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Dokumentenidentifikation DE102004036531A1 10.03.2005
Titel Warmwalzvorrichtung
Anmelder Mitsubishi-Hitachi Metals Machinery, Inc., Tokio/Tokyo, JP;
POSCO, Pohang, Gyeongbuk, KR;
RESEARCH INSTITUT OF INDUSTRIAL SCIENCE AND TECHNOLOGY, Pohang, Gyeongbuk, KR
Erfinder Horii, Kenji, Hiroshima, JP;
Hayashi, Kanji, Hiroshima, JP;
Kimura, Shinsaku, Hiroshima, JP;
Kondou, Shigetoshi, Hiroshima, JP;
Kaga, Shinichi, Hiroshima, JP;
Maniwa, Shuji, Hiroshima, JP;
Miyamoto, Takafumi, Hiroshima, JP;
Naitou, Akikazu, Hiroshima, JP;
Lee, Jong-Sub, Pohang, Gyeongbuk, JP;
Ha, Sang-Wook, Pohang, Gyeongbuk, JP;
Hwang, Byung-Yun, Pohang, Gyeongbuk, JP;
Won, Chun-Soo, Pohang, Gyeongbuk, JP;
Kim, Ki-Chol, Pohang, Gyeongbuk, JP
Vertreter Strehl, Schübel-Hopf & Partner, 80538 München
DE-Anmeldedatum 28.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004036531
Offenlegungstag 10.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.03.2005
IPC-Hauptklasse B21B 39/00
IPC-Nebenklasse B21B 41/00   
Zusammenfassung Die vorliegende Warmwalzvorrichtung umfaßt ein Fertigwalzwerk (4) zum Fertigwalzen eines Metallbarrens (11), der von einer Coilbox (2) ausgegeben wird. Der Abstand (S1) zwischen der Coilbox (2) und dem Fertigwalzwerk (4) beträgt 70 Meter oder weniger. Eine Verbindungsmaschine (3) zum Verbinden des hinteren Endes eines vorangehenden Metallbarrens (9) mit dem vorderen Ende eines nachfolgenden Metallbarrens (6), während sich die Metallbarren (11) bewegen, ist zwischen der Coilbox (2) und dem Fertigwalzwerk (4) angeordnet. Es wird die Anordnung der Coilbox (2) und des Fertigwalzwerks (4) relativ zueinander geeignet definiert. Auf der Basis der geeigneten Maschinenanordnung können der vorangehende Metallbarren (9) und der nachfolgende Metallbarren (6) miteinander verbunden werden, während sich die Metallbarren bewegen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Warmwalzvorrichtung, die in der Lage ist, eine vorangehende Metallplatte mit einer nachfolgenden Metallplatte zu verbinden, während sich. die Metallplatten bewegen.

Die typische bekannte Warmwalzvorrichtung für Metallplatten ist so aufgebaut, daß unter Verwendung eines Vorwalzwerks und eines Fertigwalzwerks eine Metallplatte mit der gewünschten Dicke erhalten wird. Die Metallplatte (der Metallbarren), die bzw. der das Vorwalzwerk verläßt, wird zum Fertigwalzwerk befördert. In diesen Walzwerken bewegen sich die Metallbarren jedoch mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Bei der bekannten Vorrichtung werden daher die Metallbarren erst dann zum Fertigwalzwerk befördert, nachdem sie das Vorwalzwerk vollständig verlassen haben (Siehe "Recent Hot Strip Manufacturing Techniques in Japan", Zweite Auflage, The Iron and Steel Institute of Japan, Seiten 187 bis 190; im folgenden als Druckschrift 1 bezeichnet).

Diese Vorrichtung ist so aufgebaut, daß die Metallbarren erst dann zum Fertigwalzwerk befördert werden, wenn jeweils das hintere Ende des Metallbarrens das Vorwalzwerk verlassen hat. Entsprechend ist der Abstand zwischen dem Vorwalzwerk und dem Fertigwalzwerk größer als die Länge der Metallbarren. In den meisten Fällen beträgt der Abstand zwischen dem letzten Walzgerüst des Vorwalzwerks und dem ersten Walzgerüst des Fertigwalzwerks 95 Meter und mehr.

Es wurden inzwischen auch Techniken zum Verbinden von Metallbarren zwischen dem Vorwalzwerk und dem Fertigwalzwerk und damit zum Ausführen eines kontinuierlichen Fertigwalzens entwickelt. Die Metallbarren müssen mit hoher Geschwindigkeit miteinander verbunden werden, um ein kontinuierliches Fertigwalzen zu ermöglichen; bisher wurden dazu verschiedene relevante Techniken vorgeschlagen.

Bei einer der bekannten Techniken zum Verbinden von Metallbarren mit hoher Geschwindigkeit werden das hintere Ende des vorangehenden Metallbarrens und das vordere Ende des nachfolgenden Metallbarrens übereinandergelegt, beide Barren werden dann gleichzeitig abgeschert und mittels der direkten Verbindung der bei dem Abscherprozeß gebildeten neuen Oberflächen der Metallbarren miteinander verbunden (siehe die japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung Nr. Hei 9(1997) – 174117, im folgenden als Druckschrift 2 bezeichnet). Bei dieser Technik wird ein Verbinden durch Abscheren angewendet und dadurch ein einfaches und schnelles Verbinden ermöglicht. Es wird angenommen, daß die Technik für eine Warmwalzvorrichtung geeignet ist.

Für Warmwalzvorrichtungen wurden bisher die verschiedensten Vorschläge hinsichtlich der Ausgestaltung der Vorwalzstraße, der Fertigwalzstraße undsoweiter und für Verbindungseinrichtungen gemacht, die ein kontinuierliches Walzen ermöglichen sollen. In der Realität wurden jedoch bisher keine konkreten Bedingungen für die Ausgestaltung angegeben, und es wurden bisher auch keine Techniken für das Installieren neuer Einrichtungen in einem begrenzten Raum oder zum Hinzufügen einer neuen Maschine an existierende Einrichtungen genannt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Warmwalzvorrichtung zu schaffen, mit der eine vorangehende und eine nachfolgende Metallplatte miteinander verbunden werden können, während sich die Metallplatten bewegen, um auf der Basis einer geeigneten Maschinenanordnung ein kontinuierliches Walzen ausführen zu können.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der anliegenden Patentansprüche gelöst.

Zur Lösung der Aufgabe umfaßt die erfindungsgemäße Warmwalzvorrichtung somit eine Schnellverbindungsmaschine, die vor dem Fertigwalzwerk angeordnet ist und die so ausgestaltet ist, daß das hintere Ende der vorangehenden Metallplatte mit dem vorderen Ende der nachfolgenden Metallplatte innerhalb kurzer Zeit verbunden wird, während sich die Metallplatten bewegen, wobei die Schnellverbindungsmaschine mit dem Verbinden maximal 55 Meter vor dem Fertigwalzwerk beginnt und das Verbinden wenigstens 15 Meter vor dem Fertigwalzwerk beendet.

Auf der Basis dieser besonderen Anordnung der Einrichtungen ist es erfindungsgemäß möglich, eine Warmwalzvorrichtung zu schaffen, mit der eine vorangehende und eine nachfolgende Metallplatte miteinander verbunden werden können, während sich die Metallplatten bewegen, und so ein kontinuierliches Walzen auszuführen.

Die vorliegende Erfindung umfaßt des weiteren ein Vorwalzwerk, das in einem Abstand im Bereich von 90 Metern bis 160 Metern zum Fertigwalzwerk angeordnet ist.

Die vorliegende Erfindung umfaßt des weiteren eine Coilbox zwischen dem Vorwalzwerk und dem Fertigwalzwerk, wobei im Fertigwalzwerk ein Fertigwalzen der Metallplatte erfolgt, die von der Coilbox abgegeben wird, und wobei der Abstand zwischen der Coilbox und dem Fertigwalzwerk 70 Meter oder weniger beträgt.

Erfindungsgemäß beträgt zum Beispiel der Maximalwert der Bewegungsgeschwindigkeit der Metallplatten an der Eingangsseite des Fertigwalzwerks 70 m/min (Meter pro Minute) und mehr. Mit einer solchen Bewegungsgeschwindigkeit der Metallplatte an der Eingangsseite des Fertigwalzwerks ist die Eingangsgeschwindigkeit der Metallplatte an der Eingangsseite des Fertigwalzwerks geeignet festgelegt.

Bei der Schnellverbindungsmaschine beträgt die Strecke vom Beginn des Verbindens bis zum Ende des Verbindens 15 Meter oder weniger. Durch das Festlegen der Strecke zum Verbinden der beiden Metallplatten durch die Schnellverbindungsmaschine wird das Layout der Schnellverbindungsmaschine geeignet definiert.

Erfindungsgemäß beträgt der Abstand zwischen dem Vorwalzwerk und der Coilbox 40 Meter oder mehr. Der Abstand vom Vorwalzwerk zur Coilbox ist dadurch geeignet definiert.

Erfindungsgemäß ist zum Beispiel die vom Beginn des Verbindens bis zum Ende des Verbindens in der Schnellverbindungsmaschine erforderliche Strecke auf etwa 1 Meter oder weniger eingestellt. Die vom Beginn des Verbindens bis zum Ende des Verbindens in der Schnellverbindungsmaschine erforderliche Strecke ist dadurch geeignet definiert.

Erfindungsgemäß erfolgt die Einstellung so, daß die vorangehende Metallplatte und die nachfolgende Metallplatte während des Verbindens durch die Schnellverbindungsmaschine nicht gleichzeitig gewalzt werden. Die Anordnung ist somit derart, daß die vorangehende Metallplatte und die nachfolgende Metallplatte beim Verbinden im Verlauf des kontinuierlichen Walzens nicht gleichzeitig sowohl im Vorwalzwerk als auch im Fertigwalzwerk erfaßt werden.

Die vorliegende Erfindung umfaßt des weiteren eine Überlagerungseinrichtung zum Übereinanderlegen des hinteren Endes der vorangehenden Metallplatte und des vorderen Endes der nachfolgenden Metallplatte, wobei die Schnellverbindungsmaschine einen Verbindungsmechanismus bildet, der ein Paar von Schermessern umfaßt, zwischen denen die übereinandergelegten Abschnitte der Metallplatten zu liegen kommen, wobei die Metallplatten mittels Abdrücken und Abscheren der Metallplatten von beiden Seiten miteinander verbunden werden. Bei dem Scherprozeß werden die Scherflächen am hinteren Ende der vorangehenden Metallplatte und am vorderen Ende der nachfolgenden Metallplatte durch eine plastische Fließverformung miteinander verbunden.

Bei der vorliegenden Erfindung ist vorzugsweise ein Barrenheizgerät und/oder ein Randheizgerät zwischen der Schnellverbindungsmaschine und dem Fertigwalzwerk angeordnet. Das Layout der Vorrichtung mit einem Barrenheizgerät und/oder einem Randheizgerät wird dadurch geeignet definiert.

Auf diese Weise ist es auf der Basis der besonderen Anordnung der Einrichtungen erfindungsgemäß möglich, eine Warmwalzvorrichtung zu schaffen, mit der eine vorangehende und eine nachfolgende Metallplatte miteinander verbunden werden können, während sich die Metallplatten bewegen, und so ein kontinuierliches Walzen auszuführen.

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden im folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Gesamtansicht des Aufbaus einer Ausführungsform einer Warmwalzvorrichtung.

2 eine schematische Ansicht des Aufbaus einer Verbindungseinrichtung 10 für die Warmwalzvorrichtung.

3 eine andere schematische Ansicht der Verbindungseinrichtung 10.

4 eine schematische Ansicht des Verbindungsvorgangs bei dessen Beendigung.

5 eine schematische Ansicht eines Messerantriebsmechanismusses.

6 eine schematische Ansicht eines anderen Messerantriebsmechanismusses.

7 eine schematische Ansicht einer Verbindungsmaschine bei einer anderen Ausführungsform.

8 eine graphische Darstellung von Variationen in der Position von Metallbarren.

9 eine Tabelle für Anordnungs-Beispiele.

10 graphisch die Beziehung zwischen der Bewegungsgeschwindigkeit eines Metallbarrens an der Eingangsseite eines Fertigwalzwerks 4 und der Dicke der Platte nach der Bearbeitung durch das Fertigwalzwerk.

Anhand der 1 wird nun der Gesamtaufbau einer Ausführungsform einer Warmwalzvorrichtung beschrieben.

Die Warmwalzvorrichtung dieser Ausführungsform umfaßt, von der Eingangsseite her gesehen, ein Vorwalzwerk 1, eine Coilbox 2, eine Verbindungsmaschine 3, ein Fertigwalzwerk 4 mit einer Anzahl von Walzgerüsten und Fertigprodukt-Aufwickelvorrichtungen 5.

Der im Vorwalzwerk 1 bearbeitete Metallbarren (der nachfolgende Metallbarren) wird um den Coiler der Coilbox 2 gewickelt. Dadurch wird der Unterschied in den Bewegungsgeschwindigkeiten zwischen dem Vorwalzwerk 1 und dem Fertigwalzwerk 4 ausgeglichen. Das vordere Ende des nachfolgenden Metallbarrens 6, das vom Coiler der Coilbox 2 abgewickelt wurde, wird durch eine Schopfschere 7 beschnitten und dann durch die Überlagerungseinrichtung 8 der Verbindungsmaschine 3 auf das hintere Ende (gegebenenfalls ebenfalls von der Schopfschere 7 beschnitten) des vorangehenden Metallbarrens 9 gelegt.

Das vordere Ende des nachfolgenden Metallbarrens 6 und das hintere Ende des vorangehenden Metallbarrens 9 werden durch die Verbindungseinrichtung 10 der Verbindungsmaschine 3 miteinander verbunden, wobei der Schopf am Verbindungsteil durch eine Schopfbearbeitungseinrichtung 12 abgeschnitten wird. Der durch das Verbinden an der Verbindungsmaschine 3 in einen verbundenen Zustand gebrachte Metallbarren 11 wird dann zu dem Fertigwalzwerk 4 befördert.

Die Verbindungsmaschine 3 ist als Schnellverbindungsmaschine ausgebildet, die das hintere Ende des vorangehenden Metallbarrens 9 und das vordere Ende des nachfolgenden Metallbarrens 6 verbindet, während sich die Metallbarren bewegen, und kann daher die Verbindung in kurzer Zeit ausbilden. Um die Verbindung während der Bewegung der Metallbarren ausführen zu können, kann die Verbindungseinrichtung so ausgebildet sein, daß sie sich bewegt und der Bewegung der Metallbarren folgt, oder daß sie schwingt, während sie der Bewegung der Metallbarren folgt.

Wie später noch genauer beschrieben wird, ist die Verbindungseinrichtung 10 der Verbindungsmaschine 3 ein Verbindungsmechanismus mit einem Paar von Schermessern, zwischen die die aufeinandergelegten Abschnitte am hinteren Ende des vorangehenden Metallbarrens 9 und am vorderen Ende des nachfolgenden Metallbarrens 6 gelegt werden, wobei die Metallbarren unter Zusammendrücken und Abscheren der Metallbarren von beiden Seiten miteinander verbunden werden.

Außer einer Verbindung durch Abscheren kann die Verbindungseinrichtung 10 jedes andere Verfahren zum Verbinden ausführen, solange mit diesen Verfahren die Metallbarren in kurzer Zeit verbunden werden können, während sie sich bewegen. Solche Verfahren umfassen das Induktionsheizverfahren, das Laserheizverfahren, das Flammstrahlverfahren und dergleichen.

Der zum Fertigwalzwerk 4 beförderte Metallbarren 11 wird anschließend von den Walzgerüsten des Fertigwalzwerks 4 auf die gewünschte Dicke warmgewalzt. Der auf die gewünschte Dicke ausgewalzte Metallbarren 11 wird dann in der Fertigprodukt-Aufwickeleinrichtung 5 aufgewickelt.

In den Zeichnungen bezeichnet das Bezugszeichen 13 einen an der Ausgangsseite der Coilbox 2 vorgesehenen Planer, das Bezugszeichen 14 einen an der Ausgangsseite der Verbindungsmaschine 3 vorgesehenen Planer, das Bezugszeichen 15 eine an der Eingangsseite des Fertigwalzwerks 4 vorgesehene Schopfschere, das Bezugszeichen 16 einen zwischen dem Planer 14 und der Schopfschere 15 vorgesehenen Randheizer, und das Bezugszeichen 17 bezeichnet einen nach dem Randheizer 16 vorgesehenen Barrenheizer.

In Abhängigkeit von den Bedingungen bei der jeweiligen Warmwalzvorrichtung wird das Layout für die Planer 13 und 14, die Schopfschere 15, den Randheizer 16 und den Barrenheizer 17 geeignet gewählt. Die Anordnung und Position dieser Vorrichtungen wird durch das gezeigte Beispiel nicht eingeschränkt.

Die Schopfschere 7 zum Beschneiden des hinteren Endes des vorangehenden Metallbarrens 9 und des vorderen Endes des nachfolgenden Metallbarrens 6 ist nur dann erforderlich, wenn die Metallbarren zum Verbindung aneinandergestoßen werden.

Die Schopfschere 7 ist nicht immer erforderlich, wenn die Metallbarren aufeinandergelegt werden und dann die Metallbarren im Abscherprozeß miteinander verbunden werden. In einem solchen Fall kann die Schopfschere 7 auch weggelassen werden.

Anhand der 2 bis 6 wird ein Beispiel für die Verbindungseinrichtung 10 der Verbindungsmaschine 3 konkret beschrieben.

Anhand der 2 und 3 wird eine Übersicht über die Verbindungseinrichtung 10 beschrieben. Die 2 zeigt den Zustand zu Beginn des Verbindungsvorgangs und die 3 den Zustand am Ende des Verbindungsvorgangs.

Wie in der 2 gezeigt, wird das vordere Ende 22 des nachfolgenden Metallbarrens 6 auf das hintere Ende 21 des vorangehenden Metallbarrens 9 gelegt, und die aufeinandergelegten Abschnitte am hinteren Ende 21 und am vorderen Ende 22 werden zwischen ein oberes Messer 26 mit einem Vorsprung 25 und ein unteres Messer 28 mit einem Vorsprung 27 gelegt. Die Vorsprünge 25, 27 stehen jeweils mit der Oberfläche des hinteren Endes 21 bzw. des vorderen Endes 22 in Kontakt.

Außerdem stehen eine obere Klemme 31 und eine untere Klemme 32 mit dem Bereich in Kontakt, in dem sich das hintere Ende 21 des vorhergehenden Metallbarrens 9 und das vordere Ende 22 des nachfolgenden Metallbarrens 6 überlappen. Die obere Klemme 31 wird durch die Hydraulikkraft einer oberen Haltevorrichtung 33 gehalten und die untere Klemme 32 durch die Hydraulikkraft einer unteren Haltevorrichtung 34.

Das obere Messer 26, die obere Klemme 31 und die obere Haltevorrichtung 33 sind integral zu einer oberen Messeranordnung 35 zusammengefaßt. Das untere Messer 28, die untere Klemme 32 und die untere Haltevorrichtung 34 sind zu einer unteren Messeranordnung 36 zusammengefaßt.

Die obere Messeranordnung 35 und die untere Messeranordnung 36 werden von einem Pfostenabschnitt eines Gehäuses 37 geführt und so gehalten, daß sie sich in der Dickenrichtung des vorangehenden Metallbarrens 9 und des nachfolgenden Metallbarrens 6 bewegen können. Die obere Messeranordnung 35 und die untere Messeranordnung 36 sind so ausgebildet, daß sie von einem später noch beschriebenen Gelenkmechanismus aufeinander zu und voneinander weg bewegt werden. Die obere Messeranordnung 35 und die untere Messeranordnung 36 bewegen sich aufeinander zu und voneinander weg, während der vorangehende Metallbarren 9 und der nachfolgende Metallbarren 6 sich dazwischen befinden. Für den Verbindungsprozeß erfolgt eine Annäherungsbewegung und nach dem Verbindungsprozeß die Rückziehbewegung.

Es ist dabei auch möglich, daß sich nur das obere Messer 26 oder das untere Messer 28 bewegt.

Wie in der 3 gezeigt werden bei dem Prozeß des Abscherens des vorangehenden Metallbarrens 9 und des nachfolgenden Metallbarrens 6 durch das obere Messer 26 und das untere Messer 28 die Scherflächen des vorangehenden Metallbarrens 9 und des nachfolgenden Metallbarrens 6 durch eine plastische Fließverformung miteinander verbunden, wodurch der einheitliche und fortlaufende Metallbarren 11 entsteht.

Wie in der 4 gezeigt, bleiben in der Position, in der die Verbindungsoperation abgeschlossen ist, der obere Schopf 38 und der untere Schopf 39 in Positionen, die vertikal vom Verbindungsteil des kontinuierlichen Metallbarrens abweichen. Danach werden das obere Messer 26 und das untere Messer 28 zurückgezogen, bis zwischen dem oberen und dem unteren Messer ein festgelegter Abstand besteht.

Der an vertikal unterschiedlichen Stellen verbleibende obere Schopf 38 und untere Schopf 39 werden von der Schopfbearbeitungseinrichtung 12 (siehe 1) entfernt, und der kontinuierliche Metallbarren 11 wird zu dem Fertigwalzwerk 4 befördert.

Der vorangehende Metallbarren 9 und der nachfolgende Metallbarren 6 werden durch die Verbindungseinrichtung 10 synchron zur Bewegung der Metallbarren miteinander verbunden. Aus diesem Grund werden die Verbindungseinrichtung 10 und die Bewegungen des oberen Messers 26 und des unteren Messers 28 aufeinander zu und voneinander weg durch einen Messerantriebsmechanismus, der in den 5 und 6 gezeigt ist, synchron geführt. Mit anderen Worten sind das obere Messer 26 und das untere Messer 28 dafür vorgesehen, sich gemäß der Bewegungstrajektorie des Verbindungspunktes des vorangehenden Metallbarrens 9 und des nachfolgenden Metallbarrens 6 zu bewegen.

Der Messerantriebsmechanismus wird anhand der 5 und 6 beschrieben. Die 5 zeigt den Zustand vor dem Beginn des Verbindungsvorgangs und die 6 den Zustand nach dem Ende des Verbindungsvorgangs.

Das obere Messer 26 und das untere Messer 28 bewegen sich von ihren Positionen vor dem Beginn des Verbindungsvorgangs in ihre Positionen am Ende des Verbindungsvorgangs und kehren dann in ihre Positionen vor dem Beginn des Verbindungsvorgangs zurück. Dabei bewegen sich die zu verbindenden Metallbarren mit der Bandgeschwindigkeit weiter. Entsprechend bewegen sich das obere Messer 26 und das untere Messer 28 synchron zu der Bewegung der Metallbarren entlang einer oberen Messertrajektorie und einer unteren Messertrajektorie, die gestrichelt angezeigt werden.

Eine Hauptkurbelwelle 41 weist zwei relativ zu ihrem Mittelpunkt A exzentrisch angeordnete Wellen auf. Die obere exzentrische Welle 42 ist über eine Verbindung 43 mit dem oberen Messer verbunden und die untere exzentrische Welle 44 über eine Verbindung 45 mit dem unteren Messer 28. Das obere Messer 26 und das untere Messer 28 bewegen sich in Abhängigkeit vom Rotationswinkel der Hauptkurbelwelle 41 vertikal (werden vorgedrückt oder zurückgezogen).

Der Messerantriebsmechanismus umfaßt außerdem eine Synchronisationswelle 46, die synchron mit der Hauptkurbelwelle 41 in Eingriff steht. Die Synchronisationswelle 46 ist mit der Verbindung 43 für die obere exzentrische Welle 42 und die Verbindung 45 für die untere exzentrische Welle 44 über einen Schwinghebel 47 verbunden.

Durch die Verbindung mit der Synchronisationswelle 46 bewegen sich das obere Messer 26 und das untere Messer 28 mit etwa der gleichen Geschwindigkeit wie die Metallbarren in der Bewegungsrichtung der Metallbarren, solange das obere Messer 26 und das untere Messer 28 mit den Metallbarren in Kontakt ist. Wenn das obere Messer 26 und das untere Messer 28 sich von den Metallbarren lösen, werden das obere Messer 26 und das untere Messer 28 in ihre Ausgangspositionen zurückgebracht.

Bei dieser Verbindungsmaschine 3 werden das obere Messer 26 und das untere Messer 28 gemäß der Bewegungstrajektorie des Verbindungsteils des vorangehenden Metallbarrens 9 und des nachfolgenden Metallbarrens 6 vertikal bewegt, und die Strecke, die vom Beginn des Verbindungsvorgangs bis zum Ende des Verbindungsvorgangs erforderlich ist, beträgt zum Beispiel etwa 1 Meter oder weniger.

Die Warmwalzvorrichtung der 1 enthält als Beispiel für die darin enthaltenen Einrichtungen auch die Coilbox 2. Im Falle einer Warmwalzvorrichtung ohne Coilbox 2 erfolgt die Festlegung derart, daß das Verbinden durch die Verbindungsmaschine 3 ausgeführt wird, nachdem das hintere Ende des nachfolgenden Metallbarrens 6 das Vorwalzwerk 1 verlassen hat, oder bevor das vordere Ende des vorangehenden Metallbarrens 9 in das Fertigwalzwerk 4 einläuft.

Mit anderen Worten erfolgt die Festlegung so, daß verhindert wird, daß der vorangehende Metallbarren 9 und der nachfolgende Metallbarren 6 gleichzeitig während des Verbindens durch die Verbindungsmaschine 3 gewalzt werden.

Bei der oben beschriebenen Verbindungsmaschine 3 werden der vorangehende Metallbarren 9 und der nachfolgende Metallbarren 6 dadurch miteinander verbunden, daß die Messer von beiden Seiten in Dickenrichtung der Metallbarren darauf zu bewegt werden, und daß die Scherflächen beim Abscherprozeß einer plastischen Fließverformung unterworfen werden. Damit ist es möglich, die Metallbarren mit großer Verbindungsfestigkeit in kurzer Zeit miteinander zu verbinden.

Dabei ist es wie in der 7 gezeigt auch möglich, eine sich bewegende Abschervorrichtung 54 mit einem festen Messer 52 und einem angehobenen Messer 53 in einem sich bewegenden Gehäuse 51 als Verbindungsmaschine zu verwenden, solange diese Vorrichtung die Verbindung in einer kurzen Zeit bewerkstelligen kann. Mit anderen Worten bewegt sich das verschiebbare Gehäuse 51 synchron zu der Bewegung der Metallbarren, und der vorangehende Metallbarren 9 und der nachfolgende Metallbarren 6 werden dadurch miteinander verbunden, daß das angehobene Messer 53 während der Bewegung des verschiebbaren Gehäuses 51 nach unten gebracht wird, wodurch die sich bewegenden Metallbarren zwischen dem angehobenen Messer 53 und dem festen Messer 52 abgeschert werden.

Es ist dabei erforderlich, einen Strecke von zum Beispiel etwa 10 Metern für die Ausführung der Verbindung (vom Beginn des Verbindungsvorgangs bis zu dessen Ende) vorzusehen. Es läßt sich jedoch damit eine Verbindung durch Abscheren mit einer extrem einfachen Ausgestaltung der dazu erforderlichen Vorrichtungen erreichen.

Bei der Warmwalzvorrichtung der 1 beträgt die vom Beginn des Verbindungsvorgangs bis zu dessen Ende in der Verbindungsmaschine 3 erforderliche Strecke etwa 1 Meter oder weniger. Bei der sich bewegenden Abschervorrichtung 54 der 7 beträgt die vom Beginn des Verbindungsvorgangs bis zu dessen Ende erforderliche Strecke etwa 10 Meter. Die Verbindungsmaschine 3 zum Verbinden des hinteren Endes des vorangehenden Metallbarrens 9 mit dem vorderen Ende des nachfolgenden Metallbarrens 6 während der Bewegung der Metallbarren ist vor dem Fertigwalzwerk 4 angeordnet. Die vom Beginn des Verbindungsvorgangs bis zu dessen Ende in der Verbindungsmaschine erforderliche Strecke wird auf etwa 15 Meter oder weniger festgelegt.

Die Warmwalzvorrichtung der 1 umfaßt das beschriebene Fertigwalzwerk 4 zum Fertigwalzen des von der Coilbox 2 abgegebenen Metallbarrens; der Abstand S1 zwischen der Coilbox 2 und dem Fertigwalzwerk 4 beträgt etwa 70 Meter oder weniger. Die Verbindungsmaschine 3 zum Verbinden des hinteren Endes des vorangehenden Metallbarrens 9 mit dem vorderen Ende des nachfolgenden Metallbarrens 6 während der Bewegung der Metallbarren ist zwischen der Coilbox 2 und dem Fertigwalzwerk 4 angeordnet.

Im allgemeinen wird bei einer Warmwalzvorrichtung mit einem Vorwalzwerk 1 und einem Fertigwalzwerk 4 der Metallbarren erst dann in das Fertigwalzwerk 4 eingeführt, wenn das hintere Ende des Metallbarrens das Vorwalzwerk 1 verlassen hat. Entsprechend liegt bei den vorhandenen Anlagen (zum chargenweisen Walzen) der Abstand zwischen dem Vorwalzwerk 1 und dem Fertigwalzwerk 4 im Bereich von etwa 90 Meter bis etwa 160 Meter.

Bei der Warmwalzvorrichtung der 1 beträgt der Abstand S1 zwischen der Coilbox 2 und dem Fertigwalzwerk 4 etwa 70 Meter oder weniger. Entsprechend ist es möglich, die Verbindungsmaschine 3 bei existierenden Anlagen unterzubringen, bei denen der Abstand zwischen dem Vorwalzwerk 1 und dem Fertigwalzwerk 4 im Bereich von etwa 110 Meter bis etwa 160 Meter liegt, so daß es möglich ist, eine vorhandene Anlage in eine Warmwalzvorrichtung umzuwandeln, die ein kontinuierliches Walzen ausführen kann.

Wenn das Vorwalzwerk 1 zum Beispiel ein bis vier Walzgerüste umfaßt, kann durch das letzte Walzgerüst des Vorwalzwerks 1 ein Reversierwalzen ausgeführt werden. Wenn der Abstand zwischen dem Vorwalzwerk 1 und der Coilbox 2 kleiner ist als die Länge eines Metallbarrens beim letzten Durchlauf, trifft der Metallbarren auf die aufgewickelte Spule des vorangehenden Materials, was zu Störungen führen kann. Aus diesem Grund ist es erforderlich, den Abstand zwischen dem letzten Walzgerüst des Vorwalzwerks 1 und der Coilbox 2 auf zum Beispiel etwa 40 Meter festzulegen.

Bei der Warmwalzvorrichtung der vorliegenden Ausführungsform beträgt der Abstand S1 zwischen der Coilbox 2 und dem Fertigwalzwerk 4 etwa 70 Meter oder weniger. Auch wenn der Abstand zwischen dem letzten Walzgerüst des Vorwalzwerks 1 und der Coilbox 2 zum Beispiel etwa 40 Meter beträgt, ist es daher möglich, die Ausführungsform der vorliegenden Vorrichtung bei Anlagen mit einem Abstand von 110 Meter zwischen dem Vorwalzwerk 1 und dem Fertigwalzwerk 4 anzuwenden. Das heißt, daß der Abstand zwischen dem Vorwalzwerk 1 und der Coilbox 2 auf 40 Meter oder mehr festgelegt wird.

Wenn der Abstand S1 zwischen der Coilbox 2 und dem Fertigwalzwerk 4 auf etwa 70 Meter oder weniger festgelegt wird, insbesondere auf etwa 50 Meter, kann die Ausführungsform bei Anlagen mit einem Abstand von 90 Meter zwischen dem Vorwalzwerk 1 und dem Fertigwalzwerk 4 angewendet werden.

Bei der Warmwalzvorrichtung der 1 ist vor dem Fertigwalzwerk 4 die Verbindungsmaschine 3 zum Verbinden des hinteren Endes des vorangehenden Metallbarrens 9 mit dem vorderen Ende des nachfolgenden Metallbarrens 6 während der Bewegung der Metallbarren angeordnet. Die Verbindungsmaschine 3 beginnt mit dem Verbindungsvorgang in einem Abstand S2 vom Fertigwalzwerk 4 und beendet den Verbindungsvorgang in einem Abstand S3 vom Fertigwalzwerk 4. Der Abstand S2 wird auf etwa 55 Meter oder weniger festgelegt, und der minimale Wert des Abstands S3 wird auf etwa 15 Meter festgelegt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein kontinuierliches Walzen in fast allen Arten von Walzanlagen ausführen zu können, auch in Walzanlagen mit einem geringen Abstand zwischen dem Vorwalzwerk 1 und dem Fertigwalzwerk 4. Dazu muß die vorliegende Erfindung anwendbar sein bei Anlagen mit einem Abstand zwischen dem Vorwalzwerk 1 und dem Fertigwalzwerk 4 im Bereich von 90 Meter bis 160 Meter. Wenn der Abstand (51 in der 1) zwischen der Coilbox 2 und dem Fertigwalzwerk 4 70 Meter oder weniger beträgt, ist die vorliegende Erfindung anwendbar bei Anlagen mit einem Abstand zwischen dem Vorwalzwerk 1 und dem Fertigwalzwerk 4 im Bereich von 110 Meter bis 160 Meter, da für das Reversierwalzen am letzten Walzgerüst des Vorwalzwerks 1 ein Abstand von etwa 40 Meter erforderlich ist. Wenn der Abstand (S1 in der 1) zwischen der Coilbox 2 und dem Fertigwalzwerk 4 auf 50 Meter festgelegt werden kann, ist die vorliegende Erfindung anwendbar bei Anlagen mit einem Abstand von 90 Meter zwischen dem Vorwalzwerk 1 und dem Fertigwalzwerk 4, um daraus eine Anlage zum kontinuierlichen Walzen zu machen.

Die eingangs erwähnte Druckschrift 1 beschreibt insgesamt 16 verschiedene Muster für das Layout von Walzwerken. Bei 11 Mustern davon liegt der Abstand zwischen dem letzten Walzgerüst des Vorwalzwerks und dem Fertigwalzwerk im Bereich von 110 Meter bis 160 Meter. Etwa 70% der Muster liegen somit in diesem Bereich. Bei einer Anwendung der Technik der vorliegenden Erfindung zum kontinuierlichen Walzen auf Anlagen mit einem Abstand zwischen dem letzten Gerüst des Vorwalzwerks und dem Fertigwalzwerk wenigstens im Bereich von 110 Meter bis 160 Meter kann somit fast jede Art der vorhandenen Anlagen in Anlagen zum kontinuierlichen Walzen umgewandelt werden.

Der Grund für das Festlegen des Abstandes zwischen dem letzten Walzgerüst des Vorwalzwerks 1 und der Coilbox 2 auf 40 Meter oder mehr ist folgender.

Wenn für einen Standard-Metallbarren die Dicke des Metallbarrens an der Eingangsseite des Fertigwalzwerks 4 zum Beispiel auf 32 Millimeter festgelegt wird und das Gewicht pro Breiteneinheit des Metallbarrens auf zum Beispiel 18 kg/mm, läßt sich die Länge L des Metallbarren berechnen zu L = 18/(32 × 7,85 × 10–6) = 71,7 × 103 = 71,7 m, wobei der Wert 7,85 × 10–6 kg/mm2 das spezifische Gewicht des Metallbarrens bezeichnet.

Wenn die Querschnittsabnahme zwischen dem letzten Durchlauf und dem unmittelbar vorhergehenden Durchlauf im Vorwalzwerk 1 30% beträgt, läßt sich die Dicke t1 des Metallbarrens beim Eingang in den Durchlauf, der dem letzten Durchlauf des Vorwalzwerks 1 unmittelbar vorangeht, berechnen zu t1 × (1 – 0,3) (1 – 0,3) = 32, das heißt t1 = 65,3.

Die Länge des Metallbarrens ergibt sich daraus zu 71,7 × (32/65,3) = 35,1 m < 40 m.

Wenn der Abstand zwischen dem letzten Walzgerüst des Vorwalzwerks 1 und der Coilbox 2 auf 40 Meter oder mehr festgelegt wird, ist es somit möglich zu verhindern, daß der Metallbarren an der Eingangsseite des unmittelbar vorhergehenden Durchlaufs zum letzten Durchlauf im Vorwalzwerk 1 die Coilbox 2 störend beeinflußt.

Wenn das letzte Walzgerüst des Vorwalzwerks 1 nur einen Walzdurchlauf zum Fertigwalzwerk 4 hin ausführt, ist es möglich, den nachfolgenden Metallbarren an der Coilbox 2 aufzuwickeln, ohne daß es zu Störungen durch den vorangehenden Metallbarren kommt, der von der Coilbox 2 abgewickelt wird, auch wenn der Abstand zwischen dem letzten Walzgerüst des Vorwalzwerks 1 und der Coilbox 2 kleiner ist als 40 Meter.

Hinsichtlich der Verbindungsmaschine 3 ist der Grund für das Festlegen der Strecke (S5 in der 1) vom Start des Verbindungsvorgangs bis zu dessen Ende auf 15 Meter der folgende.

Nach der eingangs erwähnten Druckschrift 1 befindet sich vor dem ersten Walzgerüst (F1) des Fertigwalzwerks eine Schopfschere. Der Abstand zwischen dem Walzgerüst F1 und der Schopfschere beträgt in den meisten Fällen 10 Meter oder weniger. Es ist daher erforderlich, den Abstand (S3 in der 1) zwischen der Endposition des Verbindungsvorgangs und dem Fertigwalzwerk 4 (F1) auf 10 Meter oder mehr festzulegen, um den entsprechenden Platz sicherzustellen. Unter Berücksichtigung der Abmessungen der Schopfschere und des für die Schopfbearbeitungsvorrichtung 12 erforderlichen Platzes müssen mindestens 15 Meter für den Abstand (S3 in der 1) zwischen der Endposition des Verbindungsvorgangs und dem Fertigwalzwerk 4 (F1) sichergestellt werden.

Des weiteren können durch die Art der Anlage wie in der 1 gezeigt der Planer 14, der Randheizer 16 und/oder der Barrenheizer 17 erforderlich sein. Jede dieser Vorrichtungen weist eine bestimmte Größe auf. In einem Raum von maximal 25 Meter lassen sich jedoch alle diese Vorrichtungen unterbringen.

Es ist vorstellbar, daß der Abstand (S4 in der 1) von der Coilbox 2 bis zum Startpunkt des Verbindungsvorgangs wenigstens 15 Meter oder mehr betragen muß. Um nach dem Abwickeln des vorhergehenden Metallbarrens mit dem Abwickeln des nachfolgenden Metallbarrens beginnen zu können und dann den nachfolgenden Metallbarren an den vorangehenden Metallbarren heranzuführen und ihn auf den vorangehenden Metallbarren zu legen, ist es erforderlich, die Bewegungsgeschwindigkeit des nachfolgenden Metallbarrens zu erhöhen, damit dieser über den vorhergehenden Metallbarren gelegt werden kann.

Wenn das Abwickeln des nachfolgenden Metallbarrens 5 Sekunden nach dem Ende des Abwickelns des vorangehenden Metallbarrens beginnt und die Bewegungsgeschwindigkeit des vorangehenden Metallbarrens 70 m/min beträgt, berechnet sich die Bewegungsstrecke für den vorangehenden Metallbarren innerhalb von 5 Sekunden zu (70/60) × 5 = 5,83 m.

Wenn die seit dem Beginn des Abwickelns des nachfolgenden Metallbarrens verstrichene Zeit auf einer horizontalen Achse angetragen wird, wobei der Nullpunkt den Beginn des Abwickelns bezeichnet, und der Abstand von Wicklungszentrum der Coilbox auf der vertikalen Achse angetragen wird, läßt sich die Beziehung zwischen dem vorangehenden Metallbarren und dem nachfolgenden Metallbarren wie in der 8 gezeigt darstellen. In diesem Diagramm zeigt eine ausgezogene Linie die Position des hinteren Endes des vorangehenden Metallbarrens an und eine gestrichelte Linie die Position des vorderen Endes des nachfolgenden Metallbarrens.

Wenn die Abwickelgeschwindigkeit des vorangehenden Metallbarrens 150 m/min beträgt, wird die Position des vorderen Endes des nachfolgenden Metallbarrens (die gestrichelte Linie) ausgedrückt durch y = 2,5x.

Die Position des hinteren Endes des vorangehenden Metallbarrens (die ausgezogene Linie) wird ausgedrückt durch y = 1,17x + 5,83.

Die Position des vorderen Endes des nachfolgenden Metallbarrens (die gestrichelte Linie) schneidet die Position des hinteren Endes des vorangehenden Metallbarrens (die ausgezogene Linie) bei den Koordinaten (4,38, 11,0). Entsprechend holt das vordere Ende des nachfolgenden Metallbarrens das hintere Ende des vorangehenden Metallbarrens an einer Position ein, die 11,0 Meter vom Wicklungszentrum der Coilbox 2 entfernt ist. Die Verbindung durch Überlagerung erfordert einen Bewegungsstrecke für die Überlagerung; es ist jedoch möglich, an einer Position 15 Meter vom Wicklungszentrum der Coilbox 2 entfernt mit dem Verbindungsvorgang zu beginnen.

Wie beschrieben muß somit der Abstand (S4) von der Coilbox 2 bis zum Beginn des Verbindungsvorgangs 15 Meter oder mehr betragen (Nr. 2 in der 9 entspricht diesem Fall).

Die 9 ist eine Tabelle mit Beispielen für die Kombination des Abstandes zwischen dem Vorwalzwerk und dem Fertigwalzwerk, dem Abstand S1 zwischen der Coilbox 2 und dem Fertigwalzwerk 4, dem Abstand S2 zwischen dem Startpunkt des Verbindungsvorgangs und dem Fertigwalzwerk 4, dem Abstand S3 zwischen dem Endpunkt des Verbindungsvorgangs und dem Fertigwalzwerk 4, dem Abstand S4 zwischen der Coilbox 2 und dem Startpunkt des Verbindungsvorgangs und dem Abstand S5 zwischen dem Startpunkt des Verbindungsvorgangs und dem Endpunkt des Verbindungsvorgangs.

Bei dem Beispiel Nr. 6 der Tabelle der 9 ist der Abstand S4 zwischen der Coilbox 2 und dem Startpunkt des Verbindungsvorgangs kleiner als 15 Meter. Mit dem Beispiel Nr. 6 läßt sich daher keine wirkungsvolle Anordnung erhalten, sie wird deshalb als "nicht gut" bewertet. Mit den anderen Beispielen Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr. 4, Nr. 5 und Nr. 7 lassen sich wirkungsvolle Anordnungen erhalten, diese Beispiele werden daher als "gut" bewertet. Bei dem Beispiel Nr. 7 beträgt der Abstand zwischen dem Vorwalzwerk und dem Fertigwalzwerk 90 Meter und der Abstand S1 zwischen der Coilbox 2 und dem Fertigwalzwerk 4 70 Meter. Der Abstand zwischen dem Vorwalzwerk 1 und der Coilbox 2 beträgt somit 20 Meter. Folglich zeigt das Beispiel Nr. 7 nur dann eine wirkungsvolle Anordnung, wenn das letzte Walzgerüst des Vorwalzwerks nur einen Walzdurchlauf zum Fertigwalzwerk hin ausführt.

Die Schopfschere 15 der 1 kann auch weggelassen werden. Die Schopfschere 15 wird zum Abschneiden des vorderen und hinteren Endes der Metallbarren verwendet, wenn ein intermittierendes Fertigwalzen der Metallbarren erfolgt, ohne daß die Metallbarren verbunden werden.

Wenn die Schopfschere 7 an der Eingangseite der Verbindungsmaschine 3 vorgesehen wird, kann sie die Funktion der Schopfschere 15 übernehmen. Die vorderen und hinteren Enden der Metallbarren werden nicht nur deshalb vor dem Fertigwalzen abgeschnitten, um unregelmäßige Schopfabschnitte an den vorderen und hinteren Enden zu entfernen, sondern auch deshalb, um ein instabiles Walzen zu vermeiden, das auftritt, wenn die Metallbarren mit ihren abgekühlten vorderen und hinteren Enden in das Fertigwalzwerk 4 eintreten und dieses verlassen.

Wenn die Verbindungsmaschine 3 näher an das Fertigwalzwerk 4 heranrückt, rückt auch die Schopfschere 7 näher an das Fertigwalzwerk 4 heran. Auf diese Weise ist es möglich, ein Abkühlen des vorderen und hinteren Endes der Metallbarren nach dem Schneiden zu verhindern. Wenn S5 gleich 1 Meter ist, S3 gleich 15 Meter, S2 gleich 16 Meter und S4 gleich 15 Meter, ist S1 gleich 31 Meter. Wenn die Schopfschere 7 an einer Zwischenposition von S4 angeordnet ist, kann der Abstand der Schopfschere 7 vom Fertigwalzwerk 4 auf 24 Meter festgelegt werden. Bei der oben erwähnten Druckschrift 1 beträgt der Abstand zwischen der Schopfschere und dem Fertigwalzwerk maximal 28,308 Meter. Die vorliegende Erfindung bleibt also innerhalb der vorgegebenen Grenzen.

Wenn die Schopfschere 15 entbehrlicht ist, können zwischen der Verbindungsmaschine 3 und dem Fertigwalzwerk 4 der Randheizer 16 und der Barrenheizer 17 angeordnet werden, wenn S3 15 Meter beträgt.

Bei der Warmwalzvorrichtung der 1 ist der Maximalwert für die Bewegungsgeschwindigkeit des Metallbarrens an der Eingangsseite des Fertigwalzwerks 4 auf 70 m/min oder mehr festgelegt.

Die 10 zeigt die Beziehung zwischen der Bewegungsgeschwindigkeit des Metallbarrens an der Eingangsseite des Fertigwalzwerks 4 (die Barrengeschwindigkeit an der Eingangsseite des Fertigwalzwerks) und der Dicke der fertigen Platte nach dem Walzen im Fertigwalzwerk 4. Die ausgezogene Linie zeigt die Obergrenze für die Barrengeschwindigkeit an der Eingangsseite des Fertigwalzwerks an und die strichpunktierte Linie die Untergrenze für die Barrengeschwindigkeit an der Eingangsseite des Fertigwalzwerks. Aufgrund der Beschränkungen der Anlagen wie der Leistungsfähigkeit der Heizöfen bewegt sich ein dünnes Material meist mit einer Geschwindigkeit in der Nähe der ausgezogenen Linie und ein dickes Material mit einer Geschwindigkeit in der Nähe der strichpunktierten Linie.

Wie in der 10 gestrichelt gezeigt, bezeichnet die ausgezogene Linie eine Dicke von 2,5 Millimeter und die strichpunktierte Linie eine Dicke von 6,0 Millimeter, wenn die Barrengeschwindigkeit an der Eingangsseite der Fertigwalzstraße 60 m/min beträgt. Entsprechend ist es möglich, ein kontinuierliches Walzen für eine fertige Platte mit einer Dicke von 2,5 bis 6,0 Millimeter auszuführen. Wenn die Barrengeschwindigkeit an der Eingangsseite der Fertigwalzstraße 70 m/min beträgt, gibt die ausgezogene Linie eine Dicke von 4,0 Millimeter an und die strichpunktierte Linie eine Dicke von 12,0 Millimeter. Entsprechend ist es möglich, ein kontinuierliches Walzen für eine fertige Platte mit einer Dicke von 4,0 bis 12,0 Millimeter auszuführen.

Durch ein Festlegen der maximalen Barrengeschwindigkeit an der Eingangsseite der Fertigwalzstraße 4 auf 70 m/min oder mehr ist es somit möglich, für eine fertige Platte in einem weiten Dickenbereich eine kontinuierliche Operation zu erreichen.


Anspruch[de]
  1. Warmwalzvorrichtung mit einem Fertigwalzwerk (4), gekennzeichnet durch

    eine Schnellverbindungsmaschine (3), die vor dem Fertigwalzwerk (4) angeordnet ist und die dafür vorgesehen ist, das hintere Ende einer vorangehenden Metallplatte (9) innerhalb kurzer Zeit mit dem vorderen Ende einer nachfolgenden Metallplatte (6) zu verbinden, während sich die Metallplatten (6, 9) bewegen;

    wobei die Schnellverbindungsmaschine (3) mit dem Verbindungsvorgang maximal 55 Meter vor dem Fertigwalzwerk (4) beginnt und den Verbindungsvorgang wenigstens 15 Meter vor dem Fertigwalzwerk (4) beendet.
  2. Warmwalzvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Vorwalzwerk (1), das vor dem Fertigwalzwerk (4) in einem Abstand im Bereich von 90 Meter bis 160 Meter relativ zum Fertigwalzwerk (4) angeordnet ist.
  3. Warmwalzvorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch

    eine Coilbox (2), die zwischen dem Vorwalzwerk (1) und dem Fertigwalzwerk (4) angeordnet ist;

    wobei das Fertigwalzwerk (4) ein Fertigwalzen der von der Coilbox (2) abgegebenen Metallplatte (6) ausführt; und

    wobei der Abstand zwischen der Coilbox (2) und dem Fertigwalzwerk (4) 70 Meter oder weniger beträgt.
  4. Warmwalzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Maximalwert der Bewegungsgeschwindigkeit der Metallplatte (11) an der Eingangsseite des Fertigwalzwerks (4) 70 m/min oder mehr beträgt.
  5. Warmwalzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand vom Startpunkt des Verbindungsvorgangs bis zum Endpunkt des Verbindungsvorgangs in der Schnellverbindungsmaschine (3) auf 15 Meter oder weniger festgelegt ist.
  6. Warmwalzvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen dem Vorwalzwerk (1) und der Coilbox (2) auf 40 Meter oder mehr festgelegt ist.
  7. Warmwalzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der erforderliche Abstand vom Startpunkt des Verbindungsvorgangs bis zum Endpunkt des Verbindungsvorgangs in der Schnellverbindungsmaschine (3) auf etwa 1 Meter oder weniger festgelegt ist.
  8. Warmwalzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß vermieden wird, daß die vorangehende Metallplatte (9) und die nachfolgende Metallplatte (6) gleichzeitig zum Zeitpunkt des Verbindens durch die Schnellverbindungsmaschine (3) gewalzt werden.
  9. Warmwalzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und 6, gekennzeichnet durch

    eine Überlagerungseinrichtung (8) zum Aufeinanderlegen des hinteren Endes der vorangehenden Metallplatte (9) und des vorderen Endes der nachfolgenden Metallplatte (6),

    wobei die Schnellverbindungsmaschine (3) ein Paar von Schermessern umfaßt, die so angeordnet sind, daß die aufeinandergelegten Abschnitte der Metallplatten (6, 9) dazwischenliegen und die Metallplatten (6, 9) dadurch verbunden werden, daß auf sie von beiden Seiten gedrückt wird und sie abgeschert werden.
  10. Warmwalzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und 6, gekennzeichnet durch einen Barrenheizer (17) und/oder einen Randheizer (16) zwischen der Schnellverbindungsmaschine (3) und dem Fertigwalzwerk (4).
Es folgen 10 Blatt Zeichnungen






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