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Dokumentenidentifikation DE60009389T2 17.03.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001060904
Titel Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial
Anmelder Nippon Paper Industries Co. Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Yoneshiga, Seiki, Tokyo 114-0002, JP;
Nakano, Tomoyuki, Tokyo 114-0002, JP;
Ohashi, Reiji, Tokyo 114-0002, JP
Vertreter LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ, 90409 Nürnberg
DE-Aktenzeichen 60009389
Vertragsstaaten DE, FI, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.06.2000
EP-Aktenzeichen 003050309
EP-Offenlegungsdatum 20.12.2000
EP date of grant 31.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.03.2005
IPC-Hauptklasse B41M 5/30

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium, das ein hervorragendes Farbentwicklungsvermögen aufweist und sich in Bezug auf die Haltbarkeit des entwickelten Farbbildes und die Stabilität der leeren Bereiche gegenüber herkömmlichen Produkten als überlegen erweist.

Im allgemeinen lässt sich wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium herstellen, indem man eine gemäß dem nachstehend erwähnten Herstellungsverfahren hergestellte Beschichtungsmasse auf ein Substrat, wie Papier, synthetisches Papier oder Kunststoff, aufbringt und eine Farbaufzeichnung durch eine momentan ablaufende chemische Reaktion unter Erwärmen mit einem Thermokopf, einem heißen Stempel, einem Laserstrahl und dergl. entwickelt. Hierzu werden ein farbloser oder schwach gefärbter Farbstoffvorläufer, bei dem es sich um eine elektronenspendende Verbindung handelt, und ein Farbentwickler, bei dem es sich um eine elektronenaufnehmende Verbindung handelt, getrennt zu feinen Teilchen gemahlen und vermischt. Nach Zusatz von Additiven, wie Bindemitteln, Füllstoffen, Sensibilisatoren oder Gleitmitteln, erhält man eine Überzugsmasse. Die wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmedien werden in breitem Umfang auf verschiedenen Gebieten, z. B. als Schreiber für Messgeräte, Thermodrucker von Computern, Faksimile-Geräte, Ticketautomaten und für Strichmarkierungsetiketten, verwendet. In letzter Zeit ist im Zuge der Diversifizierung von Aufzeichnungseinrichtungen und des Fortschritts von hochwertigen Geräten ein Hochgeschwindigkeitsdruck und eine Hochgeschwindigkeits-Bildaufzeichnung möglich geworden. Dabei werden an die Aufzeichnungsempfindlichkeit des Thermoaufzeichnungsmediums höhere Qualitätsanforderungen gestellt.

Zur Befriedigung dieses Bedürfnisses wird ein Verfahren unter Verwendung eines Sensibilisators zusammen mit einem Farbstoff und einem Farbentwickler vorgeschlagen. Beispielsweise werden für den Fall, dass es sich bei den Farbentwicklern um Phenolverbindungen, wie Bisphenol A, handelt, p-Benzylbiphenyl (JP-A-60-82382), p-Benzyloxybenzoesäurebenzoat (JP-A-57-201691) und Benzylnaphthylether (JP-A-58-87094) als bevorzugte Sensibilisatoren verwendet. Bei Verwendung eines Sensibilisators wird zunächst der Sensibilisator unter Erwärmen geschmolzen. Der geschmolzene Sensibilisator löst einen basischen Farbstoff und den Farbentwickler und vermischt sie auf molekularer Ebene. Dabei läuft die Farbentwicklungsreaktion ab. Daher müssen die Art des Sensibilisators, des basischen Farbstoffes und des Farbentwicklers, die einzusetzen sind, sorgfältig ausgewählt werden.

Gemäß JP-B-4-38599 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium vorgeschlagen, das durch Vereinigen eines aromatischen Ethers als Sensibilisator und des Farbentwicklers 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon hergestellt wird. Ferner wird in JP-A-4-38599 ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium vorgeschlagen, das durch Vereinigen von 1,4-substituierten Naphthalinderivaten als Sensibilisatoren mit dem Farbentwickler 4-Hhydroxy-4'-methyldiphenylsulfon hergestellt worden ist. Die durch die vorerwähnte Kombination erhaltenen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmedien ergeben bei einer höheren Eindruckenergie eine gute Farbentwicklungsempfindlichkeit. Wenn jedoch der Druckvorgang mit geringerer Eindruckenergie oder mit höherer Geschwindigkeit vorgenommen wird, lässt sich keine ausreichende Farbentwicklungsempfindlichkeit erzielen, so dass die Anwendung für eine Einrichtung unter den genannten Druckbedingungen nicht möglich ist. Ferner tritt im allgemeinen dann, wenn die Farbentwicklungsempfindlichkeit durch Zugabe eines Sensibilisators verbessert wird, die Schwierigkeit in stärkerem Umfang auf, dass die Wärmebeständigkeit von leeren Bereichen beeinträchtigt wird.

US-5 102 857 beschreibt ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial, das einen Träger und eine auf dem Träger vorgesehene wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht umfasst, wobei die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht einen farblosen oder blass gefärbten Farbstoffvorläufer, einen Entwickler, der mit dem Farbstoffvorläufer beim Erwärmen unter Bildung einer Farbe reagiert, und eine Verbindung von jeder der Formeln (I) und (II) enthält:

Aufgabe der Erfindung ist es, ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium bereitzustellen, das beim Bedrucken mit einer geringeren Eindruckenergie eine hohe Farbentwicklungsempfindlichkeit aufweist und bei dem die Bildhaltbarkeit von bedruckten Bereichen und die Stabilität der Hintergrundfarbe von leeren Bereichen (gegen Feuchtigkeit und Wärme) verbessert sind.

Erfindungsgemäß wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial bereitgestellt, in dem eine Verbindung der nachstehenden allgemeinen Formel (1) als Farbentwickler enthalten ist und entweder eine Diphenylsulfonverbindung der folgenden allgemeinen Formel (2) oder eine aromatische Verbindung mit einer Aminosulfonylgruppe (-SO2NH2) der allgemeinen Formel (3) als Sensibilisator in einer wärmeempfindlichen Farbentwicklungsschicht verwendet wird.

R1 bedeutet ein Wasserstoffatom, eine Methylgruppe oder ein Chloratom, R2 und R3 bedeuten jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Methylgruppe, eine Alkoxygruppe oder eine Allyloxygruppe, m und n bedeuten jeweils unabhängig voneinander eine ganze Zahl mit einem Wert von 1 bis 5, R4 bedeutet eine Alkylgruppe, eine Alkoxygruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine elektronenziehende Gruppe und o bedeutet eine ganze Zahl mit einem Wert von 0 bis 2.

Erfindungsgemäß wird mindestens eine Art einer Verbindung der allgemeinen Formel (1) als Farbentwickler verwendet. Sofern R1 eine Methylgruppe bedeutet, wird die Wärmebeständigkeit des leeren Bereiches verbessert. Falls es sich um ein Wasserstoffatom handelt, wird die Farbentwicklungsempfindlichkeit verbessert. Im Hinblick auf die Haltbarkeit befindet sich R1 vorzugsweise in p-Position zu einer Sulfongruppe.

Erfindungsgemäß wird ferner mindestens eine Verbindung der allgemeinen Formel (2) oder der allgemeinen Formel (3) als Sensibilisator verwendet. In der allgemeinen Formel (2) können R2 und R3 Wasserstoffatome oder substituierte Gruppen, die die sensibilisierende Wirkung nicht beeinträchtigen, bedeuten. Als spezielle Beispiele hierfür lassen sich die Methylgruppe, Alkoxygruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine Allyloxygruppe erwähnen. Zu Beispielen für C1-C6-Alkoxyreste gehören C1-C4-Alkoxyreste, wie Methoxy, Ethoxy, Isopropoxy, n-Propoxy, Isobutoxy, n-Butoxy, sec.-Butoxy und tert.-Butoxy. In der allgemeinen Formel (3) kann R4 eine Substitutionsgruppe bedeuten, die die Sensibilisatorwirkung nicht beeinträchtigt. Als spezielle Beispiele lassen sich eine Alkyl- oder Alkoxygruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, z.B. C1-C4-Alkyl, wie Methyl, Ethyl, Isopropyl, n-Propyl, n-Butyl, sec.-Butyl, Isobutyl oder tert.-Butyl, oder eine elektronenziehende Gruppe, wie ein Chloratom oder eine Nitrogruppe, erwähnen.

Als spezielle Verbindungen der allgemeinen Formel (2) lassen sich die nachstehenden Verbindungen (2-1) bis (2-11) erwähnen. Jedoch bedeutet dies keine Beschränkung auf diese Beispiele. Unter diesen Verbindungen wird die Verbindung (2-1) bevorzugt, da sie bei Verwendung mit 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon, das einen Farbentwickler darstellt, eine besonders hochwertige Wirkung ergibt.

Als spezielle Beispiele für Verbindungen der allgemeinen Formel (3) lassen sich die Verbindungen (3-1) bis (3-30) erwähnen. Jedoch bedeutet dies keine Beschränkung auf diese Verbindungen. Darunter werden die Verbindungen (3-2) und (3-4) bevorzugt verwendet, da bei Verwendung der Verbindung (1) als Farbentwickler diese beiden Verbindungen eine gute Sensibilisierungswirkung ergeben.

Wenn bei der Anwendung der Erfindung der Anteil des Sensibilisators der allgemeinen Formel (2) oder (3) zu gering ist, so ergibt sich keine ausreichende Sensibilisierungswirkung. Bei einem zu hohen Anteil ergibt sich eine schlechte Farbentwicklungsdichte. Erfindungsgemäß beträgt der angestrebte Anteil des Sensibilisators der allgemeinen Formel (2) oder (3) 0,01 bis 5 Teile auf 1 Teil des Farbentwicklers und insbesondere 0,01 bis 2 Teile.

Zur Herstellung des erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmediums können bekannte herkömmliche Verfahren herangezogen werden. Speziell lässt sich das nachstehend angegebene Verfahren anwenden. Ein Farbentwickler, ein Farbstoffvorläufer und ein Sensibilisator werden getrennt mit Hilfe einer Mahlvorrichtung, z. B. einer Kugelmühle, einer Reibmühle oder Sandmühle, oder mittels einer geeigneten Emulgiervorrichtung zu feinen Teilchen gemahlen. Füllstoffe und andere Arten von Additiven werden zugesetzt. Sodann wird eine Dispersion in einer wässrigen Lösung eines wasserlöslichen Bindemittels hergestellt, wodurch man eine Beschichtungsmasse erhält. Die erhaltene Beschichtungsmasse wird unter Anwendung verschiedener Arten von Beschichtungsvorrichtungen, z.B. eines Luftmesserbeschichtungsgeräts, eines Klingenbeschichtungsgeräts oder eines Walzenbeschichtungsgeräts, aufgetragen.

Beim wärmeempfindlichen Aufzeichnungsverfahren unter Anwendung der Farbentwicklungsreaktion zwischen einer elektronenspendenden Verbindung und einer elektronenaufnehmenden Verbindung handelt es sich erfindungsgemäß um die Vereinigung eines Farbstoffvorläufers und eines Farbentwicklungsmittels, eines Diazoniumsalzes und eines Kupplers, eines Übergangselements, wie Eisen, und einer Chelatverbindung oder einer aromatischen Isocyanatverbindung und einer Iminoverbindung. Im Hinblick auf die Farbdichte und die Aufzeichnungsempfindlichkeit wird nachstehend ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium, das sich der Farbentwicklungsreaktion zwischen einem Farbstoffvorläufer und einem Farbentwickler bedient, ausführlich beschrieben, da die Kombination aus einem Farbstoffvorläufer und einem Farbentwickler zu besonders günstigen Ergebnissen führt.

Als erfindungsgemäß verwendeter Farbstoffvorläufer können verschiedenartige bekannte Verbindungen verwendet werden. Diese Verbindungen können allein oder durch Vermischen von zwei oder mehr Verbindungen eingesetzt werden. Sie werden je nach den Anwendungsmöglichkeiten oder den erforderlichen Eigenschaften ausgewählt. Die folgenden Verbindungen lassen sich als spezielle Beispiele erwähnen, wobei aber die Farbstoffvorläufer nicht auf diese Verbindungen beschränkt sind.

(1) Triallylmethan-Verbindungen
  • 3,3'-Bis-(4-dimethylaminophenyl)-6-dimethylaminophthalid [Handelsbezeichnung Kristallviolett-Lacton, CVL],
  • 3-(4-Dimethylamino-2-methylphenyl)-3-(4-dimethylaminophenyl)- phthalid,
  • 3,3'-Bis-(2-(4-dimethylaminophenyl)-2-(4-methoxyphenyl)-ethenyl)- 4,5,6,7-tetrachlorphthalid [NIR-Black],
  • 3,3'-Bis-(4-dimethylaminophenyl)-phthalid [MGL],
  • 3-(4-Dimethylaminophenyl)-3-(1,2-dimethylindol-3-yl)-phthalid,
  • 3-(4-Dimethylaminophenyl)-3-(2-phenylindol-3-yl)-phthalid,
  • 3,3'-Bis-(4-ethylcarbazol-3-yl)-3-dimethylaminophthalid,
  • 3,3'-Bis-(1-ethyl-2-methylindol-3-yl)-phthalid [Indolylred],
  • 3,3'-Bis-(2-phenylindol-3-yl)-5-dimethylaminophthalid und
  • Tris-(4-dimethylaminophenyl)-methan [LCV].
(2) Verbindungen vom Diphenylmethan-Typ
  • 4,4'-Bis-(dimethylamino)-benzhydrinbenzylether,
  • N-Halogenphenylleucoauramin und
  • N-2,4,5-Trichlorphenylleucoauramin.
(3) Verbindungen vom Xanthen-Typ
  • Rhodamin B-anilinolactam,
  • 3-Diethylamino-7-dibenzylaminofluoran,
  • 3-Diethylamino-7-butylaminofluoran,
  • 3-Diethylamino-7-anilinofluoran [Green-2],
  • 3-Diethylamino-7-(2-chloranilino)-fluoran,
  • 3-Dibutylamino-7-(2-chloranolino)-fluoran [TH-107],
  • 3-Diethylamino-7-(3-trifluormethylanilino)-fluoran [Black-100],
  • 3-Diethylamino-6-methyl-7-anilinofluoran [ODB],
  • 3-Dibutylamino-6-methyl-7-anilinofluoran [ODB-2],
  • 3-Piperidino-6-methyl-7-anilinofluoran,
  • 3-(N-Isoamyl-N-ethylamino)-6-methyl-7-anilinofluoran [S-205],
  • 3-(N-Ethyl-N-tolylamino)-6-methyl-7-anilinofluoran,
  • 3-(N-Cyclohexyl-N-methylamino)-6-7-anilinofluoran [PSD-150],
  • 3-Diethylamino-6-chlor-7-(&bgr;-ethoxyethylamino)-fluoran,
  • 3-Diethylamino-6-chlor-7-(&ggr;-chlorpropylamino)-fluoran,
  • 3-Cyclohexylamino-6-chlorfluoran [OR-55],
  • 3-Diethylamino-6-chlor-7-anilinofluoran,
  • 3-(N-Cyclohexyl-N-methylamino)-6-methyl-7-anilinofluoran und
  • 3-Diethylamino-7-phenylfluoran.
(4) Verbindungen vom Thiazin-Typ
  • Benzoylleucomethylenblau und
  • p-Nitrobenzoylleucomethylenblau.
(5) Verbindungen vom Spiro-Typ
  • 3-Methylspirodinaphthopyran,
  • 3-Ethylspirodinaphthopyran,
  • 3-Benzylspirodinaphthopyran und
  • 3-Methylnaphtho-(6'-methoxybenzo)-spiropyran.
(6) Verbindungen vom Pentadien-Typ
  • 1,1,5,5-Tetrakis-(4-dimethylaminophenyl)-3-methoxy-1,4-pentadien und
  • 1,1,5,5-Tetrakis-(4-dimethylaminophenyl)-1-4-pentadien.

Erfindungsgemäß können ein Farbentwickler der allgemeinen Formel (1) und eine oder mehrere Arten von herkömmlichen Farbentwicklern verwendet werden. Spezielle Beispiele für Farbentwickler, die erfindungsgemäß verwendet werden können, sind nachstehend aufgeführt.

  • Bisphenole, wie
  • 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan,
  • 1,7-Di-(4-hydroxyphenylthio)-3,5-dioxaheptan oder
  • 4,4'-Cyclohexylidendiphenol,
  • 4-Hydroxybenzoesäureester, wie
  • 4-Hydroxybenzylbenzoat,
  • 4-Hydroxyethylbenzoat,
  • 4-Hydroxy-n-propylbenzoat,
  • 4-Hydroxyisopropylbenzoat oder
  • 4-Hydroxybutylbenzoat,
  • 4-Hydroxydiesterphthalate, wie
  • 4-Hydroxydimethylphthalat,
  • 4-Hydroxydiisopropylphthalat,
  • 4-Hydroxydibenzylphthalat oder
  • 4-Hydroxydihexylphthalat,
  • Phthalsäuremonoester, wie
  • Monobenzylphthalat,
  • Monocyclohexylphthalat,
  • Monophenylphthalat oder
  • Monomethylphenylphthalat,
  • Bishydroxyphenylsulfide, wie
  • Bis-(4-hydroxy-3-tert.-butyl-6-methylphenyl)-sulfid,
  • Bis-(4-hydroxy-2,5-dimethylphenyl)-sulfid oder
  • Bis-(4-hydroxy-2-methyl-5-ethylphenyl)-sulfid,
  • 4-Hydroxyphenylarylsulfone, wie
  • 4-Hydroxy-4'-isopropoxydiphenylsulfon oder
  • 4-Hydroxy-4'-n-propoxydiphenylsulfon,
  • 4-Hydroxyphenylarylsulfonate, wie
  • 4-Hydroxyphenylbenzolsulfonat,
  • 4-Hydroxyphenyl-p-tolylsulfonat oder
  • 4-Hydroxyphenyl-p-chlorbenzolsulfonat,
  • 1,3-Di-[2-(hydroxyphenyl)-2-propyl]-benzole, wie
  • 1,3-Di-[2-(4-hydroxyphenyl)-2-propyl]-benzol oder
  • 1,3-Di-[2-(4-hydroxy-3-methylphenyl)-2-propyl]-benzol,
  • 4-Hydroxybenzoyloxybenzoesäureester, wie
  • 4-Hydroxybenzoyloxybenzylbenzoat,
  • 4-Hydroxybenzoyloxymethylbenzoat,
  • 4-Hydroxybenzoyloxyethylbenzoat,
  • 4-Hydroxybenzoyloxy-n-propylbenzoat,
  • 4-Hydroxybenzoyloxyisopropylbenzoat oder
  • 4-Hydroxybenzoyloxybutylbenzoat,
  • Bishydroxyphenylsulfone, wie
  • Bis-(3-tert.-butyl-4-hydroxy-6-methylphenyl)-sulfon,
  • Bis-(3-ethyl-4-hydroxyphenyl)-sulfon,
  • Bis-(3-propyl-4-hydroxyphenyl)-sulfon,
  • Bis-(3-isopropyl-4-hydroxyphenyl)-sulfon,
  • Bis-(3-ethyl-4-hydroxyphenyl)-sulfon,
  • Bis-(4-hydroxyphenyl)-sulfon,
  • 2-Hydroxyphenyl-4'-hydroxyphenylsulfon,
  • Bis-(3-chlor-4-hydroxyphenyl)-sulfon oder
  • Bis-(3-brom-4-hydroxyphenyl)-sulfon,
  • Phenole, wie p-tert.-Butylphenol, p-Phenylphenol, p-Benzylphenol, 1- Naphthol oder 2-Naphthol,
  • Metallsalze von aromatischen Carbonsäuren, wie Benzoesäure, p-tert.-Butylbenzoesäure, Trichlorbenzoesäure, 3-sec.-Butyl-4-hydroxybenzoesäure, 3-Cyclohexyl-4-hydroxybenzoesäure, 3,5-Dimethyl-4-hydroxybenzoesäure, Terephthalsäure, Salicylsäure, 3-Isopropylsalicylsäure oder 3-tert.-Butylsalicylsäure.

Erfindungsgemäß können eine oder mehrere Arten von herkömmlichen Sensibilisatoren zusammen mit einem Sensibilisator der allgemeinen Formel (2) oder (3) verwendet werden. Spezielle Beispiele hierfür sind nachstehend aufgeführt. Die Erfindung ist jedoch nicht hierauf beschränkt.

  • Stearinsäureamid,
  • Palmitinsäureamid,
  • Methoxycarbonyl-N-stearinsäurebenzamid,
  • N-Benzoylstearinsäureamid,
  • N-Eicosansäureamid,
  • Ethylenbisstearamid,
  • Ethylenbisstearinsäureamid,
  • Behensäureamid,
  • Methylenbisstearinsäureamid,
  • Methylolamid,
  • N-Methylolstearinsäureamid,
  • Terephthalsäuredibenzylester,
  • Terephthalsäuredimethylester,
  • Terephthalsäuredioctylester,
  • p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester,
  • 1-Hydroxy-2-naphthoesäurephenylester,
  • Oxalsäuredibenzylester,
  • Oxalsäuredimethylbenzylester,
  • Oxalsäuredi-p-chlorbenzylester,
  • 2-Naphthylbenzylether,
  • m-Terphenyl,
  • p-Benzylbiphenyl,
  • Tolylbiphenylether,
  • Di-(p-methoxyphenoxyethyl)-ether,
  • 1,2-Di-(3-methylphenoxy)-ethan,
  • 1,2-Di-(4-methylphenoxy)-ethan,
  • 1,2-Di-(4-methoxyphenoxy)-ethan,
  • 1,2-Di-(4-chlorphenoxy)-ethan,
  • 1,2-Diphenoxyethan,
  • 1-(4-Methoxyphenoxy)-2-(2-methylphenoxy)-ethan,
  • p-Methylthiophenylbenzylether,
  • 1,4-Di-(phenylthio)-butan,
  • p-Acetotoluidid,
  • p-Acetophenetidid,
  • N-Acetoacetyl-p-toluidin,
  • Di-(biphenylethoxy)-benzol,
  • p-Di-(vinyloxyethoxy)-benzol und
  • 1-Isopropylphenyl-2-phenylethan.

Im erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmedium kann zur Stabilisierung für die Langzeitkonservierung ein konservierender Stabilisator verwendet werden. Spezielle Beispiele für den konservierenden Stabilisator sind sterisch gehinderte Phenole, wie

  • 1,1,3-Tris-(methyl-4-hydroxy-5-tert.-butylphenyl)-butan,
  • 1,1,3-Tris-(2-methyl-4-hydroxy-5-cyclohexylphenyl)-butan,
  • 4,4'-Butylidenbis-(2-tert.-butyl-5-methylphenyl),
  • 4,4'-Thiobis-(2-tert.-butyl-5-methylphenol),
  • 2,2'-Thiobis-(6-tert.-butyl-4-methylphenol),
  • 2,2'-Methylenbis-(6-tert.-butyl-4-methylphenol),
  • 4-Benzyloxy-4'-(2-methylglycidyloxy)-diphenylsulfon oder
  • Natrium-2,2'-methylenbis-(4,6-di-tert.-butylphenyl)-phosphat.

Im allgemeinen werden 0,1 bis 10 Gew.-teile dieser konservierenden Stabilisatoren auf 1 Gew.-teil des Farbstoffvorläufers verwendet. Als spezielle Beispiele für Bindemittel, die in den einzelnen Schichten des erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmediums verwendet werden können, lassen sich wasserlösliche Bindemittel erwähnen, wie Stärken, Hydroxyethylcellulose, Methylcellulose, Carboxymethylcellulose, Gelatine, Casein, Gummi arabicum, Polyvinylalkohol, mit Carboxylgruppen modifizierter Polyvinylalkohol, mit Acetoacetylgruppen modifizierter Polyvinylalkohol, mit Silicongruppen modifizierter Polyvinylalkohol, Alkalisalze von Isobutylen-Maleinsäureanhydrid-Copolymeren, Alkalisalze von Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymeren, Alkalisalze von Ethylen-Maleinsäureanhydrid-Copolymeren, Alkalisalze von Styrol-Acrylsäure-Copolymeren, Latices, wie Styrol-Butadien-Copolymere, Acrylnitril-Butadien-Copolymere oder Methylacrylat-Butadien-Copolymere, sowie in Wasser dispergierbare Bindemittel, wie Harnstoffharze, Melaminharze, Amidharze oder Polyurethanharze.

Ferner kann als Füllstoff ein anorganischer Füllstoff, wie aktivierter Ton, Ton, calcinierter Ton, Diatomeenerde, Talcum, Kaolin, calciniertes Kaolin, Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat, Bariumcarbonat, Titanoxid, Zinkoxid, Siliciumoxid oder Aluminiumhydroxid, oder ein organischer Füllstoff, wie Harnstoff-Formalin-Harze, Polystyrolharze, Phenolharze oder becherförmige Styrol-Butadien-Kautschukharze, verwendet werden.

Ferner kann zur Verhinderung des Abriebs eines Thermokopfes und zur Verhinderung des Verklebens ein unter Wärmeeinwirkung schmelzendes Material zugesetzt werden. Beispielsweise lassen sich erwähnen: tierische Wachse, wie Bienenwachs oder Schellack-Wachs, pflanzliche Wachse, wie Carnaubawachs, Mineralwachse, wie Montanwachs, Petroleumwachse, wie mikrokristallines Wachs, Amide von höheren Fettsäuren, wie Ester von Fettsäuren mit mehrwertigen Alkoholen oder Stearinsäureamid, Metallsalze von höheren Fettsäuren, wie Zinkstearat oder Calciumstearat, synthetisches Wachs, wie höhere Amine, Kondensationsprodukte von Fettsäuren und Aminen, Kondensationsprodukte von aromatischen Verbindungen und Aminen, synthetische Paraffine, chloriertes Paraffin, oxidiertes Paraffin, höhere geradkettige Glykole, 3,4-Epoxyhexahydrophthalsäuredialkylester, Polyethylen oder Polyethylenoxid.

Ferner können je nach Bedarf ein Dispergiermittel, wie Natriumdioctylsulfosuccinat, ein UV-Strahlen-Absorptionsmittel, wie Verbindungen vom Benzophenon-Typ oder Triazol-Typ, oberflächenaktive Mittel, Entschäumungsmittel, fluoreszierende Aufheller, wasserfest ausrüstende Mittel, Gleitmittel oder Antioxidationsmittel verwendet werden. Als Substrat für das wärmeempfindliche Aufzeichnungsmedium können hauptsächlich Papier, wie hochwertiges Papier, Papier mittlerer Qualität, beschichtetes Papier oder Recycling-Papier, verwendet werden. Ferner können verschiedenartige ungewebte Stoffe, Kunststofffolien, synthetisches Papier und Metallfolien verwendet werden. Außerdem können Verbundprodukte aus diesen Materialien je nach Belieben verwendet werden.

Das erfindungsgemäße wärmeempfindliche Aufzeichnungsmedium lässt sich unter Verwendung der vorstehend erwähnten Materialien nach herkömmlichen Verfahren herstellen. Das Herstellungsverfahren für eine Beschichtungsmasse für die einzelnen Schichten des wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmediums unterliegt keinen Beschränkungen. Im allgemeinen wird Wasser als Dispergiermedium verwendet, wobei ein Bindemittel und ein Füllstoff oder ein Gleitmittel je nach Bedarf zugesetzt werden. Nach Mischen und Rühren erhält man eine Beschichtungsmasse. Im Fall einer wärmeempfindlichen Schicht werden ein Farbstoffvorläufer und ein Farbentwickler zugesetzt.

Als Verfahren zur Herstellung eines Farbstoffvorläufers und eines Farbentwicklers lassen sich die folgenden bekannten Verfahren erwähnen: ein Verfahren zur Herstellung einer wässrigen Überzugsmasse durch getrenntes Mahlen und Dispergieren eines Farbstoffvorläufers und eines Farbentwicklers in Wasser unter Verwendung einer Sandmühle, einer Reibmühle oder einer Kugelmühle und anschließendes Vermischen der beiden Dispersionen oder ein Verfahren zur Herstellung einer wässrigen Beschichtungsmasse durch Immobilisieren eines Farbstoffvorläufers oder eines Farbentwicklers in Mikrokapseln. Das Mischungsverhältnis von Farbstoffvorläufer und Farbentwickler wird je nach der Art des Farbstoffvorläufers und des Farbentwicklers festgelegt und unterliegt keinen Beschränkungen. Vorzugsweise werden 0,5 bis 50 Gew.-teile und insbesondere 2 bis 10 Gew.-teile Farbentwickler auf 1 Teil Farbstoffvorläufer verwendet.

Das Formgebungsverfahren für die einzelnen Schichten des wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmediums unterliegt keinen Beschränkungen. Es können eine Luftmesserbeschichtung, eine Vali-Stab-Klingen-Beschichtung, eine reine Messerbeschichtung, eine Stab-Klingen-Beschichtung, eine Shore-Dwell-Beschichtung, eine Lackgießbeschichtung oder eine Farbstoffbeschichtung herangezogen werden. Beispielsweise wird die Beschichtungsmasse für eine wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht auf die Oberfläche des Substrats aufgetragen und getrocknet. Anschließend wird die Beschichtungsmasse für eine Schutzschicht über die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht aufgetragen und getrocknet. Die Beschichtungsmenge der Beschichtungsmasse für eine wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht beträgt vorzugsweise 2 bis 12 g/m2 und insbesondere 3 bis 10 g/m2, bezogen auf das Trockengewicht. Die Beschichtungsmenge für eine Zwischenschicht oder Schutzschicht beträgt vorzugsweise 0,1 bis 15 g/m2 und insbesondere 0,5 bis 7 g/m2, bezogen auf das Trockengewicht.

Ferner ist es möglich, eine rückwärtige Beschichtungsschicht auf der rückwärtigen Oberfläche des Substrats des erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmediums herzustellen, um die Haltbarkeit zu verbessern. Nach Bildung der einzelnen Schichten kann mit einer Superkalandriervorrichtung und dergl. eine Behandlung zur Erzielung einer flachen Beschaffenheit durchgeführt werden oder es können auf der rückwärtigen Oberfläche des wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmediums Klebstoffe aufgebracht werden, um ein Klebeetikett herzustellen. Ferner können nach verschiedenen bekannten Techniken je nach Bedarf weitere Schichten, z.B. eine magnetische wärmeempfindliche Schicht, eine Druckbeschichtungsschicht oder eine Thermoübertragungsaufzeichnungsschicht erfindungsgemäß aufgebracht werden.

Beispiele

Nachstehend wird das wärmeempfindliche Aufzeichnungsmedium anhand von speziellen Beispielen beschrieben. Diese Beispiele stellen jedoch keine Beschränkung der Erfindung dar. In den Beispielen und Vergleichsbeispielen beziehen sich die Angaben "Teile" oder "%" auf Gewichtsteile oder Gewichtsprozent.

Herstellung eines wärmeempfindlichen Aufzeichnungspapiers Beispiel 1

In Beispiel 1 wird als Farbentwickler 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon verwendet. 3-Dibutylamino-6-methyl-7-anilinofluoran [ODB-2] wird als Farbstoffvorläufer verwendet. Diphenylsulfon (Verbindung 2-1) wird als Sensibilisator für ein erfindungsgemäßes wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium verwendet. Zunächst werden eine Dispersion des Farbstoffes (Lösung A), eine Dispersion des Farbentwicklers (Lösung B) und eine Dispersion des Sensibilisators (Lösung C) getrennt mit einer Sandmühle auf einen durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 1 &mgr;m gemahlen. (Lösung A: Dispersion des Farbstoffes) 3-Dibutylamino-6-methyl-7-anylinofluoran 2,0 Teile 10%ige wässrige Lösung von Polyvinylalkohol 4,6 Teile Wasser 2,6 Teile
(Lösung B: Dispersion des Farbentwicklers) 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon 6,0 Teile 10%ige wässrige Lösung von Polyvinylalkohol 18,8 Teile Wasser 11,2 Teile
(Lösung C: Dispersion des Sensibilisators) Diphenylsulfon 6,0 Teile 10%ige wässrige Lösung von Polyvinylalkohol 18,8 Teile Wasser 11,2 Teile

Sodann werden die Lösung A, die Lösung B, die Lösung C und eine Dispersion von Kaolinton im nachstehenden Verhältnis vermischt und gerührt. Man erhält eine wärmeempfindliche Beschichtungsmasse. Lösung A: Dispersion des Farbstoffes 9,2 Teile Lösung B: Dispersion des Farbentwicklers 36,0 Teile Lösung C: Dispersion des Sensibilisators 36,0 Teile Kaolinton (50%ige Dispersion) 12,0 Teile

Die erhaltene wärmeempfindliche Beschichtungsmasse wird auf eine Oberfläche eines 50 g/m2-Substratpapiers so aufgetragen und getrocknet, dass sich eine Beschichtungsmenge von 4,0 bis 4,5 g/m2 ergibt. Das erhaltene Blatt wird zur Erzielung einer Glattheit von 500 sec mit einer Superkalandriervorrichtung behandelt. Auf diese Weise erhält man ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium.

Beispiel 2

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass 4,4'-Di-(3-methyl-1-butoxy)-diphenylsulfon (Verbindung 2-10) als Sensibilisator anstelle von Diphenylsulfon in der Lösung C verwendet wird.

Beispiel 3

Auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass 4,4'-Di-(2-propenyloxy)-diphenylsulfon (Verbindung 2-11) als Sensibilisator anstelle von Diphenylsulfon in der Lösung C verwendet wird.

Beispiel 4

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass 4-Hydroxydiphenylsulfon als Farbentwickler anstelle von 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon in der Lösung B verwendet wird.

Beispiel 5

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass 4-Hydroxydiphenylsulfon als Farbentwickler anstelle von 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon in der Lösung B und 4,4'-Di-(3-methyl-1-butoxy)-diphenylsulfon (Verbindung 2-10) als Sensibilisator anstelle von Diphenylsulfon in der Lösung C verwendet werden.

Beispiel 6

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass 4-Hydroxydiphenylsulfon als Farbentwickler anstelle von 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon in der Lösung B und 4,4'-Di-(2-propenyloxy)-diphenylsulfon (Verbindung 2-11) als Sensibilisator anstelle von Diphenylsulfon in der Lösung C verwendet werden.

Beispiel 7

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass 4-Chlor-4'-hydroxydiphenylsulfon als Farbentwickler anstelle von 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon in der Lösung B verwendet wird.

Beispiel 8

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass 4-Chlor-4'-hydroxydiphenylsulfon als Farbentwickler anstelle von 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon in der Lösung B und 4,4'-Di-(3-methyl-1-butoxy)-diphenylsulfon (Verbindung 2-10) als Sensibilisator anstelle von Diphenylsulfon in der Lösung C verwendet werden.

Beispiel 9

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass 4-Chlor-4'-hydroxydiphenylsulfon als Farbentwickler anstelle von 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon in der Lösung B und 4,4'-Di-(2-propenyloxy)-diphenylsulfon (Verbindung 2-11) als Sensibilisator anstelle von Diphenylsulfon in der Lösung C verwendet werden.

Beispiel 10

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass die Verbindung 3-4 als Sensibilisator anstelle der Verbindung 2-1 in der Lösung C verwendet wird.

Beispiel 11

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass die Verbindung 3-2 als Sensibilisator anstelle der Verbindung 2-1 in der Lösung C verwendet wird.

Beispiel 12

In Beispiel 12 werden die Verbindungen (3-2) und (3-4) als Sensibilisatoren verwendet. Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 werden eine Dispersion des Farbentwicklers 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon, eine Dispersion von [ODB-2] und Dispersionen der Sensibilisatoren (3-2) und (3-4) hergestellt. Anschließend werden diese Lösungen im nachstehend angegebenen Verhältnis vermischt und gerührt. Man erhält eine wärmeempfindliche Beschichtungsmasse. Lösung A: Dispersion des Farbstoffes 9,2 Teile Lösung B: Dispersion des Farbentwicklers 36,0 Teile Lösung C: Dispersion des Sensibilisators [Verbindung (3-4)] 14,4 Teile Lösung D: Dispersion des Sensibilisators [Verbindung (3-2)] 21,6 Teile Kaolinton (50%ige Dispersion) 12,0 Teile

Beispiel 13

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass 4-Hydroxydiphenylsulfon als Farbentwickler anstelle von 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon in der Lösung B und die Verbindung (3-4) als Sensibilisator anstelle der Verbindung (2-1) in der Lösung C verwendet werden.

Beispiel 14

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass 4-Hydroxydiphenylsulfon als Farbentwickler anstelle von 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon in der Lösung B und die Verbindung (3-2) als Sensibilisator anstelle der Verbindung (2-1) in der Lösung C verwendet werden.

Beispiel 15

In Beispiel 15 werden 4-Hydroxydiphenylsulfon als Farbentwickler und die Verbindungen (3-2) und (3-4) als Sensibilisatoren verwendet. Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 werden eine Dispersion des Farbentwicklers 4-Hydroxydiphenylsulfon, eine Dispersion von [ODB-2] und Dispersionen der Sensibilisatoren (3-2) und (3-4) hergestellt.

Anschließend werden diese Lösungen im nachstehend angegebenen Verhältnis vermischt und gerührt. Man erhält eine wärmeempfindliche Beschichtungsmasse. Lösung A: Dispersion des Farbstoffes 9,2 Teile Lösung B: Dispersion des Farbentwicklers 36,0 Teile Lösung C: Dispersion des Sensibilisators [Verbindung (3-4)] 14,4 Teile Lösung D: Dispersion des Sensibilisators [Verbindung (3-2)] 21,6 Teile Kaolinton (50%ige Dispersion) 12,0 Teile

Beispiel 16

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass 4-Chlor-4'-hydroxydiphenylsulfon als Farbentwickler anstelle von 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon in der Lösung B und die Verbindung (3-4) als Sensibilisator anstelle der Verbindung (2-1) in der Lösung C verwendet werden.

Beispiel 17

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass 4-Chlor-4'-hydroxydiphenylsulfon als Farbentwickler anstelle von 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon in der Lösung B und die Verbindung (3-2) als Sensibilisator anstelle der Verbindung (2-1) in der Lösung C verwendet werden.

Beispiel 18

In Beispiel 18 werden 4-Chlor-4'-hydroxydiphenylsulfon als Farbentwickler und die Verbindungen (3-2) und (3-4) als Sensibilisatoren verwendet. Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 werden eine Dispersion des Farbentwicklers 4-Chlor-4'-hydroxydiphenylsulfon, eine Dispersion von [ODB-2] und Dispersionen der Sensibilisatoren (3-2) und (3-4) hergestellt. Anschließend werden diese Lösungen im nachstehend angegebenen Verhältnis vermischt und gerührt. Man erhält eine wärmeempfindliche Beschichtungsmasse. Lösung A: Dispersion des Farbstoffes 9,2 Teile Lösung B: Dispersion des Farbentwicklers 36,0 Teile Lösung C: Dispersion des Sensibilisators [Verbindung (3-4)] 14,4 Teile Lösung D: Dispersion des Sensibilisators [Verbindung (3-2)] 21,6 Teile Kaolinton (50%ige Dispersion) 12,0 Teile

Vergleichsbeispiel 1

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass Ethylenbisstearamid (Armowax) anstelle von Diphenylsulfon (Verbindung 2-1) bei der Herstellung der Dispersion des Sensibilisators (Lösung C) von Beispiel 1 verwendet wird.

Vergleichsbeispiel 2

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 4 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass Ethylenbisstearamid (Armowax) anstelle von Diphenylsulfon (Verbindung 2-1) bei der Herstellung der Dispersion des Sensibilisators (Lösung C) von Beispiel 4 verwendet wird.

Vergleichsbeispiel 3

Nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 7 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium hergestellt, mit der Ausnahme, dass Ethylenbisstearamid (Armowax) anstelle von Diphenylsulfon (Verbindung 2-1) bei der Herstellung der Dispersion des Sensibilisators (Lösung C) von Beispiel 7 verwendet wird.

Bewertung des wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmediums Farbentwicklungsverfahren

Eine Thermoaufzeichnung wird auf den hergestellten wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmedien unter Verwendung eines TH-PMD-Geräts (Drucktestgerät für wärmeempfindliches Aufzeichnungspapier, eingebauter Thermokopf der Fa. Kyocera Co., Ltd.), Produkt der Fa. Ohkura Denki Co., mit einer Eindruckenergie von 0,25 und 0,33 mJ/Punkt durchgeführt. Die Bilddichte des Aufzeichnungsbereiches und des leeren weißen Papierbereiches wird mittels eines Macbeth-Densitometers (RD-914, bernsteinfarbener Filter) gemessen. Folgende Tests werden an dem Prüfkörper durchgeführt.

Bewertung der Feuchtigkeitsbeständigkeit

Ein mit einer Eindruckenergie von 0,33 mJ/Punkt bedruckter Prüfkörper wird 24 Stunden bei einer relativen Feuchtigkeit von 90% und einer Temperatur von 40°C belassen. Anschließend wird die Dichte des bedruckten Bereiches und des leeren weißen Papierbereiches mit einem Macbeth-Densitometer gemessen.

Bewertung der Wärmebeständigkeit

Ein mit einer Eindruckenergie von 0,33 mJ/Punkt bedruckter Prüfkörper wird 24 Stunden bei 60°C belassen. Anschließend wird die Dichte des bedruckten Bereiches und des leeren weißen Papierbereiches mit einem Macbeth-Densitometer gemessen.

Die Ergebnisse für das Farbentwicklungsvermögen und die Haltbarkeit sind in den Tabellen 1 und 2 zusammengestellt. Ein höherer Zahlenwert des bedruckten Bereiches bedeutet eine bessere Bildhaltbarkeit, während ein geringerer Zahlenwert des leeren weißen Papierbereiches eine bessere Farbstabilität des Hintergrunds bedeutet.

Tabelle 1 Farbentwicklungstest
Bemerkungen:

Die Zahlenwerte in den Tabellen 1 und 2 bedeuten (Macbeth-Wert des bedruckten Bereiches)/(Macbeth-Wert des leeren Bereiches).

Tabelle 2 Test auf Feuchtigkeitsbeständigkeit und Wärmebeständigkeit

Aus den vorstehenden Ergebnissen geht klar hervor, dass die Empfindlichkeitswerte in den Beispielen 1–3 und 10–12, bei denen 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon als Farbentwickler und eine Verbindung der allgemeinen Formeln (2) oder (3) als Sensibilisator verwendet werden, bei der geringeren Eindruckenergie im Vergleich zum Vergleichsbeispiel 1, in dem ein herkömmlicher Sensibilisator verwendet wird, erheblich verbessert sind. Ferner ergeben sich auch bezüglich der Feuchtigkeitsbeständigkeit und der Wärmebeständigkeit gute Ergebnisse, obgleich die Empfindlichkeit verbessert ist.

In den Beispielen 4–6 und 13–15, bei denen 4-Hydroxydiphenylsulfon als Farbentwickler und eine Verbindung der allgemeinen Formeln (2) oder (3) als Sensibilisator verwendet werden, ist es offensichtlich, dass die Empfindlichkeit bei der geringeren Eindruckenergie erheblich verbessert ist, verglichen mit dem Vergleichsbeispiel 2, bei dem ein herkömmlicher Sensibilisator verwendet wird. Ferner zeigt die Feuchtigkeitsbeständigkeit gute Ergebnisse, obgleich die Empfindlichkeit verbessert ist.

In den Beispielen 7–9 und den Beispielen 16–18, bei denen 4-Chlor-4'-hydroxydiphenylsulfon als Farbentwickler und eine Verbindung der allgemeinen Formeln (2) oder (3) als Sensibilisator verwendet werden, ist es offensichtlich, dass die Empfindlichkeit bei der geringeren Eindruckenergie erheblich verbessert ist, verglichen mit Vergleichsbeispiel 3, bei dem ein herkömmlicher Sensibilisator verwendet wird. Ferner ergeben sich bezüglich der Feuchtigkeitsbeständigkeit und der Wärmebeständigkeit gute Ergebnisse, obgleich die Empfindlichkeit verbessert ist.

Wirkung der Erfindung

Das erfindungsgemäße wärmeempfindliche Aufzeichnungsmedium weist eine ausreichende Fähigkeit zur Entwicklung der Farbe des Farbstoffvorläufers bei der geringeren Eindruckenergie auf, und zwar aufgrund der Tatsache, dass eine Verbindung der allgemeinen Formeln (2) oder (3) enthalten ist, wenn eine Verbindung der allgemeinen Formel (1) als Farbentwickler verwendet wird. Da ferner dieses wärmeempfindliche Aufzeichnungsmedium eine gute Bildhaltbarkeit im Aufzeichnungsbereich und eine gute Beständigkeit gegen Feuchtigkeit im leeren weißen Papierbereich sowie eine gute Beständigkeit der Hintergrundfarbe gegen Wärmeeinwirkung aufweist, handelt es sich um ein sehr wertvolles Produkt.


Anspruch[de]
  1. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium, umfassend auf einem Substrat eine wärmeempfindliche Farbentwicklungsschicht, die folgendes umfasst:

    (a) einen farblosen oder schwach gefärbten basischen Farbstoffvorläufer;

    (b) einen Farbentwickler, der mit dem Farbstoffvorläufer reagiert und den Farbstoffvorläufer beim Erwärmen zur Entwicklung einer Farbe veranlasst und der die folgende Formel (1) aufweist
    worin R1 Wasserstoff, Methyl oder Chlor bedeutet; und

    (c) einen Sensibilisator, bei dem es sich um eine Verbindung der folgenden Formeln (2) oder (3) handelt:
    worin R2 und R3 jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, Methyl, C1-C6-Alkoxy oder Allyloxy bedeuten; m und n jeweils unabhängig voneinander eine ganze Zahl mit einem Wert von 1 bis 5 bedeuten; R4 C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkoxy oder eine elektronenziehende Gruppe bedeutet und o eine ganze Zahl mit einem Wert von 0–2 ist.
  2. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1, wobei es sich beim Farbentwickler um 4-Hydroxy-4'-methyldiphenylsulfon handelt.
  3. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1, wobei es sich beim Farbentwickler um 4-Hydroxydiphenylsulfon handelt.
  4. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1, wobei es sich beim Farbentwickler um 4-Chlor-4'-hydroxydiphenylsulfon handelt.
  5. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Anteil des Sensibilisators (c) 0,01 bis 5 Teile auf einen Teil des Farbentwicklers (b) beträgt.
  6. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium nach einem der vorstehenden Ansprüche, ferner umfassend eine oder mehrere der folgenden Bestandteile: einen Farbentwickler, der sich von der Verbindung der Formel (1) unterscheidet, einen Sensibilisator, der sich von den Verbindungen der Formeln (2) oder (3) unterscheidet, einen Konservierungsstabilisator, ein Bindemittel, einen Füllstoff, ein unter Wärmeeinwirkung schmelzendes Material oder ein Dispergiermittel.
  7. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmedium nach einem der vorstehenden Ansprüche, ferner umfassend eine rückwärtige Überzugsschicht auf der rückwärtigen Oberfläche des Substrats.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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