PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202004013698U1 10.03.2005
Titel Glasoberflächensystem
Anmelder Bewarth, Roland, 45329 Essen, DE
Vertreter Schulze Horn & Partner GbR, 48147 Münster
DE-Aktenzeichen 202004013698
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.03.2005
Registration date 03.02.2005
Application date from patent application 01.09.2004
IPC-Hauptklasse C03C 17/34
IPC-Nebenklasse E04F 13/14   E04C 2/54   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Glasoberflächensystem, insbesondere für innere und/oder äußere Oberflächen von Gebäuden, wobei das Glasoberflächensystem eine oder mehrere Glasscheiben umfaßt, die jeweils auf ihrer einem Gebäudeteil zugewandten Rückseite eine Farbbeschichtung tragen und die an dem Gebäudeteil anbringbar sind.

Ein Glasoberflächensystem der vorstehend genannten Art ist aus dem praktischen Einsatz für die Verkleidung von äußeren Gebäudeflächen, d. h. als Fassadenverkleidung, bekannt. Die dabei eingesetzten Glasscheiben sind mit einer Emaillierung als Farbbeschichtung versehen. Diese Emaillierung ist zwar sehr haltbar und macht die Glasscheiben dadurch für eine Verwendung im Freien einsetzbar, jedoch hat die Emaillierung den Nachteil, daß diese Glasscheiben anschließend nicht mehr durch Schneiden oder Bohren bearbeitet werden können. Außerdem ist es für derartige Glasscheiben erforderlich, aufwendige Tragrahmen zu fertigen und zu montieren, in denen die Glasscheiben gehaltert werden, wobei die Halterungen thermisch bedingte Ausdehnungen und Schrumpfungen der Glasscheiben aufnehmen können müssen. Ein derartiges Glasoberflächensystem erfordert deshalb eine sehr exakte Vorplanung, weil nachträgliche Änderungen an den Glasscheiben nicht mehr möglich sind. Durch die Tragrahmen sind außerdem derartige Glasoberflächensysteme aufwendig und teuer.

Für die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Glasoberflächensystem der eingangs genannten Art zu schaffen, das die dargelegten Nachteile vermeidet und das bei geringeren Herstellungs- und Montagekosten die Möglichkeit einer handwerklichen Herstellung, vergleichbar mit dem Verlegen von Fliesen, ermöglicht.

Die Lösung dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß mit einem Glasoberflächensystem der eingangs genannten Art, das dadurch gekennzeichnet ist, daß jede mit der Farbbeschichtung versehene Glasscheibe auf ihrer Rückseite eine mittels einer ersten Kleberschicht angebrachte, elastische Vermittlungsschicht trägt, deren Rückseite eine Haftfläche für eine Anbringung der Glasscheibe an einem Gebäudeteil mittels einer zweiten Kleberschicht bildet.

Vorteilhaft lassen sich die Glasscheiben des erfindungsgemäßen Glasoberflächensystems mittels der vorgesehenen Vermittlungsschicht schnell und einfach an einem Gebäudeteil mittels der zweiten Kleberschicht anbringen. Das Anbringen der Glasscheiben erfolgt dabei in ähnlicher Art und Weise wie das Anbringen von seit langem bekannten keramischen Fliesen. Im Unterschied zu keramischen Fliesen bietet das erfindungsgemäße Glasoberflächensystem aber weitaus vielfältigere und reizvollere Gestaltungsmöglichkeiten für Oberflächen im Inneren oder am Äußeren von Gebäuden. Ein vorteilhaftes Anwendungsgebiet für das erfindungsgemäße Glasoberflächensystem sind Sanitärbereiche, da die Oberfläche des Glasoberflächensystems sehr glatt und absolut geschlossen ist und dadurch sehr hygienisch und leicht zu reinigen ist. Die Vermittlungsschicht sorgt durch ihre Elastizität dafür, daß keine schädlichen Spannungen innerhalb der Glasscheibe, die zu einem Reißen oder Springen der Scheibe führen könnten, entstehen, wenn der die Glasscheiben tragende Gebäudeteil Bewegungen ausführt. Auch thermisch bedingte unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten der Glasscheibe einerseits und des die Glasscheibe tragenden Gebäudeteils andererseits werden durch die elastische Vermittlungsschicht schadlos ausgeglichen. Weiterhin bildet die Vermittlungsschicht erfindungsgemäß eine Haftfläche für die zweite Kleberschicht, wodurch eine sehr gute Verankerung der Kleberschicht auf der Seite der Glasscheibe bei der Anbringung des Glasoberflächensystems gewährleistet ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß ein einmal angebrachtes Glasoberflächensystem dauerhaft haltbar ist und daß keine Schäden durch ein vorzeitiges und ungewolltes Lösen der Klebeverbindung auftreten.

Für das erfindungsgemäße Glasoberflächensystem können vorteilhaft praktisch beliebige Glasscheiben eingesetzt werden. Bevorzugt bestehen die Glasscheiben aus Floatglas, Einscheibensicherheitsglas oder Verbundsicherheitsglas.

Um die Farbbeschichtung mit einer hohen und gleichbleibenden Qualität und bei Bedarf auch mehrfarbig aufbringen zu können, ist bevorzugt die Farbbeschichtung eine drucktechnisch, vorzugsweise im Siebdruck, aufgebrachte Beschichtung. Alternativ ist selbstverständlich auch eine manuelle oder automatisierte Aufbringung mittels Spritzpistole oder anderen Beschichtungseinrichtungen für flüssige Farben möglich.

Um sowohl eine möglichst schnelle Verarbeitung als auch eine möglichst lange Haltbarkeit der Farbbeschichtung zu gewährleisten, besteht diese bevorzugt aus einer Siebdruckfarbe, vorzugsweise einer UV-härtenden Farbe.

Alternativ dazu kann die Farbbeschichtung auch aus einer Pulverbeschichtung oder einer Emaillierung bestehen. Eine derartige Farbbeschichtung weist eine noch bessere Dauerhaltbarkeit als eine Siebdruckfarbe oder UV-härtende Farbe auf. Auf der anderen Seite ist aber eine Erhitzung der Glasscheibe erforderlich, wofür diese aus einem geeigneten Glas bestehen muß. Außerdem führt, wie oben schon erwähnt, eine Emaillierung dazu, daß die Scheibe nachträglich nicht mehr geschnitten oder gebohrt werden kann, so daß eine Emaillierung nur dann eingesetzt werden sollte, wenn schon vorher die exakten Maße der jeweiligen Glasscheibe feststehen.

An die Vermittlungsschicht werden unterschiedliche Forderungen gestellt. Zum einen soll die Vermittlungsschicht so elastisch sein, daß sie Spannungen in ausreichendem Maße sicher ausgleicht. Andererseits muß die Vermittlungsschicht in sich ausreichend stabil sein, damit die Glasscheibe eine dauerhaft exakte Position nach ihrer Anbringung an einem Gebäudeteil beibehält. Schließlich soll die Vermittlungsschicht auch noch einen guten Verbund zu den Kleberschichten bieten. Diese Anforderungen werden besonders gut erfüllt, wenn die Vermittlungsschicht eine aus Fasermaterial bestehende oder Fasermaterial enthaltende Schicht ist.

In bevorzugter Weiterbildung ist die Vermittlungsschicht eine Vlies- oder Filz- oder Gewebeschicht.

Als Materialien für die Fasern des Fasermaterials sind insbesondere Glasfasern und/oder Kunststoffasern und/oder Kohlefasern geeignet, da diese sowohl mechanisch als auch chemisch sehr stabil sind.

Um auch die Kleberschichten in den Spannungsausgleich einzubeziehen, sind bevorzugt die die erste und die zweite Kleberschicht bildenden Kleber nach ihrer Aushärtung flexible Flexkleber.

Um zu gewährleisten, daß nach der Anbringung eines Glasoberflächensystems mit der Zeit keine Farbveränderungen in der Farbbeschichtung auftreten, ist weiter bevorzugt vorgesehen, daß die die erste und die zweite Kleberschicht bildenden Kleber im Hinblick auf die Farbbeschichtung chemisch reaktionsfrei sind.

Für Anwendungen des Glasoberflächensystems in Feuchträumen oder im Außenbereich ist weiter zweckmäßig, daß die erste und die zweite Kleberschicht bildenden Kleber nach ihrer Aushärtung wasserfest und wasserabweisend sind.

Eine weitre vorteilhafte Ausgestaltung des Glasoberflächensystems gemäß Erfindung schlägt vor, daß hinter der Glasscheibe teil- oder vollflächig eine Schicht aus einem magnetisierbaren Material angeordnet ist. Die Schicht aus dem magnetisierbaren Material bietet die vorteilhafte Möglichkeit, an der Vorderseite der Glasscheibe Gegenstände mittels magnetischer Haftkraft zu haltern. Dabei kann es sich beispielsweise um mit Haftmagneten ausgestattete dekorative Objekte oder um kleine Werkzeuge zur Körperpflege handeln. Die Schicht aus dem magnetisierbaren Material liegt zweckmäßig nicht nur hinter der Glasscheibe sondern auch hinter der auf der Glasscheibe angebrachten Farbbeschichtung, wodurch die Schicht aus dem magnetisierbaren Material von der Vorderseite des Glasoberflächensystems her unsichtbar bleibt.

Dabei ist bevorzugt die Schicht aus dem magnetisierbaren Material eine dünne Platte oder Folie aus einem magnetisierbaren Metall, vorzugsweise Eisen oder Stahl. In dieser Form ist die Schicht aus dem magnetisierbaren Material preiswert herstellbar, einfach handhabbar und problemlos in das Glasoberflächensystem integrierbar.

Bevorzugt ist dabei weiter vorgesehen, daß die Schicht aus dem magnetisierbaren Material unmittelbar hinter der ersten Kleberschicht angeordnet und mittels dieser mit der Glasscheibe verbunden ist und daß hinter der Schicht aus dem magnetisierbaren Material eine zusätzliche Kleberschicht angebracht ist, mittels der die Vermittlungsschicht mit der Schicht aus dem magnetisierbaren Material verbunden ist. Bei diesem Aufbau des Glasoberflächensystems ist die Schicht aus dem magnetisierbaren Material vollständig integriert und tritt an keiner Stelle sichtbar hervor. Auch auf die Anbringung des Glasoberflächensystems an einem Gebäudeteil, wie einer Wand, hat das Vorhandensein der Schicht aus dem magnetisierbaren Material keinerlei störenden Einfluß. Der Schichtenverbund sorgt zudem noch für eine erhöhte Stabilität des Glasoberflächensystems insgesamt.

Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Glasoberflächensystems schlägt vor, daß hinter und/oder neben der Glasscheibe wenigstens eine Licht in die Glasscheibe durch deren Rückseite und/oder durch mindestens einer ihrer Kanten einstrahlende Lichtquelle angeordnet ist. Auf diese Weise läßt sich das Glasoberflächensystem für Beleuchtungszwecke und/oder als Untergrund für eine leuchtende Beschriftung, d. h. als sogenanntes "Whiteboard", nutzen. Die Beschriftung kann mittels geeigneter, an sich bekannter "Whiteboard"-Stifte oder -Marker erfolgen, wonach die Schrift infolge der über mindestens eine Glasscheibenkante eingestrahlten Lichtstrahlung einen Leuchteffekt bietet. Gleichzeitig kann die Beschriftung von der sehr glatten Glasscheibenoberfläche schnell und einfach und spurenlos abgewischt werden, so daß auch sehr einfach wechselnde Beschriftungen vorgenommen werden können.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Glasoberflächensystems wird vorgeschlagen, daß hinter der Glasscheibe eine elektronische Anzeigeeinrichtung angeordnet ist, mit der eine von der Vorderseite der Scheibe her wahrnehmbare optische Anzeige erzeugbar ist. Mit dieser elektronischen Anzeigeeinrichtung können informative und/oder dekorative Anzeigen erzeugt werden. Beispielsweise kann so die Anzeige der Uhrzeit innerhalb des Glasoberflächensystems erfolgen. Im Bereich der Anzeige ist dann die Farbbeschichtung ausgespart, wenn sie nicht ausreichend durchscheinend ist.

Schließlich ist für das erfindungsgemäße Glasoberflächensystem noch erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Kleber aller Kleberschichten untereinander chemisch gleiche, an den jeweiligen Zweck angepaßt eingestellte oder einstellbare Zweikomponentenkleber sind.

Außer für Gebäude ist eine Verwendung des Glasoberflächensystems auch für Möbel oder sonstige Einrichtungsgegenstände denkbar.

Die Glasscheiben sind für viele Anwendungen vorzugsweise rechteckig. Auch andere Umrißformen sind selbstverständlich möglich. Dabei müssen die Glasscheiben nicht nur ebenflächig sein; auch geformte Glasscheiben mit Rundungen oder Abwinklungen sind möglich.

Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung erläutert. Die Figuren der Zeichnung zeigen:

1 eine erstes Glasoberflächensystem in einem Teil-Querschnitt,

2 das Glasoberflächensystem aus 1 nach seiner Abringung an einer Wandfläche, ebenfalls im Teil-Querschnitt,

3 ein zweites Glasoberflächensystem, im Teil-Querschnitt,

4 ein Glasoberflächensystem mit einer Beleuchtungseinrichtung, in einer Teil-Draufsicht, und

5 ein Glasoberflächensystem mit einer elektronischen Anzeigeeinrichtung, in einem Teil-Längsschnitt.

Bei dem in 1 dargestellten ersten Beispiel eines Glasoberflächensystems liegt oben eine Glasscheibe 1, deren Vorderseite 11 die Sichtseite des Glasoberflächensystems bildet. Die Rückseite 12 der Glasscheibe 1 ist mit einer Farbbeschichtung 2 versehen, die z.B. im Siebdruck oder in einem anderen geeigneten Verfahren flächig aufgebracht ist. Die Farbbeschichtung 2 kann einfarbig oder auch mehrfarbig sein.

Unter der Farbbeschichtung 2 liegt eine Kleberschicht 3.1, mittels der eine Vermittlungsschicht 5 mit der Glasscheibe 1 verbunden ist. Die Vermittlungsschicht 5 besteht beispielsweise aus einem Faservlies und dient insbesondere zum Ausgleich von Spannungen. Außerdem dient die Rückseite der Vermittlungsschicht 5 als Haftgrund für die Anbringung der Glasscheibe 1 an einem Gebäudeteil, beispielsweise einer Wand.

Der Zustand der Glasscheibe 1 nach Anbringung an einem Gebäudeteil 6 ist in 2 dargestellt. Die Anbringung der mit der Farbbeschichtung 2 und der Vermittlungsschicht 5 versehenen Glasscheibe 1 an dem Gebäudeteil 6 erfolgt mittels einer zweiten Kleberschicht 3.2.

Die Kleber, die die Kleberschichten 3.1 und 3.2 bilden, sind zweckmäßig Flexkleber, die zusammen mit der Vermittlungsschicht 5 eine so hohe Flexibilität und Elastizität ergeben, daß eine sehr große Rißüberbrückungsfähigkeit, z.B. von 1 mm oder sogar mehr, erzielt wird. Damit wird die Glasscheibe 1 gegen Schäden durch Spannungen, die aus dem Gebäudeteil 6 kommen, sicher geschützt.

3 zeigt ein Beispiel des Glasoberflächensystems, bei dem in den Schichtenaufbau zusätzlich eine Schicht 4 aus einem magnetisierbaren Material, hier in Form einer dünnen Eisen- oder Stahlblechplatte, integriert ist.

Die Glasscheibe 1 ist auch hier an ihrer Rückseite 12 mit der Farbbeschichtung 2 versehen. Hinter der Farbbeschichtung 2 liegt die erste Kleberschicht 3.1, auf die dann die Schicht 4 aus dem magnetisierbaren Material folgt. Die in 3 nach unten weisende Rückseite der Schicht 4 aus dem magnetisierbaren Material trägt eine zusätzliche Kleberschicht 3.1', mittels der die Vermittlungsschicht 5 mit den übrigen Schichten des Glasoberflächensystems verbunden ist. Die Anbringung der Glasscheibe 1 mit den dahinter liegenden weiteren Schichten an einem Gebäudeteil erfolgt hier in gleicher Weise wie anhand von 2 erläutert.

4 zeigt in einer Teil-Ansicht einen Ausschnitt aus einer Glasscheibe 1, wobei dem Betrachtet deren Vorderseite 11 zugewandt ist. An der unten in 4 sichtbaren Kante 13 der Glasscheibe 1 ist eine Anordnung aus mehreren Lichtquellen 7 mittels eines Gehäuses oder einer Abdeckung 70 angebracht. Mittels der Lichtquellen 7 wird durch die Kante 13 hindurch Licht in die Glasscheibe 1 eingestrahlt. Diese Lichtstrahlung kann dazu genutzt werden, eine auf der Vorderseite 11 der Glasscheibe 1 angebrachte Beschriftung zum Leuchten zu bringen.

5 zeigt ein Beispiel eines Glasoberflächensystems, bei dem in den Schichtenaufbau eine elektronische Anzeigevorrichtung 8 integriert ist. Mittels der elektronischen Anzeigevorrichtung 8 ist eine von der Vorderseite 11 der Glasscheibe 1 her wahrnehmbare optische Anzeige erzeugbar, die informativen und/oder dekorativen Charakter haben kann.

Die elektronische Anzeigevorrichtung 8 ist dabei so flach gestaltet, daß sie sich ohne Vergrößerung der Gesamtdicke des Glasoberflächensystems in den Schichtenaufbau integrieren läßt.

Im Bereich der elektronischen Anzeigevorrichtung 8 ist die Farbbeschichtung 2 an der Rückseite 12 der Glasscheibe 1 ausgespart, ebenso wie die erste Kleberschicht 3.1. Die Vermittlungsschicht 5 ist wieder durchgehend angebracht, wodurch die Anzeigevorrichtung 8 vollständig eingeschlossen und gegen äußere Einwirkungen geschützt ist.

Die Versorgung der Anzeigevorrichtung 8 mit elektrischer Energie und mit Steuersignalen kann beispielsweise über elektrische Leitungen erfolgen, die von außen her unsichtbar, beispielsweise innerhalb der ersten Kleberschicht 3.1, verlaufen und an geeigneter Stelle nach außen geführt sind.


Anspruch[de]
  1. Glasoberflächensystem, insbesondere für innere und/oder äußere Oberflächen von Gebäuden, wobei das Glasoberflächensystem eine oder mehrere Glasscheiben (1) umfaßt, die jeweils auf ihrer einem Gebäudeteil (6) zugewandten Rückseite (12) eine Farbbeschichtung (2) tragen und die an dem Gebäudeteil (6) anbringbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß jede mit der Farbbeschichtung (2) versehene Glasscheibe (1) auf ihrer Rückseite (12) eine mittels einer ersten Kleberschicht (3.1) angebrachte, elastische Vermittlungsschicht (5) trägt, deren Rückseite eine Haftfläche für eine Anbringung der Glasscheibe (1) an einem Gebäudeteil (6) mittels einer zweiten Kleberschicht (3.2) bildet.
  2. Glasoberflächensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasscheiben (1) aus Floatglas, Einscheibensicherheitsglas oder Verbundsicherheitsglas bestehen.
  3. Glasoberflächensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbbeschichtung (2) eine drucktechnisch, vorzugsweise im Siebdruck, aufgebrachte Beschichtung ist.
  4. Glasoberflächensystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbbeschichtung (2) aus einer Siebdruckfarbe, vorzugsweise einer UV-härtenden Farbe, besteht.
  5. Glasoberflächensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbbeschichtung (2) aus einer Pulverbeschichtung oder Emaillierung besteht.
  6. Glasoberflächensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vermittlungsschicht (5) eine aus Fasermaterial bestehende oder Fasermaterial enthaltende Schicht ist.
  7. Glasoberflächensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vermittlungsschicht (5) eine Vlies- oder Filz- oder Gewebeschicht ist.
  8. Glasoberflächensystem nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern des Fasermaterial Glasfasern und/oder Kunststoffasern und/oder Kohlefasern sind.
  9. Glasoberflächensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die die erste und die zweite Kleberschicht (3.1, 3.2) bildenden Kleber nach ihrer Aushärtung flexible Flexkleber sind.
  10. Glasoberflächensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die die erste und die zweite Kleberschicht (3.1, 3.2) bildenden Kleber im Hinblick auf die Farbbeschichtung (2) chemisch reaktionsfrei sind.
  11. Glasoberflächensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die die erste und die zweite Kleberschicht (3.1, 3.2) bildenden Kleber nach ihrer Aushärtung wasserfest und wasserabweisend sind.
  12. Glasoberflächensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß hinter der Glasscheibe (1) teil- oder vollflächig eine Schicht (4) aus einem magnetisierbaren Material angeordnet ist.
  13. Glasoberflächensystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (4) aus dem magnetisierbaren Material eine dünne Platte oder Folie aus einem magnetisierbaren Metall, vorzugsweise Eisen oder Stahl, ist.
  14. Glasoberflächensystem nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (4) aus dem magnetisierbaren Material unmittelbar hinter der ersten Kleberschicht (3.1) angeordnet und mittels dieser mit der Glasscheibe (1) verbunden ist und daß hinter der Schicht (4) aus dem magnetisierbaren Material eine zusätzliche Kleberschicht (3.1') angebracht ist, mittels der die Vermittlungsschicht (5) mit der Schicht (4) aus dem magnetisierbaren Material verbunden ist.
  15. Glasoberflächensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß hinter und/oder neben der Glasscheibe (1) wenigstens eine Licht in die Glasscheibe durch deren Rückseite (12) und/oder durch mindestens einer ihrer Kanten (13) einstrahlende Lichtquelle (7) angeordnet ist.
  16. Glasoberflächensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß hinter der Glasscheibe (1) eine elektronische Anzeigeeinrichtung (8) angeordnet ist, mit der eine von der Vorderseite (11) der Scheibe (1) her wahrnehmbare optische Anzeige erzeugbar ist.
  17. Glasoberflächensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kleber aller Kleberschichten (3.1, 3.1', 3.2) untereinander chemisch gleiche, an den jeweiligen Zweck angepaßt eingestellte oder einstellbare Zweikomponentenkleber sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com