PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60102621T2 31.03.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001163851
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schokoladestücken
Anmelder Van Dyck, Jan, Herentals, BE;
Van Dyck, Kris, Lichtaart, Kasterlee, BE
Erfinder Van Dyck, Jan, 2200 Herentals, BE;
Van Dyck, Kris, 2460 Lichtaart (Kasterlee), BE
Vertreter Andrejewski, Honke & Sozien, 45127 Essen
DE-Aktenzeichen 60102621
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.06.2001
EP-Aktenzeichen 012021853
EP-Offenlegungsdatum 19.12.2001
EP date of grant 07.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.03.2005
IPC-Hauptklasse A23G 1/20
IPC-Nebenklasse A23G 3/02   A23G 3/12   A21C 11/00   A21C 9/08   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von dünnen Schokoladestücken, insbesondere Schokoladescheiben, wobei die Schokolade geschmolzen wird und in der Form flacher, dünner Schokoladestücke auf einer Fördervorrichtung bereit gestellt wird und auf dieser zum Erstarren gebracht wird.

„Schokolade" ist hier im weitesten Sinne zu verstehen. Sowohl Bitterschokolade als auch Milchschokolade oder sogar weiße Schokolade und so genannte Phantasieschokolade sind inbegriffen.

Gemäß einem bekannten Verfahren wird Schokolade geschmolzen, auf einem Endlosförderband in der Form dünner Scheiben bereit gestellt und schließlich abgekühlt, bis die Scheiben erstarrt sind.

Es ist klar, dass auf Grund der Tatsache, dass die Scheiben auf einem Förderband bereit gestellt werden, sie nach dem Erstarren eine flache Seite haben und allgemein flach aussehen.

Heute jedoch werden viele Snacks und dergleichen in auffallenden Formen hergestellt, und von einem kommerziellen Standpunkt aus ist es interessant, dies auch auf Schokolade anzuwenden.

Es ist jedoch nicht möglich, für Schokolade dieselben Verfahren anzuwenden wie für Snacks, die gebacken werden.

Eine Möglichkeit, den dünnen Schokoladestücken eine besondere Form zu verleihen, bestünde darin, die Stücke, kurz bevor sie völlig erstarrt sind, manuell eines nach dem anderen zu formen.

Es ist klar, dass ein solches Verfahren sehr arbeitsintensiv ist und für industrielle Produktion ungeeignet ist.

Ein weiteres Verfahren besteht darin, Formen zu verwenden und die dünnen Schokoladestücke auf analoge Weise wie die Schokoladenüberzüge von Pralinen zu formen, aber auch dies ist zeitraubend.

Es ist jedoch nicht zweckmäßig, die Scheiben über einen mit Rillen versehenen Zylinder zu führen, da es im Fall von Schokolade nicht möglich ist, den genauen Übergang von deformierbar bis ausreichend erstarrt exakt zu bestimmen und die Scheiben außerdem am Zylinder haften würden.

Die Erfindung zielt auf ein Verfahren zum Herstellen eines dünnen Schokoladestücks ab, das die genannten Nachteile nicht aufweist und das es ermöglicht, die Stücke auf schnelle und einfache Weise in einer nicht flachen Form herzustellen.

Dieses Ziel wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, dass die flachen, dünnen Schokoladestücke nacheinander auf mindestens ein endloses, flexibles Förderband der Fördervorrichtung gegeben werden, wobei das genannte Förderband anschließend kreuzweise gebogen wird, so dass es, bevor die Stücke erstarrt sind, eine Rinne bildet, und das Förderband in dieser gebogenen Position gehalten wird, bis die Stücke, die in der Rinne liegen und die zusammen mit dem Förderband gebogen werden, erstarrt genug sind, um ihre gebogene Form beizubehalten.

Die so erhaltenen Schokoladestücke sind gebogen. Sie können eine beliebige Form haben, aber sind normalerweise rund.

Die Erfindung betrifft ebenfalls eine Vorrichtung, die zum Anwenden des Verfahrens gemäß der Erfindung besonders geeignet ist.

Die Erfindung betrifft also eine Vorrichtung zum Herstellen dünner Schokoladestücke, dadurch gekennzeichnet, dass sie besteht aus einer Fördervorrichtung mit mindestens einem endlosen, flexiblen Förderband und Mitteln zum Antreiben dieses Förderbandes, einem Verteilmechanismus, um dünne Schokoladestücke von geschmolzener Schokolade zu formen und diese nacheinander auf dem oben erwähnten Förderband abzulegen, und Biegemitteln, um das Förderband kreuzweise zu Biegen.

Diese Biegemittel können eine Rinne enthalten, die mit ihrer Öffnung zum Förderband hin gerichtet ist und die vorzugsweise über dem Förderband errichtet ist.

Um die Merkmale der Erfindung besser zu veranschaulichen, wird die folgende bevorzugte Ausführungsform eines Verfahrens und einer Vorrichtung zum Herstellen dünner Schokoladestücke gemäß der Erfindung als Beispiel und ohne irgendeinen einschränkenden Charakter beschrieben, wobei auf die Begleitzeichnungen verwiesen wird, in denen:

1 eine Perspektivansicht einer Vorrichtung zum Herstellen dünner Schokoladestücke gemäß der Erfindung darstellt;

2 einen Schnitt entlang der Linie II–II in 1 in einem gößeren Maßstab darstellt;

3 einen Schnitt entlang der Linie III–III in 1 darstellt;

4 in einem größeren Maßstab das Teil darstellt, das in 3 mit F4 gekennzeichnet ist.

Die Vorrichtung, wie in 1 dargestellt, besteht hauptsächlich aus einem Rahmen 1, einer Endlosfördervorrichtung 2, auf der eine Anzahl einzelner Förderbänder 3 bereit gestellt ist, einem Verteilmechanismus 4 an einem Ende, um die Schokolade in der Form dünner Stücke, insbesondere Scheiben 5, auf den Förderbändern 3 bereit zu stellen, einem Kühltunnel 6, der über einem Teil der Fördervorrichtung 2 bereit gestellt ist, und Biegemitteln 7 über den Förderbändern 3, um diese zu biegen.

Der Rahmen 1 besteht aus einem länglichen Tisch 8, und die Förderbänder 3 werden so, nämlich über Zylinder 9, geführt, dass ein Band der Endlosförderbänder 3 sich über dem Tisch 8 befindet und das Rückführband sich darunter befindet.

In dem gegebenen Beispiel besteht der Verteilmechanismus 4 aus einer Trommel 10, die an ihren Enden geschlossen ist und die mit ihrer Achse über die Förderbänder 3 gerichtet ist, und die mit runden Öffnungen 11 in ihrem Mantel versehen ist. In einer axial angeordneten Reihe befinden sich so viele Öffnungen wie Förderbänder 3 vorhanden sind.

In der Trommel 10, an die eine Zufuhrleitung 12 für Heißluft angeschlossen ist, ist ein Schabemesser 13 am Boden angebracht, das sich über die gesamte Länge der Trommel 10 erstreckt.

Wie detailliert in 2 dargestellt ist, befindet sich einer der Zylinder 9 neben der oberen Hälfte der Trommel 10, so dass die Förderbänder 3 gegen den unteren Teil der Trommel 10 geführt werden und weiter zwischen der unteren Seite der Trommel 10 und dem Tisch 8 über die obere Seite des Tisches 8 bewegt werden.

Die Trommel 10 wird durch einen Antrieb 14 mit einem Antriebsmotor 15 angetrieben.

Da die Förderbänder 3 sich über einen gewissen Abstand an die Trommel 10 anschließen, können sie mittels der Trommel 10 angetrieben werden.

Gemäß einer Variante können jedoch die Förderbänder 3 ihren eigenen Antrieb haben, der beispielsweise aus einem Zylinder 9A am Ende der Fördervorrichtung 2 besteht, die von der Trommel 10 weg gerichtet ist, über welche die Förderbänder 3 geführt werden und die durch einen Motor 16 angetrieben werden, wie in 1 dargestellt.

Die Umfangsgeschwindigkeit der Trommel 10 und die lineare Geschwindigkeit der Förderbänder 3 müssen praktisch gleich sein.

Diese Förderbänder 3 sind flexible Bänder, hergestellt aus Textil, das auf der Seite, auf der die Schokolade bereit gestellt ist, mit einem Synthetikmaterial für essbare Produkte beschichtet ist, beispielsweise Polyäthylen.

Der Kühltunnel 6 ist in vier Kühlzonen 17, 18, 19 und 20 unterteilt, von denen jede ihren eigenen Einlass 21 und Auslass 22 für Kühlluft hat.

Über jedem Förderband 3 haben die Biegemittel 7 eine ortsfeste Rinne 23 in der Form eines umgekehrten U aus Metall, insbesondere Edelstahl, deren Seitenwände so nach unten zum Tisch 8 hin gerichtet sind.

Die Rinne 23 erstreckt sich in Längsrichtung des Abschnitts des Endlosförderbandes 3, der sich über dem Tisch 8 befindet, durch den Tunnel 6, wie in 1 dargestellt.

Das vordere Ende der Rinne 23, das sich auf der Seite der Trommel 10 befindet, weitet sich trichterförmig zur Vorderseite hin, so dass es über das Förderband 3 rückt, während es noch flach ist und sich über den Tisch 8 bewegt.

Mit seinen Seitenwänden ist die Rinne 23 mit dem Tisch 8 verbunden, wie in 2 und 3 dargestellt, obschon diese Seitenwände, um das Kühlen der Scheiben 5 zu fördern, bis hinter die trichterförmige Vorderseite in einem Abstand vom Tisch 8 bleiben können.

Die Trommel 10 wird in der Richtung angetrieben, die durch den Pfeil P in 2 gekennzeichnet ist.

Auf der Rückseite des Schabemessers 13 ist in Bezug auf die Drehrichtung Schokolade, die geschmolzen ist, wie in 2 dargestellt.

Jedes Mal, wenn eine Reihe von Öffnungen 11 die geschmolzene Schokolademasse erreicht, werden die Öffnungen 11 dieser Reihe mit Schokolade gefüllt. An der Außenseite sind diese Öffnungen 11 durch die Förderbänder 3 abgedichtet, bis sie am Schabemesser 13 vorbei sind, und die Förderbänder 13 von der Trommel 10 frei kommen, während sie in einer geraden Linie über den Tisch 8 bewegt werden.

Die Schokolade, die noch weich ist und sich in den Öffnungen 11 befindet, haftet dadurch an den Förderbändern 3, so dass sie von der Trommel 10 frei kommt.

Die Schokolade einer axialen Reihe von Öffnungen 11 ist in der Form von Scheiben 5 auf den Förderbändern 3 bereit gestellt, je eine auf jedem Förderband 3.

Auf diese Weise sind nacheinander auf jedem Förderband 3 Scheiben 5 bereit gestellt, die genau wie das Förderband 3 hinter der Trommel 10 flach sind.

Wenn ein Förderband 3 eine Rinne 23 erreicht, wird es allmählich in eine kreuzweise Biegung gezwungen, so dass es eine Rinne bildet, wobei die Seitenkanten des Förderbandes 3 in den Ecken zwischen dem Boden und den abwärts gerichteten Seitenwänden der Rinne 23 gefangen sind.

Während das Förderband 3 zu einer Rinne gebogen wird, werden auch die Scheiben 5, die sich darauf befindet und die noch nicht erstarrt sind, mit gebogen.

3 und 4 stellen die Förderbänder 3 in ihren maximal gebogenen Positionen dar.

Diese Förderbänder 3 werden durch die Rinnen 23 in diesen Positionen gehalten, bis die Scheiben 5, die mit gebogen wurden, ausreichend gekühlt sind und also erstarrt genug sind, um ihre Form zu behalten.

In den Zonen 17, 18, 19 und 20 werden die Scheiben 5 nacheinander mit Kühlluft von 12°C, 8°C, 8°C und erneut 12°C gekühlt.

Wenn die Scheiben 5 den Kühltunnel 6 verlassen, sind sie erstarrt genug, und die Förderbänder 3 werden nicht länger durch die Biegemittel 7 gebogen.

Am Ende der Fördervorrichtung 2 werden die gebogenen Scheiben 5, die sich nun lose auf den Förderbändern 3 befinden, gesammelt.

Es ist klar, dass die Scheiben 5, bevor oder nachdem sie gebogen sind, eine Dekoration ersetzen können. Während also die Scheiben 5 noch weich sind, ist es möglich, Puffreis, Kokosraspeln und/oder dergleichen auf sie zu geben.

Die dünnen Schokoladestücke müssen nicht unbedingt runde Scheiben 5 sein. Je nach Form der Öffnungen 11 in der Trommel 10 können sie auch oval oder ringförmig sein, in der Mitte eine Netz- oder Roststruktur aufweisen usw.

Die dünnen Schokoladestücke können auch in anderer Weise als beschrieben mittels einer Trommel 10 geformt sein. Wichtig ist, dass die Stücke mit Hilfe von Biegemitteln 7 gebogen werden.

Diese Biegemittel 7 müssen nicht unbedingt eine Rinne 23 aufweisen. Andere Biegemittel sind möglich, wie z.B. zwei Wände, die auf dem Tisch 8 stehen, von denen beispielsweise die Enden Kanten haben, die zueinander gerichtet sind.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Herstellen von dünnen Schokoladestücken, in besondere Scheiben (5) von Schokolade, wobei die Schokolade geschmolzen wird und in der Form flacher, dünner Stücke auf einer Fördervorrichtung (2) bereit gestellt ist und darauf zum Erstarren gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die flachen, dünnen Schokoladestücke nacheinander auf mindestens ein endloses, flexibles Förderband(3) der Fördervorrichtung (2) gegeben werden, wobei das Förderband (3) anschließend quer gebogen wird, so dass es eine Rinne bildet, bevor die Stücke erstarrt sind, und das Förderband (3) in dieser gebogenen Position gehalten wird, bis die Stücke, die in der Rinne liegen und die zusammen mit dem Förderband (3) gebogen werden, erstarrt genug sind, um ihre gebogene Form zu behalten.
  2. Vorrichtung zum Herstellen dünner Schokoladestücke, dadurch gekennzeichnet, dass sie besteht aus einer Fördervorrichtung mit mindestens einem endlosen, flexiblen Förderband (3) und Mitteln zum Antreiben dieses Förderbandes (3), einem Verteilmechanismus (4), um dünne Schokoladestücke von. geschmolzener Schokolade zu formen und diese nacheinander auf dem oben erwähnten Förderband (3) abzulegen, und Biegemitteln, um das Förderband quer zu Biegen.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegemittel (7) eine Rinne (23) umfassen.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinne (23) über dem Förderband (23) errichtet ist.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung (2} mehrere Förderbänder (3) nebeneinander enthält, die einzeln durch die Biegemittel (7) gebogen werden können.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Kühltunnel (6) enthält.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilmechanismus (4) eine Trommel (10) enthält, die mit Öffnungen (11) in ihrem Mantel versehen ist und in der ein Schabemesser (13) am Boden angebracht ist, wobei sich das Förderband (3) teilweise über der Trommel (10) und unter der Trommel (10) erstreckt.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com