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Dokumentenidentifikation DE202004019661U1 07.04.2005
Titel Gitarrenständer
Anmelder Edler, Horst, 71549 Auenwald, DE
Vertreter Patentanwälte Durm & Durm, 76133 Karlsruhe
DE-Aktenzeichen 202004019661
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 07.04.2005
Registration date 03.03.2005
Application date from patent application 21.12.2004
IPC-Hauptklasse G10G 3/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Gitarrenständer zum aufrechten Abstellen einer Gitarre am Boden.

Die Gitarre ist das Kult-Instrument in der Pop-Musik schlechthin. Entsprechend hohe Aufmerksamkeit wird dem Instrument vom Besitzer wie auch vom Publikum entgegengebracht. Während des Spielens hält der Musiker die Gitarre am Körper oder trägt diese um den Hals gehängt. In Spielpausen oder zum Zwecke der Aufbewahrung soll das teure Instrument sicher am Boden abgestellt und damit gleichzeitig präsentiert werden. Aufgrund ihrer typischen langgestreckten Form mit abgerundetem Klangkörper kommt das Abstellen einer Gitarre auf dem Boden ohne Hilfsmittel nicht in Betracht; die Gefahr des Umfallens liegt auf der Hand. Musiker bedienen sich deshalb spezieller Gitarrenständer, um ihre Gitarren auf der Bühne bzw. im Studio wie auch zu Hause sicher abzustellen.

Bekannt sind Gitarrenständer, die als Stativ ausgebildet sind. Beispielsweise beschreibt die DE 200 15 502 U1 einen Gitarrenständer, dessen Unterteil ein dreibeiniges Stativ ist, und der teleskopartig ineinander schiebbare Rohre und speziell gebogene Halter aufweist, die den Klangkörper der Gitarre unterstützen und den Gitarrenhals umschließen.

Die DE 116 746 A1 offenbart einen Gitarrenständer mit Füßen und zwei schräg nach oben ragenden Tragarmen, welche die Gitarre an ihrer Rückseite abstützen.

Aus der DE 201 00 540 U1 ist ein Gitarrenständer bekannt, der als Standteller ausgebildet ist, welcher mit dem Resonanzkörper der aufrecht abgestellten Gitarre fest verbunden ist.

Viele Gitarrenständer müssen erst einmal zusammenmontiert, aufgeklappt oder justiert werden, bevor eine Gitarre darauf abgestellt werden kann. Allen bekannten Gitarrenständern ist gemeinsam, dass sie leer, das heißt ohne darauf abgestellte Gitarre, einfach nur sperrige unansehnliche Gebilde sind, die im Wege stehen. Besitzt der Musiker, wie üblich, mehrere Gitarren unterschiedlichen Typs, so bedarf es besonderer Aufmerksamkeit, ein Instrument dem dazugehörigen Gitarrenständer zuzuordnen.

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen praktischen und formschönen Ständer zum Abstellen einer Gitarre in annähernd aufrechter Lage vorzuschlagen, welcher nicht erst an das Instrument angepasst werden muss, auf dem die Gitarre schnellen und sicheren Halt findet, und der dem Instrument in optimaler Weise technisch und optisch angepasst ist.

Gelöst wird die Aufgabe durch einen Gitarrenständer mit den Merkmalen des ersten Schutzanspruchs.

Der erfindungsgemäße Gitarrenständer besteht aus einem Fußteil, das ein bodennahes Auflager für den Klangkörper der Gitarre aufweist, und einer flachen, leicht nach hinten geneigten Lehne, deren Außenkontur dem Umriss der abzustellenden Gitarre nachgebildet ist. Das Auflager nimmt den größten Teil des Gewichts der Gitarre auf, während die nach hinten geneigte Lehne die Rückseite der Gitarre abstützt und diese somit in aufrechter, leicht nach hinten geneigter Position hält. Dadurch, dass die Außenkontur der Lehne die Umrisse der Gitarre nachbildet, ergibt sich eine optimale Anlage des Instruments, insbesondere im Bereich des schweren Klangkörpers. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Gitarrenständer auch dann, wenn er leer auf dem Boden steht, große Ähnlichkeiten mit der Gitarre, die auf ihm abgestellt werden soll, aufweist. Dies steht nicht nur gut aus, sondern hat auch den praktischen Nutzen, dass auf den ersten Blick klar ist, wohin die Gitarre gehört. Insbesondere dann, wenn mehrere Gitarren abgestellt werden sollen, erleichtert dies die schnelle und eindeutige Zuordnung zwischen Instrument und Ständer.

Zweckmäßig umfasst die Lehne zumindest eine ebene Grundplatte, deren Außenkontur dem Umriss des Klangkörpers der Gitarre entspricht. Zusätzlich kann auch eine schmale ebene Halsplatte vorgesehen sein, welche dann der Kontur dem Hals der Gitarre entspricht. Schließlich kann sich an die Halsplatte noch ein kleines Kopfstück anschließen, dessen Kontur der Kopfplatte der Gitarre entspricht. Besonders bevorzugt wird ein Gitarrenständer, dessen Lehne aus Grundplatte, Halsplatte und Kopfstück besteht, so dass die Umrisse der ganzen Gitarre nachgebildet werden. Der leere Gitarrenständer stellt dann eine Art Schattenriss der Gitarre dar, an welche er optimal angepasst ist. Falls die Gitarre eine abgewinkelte Kopfplatte hat, ist es zweckmäßig, auch das entsprechende Stück der Lehne, also das Kopfstück, entsprechend auszubilden.

Auch wenn die Lehne des Gitarrenständers aus Fertigungs- und Kostengründen in der Regel aus einer oder mehrerer ebener Platten hergestellt wird, ist es natürlich auch möglich, die Lehne gebogen bzw. konkav gewölbt auszuführen, um diese an entsprechende Wölbungen der Unterseite der Gitarre optimal anzupassen.

Das Fußteil des Gitarrenständers weist vorteilhaft wenigstens einen Auslegerfuß auf, der flach auf dem Fußboden aufliegt und mit der Lehne einen spitzen Winkel einschließt. Dadurch ergibt sich eine hohe Standfestigkeit und Kippfestigkeit sowohl zur Seite als auch nach hinten.

Das Fußteil kann ein Fußbrett umfassen, das den unteren Teil der Lehne umfasst. Dabei kann die Lehne mit dem Fußbrett fest oder lösbar verbunden sein. Bevorzugt wird aber eine einstückige Ausbildung des Fußbretts und der Grundplatte der Lehne.

Auch der Auslegerfuß oder gegebenenfalls die mehreren Auslegerfüße sind im einfachsten Fall fest mit dem Fußteil verbunden, beispielsweise verschraubt. Der Auslegerfuß kann aber auch klappbar montiert sein, was den Vorteil hat, dass der Gitarrenständer bei an die Rückseite der Lehne angeklapptem Auslegerfuß besonders platzsparend transportiert werden kann.

Das Auflager für den Klangkörper der Gitarre wird vorzugsweise durch zwei parallel und im Abstand voneinander angeordnete Lagerzapfen gebildet. Dabei sind die Lagerzapfen unmittelbar unterhalb der Lehne, beispielsweise auf dem Fußbrett des Fußteils angeordnet.

Um ein seitliches Kippen der Gitarre sicher zu verhindern, können ferner Stützen im Bereich der Halsplatte der Lehne vorgesehen sein, welche den Gitarrenhals abstützen. Solche seitliche Abstützungen können alternativ oder zusätzlich auch im Bereich rechts und links des Klangkörpers der Gitarre vorgesehen sein.

Die Lehne kann aus Metall, vorzugsweise Aluminium, hergestellt sein. Diese Materialwahl führt zu einer sehr hohen Stabilität des Gitarrenständers bei gleichzeitig edler Anmutung. Alternativ kann die Lehne aber auch aus Holz, insbesondere Schichtholz, oder aus Spanplatten, gefertigt sein. Auch Kunststoff ist als Material für die Lehne geeignet.

In vorteilhafter Weiterbildung des Gitarrenständers ist in die Oberfläche der Lehne ein Relief eingearbeitet, das die abzustellende Gitarre nachbildet. Je detailgetreuer das Relief die gestalterischen Merkmale der Gitarre wiedergibt, also beispielsweise Öffnungen, Schalter, Hebel, Saiten und Griffbrett zeigt, desto mehr entspricht das Aussehen des leeren Gitarrenständers der abzustellenden Gitarre. Diese gestalterische Möglichkeit kann dazu benutzt werden, um den Gitarrenständer der Original-Gitarre täuschend ähnlich nachzubilden. Ein derart gestalteter Gitarrenständer eignet sich insbesondere für den effektiven Einsatz auf der Bühne, aber ebenso gut auch als Verkaufshilfe im Musikalienhandel.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der beigefügten Abbildung näher erläutert.

Der Gitarrenständer besteht im Wesentlichen aus einem Fußteil 1 und einer Lehne 2.

Die Lehne 2 ist zusammengesetzt aus einer flachen ebenen Grundplatte 3, einer schmalen Halsplatte 4 und einem Kopfstück 5, die alle aus Aluminium gefertigt sind. Die Außenkontur der Lehne 2 ist dem Umriss der abzustellenden (nicht dargestellten) Gitarre nachgebildet. Dabei entspricht die Kontur der Grundplatte 3 dem Umriss des Klangkörpers der Gitarre, die Kontur der Halsplatte 4 dem Gitarrenhals und die Kontur des Kopfstücks 5 der Kopfplatte der Gitarre.

Das Fußteil 1 umfasst ein Fußbrett 6, das an den unteren Teil der Grundplatte 3 der Lehne 2 einstückig angeformt ist. Mit seiner Unterkante steht das Fußbrett 6 auf dem Fußboden auf.

An der Rückseite des Fußbretts 6 sind zwei flache Auslegerfüße 7 angeschraubt. Die Grundplatte 3 mit dem nach unten angesetzten Fußbrett 6 bildet mit den Auslegerfüßen 7 einen spitzen Winkel von ungefähr 75 Grad. Dadurch steht die Lehne 2 leicht nach hinten geneigt gegenüber dem Fußboden.

An der rechten und der linken unteren Ecke des Fußbretts 6 ist jeweils ein zylindrischer Lagerzapfen 8 angebracht. Diese bilden das Auflager für den Klangkörper der abzustellenden Gitarre. Damit das Instrument nicht beschädigt wird, sind die Lagerzapfen 8 mit Filzrollen 9 oder einem anderen weichen Material gepolstert.

Im Bereich der Halsplatte 4 sind zwei gleichfalls gepolsterte Stützen 10 angeordnet, die der seitlichen Abstützung des Gitarrenhalses dienen.

Die dem Betrachter zugewandte Oberseite der Lehne 2 ist mit einem Relief 11 versehen, das typische Gestaltungsmerkmale der zugehörigen Gitarre wiedergibt. Dieses Relief wurde durch Fräsen der Oberflächen der hier aus Aluminium bestehenden Grundplatte 3, der Halsplatte 4 und des Kopfstücks 5 erzeugt.

1Fußteil 2Lehne 3Grundplatte 4Halsplatte 5Kopfstück 6Fußbrett 7Auslegerfüße 8Lagerzapfen 9Filzrollen (von 8) 10Stützen (an 4) 11Relief (auf 2)

Anspruch[de]
  1. Gitarrenständer zum aufrechten Abstellen einer Gitarre am Boden, bestehend aus

    – einem Fußteil (1) mit einem bodennahen Auflager für den Klangkörper der Gitarre;

    – einer flachen, leicht nach hinten geneigten Lehne (2), deren Außenkontur dem Umriss der Gitarre nachgebildet ist.
  2. Gitarrenständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lehne (2) eine ebene Grundplatte (3) umfasst, deren Außenkontur dem Umriss des Klangkörpers der Gitarre entspricht.
  3. Gitarrenständer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lehne (2) eine schmale ebene Halsplatte (4) umfasst, die sich an die Grundplatte (3) anschließt und deren Kontur dem Hals der Gitarre entspricht.
  4. Gitarrenständer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lehne (2) eine ebene Kopfstück (5) umfasst, die sich an die Halsplatte (4) anschließt und deren Kontur der Wirbelplatte der Gitarre entspricht.
  5. Gitarrenständer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußteil (1) mindestens einen flachen Auslegerfuß (7) aufweist, der mit der Lehne (2) einen spitzen Winkel einschließt.
  6. Gitarrenständer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußteil (1) ein Fußbrett (6) umfasst, das den unteren Teil der Lehne (2) umfasst.
  7. Gitarrenständer nach Anspruch 2 und Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußbrett (6) einstückig mit der Grundplatte (3) verbunden ist.
  8. Gitarrenständer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflager für den Klangkörper der Gitarre durch zwei parallel und im Abstand voneinander angeordnete Lagerzapfen (8) gebildet wird.
  9. Gitarrenständer nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerzapfen (8) auf dem Fußbrett (6) angeordnet sind.
  10. Gitarrenständer nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Halsplatte (4) mindestens eine Stütze (10) zur seitlichen Abstützung des Gitarrenhalses vorgesehen ist.
  11. Gitarrenständer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lehne (2) aus Metall, vorzugsweise Aluminium hergestellt ist.
  12. Gitarrenständer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in die Oberfläche der Lehne (2) ein Relief (11) eingearbeitet ist, das die abzustellende Gitarre nachbildet.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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