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Dokumentenidentifikation DE60009802T2 17.03.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001068893
Titel Knochenzementmischer
Anmelder DePuy Orthopaedics, Inc., Warsaw, Ind., US
Erfinder Long, Jack F., Warsaw, Indiana 46580, US
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 80336 München
DE-Aktenzeichen 60009802
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.07.2000
EP-Aktenzeichen 003059953
EP-Offenlegungsdatum 17.01.2001
EP date of grant 14.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.03.2005
IPC-Hauptklasse B01F 7/16
IPC-Nebenklasse B01F 13/00   B01F 13/06   

Beschreibung[de]
Hintergrund und Abriß der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft Knochenzementmischvorrichtungen. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Knochenzementmischvorrichtung zum Mischen von Knochenzement in Gegenwart eines Vakuums.

Bei vielen orthopädischen chirurgischen Vorgängen ist es notwendig, ein zement- oder kittartiges Mittel zu verwenden, um beispielsweise künstliche Gelenkimplantate zu befestigen, Gelenke in Knochen zu reparieren oder zu formen oder für andere Formen orthopädischer Arbeit. Die im allgemeinen für diese Zwecke verwendeten Arten von Zement sind selbstaushärtende Harze, die aus dem Vermischen einer breiten Vielfalt flüssiger Monomere oder Comonomere mit Polymeren oder Copolymeren in Pulverform gebildet werden, um einen viskosen Zusatz zu bilden, der als das Verkittungsmittel verwendet wird. Der Zusatz der pulverförmigen und flüssigen Komponenten entwickelt ein schnell abbindendes Material, und die Zubereitung des Zements findet gewöhnlich direkt im Operationsraum unmittelbar vor der Verwendung statt.

Es ist bekannt, ein Monomer zu einem trockenen Knochenzement über eine Monomer-Versorgungsvorrichtung hinzuzufügen. Siehe beispielsweise US-B-6,296,149, eingereicht am 16. April 1999 mit dem Titel "Monomer delivery device for bone cement delivery system". In einer derartigen Vorrichtung werden das Monomermittel und der Knochenzement in Gegenwart eines Vakuums gemischt. Das Vakuum, dem die Mixtur unterworfen ist, hat eine Doppelrolle. Erstens dient das Vakuum dazu, Dämpfe, die das in der Mischung verwendete Monomer hervorrufen kann, zu evakuieren. Zweitens reduziert das Vakuum aktiv die Menge an Luftblasen oder Gastaschen in der Mischung während des Mischprozesses.

US-A-5,549,381 offenbart eine Knochenzementmischvorrichtung, die eine gewöhnliche Behälterbasis mit einer inneren Basis umfaßt, die von einer kontinuierlichen Seitenwand mit einer Zugangsöffnung umgeben ist, um auf den Innenraum zugreifen zu können. Ein Deckel ist für die Behälterbasis ebenfalls vorgesehen. Modulare Komponenten werden vorgesehen, die in die Behälterbasis eingefügt werden können, wie beispielsweise eine Mischschale und eine Mischspritze. Des weiteren wird eine Vakuumleitung vorgesehen, um Luft und Gase vom Inneren der Behälterbasis abzutrennen. Der Knochenzement wird durch die Bedienperson durch Drehen einer Kurbel mit einer Hand vermischt, während die Behälterbasis mit der anderen Hand gehalten wird.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Knochenzementmischvorrichtung bereitgestellt, die eine Schale, einen Deckel, der abnehmbar an der Schale befestigt ist und eine abdichtbare Monomer-Zuführöffnung, die durch diesen hindurch vorgesehen ist, eine Kurbel mit einem Abschnitt, der sich durch den Deckel erstreckt, wobei die Kurbel drehbar am Deckel befestigt ist und eine Schaufel umfaßt, die in der Schale angeordnet ist und an dem Abschnitt der Kurbel befestigt ist, der sich durch den Deckel erstreckt, so daß die Schaufel mit der Kurbel drehbar ist, wobei der Deckel ferner einen Griff und der Griff ein Vakuumauslaßrohr und Rohrhalter zur Befestigung an einer Unterdruckquelle und ein Unterdruckrohr gemäß Anspruch 1 aufweist. Zusätzlich ist die Schaufel an der Kurbel so befestigt, daß sich die Schaufel mit der Kurbel dreht. Bei bevorzugten Ausführungen ist die Schaufel nicht konzentrisch geformt und weist einen Flügel auf, der daran befestigt ist, um die Misch- und Scherwirkung zu erhöhen.

In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann ein Vakuumauslaß an der Schale befestigt sein. Der Auslaß ist an einem Unterdruckschlauch und an einer Unterdruckeinrichtung befestigt, die Luft aus der Mischschale zieht. In noch einer weiteren Ausführung umfaßt die Mischschale eine Mehrzahl von diskontinuierlichen Abstandshaltern, die um den Umfang der Schale angeordnet sind, so daß der äußere Rand des Deckels mehrere ringförmige diskontinuierliche Flansche aufweist, die mit einem jeweiligen diskontinuierlichen Abstandhalter an der Schale zusammenwirken.

Zusätzliche Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich Fachleuten aus der Betrachtung der folgenden detaillierten Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen, die die beste Art, die Erfindung auszuführen, beispielhaft veranschaulichen, wie sie momentan verstanden wird.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

1 ist eine perspektivische Ansicht einer Knochenzementmischvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, die die Vorrichtung zeigt, die eine Schale, einen Deckel einschließlich eines Luerlocks und einer Luerkappe und eine Kurbel umfaßt;

2 ist eine rechtsseitige Schnittansicht der Vorrichtung von 1, in der die Luerkappe vom Luerlock abgenommen, der Deckel mit der Schale durch diskontinuierliche ringförmige Flansche auf dem Deckel gekoppelt gezeigt ist, die unter den diskontinuierlichen Abstandshaltern eingespannt sind, die um einen Rand der Schale angeordnet sind, und ein Unterdruckrohr, eine Unterdruckeinrichtung und ein Filter gezeigt ist;

3 ist eine Ansicht längs der Linie 3-3 von 1, in der eine Schaufel, die drehbar mit dem Deckel gekoppelt ist, und das Unterdruckrohr gezeigt ist, das so angeordnet ist, daß es sich im Inneren des Griffes befindet;

4 ist eine Ansicht längs der Linie 4-4 von 3, die die Mischschaufel in der Schale angeordnet zeigt und wobei diese einen Flügel und einen Dichtungsring beinhaltet, der zwischen dem Deckel und der Schale angeordnet ist;

5 ist eine Draufsicht auf die Schaufel von 3, die die Schaufel mit einem im allgemeinen U-förmigen Körper, einem Träger, der sich über gegenüberliegende Enden des Körpers erstreckt, wobei sich der Flügel von einem der Enden des Körpers zu einem mittleren Abschnitt desselben erstreckt, um eine erste und eine zweite Öffnung zu definieren, einer sich von dem Träger erstreckten Welle und einem Kragen, der mit der Welle gekoppelt ist, zeigt;

6 ist eine Ansicht von unten der Vorrichtung von 1, die die Schale zeigt, welche Beinabschnitte umfaßt, wobei der Deckel einen Griff beinhaltet, der einen Vakuumauslaß und Schlauchhalter aufweist, die von dem Vakuumauslaß beabstandet sind;

7 ist eine Draufsicht auf einen Spatel, der zur Verwendung mit der Vorrichtung von 1 geeignet ist, wobei der Spatel einen Griff und eine Schaufel aufweist, die so geformt sind, um damit eine feuchte Knochenzementmischung von der Schale zu entfernen;

8 ist eine Seitenansicht der Spatel von 7; und

9 ist eine Draufsicht auf eine alternative Schaufel, die für eine Verwendung mit der Schale und dem Deckel von 1 geeignet ist, wobei die Schaufel mit einem im allgemeinen U-förmigen Körper, einem abgeschrägten Schulterblatt, das sich über die gegenüberliegende Enden des Körpers erstreckt, einem Flügel, der sich von dem Schulterblatt erstreckt, und einem Kragen, der mit der Welle gekoppelt ist, gezeigt ist.

Kurzbeschreibung der Erfindung

Erfindungsgemäß wird eine Knochenzementmischvorrichtung 10 bereitgestellt. Die Mischvorrichtung 10 ist zur Aufnahme einer Menge an Knochenzement und Monomer und zum Mischen des Zements und des Monomers bei einem Unterdruck konfiguriert. Die Mischung kann dann entnommen werden und bei einer Prothese angewandt werden oder in einer Zementzuführvorrichtung deponiert werden. Wie in den 1 und 2 gezeigt ist, umfaßt die Mischvorrichtung 10 eine Schale 12 und einen Deckel 14, der mit der Schale 12 gekoppelt ist.

Im folgenden wird auf 3 Bezug genommen. Die Schale 12 umfaßt eine innere Oberfläche 16, die eine Vertiefung 18, eine äußere Oberfläche 20 und einen oberen Rand 22 definiert, der sich zwischen der inneren und äußeren Oberfläche 16, 18 erstreckt. Wie in den 2 bis 4 gezeigt ist, erstrecken sich die Abstandshalter 23 diskontinuierlich um den Rand 22 der Schale 12. Bei dieser Ausführung weist jeder Abstandshalter 23 eine leicht geneigte Schräge 27 auf (2), die an der unteren Oberfläche 25 ausgebildet ist, so daß die Schräge den Deckel 14 in eine dichtere Passung gegen den Rand 18 zwingt, wenn der Deckel 14 mit der unteren Oberfläche 25 in Eingriff steht. Zusätzlich wird die äußere Oberfläche 20 so ausgebildet, daß sie vorragende Beinabschnitte 24 umfaßt, die als eine stabile Basis dienen.

Wie in den 1 bis 4 gezeigt ist, deckt der Deckel 14 die Schale 12 ab, der abdichtbar und abnehmbar befestigt werden kann, so daß Luft zwischen dem Deckel 14 und der Schale 12 nicht entweicht. Der Deckel 14 ist jedoch abnehmbar, so daß trockener Knochenzement in der Vertiefung 18 der Schale 12 angeordnet werden kann und der feuchte Knochenzement aus der Vertiefung 18 entfernt werden kann, nachdem der trockene Knochenzement mit einem Monomer gemischt ist. Der Deckel 14 weist eine Abdeckung 26 und einen Griff 28 auf, der sich von der Abdeckung 26 erstreckt.

Die Abdeckung 26 umfaßt eine äußere Oberfläche 30 und eine innere Oberfläche 32, die der inneren Oberfläche 16 der Schale 12 gegenüberliegt. Wie in 2 gezeigt, erstreckt sich ein Rand 50 um einen äußeren Umfang der Abdeckung 26. Zusätzlich erstrecken sich mehrere diskontinuierliche ringförmige Flansche 52 vom Rand 50 radial nach innen. Somit kommt jeder diskontinuierliche Flansch 52 in Kontakt mit der unteren Oberfläche 25 des entsprechenden Abstandshalters 23, wenn der Deckel 14 auf dem Rand 18 der Schale 12 angeordnet und gedreht wird. Zusätzlich erstrecken sich Schlitze 33 durch die Abdeckung 26 in genereller Ausrichtung mit einem Dichtungsring 54, der sich über die Schlitze 33 erstreckt, um ein Entweichen von Luft und Dämpfen durch diese zu verhindern. Der Dichtungsring 54 ist zwischen dem Deckel 14 und dem Rand 18 angeordnet, der bei der Erzeugung einer Dichtung zwischen den zwei Komponenten unterstützt. Man beachte jedoch, daß eine Vielzahl von Befestigungsmitteln verwendet werden kann, um den Deckel abdichtbar und abnehmbar an der Schale 12 zu befestigen. Beispielsweise kann ein ringförmiger Schnappring oder ein Gewinde anstelle der ringförmigen Flansch/Abstandshalter-Strukturen verwendet werden. Zusätzlich wird, wie in 3 gezeigt ist, die Abdeckung so ausgebildet, daß sie einen Unterdruckdurchgang 55 umfaßt, der sich durch diese erstreckt. Der Unterdruckdurchgang 55, der in 3 gezeigt ist, umfaßt einen Unterdruckeingang 57, der durch die innere Oberfläche 32 der Abdeckung 26 ausgebildet ist und einen Unterdruckausgang 56, der so angeordnet ist, daß er sich neben dem Griff 28 befindet.

Die Abdeckung 26 beinhaltet des weiteren ein Luerlock 34 und eine Kurbelhalterung 42, die sich von der äußeren Oberfläche 30 erstreckt und einen Durchgang für die Welle 44 definiert. Das Luerlock 34 umfaßt einen Körper 35, der eine Zuführöffnung 36 definiert, die sich zwischen der inneren und äußeren Oberfläche 32, 30 erstreckt. Zusätzlich umfaßt das Luerlock 34 eine Kappe 38, die so bemessen ist, daß sie sich in die Zuführöffnung 36 erstreckt und die in abnehmbarer Weise den Körper 35 abdichtet und ein Haltekabel 40, das sich zwischen der Kappe 38 und dem Körper 35 erstreckt. Das Luerlock 34 ist so konfiguriert, daß sich ein Luer oder eine Tülle von einer Monomer-Versorgungsvorrichtung (nicht gezeigt) durch die Zuführöffnung 36 erstrecken kann, wobei eine dichtende Passung mit dem Körper 35 gebildet wird. Somit ermöglicht es das Luerlock 34, daß Monomer in die Schale 12 zugeführt wird, während vermieden wird, daß Monomerdämpfe aus dem Luer (nicht gezeigt) und dem Luerlock 34 entweichen.

Die Kappe 38 wird verwendet, um den Körper 35 abzudichten, nachdem das Monomer in die Schale 12 zugeführt wurde und während des Mischprozesses. Die Kappe 38 ist in 2 in einer Nichteingriffsposition gezeigt. Die Kappe 38 wird vom Körper 35 abgenommen, bevor das Luer, das an der Monomerzuführvorrichtung (nicht gezeigt) befestigt ist, in die Mischschale 2 eingeführt wird, um Monomer von der Zuführvorrichtung in die Mischschale 2 zu transferieren. Man beachte, daß eine Vielzahl von Luerlocks und Luerlock-Kappen anstelle des Luerlocks 34 verwendet werden können. Beispielsweise kann ein selbst verschließendes Luerlock verwendet werden, wobei selbst die Notwendigkeit einer Luerkappe 38 vermieden werden kann, oder es kann ein mit Gewinde versehenes Luerlock verwendet werden, um die Kappe 38 auf den Körper 35 zu schrauben. Bei einer anderen Ausführung kann die Monomerzuführvorrichtung (nicht gezeigt) selbst als eine Dichtung für das Luerlock verwendet werden.

Der Griff 28 des Deckels 14 erstreckt sich von der Abdeckung 26. Bei einer Ausführung hat der Griff 28 eine Doppelfunktion. Erstens als ein greifbarer Körper zum Halten für eine Bedienperson während des Mischens des Knochenzements und zweitens, um eine Leitung für den Vakuumauslaß 56 (S. 3 und 6) und ein Unterdruckrohr 58 (s. 2) bereitzustellen. Man beachte jedoch, daß der Griff 28 an irgendeiner Stelle an der Mischvorrichtung 10 angeordnet sein kann. Beispielsweise kann der Griff 28 bei einer weiteren illustrativen Ausführungsform an der Schale 12 befestigt sein (nicht gezeigt). Zusätzlich kann der Vakuumauslaß 56 durch die Schale 12 angeordnet sein. Der Griff 28 umfaßt eine obere Wand 94, Seitenwände 96 und gegenüberliegende Endwände 100, 102, die so zusammenwirken, daß sie dazwischen eine Vertiefung 98 definieren. Zusätzlich erstreckt sich zumindest ein Rohrhalter 104 von der oberen Wand 94 in die Vertiefung 98.

Mit Bezugnahme auf die 3 und 4 umfaßt die Mischvorrichtung 10 eine Kurbel 60, die drehbar mit dem Deckel 14 gekoppelt ist. Die Kurbel 60 wird von der Bedienperson verwendet, um eine Schaufel 62 anzutreiben, die im Inneren der Schale 12 versetzt angeordnet ist und nicht konzentrisch mit der Kurbel 60 verbunden ist, um Monomer und Knochenzement zusammenzumischen. Ein Ende 64 der Kurbel 60 erstreckt sich drehbar durch die Wellenführung 44, im allgemeinen in der Mitte der Abdeckung 26, während das andere Ende 66 der Kurbel an einem Knopf 68 befestigt ist. Die Kurbel 60 umfaßt des weiteren Beine 72, die für eine Drehung in der Wellenführung 44 bemessen sind und mit der Schaufel 62 gekoppelt sind. Schließlich ist das Ende 64 der Welle 60 mit der Schaufel 62 gekoppelt. Die Kurbel 60 ist so konfiguriert, daß sie sich um eine Längsachse 70 der Wellenführung 44 dreht, die beispielhaft dieselbe ist wie die Rotationsachse der Abdeckung 26 (s. 3 und 4). Der Knopf 68 ist so konfiguriert, daß er als ein Griff dient, den die Bedienperson greifen kann, um die Kurbel 60 zu drehen, wodurch die Schaufel 62 zum Drehen veranlaßt wird. Man beachte, daß der Knopf 68 ebenfalls so konfiguriert sein kann, daß er drehbar oder fest an der Kurbel 60 befestigt ist. Zusätzlich ist ein kleiner O-Ring 29 zwischen den Beinen 72 und der Kurbelhalterung 42 in der Wellenführung 44 eingepaßt, um das Entweichen von Luft oder Dampf zwischen dem Deckel 14 und der Kurbel 60 zu vermeiden.

Die Drehung der Beine 72 der Kurbel 60 dreht die Schaufel 62 um die Längsachse 70 der Wellenführung 44. Wie in den 4 und 5 gezeigt wird, umfaßt die Schaufel 62 im allgemeinen einen U-förmigen Körper 74, der eine nicht symmetrisch ausgebauchte gekrümmte Seite 120, eine im allgemeinen gradlinige Seite 122 gegenüberliegend der gekrümmten Seite 120 und eine abgerundete Unterseite 124 aufweist, der mit den Seiten 120, 122 verbunden ist. Die Seiten 120, 122 wirken so zusammen, daß gegenüberliegende Enden 78, 80 eines U-förmigen Körpers 74 gebildet werden. Zusätzlich umfaßt die Schaufel 62 ein ebenes oberes Blatt oder Schulterblatt 76, das sich zwischen den gegenüberliegenden Enden 78, 80 des Körpers 74 erstreckt und diese verbindet, und einen Flügel 82, der sich von einem Ende 78 des Körpers 74 zur abgerundeten Unterseite 124 erstreckt, um eine erste Öffnung 84 und eine zweite Öffnung 86 zu definieren und um den Zement, der sich näher an der Mitte der Schale 12 befindet, zu scheren und zu mischen. Zusätzlich umfaßt die Schaufel 62 eine Welle 88, die sich vom Schulterblatt 76 und einem Kragen 90, der mit der Welle 88 verbunden ist, erstreckt.

Die Welle 88 erstreckt sich vom Schulterblatt 76 in die Schaftführung 44 aufwärts und ist reibschlüssig mit abhängenden Beinen 72 verbunden. Man beachte jedoch, daß die vorliegende Erfindung nicht auf eine reibschlüssige Passung zwischen der Welle 88 und der Kurbel 60 beschränkt ist. Eine Vielzahl von Einrichtungen kann verwendet werden, um die Schaufel 62 mit der Kurbel 60 zu verbinden und wird für die vorliegende Erfindung in Betracht gezogen. Beispielsweise kann mit einem Schnappring oder mit einem verbindbaren Gewinde dieselbe Funktion erreicht werden. Der Kragen 90 ist so konfiguriert, daß er die Länge begrenzt, mit der sich die Welle 88 durch die Schaftführung 44 erstrecken kann. Der Kragen steht in Eingriff mit der inneren Oberfläche 32 der Abdeckung 26, um eine richtige Anordnung der Schaufel 62 in der Vertiefung 18 der Schale 12 zu gewährleisten. Die Welle 88 ist ferner von der longitudinalen Mitte 106 der Schaufel 62 seitlich versetzt. Diese Versatzanordnung erzeugt eine zusätzliche Scherwirkung durch die Drehung der Kurbel 60. Die zusätzliche Scherwirkung reduziert die Anzahl von erforderlichen Mischvorgängen, um den feuchten Zement herzustellen.

Da sich die Kurbel 60 drehbar durch die Wellenführung 44 erstreckt, wobei sie selbst an der Schaufel 62 befestigt ist, dreht sich die Schaufel 62, wenn die Kurbel 60 durch die Bedienperson gedreht wird, wodurch das Monomer mit dem Zement im Inneren der Schale 12 gemischt wird. Im folgenden wird auf 4 Bezug genommen. Für ein optimales Mischen verläuft zumindest ein Teil der Schaufel 62 in enger Nähe zur inneren Wand 22 der Schale 12 und ist relativ zur Welle 20 versetzt. Gemäß einer Ausführung weist zumindest ein Teil der Schaufel 62 einen Verlauf über ein Viertel des Umfangs der Schale 12 auf und längs einer im allgemeinen zur Längsachse 70 der Wellenführung 44 parallelen Ebene.

Im folgenden wird auf 3 Bezug genommen. Das Vakuumrohr 58 ist mit dem Vakuumauslaß 56 gekoppelt. Gemäß einer veranschaulichenden Ausführung erstreckt sich das Vakuumrohr 58 durch die Endwand 102 und in eine Vertiefung 98 des Griffs 28, damit die Bedienperson nicht behindert wird, wenn die Vorrichtung 10 verwendet wird. Das Vakuumrohr 58 kann auch mit einer Vakuumpumpe 92 verbunden werden (2), die so ausgelegt ist, daß Luft von der Mischvorrichtung 10 durch einen Vakuumauslaß 56 abgesaugt werden kann. Veranschaulichend ist das Vakuumrohr 58 durch Rohrhalter 104 in Position befestigt, die dazu beitragen, daß das Vakuumrohr 58 mit dem Vakuumauslaß 56 verbunden bleibt.

Nachdem das Monomer und der Knochenzement in der Mischvorrichtung 10 vermischt sind, wird der Deckel 14 in einer entgegengesetzten Richtung 108 gedreht (1), wodurch die Flansche 52 von dem Abstandshaltern 23 gelöst werden, womit die Abnahme des Deckels 14 von der Schale 12 ermöglicht wird. Ein Spatel 110, der in den 7 und 8 gezeigt ist, kann verwendet werden, um die Zementmischung aus der Schale 12 zu entnehmen. Der Spatel 110 umfaßt einen Griff 112 und eine Schaufel 114, die mit dem Griff 112 gekoppelt ist. Die Schaufel 114 ist so ausgebildet, daß sie einen gekrümmten äußeren Rand 116 aufweist, der in seiner Form teilweise dem Verlauf der inneren Wand 22 entsprechend ausgebildet ist. Der Griff 112 kann von der Bedienperson ergriffen werden, um den feuchten Zement aus der Vertiefung 18 unter Verwendung der Schaufel 112, zur Ablage in einer Zementzuführvorrichtung (nicht gezeigt) oder direkt auf einer prothetischen Einrichtung (nicht gezeigt) heraus zu schaufeln.

Bei einer weiteren Ausführung gemäß der vorliegenden Erfindung wird vorgesehen, anstelle der Schaufel 62 die Schaufel 162 zu verwenden. Die Schaufel 162 ist ähnlich der Schaufel 62 ausgebildet, und es werden die gleichen Bezugszeichen verwendet, um gleiche Komponenten zu bezeichnen. Die Schaufel 162 ist so ausgebildet, daß sie ein abgewinkeltes Schulterblatt 176 umfaßt. Veranschaulichend beinhaltet das Schulterblatt 176 einen ersten Abschnitt 178 und einen zweiten abgeschrägten Abschnitt 180, der gegenüber der Welle 88 einen im allgemeinen stumpfen Winkel bildet. Bei einer veranschaulichenden Ausführung beträgt der mit dem Bezugszeichen 182 bezeichnete Winkel des Schulterblattes ungefähr -15° relativ zur horizontalen Linie 188. Es ist jedoch verständlich, daß der Winkel des abgeschrägten Abschnitts 180 sich in irgendeiner Position über oder unter der horizontalen Linie 188 befinden kann.

Beim Herstellungsverfahren der feuchten Knochenzementmischung wird eine Menge an Knochenzementpulver in der Vertiefung 18 der Schale 12 angeordnet. Wie in 1 gezeigt ist, wird der Deckel 14 über dem Rand 22 angeordnet und gedreht, bis jeder Flansch 52 mit der unteren Oberfläche 25 des entsprechenden Abstandshalters 23 in Kontakt kommt, um die Dichtung 54 gegen den Rand 18 zu pressen und um dazwischen eine Abdichtung auszubilden. Sobald der Deckel 14 dicht an der Schale 12 befestigt ist, kann Monomer zum Knochenzementpulver zugeführt werden. Um das Entweichen von Dämpfen zu verhindern, wird bevorzugt, daß das Monomer eingebracht wird, nachdem der Zement bereits in der Schale 12 angeordnet wurde und der Deckel 14 mit dem Rand verbunden wurde.

Um Monomer in der Vertiefung 18 anzuordnen, wird die Kappe 38 vom Körper 35 des Luerlocks 34 abgenommen. Danach wird die Vakuumpumpe 14 aktiviert, wobei ein Vakuum in der Schale 12 erzeugt wird, um Luft aus der Vertiefung 18 durch den Vakuumauslaß 56 und das Rohr 58 auszustoßen. Es wird bevorzugt, ein Vakuum in der Vertiefung 18 von ungefähr 0,67 bis 0,73 bar zu erzeugen, das gerade unter dem Siedepunkt des Monomers liegt, womit der maximale Vakuumdruck in der Schale 12 erzeugt werden kann, ohne daß das Monomer siedet. Veranschaulichend wird, sobald die Vakuumvorrichtung begonnen hat, Luft aus der Vertiefung 18 zu evakuieren, das Luer oder eine ähnliche Struktur der Monomerzuführvorrichtung (nicht gezeigt) in den Zuführanschluß 36 des Körpers 35 eingeführt, um eine im allgemeinen dichte Verbindung zu erhalten, wobei zu diesem Zeitpunkt das Monomer in die Schale 12 eingeführt werden kann. Die Vakuumpumpe 92 stößt alle Monomerdämpfe, die durch das Anordnen des Monomers in der Schale 12 erzeugt werden, von der Vorrichtung 10 aus. Nachdem das Monomer in der Schale 12 angeordnet ist, wird das Luer von der Monomerzuführvorrichtung (nicht gezeigt) vom Luerlock 34 entfernt und die Luerkappe 38 unmittelbar in den Zuführanschluß 36 eingepaßt, wie durch den Pfeil 111 in 2 gezeigt ist.

Nachdem die Monomerzuführvorrichtung (nicht gezeigt) aus der Mischvorrichtung 10 entfernt ist, greift die Bedienperson den Griff 28 mit einer Hand und den Griffknopf 68 an der Kurbel 60 mit der anderen Hand. Die Bedienperson dreht die Kurbel 60 um die Längsachse 70 der Wellenführung 44. Die Kurbel 60 bewirkt, daß der Körper 74 und der Flügel 82 der Schaufel 62 sich in der Schale 2 zu drehen beginnen, wobei der Knochenzement mit dem Monomer, wie zuvor erläutert, geschert und gemischt wird. Eine beispielhafte Rührzeit für ein wirkungsvolles Rühren der Mixtur beträgt ungefähr 45 bis 60 Sekunden. Es wird bevorzugt, daß die Vakuumvorrichtung Dämpfe aus der Mischung für weitere 15 bis 20 Sekunden evakuiert, nachdem der Mischvorgang abgeschlossen wurde, um Überschußluft oder Monomerdampf aus der Knochenzementmischung zu entfernen. Der Deckel 14 wird dann auf der Schale in Richtung 108, wie zuvor erläutert, gedreht. Die Bedienperson kann den Spatel 110 verwenden, um den feuchten Knochenzement aus der Schale 12 zu schaben. Der feuchte Knochenzement kann dann in einer Knochenzementzuführvorrichtung plaziert werden (nicht gezeigt), um dann bei einer Prothese angewendet zu werden.


Anspruch[de]
  1. Knochenzementmischvorrichtung (10), die umfaßt:

    eine Schale (12);

    einen Deckel (14), der abnehmbar an der Schale befestigt ist und eine abdichtbare Monomerzufuhröffnung (36) umfaßt, die durch diesen hindurch vorgesehen ist;

    eine Kurbel (60) mit einem Abschnitt, der sich durch den Deckel erstreckt, wobei die Kurbel drehbar am Deckel befestigt ist; und

    eine Schaufel (62), die in der Schale angeordnet ist und an dem Abschnitt der Kurbel befestigt ist, der sich durch den Deckel erstreckt, so daß die Schaufel mit der Kurbel drehbar ist;

    wobei (i) der Deckel ferner einen Griff (28) und (ii) der Griff ein Vakuumauslaßrohr (58) und Rohrhalter (104) zur Befestigung an einer Unterdruckquelle und einem Unterdruckrohr aufweist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Schale (12) ferner ein Vakuumauslaßrohr (58) zur Befestigung an einem Unterdruck aufweist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Schale (12) ferner eine Mehrzahl von diskontinuierlichen Abstandshaltern (23) aufweist, die um den Umfang der Schale angeordnet sind, und der Deckel (14) die Schale bedeckt und eine Mehrzahl ringförmiger diskontinuierlicher Flansche (52) aufweist, die um den Rand des Deckels ausgebildet sind, wobei jeder Flansch mit einem diskontinuierlichen Abstandshalter an der Schale zusammenwirkt und der Deckel abnehmbar und abdichtbar an der Schale befestigt ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Schaufel (62) des weiteren ein abgewinkeltes Schulterblatt (176) aufweist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Schaufel (62) desweiteren einen Flügel (82) aufweist, der in die Schaufel eingepaßt ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die abdichtbare Öffnung (36) ferner eine Luer-Anschlußkappe (38) aufweist, die den Anschluß wahlweise abdichtet.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Schaufel (62) eine U-förmige Schaufel mit einer asymmetrischen ausgedehnten gekrümmten Seite (120), einer linearen Seite (122), die der gekrümmten Seite gegenüberliegt, einer abgerundeten Unterseite (124), die mit der linearen Seite und der gekrümmten Seite verbunden ist, einer flachen Oberseite (76), die sich seitlich erstreckt und die ebenfalls mit der linearen Seite und der gekrümmten Seite verbunden ist, einem Flügel (82), der sich von der flachen Oberseite zur abgerundeten Unterseite erstreckt, und einer Welle (88), die sich von der flachen Oberseite erstreckt, umfaßt.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei die flache Oberseite (76) ein abgewinkeltes Schulterblatt (176) aufweist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Schaufel (62) eine Längsachse (106) definiert und in der Schale (12) angeordnet und an dem Abschnitt der Kurbel (60) befestigt ist, der sich durch den Deckel (14) erstreckt, so daß die Längsachse von der Kurbel seitlich versetzt ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei die Welle (88) sich von einer asymmetrischen Position auf der flachen Oberseite (76) erstreckt.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 1, die ferner eine Kappe (38) umfaßt, die für eine Erstreckung in die Zufuhröffnung (36) ausgebildet ist, um die Öffnung wahlweise abzudichten.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Griff (28) sich vom Deckel (14) nach außen erstreckt.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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