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Dokumentenidentifikation DE202004018268U1 07.04.2005
Titel Plattenelement für Möbel oder Türen
Anmelder Ross Design GmbH, 77694 Kehl, DE
Vertreter Kohler Schmid Möbus, 72764 Reutlingen
DE-Aktenzeichen 202004018268
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 07.04.2005
Registration date 03.03.2005
Application date from patent application 25.11.2004
IPC-Hauptklasse A47B 96/20
IPC-Nebenklasse E06B 3/70   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Plattenelement für Möbel oder Türen mit einer Grundplatte und einer mit Abstand von der Grundplatte angeordneten Deckplatte, wobei die Grundplatte und die Deckplatte jeweils zwei gegenüberliegende, geradlinig verlaufende Seitenkanten aufweisen und jede dieser beiden geradlinigen Seitenkanten der Grundplatte parallel zu der jeweils benachbarten Seitenkante der Deckplatte verläuft, wobei die Grundplatte von der Deckplatte längs dieser jeweils benachbarten geradlinigen Seitenkanten durch jeweils eine Leiste getrennt ist, wobei im Bereich zwischen den beiden gegenüberliegenden Leisten mindestens eine Distanzrippe zwischen der Grundplatte und der Deckplatte vorgesehen ist, und wobei die Grundplatte und die Deckplatte jeweils mit gegenüberliegenden Seiten der Leisten und der Distanzrippen verklebt sind.

Derartige sandwichartig aufgebaute Plattenelemente sind in der Möbelindustrie allgemein bekannt, beispielsweise durch eine Internet-Veröffentlichung der Firma Beese in Unna, Deutschland unter www.holz-beese.de (Stand 18.11.2004).

Die bekannten Plattenelemente sind in der Regel aus Gründen der Gewichtsersparnis hohl aufgebaut, wobei die beiden gegenüberliegenden Leisten sowie die Distanzrippen einen Hohlraum zwischen Grundplatte und Deckplatte aufspannen. Üblicherweise finden dabei quaderförmige, längliche Leisten Verwendung, welche bündig mit den Seitenkanten von Grund- und Deckplatte abschließen. Je nach Ausgestaltung der Distanzrippen können Grund- und Deckplatte planparallel zueinander verlaufen oder auch gekrümmt sein. Für die Herstellung der bekannten Plattenelemente werden die Berührungsflächen der Leisten sowie der Distanzrippen mit Grund- und Deckplatte jeweils mit Leimschichten versehen und der Verbund aus Grund- und Deckplatte sowie den Leisten und Distanzrippen in der gewünschten geometrischen Lage zueinander verpresst, bis der verwendete Kleber getrocknet ist und abgebunden hat.

Anschließend müssen diese Plattenelemente für ihren Einsatz als Türen oder Möbelteile, insbesondere als Korpusteile, mit relativ großem Arbeitsaufwand nachbearbeitet werden. Vor allem ist es erforderlich, nachträglich Kantenkaschierungen aufzubringen bzw. Kanten im Randbereich zwischen Grundplatte und Deckplatte längs der beiden gegenüberliegenden geradlinigen Seitenkanten aufzuziehen, Lackierungen vorzunehmen oder die Plattenelemente in diesem Bereich zu umspritzen.

Ein weiterer Nachteil der bekannten Plattenelemente liegt in dem relativ hohen Fertigungsaufwand, falls die Grundplatte und/oder die Deckplatte im montierten Zustand gebogen bzw. ausgebaucht sein sollen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber, ein Plattenelement der eingangs genannten Art mit möglichst einfachen Mitteln dahin gehend zu modifizieren, dass keine nachträgliche Kantenbearbeitung mehr erforderlich wird, wobei der Zusammenbau des Plattenelements insbesondere bei im Endzustand gekrümmten Platten erleichtert werden soll.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe auf ebenso überraschend einfache wie wirkungsvolle Art und Weise dadurch gelöst, dass die Leisten als Profilleisten ausgeführt sind und jeweils einen grundplattenseitigen und einen deckplattenseitigen Falz aufweisen, in welchen die Seitenkanten der Grundplatte und die Seitenkanten der Deckplatte im montierten Zustand des Plattenelements eingepasst sind.

Zur Montage wird die Deckplatte in eine geeignete Aufnahmevorrichtung eingelegt, die mit Klebstoff versehenen Profilleisten jeweils längs der beiden geradlinigen Seitenkanten eingefügt, die Distanzrippe(n), welche ebenfalls mit Kleber versehen ist (sind), in den zu bildenden Hohlraum zwischen den beiden Profilleisten eingelegt, die Grundplatte von oben her in die Falze der beiden Profilleisten eingepasst, eine Deckmatrize von oben auf die Grundplatte gelegt und anschließend der gesamte Verband zwischen der Aufnahmevorrichtung und der Deckmatrize so lange verpresst, bis der Klebstoff abgebunden hat. Danach werden die Deckmatrize und die Aufnahmevorrichtung entfernt, und das fertige Plattenelement kann bereits seiner Endbestimmung zugeführt werden, ohne dass weitere Verarbeitungen notwendig werden, insbesondere keine Nachbearbeitung der Seitenkanten. Die letzteren können durch entsprechende Formauswahl der Profilleisten beliebig gestaltet werden. Die spätere Form der Seitenkante kann daher beim erfindungsgemäßen Plattenelement bereits vor dem Verpressvorgang festgelegt werden.

Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Plattenelements, bei welcher in die Profilleisten Beschläge, Schlossteile oder Scharniere eingelassen sind, vorzugsweise schon vor der Montage des Plattenelements. Auf diese Weise können mit einem technisch äußerst geringen Aufwand und daher wirtschaftlich besonders preiswert vormontierte Teile für Möbel oder Türen hergestellt werden. Schlösser und Beschläge sind bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Plattenteils bereits vorhanden und müssen nicht erst nachträglich eingebaut werden.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Falz in den Profilleisten so gestaltet, dass die Profilleisten im montierten Zustand des Plattenelements fluchtende Oberflächen mit der jeweils benachbarten, vom Plattenelement nach außen weisenden Oberfläche der im Falz eingepassten Grundplatte bzw. Deckplatte aufweisen. Um eine besonders sichere Einpassung der Plattenränder in die entsprechenden Falze der Profilleisten sicherzustellen, können die Falze aber auch so gestaltet sein, dass die Plattenoberflächen nach dem Einpassen leicht gegenüber dem Falzrand zurücktreten.

Die Gestaltungsmöglichkeiten der Kantenbereiche im montierten Zustand sind beim erfindungsgemäßen Plattenelement nahezu unerschöpflich. Besonders bevorzugt sind Ausführungsformen, bei denen mindestens eine der Profilleisten an ihrer der Grundplatte bzw. der Deckplatte abgewandten Außenkante ein kurvenförmiges, vorzugsweise rundes Profil aufweist. Damit können insbesondere bei der Verwendung des erfindungsgemäßen Plattenelements als Tür oder Korpusteil scharfe Kanten bzw. Ecken, an denen sich Benutzer schmerzhaft stoßen können, vermieden werden. Auch ergibt sich durch die runde Gestaltung der Profilleisten eine gefälligere ästhetische Wirkung des fertigen Plattenelements.

In der Regel werden die Grundplatte und die Deckplatte trapezförmig, insbesondere rechteckig oder quadratisch sein. Die erfindungsgemäße Lehre kann allerdings auch bei anderen geometrischen Gestaltungen der Plattenform in den Randbereichen der Platten vorteilhaft genutzt werden. Die quer zu den Profilleisten verlaufenden Seitenkanten der Platten können beliebige Konturen und Ausgestaltungen erhalten, beispielsweise oval, rund, wellig, gezackt und dergleichen.

Üblicherweise werden Plattenelemente der erfindungsgemäßen Art, insbesondere die Grund- und die Deckplatte, aus Holz aufgebaut sein. Möglich ist aber auch die Verwendung von flexiblen Kunststoffplatten oder flexiblen Metallplatten als Grundplatte und/oder Deckplatte zum Aufbau eine erfindungsgemäßen Plattenelements. Damit ergibt sich eine weitere Dimension für die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des Plattenelements.

Mit ganz besonderem Vorteil lässt sich die erfindungsgemäße Lehre nutzen, wenn die Grundplatte und/oder die Deckplatte im montierten Zustand des Plattenelements gewölbt ist. Durch die erfindungsgemäß vorgesehenen Falze in den Profilleisten an den Rändern der beiden Platten wird die Herstellung des Plattenelements besonders vereinfacht.

Eine passgenaue Anlage zwischen den Platten und den Anlageflächen der Falze in den Profilleisten kann bei einer Weiterbildung dieser Ausführungsform sichergestellt werden, bei der der Falz der Profilleisten dem lokalen Krümmungsverlauf der jeweils angrenzenden gewölbten Grundplatte bzw. Deckplatte angepasst ist.

Bei einer Variante der oben beschriebenen Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Grundplatte eben und die Deckplatte gegenüber der Grundplatte konvex vom Plattenelement weg gewölbt ist.

Diese Variante lässt sich in besonders einfacher Weise dahin gehend weiterbilden, dass mindestens eine parallel zu den beiden Profilleisten angeordnete Distanzrippe vorgesehen ist, die vorzugsweise von beiden Profilleisten ungefähr gleich weit beabstandet ist. Durch die Höhe der in der Mitte zwischen den Profilleisten verlaufenden Distanzrippe wird dann der Krümmungsradius der gewölbten Deckplatte vorgegeben.

Alternativ oder ergänzend können beim erfindungsgemäßen Plattenelement auch mindestens zwei quer, insbesondere senkrecht zu den beiden Profilleisten verlaufende Distanzrippen vorgesehen sein, von denen vorzugsweise jeweils eine im oberen und eine im unteren Randbereich von Grundplatte und Deckplatte angeordnet sind. Die Querrippen können dabei entweder die Längsrippen durch geeignete Nutengestaltung „durchdringen" oder anstelle der Längsrippen durch entsprechend gewölbte Oberseiten den Krümmungsradius der Deckplatte definieren.

Bei einer weiteren Variante des erfindungsgemäßen Plattenelements kann sowohl die Grundplatte als auch die Deckplatte gewölbt sein. Diese Variante wird insbesondere bei der Gestaltung von Möbeln eine Rolle spielen. Falls das Plattenelement als Tür eingesetzt werden soll, wird bei dieser Variante sowohl die Grundplatte als auch die Deckplatte in der gleichen Richtung gewölbt sein. Denkbar sind aber auch Formgestaltungen, bei denen Grundplatte und Deckplatte voneinander weg jeweils konvex nach außen hin gewölbt sind oder sogar exotischere Varianten, bei denen beiden Platten gegeneinander konkav nach innen hin gewölbt sind, was durch eine entsprechende Dicke der beiden Profilleisten an den Außenkanten und entsprechende Gestaltung der Distanzrippen dazwischen erreicht werden kann.

Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Plattenelements verlaufen die Grundplatte und die Deckplatte im montierten Zustand planparallel. Auch hier wird vorteilhaft von der einfachen Montage durch die erfindungsgemäß vorgesehenen Falze auf den Profilleisten Gebrauch gemacht.

Bei der oben beschriebenen planparallelen Ausführungsform sowie bei Ausführungsformen, bei welchen die Grundplatte und die Deckplatte jeweils beide gekrümmt sind, kann es vorteilhaft sein, wenn Grundplatte und Deckplatte die gleichen Abmaße aufweisen, sodass bei der Fertigung des erfindungsgemäßen Plattenelements nur ein einziger Plattentyp gemeinsam für Grundplatte und Deckplatte vorgehalten werden muss.

Eine besonders einfache und kompakte Weiterbildung der Ausführungsformen mit von der Grundplatte weg gekrümmter Deckplatte sieht vor, dass die Profilleisten in die parallelen Seitenkanten der Grundplatte integriert sind und jeweils nur einen Falz zur Deckplatte hin aufweisen. Bei der Montage dieser Variante müssen lediglich eine oder mehrere Distanzrippen in eine geeignete Aufnahmevorrichtung gewölbt auf die eingelegte Deckplatte aufgebracht werden und dann eine entsprechend vorgefertigte Grundplatte von oben mit ihren Falzen an den Rändern der Drehplatte eingepasst werden.

Besonders bevorzugt ist die Verwendung der oben beschriebenen erfindungsgemäßen Plattenelemente zum Einbau als Tür, Klappe oder Frontwand in einem Möbelkorpus, insbesondere in einem Wohnwagen.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt, sowie aus den Ansprüchen. Die einzelnen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei Varianten der Erfindung verwirklicht sein.

In der schematischen Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, welche in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert werden.

Es zeigen:

1 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Plattenelements mit ebener Grundplatte, gekrümmter Deckplatte und mittig zwischen den beiden Profilleisten verlaufender, längs angeordneter Distanzrippe, wobei das Plattenelement im oberen Teilbild in seinen Einzelteilen, im mittleren Teilbild montiert, aber transparent und im unteren Teilbild fertig montiert dargestellt ist;

2 ein Plattenelement wie 1, aber mit größer gestalteten Außenbereichen der Profilleiste;

3 wie 1, aber mit senkrecht zu den Profilleisten verlaufenden Distanzrippen;

4 wie 3, aber mit Gestaltung der Profilleisten wie 2;

5 eine Ausführungsform mit quer angeordneten Distanzrippen ähnlich wie in 3, aber mit in gleicher Richtung gewölbter Grundplatte und Deckplatte;

6 wie 5, aber mit anders gestalteten Profilleisten;

7 eine Ausführungsform mit planparalleler Grund- und Deckplatte;

8 eine Ausführungsform mit in die Seitenkanten der Grundplatte integrierten Profilleisten mit Falzen und einer einzigen, mittig zwischen den beiden Seitenkanten der Grundplatte verlaufenden Distanzrippe;

9 wie 8, aber mit quer zu den Seitenkanten der Grundplatte verlaufenden Distanzrippen;

10 eine schematische Darstellung des Herstellungsverfahrens einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Plattenelements wie in 1 gezeigt, wobei das linke Teilbild die Einzelteile des Plattenelements vor der Montage sowie eine Aufnahmevorrichtung und eine Deckmatrize darstellt, während das rechte Teilbild den Gesamtverband während des Verpressungsvorgangs zeigt;

11 wie 10, aber für eine Ausführungsform, wie in 6 gezeigt; und

12 wie 10, aber für eine Ausführungsform, wie in 8 dargestellt.

Im oberen Teil von 1 sind die Einzelteile eines erfindungsgemäßen Plattenelements mit ebener Grundplatte 11 und konvex nach außen gekrümmter Deckplatte 12 vor der Montage des Plattenelements dargestellt. Die Grundplatte 11 weist zwei gegenüberliegende, geradlinig verlaufende Seitenkanten 13, 13' auf, die jeweils parallel zu benachbarten Seitenkanten 14, 14' der Deckplatte 12 verlaufen. Längs dieser jeweils benachbarten geradlinigen Seitenkanten 13, 14 bzw. 13', 14' ist die Grundplatte 11 von der Deckplatte 12 jeweils durch eine Profilleiste 15 bzw. 15' getrennt. Die Profilleisten 15, 15' weisen jeweils einen grundplattenseitigen Falz 16a, 16a' und einen deckplattenseitigen Falz 16b, 16b' auf, in welchen die Seitenkanten 13, 13' der Grundplatte 11 und die Seitenkanten 14, 14' der Deckplatte 12 im montierten Zustand des Plattenelements, wie er im mittleren und unteren Teil der 1 gezeigt ist, eingepasst sind. Im Bereich zwischen den beiden gegenüberliegenden Leisten befindet sich im gezeigten Ausführungsbeispiel eine längs, parallel zu den Profilleisten 15, 15' ungefähr gleich weit von diesen beabstandet verlaufende Distanzrippe 17, deren Höhe die Wölbung der Deckplatte 12 gegenüber der Grundplatte 11 vorgibt.

In den 1 bis 9 sind unterschiedliche Ausführungsbeispiele für erfindungsgemäß aufgebaute Plattenelemente gezeigt, wobei jeweils im oberen Teil der Figur die Einzelteile des Plattenelements, im mittleren Teil das Plattenelement in transparenter Form und im unteren Teil eine normale Ansicht des fertig montierten Plattenelements dargestellt sind. Der Übersichtlichkeit halber wurden Bezugsziffern jeweils nur im oberen Teil der Figuren eingetragen. Sie beziehen sich aber natürlich auch auf die im mittleren und unteren Teil der Figuren dargestellten Merkmale erfindungsgemäßer Plattenelemente. Außerdem wurden in den auf die 1 folgenden Figuren jeweils nur diejenigen Merkmale durch Bezugsziffern hervorgehoben, die sich gegenüber vorherigen Ausführungsformen in irgendeiner Weise unterscheiden.

So zeigt 2 ein Plattenelement, das im Wesentlichen aus denselben Teilen wie die Ausführungsform nach 1 aufgebaut ist, wobei aber die in der 2 links gezeigte Profilleiste 25 eine andere Gestaltung aufweist als die Profilleiste 15 der Ausführungsform nach 1. Während der grundplattenseitige Falz 26a der Profilleiste 25 durchaus vergleichbar mit dem Falz 16a nach 1 ist, erstreckt sich bei der Ausführungsform nach 1 der deckplattenseitige Falz 16b bis zur Außenkante 18 der Profilleiste 15. Im Gegensatz dazu endet bei der Profilleiste 25 nach 2 der deckplattenseitige Falz 26b bereits in einer erheblich größeren Distanz vor der Außenkante 28, sodass sich zwischen der Seitenkante 24 der Deckplatte 22 und der Außenkante 28 der Profilleiste 25 eine erheblich größere Fläche der Profilleiste 25 ergibt, in welche beispielsweise Beschläge, Schlossteile oder Scharniere vor der Montage des Plattenelements eingelassen werden können. Natürlich sind auch andere Gestaltungsmöglichkeiten für diese sich ergebende Fläche der Profilleiste 25 denkbar.

Die in 3 gezeigte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Plattenelements weist im Wesentlichen dieselben Merkmale auf wie die Ausführungsform nach 1, wobei jedoch statt einer parallel zu den Profilleisten 15, 15' verlaufende Distanzrippe 17 mehrere quer verlaufende Distanzrippen 37a, 37b, 37c, 37d vorgesehen sind, wobei die Distanzrippen 37a und 37d in den Randbereichen von Grund- und Deckplatte angeordnet sind.

Das Plattenelement nach 4 zeigt einen ziemlich ähnlichen Aufbau wie die Ausführungsform nach 3, wobei jedoch die Profilleiste 25 mit ihrer Kante 28 eine Gestaltung wie die Ausführungsform nach 2 aufweist.

In 5 sind die Distanzrippen 57 ähnlich quer zu den Profilleisten 55, 55' angeordnet wie die Distanzrippen 37a bis 37d in 3, jedoch weisen sie eine etwas größere Breite auf. Hauptunterschied der Ausführungsform nach 5 gegenüber derjenigen nach 3 ist jedoch, dass hier sowohl die Grundplatte 51 als auch die Deckplatte 52 gewölbt sind, und zwar in der gleichen Richtung, nämlich so, dass die Grundplatte 51 bezüglich der Deckplatte 52 konvex und umgekehrt die Deckplatte 52 gegenüber der Grundplatte 51 konkav gekrümmt ist. Da die Profilleisten aller in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele jeweils dem lokalen Krümmungsverlauf der angrenzenden gewölbten Grundplatte bzw. Deckplatte angepasst sind, unterscheiden sich die Profilleisten 55, 55' der Ausführungsform nach 5 beispielsweise von den Profilleisten 15, 15' der Ausführungsform nach 1, wobei auch die Gestaltung der Außenkanten 58, 58' unterschiedlich ist.

Die Ausführungsform nach 6 unterscheidet sich von derjenigen nach 5 lediglich durch eine unterschiedliche Gestaltung der Profilleisten 65, 65' im Bereich ihrer Außenkanten 68, 68'.

7 stellt eine Ausführungsform der Erfindung dar, bei der das Plattenelement eine zur Grundplatte 7 planparallele Deckplatte 72 umfasst, welche im gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Löcher 79 enthält, durch die beispielsweise Teile von Beschlägen, Scharnierelementen, Schlössern oder ähnlichem ragen können, welche in 7 nicht näher dargestellt sind, aber in der Profilleiste 75 integriert sein können. Die Grundplatte 71 weist in diesem Ausführungsbeispiel die gleichen Abmaße auf wie die Deckplatte 72, was übrigens bei entsprechender Gestaltung der Profilleisten, insbesondere der eingearbeiteten Falze, auch bei den Ausführungsbeispielen nach den 1, 3, 5 und 6 der Fall sein kann.

8 zeigt eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Plattenelements, bei der die Profilleisten 85, 85' jeweils in die Seitenkanten der Grundplatte 81 integriert sind. In diesem Fall sind dann nur deckplattenseitige Falze 85b, 86b' erforderlich, in welche die Deckplatte 82 nach Einlegen einer Distanzrippe 87 auf die Grundplatte 81 eingepasst wird.

Auch bei dem Ausführungsbeispiel nach 9 sind die Profilleisten 95, 95' mit ihren deckplattenseitigen Falzen 96b, 96b' in die Randbereiche der Grundplatte 91 integriert. Im Gegensatz zu der Ausführungsform nach 8 sind hier jedoch quer zu den Profilleisten 95, 95' verlaufende Distanzrippen 97 vorgesehen, welche aufgrund ihrer Form die Wölbung der Deckplatte 92 vorgeben.

In den 10 bis 12 ist das Herstellungsverfahren für verschiedene Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Plattenelements veranschaulicht, wobei im linken Teil der jeweiligen Figur die Einzelteile vor dem Verpressen und im rechten Teil der Figur der Gesamtverband während des Verpressungsvorgangs dargestellt sind.

10 zeigt eine Aufnahmevorrichtung 102, welche eine Fläche mit gewünschter Krümmung aufweist, auf die eine Deckplatte 12 entsprechend der Ausführungsform nach 1 aufgelegt wird. Anschließend werden die beiden Profilleisten 15, 15' sowie die Distanzrippe 17 auf die Deckplatte 12 aufgelegt. in der Regel werden die Falze Profilleisten 15, 15' sowie die grundplatten- und deckplattenseitigen Fläche der Distanzrippe 17 mit einer oder mehreren Klebeflächen versehen sein. Die Profilleisten 15, 15' werden derart auf die Deckplatte 12 aufgelegt, dass die Seitenkanten 14, 14' in die Falze 16b, 16b' eingepasst sind. Anschließend wird die Grundplatte 11 derart auf die Profilleisten 15, 15' und die Distanzrippe 17 aufgelegt, dass ihre Seitenkanten 13, 13' in die grundplattenseitigen Falze 16a, 16a' eingepasst sind. Abschließend wird dann eine im vorliegenden Ausführungsbeispiel ebene Deckmatrize 101 auf die nach oben gerichtete Außenseite der Grundplatte 11 aufgelegt und der Gesamtverband unter Druckerzeugung zwischen der Aufnahmevorrichtung 102 und der Deckmatrize 101 bis zum Abbinden des verwendeten Klebers verpresst.

Zur Herstellung eines Plattenelements, wie es in 6 gezeigt ist, werden die Deckplatte 52, die Profilleisten 65, 65' und die Grundplatte 51 in der oben beschriebenen Weise in eine Aufnahmevorrichtung 112 eingelegt und mit einer Deckmatrize 111 von oben her verpresst.

12 schließlich zeigt die Herstellung eines Plattenelements, wie es in 8 dargestellt ist, wobei hier eine Deckplatte 82, eine Distanzrippe 87 und eine Grundplatte 81 zwischen einer entsprechend geformten Aufnahmevorrichtung 122 und einer Deckmatrize 121 verpresst werden.


Anspruch[de]
  1. Plattenelement für Möbel oder Türen mit einer Grundplatte (11; 51; 71; 81; 91) und einer mit Abstand von der Grundplatte (11; 51; 71; 81; 91) angeordneten Deckplatte (12; 22; 52; 72; 82; 92), wobei die Grundplatte (11; 51; 71; 81; 91) und die Deckplatte (12; 22; 52; 72; 82; 92) jeweils zwei gegenüberliegende, geradlinig verlaufende Seitenkanten (13, 13', 14, 14'; 24) aufweisen und jede dieser beiden geradlinigen Seitenkanten (13, 13') der Grundplatte (11; 51; 71; 81; 91) parallel zu der jeweils benachbarten Seitenkante (14, 14'; 24) der Deckplatte (12; 22; 52; 72; 82; 92) verläuft, wobei die Grundplatte (11; 51; 71; 81; 91) von der Deckplatte (12; 22; 52; 72; 82; 92) längs dieser jeweils benachbarten geradlinigen Seitenkanten (13, 13', 14, 14'; 24) durch jeweils eine Leiste getrennt ist, wobei im Bereich zwischen den beiden gegenüberliegenden Leisten mindestens eine Distanzrippe (17; 37a, 37b, 37c, 37d; 57; 87; 97) zwischen der Grundplatte (11; 51; 71; 81; 91) und der Deckplatte (12; 22; 52; 72; 82; 92) vorgesehen ist, und wobei die Grundplatte (11; 51; 71; 81; 91) und die Deckplatte (12; 22; 52; 72; 82; 92) jeweils mit gegenüber liegenden Seiten der Leisten und der Distanzrippen (17; 37a, 37b, 37c, 37d; 57; 87; 97) verklebt sind,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Leisten als Profilleisten (15, 15'; 25; 55, 55'; 65, 65'; 75, 75'; 85, 85'; 95, 95') ausgeführt sind und jeweils einen Grundplattenseitigen und einen Deckplattenseitigen Falz (16a, 16a', 16b, 16b'; 26a, 26b; 86b, 86b'; 96b, 96b') aufweisen, in welchen die Seitenkanten (13, 13') der Grundplatte (11; 51; 71; 81; 91) und die Seitenkanten (14, 14'; 24) der Deckplatte (12; 22; 52; 72; 82; 92) im montierten Zustand des Plattenelements eingepasst sind.
  2. Plattenelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Profilleisten (15, 15'; 25; 55, 55'; 65, 65'; 75, 75'; 85, 85'; 95, 95') Beschläge, Schlossteile oder Scharniere eingelassen sind, vorzugsweise schon vor der Montage des Plattenelements.
  3. Plattenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Falz (16a, 16a', 16b, 16b'; 26a, 26b; 86b, 86b'; 96b, 96b') in den Profilleisten (15, 15'; 25; 55, 55'; 65, 65'; 75, 75'; 85, 85'; 95, 95') so gestaltet ist, dass die Profilleisten (15, 15'; 25; 55, 55'; 65, 65'; 75, 75'; 85, 85'; 95, 95') im montierten Zustand des Plattenelements fluchtende Oberflächen mit der jeweils benachbarten, vom Plattenelement nach außen weisenden Oberfläche der im Falz (16a, 16a', 16b, 16b'; 26a, 26b; 86b, 86b'; 96b, 96b') eingepassten Grundplatte (11; 51; 71; 81; 91) bzw. Deckplatte (12; 22; 52; 72; 82; 92) aufweisen.
  4. Plattenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Profilleisten (15, 15'; 25; 55, 55'; 65, 65'; 75, 75'; 85, 85'; 95, 95') an ihrer der Grundplatte (11; 51; 71; 81; 91) bzw. der Deckplatte (12; 22; 52; 72; 82; 92) abgewandten Außenkante (18, 18'; 28; 58, 58'; 68, 68') ein kurvenförmiges, vorzugsweise rundes Profil aufweist.
  5. Plattenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (11; 51; 71; 81; 91) und die Deckplatte (12; 22; 52; 72; 82; 92) trapezförmig, insbesondere rechteckig oder quadratisch sind.
  6. Plattenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (11; 51; 71; 81; 91) und/oder die Deckplatte (12; 22; 52; 72; 82; 92) aus Holz aufgebaut sind.
  7. Plattenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (11; 51; 71; 81; 91) und/oder die Deckplatte (12; 22; 52; 72; 82; 92) flexible Kunststoffplatten sind.
  8. Plattenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (11; 51; 71; 81; 91) und/oder die Deckplatte (12; 22; 52; 72; 82; 92) flexible Metallbleche sind.
  9. Plattenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (51) und/oder die Deckplatte (12; 22; 52; 82; 92) im montierten Zustand des Plattenelements gewölbt ist.
  10. Plattenelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Falz (16b, 16b'; 26b; 86b, 86b'; 96b, 96b') der Profilleisten (15, 15'; 25; 55, 55'; 65, 65'; 85, 85'; 95, 95') dem lokalen Krümmungsverlauf der jeweils angrenzenden gewölbten Grundplatte (51) bzw. Deckplatte (12; 22; 52; 82; 92) angepasst ist.
  11. Plattenelement nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (11; 81; 91) eben und die Deckplatte (12; 22; 52; 82; 92) gegenüber der Grundplatte (11; 81; 91) konvex vom Plattenelement weg gewölbt ist.
  12. Plattenelement nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine parallel zu den beiden Profilleisten (15, 15'; 25; 75, 75'; 85, 85') angeordnete Distanzrippe (17; 87) vorgesehen ist, die vorzugsweise von beiden Profilleisten (15, 15'; 25; 75, 75'; 85, 85') ungefähr gleich weit beabstandet ist.
  13. Plattenelement nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Grundplatte (51) als auch die Deckplatte (52) gewölbt sind.
  14. Plattenelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (51) bezüglich der Deckplatte (52) konvex und die Deckplatte (52) bezüglich der Grundplatte (51) konkav gewölbt ist.
  15. Plattenelement nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei quer, insbesondere senkrecht zu den beiden Profilleisten (15, 15'; 25; 55, 55'; 65, 65'; 95, 95') verlaufende Distanzrippen (37a, 37b, 37c, 37d; 57; 97) vorgesehen sind, von denen vorzugsweise jeweils eine im oberen und eine im unteren Randbereich von Grundplatte (11; 51; 91) und Deckplatte (12; 22; 52; 92) angeordnet sind.
  16. Plattenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (71) und die Deckplatte (72) im montierten Zustand des Plattenelements planparallel verlaufen.
  17. Plattenelement nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (11; 51; 71) und die Deckplatte (12; 52; 72) gleiche Abmaße aufweisen.
  18. Plattenelement nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilleisten (85, 85'; 95, 95') in die Seitenkanten der Grundplatte (81; 91) integriert sind und jeweils nur einen Falz (86b, 86b'; 96b, 96b') zur Deckplatte (82; 92) hin aufweisen.
Es folgen 12 Blatt Zeichnungen






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