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Dokumentenidentifikation DE69822815T2 10.03.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000983003
Titel VERFAHREN SOWIE APPARAT ZUR INDUKTIVEN ERHITZUNG
Anmelder Rutledge, Peter John, North Ryde, NSW, AU
Erfinder Rutledge, Peter John, North Ryde, AU
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69822815
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 08.05.1998
EP-Aktenzeichen 989189899
WO-Anmeldetag 08.05.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/AU98/00335
WO-Veröffentlichungsnummer 0098049908
WO-Veröffentlichungsdatum 12.11.1998
EP-Offenlegungsdatum 08.03.2000
EP date of grant 31.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.03.2005
IPC-Hauptklasse A23L 3/005
IPC-Nebenklasse A23L 3/08   H05B 6/10   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und einen Apparat zum Erhitzen von Dosenerzeugnissen. Im einzelnen betrifft die Erfindung ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung, die Induktionserwärmung von einer Induktionsspule benutzt, um den Inhalt der Dose durch Induktionserwärmung der Metalldose zu erhitzen.

STAND DER TECHNIK

Es ist gut bekannt, daß viele Dosengüter, wie beispielsweise Dosennahrung, Dosentierfutter und dergleichen, nach dem Eindosen sterilisiert werden müssen, um das Wachstum von toxischen Bakterien in der Dose zu verhindern. Dies ist ein verhältnismäßig energieaufwendiger Vorgang, und es sind beachtliche Anstrengungen unternommen worden, um den energetischen Wirkungsgrad von Verfahren zum Hitzesterilisieren von Dosengütern zu verbessern. Eine weitere Forderung an solche Verfahren ist, daß es, wenigstens im Fall von Nahrungsmitteln für den menschlichen Verzehr, wichtig ist, den Geschmack, die Beschaffenheit und den Nährstoffzustand des Inhalts der Dose zu erhalten. Typischerweise erfordert dies das geringstmögliche Erhitzen, das mit dem richtigen Sterilisieren des Nahrungsmittels vereinbar ist. Eine Schwierigkeit, die dann entsteht, ist, daß die Geschwindigkeit, mit der Wärme zu dem Dosenerzeugnis übertragen werden kann, die Gesamterhitzungszeit für das Nahrungsmittel beeinflussen wird. Viele Nahrungsmittel haben außerdem eine Neigung, an der Innenseite der Dose anzubrennen, falls sie zu schnell erhitzt werden. Der Konservenfabrikant muß die Dose dann langsam auf die Sterilisierungstemperatur erhitzen, was dazu führt, daß der Inhalt der Dose beträchtlich länger bei einer erhöhten Temperatur gehalten wird, als es für optimalen Geschmack, Beschaffenheit und Nährstoffstatus wünschenswert ist.

In der Patentbeschreibung der Vereinigten Staaten 3961150 ist vorgeschlagen worden, Dosengüter dadurch zu erhitzen, daß durch die Verwendung von Induktionsspulen von Wärme auf die Dose angewendet wird. Es wird beschrieben, daß die Dosen auf eine hin- und hergehende Weise unterhalb einer flachen Induktionsspule gedreht werden. Diese Anordnung hat sich in der Praxis als unzureichend erwiesen. Die Zeit, für welche der Inhalt der Dose bei einer erhöhten Temperatur gehalten wurde, war auf Grund der Probleme der Wärmeübertragungsgeschwindigkeiten trotz des hin- und hergehenden Drehens der Dosen übermäßig.

Die Französische Patentbeschreibung 2501631 beschreibt eine alternative Anordnung, bei der Dosen durch das Lumen jeder einer Vielzahl von spiralförmig gewundenen Induktionsspulen geführt werden. Es wird beschrieben, daß die Dosen zwischen aufeinanderfolgenden Induktionsspulen um ihre eigenen Achsen gedreht werden, um ein Homogenisieren der Temperatur des Inhalts der Dosen zu ermöglichen. Von den Erfindern des Vorliegenden wird angenommen, daß bei dieser Auslegung, bei der die Dosen nicht gedreht werden, während sie tatsächlich erhitzt werden, entweder die Erhitzungsgeschwindigkeit sehr niedrig sein müßte oder es während der Erhitzungsschritte ein unannehmbares Anbrennen des Inhalts an der Dosenwand geben würde.

Die Patentbeschreibung der Vereinigten Staaten 3498289 beschreibt das Erhitzen von losen Nahrungsmitteln auf einer sich drehenden Metallröhre, die von einer spiralförmig gewundenen Spule umgeben wird. In diesem Fall sind die Wärmeübertragungsprobleme auf Grund der Tatsache, daß das Nahrungsmittel ungehindert durch eine umgebende Dose im Verhältnis zu der Röhre frei umstürzt und sich dreht, ziemlich anders.

US-A-4 990 347 legt ein Verfahren offen, um durch Sichern der richtigen Menge und Geschwindigkeit des Drehens von Dosen während der Wärmebehandlung die Zuverlässigkeit des Sterilisierens von dickflüssigen Dosennahrungserzeugnissen zu verbessern.

Die vorliegende Erfindung richtet sich auf ein alternatives Verfahren zum Erhitzen eines Dosenerzeugnisses, das eine Alternative zu den oben beschriebenen bekannten Verfahren bietet.

Nach der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Erhitzen einer Flüssigkeit oder einer in einer Flüssigkeit befindlichen Substanz, die in einer metallischen Dose beinhaltet ist, bereitgestellt, wobei das Verfahren die Schritte beinhaltet, die Dose in Längsrichtung durch das Lumen einer spiralförmig gewundenen Induktionsspule zu führen, die Dose innerhalb des Lumens der Induktionsspule während des gleichzeitigen Drehens der Dose zu erhitzen, und dadurch gekennzeichnet ist, daß die Dose durch das Lumen der Induktionsspule in einem nicht-metallischen Rohr gedrückt wird.

Darüber hinaus wird nach der vorliegenden Erfindung ein Verfahren nach Anspruch 3 bereitgestellt, bei welchem die Dose mit Geschwindigkeiten von 150 U/min bis 200 U/min, vorzugsweise 180 U/min, gedreht wird.

Die Dosen werden vorzugsweise fortwährend um eine Längsachse gedreht. Es liegt jedoch im Rahmen der Erfindung, die Dosen um eine beliebige Achse oder durch Umstürzen der Dose zufällig zu rütteln oder zu drehen.

Die Erfinder des Vorliegenden haben festgestellt, daß es zumindest unter Verwendung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung möglich ist, die Dose dadurch mit einem gesteigerten energetischen Wirkungsgrad mit einer hohen Geschwindigkeit wirksam zu erhitzen, daß die Dosen durch das Lumen einer Spule geführt werden. Sie haben ebenfalls festgestellt, daß es bei vielen Dosenerzeugnissen möglich ist, das Erzeugnis sehr schnell zu erhitzen, während die herkömmlicherweise mit hohen Erhitzungsgeschwindigkeiten erlebten Probleme vermieden werden, falls die Dosen gleichzeitig mit einer angemessenen Geschwindigkeit gedreht werden.

Es ist vorzuziehen, daß die Dosen Erzeugnisse enthalten, die eine Flüssigkeit oder in einer Flüssigkeit befindlich sind. Dies ermöglicht, daß sich das Erzeugnis angemessen leicht im Verhältnis zur Oberfläche der Dose bewegt, wenn sie um ihre Achse gedreht wird. Solche Erzeugnisse werden konvektive Erzeugnisse genannt. Geeignete konvektive Erzeugnisse schließen Dosennudeln in einer Sauce, Dosengemüse in einer Flüssigkeit und einige Arten Dosentierfutter ein. Die Dosenerzeugnisse werden vorzugsweise mit wenigstens 50 U/min, bevorzugter mit wenigstens 80 U/min und noch bevorzugter mit 120 U/min gedreht. Bei besonders bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung werden die Dosen mit Geschwindigkeiten von 150 U/min bis 200 U/min, vorzugsweise 180 U/min, gedreht.

Die Dosen zur Verwendung bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung müssen aus Metall sein, oder es werden in der Dose keine elektrischen Ströme erzeugt. Typischerweise werden die Dosen aus Stahlblech gebildet, das mit einem metallischen Schutzüberzug, wie beispielsweise Zinn, überzogen ist. Jeder Behälter, in dessen Wänden durch einen oszillierenden elektrischen Strom, der durch die Spule läuft, eine Erwärmung induziert werden kann, kann bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden und wird für die Zwecke der vorliegenden Erfindung als Metalldose betrachtet.

Die Induktionsspule wird oder -spulen werden bei einer Frequenz von 1 bis 500 kHz, bevorzugt von 20 bis 250 kHz und noch bevorzugter von 50 bis 200 kHz betrieben. Bei besonders bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung beträgt die Frequenz von 50 (in Anspruch 8 u. 20: 60. Anm. d. Ü.) bis 180 kHz. Die niedrigeren Frequenzen sind billiger zu erzeugen, haben aber den Nachteil, daß sie langsamer erhitzen. In einem bestimmten Fall wird es ein Abwägen zwischen den Kosten des Verfahrens und dem aus einem schnelleren Verarbeiten des Dosenerzeugnisses zu erreichenden Vorteil geben.

Bei der vorliegenden Erfindung werden die Dosen in einem nicht-metallischen Rohr durch das Lumen einer Induktionsspule geführt. Die Dosen können durch das Rohr geschoben oder auf eine beliebige andere geeignete Weise durch dasselbe befördert werden. Die Dosen können einfach dadurch mit einer beliebigen gewünschten Geschwindigkeit gedreht werden, daß das Rohr mit dieser Geschwindigkeit gedreht wird.

Falls das Dosenerzeugnis ein säurefreies konvektives Nahrungsmittel ist, ist es wesentlich, daß es bei einer Temperatur von mehr als 100°C erhitzt wird, falls es richtig sterilisiert werden soll. Ein Erhitzen auf diese Temperatur kann dazu führen, daß der Inhalt siedet. Der Dampfdruck von diesem Sieden könnte dazu führen, daß die Dosen sich während des Erhitzens verformen oder sogar platzen. Um die Möglichkeit dieser Verformung zu vermeiden, ist es vorzuziehen, daß das Erhitzen solcher Erzeugnisse in einer Atmosphäre ausgeführt wird, die bei einem superatmosphärischen Druck gehalten wird. Die Dosen können bei atmosphärischem Druck etwa auf 90°C erhitzt werden und danach durch eine Druckschleuse in eine Atmosphäre bei erhöhtem Druck geführt und die Erhitzung beendet werden. Der Schritt des Erhitzens wird vorzugsweise derart ausgeführt, daß der Inhalt der Dose mit einer Geschwindigkeit von etwa 1°C pro Sekunde erhitzt wird.

Das Erhitzen wird vorzugsweise mit der höchstmöglichen Geschwindigkeit ausgeführt, bis die Dosenwand bei der gewünschten Maximaltemperatur oder darüber ist. Danach wird vorzugsweise ermöglicht, daß die Dose und ihr Inhalt für einen Zeitraum ruhen, um ein Herstellen des Gleichgewichts des Inhalts der Dose zu ermöglichen, bevor ein weiteres Erhitzen erfolgt. Während dieser gesamten Ruhezeit wird die Dose vorzugsweise fortwährend gedreht. Falls es gewünscht wird, kann die Erhitzungsgeschwindigkeit variiert werden, wenn die Dose durch das Lumen der Spule geführt wird, um eine vollständige oder teilweise Ruhezeit zu gewährleisten. Als Alternative dazu kann es eine Vielzahl von Spulen in einer mit Zwischenraum angeordneten Gruppierung geben, mit einer Ruhezeit zwischen jeder Spule.

Offensichtlich ist es wichtig, die Temperatur des Inhalts der Dose schnell sowohl zu erhöhen als auch zu senken, um die Gesamtzeit zu verringern, während welcher die Temperatur des Inhalts der Dose erhöht ist. Die Erfinder des Vorliegenden haben festgestellt, daß es möglich ist, den Inhalt der Dose schneller abzukühlen, falls die Dosen, die durch das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung erhitzt worden sind, abgekühlt werden, während sie mit der Geschwindigkeit gedreht werden, die zuvor als vorteilhaft für den Schritt des Erhitzens beschrieben wurde. Der Schritt des Abkühlens wird vorzugsweise unter einem Strom kühlender Flüssigkeit, wie beispielsweise Wasser, durchgeführt. Anfangs wird dieses Abkühlen in einer superatmosphärischen Atmosphäre durchgeführt. Sobald die Temperatur der Dose und ihres Inhalts auf etwa 100°C reduziert worden ist, sollte die Dose in eine Umgebung mit Atmosphärendruck bewegt und die Abkühlung fortgesetzt werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die folgende Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung wird als ein Beispiel der Erfindung bereitgestellt, und es wird beschrieben unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnnungen, in denen:

1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung, zu sehen in der Draufsicht, ist und

2 eine schematische vertikale Schnittansicht durch einen Teil eines Apparats nach der vorliegenden Erfindung ist.

BESTE ART ZUM UMSETZEN DER ERFINDUNG

Die in 1 abgebildete Vorrichtung 10 wird angeordnet, um ein Verfahren des Hitzesterilisierens von Dosennahrungserzeugnissen durchzuführen. Die Nahrungserzeugnisse sind säurefreie konvektive Nahrungsmittel. Typische Beispiele schließen Dosenerbsen und Spaghetti in Tomatensauce ein. Diese Nahrungsmittel sind in herkömmlichen Weißblechdosen enthalten.

Die Vorrichtung 10 schließt ein Einlaßrohr 11 ein, angeordnet, um mit ungefähr 200 U/min um seine Längsachse gedreht zu werden. Das Rohr 11 läuft durch das Lumen einer ersten Induktionsspule 12. Diese Spule 12 wird durch eine geeignete Quelle eines Wechselstroms von 200 kHz betrieben. Dosen 20 werden mit Schubmitteln 24 durch das Rohr 11 gedrückt. Diese Schubmittel 24 werden betätigt, um die Dosen 20 regelmäßig und schrittweise in das Rohr 11 einzuführen, so daß, wenn eine Dose 20 in das Rohr 11 eingeführt wird, eine andere aus dessen anderem Ende ausgestoßen wird. Die Durchgangszeit der Dosen 20 durch das Rohr 11 wird so eingestellt, daß die Dosen zu dem Zeitpunkt, an dem sie das Auslaßende des Rohrs 11 erreichen, auf eine Temperatur von etwa 90°C erhitzt sind. Die Größe der Spule 12 und der durchgeleitete Strom werden so gewählt, daß die Dosen mit der höchstmöglichen Geschwindigkeit erhitzt werden, ohne daß der Inhalt der Dose an der Innenfläche der Dose anbrennt. Es ist festgestellt worden, daß bei einer Rotationsgeschwindigkeit des Rohrs 11 von 200 U/min die Spule so betrieben werden kann, daß die durch das Rohr 11 laufenden Dosen 20 mit einer Geschwindigkeit von 1°C/s erhitzt werden.

Die aus dem Auslaßende des Rohrs 11 herausgeschobenen Dosen 20 werden in eine erste Umsetzschleuse 13 geschoben. Diese Schleuse 13 setzt die Dosen 20 aus der Umgebung mit Atmosphärendruck des Rohrs 11 zu einer superatmosphärischen Umgebung eines zweiten Rohrs 14 um. Dieser superatmosphärische Druck wird durch das Zuführen von Druckluft zum Rohr 14 durch einen Lufteinlaß 18 geregelt. Das Rohr 14 wird mit der gleichen Geschwindigkeit wie das Rohr 11 um seine Längsachse gedreht. Die Dosen 20 werden durch weitere Schubmittel 25 längs des Rohrs 14 geschoben, so daß jedes Mal, wenn eine Dose 20 in das Rohr 14 eingeführt wird, eine andere aus dessen Austrittende ausgestoßen wird. Das Rohr 14 läuft durch das Lumen von drei aufeinanderfolgenden Induktionsspulen 15, 16 wird 17. Diese Spulen werden auf die gleiche Weise betrieben wie die Spule 12. Durch die Spule 15 wird die Dosenwand auf etwa 130°C erhitzt. Danach durchläuft die Dose eine Ruhezeit, bevor sie durch die Spule 16 weiter erhitzt wird. Danach wird der Vorgang wiederholt, und die Dose wird durch die Spule 17 ein letztes Mal erhitzt. Das gesamte Erhitzungsregime ist derart, daß der Inhalt der Dose in der geringstmöglichen Zeit sterilisiert worden sein wird.

Die Dosen 20, die im Rohr 14 sterilisiert worden sind, werden in eine zweite Umsetzschleuse 19 ausgestoßen. Diese Schleuse setzt die Dosen aus der superatmosphärischen Umgebung des Heizrohrs 14 zur superatmosphärischen Umgebung eines ersten Abkühlrohres 21 um.

Das Rohr 21 wird genauso wie die vorhergehenden Rohre 11 und 14 um seine Längsachse gedreht. Ähnliche Schubmittel 26 werden bereitgestellt, um die Dosen durch das Rohr 21 zu befördern. Im Rohr 21 werden die Dosen (durch nicht gezeigte Mittel) mit Wasser besprüht, um sie abzukühlen. Es ist festgestellt worden, daß dieser Schritt des Abkühlens bei einer sehr hohen Rotationsgeschwindigkeit des Rohrs 21 und folglich der Dosen viel wirksamer ist. Die Abkühlmittel im Rohr 21 werden so eingestellt, daß die aus dem Austrittende des Rohrs 21 ausgestoßenen Dosen eine Temperatur von etwa 100°C haben. Sie werden in eine dritte Umsetzschleuse abgegeben, welche die Dosen aus der superatmosphärischen Atmosphäre des Rohrs 21 zur atmosphärischen Atmosphäre eines Kühlförderers 23 umsetzt. Dieser Förderer 23 wird so gestaltet, daß er ermöglicht, daß die Dosen 20 um ihre Längsachsen gedreht werden, und wird ebenfalls mit Abkühlmitteln (nicht gezeigt), wie beispielsweise Wassersprühern, versehen, um die Temperatur der Dosen 20 auf eine Temperatur etwas oberhalb der Umgebung zu verringern.

Es ist festgestellt worden, daß es möglich ist, durch Führen der Dosen durch das Lumen der Spulen 12, 15, 16 und 17 den Inhalt der Dosen wirksam zu sterilisieren, während die Gesamtzeit, während welcher der Inhalt der Dose bei einer erhöhten Temperatur gehalten wird, im Vergleich mit herkömmlichen Sterilisierungsmitteln beträchtlich verringert wird. Dies wiederum führt dazu, daß der Inhalt der Dosen im Vergleich mit herkömmlich sterilisierten Dosennahrungsmitteln verbesserte Farb-, organoleptische und Nährstoffstatus-Eigenschaften zeigt.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Erhitzen einer Flüssigkeit oder einer in einer Flüssigkeit befindlichen Substanz, die in einer metallischen Dose (20) beinhaltet ist, wobei das Verfahren die Schritte beinhaltet, die Dose (20) in Längsrichtung durch das Lumen einer spiralförmig gewundenen Induktionsspule (12) zu führen, die Dose (20) innerhalb des Lumens der Induktionsspule (12) während des gleichzeitigen Drehens oder Hin- und Herbewegens der Dose (20) zu erhitzen und dadurch gekennzeichnet ist, daß die Dose (20) durch das Lumen der Induktionsspule (12) in einem nicht-metallischen Rohr (11) gedrückt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Dose (20) fortwährend um eine Längsachse gedreht wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Dose (20) mit wenigstens 50 U/min, bevorzugter mit wenigstens 80 U/min und noch bevorzugter mit 120 U/min gedreht wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, bei welchem die Dose (20) mit Geschwindigkeiten von 150 U/min bis 200 U/min, vorzugsweise 180 U/min, gedreht wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Dose (20) aus Stahlblech gebildet ist, das mit einem metallischen Schutzüberzug überzogen ist.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem das Rohr (11) unter Druck gesetzt ist.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Induktionsspule oder -spulen bei einer Frequenz von 1 bis 500 kHz, vorzugsweise 20 bis 250 kHz und besonders bevorzugt von 50 bis 200 kHz, betrieben wird/werden.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, bei welchem die Induktionsspule (12) oder -spulen betrieben werden bei einer Frequenz von 60 bis 180 kHz.
  9. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Dose (20) vorerhitzt wird auf eine Temperatur unterhalb des Siedepunkts des Inhalts der Dose (20) bei Atmosphärendruck und dann durch eine Drucksperre (13) in eine Atmosphäre bei erhöhtem Druck und beendeter Erhitzung geführt wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem der Schritt des Erhitzens derart ausgeführt wird, daß die Inhalte der Dose (20) mit einer Geschwindigkeit von etwa 1°C pro Sekunde erhitzt werden.
  11. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Dose (20) abgekühlt wird, während sie gedreht wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, bei welchem die Abkühlung unter einem Strom kühlender Flüssigkeit wie beispielsweise Wasser durchgeführt wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 11, bei welchem das Abkühlen anfänglich in einer superatmosphärischen Atmosphäre durchgeführt wird und wenn einmal die Temperatur der Dose (20) und ihres Inhalts auf etwa 100°C reduziert wurde, die Dose (20) in eine Umgebung mit Atmosphärendruck bewegt und die Abkühlung weiter vorgenommen wird.
  14. Apparat (10) zum Erhitzen einer in einer metallischen Dose (20) beinhalteten konvektiven Substanz, wobei der Apparat (10) beinhaltet: eine spiralförmig gewundene Induktionsspule (12), die ausgelegt ist, um Wärme in die Wand der Dose (20) zu induzieren, eine Einrichtung, die bewirkt, daß Dosen (20) sich in Längsrichtung durch das Lumen der Spule bewegen und eine Einrichtung, die bewirkt, daß die Dosen (20) sich um ihre eigenen Achsen drehen, während sie durch die Spule geführt werden und dadurch gekennzeichnet ist, daß die Einrichtung, die eine Drehung der Dosen (20) bewirkt, ein nichtmetallisches Rohr (11) umfaßt, das innerhalb des Lumens der Spule angeordnet und um seine eigene Längsachse drehbar ist.
  15. Apparat (10) nach Anspruch 14, bei welchem die Einrichtung, die bewirkt, daß sich die Dose (20) in Längsrichtung durch das Rohr (11) bewegt, einen Kolben (20) umfaßt, der ausgelegt ist, um sich hin- und herzubewegen zwischen einer erstreckten Stellung, in welcher er eine Schubkraft auf das Ende einer Dose (20) ausübt, um sie in das Rohr (11) zu schieben und einer zurückgezogenen Stellung, in welcher eine Dose (20) zwischen den Kolben (20) und das Rohr (11) einführbar ist.
  16. Apparat (10) nach Anspruch 14, bei welchem die Einrichtung, welche die Drehung der Dosen (20) bewirkt, derart ist, daß Dosen (20) mit wenigstens 50 U/min, bevorzugter mit wenigstens 80 U/min und noch bevorzugter mit 120 U/min gedreht werden.
  17. Apparat (10) nach Anspruch 16, bei welchem die Einrichtung zum Bewirken der Drehung der Dosen (20) derart ist, daß die Dosen (20) mit Geschwindigkeiten von 150 U/min bis 200 U/min, bevorzugt 180 U/min, drehbar sind.
  18. Apparat (10) nach Anspruch 14, bei welchem die Einrichtungen vorgesehen sind, um die Dosen (20) mit Druck zu beaufschlagen, wenn sie wenigstens durch einen Teil der Induktionsspule (12) geführt werden.
  19. Apparat (10) nach Anspruch 14, bei welchem die Induktionsspule (12) oder die -spulen betrieben wird/werden bei einer Frequenz von 1 bis 500 kHz, bevorzugt von 20 bis 250 kHz und bevorzugter von 50 bis 200 kHz.
  20. Apparat (10) nach Anspruch 19, bei welchem die Induktionsspule (12) oder die -spulen betrieben wird/werden bei einer Frequenz von 60 bis 180 kHz.
  21. Apparat (10) nach Anspruch 14, bei welchem der Apparat (10) eine Induktionsspule (12) beinhaltet, um die Dosen (20) auf eine Temperatur vorzuerhitzen unterhalb des Siedepunkts der Inhalte der Dose (20) bei Atmosphärendruck, eine Drucksperre (13) bzgl. einer Atmosphäre bei erhöhtem Druck, Mittel zum Bewegen der Dose (20) durch die Drucksperre (13) und eine Induktionsspule (12) zum Abschließen des Erhitzens der Dose (20).
  22. Apparat (10) nach Anspruch 14, bei welchem Abkühlmittel vorgesehen sind, um die Dose (20) zu kühlen, während sie gedreht wird.
  23. Apparat (10) nach Anspruch 22, bei welchem das Abkühlmittel einen Strom kühlender Flüssigkeit, wie beispielsweise Wasser, beinhaltet.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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