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Dokumentenidentifikation DE202004014876U1 31.03.2005
Titel Belüftungsvorrichtung
Anmelder Hagmann, Ernst, 88512 Mengen, DE
Vertreter Patentanwälte Eisele, Dr. Otten, Dr. Roth & Dr. Dobler, 88212 Ravensburg
DE-Aktenzeichen 202004014876
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.03.2005
Registration date 24.02.2005
Application date from patent application 22.09.2004
IPC-Hauptklasse F24F 7/00
IPC-Nebenklasse F24F 13/14   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Belüftungsvorrichtung zur Belüftung eines Raumes, insbesondere eines Stalles, durch eine verschließbare Raumöffnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Stand der Technik

Zur Belüftung eines Raumes kann im einfachsten Fall ein Fenster bzw. eine Tür geöffnet werden, so dass Frischluft in den Raum strömen kann. Hierbei ist jedoch die vergleichsweise schlechte Steuerung bzw. Regelung der einströmenden Frischluftmenge nachteilig.

So ist man in bestimmten Anwendungsfällen bereits dazu übergegangen, die Be- bzw. Entlüftung eines Raumes beispielsweise dadurch zu regeln, dass mittels einer Entlüftungsanlage, insbesondere einem Ventilator, Raumluft aus dem Raum abgesaugt wird. Hierdurch entsteht gegenüber dem Atmosphärendruck bzw. dem Druck des Außenbereichs ein Unterdruck bzw. eine Druckdifferenz zwischen dem Druck im Raum zum Druck außerhalb des Raumes. Zum Druckausgleich strömt beispielsweise durch spezielle Belüftungsöffnungen Frischluft in den Raum hinein.

Räume mit entsprechenden Entlüftungsanlagen weisen häufig zur geregelten bzw. gesteuerten Belüftung Klappen auf, die durch den Unterdruck im Raum geöffnet werden. Strömt frische Luft in den Raum hinein wird die Druckdifferenz ausgeglichen, so dass die entsprechend ausgebildete Klappe die freigegebene Öffnung automatisch wieder verschließt. Hierzu sind entsprechende Frischluftklappen im Allgemeinen drehbar gelagert, wobei mittels eines Gegengewichtes ein selbsttätiges Schließen der Klappe bei ausgeglichenen Druckverhältnissen gewährleistet wird. Neben rein mechanischen Klappen sind bereits Klappen mit elektrischer Verstellung bekannt.

Nachteilig bei bisher bekannten Klappen ist jedoch, dass diese zum Teil nur mit großem steuerungstechnischen Aufwand des Gesamtsystems zu regeln sind und/oder sich auch durch Windeinflüsse selbstständig bzw. unkontrolliert öffnen, so dass eine exakte Regelung bzw. Steuerung der ein- und/oder ausströmenden Luftmengen nicht sicher gewährleistet wird.

Zudem wird gerade beim selbstständigen Öffnen der Klappen durch starken Wind bei der Be-und Entlüftung von Stallungen, insbesondere bei der Massentierhaltung, Frischluft mit sehr hoher Strömungsgeschwindigkeit in den Raum eingeblasen, was bei kalter Außenluft zu einem raschen Temperaturabfall im Inneren des Raumes führen kann und so leicht zu einer Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes der Tiere führen wird.

Aufgabe und Vorteile der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist demgegenüber, eine Belüftungsvorrichtung zur Belüftung eines Raumes, insbesondere eines Stalls, durch eine verschließbare Raumöffnung, wobei ein mittels Unterdruck verstellbares Verstellelement vorgesehen ist, vorzuschlagen, die ein unkontrolliertes Öffnen durch Winddruck wirkungsvoll verhindert.

Diese Aufgabe wird, ausgehend von einer Belüftungsvorrichtung der einleitend genannten Art, durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.

Dementsprechend zeichnet sich eine erfindungsgemäße Belüftungsvorrichtung dadurch aus, dass das Verstellelement zum Betätigen eines Verschlusselementes zum Verschließen und Öffnen der Raumöffnung ausgebildet ist.

Mit Hilfe des erfindungsgemäßen, separaten Verschlusselementes wird eine Entkopplung des Öffnens bzw. Schließens der Raumöffnung aufgrund von Windeinflüssen bzw. von außerhalb des Raumes vorhandenen Überdrucks unter Beibehaltung der durch Unterdruck kontrollierbaren Betätigung des Verstellelementes bzw. der Belüftungsvorrichtung erreicht. Gemäß des Erfindungsgedankens weist die Betätigungseinheit eine Komponente bzw. einen Bereich zum windunabhängigen Verstellen und eine weitere Komponente bzw. einen weiteren Bereich zum Verstellen durch den Unterdruck im Raum auf.

Bei der durch Unterdruck kontrollierten Belüftung des Raumes ist ganz besonders von Vorteil, dass dezentrale Belüftungsvorrichtungen gemäß der Erfindung vorgesehen werden können, die ohne direkte materielle Verbindung mit der möglichierweise zentralen Entlüftung des Raumes realisierbar sind. Das heißt, dass die Belüftung vorzugsweise ausschließlich durch den im Inneren des Raumes mittels der Entlüftungsvorrichtung erzeugten Unterdrucks (indirekt) betätigt wird. Gegebenenfalls ist eine temperatur- und/oder druckabhängige Kontrolle, insbesondere Regelung bzw.

Steuerung, der Entlüftungsanlage vorgesehen. Möglicherweise umfasst die Entlüftungsanlage einen Ventilator oder dergleichen zum Absaugen der Raumluft aus dem Raum.

Generell können entsprechende Belüftungsvorrichtungen gemäß der Erfindung bei einem Stall, insbesondere für Intensivtierhaltung, oder für Wohneinheiten als Zwangsbe- und Zwangsentlüftung der Wohnräume entsprechender Häuser oder dergleichen vorgesehen werden.

Denkbar ist beispielsweise eine elektromechanische, pneumatische und/oder hydraulische Betätigung des Verschlusselementes. Vorzugsweise ist die Betätigung des Verschlusselementes mittels dem Verstellelement im Allgemeinen ausschließlich mechanisch umgesetzt. Vorteilhafterweise ist das Verstellelement als Stellglied bzw. Aktuator des Verschlusselementes ausgebildet.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das Verstellelement mittels eines Zugelementes und/oder eines Druckelementes mit dem Verschlusselement verbunden. Hiermit wird in besonders eleganter Weise eine rein mechanische Betätigung des Verschlusselementes unter Zuhilfenahme eines auf Zug bzw. Druck belasteten Elementes realisiert. Hierbei kann in vorteilhafter Weise auf flexible Zugelemente wie Drahtseile, Schnüre, Bänder, Riemen oder dergleichen zurückgegriffen werden, so dass handelsübliche Komponenten einsetzbar sind. Dies ermöglicht eine besonders wirtschaftlich günstige Realisierung der Erfindung.

Möglicherweise ist das Verstellelement als flexibles Verstellelement ausgebildet, so dass sich dieses in Abhängigkeit von der Größe des Unterdrucks verformen bzw. verbiegen kann. Gegebenenfalls ist ein vorgegebener, einstellbarer Schwenkbereich des Verstellelementes vorgesehen. Der Schwenkbereich ist beispielsweise als Bandscharnier oder dergleichen ausgebildet, mit Hilfe dessen sich das Verstellelement in Abhängigkeit des Differenzdruckes bzw. der Größe des Unterdrucks verstellt und hierdurch die Betätigung des Verschlusselementes generiert.

Vorteilhafterweise ist das Verstellelement als drehbar gelagerte Klappe oder dergleichen ausgebildet. Eine entsprechend drehbar gelagerte Klappe ist besonders einfach mit Hilfe von Unterdruck bzw. durch den Differenzdruck verstellbar. Hierbei kann insbesondere unter Zuhilfenahme der Schwerkraft, des Gewichts des Verstellelementes und/oder eines günstigen Verstell- bzw. Drehwinkels des Verstellelementes eine vorteilhafte Abhängigkeit von der Größe des Unterdrucks bzw. vom Differenzdruck vorgesehen werden.

Unter Umständen kann das drehbar gelagerte Verstellelement als pendelnd aufgehängte Klappe oder dergleichen realisiert werden, wobei sich im Allgemeinen die Drehachse im oberen Bereich des Verstellelementes befindet. Vorzugsweise ist die Drehachse der Klappe bezogen auf die vertikale Richtung im unteren Bereich angeordnet. Mit Hilfe dieser Maßnahme wird ermöglicht, dass das Verstellelement sowohl in der Ruhestellung als auch in einer teilweisen bzw. vollständig verstellten Stellung wenigstens teilweise in Richtung der vertikalen Achse nach oben gerichtet ist. Hiermit ist die durch die Raumöffnung einströmende Frischluft wenigsten teilweise nach oben umlenkbar.

Mit der vorteilhaften Ausbildung des Verstellelementes als Lenkelement zum Lenken einströmender Frischluft, insbesondere zu einem Teil nach oben bzw. zum Deckenbereich des Raumes, wird erreicht, dass die häufig im Vergleich zur Raumluft etwas kühlere Frischluft im Deckenbereich bzw. an der Decke vorgewärmt werden kann, bevor diese in Richtung des Bodenbereichs des Raumes strömt. Dies gewährleistet insbesondere, dass keine sogenannte Zugluft, etc. im Raum entsteht, was sowohl bei Wohnräumen als auch bei Stallungen für Tiere von großem Vorteil ist.

Beispielsweise könnte das Verstellelement in Ruhestellung bzw. bei verschlossener Raumöffnung durch das Verschlusselement weitestgehend vertikal ausgerichtet werden. Vorzugsweise ist bei durch das Verschlusselement verschlossener Raumöffnung das Verstellelement bezogen auf die horizontale bzw. vertikale Richtung schrägwinklig angeordnet. Hiermit wird bereits bei relativ geringer Verstellung des Verstellelements und/oder des Verschlusselements sowohl eine vorteilhafte Lenkung des einströmenden Frischluftstromes als auch eine vorteilhafte Abhängigkeit des Verstellelementes vom Unterdruck des Raumes realisierbar.

Darüber hinaus kann insbesondere bei einem vertikal oder horizontal ausgerichteten Verschlusselement bzw. bei entsprechender Raumöffnung ein vorteilhafter Zwischenraum zwischen dem Verschlusselement und dem Verstellelement generiert werden, der gegenüber dem Raumdruck wenigstens während einer Ruhephase einen möglicherweise etwas unterschiedlichen Luftdruck aufweist. Gegebenenfalls wird der Zwischenraum mit Hilfe eines weitgehend geschlossenen Gehäuses ausgebildet, wobei insbesondere das Verstellelement und/oder das Verschlusselement jeweils als Gehäusewand bzw. als Teil der Gehäusewand ausgebildet ist. Hiermit wird die vorteilhafte Druckabhängigkeit des Verstellelementes in besonders eleganter Weise verwirklicht.

Generell ist auf den sich gegenüberliegenden Seiten des Verstellelementes eine Druckdifferenz insbesondere unter Zuhilfenahme der Entlüftungsanlage zu erzeugen, um die Druckabhängigkeit des Verstellelementes in vorteilhafter Weise zu gewährleisten.

Vorteilhafterweise ist wenigstens ein Rückstellelement zum Rückstellen des Stellelementes vorgesehen. Mit Hilfe des Rückstellelementes wird erreicht, dass bei weitgehend ausgeglichenen Druckverhältnissen auf den sich gegenüberliegenden Seiten des Verstellelementes eine nahezu automatische Rückstellung ergibt. Denkbar ist beispielsweise eine elektromechanische, pneumatische und/oder hydraulische Rückstellung. Im Allgemeinen wird eine ausschließlich mechanische Rückstellung vorgesehen, so dass auf eine aufwändige Ansteuerung der Belüftungsvorrichtungen weitestgehend verzichtet werden kann.

In einer besonderen Variante der Erfindung ist das Rückstellelement als Federelement ausgebildet. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist das Rückstellelement als Gegengewicht ausgebildet. Hierdurch wird erreicht, dass über den gesamten Verstellweg des Verstellelementes eine weitestgehend gleichbleibende Rückstellkraft erzeugt werden kann.

Grundsätzlich wird durch das Gegengewicht zumindest das Gewicht des Verstellelementes weitestgehend ausgleichen. Im Allgemeinen ist das Gegengewicht etwas schwerer als das Gewicht des Verstellelementes, so dass sich eine sichere Rückstellung des Verstellelementes ergibt. Der Differenzbetrag der sich teilweise ausgleichenden Gewichte bildet die Rückstellkraft des Verstellelementes. Bei der Variante der Erfindung, bei der das Verstellelement zugleich als Frischluftlenkelement ausgebildet ist, wird hiermit ein vorteilhafter Staudruck am Verstellelement generiert. Vor allem durch den Staudruck und einem durch das teilweise bzw. vollständig geöffnete Verstellelement ausgebildeten, relativ kleinen Strömungsquerschnitt wird ein vorteilhafter Düseneffekt erzeugt, so dass die einströmende Frischluft beschleunigt wird, was die Lenkung der einströmenden.

Frischluft insbesondere zum Deckenbereich des Raumes weiter verbessert.

In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung ist wenigstens ein quer zum Querschnitt der Raumöffnung ausgerichtetes Anschlagelement zum Anschlagen des Verschlusselementes wenigstens in der geschlossenen Position vorgesehen. Mit dieser Maßnahme wird gewährleistet, dass Winddruck bzw. zur Raumöffnung strömende Zuluft das Verschlusselement nicht verstellen bzw. öffnen kann. Hiermit wird eine vorteilhafte Unabhängigkeit des Öffnens bzw. Schließens der Raumöffnung mit Hilfe des Verschlusselementes und des Anschlagelementes erreicht. Das Anschlagelement ist vorzugsweise zur vorteilhaften Aufnahme von, bezogen zum Querschnitt der Raumöffnung, quer gerichteten Kräften ausgebildet. Gegebenenfalls ist das Verstellelement als Anschlagelement ausgebildet. Alternativ oder in Kombination hierzu kann auch ein separates Anschlagelement vorgesehen werden.

Vorteilhafterweise ist wenigstens eine Führungsvorrichtung zum Führen des Verschlusselementes vorgesehen. Eine entsprechende Führungsvorrichtung gewährleistet ein Verstellen bzw. Führen des Verschlusselementes längs einer vorgebbaren Bahn, insbesondere einer weitgehend geradlinigen Bahn. Möglicherweise ist die Führungsvorrichtung als Anschlagelement ausgebildet, so dass eine Mehrfachfunktion der Führung verwirklicht wird. Dies führt zu einer Reduktion der Anzahl an Komponenten der Belüftungsvorrichtung gemäß der Erfindung, was insbesondere die wirtschaftlichen Kosten für die Umsetzung der Erfindung reduziert.

Vorzugsweise umfasst die Führungsvorrichtung wenigstens eine Wälz- bzw. Rollenlagerung und/oder das Verschlusselement umfasst eine Wälz- bzw. Rollenlagerung. Hierdurch wird erreicht, dass quer. zur Führung gerichtete Kräfte, insbesondere aufgrund von Windeinwirkung bzw. von Zuluft, eine nachteilige Beeinträchtigung des Verstellens bzw. Öffnens oder Schließens des Verschlusselementes weitestgehend verhindert wird. Das heißt insbesondere, dass durch quer zur Führung gerichtete Kräfte mit Hilfe der Gleit-, Kugel-, Rollen- bzw. Wälzlagerung gemäß der Erfindung Reibkräfte in Richtung der Führung weitgehend minimiert. Dies ermöglicht eine besonders leicht gängige Verstellung bzw. Führung des Verschlusselementes, was in vorteilhafter Weise die Betriebssicherheit erhöht.

In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung ist das Verschlusselement als Schieber oder dergleichen ausgebildet. Ein im Wesentlichen quer, vorzugsweise nahezu senkrecht zur Raumöffnung verstellbarer Schieber stellt eine besonders einfache Realisierung eines zuluft- bzw. windunabhängigen Verschlusselementes dar.

In einer insbesondere zur vorgenannten Weiterbildung alternativen Variante der Erfindung weist das Verschlusselement wenigstens eine Drehachse auf. Vorzugsweise ist die Drehachse des Verschlusselementes im mittleren Bereich des Verschlusselementes angeordnet. Hiermit wird ebenfalls eine besonders einfache Realisierung des zuluft- bzw. windunabhängigen Verschlusselementes realisiert. Die mittige bzw. die in vertikaler Richtung etwas nach oben versetzte Drehachse gewährleistet die Ausbildung von zwei Verschlussflügeln, die um die Drehachse drehbar sind. Die beiden Verschlussflügel des Verschlusselementes werden im Allgemeinen durch die Zuluft bzw. durch zuströmenden Wind weitgehend gleichartig beaufschlagt, so dass sich das Verschlusselement hierdurch nicht öffnet.

Die etwas nach oben versetzte Anordnung der Drehachse und/oder das Anbringen eines vorteilhaften Gewichtes an einem Flügel gewährleistet ein sicheres Verschließen der Raumöffnung wieder in eine die Öffnung verschließende Ruheposition. Beispielsweise steht das drehbare Verschlusselement durch entsprechende Anordnung der Drehachse bzw. durch das Gewicht am Anschlagelement bzw. am Verstellelement an, was das sichere Verschließen der Raumöffnung weiter verbessert.

Vorteilhafterweise ist wenigstens eine Zufuhrvorrichtung zur Zuführung von Raumluft in die Belüftungsvorrichtung vorgesehen ist. Hiermit kann sowohl ein Frischluftbetrieb, ein Mischbetrieb und/oder ein Umluftbetrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung realisiert werden. Im Frischluftbetrieb strömt im Wesentlichen nur Frischluft durch die erfindungsgemäße Vorrichtung hindurch und in den zu belüftenden Raum hinein. Im Mischbetrieb strömt sowohl Frischluft als auch Raumluft durch die Vorrichtung hindurch bzw. am Verstellelement vorbei in den Raum hinein. Im Umluftbetrieb strömt im Wesentlichen nur Raumluft durch die Vorrichtung, so dass die Raumluft lediglich im Raum umgewälzt wird. Vorzugsweise ist eine Druckerzeugungseinheit zum Ansaugen von Raumluft vorgesehen, so dass Raumluft der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorteilhaft zuführbar bzw. die Umwälzung der Raumluft erzeugbar ist.

In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung umfasst die Zufuhrvorrichtung wenigstens eine Rückschlageinheit bzw. ein Rückschlagventil zum Vermeiden eine Ausströmung aus der Belüftungsvorrichtung. Beispielsweise gewährleistet die Rückschlageinheit bzw. das Rückschlagventil dass die Öffnung der Zufuhrvorrichtung lediglich in eine vorgegebene Richtung durchströmbar ist. Hierbei wird in vorteilhafter Weise ein Ausströmen verhindert und ein Einströmen ermöglicht. Die Rückschlageinheit bzw. das Rückschlagventil umfasst insbesondere eine Klappe zum Verschließen bzw. Öffnen der Öffnung der Zufuhrvorrichtung. Bevorzugt wird des Verschließen dieser Öffnung mittels Schwerkraft realisiert.

Vorzugsweise ist die Klappe in. Ruhestellung horizontal angeordnet und schlägt bzw. steht an einem Anschlag an.

Generell kann das Verschlusselement in seiner geschlossenen Ruhestellung in vertikaler oder in horizontaler Richtung ausgerichtet werden. Hierbei ist sowohl die Verwendung entsprechend angeordneter Schieber als auch drehbar gelagerter Verschlusselemente in der zuvor genannten Ruheposition denkbar. Der entsprechende Gleichgewichtszustand in der Ruheposition des Verschlusselementes kann sowohl durch das vorteilhafte Anschlagelement als auch durch entsprechende Rückstellelemente bzw. Gegengewichte erzeugt werden. Vorzugsweise wird die Verschlussposition des Verschlusselementes als auch die geöffnete Position des Verschlusselementes im Allgemeinen ausschließlich mechanisch umgesetzt.

Grundsätzlich kann die Belüftungsvorrichtung gemäß der Erfindung sowohl für Deckenöffnungen und/oder Wandöffnungen entsprechender Räume verwendet werden.

Ausführungsbeispiel.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend näher erläutert.

Im Einzelnen zeigen:

1 einen schematischen Aufbau, einer erfindungsgemäßen Belüftungsvorrichteung als Deckenbelüftung,

2 einen schematischen Aufbau einer weiteren, erfindungsgemäßen Belüftungsvorrichtung als Wandbelüftung,

3 einen schematischen Aufbau einer dritten, erfindungsgemäßen Belüftungsvorrichtung als Wandbelüftung,

4 einen schematischen Aufbau der dritten erfindungsgemäßen Belüftungsvorrichtung als Deckenbelüftung,

5 einen schematischen Aufbau einer vierten, erfindungsgemäßen Belüftungsvorrichtung als Wandbelüftung und

6 einen schematischen Aufbau der vierten erfindungsgemäßen Belüftungsvorrichtung als Deckenbelüftung.

In den Figuren sind insgesamt vier verschiedene Varianten der Belüftungsvorrichtung gemäß der Erfindung als Wand- und/oder Deckenbelüftung dargestellt. Diese umfassen jeweils eine Lüftungsklappe 1, die in einem Gehäuse 2 angeordnet und um eine Drehachse 3 drehbar gelagert ist.

Die Lüftungsklappe 1 kann von ihrer Ruheposition 1a in eine betätigte Stellung 1b verstellt werden. Hierbei dreht sich die Lüftungsklappe 1 um die Drehachse 3. Zugleich wird ein Gegengewicht 5 in vertikaler Richtung Y verstellt. Das Gegengewicht 5 ist hierfür über Umlenkrollen 6 durch ein Zugseil 4 mit der Lüftungsklappe 1 verbunden.

Vorteilhafterweise ist das Gehäuse 2 in Ruheposition der Lüftungsklappe 1a weitgehend geschlossen, so dass ein vom zu be- bzw. entlüftenden Raum 7 separater Zwischenraum 8 innerhalb des Gehäuses 2 vorhanden ist. Ohne nähere Darstellung wird aus dem Raum 7 beispielsweise mittels eines Ventilators oder dergleichen Raumluft abgesaugt, so dass sich im Raum 7 gegenüber dem Zwischenraum 8 bzw. der Atmosphäre ein Differenzdruck bzw. Unterdruck einstellt. Aufgrund des Differenzdrucks zwischen den beiden Räumen 7, 8 wird die Lüftungsklappe 1 aus der Position 1a in Richtung Position 1b verstellt, so dass sich das Gegengewicht 5 durch das Verbindungsseil 4 in Richtung Y hochbewegt.

Gemäß der in 1 dargestellten Variante der Erfindung wird beim zuvor beschriebenen Verstellen der Lüftungsklappe 1 aus der Position 1a heraus, neben dem Gegengewicht 5 zugleich ein Verschlusselement 9 bzw. Schieber 9 in X-Richtung verstellt. Zur Betätigung des Schiebers 9 ist dieser mit Hilfe des Zugseils 4 und/oder eines separaten, nicht näher dargestellten Zugseiles oder dergleichen mit der Lüftungsklappe 1 verbunden bzw. gekoppelt. Hierfür ist gemäß 1 eine Fixierung 10 des Schiebers 9 am Zugseil 4 vorgesehen. Durch das Verstellen der Lüftungsklappe 1a in die Position 1b wird der Schieber 9a in die geöffnete Position 9b verschoben, so dass eine Öffnung 11 Zuluft 12 in den Raum 7 einströmen lässt. In der geschlossenen Position 9a des Schiebers 9 ist das Gehäuse 2 weitgehend dicht gegenüber der Öffnung 11 verschlossen.

In 1 ist weiterhin eine Führungsrolle 13 dargestellt, die den Schieber 9 beim Betätigen durch die Lüftungsklappe 1 führt. Alternativ zur dargestellten Führungsvariante kann zumindest im Bereich der Rolle 13 auch eine Schienenführung oder dergleichen, insbesondere mittels eines Winkelelementes, zur Führung des Schiebers 9 vorgesehen werden.

Der Schieber 9 ist mittels der Rolle 6 derart gelagert, dass Wind 12 bzw. Zuluft 12 den Schieber 9 nicht selbsttätig öffnen kann. Die Rolle 6 ist somit auch als Anschlagelement gemäß der Erfindung ausgebildet.

Die Belüftungsvorrichtung gemäß 1 ist für eine Deckenöffnung 11 ausgebildet. Beispielhaft ist die Belüftungsvorrichtung im Eckbereich zwischen einer Wand 14 und einer Decke 15 angeordnet. Generell kann die Decke 15 auch als schräge Decke 15 ausgebildet werden, wobei in vorteilhafter Weise ein nicht näher dargestelltes Adapterelement oder Ähnliches vorzusehen ist. Das Adapterelement ist derart auszubilden, dass der Schieber 9 weitgehend parallel zur Richtung X angeordnet bzw. die Lüftungsklappe 1 in geschlossener Position 1a in einem Winkelbereich zur X-Richtung zwischen 60 und 30 Grad, vorzugsweise ca. 40 Grad, ausgerichtet ist. Beispielsweise kann die Lüftungsklappe 1 einen Schwenkbereich von bis zu etwa 90 Grad, vorzugsweise ca. 45 Grad, aufweisen.

Der in 1 dargestellte Schieber 9 ist mit dem Zugseil 4 der Lüftungsklappe 1 verbunden und öffnet und schließt die Zuluft-Ansaugöffnung 11 weitgehend linear mit der Bewegung der Lüftungsklappe 1. In dieser Variante kann gegebenenfalls auf eine Rückseite des Gehäuses 2 verzichtet werden, da die Wand 14 das Gehäuse 2 weitgehend dicht abschließt. Wird das Gehäuse 2 von einer Wand 4 beabstandet angeordnet, so ist im Allgemeinen eine Rückseite des Gehäuses 2 vorzusehen.

In der Variante der Erfindung gemäß 2 ist als Verschlusselement ein Flügelelement 17 vorgesehen. Weiterhin ist im Unterschied zur Variante gemäß 1 bei der Variante gemäß 2 die Öffnung 11 als Wandöffnung 11 ausgebildet. Bei dieser Variante kann gegebenenfalls auf ein Deckelelement des Gehäuses 2 verzichtet werden, insofern die Decke 15 die entsprechende Abdicht-Funktion für das Gehäuse übernimmt. Ist die Belüftungsvorrichtung gemäß der Erfindung jedoch von einer Decke 15 beabstandet angeordnet, so ist das Gehäuse 2 vorteilhafterweise mit einem Deckelelement zum weitgehend dichten Verschließen des Gehäuses vorzusehen.

Der Flügel 17 ist um eine Drehachse 18 drehbar gelagert und wird beispielsweise mittels einem Zugseil 19 mit der Lüftungsklappe 1 derart verbunden, dass ein Verstellen der Lüftungsklappe 1 ein Betätigen des Flügels 17 bewirkt.

In der Variante gemäß 2 weist der Flügel 4 zwei weitgehend gleich große Flügelhälften auf, so dass anströmende Zuluft 12 ein selbsttätiges Verstellen des Flügels 17 verhindert. Zur Stabilisierung der Gleichgewichtslage bzw. der Ruheposition 17a weist der Flügel 17 ein Gewicht 20 auf, so dass der Flügel 17 weitgehend stabil in Richtung Y angeordnet ist. Alternativ oder in Kombination hierzu kann der Flügel 17 exzentrisch gelagert werden, so dass die stabile Ruheposition 17a gewährleistet wird. In der Ruheposition 17a ist die Lüftungsklappe 1a und/oder das Zugseil 19 als Anschlagelement für den Flügel 17 gemäß der Erfindung ausgebildet.

Beispielsweise ist der obere Flügelschenkel im Bereich vom Klappenzugseil 4 geschlitzt, so dass dieser bei einer entsprechenden Verstellung der Lüftungsklappe 1 durch den Flügel 17 hindurchtreten kann. Beispielsweise verläuft das Zugseil 4 bei geschlossenem Flügel 17 ca. 2 cm tief im Flügel 17. Am Klappenzugseil 4 befindet sich ein Mitnehmer, der den Flügel 17 im Anfangsbereich öffnet.

Durch das Verstellen der Lüftungsklappe 1 in die Position 1b wird über das Zugseil 19 der Flügel 17 in die horizontale Richtung X verstellt. In dieser Position ist die Öffnung 11 des Raumes 7 weitgehend geöffnet, so dass Zuluft 12 in den Raum 7 einströmen kann.

Die in den 3 bzw. 4 dargestellte dritte Ausführungsform ist im Wesentlichen vergleichbar wie die Variante gemäß 2 aufgebaut. Die Variante der Erfindung gemäß 3 bzw. 4 umfasst ebenfalls ein drehbar gelagerter Flügel 17 und eine in Ruheposition 17a schräg zur Horizontalen Achse x angeordnete Lüftungsklappe 1. Die Funktion der beiden Ausführungsformen ist vergleichbar.

Im Unterschied zur Variante gemäß 2 kann die Variante der 3 bzw. 4 unverändert sowohl als Wand- (3) als auch als Deckenbelüftung (4) eingesetzt werden. Diese universell einsetzbare Lüftungseinheit ist hierfür u.a. etwas länger bzw. weist in Strömungsrichtung vor dem Flügel 17 einen im Vergleich zur Variante der 2 verlängerten Vorraum 23 auf. Der Vorraum 23 ist derart ausgebildet, dass Umgebungsluft 12 sowohl bei Wand- oder Deckenmontage vorteilhaft zum Flügel 17 bzw. durch die Belüftungseinheit gemäß der Erfindung einströmen bzw. hindurchströmen kann.

Darüber hinaus ist zwischen der Lüftungsklappe 1 und dem Flügel 17 gemäß den Varianten der 3 bzw. 4 eine Raumluftzuführung bzw. ein Ventilator 21 mit einer Abdeckklappe 22 angeordnet. Mit Hilfe des Ventilators 21 kann Raumluft in den Zwischenraum 8 eingeblasen werden, so dass ein Frischluft-, ein Mischluft- oder ein Umluftbetrieb realisiert werden kann. Beim Frischluftbetrieb der Belüftungseinheit gemäß der Erfindung ist der Ventilator 21 ausgeschaltet und eine Abdeckklappe 22 verschließt dessen Öffnung bzw. Durchlass. Hierbei strömt im Wesentlichen lediglich Frischluft 12 bzw. Zuluft 12 in den Raum 7 in bereits oben beschriebener Weise ein.

Bei Mischluftbetrieb wird sowohl Raumluft bzw. Stallluft als auch Zuluft 12 bzw. Frischluft 12 durch die Belüftungseinheit gefördert, so dass vermischte Luft zur Lüftungsklappe 1 strömt und von dieser in den Raum 7 gelenkt wird. Im Umluftbetrieb ist der Flügel 17 im Wesentlichen in vertikaler Y-Richtung angeordnet, so dass keine Zuluft 12 einströmen kann und ausschließlich Raumluft durch die Belüftungseinheit an der Lüftungsklappe 1 vorbei in den Raum 7 strömt. Für den letztgenannten Fall ist die Verstellung des Flügels 17 mit der Verstellung des Lüftungsklappe 1 in vorteilhafter Weise und ohne nähere Darstellung zu entkoppeln.

Weiterhin ist gemäß 3 und 4 die Abdeckklappe 22 derart ausgebildet, dass diese durch den Betrieb des Ventilators 21 in vorteilhafter Weise in geöffneter Stellung 22b angeordnet wird und in Ruhestellung 22a den Ventilator 21 bzw. dessen Öffnung verschließt. Beispielsweise weist der Ventilator 21 ein Gehäuse bzw. eine Ummantelung auf, das/die die verschließbare Öffnung ausbildet. Hierdurch wird ein Ausströmen bzw. ein Rückströmen von Luft aus dem Zwischenraum 8 direkt durch den (ausgeschalteten) Ventilator 22 hindurch in den Raum 7 wirkungsvoll verhindert, so dass die Luft im Wesentlichen an der Lüftungsklappe 1 vorbei in den Raum 7 strömt. Die Abdeckklappe 22 weist somit eine Funktion zum Verhindern eines sogenannten Rückschlagens auf. Dies ist insbesondere bei Unterdruck im Raum 7 bzw. im Stall 7 von besonderem Vorteil.

Der Flügel 17 ist als Umlenkelement für die in den Zwischenraum 8 einströmende Raumluft bzw. für Ventilatorluft ausgebildet. Vorzugsweise in einer etwas ausgelenkten Stellung bzw. in einer Zwischenstellung ist der Flügel 17 schräg zu vertikalen Achse Y angeordnet, so dass einströmende Raumluft in vorteilhafter Weise zur Lüftungsklappe 1 gelenkt bzw. umgelenkt wird.

Die in den 5 bzw. 6 dargestellte vierte, besonders einfach ausgebildete und kostengünstige Ausführungsform ist im Wesentlichen vergleichbar wie die Variante gemäß 2 bzw. 3 oder 4 aufgebaut. Die Variante der Erfindung gemäß 5 bzw. 6 umfasst ebenfalls ein drehbar gelagerter Flügel 17 und eine in Ruheposition 17a schräg zur Horizontalen Achse X angeordnete Lüftungsklappe 1. Die Funktion der drei Ausführungsformen ist vergleichbar.

Im Unterschied zur Variante gemäß 2 bzw. 3, 4 kann die Variante der 5 bzw. 6 unverändert sowohl als Wand- (5) als auch als Deckenbelüftung (6) eingesetzt werden. Diese universell einsetzbare Lüftungseinheit ist hierfür wie die gemäß 3, 4 u.a. etwas länger bzw. weist in Strömungsrichtung vor dem Flügel 17 einen im Vergleich zur Variante der 2 verlängerten Vorraum 23 auf. Der Vorraum 23 ist derart ausgebildet, dass Umgebungsluft 12 sowohl bei Wand- oder Deckenmontage vorteilhaft zum Flügel 17 bzw. durch die Belüftungseinheit gemäß der Erfindung einströmen bzw. hindurchströmen kann.

Weiterhin könnte mit Hilfe eines in den 5, 6 nicht dargestellten, jedoch in vergleichbarer Weise vorzusehenden Ventilators 21 ein Frischluft-, ein Mischluft- oder ein Umluftbetrieb realisiert werden.

Als wesentlicher Unterschied der Ausführungsform gemäß den 5, 6 gegenüber den anderen Ausführungsformen der 1 bis 4 weist dies kein an einem Zugseil 4 oder dergleichen angehängtes und umgelenktes Gewicht 5, sondern ein Gewicht 25 auf, das mittels eines Hebelarmes 24 um die Drehachse 18 drehbar gelagert ist. Hierdurch wird eine besonders einfach ausgebildete Variante der Erfindung realisierbar. Das Gewicht 25 kann längs des Hebelarmes 24 verstellt bzw. fixiert werden, so dass eine automatische Rückstellung des Systems in die jeweilige Ruheposition bei ausgeglichenen Druckverhältnissen zwischen dem Raum 7 und der Umgebung außerhalb des Raums 7 erreicht werden kann. Vorzugsweise ist der/sind die Hebelarme 25 bzw. Gewichte 25 außerhalb des Gehäuses 2 bzw. rechts und/oder links (bezogen auf die Strömungsrichtung der Zuluft 12) vom Gehäuse 2 angeordnet.

In bevorzugter Weise ist eine bezüglich Wand- oder Deckenbelüftung variabel einsetzbare Belüftungseinheit vorgesehen, die zum Beispiel ein Gehäuse mit einer ersten Ausnehmung für die Zufuhr von Zuluft 12 bei Wand- /Fenstermontage und eine zweite Ausnehmung für die Zuführung von Zuluft 12 bei Deckenmontage aufweist. In Abhängigkeit des Anwendungsfalls ist in vorteilhafter Weise jeweils eine der Rusnehmungen durch die Decke 15 bzw. Wand 14 und/oder mit Hilfe eines austauschbaren Einlegeteils oder dergleichen verschließbar. Gegebenenfalls können hierbei auch separate Dichtungselemente verwendet werden.

Mittels einer entsprechenden universell einsetzbaren Belüftungseinheit gemäß der Erfindung erhöht sich beispielsweise die zu fertigende Stückzahl, so dass eine besonders wirtschaftliche Herstellung der Erfindung realisierbar ist.

Generell ist das Gegengewicht 5, 25 derart ausgebildet, dass dieses das Gewicht der Lüftungsklappe 1, des Flügels 17, einschließlich des optional vorzusehenden Gewichts 20, bzw. die Reibung des Schiebers 9 zumindest bzw. etwas mehr als ausgleicht. Hierdurch wird eine automatische Rückstellung des Systems in die jeweilige Ruheposition bei ausgeglichenen Druckverhältnissen zwischen dem Raum 7 und der Umgebung außerhalb des Raums 7 erreicht.

Die in den Figuren dargestellte Belüftungsvorrichtung ist weiterhin derart ausgebildet, dass in teilweise geöffneter Position die Lüftungsklappe 1 die einströmende Luft 12 in Richtung Decke 15 lenkt. Dies bewirkt, dass gegebenenfalls etwas kühle Luft 12 an der relativ warmen Decke 15 bzw. im warmen oberen Bereich des Raumes 7 vorgewärmt wird. Hierdurch wird erreicht, dass beispielsweise Tiere in Ställen, insbesondere bei Intensivtierhaltung, nicht unmittelbar von relativ kalter Zuluft 12 angeströmt werden. Dementsprechend wird ein vorteilhaftes Belüften mittels der Vorrichtung gemäß der Erfindung erreicht.

Darüber hinaus wird bei teilweise geöffneter bzw. verschwenkter Lüftungsklappe 1 ein Staudruck vor der Lüftungsklappe 1 erzeugt, der im Wesentlichen durch die Rückstellkraft des Gegengewichts 5 erzeugt wird. Einströmende Luft 12 strömt längs der Lüftungsklappe 1 in einem vergleichsweise klein dimensionierten Zwischenbereich zwischen der Decke 15 und der Lüftungsklappe 1 hindurch, so dass die Luft beschleunigt und gerade auch in Kaltperioden, insbesondere im Winter, möglichst lange längs der Decke 15 strömen kann. Beim Stand der Technik wird dagegen häufig die kalte Luft bei geöffneter Öffnung 11 vergleichsweise langsam in den Raum 7 eingeströmt, so dass diese relativ schnell zum Boden sinkt und hierbei zu einer Beeinträchtigung beispielsweise entsprechender Tiere führt.

Grundsätzlich kann die Belüftungsvorrichtung gemäß der Erfindung als Decken-, Wand- und/oder Fensterbelüftung eingesetzt werden. Hierbei ist im Allgemeinen ein ausschließlich mechanisches Verstellen vorgesehen, wobei weitestgehend selbsttätig die Öffnung 11 geschlossen bzw. geöffnet wird, ohne dass Windeinflüsse ein unkontrolliertes Öffnen der Öffnung 11 verursachen können. Bei Fenstermontage wird vorzugsweise ein entsprechendes Adapterelement zum Montieren der Belüftungsvorrichtung gemäß der Erfindung vorgesehen, so dass diese in nahezu waagrechter Stellung gemäß den 1 und 2 anordenbar ist.

Das Gehäuse 2 ist im Allgemeinen isoliert. Möglicherweise ist die Belüftungsvorrichtung gemäß der Erfindung, außer normaler Reinigung, im Allgemeinen wartungsfrei. Generell schließt der Schieber 9 bzw. der Flügel 17 bei abnehmendem Unterdruck im Raum 7 wieder die Öffnung 11.

Beispielsweise bei großer Luftdurchsatzrate im Sommer und entsprechender Anordnung der Belüftungsvorrichtung gemäß der Erfindung im Raum 7 kann die Luft 12 im Raum 7 in eine vorteilhafte Drehbewegung gebracht werden, so dass vor allem in Ställen die vorhandene Wärme von den Tieren besser abtransportiert wird.

Grundsätzlich wird durch den Windschutz der Belüftungsvorrichtung gemäß der Erfindung nicht mehr Luft 12 in den Raum 7 einströmen als durch die nicht näher dargestellte Ventilation abtransportiert wird. Dies wirkt sich besonders bei kalter Außenluft positiv auf das Raumklima aus.

1Lüftungsklappe 2Gehäuse 3Drehachse 4Zugseil 5Gegengewicht 6Rollen 7Raum 8Zwischenraum 9Schieber 10Fixierung 11Öffnung 12Zuluft 13Führung 14Wand 15Decke 16Schwenkbereich 17Flügel 18Drehachse 19Zugseil 20Gewicht 21Ventilator 22Klappe 23Vorraum 24Hebelarm 25Gewicht YRichtung XRichtung

Anspruch[de]
  1. Belüftungsvorrichtung zur Belüftung eines Raumes (7), insbesondere eines Stalles (7), durch eine verschließbare Raumöffnung (11), wobei ein mittels Unterdruck verstellbares Verstellelement (1) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement (1) zum Betätigen eines vom Verstellelement (1) verschiedenen Verschlusselementes (9, 17) zum Verschließen und Öffnen der Raumöffnung (11) ausgebildet ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement (1) mittels eines Zugelementes (4, 19) und/oder eines Druckelementes mit dem Verschlusselement (9, 17) verbunden ist.
  3. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement (1) als drehbar gelagerte Klappe (1) ausgebildet ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (3) der Klappe (1) im unteren Bereich angeordnet ist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei durch das Verschlusselement (9, 17) verschlossener Raumöffnung (11) das Verstellelement (1) bezogen auf die horizontale Richtung (X) schrägwinklig angeordnet ist.
  6. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Rückstellelement (5) zum Rückstellen des Verstellelementes (1) vorgesehen ist.
  7. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellelement (5) als Gegengewicht (5) ausgebildet ist.
  8. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein quer zum Querschnitt der Raumöffnung (11) ausgerichtetes Anschlagelement (1, 6, 19) zum Anschlagen des Verschlusselementes (9, 17) wenigstens in der geschlossenen Position vorgesehen ist.
  9. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Führungsvorrichtung (6, 13) zum Führen des Verschlusselementes (9) vorgesehen ist.
  10. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (9, 17) und/oder die Führungsvorrichtung (6, 13) wenigstens eine Wälzlagerung (6, 13) umfasst.
  11. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (9, 17) als Schieber (9) ausgebildet ist.
  12. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (17) wenigstens eine Drehachse (18) aufweist.
  13. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (18) des Verschlusselementes (17) im mittleren Bereich des Verschlusselementes (17) angeordnet ist.
  14. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Zufuhrvorrichtung (21, 22) zur Zuführung von Raumluft in die Belüftungsvorrichtung vorgesehen ist.
  15. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhrvorrichtung (21, 22) wenigstens eine Druckerzeugungseinheit (21) zum Ansaugen der Raumluft aufweist.
  16. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhrvorrichtung (21, 22) wenigstens ein Rückschlagventil (22) zum Vermeiden einer Ausströmung aus der Belüftungsvorrichtung umfasst.
  17. Gebäude mit wenigstens einem be- und entlüftbaren Raum (7), insbesondere einem Stall (7), wobei eine Entlüftungsanlage zum Entlüften des Raumes (7) durch eine erste Raumöffnung und eine Belüftungsvorrichtung zur Belüftung des Raumes (7) durch eine verschließbare, zweite Raumöffnung (11) und ein mittels Unterdruck verstellbares Verstellelement (1) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Belüftungsvorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche ausgebildet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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