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Dokumentenidentifikation DE10323766A1 17.03.2005
Titel Notfall-Evakuierungssystem mit einem textilen Rettungsschlauch
Anmelder Mehler Vario System GmbH, 36043 Fulda, DE
Erfinder Gies, Peter, 36093 Künzell, DE
Vertreter Riebling, P., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 88131 Lindau
DE-Anmeldedatum 22.05.2003
DE-Aktenzeichen 10323766
Offenlegungstag 17.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.03.2005
IPC-Hauptklasse A62B 1/20
Zusammenfassung Notfall-Evakuierungssystem mit einem textilen Rettungsschlauch, dessen einstiegsseitiges Ende an einem Haltegestell befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltegestell aus einem etwa rechteckförmigen, transportablen Grundrahmen besteht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Notfall-Evakuierungssystem mit einem textilen Rettungsschlauch nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Ein derartiges Evakuierungssystem ist beispielsweise mit dem Gegenstand der DE 197 11 884 C2 bekannt geworden.

Bei dieser bekannten Druckschrift wird das Evakuierungssystem fest in die Kabine einer Magnet-Schnellbahn eingebaut und der Rettungsschlauch ist fest an einem an der Kabine befestigten Einstiegrahmen verbunden, welcher durch Herausschwenken, Herausklappen oder Herausziehen aus einem Grundrahmen zum Einsatz gebracht wird. Eine selbsttragende Grundrahmenkonstruktion dient dazu, einen geschützten Lagerplatz zu bieten, um von diesem Lagerplatz ausgehend in die Einstiegsöffnung des daran anschließenden textilen Rettungsschlauches zu gelangen.

Nachteil des bekannten Evakuierungssystems ist, dass es nur für den festen Einbau in ein Landfahrzeug bestimmt ist und nicht transportabel ist. Es ist deshalb nicht zur Evakuierung aus Wohn- und Bürohäusern geeignet.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Notfall-Evakuierungssystem der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass es an beliebigen Einsatzorten eingesetzt werden kann und besonders einfach und betriebssicher zu bedienen ist.

Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehre des Anspruches 1 gekennzeichnet.

Wesentliches Merkmal der Erfindung ist, dass das Notfall-Evakuierungssystem aus einem Haltegestell mit einem etwa rechteckförmigen Grundrahmen besteht und transportabel ist.

Damit schlägt die Erfindung ein transportables Gestell vor, an dem der textile Rettungsschlauch angeordnet ist. Dieses System (Haltegestell) kann somit an jedem beliebigen Einsatzort verbracht werden und dort in kürzester Zeit eingesetzt werden.

Das System besteht im Wesentlichen nur aus dem etwa rechteckförmigen Grundrahmen, an dem die Einstiegsseite des textilen Rettungsschlauches (bevorzugt lösbar) befestigt ist und einer am Grundrahmen schwenkbar angeordneten Überbrückungsplatte, die im Einsatzfall vom Grundrahmen abgeschwenkt wird und unterhalb des textilen Rettungsschlauches liegt.

Damit ist das patentgemäße Notfall-Evakuierungssystem leicht transportabel und kann je nach dem gewünschten Einsatzzweck in jedem beliebigen Raum eines Büro- oder Wohnhauses verbracht werden, liegt der textile Rettungsschlauch auf der zwischen die Holme des Grundrahmens geklappten Überbrückungsplatte und wird mit einem in Längsrichtung des Grundrahmens verlaufenden und im Mittenbereich des Grundrahmens angeordneten Gurt festgezurrt.

Die Hülle des textilen Rettungsschlauches bildet somit gleichzeitig die Abdeckung für die verpackte Einheit.

Der Grundrahmen besteht aus zwei Vertikalrohren, welche lösbar über zwei senkrecht hierzu verlaufende und parallel im Abstand zueinander angeordnete Quertraversen miteinander verbindbar sind.

An den beiden Vertikalrohren ist ein Schwenklager angeordnet, welches in Verbindung mit (entweder starren oder geteilten) Achsen die Schwenkachse für die Überbrückungsplatte bildet.

In einer ersten Ausführungsform ist eine durchgehende, starre Achse vorhanden, welche das Schwenklager bildet. In einer zweiten Ausführungsform ist die die Achse geteilt und besteht aus zwei Teilachsen, die jeweils mit einem Ende in ein Steckrohr eingreifen.

Durch diese geteilte Achsausbildung bedingt ist die Anordnung leicht zerlegbar.

Ebenso können die Quertraversen von den Vertikalrohren abgenommen werden, denn sie sind lediglich in U-förmigen Aufnahmen an den Vertikalrohren eingelegt. Nach dieser Montage werden sie zusätzlich mit Schrauben oder Bolzen gesichert.

Die lösbar an den Vertikalrohren angeordneten Quertraversen dienen zur Halterung der Einstiegsseite des textilen Rettungsschlauches. Der Rettungsschlauch weist oben und unten Hohlsäume auf, durch welche die Quertraversen hindurchgesteckt und in die U-förmige Aufnahme an dem jeweiligen Vertikalrohr eingelegt und danach gesichert werden.

Das Grundgestell ist höheneinstellbar ausgebildet. Für die Höheneinstellbarkeit gibt es mehrere verschiedene Ausführungsformen, die vom Erfindungsgedanken der vorliegenden Erfindung umfasst sein sollen.

In einer ersten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Vertikalrohre des Grundrahmens aus Vierkantrohren bestehen, in denen längsverschieblich Stützrohre angeordnet sind. Die Längenverschiebung der Stützrohre in den Vertikalrohren des Grundrahmens kann mit jeweils einer Steckverbindung an jedem Vertikalrohr festgestellt werden. Statt einer Steckverbindung kann auch eine Schraube durch zwei fluchtende Bohrungen jeweils im Vertikalrohr und dem Stützrohr eingesteckt werden.

Die Länge der Stützrohre ist so gewählt, dass sie auch aus dem oberen Ende der Vertikalrohre herausragen, so dass der Grundrahmen auf diesen längeren Stützrohren vertikal hin und her verschiebbar ist, um so eine Zuordnung der durch die voneinander beabstandet angeordneten Quertraversen gebildeten Einstiegsöffnung zu einer Fensteröffnung zu ermöglichen.

In einer anderen Ausgestaltung des Erfindungsgedankens kann es auch vorgesehen sein, dass die Länge der Stützrohre kürzer ist als die der den Grundrahmen bildenden Vertikalrohre. In diesem Ausführungsbeispiel sind dann fußseitig kürzere Stützrohre in den Vertikalrohren verschiebbar und feststellbar angeordnet, und die Vertikalrohre des Grundrahmens sind parallel und dicht nebeneinanderliegend in Verbindung zueinander angeordnet. Damit können aus der Oberseite des Grundrahmens weitere Stützrohre herausziehbar und feststellbar angeordnet werden.

Während die fußseitige Feststellung der Stützrohre möglichst durch Steck- oder Schraubverbindungen hergestellt wird, kann die obere Verlängerung der Stützrohre aus den Vertikalrohren mit einem Klemmverschluss, einem Klemmexzenter oder einem Kugelbolzenverschluss verwirklicht werden. Die obere Verstellung muss nicht so hoch lastübertragend sein, wie die fußseitige Verstellung. Daher können für die obere Verstellung der Stützrohre einfachere Feststellvorrichtungen verwendet werden.

Nach einem weiteren Erfindungsgedanken ist der Grundrahmen auch in der Breite veränderbar und feststellbar. Dies wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch erreicht, dass das Schwenklager für die Lagerung der Überbrückungsplatte aus zwei einander gegenüberliegenden Steckachsen besteht, die zwischen sich einen gewissen horizontalen Raum freilassen.

Auf diese Weise können zwecks Breitenveränderung des Grundrahmens die Vertikalrohre mehr oder weniger zusammengeschoben werden. Von einer Lagerbreite von beispielsweise 60 cm kann deshalb der Grundrahmen auf einer Arbeitsbreite von 80 cm in der Breite verändert werden.

Die verminderte Lagerbreite von 60 cm hat den Vorteil, dass das ganze Evakuierungssystem bei demontierten Quertraversen raumsparend in einem Wohn- oder Büroraum untergebracht werden kann. In der zusammengeschobenen Breite von beispielsweise 60 cm kann damit das Evakuierungssystem durch jede Tür in horizontaler Lage herausgebracht werden, ohne dass es eines Verkippens bedarf.

Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen Patentansprüche untereinander.

Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von mehrere Ausführungswege darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.

Es zeigen:

1: die perspektivische Ansicht eines Evakuierungssystems nach der Erfindung in einer ersten Ausführung

2: die Seitenansicht der Anordnung nach 1

3: die Stirnansicht der Anordnung nach 1 und 2

4: eine gegenüber 1 bis 3 abgewandelte Ausführungsform

5: perspektivische Seitenansicht der Vorrichtung nach 4 mit einer durchlaufenden, starren Achse

6: schematisiert die Anordnung nach 5 mit Darstellung der Breiteneinstellung

7: die Rückansicht der Vorrichtung nach 6 bei hochgeklappter Überbrückungsplatte

8: die Stirnansicht der zusammengeklappten Vorrichtung nach 7

9: eine weitere Ausführungsform mit der Anordnung eines Aufstellbügels

10: der Einsatz einer erfindungsgemäßen Vorrichtung an dem Fenster eines Wohn- oder Bürohauses

11: die Darstellung der Befestigung des Rettungsschlauches an der Vorrichtung kurz vor dem Einsatz der Vorrichtung

12: eine Verpackungsstellung der Vorrichtung zur Verpackung des Rettungsschlauches

13: die fertiggestellte Verpackung des Rettungsschlauches auf der Vorrichtung.

In 1 ist eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Evakuierungssystems dargestellt, welche im Wesentlichen aus einem etwa rechteckförmigen Grundrahmen 1 besteht. Der Grundrahmen 1 weist zwei zueinander parallel angeordnete Vertikalrohre 2, 3 aus, die jeweils im Abstand durch zwei die Vertikalrohre 2, 3 verbindende Quertraversen 8, 9 lösbar miteinander verbunden sind.

Die Vertikalrohre 2, 3 und die Quertraversen 8, 9 bestehen bevorzugt aus einem Stahlprofil oder einem Aluminium-Strangpressprofil.

Die Vertikalrohre 2, 3 sind bevorzugt als Vierkantprofil ausgebildet. Hierauf ist die Erfindung jedoch nicht beschränkt. Es kann jedes beliebige Profil verwendet werden, in dem verdrehungsgesichert ein weiteres Profil verschiebbar angeordnet ist. Statt eines Vierkantprofils können deshalb auch Ovalprofile, Rechteckprofile oder Profile mit entsprechenden Führungsstegen verwendet werden.

Im Innenraum jedes Vertikalrohres 2, 3 ist jeweils ein Stützrohr 6 verschiebbar angeordnet, wobei die Länge des Stützrohres 6 größer ist als die Länge des jeweiligen Vertikalrohres 2, 3.

Auf diese Weise kann bei Lösen der jeweiligen Feststellschraube 13 der gesamte Grundrahmen 1 auf den Stützrohren 6 in vertikale Richtung (Pfeilrichtung 15 und in Gegenrichtung hierzu) verschoben werden.

Die Feststellschraube 13 am jeweiligen Vertikalrohr 2 kann auch durch eine Steckverbindung ersetzt werden, welche zwei miteinander fluchtende Bohrungen im jeweiligen Vertikalrohr 2, 3 mit einer jeweiligen Bohrung im Stützrohr 6 verbindet.

An jedem Vertikalrohr 2, 3 ist im unteren Bereich ein horizontal verlaufendes Schwenklager 10 für die Schwenklagerung einer daran angebrachten Überbrückungsplatte 4 befestigt. Die Überbrückungsplatte 4 setzt sich nach vorne hin in ein schmaleres Plattenteil 5 fort, dessen vordere Stirnfläche 11 angeschrägt ist.

Aus 2 gehen weitere Einzelheiten der Konstruktion hervor.

Es ist erkennbar, dass die Quertraversen 8, 9 in U-Bügel 14 eingelegt sind, die jeweils an den Vertikalrohren 2, 3 befestigt sind. Damit sind die Quertraversen 8, 9 leicht abnehmbar vom Grundrahmen 1 ausgebildet. Nach der Montage am U-Bügel 14 werden sie verschraubt oder mit Bolzen gesichert.

Die Quertraversen 8, 9 dienen im Übrigen zur Halterung der Einstiegsseite des später noch zu beschreibenden Rettungsschlauches 21. Der jeweilige Hohlsaum an der Einstiegsseite des Rettungsschlauches 21 wird von jeweils einer Quertraverse 8, 9 durchgriffen, so dass die Rohre 2, 3, 8, 9 einen offenen Durchgang 29 im Grundrahmen 1 bilden, welcher die Einstiegsseite für den daran befestigten Rettungsschlauch 21 definiert.

In 2 ist noch erkennbar, dass die Vorderseite der Überbrückungsplatte 4 an der Unterseite zwei querverlaufende, zueinander fluchtend angeordnete Traversenstücke 12 aufweist, die einen mittleren Teilbereich an der Unterseite der Überbrückungsplatte frei lassen.

Die 3 zeigt eine erste Ausführungsform der vorher erwähnten Höheneinstellung, weil die länger ausgebildeten Stützrohre 6 die Vertikalrohre 2, 3 durchgreifen und – bei Lösen der jeweiligen Feststellschraube 13 – in den Pfeilrichtungen 15 längeneinstellbar sind. Hierbei greifen die Feststellschrauben in jeweils eine Bohrung von mehreren, in Form einer Bohrungsreihe angeordneten Bohrungen im Stützrohr 6 ein.

Das untere Ende des jeweiligen Stützrohres 6 liegt damit auf dem Fußboden oder einer anderen Abstützfläche auf. Statt einer losen Auflage können die Stützrohre auch in zugeordnete, fußbodenfeste Steckaufnahmen eingesteckt werden. Gerade auf Plattformen und Balkonen kann der Rahmen damit aufgesteckt und sicher gehalten werden.

Insgesamt ist der Grundrahmen 1 auf den Stützrohren 6 in den Pfeilrichtungen 15 verschiebbar und feststellbar ausgebildet.

Die 4 zeigt als weitere Ausführungsform, dass die Länge der Stützrohre 6 nicht notwendigerweise länger sein muss, als die Länge der Vertikalrohre 2, 3.

Dort ist dargestellt, dass die Vertikalrohre des Grundrahmens doppelt vorhanden sind. Nämlich neben den vorher erwähnten Vertikalrohren 2, 3 sind gleichprofilierte und etwa gleich ausgebildete Führungsrohre 17 befestigt. Die Vertikalrohre 2, 3 nehmen nun die kürzer ausgebildeten, unten angeordneten Stützrohre 6 auf, während die Führungsrohre 17 die oberen Stützrohre 7 aufnehmen.

Während die unteren Stützrohre 6 durch die vorher erwähnten Feststellschrauben 13 oder funktionsgleiche Steckverbindungen in ihrer Verschiebungslage in den Vertikalrohren 2, 3 festgesetzt werden, ist für die Festsetzung der Verschiebungslage der oberen Stützrohre 7 jeweils ein Klemmhebel 16 an dem äußeren Führungsrohr 17 des Grundrahmens 1 vorgesehen. Der Klemmhebel 16 klemmt das Stützrohr 7 fest.

Damit kann der Abstand des Grundrahmens 1 zu einer Raumdecke eingestellt werden. Es ist jedoch nicht erforderlich, dass das obere Ende der Stützrohre 7 an der Decke verkeilt wird. Es reicht gemäß 10 aus, wenn das obere Ende der Stützrohre so lang gewählt ist, dass es den Fenstersturz übergreift. Dies wird anhand der 10 später noch erläutert.

Die 5 bis 8 zeigen eine Ausführungsform, bei der der Grundrahmen breiten-einstellbar ausgebildet ist.

Die Breiteneinstellung erfolgt einfach dadurch, dass der gegenseitige Abstand zwischen den Vertikalrohren 2, 3 dadurch veränderbar ist, dass am unteren Ende jeden Vertikalrohres 2, 3 jeweils eine Steckachse 18 angeordnet ist, die in ein zugeordnetes, mittleres Steckrohr 19 eingreifen.

Hierbei ergibt sich in der auseinandergezogenen Stellung nach 6 ein Hohlraum im Steckrohr 19, der dann verschwindet, wenn die beiden Vertikalrohre 2, 3 zwecks Verminderung der Breite des Grundrahmens 1 zusammengeschoben werden, wie dies in 7 dargestellt ist.

Nachdem ohnedies die Quertraversen 8, 9 nur lose in die U-Bügel 14 eingelegt sind, können diese – nach Lösen der Befestigungssicherung – in der Stellung nach 7 auch vollkommen entfallen und abgenommen werden.

In der in 7 dargestellten Lage ist die gesamte Vorrichtung leicht transportabel. Die Überbrückungsplatte 4 ragt dann seitlich über die Vertikalrohre 2, 3 heraus, während der mittlere schmalere Plattenteil 5 zwischen die beiden Vertikalrohre 2, 3 greift. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Überbrückungsplatte bündig mit den Vertikalrohren abschließt.

Die oberen Enden der Vertikalrohre bzw. der dort herausragenden Stützrohre 6 oder 7 sowie die unteren Enden des Grundrahmens 1 dienen dann als Handgriffe für den Transport.

Die Anordnung nach 7 kann in der zusammengeschobenen Form leicht an einem Ort in einem Raum raumsparend untergebracht werden. Sie hat auch keine wesentliche Höhe, wie dies der zusammengeklappte Zustand einer stirnseitigen Ansicht nach 8 zeigt.

Die 9 zeigt, dass am vorderen Ende der Überbrückungsplatte 4 im Bereich der Traversenstücke 12 ein etwa U-förmiger Aufstellbügel 20 angehängt werden kann, der zur Abstützung des textilen Rettungsschlauches dient. Dies ist auch schematisiert in 10 dargestellt.

In der Arbeitsstellung wird die gesamte Vorrichtung mit dem Grundrahmen 1 an ein geöffnetes Fenster gelehnt, wobei die unteren Stützrohre 6 auf dem Fußboden 22 aufliegen und die oberen Stützrohre 6, 7 sich am Fenstersturz 25 anlehnen. Der Grundrahmen 1 wurde bezüglich der Fensteröffnung 24 so eingestellt, dass sich der vorher erwähnte Durchgang 29 zwischen den Vertikalrohren 2, 3 bildet, der ungefähr mit der Fensteröffnung 24 fluchtet. Auf diese Weise kann von Seiten der Pfeilrichtung 28 die zu rettende Person in die Eingangsseite des textilen Rettungsschlauches 21 einsteigen.

Dieser umschlingt mit entsprechenden Hohlsäumen die Quertraversen 8, 9 und ist somit lösbar am Grundrahmen 1 verankert.

Seine Bodenseite wird von der Überbrückungsplatte 4 untergriffen, so dass die in den Durchgang 29 einsteigende Person eine feste und schräg abwärts gerichtete Stützfläche vorfindet.

Es ist schematisiert dargestellt, dass am vorderen Ende der Überbrückungsplatte 4 der vorher erwähnte Aufstellbügel 20 angeordnet sein kann, der in ebenfalls zugeordnete Hohlsäume am Rettungsschlauch 21 eingreift und diesen gegen Zusammenfallen schützt. Die zu rettende Person hat dann freie Sicht auf den Innenraum des Rettungsschlauches, was psychologisch wichtig ist. Der Eingang ist damit auch bei einer großen Länge des Rettungsschlauches und einem dementsprechenden Gewicht stets offen gehalten.

Es ist noch dargestellt, dass die Überbrückungsplatte 4 an dem Fensterbrett 27 anliegen kann und jedenfalls die Brüstung 26 des Fensters überbrückt. Der Grundrahmen 1 kann gemäß 10 auch an dem Heizkörper 23 oder einem anderen, innenliegenden Anbau anliegen.

In 11 ist die Vorrichtung dargestellt, wie sie kurz vor Erreichen der Arbeitsstellung aussieht.

Der Rettungsschlauch liegt zusammengefaltet auf der Überbrückungsplatte 4 und kann – um zur Arbeitsstellung nach 10 zu gelangen – von der Überbrückungsplatte 4 nach vorne heruntergeworfen werden, wodurch er sich entfaltet.

Um von der Arbeitsstellung nach 10 und 11 in die Verpackungsstellung zu gelangen, wird die gesamte Vorrichtung mit dem Grundrahmen 1 auf dem Fußboden ausgelegt, und die Überbrückungsplatte 4 wird hierbei nach vorne abgeschwenkt.

Der textile Rettungsschlauch 21 wird dann in mehreren Faltungen auf die Überbrückungsplatte 4 in Falten geschichtet und schließlich dann der Grundrahmen eingeschwenkt, so dass sich die in 13 dargestellte Lage ergibt.

Um den gesamten Verpackungszustand zu sichern, ist vorgesehen, dass über den Mittenbereich des verpackten Rettungsschlauches 21 ein in Längsrichtung sich erstreckender Gurt führt, der unterhalb der Überbrückungsplatte 4 hindurchführt, um alle Teile in der Verpackungsstellung zusammen zu halten.

Bei der breiteneinstellbaren Ausführung des Grundrahmens sind noch zwei zusätzliche Quergurte vorhanden, welche die abgenommenen Quertraversen im Paket fixieren.

Damit ist erkennbar, dass das patentgemäße Evakuierungssystem leicht transportabel ist, an jeden beliebigen Einsatzort verbracht werden kann und wegen der Längen- und Höheneinstellung leicht an entsprechende Fensteröffnungen 24 oder sonstige Notöffnungen angepasst werden kann.

Im verpackten Zustand nimmt die Vorrichtung nur wenig Platz in Anspruch, weil im zusammengeschobenen Zustand mit verminderter Breite aufbewahrt werden kann.

Die Quertraversen 8, 9 werden dann der Packung beigelegt und im Einsatzfall in die U-Bügel 14 eingelegt und gesichert, wobei gleichzeitig damit auch der Rettungsschlauch 21 mit dem Grundrahmen 1 verbunden ist.

1Grundrahmen 2Vertikalrohr 3Vertikalrohr 4Überbrückungsplatte 5Plattenteil 6Stützrohr (unten) 7Stützrohre 8Quertraverse 9Quertraverse 10Schwenklager 11Stirnfläche 12Traversenstücke 13Feststellschraube 14U-Bügel 15Pfeilrichtungen 16Klemmhebel 17Führungsrohr 18Steckachse 19Steckrohr 20Aufstellbügel 21Rettungsschlauch 22Fußboden 23Heizkörper 24Fensteröffnung 25Fenstersturz 26Brüstung 27Fensterbrett 28Pfeilrichtung 29Durchgang

Anspruch[de]
  1. Notfall-Evakuierungssystem mit einem textilen Rettungsschlauch, dessen einstiegsseitiges Ende an einem Haltegestell befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltegestell aus einem etwa rechteckförmigen, transportablen Grundrahmen (1) besteht.
  2. Evakuierungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundrahmen (1) höheneinstellbar ist.
  3. Evakuierungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundrahmen (1) breiteneinstellbar ist.
  4. Evakuierungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundrahmen (1) aus zwei zueinander parallelen, einen gegenseitigen Abstand zueinander einnehmenden Vertikalrahmen (2, 3) besteht, die durch zwei zueinander parallele Quertraversen (8, 9) miteinander verbunden sind.
  5. Evakuierungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an den beiden Vertikalrohren (2, 3) des Grundrahmens (1) ein Schwenklager (10) für eine daran schwenkbar gelagerte Überbrückungsplatte (4) angeordnet ist.
  6. Evakuierungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die am Grundrahmen (1) angeordneten Quertraversen (8, 9) lediglich in nach oben offenen U-Bügeln (14) an den Vertikalrohren (2, 3) eingehängt und gesichert sind.
  7. Evakuierungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenklager (10) für die Schwenklagerung der Überbrückungsplatte (4) aus zwei axial zueinander fluchtend angeordneten Steckachsen (18) besteht, die jeweils an einem der Vertikalrohre (2, 3) des Grundrahmens (1) angeordnet sind.
  8. Evakuierungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das einstiegsseitige Ende des textilen Rettungsschlauches (21) an den abnehmbaren Quertraversen (8, 9) des Grundrahmens (1) befestigt ist.
  9. Evakuierungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nähe des vorderen Endes der Überbrückungsplatte (4) ein etwa rechteckförmiger Aufstellbügel (20) angeordnet ist, der den textilen Rettungsschlauch (21) stützt und den Eingangsbereich offen hält.
  10. Evakuierungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundrahmen (1) in Verbindung mit der Überbrückungsplatte (4) als Lager- und Verpackungsvorrichtung für den textilen Rettungsschlauch ausgebildet ist.
Es folgen 13 Blatt Zeichnungen






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