesehen sind, mittels derer das Werkstück auf den Tisch zum Beispiel auf den Besäumtisch (3) einer Formatkreissäge aufspannbar ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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