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Dokumentenidentifikation DE60102658T2 24.03.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001219462
Titel VERFAHREN ZUR LAMINIERUNG VON TINTENSTRAHLDRUCKERN
Anmelder Eastman Kodak Co., Rochester, N.Y., US
Erfinder Romano, Jr.,, Charles E., Rochester, New York 14650-2201, US;
Dawson, Susan L., Rochester, New York 14650-2201, US;
DeMejo, Lawrence P., Rochester, New York 14650-2201, US
Vertreter WAGNER & GEYER Partnerschaft Patent- und Rechtsanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60102658
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.12.2001
EP-Aktenzeichen 012047593
EP-Offenlegungsdatum 03.07.2002
EP date of grant 07.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.03.2005
IPC-Hauptklasse B41M 7/00

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Laminierung einer transferierbaren Schutzschicht auf Tintenstrahldrucken.

In einem typischen Tintenstrahl-Aufzeichnungs- oder Drucksystem werden Tintentröpfchen mit hoher Geschwindigkeit aus einer Düse auf ein Aufzeichnungselement oder -medium unter Erzeugung eines Bildes auf dem Medium geschleudert. Die Tintentröpfchen oder die Aufzeichnungsflüssigkeit umfassen im allgemeinen ein Aufzeichnungsmittel wie beispielsweise einen Farbstoff oder ein Pigment und eine große Menge an Lösungsmittel. Das Lösungsmittel oder die Trägerflüssigkeit besteht typischerweise aus Wasser, einem organischen Stoff wie zum Beispiel einem einwertigen Alkohol, einem mehrwertigen Alkohol oder deren Gemischen.

Ein Tintenstrahl-Aufzeichnungselement umfasst typischerweise einen Träger, der auf mindestens einer seiner Seiten eine Grundschicht für die Absorption von Flüssigkeit und eine Tinte aufnehmende oder bilderzeugende Schicht aufweist, und schließt die für die Betrachtung in Reflexion mit einem opaken Träger und die für die Betrachtung in Transmission mit einem transparenten Träger ein.

Tintenstrahldrucke, die durch das Drucken auf Tintenstrahl-Aufzeichnungselemente hergestellt werden, unterliegen der Alterung und dem Abbau durch Umwelteinflüsse wie beispielsweise dem Verschmieren durch Einwirkung von Wasser und dem lichtbedingten Verblassen. Zum Beispiel können Tintenstrahlfarbstoffe, weil sie wasserlöslich sind, von der Stelle wegwandern, an der sie sich auf der Tintenaufnahmeschicht befanden, wenn das Aufzeichnungselement nach der Bilderzeugung mit Wasser in Berührung kommt.

Um die Anfälligkeit von Drucken gegenüber Abbau und Alterung zu vermindern und den Glanz zu steigern, werden Tintenstrahldrucke häufig laminiert. Typischerweise handelt es sich bei der herkömmlichen Laminierung um ein Verfahren, in dem eine mit einem Klebstoff versehene endlose Polymerfolie in Berührung mit der Druckoberfläche gebracht wird. Mit Hitze und/oder Druck wird dann die endlose Polymerfolie auf der Druckoberfläche verankert. Die endlose Polymerfolie dient anschließend als wasserundurchlässige Sperrschicht, die zudem das durch Licht verursachte Verblassen des Druckbildes vermindert.

Jedoch bot der bisherige Stand der Technik der Laminierung von Folien ein Problem, weil diese Folien typischerweise in Form von Rollen geliefert werden und geschnitten oder, was weniger erwünscht ist, abgerissen werden müssen, um den laminierten Druck von der Endlosrolle der Laminierfolie zu trennen. Die Erfordernis zu schneiden bringt zusätzliche Kosten für eine Laminiervorrichtung, die kontinuierlich arbeiten soll.

Ein Laminierverfahren zum Schutz von Tintenstrahldrucken wird in US-A-5,919,552 mitgeteilt.

US-A-5,662,976 teilt eine Anordnung zur Herstellung laminierter Karten mit, das einen Bogen eines Kartonvorrats mit einer Trennmittelbeschichtung und einen Bogen einer an der Trennmittelbeschichtung haftenden Laminierfolie umfasst. Eine Kartenform wird in den Bogen des Kartonvorrats eingeschnitten, und ein Laminierungsstreifen, dessen Größe ausreicht, um über die Kartenkante geschlagen zu werden und so beide Seiten der Karte zu laminieren, wird in den Laminierfolienbogen geschnitten. Nach dem Druck werden die Karte und der Laminierungsstreifen entfernt, und der Laminierungsstreifen wird zur Laminierung der Karte umgeschlagen. Jedoch gibt es insofern ein Problem mit dieser Laminierungsfolie, dass zur Anfertigung der laminierten Karte teure Schneid- und Perforierschritte erforderlich sind.

US-A-5,387,573 teilt ein Farbstoff-Spenderelement für den thermischen Farbstofftransfer mit, das einen Träger und eine transferierbare Schutzschicht umfasst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die transferierbare Schutzschicht weniger als 1 &mgr;m dick ist und Teilchen in einer Menge von bis zu 75 % der transferierbaren Schutzschicht enthält. Jedoch wird in diesem Patent nicht mitgeteilt, ob die Schutzschicht zusammen mit Tintenstrahldrucken verwendet werden kann.

US-A-6,087,051 bezieht sich auf ein Tintenstrahl-Aufzeichnungselement, das eine schützende aus einem wässrigen Polyurethanharz oder einem wässrigen Polyacrylharz entstandene Deckschicht enthält. Zusätzlich gibt es in diesem Patent Vergleichsbeispiele, die Polyesterharz verwenden, und die wässrigen Polyurethan- und Polyacrylharze sollen Vorteile gegenüber dem Polyesterharz aufweisen. Jedoch gibt es Probleme hinsichtlich des Einsatzes eines Polyurethanharzes oder eines wässrigen Polyacrylharzes, weil diese Harze aus neuen, noch nicht benutzten Rohstoffen synthetisiert werden müssen und die Harze nicht wiederverwendet werden können.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Laminierung von Tintenstrahldrucken zu schaffen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Schutzschicht ausreichend dick ist, um Tintenstrahlbilder vor der Zerstörung durch Wasser zu schützen und gleichwohl ohne Zuhilfenahme teurer Schneidschritte eingesetzt werden kann. Eine weitere Aufgabe besteht darin, ein Verfahren zu schaffen, das die direkte visuelle Unterscheidung zwischen laminierten und unlaminierten Bereichen des Drucks gestattet.

Diese und andere Aufgaben werden durch die vorliegende Erfindung gelöst, die ein Verfahren zur Laminierung von Tintenstrahldrucken beinhaltet, das folgende Schritte umfasst:

  • a) Herstellung eines Tintenstrahldrucks, der einen Träger umfasst, auf dem sich ein Tintenstrahlbild befindet;
  • b) In-Kontaktbringung und Verbundbildung der das Bild tragenden Oberfläche des Tintenstrahldrucks mit einem Transferlaminierelement, das einen flexiblen polymeren Träger umfasst, auf dem sich eine Schutzschicht aus einem in Wasser dispergierbaren hydrophoben Polyesterharz der folgenden allgemeinen Formel befindet: In-P-Am in der

    I eine ionische Gruppe ist;

    n eine ganze Zahl von 1 bis 3 ist;

    P ein Polyestergerüst ist;

    A eine aliphatische Gruppe ist, die eine unverzweigte oder verzweigtkettige Fettsäure oder ein davon abgeleitetes Triglycerid mit 6 bis 24 Kohlenstoff-Atomen umfasst, und

    m eine ganze Zahl von 3 bis 8 ist;
  • c) Einwirkung von Hitze und Druck auf den Verbund, um die Schicht auf das Tintenstrahlbild zu übertragen;
  • d) Abkühlen des Verbunds und
  • e) Abziehen des flexiblen polymeren Trägers des Transferlaminierelements von dem Verbund unter Bildung des laminierten Tintenstrahldrucks.

Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Haltbarkeit eines Tintenstrahlbildes durch Einsatz der oben beschriebenen Transferschicht verbessert.

Das in der Erfindung verwendete Transferlaminierelement umfasst einen flexiblen polymeren Träger, auf dem sich, wie oben beschrieben, eine Schutzschicht eines in Wasser dispergierbaren hydrophoben Polyesterharzes befindet.

Der in der Erfindung eingesetzte flexible polymere Träger kann zum Beispiel aus verschiedenen Kunststoffen einschließlich einem Polyesterharz wie zum Beispiel Polyethylenterephthalat, Polyethylennaphthalat, Polycarbonatharzen, Polystyrolharzen, Polysulfonharzen, Methacrylharzen, Cellophan, Acetatkunststoffen, Cellulosediacetat, Cellulosetriacetat, Vinylchloridharzen und Polyesterdiacetat bestehen. Die Dicke des Trägers kann zum Beispiel zwischen 6 und 500 &mgr;m, vorzugsweise zwischen 6 und 50 &mgr;m liegen. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Träger eine transparente Polyethylenterephthalat-Folie.

Das in Wasser dispergierbare hydrophobe Polyesterharz in der Schutzschicht weist die oben angegebene Formel auf. Die ionischen Gruppen I in der obenstehenden Formel, die dem Polymer Dispergierbarkeit in Wasser verleihen, werden typischerweise von Carbonsäuregruppen abgeleitet, die in das Harz mit Hilfe von Monomeren von Polysäuren wie zum Beispiel Trimellithsäureanhydrid, Trimellithsäure oder Maleinsäureanhydrid eingeführt werden, oder durch Sulfonat-Gruppen, die von Monomeren wie beispielsweise Dimethyl-5-sulfoisophthalat, Dimethyl-5-sulfo-1,3-benzoldicarboxylat, Ethylenglykolsulfoisophthalat, Dihydroxyethyl-5-sulfo-1,3-benzoldicarboxylat, oder von sulfonierten olefinisch ungesättigten Endgruppen, wie in US-A-5,281,630 beschrieben, stammen. Der prozentuale Gewichtsanteil der ionischen Monomere in dem Harz liegt zwischen 1 % und 20 %, vorzugsweise aber zwischen 1 % und 10 %.

Das Gerüst P des Polymers in der obenstehenden Formel besteht aus Polyestergruppen. Jeder lineare oder verzweigte, aus Polysäuren und Polyalkoholen hergestellte Polyester kommt in Frage. Der prozentuale Gewichtsanteil der das Polyestergerüst bildenden Ingredientien liegt zwischen 30 und 80 Gew.-% des gesamten Harzes, wobei ein Gehalt zwischen 50–60 Gew.-% ganz besonders bevorzugt wird. Beispiele für aromatische Dicarbonsäuren, die sich für das in der Erfindung eingesetzte Polyestergerüst-Polymer, P, eignen, schließen Terephthalsäure, Isophthalsäure, Phthalsäure und 2,6-Naphthalincarbonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, 1,4-Cyclohexandicarbonsäure, Maleinsäure, Fumarsäure und Azelainsäure ein, beschränken sich aber nicht darauf. Bei der Polyalkohol-Komponente des Polyesters kann es sich im Grunde um jede dihydroxyfunktionale Verbindung handeln. Aliphatische und alicyclische Glykole eignen sich am besten. Geeignete Glykole schließen Ethylenglykol, 1,3-Propylenglykol, 1,2-Propylenglykol, Dipropylenglykol, Tripropylenglykol, 1,4-Butandiol, 1,5-Pentandiol, 1,6-Hexandiol, Cyclohexandimethanol, Diethylenglykol und Triethylenglykol ein, beschränken sich aber nicht darauf.

Das aus irgendeiner Kombination der obenstehenden Polysäuren und Glykole bestehende Polyestergerüst kann zusätzlich direkt oder durch Umesterung ein multifunktionales Polyol einschließen, das aus der aus Glycerin, Trimethylolpropan, Erythritol, Pentaerythritol, Trimethylolethan oder einem Monosaccharid bestehenden Gruppe ausgewählt wird, sich aber nicht auf diese beschränkt.

Wie oben erwähnt, ist A in der obenstehenden Formel eine aliphatische Gruppe, die eine unverzweigte oder verzweigtkettige Fettsäure oder ein davon abgeleitetes Triglycerid mit 6 bis 24 Kohlenstoff-Atomen umfasst wie beispielsweise Stearinsäure, Ölsäure, Palmitinsäure, Laurinsäure, Linolsäure, Linolensäure, Behensäure oder deren Gemische. Diese können von hydrierten oder nichthydrierten tierischen oder vegetabilischen Ölen stammen wie zum Beispiel Rindertalg, Schmalz, Maisöl oder Sojaöl. Der prozentuale Gewichtsanteil der aliphatischen Bestandteile kann zwischen 10 und 60 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 20 und 40 Gew.-%, liegen.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das verwendete, in Wasser dispergierbare hydrophobe Polyesterharz ein Reaktionsprodukt von 30–70 Gew.-% eines Polyethylenterephthalat-Kondensationspolymers; 5–40 Gew.-% einer hydroxyfunktionalen Verbindung mit mindestens zwei Hydroxygruppen; 1–20 Gew.-% einer carboxyfunktionalen Verbindung mit mindestens zwei Carboxyl-Gruppen und 10–60 Gew.-% einer geradkettigen oder verzweigten C6-C24-Fettsäure oder eines C6-C24-Triglycerids. Das Harz ist zusätzlich dadurch charakterisiert, dass die hydroxyfunktionale Verbindung in Mengen vorliegt, die 1-3mal der Äquivalentmenge des hydrophoben Anteils entsprechen. Die Herstellung derartiger hydrophober Polyesterharze wird im einzelnen in US-A-5,958,601 beschrieben. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform umfasst das in Wasser dispergierbare hydrophobe Polyesterharz in Wasser dispergierten umgeesterten Polyester, z.B. Polyethylenterephthalat, das in Gegenwart von Stearinsäure und Trimellithsäure oder Ölsäure und Trimellithsäure umgeestert wurde.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der oben beschriebene in Wasser dispergierbare hydrophobe Polyester physikalisch mit einem thermoplastischen oder wärmehärtbaren Polymer vermischt. Das thermoplastische oder wärmehärtbare Polymer verleiht der Schicht zusätzliche Hydrophobizität sowie eine gesteigerte Flexibilität der Beschichtung und dient als ein Verdünnungsmittel für die Polyesterkomponente, um die Vernetzung zu minimieren, die die Beschichtungseigenschaften nachteilig verändern würde.

Beispiele für derartige sich für die Erfindung eignende thermoplastische oder wärmehärtbare Polymere schließen carboxylierte Styrol/Butadien-, Acryl- oder Methacrylsäure enthaltende Styrol/Acrylat- oder Methacrylat-Esterkompositionen ein sowie hydrolysierte Styrol/Maleinsäureanhydrid-Copolymere, Styrol/Maleinsäuresalz-Copolymere, Styrol/Maleinsäureester-Copolymere, Styrol/Methacrylat-Copolymere, Styrol/Methacrylatester-Copolymere, Styrol/Acrylatester/Acrylnitril-Terpolymere, Acrylnitril/Methacrylatsalz-Copolymere, Polyurethane auf Polycarbonatbasis, Polyurethane auf Polyesterbasis, Cellulosepolymere wie beispielsweise Methylcellulose und Celluloseacetatbutyrat, Polyester, Polyamide, Polyacetale, Epoxypolymere, Phenoxypolymere usw., beschränken sich aber nicht darauf. In einer bevorzugten Ausführungsform liegen das in Wasser dispergierbare hydrophobe Polyesterharz und das thermoplastische oder wärmehärtbare Polymer in einem Verhältnis von 1:4 bis 4:1 vor.

Eine bevorzugte wässrige Dispersion eines Gemischs von carboxyliertem Styrol/Butadien-Copolymer und einem hydrophoben Polyester der oben allgemein beschriebenen Zusammensetzung ist auf dem Markt als EvCote, PWRHS-37 von EvCo Research Incorporated, Atlanta, GA, USA erhältlich.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform kann die Schutzschicht auch ein synthetisches oder natürliches Wachs enthalten, wie beispielsweise eine wässrige Dispersion von Jon Wax 26 ® (S. C. Johnson Co.) auf der Grundlage von Hochdruckpolyethylen oder eine wässrige Dispersion von Carnaubawachs (Michelman Co.); und/oder ein Mikrogel wie beispielsweise ein Mikrogel von Methylmethacrylat/Ethylenglykoldimethacrylat/Acrylsäure.

Da das Transferlaminierelement mit anderen Gegenständen der Bildaufzeichnung oder den Antriebs- oder Transportmechanismen von Laminiervorrichtungen in Berührung kommen kann, können Additive wie beispielsweise Tenside, Schmiermittel, Mattierungsteilchen und dergleichen dem Element in Mengen zugesetzt werden, die so bemessen sind, dass sie keinen nachteiligen Einfluss auf die erwünschten Eigenschaften ausüben.

Die oben beschriebene Schutzschicht kann mit herkömmlichen Beschichtungsverfahren wie Rakelbeschichtung, Schlitzdüsenbeschichtung, Kaskadenbeschichtung, Tiefdruckbeschichtung, Vorhangbeschichtung usw. auf den Träger aufgebracht werden.

Tintenstrahltinten, die zur Herstellung der erfindungsgemäß zu schützenden Bilder verwendet werden, sind in der Fachwelt wohlbekannt. Bei den im Tintenstrahldruck eingesetzten Tintenkompositionen handelt es sich typischerweise um flüssige Kompositionen, die ein Lösungsmittel oder eine Trägerflüssigkeit, Farbstoffe oder Pigmente, Feuchthaltemittel, organische Lösungsmittel, Detergentien, Verdickungsmittel, Konservierungsmittel usw. umfassen. Das Lösungsmittel oder die Trägerflüssigkeit kann nur aus Wasser bestehen oder kann Wasser sein, das mit anderen mit Wasser mischbaren Lösungsmitteln wie beispielsweise mehrwertigen Alkoholen versetzt ist. Tinten, in denen organische Stoffe wie zum Beispiel mehrwertige Alkohole als Trägerflüssigkeit oder Lösungsmittel vorherrschen, können ebenfalls verwendet werden. Besonders gut eignen sich Lösungsmittelgemische aus Wasser und mehrwertigen Alkoholen. Die in derartigen Kompositionen eingesetzten Farbstoffe sind typischerweise wasserlösliche Direktfarbstoffe oder Säurefarbstoffe. Solche flüssigen Kompositionen sind umfassend im Rahmen des bisherigen Standes der Technik, zum Beispiel in US-A-4,381,946; US-A-4,239,543 und US-A-4,781,758, beschrieben worden.

Jede bekannte Tintenstrahlbild-Empfangsschicht kann in der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Zum Beispiel kann die Bildempfangsschicht in erster Linie aus Teilchen anorganischer Oxide wie zum Beispiel Kieselsäuren, modifizierten Kieselsäuren, Tonen, Aluminiumoxiden, aus schmelzbaren Perlen wie beispielsweise Perlen aus thermoplastischen oder wärmehärtbaren Polymeren, nichtschmelzbaren organischen Perlen oder aus hydrophilen Polymeren wie zum Beispiel natürlich vorkommenden hydrophilen Kolloiden und Pflanzengummis wie beispielsweise Gelatine, Albumin, Guaran, Xanthan, Akaziengummi, Chitosan, Stärken und ihren Derivaten und so weiter; aus Derivaten natürlicher Polymere wie zum Beispiel funktionalisierten Proteinen, funktionalisierten Pflanzengummis und Stärken und Celluloseethern und ihren Derivaten; und synthetischen Polymeren wie beispielsweise Polyvinyloxazolin, Polyvinylmethyloxazolin, Polyoxiden, Polyethern, Polyethylenimin, Polyacrylsäure, Polymethacrylsäure, n-Vinylamiden einschließlich Polyacrylamid und Polyvinylpyrrolidon, und Polyvinylalkohol, seinen Derivaten und Copolymeren und Kombinationen dieser Stoffe bestehen. Hydrophile Polymere, Teilchen anorganischer Oxide und organische Perlen können in einer oder in mehreren Schichten auf dem Substrat und in verschiedenen Kombinationen innerhalb einer Schicht vorliegen.

Eine poröse Struktur kann in hydrophile Polymere umfassende Bildempfangsschichten durch die Zugabe von keramischen oder harten polymeren Teilchen, durch Aufschäumen oder Blasen während des Beschichtungsvorgangs oder in der Weise hervorgerufen werden, dass durch Zugabe von Nichtlösungsmittel in der Schicht eine Phasentrennung induziert wird.

In der Praxis können viele Additive in der Bildempfangsschicht und der schützenden Deckschicht verwendet werden. Diese Additive schließen grenzflächenaktive Mittel zur Verbesserung der Beschichtbarkeit und zur Einstellung der Oberflächenspannung der getrockneten Beschichtung, Säuren oder Basen zur Regelung des pH-Werts, antistatische Mittel, Suspensionsstabilisatoren, Antioxidantien, Härter für die Vernetzung der Beschichtung, Antioxidantien, UV-Stabilisatoren, Lichtschutzmittel, und so weiter ein. Zusätzlich kann zur Verbesserung der Wasserbeständigkeit ein Beizmittel in kleinen Mengen (2 Gew.-%-10 Gew.-% der Grundschicht) zugesetzt werden. Geeignete Beizmittel werden in US-A-5,474,843 mitgeteilt.

Die oben beschriebenen Schichten, einschließlich der Bildempfangsschicht und der Schutzschicht, können mit konventionellen Beschichtungsverfahren auf in der Fachwelt allgemein verwendetes transparentes oder opakes Trägermaterial aufgetragen werden. Die Beschichtungsverfahren können Rakelbeschichtung, Schlitzdüsenbeschichtung, Kaskadenbeschichtung, Tiefdruckbeschichtung, Vorhangbeschichtung usw. einschließen, beschränken sich aber nicht darauf. Einige dieser Verfahren gestatten die gleichzeitige Beschichtung beider Schichten, was unter dem Gesichtspunkt einer wirtschaftlichen Herstellungsweise vorzuziehen ist.

Die Bildempfangsschicht kann in jedem Umfang vorliegen, der für den beabsichtigten Zweck wirksam ist. Im allgemeinen erhält man gute Ergebnisse, wenn sie in Mengen von 5 bis 30 g/m2, vorzugsweise von 8 bis 15 g/m2, entsprechend einer Dicke im trockenen Zustand von 5 bis 30 &mgr;m, vorzugsweise 8 bis 15 &mgr;m, vorliegt.

Der in der vorliegenden Erfindung eingesetzte Träger für das Tintenstrahl-Aufzeichnungselement kann einer der üblicherweise für Tintenstrahl-Empfangselemente verwendeten sein wie zum Beispiel Papier, harzbeschichtetes Papier, Polyethylenterephthalat, Polyethylennaphthalat und mikroporöse Materialien wie zum Beispiel Polyethylen-Polymer enthaltendes, von PPG Industries, Inc., Pittsburgh, Pennsylvania unter dem Handelsnamen Teslin ® verkauftes Material, Tyvek ® synthetisches Papier (DuPont Corp.), und OPPalyte® Folien (Mobil Chemical Co.) und andere in US-A-5,244,861 aufgelistete Verbundfolien.

Der in der vorliegenden Erfindung eingesetzte Empfängerträger kann eine Dicke von 50 bis 500 &mgr;m, vorzugsweise von 75 bis 300 &mgr;m aufweisen. Wenn gewünscht, können Antioxidantien, antistatische Mittel, Weichmacher und andere bekannte Zusatzstoffe in den Träger inkorporiert werden. In einer bevorzugten Ausführungsform wird entweder Papier oder Polyethylenterephthalat verwendet.

Um die Adhäsion der Bildempfangsschicht an den Träger zu verbessern, kann die Oberfläche des Trägers vor der Auftragung der Bildempfangsschicht der Einwirkung von Koronaentladungen ausgesetzt werden.

Zusätzlich kann eine Haftschicht wie beispielsweise eine aus einem halogenierten Phenol oder einem teilweise hydrolysierten Vinylchlorid/Vinylacetat-Copolymer gebildete Schicht zur Verbesserung der Adhäsion der Bildempfangsschicht auf der Oberfläche des Trägers angebracht werden. Wenn eine Haftschicht verwendet wird, sollte sie eine Dicke (d.h. eine Dicke der Beschichtung im trockenen Zustand) von weniger als 2 &mgr;m aufweisen.

Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung weiter veranschaulichen:

Beispiel 1 Vergleichselement C-1

Verschiedene Farbfelder wurden mit unterschiedlichen Dichten auf eine Transparentfolie Cat. No. 110 5725 von Eastman Kodak als Empfänger auf einem Hewlett-Packard PhotoSmart Drucker mit Farbtinten und schwarze Farbstofftinte enthaltenden Hewlett-Packard Patronen C3844A und C3845A gedruckt. Vergleichselement C-1 wurde gedruckt und wies keine schützende Deckschicht auf.

Vergleichselement C-2

Dieses Element war dasselbe wie Vergleichselement C-1, mit der Ausnahme, dass es sich bei dem Empfänger um Konica QP Photo Quality Ink Jet Paper handelte.

Vergleichselement C-3

Dieses Element war dasselbe wie Vergleichselement C-1, mit der Ausnahme, dass es sich bei dem Empfänger um Eastman Kodak Premium Picture Paper, Cat. No. 118 1197 handelte.

Transferlaminierelement 1

Ein Transferlaminierelement wurde durch Beschichten eines 25 &mgr;m dicken Polyethylenterephthalat-Trägers mit einer wässrigen Lösung von OC-1 EvCo Research Inc. PWRH-25, Polyethylenterephthalat, (PET), umgeestert in Gegenwart von Stearinsäure und Trimellithsäure, unter Erhalt einer Dicke im trockenen Zustand von 7,5 &mgr;m hergestellt.

Transferlaminierelement 2

Dieses Element wurde auf die gleiche Weise wie Transferlaminierelement 1 hergestellt, mit der Ausnahme, dass OC-1 durch OC-2 EvCo Research Inc. PWRH-37, PET, umgeestert in Gegenwart von Stearinsäure und Trimellithsäure, das carboxyliertes Styrol/Butadien-Copolymer, (Gewichtsverhältnis 1:1) enthielt, ersetzt wurde.

Element 1 der Erfindung

Vergleichselement C-1 wurde mit Transferlaminierelement 1 durch Durchgang durch den Quetschspalt eines Walzenpaares laminiert. Die Laminiergeschwindigkeit betrug 0,43 cm/s, und die obere Walze wurde auf 160 °C erhitzt. Nach dem Transfer wurde durch Abziehen des Trägers des Laminierelements von dem Verbund der mit einer schützenden Deckschicht versehene Tintenstrahldruck erhalten.

Element 2 der Erfindung

Dieses Element wurde auf die gleiche Weise hergestellt wie Element 1 der Erfindung, mit der Ausnahme, dass Vergleichselement C-2 anstelle von Vergleichselement C-1 eingesetzt wurde.

Element 3 der Erfindung

Dieses Element wurde auf die gleiche Weise hergestellt wie Element 1 der Erfindung, mit der Ausnahme, dass Vergleichselement C-3 anstelle von Vergleichselement C-1 eingesetzt wurde.

Element 4 der Erfindung

Dieses Element wurde auf die gleiche Weise hergestellt wie Element 1 der Erfindung, mit der Ausnahme, dass Transferlaminierelement 2 anstelle von Transferlaminierelement 1 eingesetzt wurde.

Element 5 der Erfindung

Dieses Element wurde auf die gleiche Weise hergestellt wie Element 2 der Erfindung, mit der Ausnahme, dass Transferlaminierelement 2 anstelle von Transferlaminierelement 1 eingesetzt wurde.

Element 6 der Erfindung

Dieses Element wurde auf die gleiche Weise hergestellt wie Element 3 der Erfindung, mit der Ausnahme, dass Transferlaminierelement 2 anstelle von Transferlaminierelement 1 eingesetzt wurde.

Test auf Wasserbeständigkeit und Fleckenunempfindlichkeit

Tropfen von Wasser, Kaffee, Obstpunsch und Senf wurden anschließend auf bedruckten Bereichen der Elemente angebracht. Die Wassertropfen und Fleckenbildner ließ man eine Stunde lang eindringen, dann wurden sie mit einem nicht flusenden Tuch abgetupft. Mit einem feuchten Tuch wurden auf dem Ausdruck etwa verbleibende Flecken vorsichtig abgewischt. Die Probe wurde dann visuell hinsichtlich der Fleckigkeit, Beschädigungen der Oberfläche, Farbstoffverlusten, Dichteverlusten, Bildung von Rissen oder anderen visuellen Defekten bewertet. Die folgenden Benotungen wurden für die Bewertung verwendet:

  • 1 = Keine Änderung
  • 2 = Beschädigung der Oberfläche
  • 3 = Leichte Verfleckung oder Farbänderung
  • 4 = Signifikante Verfleckung oder Farbänderung

Die Werte für die Fleckenbildung wurden gemittelt. Die folgenden Ergebnisse wurden erhalten:

Tabelle 1

Die obigen Ergebnisse zeigen, dass die erfindungsgemäßen, mit einer schützenden Deckschicht versehenen Elemente bessere Wasserbeständigkeit und Fleckenunempfindlichkeit aufwiesen als die Vergleichselemente.

Beispiel 2 Laminiertest Vergleichselement 4

Dieses Element wurde auf die gleiche Weise wie das erfindungsgemäße Element 1 hergestellt, mit der Ausnahme, dass es sich bei dem Transferlaminierelement um Seal ThermaShield R (Hunt Graphics Americas Co.), eine kommerzielle Laminierfolie einer Dicke von 75 &mgr;m handelte.

Vergleichselement 4 und die erfindungsgemäßen Elemente 1–6 wurden dann hinsichtlich des Trennverhaltens bewertet. Noten für das Trennverhalten von 1 bis 5 sind nachstehend aufgelistet. Eine Note für das Trennverhalten von 1 entspricht einer endlosen Folie, die sich über die Kante des verschweissten Bereichs hinaus erstreckt und zur Abtrennung von dem Bild abgeschnitten werden muss, das heißt "Versagen". Eine Note von 5 entspricht einer sauberen Trennung an der Grenzfläche. Die folgenden Ergebnisse wurden erhalten:

Tabelle 2

Die vorstehenden Ergebnisse zeigen, dass teure Schneidschritte vermieden werden können, wenn das Transferlaminierelement der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Laminierung eines Tintenstrahl-Ausdrucks, mit folgenden Schritten:

    a) Bereitstellung eines einen Träger und ein darauf befindliches Tintenstrahlbild umfassenden Tintenstrahl-Ausdrucks;

    b) Inkontaktbringung der das Bild tragenden Oberfläche des Tintenstrahl-Ausdrucks mit einem Transfer-Laminierungselement unter Bildung eines Verbundsystems, wobei das Transfer-Laminierungselement einen flexiblen polymeren Träger umfasst, auf dem sich eine Schutzschicht eines in Wasser dispergierbaren hydrophoben Polyesterharzes der allgemeinen Formel In-P-Am befindet, in der

    I eine ionische Gruppe darstellt;

    n eine ganze Zahl von 1–3 ist;

    P eine Polyester-Hauptkette darstellt;

    A eine aliphatische Gruppe darstellt, die eine gerad- oder verzweigtkettige Fettsäure oder deren Triglycerid mit 6 bis 24 Kohlenstoff-Atomen verkörpert, und m eine ganze Zahl von 3–8 ist;

    c) das Verbundsystem mit Hitze und Druck beaufschlagt wird, um die obere Schicht des Tintenstrahlbildes zu übertragen;

    d) das Verbundsystem erkalten gelassen wird und

    e) der laminierte Tintenstrahl-Ausdruck in der Weise gewonnen wird, dass der flexible polymere Träger des Transfer-Laminierungselements von dem Verbundsystem abgelöst wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus Papier besteht.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus Polyethylenterephthalat besteht.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht in Wasser dispergierbares hydrophobes Polyesterharz und ein thermoplastisches oder wärmehärtbares Polymer enthält.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das in Wasser dispergierbare hydrophobe Polyesterharz und das thermoplastische oder wärmehärtbare Polymer in einem Verhältnis von 1:4 bis 4:1 vorliegen.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das thermoplastische oder wärmehärtbare Polymer ein Copolymer von Styrol und Butadien umfasst.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das in Wasser dispergierbare hydrophobe Polyesterharz in Wasser dispergierten umgeesterten Polyester umfasst.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht auch ein synthetisches oder natürliches Wachs und/oder ein Mikrogel enthält.
  9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht auch ein synthetisches oder natürliches Wachs und/oder ein Mikrogel enthält.
  10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible polymere Träger des Transfer-Laminierungselements Polyethylenterephthalat ist.
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