PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69800425T3 24.03.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000881167
Titel Behälter für Blumensträusse
Anmelder Bertola, Pierangelo, Robbio, Pavia, IT
Erfinder Bertola, Pierangelo, Robbio, Pavia, IT
Vertreter Meissner, Bolte & Partner, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69800425
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, GR, IT, LI, NL, PT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 22.05.1998
EP-Aktenzeichen 981092794
EP-Offenlegungsdatum 02.12.1998
EP date of grant 13.12.2000
EPO date of publication of amended patent 28.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.03.2005
IPC-Hauptklasse B65D 85/50
IPC-Nebenklasse B65D 77/04   A47G 7/07   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Behälter für Blumensträuße mit verbesserten funktionalen Merkmalen. Insbesondere betrifft die Erfindung einen Behälter für Buketts, der es ermöglicht, die Frische der verwendeten Blumen zu erhalten.

Es ist bekannt, dass so genannte Buketts im Allgemeinen dadurch hergestellt werden, dass Träger verwendet werden, die es ermöglichen, den Blumenstrauß einzuhüllen, und die zu jedem Zweck als Vase dienen, was es dem Floristen ermöglicht, eine Blumenzusammenstellung zu kreieren, die vom Käufer nicht auseinandergenommen werden muss, um sie in einer geeigneten Vase zu platzieren.

Dies ermöglicht es dem Floristen, sowohl verschiedene Blumenzusammensetzungen im Voraus herzurichten als auch schnell das Bukett zusammenzustellen, welches auch in dem Wasser eingetaucht werden kann, welches in den Träger gegossen wird.

Die vorstehend beschriebenen herkömmlichen Träger werden von einem dünnen, transparenten, flexiblen Bogen gebildet, der aus Kunststoff ist, der wie ein Halbkreis geformt ist und mit radialen Schlitzen ausgebildet ist, welche Aufnahmen für die Stiele der Blumen bilden, die der Florist zum Kreieren der Zusammensetzung einzusetzen wünscht.

Der Florist platziert somit die Stiele der Blumen gemäß der Zusammenstellung, die er zu erreichen wünscht, in die Schlitze und wickelt dann den Kunststoffbogen um die Stiele, wodurch eine Art Konus erhalten wird, von dessen Spitze aus die Blumenstiele vorstehen und somit so aneinander befestigt sind, dass sie sich nicht bewegen können.

Die entstehende konische Form weist einen offenen Boden auf und ruht deshalb auf einem transparenten Polypropylenbogen, der um den Konus des Trägers gewickelt ist und um dessen Spitze herum verschnürt ist, so dass er sowohl den Boden des Trägers als auch eine ästhetisch attraktive Abdeckung für den Konus bildet.

Der Polypropylenbogen ermöglicht es, Wasser in den Konus zu gießen, der dementsprechend zu jedem Zweck als Vase für die darin enthaltenden Blumen dient.

Obwohl die obige Lösung letztendlich eine angenehme ästhetische Erscheinung bildet, weist sie eine Reihe von Nachteilen auf, insbesonders einschließlich der Tatsache, dass die in die Schlitze des dünnen, flexiblen halbkreisförmigen Bogens eingeführten Blumenstiele den folgenden Bogen aus Polypropylen, der um den konischen Träger herumgewickelt ist, perforieren können.

Dies bringt offenkundig den ernsthaften Nachteil mit sich, dass das Wasser, das in die konische Struktur gegossen wird, von unterhalb des Konus durch die Löcher austritt, welche von den Stielen im Polypropylenbogen erzeugt wurden.

Darüber hinaus ist das Einschieben der Stiele in die Schlitze des Trägers und das nachfolgende Wickeln desselben um die Stiele eine Tätigkeit, die zusätzlich dazu, dass sie zeitintensiv ist, eine gewisse manuelle Fähigkeit erfordert.

Ein anderer Nachteil obiger Lösung ist die Tatsache, dass, obwohl der Durchmesser des Blumenarrangements, das der Florist erhalten kann, variiert, die Konfiguration des Trägers immer konisch ist und es somit nicht erlaubt, den ästhetischen Effekt der entstandenen "Vase" nach Belieben zu variieren.

US-A-4 300 312 offenbart einen Behälter für einen Blumenstrauß, wie er im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegeben ist.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, einen Behälter für Blumensträuße anzugeben, der mit Wasser gefüllt werden kann, wobei nicht das Risiko eines Lecks besteht.

Innerhalb des Rahmens dieses Ziels ist es eine Aufgabe der Erfindung, einen Behälter für Blumensträuße anzugeben, der es ermöglicht, die Endform des Behälters nach Belieben zu variieren.

Eine andere Aufgabe der Erfindung ist es, einen Behälter für Blumensträuße anzugeben, der dem Blumenstrauß eine wesentliche Stabilität verleihen kann.

Eine andere Aufgabe der Erfindung ist es, einen Behälter für Blumensträuße anzugeben, der leicht und zu geringen Kosten eingesetzt werden kann.

Eine andere Aufgabe der Erfindung ist es, einen Behälter für Blumensträuße anzugeben, der mit frischen, getrockneten oder künstlichen Blumen eingesetzt werden kann.

Dieses Ziel, diese Aufgaben und andere, die nachstehend offenbar werden, werden durch einen Behälter für Blumensträuße erreicht bzw. erfüllt, wie er in Anspruch 1 definiert ist.

Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 10 angegeben.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der detaillierten Beschreibung einer erfindungsgemäßen Ausführungsform hervor, die lediglich mittels eines nicht-beschreibenden Beispiels in den beigefügten Zeichnungen veranschaulicht ist, in denen:

1 eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Behälters ist;

2 eine seitliche Aufrissansicht des erfindungsgemäßen Behälters im Schnitt ist, die die aktive Konfiguration mit einem darin enthaltenen Blumenstrauß zeigt;

3 eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Behälter ist;

4 eine Aufrissensicht des erfindungsgemäßen Behälters in seiner Endkonfiguration von der Seite ist;

5 eine seitliche Aufrissansicht des erfindungsgemäßen Behälters gemäß einer ersten Ausführungsform im Teilschnitt ist;

6 eine Aufrissansicht des erfindungsgemäßen Behälters gemäß der in 5 gezeigten Ausführungsform im Schnitt ist;

7 eine seitliche Aufrissansicht des erfindungsgemäßen Behälters gemäß einer zweiten Ausführungsform im Schnitt ist; und

8 eine Aufrissansicht des erfindungsgemäßen Behälters gemäß der in 7 gezeigten Ausführungsform im Schnitt ist.

Mit Bezug auf die obigen Figuren weist der erfindungsgemäße Behälter, der in seiner Allgemeinheit durch das Bezugszeichen 1 gekennzeichnet ist, einen Basiselement 2 auf, das einen erhöhten umfänglichen Rand 3 aufweist, welcher eine Art von Behälterschale bildet, die dafür gedacht ist, Stiele 11 von Blumen, die das Bukett bilden, aufzunehmen.

Das Basiselement ist vorzugsweise kreisförmig.

Eine Vielzahl länglicher Elemente 4 erstrecken sich vom erhöhten Rand 3 aus und sind mit diesem einstückig. Die Elemente sind dünn, so dass sie biegbar sind und zur zentralen vertikalen Achse des Bäsiselements 2 hin gekrümmt werden können. Die länglichen Elemente sind im Wesentlichen senkrecht zum Basiselement, von dem aus sie sich erstrecken, oder können leicht gegen die Außenseite des Basiselements angewinkelt sein, um dem Behälter ein ausgeprägteres rundes Aussehen zu geben, wenn die länglichen Elemente zu zentralen Achse hin gekrümmt sind.

Die länglichen Elemente weisen eine vordere Oberfläche mit konischem Umriss auf, wobei die Spitze nach oben gerichtet ist, so dass der Abschnitt des länglichen Elements 4 optisch verkleinert ist, sobald sie zum Zentrum des Basiselements 2 hin gekrümmt sind.

Jedes längliche Element 4 endet an seinem freien Ende, das gegenüber dem erhöhten Rand 3 liegt, mit einer Haltezinke 5, die dafür ausgelegt ist, einen Raffiabast 6 zu halten, der dazu verwendet wird, die freien Enden der länglichen Elemente 4 zusammenzubinden.

Der Raffiabast 6 hat somit den Zweck, die länglichen Elemente 4 aneinander und um die Blumenstiele herum zu befestigen, wie dies nachstehend erläutert wird.

Die äußere Oberfläche der Spitze jedes länglichen Elements 4 ist rau, um jegliches Herabrutschen des Raffiabastes 6 über die Haltezinke 5 hinaus nach oben zu verhindern.

Die oberen Enden 7 der länglichen Elemente 4 weisen abgerundete Kanten auf, so dass verhindert wird, dass die Enden den Polypropylenbogen 8 perforieren, welcher dazu bestimmt ist, um den Behälter 1 gewickelt zu werden.

Es können Rippen 9 vorhanden sein, die an den unteren Abschnitt der länglichen Elemente 4 am Basiselement 2 angrenzen, so dass sie die Biegung der länglichen Elemente 4 abstufen. In Abhängigkeit von der Höhe der Rippen 9 nehmen die länglichen Elemente 4 eine mehr oder weniger gekrümmte Konfiguration ein, wie dies in den Figuren gezeigt ist, und insbesondere 6 zeigt eine mögliche Glockenform, die vom Behälter 1 beim Vorhandensein von Rippen 9 eingenommen wird, wohingegen 7 eine Ansicht der konischen Konfiguration ist, die ohne die Rippen 9 erhalten werden kann.

Eine andere Rippe 10, die umfangsseitig entlang der unteren Oberfläche des Basiselements 2 angeordnet ist, wirkt als stabiles Auflageelement für den Behälter 10, wenn er auf einer ebenen Auflagefläche platziert ist.

Vorzugsweise sind das Basiselement und die länglichen Elemente, die mit diesem einstückig sind, aus transparentem Kunststoff gegossen, um es zu ermöglichen, dass Licht zu den Blumenstielen tritt, und um es zu ermöglichen, dass die Stiele von außen sichtbar sind.

Mit Bezug auf die obigen Figuren wird der erfindungsgemäße Behälter wie folgt verwendet:

Zunächst platziert ein Florist die Stiele 11 der Blumen, wobei er sie so stellt, dass ihre unteren Enden gegen die obere Oberfläche des Basiselements 2 anliegen, wobei er sie so verwindet, wie dies erforderlich ist, und biegt dann die länglichen Elemente 4 in einem Zentralbereich gegeneinander, so dass dann ihre oberen Enden 7 mittels des Raffiabastes 6 vereinigt werden.

Auf diese Weise befestigt der Raffiabast 6 die freien Enden 7 der länglichen Elemente 4 aneinander, wobei die Stiele 11 zwischen ihnen gesichert sind, wobei jedoch ein Durchgang, wenn auch ein minimaler, frei gelassen wird, durch den das Wasser zum Erhalten der Blumen gegossen wird.

Sobald diese Tätigkeit ausgeführt worden ist, wird der Polypropylenbogen 8 um den Behälter 1 herumgewickelt, so dass er ihn auf ästhetisch ansprechende Weise dekoriert und gleichzeitig einen Behälter bildet, in den Wasser gegossen und in dem dieses gehalten werden kann.

In der Praxis wurde herausgefunden, dass der erfindungsgemäße Behälter das gewünschte Ziel vollständig erreicht, da er es ermöglicht, einen Austritt von Wasser zu vermeiden, das in den Behälter gegossen wird, um die Blumen des Buketts zu erhalten, wobei er gleichzeitig eine einfache Verwendung und einen angenehmen ästhetischen Effekt gewährleistet.

Die unteren Enden der Blumenstiele und/oder des Drahtes, der optional zum Halten der Blumen verwendet wird, können den Polypropylenbogen tatsächlich nicht perforieren, da sie direkt gegen das Basiselement anliegen, was ihren Kontakt mit dem Polypropylenbogen verhindert.

In der Praxis können die eingesetzten Materialien, solange sie für die spezifische Verwendung passend sind, sowie die Abmessungen gemäß den erfindungsgemäßen Erfordernissen und dem Stand der Technik beliebig sein.

Wo auf die in einem beliebigen Anspruch erwähnten technischen Merkmale Bezugszeichen folgen, worden jene Bezugszeichen zum alleinigen Zweck der Erhöhung der Verständlichkeit der Ansprüche eingefügt, und dem entsprechend heben derartige Bezugszeichen keinerlei beschränkten Effekt auf die Auslegung jedes Elements, das über ein Beispiel mittels derartiger Bezugszeichen identifiziert wird.


Anspruch[de]
  1. Behälter (1) für Blumensträuße, aufweisend ein Basiselement (2), von dessen Rand aus sich eine Vielzahl länglicher Elemente (4) erstreckt, wobei die Elemente sich gegen die zentrale vertikale Achse des Basiselements krümmen können und einstückig mit dem Basiselement ausgebildet sind, welches die den Strauß bildenden Blumenstiele aufnimmt, wobei das Basiselement (2) kreisförmig ist und die länglichen Elemente (4) entlang seinem Umfang im Wesentlichen rechtwinklig zu dem Basiselement angeordnet sind, wobei das Basiselement (2) eine Scheibe ist, welche einen erhöhten Rand (3) entlang ihrem gesamten Umfang aufweist, wobei die länglichen Elemente (4) einstückig mit dem Rand (3) ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der länglichen Elemente (4) mit einer Haltezinke (5) für den Durchgang eines Raffiabastes (6) ausgebildet sind, der dazu bestimmt ist, die länglichen Elemente in gekrümmter Stellung zusammenzubinden.
  2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende jedes der länglichen Elemente (4) stärker geneigt ist als der darunterliegende Abschnitt, welcher mit dem Basiselement (2) verbunden ist.
  3. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes freie Ende der Vielzahl länglicher Elemente (4), zusätzlich zu der den Raffiabast haltenden Zinke (5), eine rauhe äußere Oberfläche aufweist, um jegliches Abrutschen des Raffiabastes (6) zu verhindern.
  4. Behälter nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er an dem Basiselement (2) eine Vielzahl von Rippen (9) aufweist, welche einstückig mit den länglichen Elementen (4) sind und dafür ausgelegt sind, die länglichen Elemente (4) zu versteifen und ihre Biegung zu begrenzen und zu verändern.
  5. Behälter nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (2) und die länglichen Elemente (4), die mit diesem einstückig sind, aus einem transparenten Material hergestellt sind, um die Sicht auf die Stiele zu ermöglichen.
  6. Behälter nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das transparente Material Kunststoff ist.
  7. Behälter nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (2) auf seiner unteren Oberfläche eine umfangsseitige Rippe (10) aufweist, die dafür ausgelegt ist, eine Auflageoberfläche für das Basiselement (2) zu bilden.
  8. Behälter nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grad an Krümmung zur zentralen Achse des Basiselements (2) hin durch die Größe der Rippen (9) festgelegt wird.
  9. Behälter nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der länglichen Elemente (4) abgerundete Kanten aufweisen.
  10. Behälter nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die länglichen Elemente (4) eine konische Form aufweisen, wobei die Spitze an ihrem freien Ende angeordnet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com